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Dichtheitsprüfung bei holzfreiem Aufbau


Kallmi am 05 Sep 2018 13:54:56

Hallo zusammen,
immer mehr Womos haben einen holzfreien Aufbau.
Alle Aufbauwände sind innen und außen mit Alu beplankt.
Ist da die bisherige Messmethode überhaupt noch sinnvoll?
Die Alu-Teppich Innenverkleidung speichert die Feuchtigkeit nicht so wie Holz.
Und weil nicht bei Regen gemessen wird ist immer alles gut.
Ich halte eine Sichtkontrolle nach Regen für sinnvoller.
Was kann man noch machen?

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nkag16 am 05 Sep 2018 14:06:54

Hallo Kallmi,

die wenigsten Wände sind sowohl innen als auch außen mit Alu beplankt.
Die meisten haben außen GFK und viele innen Holzbeplankung.
Und das Wasser kommt durch undichte Nähte herein.
Eine durchaus sinnvolle Sichtkontrolle nach Regen kann aber eine Dichtigkeitsprüfung ergänzen.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

taps am 05 Sep 2018 18:13:08

Hallo Kallmi,
leider schreibst Du nicht, was Du für ein Womo hast.
Ich finde die Dichtigkeitsprüfungen auch lästig.
Das ist Qualitätskontrolle auf dem Rücken des Endverbrauchers!
Wir fahren einen 1,5 Jahre alten Eura, haben 10 Jahre Dichtigkeitsgarantie und müssen wohl oder übel die Prüfungen machen lassen.
Wenn ich aber den Preis der Prüfung mit dem Preis des Womo vergleiche ist das zwar o.k., aber es ist halt immer ein zusätzlicher Händlerbesuch...
Gruß
Andreas

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Kallmi am 06 Sep 2018 09:58:11

Moin,
ich selbst fahre einen Chartago T47 mit einem 100% holzfreien Aufbau.
Innen und außen Alu und innen zusätzlich mit Vlies.
Wenn man hier eine Messung durchführt, dann ist immer alles trocken.
Trotzdem war an der Heckwand eine Undichtigkeit, die nur bei Regen feststellbar war.
Deshalb halte ich die Messmethode mit dem Feutigkeitsmessgerät bei holzfreien Aufbauten für unsinnig.
Es sei denn man hat selbst ein Messgerät und führt eine Messung bei Regen durch.
Wer jetzt 10 Jahre Dichtheitsgarantie hat, der sollte selbst noch eine Sichtprüfung nach Regen durchführen.
Oder hat jemand eine andere Idee?

Bodimobil am 06 Sep 2018 10:39:51

Ich habe auch einen Carthago T47, also von innen nach außen Teppich - Alu - XPS-Schaum - Alu.
Ich halte bei diesem Aufbau auch nichts von den üblichen Dichtigkeitsprüfungen bei der nach stehender Feuchtigkeit im Aufbau gesucht wird.
Meiner Ansicht nach sind Dichtigkeitsprüfungen bei solchen Sandwichkonstruktionen reine Abzocke.

Wegen fehlender Hohlräume und fehlendem saugfähigen Material im Aufbau kann da praktisch keine Feuchtigkeit sein.
Bei den Carthagos kommt noch dazu, dass die üblichen Messgeräte wegen der Alu Innenhaut nicht funktionieren.
Trotzdem kann es zu Undichtigkeiten z.B. am Dachfenster kommen. Das merkt man aber direkt weil das Wasser an der undichten Stelle heraus kommt und nicht wie bei anderen Konstruktionen erst einmal in den Aufbau läuft und dort bereits Schäden verursacht bevor es entdeckt wird. Man muss deshalb auch nicht so lange suchen wo die Undichtigkeit ist. Dafür brauch ich keine Dichtigkeitsprüfung. Bei Seitenfenstern hatte ich z.B unterhalb des Fensters eine feuchte Wand. Fenster neu eindichten - fertig.

Das gilt natürlich nur eingeschränkt bei Sandwich Wänden die innen Sperrholz haben. Dort besteht die Gefahr, dass sich das Sperrholz vollsaugt und zu bleibenden Schäden führt.

Was war es an deiner Heckwand? Ich vermute das Fenster.

Gruß Andreas

Kallmi am 06 Sep 2018 12:12:58

Was war es an deiner Heckwand? Ich vermute das Fenster.

Hallo Andreas,
vor ca. 5 Jahren war die Heckwand an der Verbindung zum Dach undicht.
Das Wasser lief an der Innenseite durch die Hängeschränke links am Heckfenster bis in die Garage.
Zuerst dachte ich die Garage ist undicht.
Die Undichtigkeit habe ich selbst von außen mit Dekalin erfolgreich abgedichtet.
Das geht relativ einfach, weil sich die gerade Abschlussleiste leicht entfernen lässt.

Jetzt aktuell ist das Heckfenster an der oberen Kante undicht.
Vorerst habe ich den Spalt zwischen Rahmen und Heckwand gereinigt und mit Dekalin ausgefüllt.
Jetzt warte ich erst mal ab und beobachte den Bereich genau.

In diesem Zusammenhang ist mir folgendes aufgefallen.
Neben mir steht ein ganz neuer Chartago.
Bei dem haben alle Fenster eine deutlich sichtbare schwarze Dichtung an der Fensteroberseite.
Die Nagelprobe deutet auf Sikaflex hin. Jedenfalls ist es härter und abgebundener als Dekalin.
Ich frage mich jetzt, was Chartago da verbessert hat?
Vielleicht soll eine Spur Sikaflex die Dekalindichtung schützen.
Was meint das Forum dazu?

Tinduck am 06 Sep 2018 14:33:12

Verstehe nicht, warum die Fenster überhaupt eingeklebt werden, wenn es Seitz-Modelle mit breitem Rahmen sind... unsere S3 (älteres Modell :D ) sind nur mit dem Dichtungsring auf der Innenseite des Aussenrahmens abgedichtet, funktioniert auf der Alu-Aussenhaut wunderbar. Wenn mal undicht, ohne Sauerei ausbauen, O-Ring reinigen oder ersetzen, wieder reinschrauben, fertig.

Haben die moderneren Fenster diesen Dichtungsring nicht mehr?

bis denn,

Uwe

Kallmi am 06 Sep 2018 15:36:39

Hallo Uwe,
das mit dem Dichtring bei deinen Fenstern ist ja sehr interessant.
Leider finde ich nichts dazu im Netz.
Alle gefundenen Einbauanleitungen zeigen dauerelastische Dichtmittel wie Dekalin.
Wie sieht deine Dichtung aus und wo bekomme ich die?
Oder meinst du das?
--> Link

andwein am 06 Sep 2018 15:57:21

Kallmi hat geschrieben:......Innen und außen Alu und innen zusätzlich mit Vlies. Wenn man hier eine Messung durchführt, dann ist immer alles trocken.

Diese Aussage wage ich zu bezweifeln. Ein guter und richtig kalibrierter Feuchtemesser misst bei Aluwänden eigentlich nass!!
Jedenfalls bei mir. Vielleicht eine Hilfe zum Umgang mit Feuchtemessern: --> Link
Gruß Andreas

Bodimobil am 06 Sep 2018 16:19:39

andwein hat geschrieben:Diese Aussage wage ich zu bezweifeln. Ein guter und richtig kalibrierter Feuchtemesser misst bei Aluwänden eigentlich nass!!

Das ist doch wieder sinnlose Pedanterie weil es in diesem Fall absolut keinen Unterschied macht was das Gerät anzeigt.
Bei Alu kannst du mit dem Feuchtemesser nichts sinnvolles messen!

Gruß Andreas

Kallmi am 06 Sep 2018 16:27:22

andwein hat geschrieben:Diese Aussage wage ich zu bezweifeln. Ein guter und richtig kalibrierter Feuchtemesser misst bei Aluwänden eigentlich nass!!
Jedenfalls bei mir. Vielleicht eine Hilfe zum Umgang mit Feuchtemessern: --> Link
Gruß Andreas

Da gebe ich dir absolut Recht.
Aufbauten mit einer Alu-Innenbeplankung (Carthago) lassen sich überhaupt nicht messen!
So steht es auch in deinem Link.
Bei mir wurde jedenfalls in den ersten Jahren gemessen und die Dichtigkeit für Geld bestätigt.
Wie haben die das gemacht?
Wahrscheinlich doch nur visuell die Problemzonen geprüft und fertig.
Und dann war es doch undicht.

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Tinduck am 06 Sep 2018 16:35:22

Kallmi hat geschrieben:Oder meinst du das?
--> Link


Genau der isses. Auf dem Bild halt in der Profil-Ansicht. Bei mir hat bisher bei der einen Undichtigkeit (Heckfenster) ein Sauberwischen der Dichtung und des Alubleches gereicht, danach war alles wieder dicht, mit ordentlichem, handfesten Über-Kreuz-Anziehen der Rahmenschrauben.

bis denn,

Uwe

Kallmi am 06 Sep 2018 22:59:45

Hallo Uwe,
ich verstehe jetzt nicht, warum bei Womos mit glatten Wänden die Fenster eingekleistert werden.
Wahrscheinlich ist das preiswerter.
Aber vielen Dank für den Tipp.
Sollte ich mal wieder ein Fenster ausbauen denke ich erneut über deine Alternative nach.

turbokurtla am 07 Sep 2018 07:43:37

Andreas hat doch völlig Recht.
Alu = nass
Er hat nur Kallmis falsche Aussage richtiggestellt.
Diese Gummis sind eigentlich immer an Seitz Fenstern dran gewesen, nur manche Hersteller verwenden zusätzlich Dekalin.
Bei Undichtheit würde/hab ich immer diesen eingeklebten Gummi rausgekratzt und nur mit Dekalin gedichtet. Ist besser.
Ganz wichtig ist aber, dass das Ausschnitt Maß der Wand nicht zu groß ist. Dann wandert das Fenster und wird undicht.
Hier kann man sich mit zusätzlichen Hölzchen behelfen.
Gruß Kurt

Airemperor am 05 Jan 2019 18:24:15

also ich hab auch die alten guten Seitz Fenster mit der Gummidichtung. Das ist kein O-Ring wie er hier genannt wurde sonder eine mehrlippige Dichtung mit T-förmigem Querschnitt die in einer umlaufenden Nut im Aussenrahmen steckt. Wobei ich mir kaum vorstellen kann dass diese Dichtung alleine sehr lange funktioniert. Ich sehe die eher als einen Scheuerschutz der nebenberuflich ein wenig dichtet.

Ich hatte ein paar Tropfen Wasser am Fenster und dieses dann ausgebaut und laut Seitz Anleitung wieder eingebaut. Und diese Anleitung sagt dass alles sauber sein soll (logo) und dann die Umlaufende Dichtung einsetzen mit dem Stoß unten mittig. Die Dichtung in den Ecken und am Stoß in der Nut verkleben.

Dann eine Raupe Dichtmasse rund herum. Da war sogar ein Raupendurchmesser angegeben.
Fenster einsetzen, verschrauben, fertig.

Das einzige was ich nicht nach Anleitung gemacht habest der Durchmesser der Dichtraupe. Da habe ich etwas dicker aufgetragen. Das habe ich gemacht nachdem ich gesehen hab wie die alte Dichtmasse ausgesehen hat. Die war meiner Meinung nach zu sparsam aufgetragen. (sozusagen Spaltmaß 3mm und Dichtraupe 3,2mm.) da sättigt sich dann die Oberfläche der Dichtmasse relativ schnell mit feinem Dreck der es in den engsten Spalt Schaft.
Bisschen Bewegung dazu, dann rollt die Masse etwas rum und verliert die Haftung und somit die dichtenden Eigenschaften. (in etwa so wie wenn man einen Teigrolle in Mehl wälzt.
Ich konnte die alte teils verhärtete Dichtraupe über große Bereiche einfach abnehmen ohne dass sie am Womo, dem Rahmen oder den Fingern gehaftet hat.

Das war auch der Grund weshalb ich dann alle Fenster ausgebaut und neu gedichtet habe. Und das war auch richtig so wie ich sehen konnte. Immerhin 12 Jahre alt, und an einem Fenster hat der Vorbesitzer auch die Pfuschversion veranstaltet und aussen an der Oberseite mit Silikon rum geschmiert...

Ich persönlich würde die originale Gummi"Dichtung" wieder einbauen. Nicht um abzudichten, sonder als Scheuerschutz und Abstandshalter und als "Dreckfilter"

Im Prinzip sollte das ja auf alle Fenster übertragen lassen die mit breitem Rahmen aussen aufgesetzt werden. Wichtig dabei ist nur dass die Dichtraupe irgendwo liegt wo sie Platz hat und den Platz dann auch ausfüllt. Druck braucht die Dichtmasse keinen. Nur eine angemessen grosse Auflagefläche und eine gewisse Höhe um Scherbewegungen aufnehmen zu können.
Lieber ein bisschen Arbeit um Dichtmasse zu entfernen die es rausdrückt als dass zu wenig dran ist und sie sich "rollen" kann.

Natürlich nur meine Meinung....


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