Dometic
anhaengerkupplung

Empfehlungen zur Batteriewahl


supertramp2 am 12 Sep 2018 09:39:33

Werte Forumskollegen,

ich würde Euch gerne um einen Pi-mal-Daumen-Ratschlag bitten.

Ich bin seit 2 Wochen dabei, meinen leeren, gebraucht erstandenen Kastenwagen zumindest rudimentär für den in zwei Wochen startenden 3-wöchigen Urlaub auszurüsten.

- Eine Gasanlage werde ich in der Zeit wohl mangels Fachwissen nicht realisiert bekommen, eine Heizung auch nicht.

- Fürs Kochen habe ich erstmal einen einfachen Stand-Alone-Campingkocher mit Butanflaschenbetrieb organisiert.

- Fürs Kühlen wollte ich nicht gleich ohne Erfahrungswerte zu einem teuren Kompressorkühlschrank greifen, habe stattdessen ein wohl leider
energiefressende Absorberbox von Dometic für ein paar Euro gebraucht gefunden, da musste ich erstmal zuschlagen.

- Wie ich das Wasser zum Geschirrspülen etc warmkriege, da muss ich noch überlegen. Für die Spüle habe ich eine 7V-Wasserpumpe.

- Zusätzlich zu all dem würde ich gerne die Möglichkeit haben, einen Laptop, evtl einen Flachbild-TV und ganz ganz vielleicht sogar eine
Playstation zu betreiben.

- Hin und wieder würde ich vielleicht gerne eine elektrisch betriebene Espressokochermaschine und ganz evtl sogar einen Föhn betreiben, aber
das wäre wohl vom Stromverbrauch her zu aufwändig und kann notfalls wegfallen.

Sicher werde ich mein Mobil mit der Zeit immer weiter ausbauen, auch eine Solaranlage und evtl eine Gasanlage könnten dazukommen.

Aber wie fange ich jetzt am besten an?

Natürlich will ich nicht unnötig Geld ausgeben, das ist ja klar. Es wäre für mich aber auch ein Argument, dass ich nach ein paar Umbauten nicht
gleich eine neue Batterie anschaffen muss, somit also eine gewisse persönliche Zukunftssicherheit hätte. Falls das überhaupt kostenmäßig
sinnvoll ist.

Mein Nutzungsverhalten dürfte so aussehen, dass ich ein bis zweimal im Jahr für ein paar Wochen unterwegs bin und darüberhinaus öfter mal am
Wochenende oder für einen Abend kurz aus der Stadt raus. Für die längeren Reisen kann ich mein Nutzungsverhalten noch nicht so genau
abschätzen. Typischerweise fahre ich dann gerne viel und versuche, neue Orte zu entdecken, aber vielleicht bleibe ich auch mal länger an
einem Ort.

Wäre toll, wenn Ihr mir ein paar Hinweise geben könntet, so eine Batterie ist ja nicht ganz günstig und deshalb frag ich lieber nochmal nach.

Dankeschön!
Alex

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Bodimobil am 12 Sep 2018 10:06:21

Du solltest dich doch erst einmal mit Wohnmobil Technik befassen bevor du anfängst zu basteln.
Wo andere mit viel mehr Kenntnissen viele Monate für ihren Wohnmobil Ausbau benötigen möchtest du das in 3 Wochen machen.
Es fängt schon mit dem Absorber Kühlschrank an. Den ohne Gas betreiben geht nur theoretisch - bzw. nur während du fährst. Wenn du stehst hat er innerhalb weniger Stunden deine Batterie leer gemacht. Das reicht noch nicht mal für eine Nacht und morgens ist deine Wurst warm.
Föhn und Espressomaschine betreiben - da bist du gleich bei Investitionen von 1500-2000€, wenn man es richtig macht mit LiPo auch bei 3000€.
Was hast du dir denn vorgestellt.
Was ist mit Toilette? Und ohne Heizung wirst du auch nicht lange Spaß haben. In 3 Wochen wird es schon verdammt kalt in der Nacht.
Warmes Wasser zum spülen ist das geringste Problem. Das kannst du auf dem Kocher warm machen.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

supertramp2 am 12 Sep 2018 13:21:46

Hi Bodimobil,

danke für Deine Nachricht! Das ist mir tatsächlich alles bekannt, was Du schreibst. Auf meine Frage habe ich bisher keine einfache Lösung gefunden, daher frage ich hier nach konkreten Vorschlägen. Zahlen ablesen und rechnen kann ich ja selbst, mir fehlt aber die Alltagserfahrung aus der Benutzung einer solchen Batterie. Espressokocher fällt wohl weg, hatte ich ja selbstgeschrieben. Toilette und Heizung brauche ich erstmal nicht. Für den Kühlschrank werde ich mir noch eine Lösung einfallen lassen, entweder viel fahren, Steckdose auf dem Campingplatz, doch eine Gasflasche nur dafür oder doch kurzfristig einen Kompressorkühlschrank kaufen. Wasser auf dem Kocher warmmachen braucht ja auch Energie. Basierend auf all dem, hättest Du eine Empfehlung für mich?

Freue mich natürlich auch über die Empfehlungen anderer!

Grüße
Alex

Anzeige vom Forum


Bodimobil am 12 Sep 2018 13:51:18

supertramp2 hat geschrieben:Basierend auf all dem, hättest Du eine Empfehlung für mich?


Nein - wie soll man dir mit diesen Angaben eine Empfehlung machen?
Du erwähnst gerade zum ersten mal einen Campingplatz - du musst uns schon erzählen wie du dir das Leben in dem Kastenwagen vorstellst (nur Campingplätze mit Dusche und Toilette?) da das scheinbar nicht viel mit dem Leben in einem Wohnmobil zu tun hat (eher mit Zelten). Für mich unvorstellbar (ausser für eine Nacht). Aber dann benötigst du keine Batterie. Du nimmst einfach den Strom vom Campingplatz. Du musst lediglich einen 230V AC-12V DC Ladegerät dazwischen hängen.
Ohne festen Strom und ohne Gas funktioniert das mit einem Absorberkühlschrank nicht!
Wie sieht dein Fahrzeug aus? Geschlossener Kasten, Fenster, Dämmung, vorhandene Möbel ...
Du stellst dir das nach den bisherigen Infos alles ein bischen zu einfach vor.
Was hast du dir denn vorgestellt was du investieren willst - also nur für das allernötigste?

Gruß Andreas

biauwe am 12 Sep 2018 13:56:08

supertramp2 hat geschrieben:- Hin und wieder würde ich vielleicht gerne eine elektrisch betriebene Espressokochermaschine und ganz evtl sogar einen Föhn betreiben, aber
das wäre wohl vom Stromverbrauch her zu aufwändig und kann notfalls wegfallen.
Dankeschön!
Alex


Sowas könnte gehen, aber bezahl mit Paypal: --> Link

Gast am 12 Sep 2018 14:00:13

Da du uns wenig Informationen gibst erkläre ich dir mal wie das funktioniert:

Kleines Beispiel mein Kompressor Kühlschrank welcher 40Watt braucht und ca. 10h am Tag läuft.

40W / 12V * 10h = 33Ah

Das machst du mit all deinen Verbrauchern, sogar der Innenraumbeleuchtung und dem Handyladegerät.

Am Ende hast du deinen Strombedarf in Ah pro Tag. Deine Lichtmaschine lädt maximal 10-15A pro Stunde nach... mit Ladebooster bis zu 30A (je nach Booster). Eine Solaranlage lädt durchschnittlich das 3fache ihrer Nennleistung pro Tag (100W Modul 100W x 3 / 12V = 25Ah) nach, im Süden eher das 4 fache, im Winter tendenziell gegen Null.

Jetzt liegt es an dir zu berechnen wie du klar kommst...bei Geräten welche 230V haben und über einen Wechselrichter betrieben werden musst du 10-20% Verluste mit ein rechnen (die Watt Angaben der Geräte auch durch 12V teilen)

Oder wenn du dich nicht in das oben geschriebene einarbeiten willst:

260Ah AGM Batterie in Verbindung mit 200W Solar (wenn du viel stehst und nur im Sommer unterwegs bist) oder einem Ladebooster (wenn du viel fährst) oder beides.

Wahlweise weniger Akku, Solar und dafür ab und zu mal an den Landstrom. Genauer kann man das so pauschal nicht sagen....

supertramp2 am 12 Sep 2018 15:30:23

Sebastiane hat geschrieben:
260Ah AGM Batterie in Verbindung mit 200W Solar (wenn du viel stehst und nur im Sommer unterwegs bist) oder einem Ladebooster (wenn du viel fährst) oder beides.



Hallo Sebastiane,

vielen Dank für Deine Nachricht. Weshalb würdest Du in diesem Fall eine AGM-Batterie statt einer Gel-Batterie empfehlen? Danke auch für die Rechnungen, aber ich hatte ja extra geschrieben, dass ich selbst rechnen kann, weil ich damit nicht Deine Zeit verschwenden will. Ich möchte auch nicht nur die Zahlen betrachten, das kann ich ja selbst, sondern lieber ein paar Alltagserfahrungen von Forumsnutzern sammeln, die vielleicht mal in einer ähnlichen Situation waren.

Danke und Grüße
Alex

supertramp2 am 12 Sep 2018 15:32:17

biauwe hat geschrieben:
Sowas könnte gehen, aber bezahl mit Paypal: --> Link


Hallo biauwe,

danke für die Nachricht! Sind die Batterien von Panther besser als z.B. die von Exide? Kannte bisher nur die Exide. Weshalb Paypal?

Schöne Grüße
Alex

supertramp2 am 12 Sep 2018 15:37:44

Bodimobil hat geschrieben:
Nein - wie soll man dir mit diesen Angaben eine Empfehlung machen?
Wie sieht dein Fahrzeug aus? Geschlossener Kasten, Fenster, Dämmung, vorhandene Möbel ...
Du stellst dir das nach den bisherigen Infos alles ein bischen zu einfach vor.
Was hast du dir denn vorgestellt was du investieren willst - also nur für das allernötigste?

Gruß Andreas


Hi Andreas,

danke für die Nachricht! Die reine Investitionssumme ist bis vielleicht im Extremfall 3.000 Euro prinzipiell offen. 200 Euro wäre natürlich besser, aber ich möchte nicht etwas kaufen, was ich letztlich kaum gebrauchen kann und was dann sowieso wieder wegkommt. Geschlossener Kasten, ja. Aber wie gesagt, Heizung brauche ich nicht. Keine nennenswerte Möblierung.

Danke und Grüße
Alex

Gast am 12 Sep 2018 16:12:15

supertramp2 hat geschrieben:Weshalb würdest Du in diesem Fall eine AGM-Batterie statt einer Gel-Batterie empfehlen?


Kleine Verallgemeinerte Batteriekunde:

-Gel sehr haltbar und verkraftet eher mal tiefe Entladung, die meisten Ladegeräte (auch ältere) können Gel. Verkraftet keine hohen Ströme, weder bei der Entladung oder Ladung

-AGM sind die "billigeren" Gels (nein diese Aussage ist so nicht wirklich richtig...) können dafür sehr hohe Ströme ab wollen aber mit der richtigen Kennlinie geladen werden. Des hält erste Wahl bei hohem Wechselrichter Strom

-Bleikristall kann eig. alles besser als Gel oder AGM ist aber teurer und noch nicht langzeitgetestet

-Lifepo kann alles am besten inkl. Tiefenentladung aber ist sehr teuer und kommt mit Kälte nicht so gut klar

-Blei Säure, die normale, ist billig und gast aus...kann ansonsten nichts gut....

Ich bin kein Fachmann und meine Aussagen sind sehr allgemein da es in den einzelnen Kategorien auch spezielle Arten gibt...siehe Optima Yellow Top, eine besondere Form der AGM.

Als Orientierung für dich:
Ich fahre alle 2 Tage ca. 2 Stunden weiter, habe 140W Solar, 230Ah Gel und habe eine Dieselheizung/Boiler welche im Betrieb ca. 3,5A zieht, dazu den oben genannten Kompressorkühlschrank und habe ansonsten so gut wie Verbraucher (Wasserpumpe, Handy Laden, LED Beleuchtung ca 8Ah pro Tag) und komme erst ab April bei Sonnenschein mit meinem Strom klar, bei dauerhaft schlechtem Wetter ist nach 7 Tagen Schluss da ohne Ladebooster 2h Fahren nicht viel bringt. Gel hat zudem den Nachteil, dass ohne korrekte Ladekennlinie das Laden ab 90% Kapazität extrem lange dauert...

biauwe am 12 Sep 2018 16:27:54

Hallo Axel,

gucke Dir mal die Bewertungen von dem Laden an.

Saentis am 12 Sep 2018 21:06:57

Ich antworte nur kurz Sebastiane; dein Zitat
-Blei Säure, die normale, ist billig und gast aus...kann ansonsten nichts gut.

Selber sagst Du, dass Du kein Fachmann seist. Aufgrund welcher Begebenheit basiert Dein Urteil über die Blei/Säure Batterie? Seit nunmehr 30 Jahren verwende ich in meinen Womos nur Blei/Säure Batt. Du sagst dass sie billig sind. Da hast Du recht. Meine Batterien halten durchschnittlich 5 Jahre und deshalb ist das Preis/Leistungsverhältnis nicht zu topen! Und dass sie ausgasen: habe sie unter den Fahrersitzen verbaut und bin noch am Leben, obwohl sie immer geladen sind. Und das Führerhaus ist noch nicht zerfressen.......

Werner

seppr am 12 Sep 2018 21:11:25

Hallo Alex

Mein Schwiegersohn ist gerade dabei, einen uralten Wohnanhänger zu reaktivieren mit geringstem Aufwand. Gasanlage hat er rausgeworfen, Heizung braucht er nicht, da nur Sommercamping auf dem CP geplant. Also eher Zelten als Glamping.
Vielleicht machst Du das als erstes auch so ähnlich:
Priorität haben Sitz- und Schlafgelegenheit, ganz wichtig auch die ausreichende Querlüftung, sonst geht man ein, durch drückende Schwüle.
Kühlschrank: Ein alter Haushaltskühler, der vor Abfahrt vorgekühlt wird und am Campingplatz wieder an das 230-Volt Netz angeschlossen wird.
Kochen: Gas-Kartuschenkocher, diese flachen liegenden Teile mit guter Standfestigkeit.
Wasser: Tauchpumpe in Kanister, Strom bekommt diese über ein kleines 12V Netgerät
Abwasser: Nur ein Schlauch nach draussen, dort steht ein Eimer.
Toilette und Dusche siehe Campingplatz.
Eine große Einschränkung bei dieser Art: Man muss den Campingplatz mit Stromanschluss vorbuchen.

Weitere Details kommen nach und nach, je nach Budget und Anspruch. Und in 5 Jahren ist das dann ein Wohnmobil, vielleicht. Dann darst Du wieder im Wohnmobilforum posten. Vorher ist das Zeltforum zuständig. :lach:

Viel Spaß beim Ausbauen und Reisen.

Sepp

andwein am 13 Sep 2018 13:45:29

Sebastiane hat geschrieben:....-Blei Säure, die normale, ist billig und gast aus...kann ansonsten nichts gut....

Nur als Ergänzung:
1. Blei/Säure nass kann bei falscher Ladeendspannung ausgasen, Das Gas wird über entlüftungsschläuche abgeleitet
2. Blei/Säure Gel kann bei falscher Ladeendspannung ausgasen, Das Gas entweicht über Überdruckventile abgeleitet
3. Blei/Säure AGM kann bei falscher Ladeendspannung ausgasen, Das Gas entweicht über Überdruckventile abgeleitet
4. Blei/Säure Silikat Bleikristall kann bei falschem Ladestrom nicht alles Wasser binden.
Ergo: alle bleibasierenden Batterien generieren Strom mit Hilfe eines Schwefelsäure/Wasser-basierenden Elektrolyten und haben deshab grundsätzlich die gleichen Schwächen, nämlich Gasung. Die für leitfähiges Wasser ein normaler chemischer Vorgang.
Nur als Hinweis gemeint, Gruß Andreas

rolf51 am 13 Sep 2018 19:43:18

Hallo Andreas,
der Vorteil einer Nassbatterie ist, man kann die ausgasende Flüssigkeit wieder auffüllen. Bei den anderen hat man da schlechte Karten.

andwein am 14 Sep 2018 12:14:44

rolf51 hat geschrieben:.....der Vorteil einer Nassbatterie ist, man kann die ausgasende Flüssigkeit wieder auffüllen. Bei den anderen hat man da schlechte Karten.

So ist es, aber der Nachteil ist ein nur stehender Einbau. Hat halt alles seine Vor- und Nachteile, man muss sie halt für sich selbst abwägen. Für andere kann man da meiner Meinung nach schlecht sprechen da man die Umstände halt nicht kennt.
Deshalb beteilige ich mich auch nicht an dem Thema: "Welche Batterie empfehlt ihr mir"
Gruß Andreas




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