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Reisebericht Südschweden, Sommer 2018


Ruediger62 am 19 Sep 2018 16:40:09

Hallo zusammen,
wie jedes Jahr hier der Bericht unserer Schwedenreise 2018. Diese Jahr habe ich die Lizenz für den Norden nicht bekommen, also gab es eine Acht durch Südschweden. An- und Abreise über Fehmarn und die Öresundbrücke, Kristianstad, einige Tage Öland (immer schön), Gränna. Der Höhepunkt waren einige Tage in den Schären bei Stockholm. Dann ging es langsam wieder Richtung Heimat, zum Götakanal zwischen den großen Seen und nach Lund.

Unten findet ihr den ASCII-Text, den ausführlichen Bericht mit Bildern gibt es hier

--> Link

Viel Spaß beim Lesen
Rüdiger


Schwedenreise 2018
==================

Immer wieder Schweden? Naja, viel Landschaft, weinig besiedelt, wenig
Verkehr, viele Seen, wo gibt es das sonst noch? Jedenfalls ich habe
noch nie gehört, dass jemand wegen des schlechten Wetters von Schweden
nach Norwegen ausgewichen ist, umgekehrt jedoch schon öfter.


Mittwoch 4.7.18 Brütende Hitze, 31°. Höchste Zeit nach Schweden
aufzubrechen. Auf dem Weg zum Wohnmobil-Vermieter hat die Bahn wieder
mal 40min Verspätung. Da wir den Wagen bereits zum dritten Mal mieten,
sind die Formalitäten schnell erledigt, so dass ich bereits um 15:15
zuhause eintreffe. Mit geübten Griffen verschwinden Unmengen an
Kleidung, Verpflegung, Küchengeräte, Werkzeug, Fahrradflickzeug usw. im
Innern des Fahrzeugs. Gegen 18:15 starten wir mit zwei Rädern auf dem
hinteren Träger Richtung Norden. Die Fahrt verläuft ohne Probleme. Um
23:00 erreichen wir nach 470 km den Stellplatz Johannisberg auf
Fehmarn. Dieser Platz ist für die Durchreise von und nach Skandinavien
ganz praktisch. Man kann jederzeit ankommen und abfahren. Es gibt alle
notwendigen Sanitäranlagen und auf Wunsch bekommt man sogar Brötchen
und Eier.

Donnerstag 5.7.18 Die Fähre um 9:45 bringt uns nach Dänemark. Die erste
Überraschung bei unseren Nachbarn: Grenzkontrollen. In früheren Jahren
wurde gelegentlich mal jemand heraus gewunken, heute wird jeder
kontrolliert. Personalausweis vorzeigen, der Grenzer schaut mal hinten
in den Wagen und fragt wie viele Personen mitfahren. Dänemark ist
schnell durchquert. Hinter der Öresundbrücke viel Kontrollpersonal, wir
werden allerdings durchgewunken. Das Etappenziel für heute ist
Kristianstad in Schonen, eine ehemalige Garnison und Festung der Dänen.
Kristianstad hat 40.000 Einwohner, eine relativ große Fußgängerzone und
mehrere schöne Parks. Insgesamt gefällt uns diese Stadt besser als
manche andere in Schweden, sauber und gepflegt. Im Park wird gerade ein
öffentliches Konzert vorbereitet. Viele Leute bringen Klappstühle mit.
Wir übernachten auf einem kostenlosen Stellplatz am Naturum, 500m von
der Innenstadt entfernt. Ganz neue saubere Toiletten und ein
Außenwasserhahn sind vorhanden. Naturum, das sind Einrichtungen in ganz
Schweden, in denen man den Besuchern die lokale Natur näherbringt. Oft
sehr schön gestaltet.

Freitag 6.7.18 Es geht weiter, unser Ziel ist Öland, die sonnige Insel
im Südosten Schwedens. 140 km lang in Nord-Südrichtung, 10 – 15 km
breit. Hier verbringt die Königsfamilie ihren Urlaub. Vor drei Jahren
waren wir in der Nähe des Hauptortes Borgholm. Damals war es uns zu
überlaufen, deshalb wollen wir uns mal im Südteil der Insel umschauen.
Kurz nach Mittag checken wir auf einem kleinen CP 20 km vor der
Südspitze ein. Trotz des bevorstehenden Wochenendes ist der Platz nur
zur Hälfte belegt. Das haben wir im Norden der Insel ganz anders
erlebt. Am Nachmittag fahren wir bei Sonnenschein mit den Rädern zum
Gräberfeld Gettlinge. Hier wurden zahlreiche Gräber aus der Eisenzeit
gefunden. Es gibt auch einige Steinsetzungen. Sie sind allerdings nicht
so beeindruckend wie Ales Stenar südöstlich von Ystad oder Anundshög
bei Västerås am Mälarsee. Der Rückweg gestaltet sich etwas schwierig.
Ein Feldweg entpuppt sich als Schotterstrecke, für Traktoren geeignet,
aber nicht für Fahrräder. Wir müssen 2 km schieben.

Samstag 7.7.18 Der Tag beginnt sonnig, es zieht sich aber schnell zu.
Trotz des Wochenendes ist der Platz immer noch nur halb belegt. Heute
ist eine Radtour zur Burg Eketorp geplant, ca. 37 km. Hier wurde eine
mittelalterliche Burg rekonstruiert. Die kreisförmige Mauer hat einen
Durchmesser von 85m und ist ca. 5 m hoch. Wie so oft in Schweden ist es
ein "lebendes" Museum. Innerhalb der Mauer befinden sich etliche
Hütten, in denen den Besuchern das Leben zu dieser Zeit nähergebracht
wird. Verschiedene Leute in Kostümen demonstrieren alte Handwerkskunst.
Ein paar Schweine laufen frei herum. Man bekommt einen guten Einblick
vom kargen Leben in dieser Zeit. Zurück auf dem Campingplatz ist es
mucksmäuschen still: Schweden liegt bei der Fußball WM gegen England
zur Halbzeit 0:1 zurück. Am Ende steht es 0:2, Schweden ist
ausgeschieden. Erst nach 1/2 Stunde lässt sich der Eine oder Andere
wieder blicken.

Sonntag 8.7.18 Heute wieder Sonne pur. Wir machen eine Rundfahrt mit
dem Womo. Der Runenstein Karlevi ist zwar der älteste der Insel, aber
nicht besonders beeindrukkend. Färjestaden ist ein kleiner Hafenort an
der Ölandbrücke. Dort gibt es die Cycle-Fähre, denn Radfahrer dürfen
die Brücke nicht benutzen. Das nächste Ziel ist Solliden, ein
Schlösschen im italienischen Stil, ca. 1900 erbaut. Hier verbringt die
Königsfamilie ihren Sommerurlaub. In einer Woche, am 14.7., hat
Kronprinzessin Viktoria Geburtstag. Dann kommen viele Leute hierher, um
zu gratulieren. Man lässt die Prinzessin hochleben und alle singen
"Happy Birthday".

Der Park kann für unverschämte 120 skr besichtigt werden. Er ist gut
gepflegt und schön, aber in einer Stunde ist man da durch. Also weiter
nach Borgholm. Wir waren bereits vor drei Jahren hier. Heute, am
Sonntagnachmittag, wirkt die Fußgängerzone etwas verschlafen. Im Hafen
liegen etliche Boote, die sicherlich nicht unter 1 Mio. Euro zu haben
sind.

Montag 9.7.18 Heute ist Ruhetag. Wir fahren zu einem kleinen
verschlafenen Hafen am Ostufer. Die Parkplatzgebühr von 50 skr muss man
in eine Kassette stecken, die sich im Trockenklo befindet. Es gibt
einen schönen Sandstrand und nachdem sich mittags der Seenebel verzogen
hat, ist Sonnenbaden angesagt.


Dienstag 10.7.18
Wir verlassen die Insel in Richtung Glasreich. In der Gegend zwischen
Nybro und Växjö gibt es zahlreiche Glashütten. Schon seit unserer
ersten Schwedentour 2014 wollten wir uns das ansehen. In einer kleinen
Glashütte in Nybro kann man den Glasbläsern bei der Arbeit zusehen.
Drei Mann fertigen etwa im 10 min - Takt Schwäne, Elefanten und andere
Tiere aus Glas. Die Männer arbeiten in Sandalen und kurzen Hosen, in
Deutschland unvorstellbar. Weiter nach Orrefors. Dort gab es seit der
Übernahme durch Boda lange Zeit keine Fertigung mehr. Nun baut Orrefors
aber wieder eine neue, exklusive Produktion auf. In einem Pavillon wird
die Fertigung von Gläsern demonstriert. Bei Kosta gibt es ein großes
Outlet-Zentrum, einen Glasverkauf, einen Campingplatz aber auch eine
etwas größere Fertigung mit etwa 12 Mitarbeitern. Erstaunlich wie die
Männer mit ruhigen Bewegungen quasi im Takt zusammen arbeiten. Jeder
Handgriff sitzt. Da kann ja nicht einer auf den anderen warten, alles
muss zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Temperatur bereit sein.
Die Nacht verbringen wir auf einem kleinen Campingplatz bei Nässjö.
Eigentlich ein Skistadion mit Loipen, auf denen im Winter
Langlauf-Wettbewerbe stattfinden.


Mittwoch 11.7.18 An diesem Tag erfüllen wir uns einen lange gehegten
Wunsch. Habo Kirka, am Südwestende des Vättern ist eine kleine
Dorfkirche aus Holz, mit wunderschönen Malereien. Sie gehört zu den
Sehenswürdigkeiten im Baedecker, die man unbedingt gesehen haben muss.
Weil früher die meisten Bauern nicht lesen konnten, ließ der Pfarrer
die Wände und Decken der Kirche mit Motiven bemalen, die die zehn
Gebote, das Glaubensbekenntnis und andere christliche Grundsätze in
Bildern darstellen. (Bitte unbedingt dem Link folgen. Die
Innenauf-nahmen von Google-Streetview sind phantastisch!)
Es geht weiter nach Gränna am Ostufer des Vättersees. Gränna
wird sehr gerne von Campern besucht. Ein großer CP mit 350 Plätzen,
fast voll belegt, davor noch einmal 150 Stellplätze. Wir waren bereits
vor vier Jahren hier. Dann, bei der Einfahrt zum Platz, passiert es:
Annette will die weit geöffnete Beifahrertür schließen, verliert das
Gleichgewicht und fällt auf die Straße. Glücklicherweise ist nichts
gebrochen, aber sie hat mehrere blaue Flecken und eine schmerzhafte
Zerrung im linken Oberschenkel. Trotzdem können wir die Dorfstraße
entlang bummeln. Es gibt ca. 12 Läden, in denen die bekannten
Zuckerstangen angefertigt werden. Man kann den Zuckerbäckern bei
der Arbeit zusehen.


Donnerstag 12.7.18 Direkt am Campingplatz liegt der Fähranleger zur
Insel Visingsö. Die Insel ist ca 10 km lang und 2 km breit. Ich hatte
mir überlegt, dass es auf so einer Insel nicht viel Verkehr gibt und es
kann auch keine großen Steigungen geben. Das ist in Schweden oft ein
Problem. Annette hat aufgrund des Unfalls am Vortag Schmerzen beim
Laufen, Rad fahren geht aber. Also radeln wir nach 20 minütiger
Überfahrt zur Südspitze der Insel. Dort gibt es einen schönen Badeplatz
mit Picknick-Tischen und Trockenklo. Als wir am frühen Abend
zurückkehren, müssen wir feststellen, dass sich im Wohnmobil ein Rollo
zerlegt hat. Ich hatte es halb hochgezogen, auf einer Seite war es wohl
nicht richtig eingeklinkt und nun ist es oben an der Schiene halb
eingerissen. Da freut sich der Vermieter! Gut wenn man Panzerband dabei
hat.


Freitag 13.7.18 Nun geht es weiter in den berühmten Schärengarten vor
Stockholm. Wir fahren die 350 km zur Insel Vaxholm. Das ist in den
mittleren Schären die letzte Insel, die ohne Fähre erreichbar ist. Der
Campingplatz liegt ganz schön, nicht so groß, aber teuer und miese
sanitäre Anlagen. Mit dem Fahrrad geht es zum Hafen. Es ist immer
dasselbe, es gibt keinen Weg am Wasser entlang und selbst auf dieser
kleinen Insel gibt es mehrere Steigungen, an denen wir absteigen
müssen. Vaxholm ist ein wichtiger Knotenpunkt im Fährverkehr mit den
Inseln. Wir schauen dem lebhaften Treiben am Anleger zu. Viele
Stockholmer sind mit Sack und Pack unterwegs zu ihrem Ferienhaus auf
einer Schäreninsel. Und wie schon in den vergangenen Tagen Sonne pur
bei 25°. Da macht Urlaub Spaß.

Samstag 14.7.18 Die Schriftstellerin Vivika Sten hat verschiedene
Bücher über Mordfälle auf Sandhamn geschrieben. Die Kommissare fahren
dann von Stockholm nach Vaxholm und von dort mit der Fähre auf die
Insel um zu ermitteln. Das wollen wir uns mal anschauen. Heute, am
Samstag, ist das Boot ist proppenvoll. Man bekommt auf der 1½ stündigen
Fahrt kein Bein auf die Erde, geschweige denn einen Sitzplatz. Der
erste Eindruck auf der Insel ist etwas enttäuschend. Alles wirkt ein
wenig ungepflegt. Es gibt nicht einen Meter geteerte oder gepflasterte
Wege, nur Split. Schlecht wenn man Sandalen trägt. Heute ist
Sperrmüllabfuhr. Die ganze Insel ist auf den Beinen und bringt den Müll
mit Karren, teilweise motorisiert, zu einem Schiff am Anleger. Nur 111
Menschen leben ständig hier, aber es gibt tausende Feriengäste in ihren
Ferienhäusern und ebenso viele Tagesgäste. Die etwas ungepflegten
Häuser und Grundstücke stehen im Kontrast zu den mondänen Yachten im
Hafen. Einige Gäste lassen sich mit dem Hubschrauber einfliegen, andere
mit einem Wasserflugzeug. In der untergehenden Sonne geht es zurück
nach Vaxholm.

Sonntag 15.7.18 Es ist heiß! Gegen 11h überschreitet das Thermometer
30°, mehr kann es nicht anzeigen. Den Vormittag verbringen wir auf dem
Campingplatz, dann fahren wir mit den Rädern in den Ort. Wir laufen ein
wenig herum, kaufen Andenken, sehen dem lebhaften Treiben am
Fähranleger zu.

Montag 16.7.18 Es geht weiter. Das Tagesziel ist Örebro, 120 km
westlich von Stockholm. Den ersten Halt legen wir in Sigtuna ein. Der
Ort hat eine kurze, aber sehr schöne Fußgängerzone mit kleinen, alten
Läden. Manche sehen aus wie um 1900.
Nächste Station ist Strangnäs. Ein imposanter Dom im Stil norddeutscher
Backsteingotik. Wir gehen durch die „schönste Straße Schwedens“. Wer
das gesagt hat, kann nur 3 oder 4 Straßen kennen. Die Hitze ist jetzt
unerträglich, wir sehen zu, dass wir weiterkommen. In Örebro erwarten
uns zwei Überraschungen. Der erste Campingplatz ist nicht aufzufinden.
(Wir waren 100m davor aber das Navi wollte uns über einen Fußweg lotsen
und sehen konnte man den CP an dieser Stelle nicht.) Der zweite, ein
Riesengelände mit 650 Stellplätzen, ist voll. Wir fahren 20 km weiter,
auch voll. Beim nächsten Platz ist zwar noch etwas frei, aber nach 20h
ist kein Personal mehr da und das Tor ist geschlossen. Das ist uns ja
noch nie passiert. Es gab zwar schon einmal Engpässe in den angesagten
Gegenden, z.B. auf Öland oder an der Westküste nördlich von Göteborg,
besonders am Wochenende. Aber mitten in der Woche, in dieser Gegend?
Also ziehen wir die letzte Karte. Aus dem Band Südschweden der
Womo-Reihe suchen wir uns einen idyllischen Badeplatz mit Trockenklo
zum Übernachten. Dieses komische Schild, wo auf Schwedisch irgendwas
von 22:00h draufsteht, verstehen wir ja eh nicht. Der Tag endet mit
einem Bad im See.


Dienstag 17.7.18 Unser nächstes Ziel ist Mariestad am Ostufer des
Väner-Sees. Der größte See Schwedens, 10-mal so groß wie der Bodensee.
Bei dem heißen Wetter verbringen wir den Nachmittag am See, Annette
geht baden.

Mittwoch 18.7.18 Bisher hatten wir eine Reihe heißer Tage, Sonne von
morgens bis abends und über 30°. Heute ist es bewölkt. Wir bummeln
durch den Ort und essen etwas. Dagens Lunch: Pizza, Salat, Getränke für
9,50€. Am Nachmittag setzt Regen ein. Die ausgedörrte Erde saugt das
Wasser auf wie Löschpapier. Wir bleiben auf dem Platz, lesen und
genießen das kühlere Wetter.

Donnerstag 19.7.18 Der Regen hat aufgehört. Wir fahren ½ Std nach
Sjötorp. Hier beginnt der Abschnitt des Göta-kanals zwischen Väner- und
Vättersee. In zahlreichen Schleusen müssen 85 m Höhenunterschied
überwunden werden. Dann geht es über kleine Sträßchen nach Törreboda.
Ein sehr schöner Campingplatz direkt am Götakanal mit einem kleinen
Freibad. In diesem Jahr bekommt dieser Platz von mir den Pokal für die
saubersten Sanitäranlagen. Ganz neu, dreimal am Tag gereinigt,
allerdings zu wenig Duschen. Wir sitzen am Kanal, schauen den Schiffen
zu, lesen. Ab und zu wird die Brücke zur Seite gedreht, damit die
Schiffe passieren können.

Freitag 20.7.18 Heute machen wir eine Radtour entlang des Götakanals.
Es ist sonnig, aber nicht zu heiß. Schweden ist ja sonst eher schwierig
für Radfahrer, immer hügelig, kaum Radwege. Hier können sich Radfahrer
mal so richtig austoben. Es herrscht reger Verkehr auf dem Weg entlang
des Kanals. Durch die zahlreichen Freizeitboote, Schleusen und Brücken
wird es auch nicht langweilig. Man macht eine Pause, sieht bei der
Schleusung zu. Der Schleusen- wärter hält ein Schwätzchen mit der
Bootsbesatzung. Schweden im Sommer! (Man unterscheidet ja
die Sommer- und die Winter- schweden.) Hier wird alles über
Fernbedienung gesteuert. Wir haben bei Borensberg auch schon Schleusen
gesehen, an denen die Bootsbesatzungen die Schleusentore per Hand
bedienen mussten (großer Unterhaltungswert!). Ein Schleusenwärter ist
z.B. für drei Schleusen und eine Brücke zuständig, ein anderer für eine
Doppelkammer. In die kleinen Schleusen passen bis zu vier
Freizeitboote. Die Größe wurde beim Bau so gewählt, dass die russische
Kriegsflotte nicht hineinfahren konnte.

Samstag 21.7.18 Nun sind wir schon wieder auf dem Heimweg. Doch
zunächst wollen wir uns einige Ganggräber aus der Eisenzeit bei
Falköping anschauen. Dort angekommen gibt es keine Parkmöglichkeit,
keine Hinweisschilder, nichts. Deshalb geht es gleich weiter zur
einzigen Stabkirche Schwedens, in der Nähe von Boras. Weil der Fahrer
nicht auf die Anweisungen der Beifahrerin hört und lieber nach Navi
fährt, wird die Straße immer schmaler und zum Schluss haben wir 17 km
Schotterpiste. Endlich an der Kirche angekommen, stellen wir fest, dass
es sich eigentlich um ein Stabkirchlein handelt. Eher eine Art
Holzhütte, aber schön mit Motiven ausgemalt. Wer hierher kommt, fühlt
sich zuhause. Interessant sind zwei Sanduhren an der Kanzel, wohl damit
der Pastor nicht solange predigt. Eigentlich wollten wir in Boras
übernachte. Aber der Campingplatz stellt sich als riesiges Gelände mit
angeschlossenem Tierpark und Einkaufszentrum heraus. Das Konzept
gefällt uns nicht, deshalb chekken wir auf einem Platz in Ulricehamn
ein. Schön gelegen, mit eigenem Sandstrand, aber zuwenig sanitären
Anlagen und saudreckig. Mit 3,5 min die kürzeste Duschzeit, die ich je
gesehen habe. Dieser Platz bekommt von mir die Zitrone für die
dreckigsten Sanitäranlagen in ganz Schweden. Wir radeln durch die
Stadt, die am steilen Seeufer liegt. Es ist Samstagnachmittag, alle
Läden und die meisten Lokale sind geschlossen. Die Uferpromenade ist
sehr schön und gepflegt. Was für ein verkorkster Tag!

Sonntag 22.7.18 Weiter nach Süden. Unser heutiges Ziel ist die alte
Universitätsstadt Lund. Anders als im Norden, wo die Städte oft nur 200
Jahre alt sind, hat Lund eine Geschichte, die bis ins Hochmittelalter
reicht. Am Freibad gibt es einen kleinen CP mit ca. 20 Plätzen,
Benutzung des Bads inklusive. Wir fahren mit den Rädern durch die
Stadt. Obwohl wir schon dreimal hier waren, entdecken wir immer noch
neue Ecken. Vor dem Rathaus haben sie eine Art Sandstrand mit
Liegestühlen und Sonnenschirmen angelegt.

Montag 23.7.18 Jetzt verlassen wir Schweden. Unser Ziel für heute ist
der CP auf Fehmarn, auf dem wir bereits bei der Hinfahrt übernachteten.
Die Öresundbrücke und Dänemark liegen schnell hinter uns. In Rødbyhavn
müssen wir diesmal länger warten. Bisher sind wir immer mit der
nächsten Fähre mitgekommen. Heute ist es erst die dritte. Während
nebenan die Womos auf der Vip-Spur an uns vorbeiziehen, braten wir in
der Sonne. Aber um ½ 4 ist es geschafft, wir haben unser Tagesziel
erreicht. Am Abend fahren wir mit den Rädern nach Burg. Ein großes
Menschengewühl. Nach einem Tag am Strand bummeln jetzt alle durch den
Ort. Das Essen beim Griechen kommt nicht so gut an, Touristennepp!

Dienstag 24.7.18 Wir besuchen die Verwandschaft in Bremen. Es gibt
Gegrilltes und kühle Getränke. Die Tage werden immer heißer. Im Womo
ist es unerträglich warm, an Schlaf ist kaum zu denken.

Mittwoch 25.7.18 Nach kurzer Nacht starten wir die letzte Etappe nach
Hause. Der Nachmittag vergeht mit Ausräumen und Putzen bei 35°C.

Donnerstag 26.7.18 Gegen 9:00h erreiche ich den Vermieter in Bielefeld.
Leider gibt es einige Mängel. Eine Aufhängung des Auspuffrohrs ist
abgerissen, ein Rollo ist defekt und die Tür des Aufbaus klemmt. Aber
der Vermieter regelt das ganz kulant. Wir verabschieden uns bis zum
nächsten Jahr.


Und nächstes Jahr? Das Wohnmobil ist jedenfalls schon gebucht. Und
wohin? Es soll schon Leute geben haben, die erst an der
Autobahnauffahrt eine Münze geworfen haben. Nord oder Süd?

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

leoline am 19 Sep 2018 17:21:21

Danke für den tollen Bericht!
Ich wollte den obigen link anklicken, da öffnete sich zwar die Liste mit den Schwedenfahrten, klicke ich jedoch diese an, tut sich gar nichts. Liegt das an mir? :mrgreen:

lilakatze am 19 Sep 2018 18:17:54

Bei mir funktioniert das ganz problemlos, ich kann alle Berichte aufrufen. Bin am iPad.

Anzeige vom Forum


leoline am 19 Sep 2018 19:21:09

Ich bin am häuslichen PC, bei mir läßt sich keine der Schwedenfahrten anklicken.

Hesu am 19 Sep 2018 20:36:26

Vielen Dank für den tollen Bericht ( ich kann leider kein positiv anklicken, da ich noch nicht 10 zusammen habe).
Auch wir sind gerade in Schweden, allerdings zum ersten Mal . Ich kann mir gut noch das ein oder andere aus deinem Reisebericht rausziehen.
Auf jeden Fall gefällt mir Schweden richtig gut.
Vielen Dank also.
Lg






lilakatze am 20 Sep 2018 07:50:00

leoline hat geschrieben:Ich bin am häuslichen PC, bei mir läßt sich keine der Schwedenfahrten anklicken.


Ich habe gerade mal meinen Rechner hochgefahren und es geht bei mir tatsächlich auch nicht! Obwohl es sich bei den Links um eine PDF Datei handelt, die normalerweise funktionieren müssten. Komisch.

Winterurlauber am 20 Sep 2018 08:10:17

Funzt astrein, schöner Bericht!
--> Link

Schwedenfahrt 2018

leoline am 20 Sep 2018 08:47:53

Leider auch bei diesem Link nicht, ich kann die "Schwedenfahrt" zwar anklicken, aber da tut sich nichts.

Winterurlauber am 20 Sep 2018 08:55:59

Versuchs mal so mit Kopie und www davor :-)

ruediger-woltemate.de/Schweden/Tagebuch_2018.pdf

leoline am 20 Sep 2018 09:29:44

Hab ich jetzt gemacht, das Ergebnis:

Der Inhaber von --> Link hat die Website nicht richtig konfiguriert. Firefox hat keine Verbindung mit dieser Website aufgebaut, um Ihre Informationen vor Diebstahl zu schützen.

HeikeD am 20 Sep 2018 10:14:11

Bei mir funktioniert es!

Schöner Bericht, das ein oder andere Ziel werde ich mir hier "abgreifen", wenn ich darf :D

Hesu am 20 Sep 2018 13:24:11

Bei mir über das Handy ist es kein Problem mit dem Adobe Reader öffnet sich der Link.

zeus am 20 Sep 2018 15:01:51

Ich konnte die Reise gedanklich nachvollziehen, da wir dort alles kennen. Unsere Tochter lebt seit 15 Jahren in Schweden, und wir haben siemimmer besucht, Ausflüge gemacht und auf dem Rückweg wieder besucht. Schweden ist landschaftlich ein herrliches Land mit freundlichen Bewohnern.
Danke für den schönen Bericht.

Ruediger62 am 20 Sep 2018 18:45:38

Schöner Bericht, das ein oder andere Ziel werde ich mir hier "abgreifen", wenn ich darf :D


dafür habe ich es geschrieben

Rüdiger

Ruediger62 am 20 Sep 2018 18:57:42

Der Inhaber von --> Link hat die Website nicht richtig konfiguriert. Firefox hat keine Verbindung mit dieser Website aufgebaut, um Ihre Informationen vor Diebstahl zu schützen.


Tut mir leid, wennn einige mit dem Aufruf Probleme haben. Die Browser verlangen zunehmend, dass die Seiten verschlüsselt, also mit "https://www..." usw. ausgeliefert werden. Dazu gehört auch ein Zertifikat und ich müsste mich wohl mal damit beschäftigen, wie man das installiert.

Euer Browser muss außerdem PDF-Dateien darstellen können oder sie an Acrobatreader übergeben.
Versucht mal Folgendes: In der Liste mit den Reiseberichten einen mit der rechten Maustaste anklicken und dann mit "Ziel speichern unter..." die PDF-Datei herunterladen. Dann im lokalem Verzeichnis auf eurem Rechner anschauen.

Gruß
Rüdiger

Ruediger62 am 21 Sep 2018 00:58:38

So, jetzt sollte es auch mit dem Zertifikat und https: funktionieren

Gruß
Rüdiger

leoline am 21 Sep 2018 06:29:34

Nein, leider nicht. Hab es mehrfach versucht.

Ruediger62 am 21 Sep 2018 14:57:54


leoline am 21 Sep 2018 06:29:34
Nein, leider nicht. Hab es mehrfach versucht.


Dann versuch mal dies hier

--> Link

Wenn sich garnichts tut, würde ich mal das Browser-Fenster zur Seite schieben und nachschauen, ob der AcrobatReader darunter ein neues Fenster aufgemacht hat, das man nicht sieht. Sonst weiss ich auch nicht weiter.

Gruß
Rüdiger

leoline am 21 Sep 2018 15:55:18

Wenn ich jetzt diesem neuen Link folge, ist es das gleich, es geht wie ein Schatten über den Bildschirm, das war es dann auch. Und darunter ist nichts.
Ich werde mal sehen, was der Acrobat r. sagt.

Altmaerker39638 am 21 Sep 2018 17:53:34

Ruediger62 hat geschrieben:Wenn sich garnichts tut, würde ich mal das Browser-Fenster zur Seite schieben und nachschauen, ob der AcrobatReader darunter ein neues Fenster aufgemacht hat, das man nicht sieht. Sonst weiss ich auch nicht weiter.Gruß Rüdiger


Hallo Rüdiger, LINK klappt super! :ja: Toller Bericht :sky: DANKE!




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