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Tatbestand Wohnmobil unterschlagen 1, 2, 3


Bergbewohner1 am 19 Sep 2018 18:30:02

Hallo an alle privaten Wohnmobilvermieter. Wer sein Wohnmobil privat vermietet, sollte unbedingt es gegen Unterschlagen versichern.
Warum: es gibt organisierte Banden aus Osteuropa die mit gefälschten Papieren Womos mieten und dann nicht zurück geben. Sie verkaufen dann die Fahrzeuge ebenfalls mit gefälschtem Brief. Es gibt dann keinen Versicherungsschutz, weil es kein Diebstahl ist.
Zwei Fälle wurden genannt, einer fand sein Mobil über mobile.de wieder, es wurde in Frankreich zum Verkauf angeboten, ein Privatdektiv machte die Verkäufer ausfindig.
Bei der anschl. Verfolgungsjagt fuhren es die Täter zu Schrott. Kein /kein Geld:!:
Nächster Fall, sein unterschlagenes WoMo wollte er abmelden, ging nicht, da der neue Besitzer in Regensburg es auf seinen Namen bereits angemeldet hatte.
Der private Vermieter verlor den Prozeß, er mußte sogar den original Brief heraus geben und nun noch einige Jahre die Raten ohne Fahrzeug abstottern.

babenhausen am 19 Sep 2018 19:07:51

Hättest du dazu auch eine Quellenangabe?
Besonders für den von dir genannten zweiten Fall

schnecke0815 am 19 Sep 2018 19:11:28

Bergbewohner1 hat geschrieben:Warum: es gibt organisierte Banden aus Osteuropa die mit gefälschten Papieren Womos mieten und dann nicht zurück geben.


Ein entfernter Bekannter von uns hatte sein Fahrzeug inseriert. Der deutsche Interessent bat beim telefonischen Kontakt darum auch den Ersatzschlüssel mitzubringen da
er angeblich schon mehrmals erlebte das dieser nicht mehr vorhanden ist.
Bei der Besichtigung tauschte er den Ersatzschlüssel gegen irgendeinen anderen aus und holte einen Tag später das Fahrzeug natürlich ohne Bezahlung ab.
Die Versicherung wirft unserem Bekannten grob fahrlässiges Verhalten vor - ich meine mit Recht.

Wer keinen hat oder den gesunden Menschenverstand einfach ausschaltet weil das Geld lockt muß sich nicht wundern.

Inselblick am 19 Sep 2018 19:30:12

Siehe SAT 1 Akte 2018 vom 18.09.2018 20.15 Uhr

JoFoe am 19 Sep 2018 19:30:36

Inselblick hat geschrieben:Siehe SAT 1 Akte 2018 vom 18.12.2019 20.15 Uhr


22,15 Uhr aber ansonsten alles richtig . Besitzer musste Brief an den Käufer aushändigen .

Trashy am 20 Sep 2018 07:15:53

Bergbewohner1 hat geschrieben:Nächster Fall, sein unterschlagenes WoMo wollte er abmelden, ging nicht, da der neue Besitzer in Regensburg es auf seinen Namen bereits angemeldet hatte.
Der private Vermieter verlor den Prozeß, er mußte sogar den original Brief heraus geben.


D.h. man kann an unterschlagenen Sachen Eigentum erwerben?

mv4 am 20 Sep 2018 07:24:45

ja ...Geregelt ist der sogenannte gutgläubige Erwerb in den §§ 932 ff. des BGB.

silent1 am 20 Sep 2018 07:36:53

Mit den wenigen Informationen die hier zur Verfügung stehen ist es schwierig sich ein Urteil zu bilden.
Vom Grundsatz her hätte ich aber statt meinen Brief abzugeben mein Wohnmobil wiedergeholt, auch unter erschwerten Bedingungen ;D .

mv4 am 20 Sep 2018 07:48:00

wie?.... du hättest es dir zb. einfach wiederholen können...wenn du gewusst hättest wo es steht. Dann wäre es Diebstahl gewesen...auch wenn dir das Wohnmobil mal gehört hat.

Man darf nicht vergessen, es geht hier um Unterschlagene Gegenstände (zb. ein Wohnmobil was verliehen wurde, ob das jetzt gegen Entgeld oder ohne Bezahlung erfolgt ist unerheblich) nicht um gestohlene Gegenstände.

Tinduck am 20 Sep 2018 08:40:40

Ist aber ganz klar ein Fehler in der Gesetzgebung.

Warum kann man an einer unterschlagenen Sache Eigentum erwerben, an einer gestohlenen aber nicht? Das ist weder aus Sicht des unwissenden Käufers noch des Opfers plausibel. Höchste Zeit, da nachzubessern.

Wie ist das in anderen Ländern geregelt?

bis denn,

Uwe

silent1 am 20 Sep 2018 08:46:59

mv4 hat geschrieben:
Man darf nicht vergessen, es geht hier um Unterschlagene Gegenstände (zb. ein Wohnmobil was verliehen wurde, ob das jetzt gegen Entgeld oder ohne Bezahlung erfolgt ist unerheblich) nicht um gestohlene Gegenstände.


Hört sich nach einem guten Geschäftsmodell an.
Muß mal in mich gehen ;D .

Wie gesagt, ohne Fakten schwierig zu beurteilen.
Wenn es so ist wie dargestellt hätte ich schon Ideen .....

schnecke0815 am 20 Sep 2018 13:08:22

Ich melde mich denn schon mal als Filialleiter :mrgreen:

Seht es mal aus der Sicht des Käufers. Papiere und Schlüssel werden vorgelegt, das Fahrzeug ist zu dem Zeitpunkt nicht als gestohlen gemeldet.
Der bezahlt in Treu und Glauben.

Aus Vermietersicht müßte man eine Versicherung gegen Unterschlagung abschließen oder evtl. seinen Mietvertrag so ändern, das wenn bei vereinbartem Datum eine
Nichtabgabe erfolgt dies den Tatbestand eines Diebstahls erfüllt.

Birdman am 20 Sep 2018 13:24:05

schnecke0815 hat geschrieben:... oder evtl. seinen Mietvertrag so ändern, das wenn bei vereinbartem Datum eine
Nichtabgabe erfolgt dies den Tatbestand eines Diebstahls erfüllt.

Was einem bei einer von vornherein beabsichtigten Unterschlagung wenig nützen dürfte: Da wird das Mobil für 3 Wochen gemietet und gleich am ersten Tag verkauft.

Chris189 am 20 Sep 2018 13:34:40

so ganz verstehe ich das ja jetzt nicht. Der "Brief" ist ja zwar kein alleiniges Merkmal mehr für den Eigentumsnachweis, aber wenn ich als Käufer ein Auto kaufe ohne den Brief; und dann noch, wenn im "Schein" ein anderer Name steht als der des Verkäufers, müssten doch alle Alarmglocken klingeln. Und ein Gericht sollte das doch auch so ähnlich sehen, von wegen gutgläubiger Erwerb.

Fahrtrainer am 20 Sep 2018 13:43:10

Wenn man davon ausgeht, dass der "Mieter" von vornherein nicht die Absicht hatte, das Wohnmobil zurück zu geben, könnte man eher den Tatbestand des Betrugs als erfüllt sehen. Vorsatz, Vorspiegelung falscher Tatsachen, Vermögensvorteil für den Täter, Vermögensnachteil für den "ehemaligen " Eigentümer.

Gruß Guido

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