Verlinke nicht einfach auf unsere Website, sonst gibt´s nen Rüffel vom Admin. Hab es mir aber bequem gemacht, und einige Passagen einfach rüber kopiert.
Eigentlich dachte ich, dass ich nichts über Afrika berichte, weil Kerstin schon einen mehr als genialen Bericht verfasst hat, und auch immer noch verfasst. Im "anderen Forum" habe ich, weil ich das nicht als Konkurrenz zu Kerstin gesehen habe, einfach ein paar Camps vorgestellt. Hab aber doch was, was man nicht alle Tage erlebt. Selbst Leute im Camp in Sambia / South Luangwa haben gesagt, dass sie so etwas noch nicht erlebt hätten. Hier ist das Interesse an Reisen in die Ferne deutlich höher, also nochmal Afrika,
let´s take a walk on the wild side.
Geographie

Lage des Camps: direkt am Luangwa Fluss



Bei Tagesanbruch hören wir die Affen aufgeregt kreischen. Kurz später teilt uns ein Ranger die Ursache mit, ein Löwenrudel mit 12 Tieren hat 100m von uns weg eine Giraffe erlegt. Und verspeist natürlich. Als die nachfolgenden Bilder entstehen, keilen sich die Löwen um die spärlichen Reste. Die überragende Strategie haben die Männchen. Sie legen sich einfach mit dem ganzen Körper auf ihren Happen.
Der Tag wird sicher spannend bleiben. Die Tiere werden heute nicht mehr weiterziehen. Sie liegen vollgefressen herum, ab und zu werden Meinungsverschiedenheiten sehr lautstark ausgetragen. Erst am Abend gehen sie wieder auf die Jagd. Ob hier oder anderswo, wir werden sehen. Auf jeden Fall ist der Weg zu der Stelle, wo man zwei Stunden je Tag WLAN hat, etwas spannender. Gestern sind wir noch einfach drauf los gelaufen, heute guckt man schon immer mal wieder nach hinten, ob man noch alleine unterwegs ist.
Wir dürfen vorstellen: Ginger und Garlic, die beiden Männchen, die man an der Farbe gut unterscheiden kann. Mit dabei sind 7 Damen und 3 Jungtiere, ca. 1 1/2 Jahre alt.





Die 12 Löwen haben ca. 400 kg Fleisch gefuttert. Das macht müde, und so liegen sie den Vormittag über noch irgendwo im Schatten und verdauen die Giraffe. Wer schon mal ne Giraffe gegessen hat, wird das nachvollziehen können. Wir treiben uns am Pool herum, es ist heiss. Nur leider kann man die Badehose nicht holen, in der Nähe des Mobils würde ein Löwe liegen. Später gibt es dann Entwarnung, der Löwe sei weg, der Weg zur Badehose frei. Danach stellt sich dann heraus, dass das ein Irrtum war. Es gibt zwei Löwenmännchen, und das, das bedrohlich nahe war, war nicht das, wegen dem man die Entspannung ausgerufen hat.
Am Nachmittag werden die Löwen aktiv, sie kommen ins Camp. Teilweise sind es nur 50 m Abstand.


Unser Camp hat einen "Elefanten-Hide". Ein getarntes Plätzchen, von dem aus man Elefanten aus nächster Nähe beobachten kann. Beim Betreten ist es an diesem Tag wichtig, auf die kleinen Details zu achten.

An dem Schwanz könnte ein Löwe dran hängen. Von der anderen Seite sieht das dann so aus. Es ist doch mehr als ein Löwe.






Der Nachmittag neigt sich dem Ende entgegen, es ist bald Sonnenuntergang. Das wirft zwei Fragen auf. Was machen die Löwen, wenn es dunkel wird? Was essen wir? Wir behalten die Löwen im Blick und werfen den Grill an. Es gibt dicke, leckere Sirloins. Löwe hin oder her, wir müssen ja auch was essen.
Kurz vor Sonnenuntergang droht die Situation zu eskalieren. Ein Löwenmännchen und ein großes Weibchen machen sich auf dem Weg zur Bar. Dort sind Menschen, und es gibt keinen Schutz. Als die Leute dort richtig Krach machen, gehen die Löwen wieder weg. Gut zu wissen, mit Lärm haben es die Tiere nicht so.
Dann geht die Sonne unter. Wir gesellen uns zu 4 supernetten Leuten aus Österreich ans Lagerfeuer und lassen diesen aufregenden Tag bei allerlei leckeren Getränken ausklingen. Es ist stockdunkel, wir hören ein Löwenmännchen links, ein anderes rechts brüllen. Und auch in der Nacht tönt es einmal fürchterlich nah und fürchterlich laut. Am nächsten Tag sind sie weg, die Jagd hat sie weiter geführt.


