Zusatzluftfeder
motorradtraeger

Messer und andere Waffen 1, 2


nulpe am 22 Sep 2018 10:53:56

Vorweg: In wohl keinem Land der EU ist wohl schon jemand wegen des Führens eines Küchenmessers angegangen worden, wenn dieses seinen Platz z.B. in der Besteckschublade hat.
Nein es geht um Messer, die man(n) so mit sich trägt. Entweder direkt auf dem CP oder auf dem Stellplatz am Waldrand. Die Rede ist hier nicht von Exoten wie Spring-oder Faustmessern.

Die Gesetze dazu sind in D ja überraschend liberal: Besitz: Butterfly verboten, (fast) alle anderen erstmal erlaubt. Mit sich rumtragen (führen): Feststehende Messer über 12 cm Klingenlänge und sog Einhandmesser nur wenn eine Begründung besteht. Die ist zwar im Wald, beim Wandern und beim A- ngeln gegeben, auf dem Weg dahin muss es jedoch weggeschlossen sein.
Neben der äußerst rigiden Gesetzgebung unserer nördlichen Nachbarn (da ist ja selbst jedes brauchbare Taschenmesser verboten) fiel mir jetzt erst auf, dass in F ein harmloses Opinel - Messer, das hier in jeder Größe erlaubt ist -, in F auch in kleinen Größen nicht getragen werden darf, weil es verriegelt werden kann.
Das gleiche gilt für die beliebten Schweizer Taschenmesser mit Verriegelung.
Die neuen mit dem Daumenloch darf man auch in D nicht mit sich führen.
Und: Ob ein Wohnmobil eine Behausung ist, wo man per se nicht führt, kann natürlich auch angezweifelt werden.
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Wie sind eure Kenntnisse - oder besser - Erfahrungen dazu?

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Trashy am 22 Sep 2018 13:25:59

In D gilt das Womo nicht als Behausung.
Lange Messer, wie Filettiermesser,hat man natürlich mit Begründung dabei und das ist auch so in Ordnung.
Für die Bearbeitung eines Einbrecherschädels führe ich mein Monopod (Einbeinstativ) mit - das zieht hervorragende Scheitel :lach:

ThKunde am 22 Sep 2018 13:31:01

Nein. Nicht überall! In Schweden, und Finnland, wird es nicht gerne gesehen, wenn man ein Messer, offen mit sich rum trägt! Im Einkaufszentrum, oder in einer Gaststätte/Kneipe/Bistro, wird man sehr schnell(wirklich nett!) drauf angesprochen, dass es eigentlich nicht üblich ist, ausser beim Angeln, oder Jagen, Outdooraktivitäten, oder auf dem eigenen Grundstück,eins dabei zu haben.
Mir hat man dazu erklärt, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Messer zu benutzen, höher ist, wenn man es dabei hat, als wenn man keins dabei hat, und ein Sicherheitsrisiko für die Polizei, in einer Kontrolle weniger.

Etwas grummeliger wurde die Polizei, bei der Kontrolle nach der Fähre, als die mein Nudelholz aus Edelstahl, in der Kiste auf´m Bett entdeckten. Hatte es schon befürchtet, und vorsichtshalber die Rechnung dabei gehabt. Ich wurde gebeten, es doch etwas besser weg zupacken, damit man es nicht verwechseln kann.

nulpe am 22 Sep 2018 13:34:01

Ich will das Thema ausdrücklich nicht in Richtung Waffen bzw. Selbstverteidigung abgleiten lassen.
Messer sind ja wie Äxte in D per Definition keine Waffen, Messer können aber trotzdem einem Führverbot unterliegen. Oft liegt es auch am geringen Ausbildungsstand der Beamten.
Vor 8 Jahre wurde z.B. einem Berufsjäger ein Schweizer Gertel als "Waffe" beschlagtnahmt. Ich denke (weiß nicht genau) dass er Recht bekam. Wir haben z.B. beim Campen ein Gertel mit dabei.

scubafat am 22 Sep 2018 15:18:52

Das Auto als Solches kann auch ein „Mordgerät“ sein! :ja:

Elgeba am 22 Sep 2018 18:26:57

Ich habe mehrere Küchenmesser mit langen Klingen dabei,eben so ein Filetiermesser das ich beim Fischen am Gürtel trage und ein Bowiemesser mit 35 cm Klingenlänge.Ich wurde vor einigen Jahren bei der Einreise in die Schweiz kontrolliert,den Beamten hat auch das Bowiemesser nicht interessiert obwohl es deutlich zu sehen war.


Gruß Bernd

Aretousa am 22 Sep 2018 19:01:31

Das mit dem Opinelmesser in Frankreich finde ich sehr interessant, denn diese Messer in allen Größen kann man auf fast jedem gut bestückten Markt oder Fest kaufen. Wie transportiert man die denn, wenn man sie nicht mit sich tragen/ führen darf?
In Frankreich sind ja Taschenkontrollen an der Tagesordnung, da wird dann auch speziell nach Messern gefragt und gesucht. Hinter den Kontrollposten ist dann z.B. auf dem Festvalgelände in Paimpol der Messerstand in vielleicht 100m Entfernung.

rtiker am 22 Sep 2018 22:52:34

Wikipedia France --> Link informiert wie das Mitführen von Messern in der Öffentlichkeit verschiedenener Staaten geregelt ist. Der Artikel ist allerdings in französisch. Diesen Artikel gibt es scheinbar nicht in deutsch sondern nur noch in englisch und schwedisch.

felix52 am 23 Sep 2018 00:04:42

Bei uns in Deutschland sind die Bestimmungen dazu von Bundesland zu Bundesland, also x-mal unterschiedlich geregelt. Und werden dann sogar noch einmal
in der kleinsten Gemeinde erlaubterweise spezifiziert.
Man muss schon, wenn man z.B. zu einem Kochkurs unterwegs ist, nachweisen, dass es so ist, wenn mann ein Küchenmesser mit > 12 cm Klinge mit sich führt.
Und evtl. etwa ein Kirmesgelände umgehen, um zum Kochkurs zu gelangen. Weil man "öffentliche Veranstaltungen" ja damit nicht betreten darf!
Wenn man einen Waffenschein besitzt, darf man es in manchen Fällen wohl. Wird aber trotzdem doppelt bestraft, wenn man unterwegs ein Bierchen inhaliert hat.
Nichts Genaues weiss man nicht.
Inhaber eines Waffenscheins und solche, die Diesen nicht besitzen, dürfen allerdings entgegen der hier vorgetragenen Meinungen, wenn Sie sie besitzen, auch Messer und SRS-Schusswaffen benutzen, wenn sie sich "in befriedetem Besitztum" bewegen, also im Wohnmobil befinden.
Eine EU Regelung dazu kenne ich nicht.
Komisch, oder? Die Anzahl der(oft) ernsthaften Messerangriffe hat sich ja sowieso in den letzten 4 Jahren vervielfacht.

Für mich als "Mittelalter-Fan", der seit mehr vielen Jahren diesbzgl. Events besucht, ist es schon erstaunlich, mit welchen Messern und Beilen man dort die
Fleischstücke zerteilt. Ohne Waffenschein in der Öffentlichkeit. Ich selbst darf trotz Waffenschein kein Messer mitnehmen, weil es eben "Öffentlichkeit" ist.
Will ich allerdings auch nicht, denn sonst dürfte ich ja kein Met trinken. :nein:

Das ist Alles sehr unausgegoren und verquer.......
Wie das ausserhalb der BRD aussieht? Daran mag ich garnicht denken.......

Micha1958 am 23 Sep 2018 00:35:19

Ich bin in 60 Jahren nicht einmal in die Verlegenheit so eines Problems gekommen.
Doch, einmal müsste ich am Flughafen bei der Kontrolle ein Klappbesteck zurücklassen.

Hier wird m. M. nach wieder viel um nichts geschrieben. :)

Gruß Micha

Gast am 23 Sep 2018 04:08:05

at Felix 52

Ich empfehle Dir, Dich mal näher mit dem Waffenbegriff zu beschäftigen. Allgemein Messer als Waffen zu bezeichnen führt nur zu Mißverständnissen. Messer sind zunächst mal Werkzeuge und keine Waffen. Du bringst da einiges durcheinander.
Da kommt auch kein Waffenschein ins Spiel. Für Werkzeuge braucht man keinen Waffenschein. Was Stoß- und Stichwaffen sind, ist im WaffG nachlesbar.
Ein Führungsverbot nach 42 WaffG ist auch nur eine Ordnungswidrigkeit.
Lies Dich mal ins WaffG ein.
Ich schreibe dies jetzt nur, damit der geneigte Leser sich nicht zu sehr an Deinen Ausführungen orientiert.
Nichts für ungut.
Schöne Sonntagsgrüße
Helmut

babenhausen am 23 Sep 2018 08:59:09

Hier mal eine Übersicht zu den Argumentationsverstärkern.
Die Berliner Polizei hat etwas aufgelistet:
--> Link

Darinin netter Satz der die Möchtegern Rambos betrifftZitat:

Kein berechtigtes Interesse ist es nach der Gesetzesintention weiterhin, ein Messer zu Verteidigungszwecken mit sich zu führen.

hampshire am 23 Sep 2018 09:25:33

Messer sind in einer Auseinandersetzung sehr gefährlich und Attacken sind kaum verletzungsfrei zu verteidigen - keine Frage. Trotzdem finde ich es etwas hysterisch, wenn z.B. ein Leatherman auf Wanderung oder Radtour nicht mehr mitgeführt werden soll.
Objektiv gesehen leben wir in Westeuropa sehr sicher. Unser Sicherheitsgefühl spiegelt das nicht wieder. Die Herausforderung ist doch nicht, Taschenmesser zu verbannen. Was für ein Blödsinn.

wolfherm am 23 Sep 2018 09:28:23

Bevor hier noch mehr Verwirrung reinkommt: Aus welcher Vorschrift leitest du ein generelles Verbot der Führung von Taschenmessern und Multitools ab?

hampshire am 23 Sep 2018 09:54:15

Ich leite das nicht von einer Vorschrift ab. Das „wenn“ ist im Sinne von „falls“ gemeint.
Also: Ich finde es etwas hysterisch, falls z.B. ein Leatherman auf Wanderung oder Radtour nicht mehr mitgenommenm werden soll.
Die Quellen im Thread deuten das ja an. Ich habe gerne ein Taschenmesser dabei - entweder ein mittelgroßes Leatherman Multitool oder ein stilvolles Laguiole. Beliebteste Anwendungen: Verpackungen öffnen, Brot/Wurst/Käse/Gemüse/Obst schneiden und im Fall des Leatherman zusätzlich Schraubendreher und Schere einsetzen.

wolfherm am 23 Sep 2018 10:28:40

Moderation: Einen total unpassenden Beitrag entfernt, der mit diesem Thema absolut nichts zu tun hat. Der Ersteller möge sich hier bitte mit solchen Äußerungen zurückhalten. Andernfalls wird er hier in dem Thema gesperrt.


kawabenemsi am 23 Sep 2018 16:53:12

O tempora . o mores ...

In meiner frühen Jugend waren bei uns Buben kurze Lederhosen sehr beliebt . Robust und unverwüstlich über einige Jahre . Zudem lauerten wir alle auf den Tag nach dem Winter , dass dieses Frühlings/Sommerkleidungsstück endlich wieder getragen werden konnte.

In jeder Lederhose war rechtsseitig eine dreieckige Ledertasche . Das war die untere Befestiging ( oben Gürtelschlaufe) des Hirschfängers (also ca. 15 bis 20 cm langes Messer) .

Wir hatten viel Spaß damit im Wald . Beim Bau von Unterständen und Schnitzen von Stöcken etc.

Wirklich niemand ( ! ) hat daran den geringsten Anstand genommen und niemals ist je (ausser durch eigene Ungeschicklichkeit ein Schnittchen in der eigenen Fingerkuppe) jemals ein Mensch verletzt wurden.

Und jetzt diskutieren wir hier über Multitools (also Werkzeuge) am Gürtel von erwachsenen Menschen.
Es ist eigentlich unfassbar.

Jonah am 23 Sep 2018 17:40:27

felix52 hat geschrieben:Wenn man einen Waffenschein besitzt, darf man es in manchen Fällen wohl. Wird aber trotzdem doppelt bestraft, wenn man unterwegs ein Bierchen inhaliert hat.
.....


Das hat mir mal vor Jahren ein Galerist aus Düsseldorf erzählt. Er gehörte einer Samuraitanzgruppe an und die haben ihre Katanas dabei. Und da erzählte er, dass keiner Alkohol trinkt bzw. auch keinen trinken darf und sie alle nach jeder Vorführung im Taxi heim fahren, das Katana im Kofferraum eingeschlossen wird und sie dafür auch einen Waffenschein haben. Allerdings ist ein Katana auch kein Messer.

Gast am 23 Sep 2018 18:19:54

Hallo Wolftherm,
ich vermisse meinen Beitrag. Meinst Du mit der Löschung meinen Beitrag ?
Wollte per KN bei Dir nachfragen. Ging nicht, erfolgte Hinweis auf Checkbox nicht angeklickt .
Helmut

Tinduck am 23 Sep 2018 18:24:56

Ich habe eigentlich auch immer, wenn ich einen Gürtel um habe, ein Swiss Multitool und ein Boecker-Taschenmesser dabei. Hat bisher (ausser am Flughafen :cry: ) niemanden gestört...

bis denn,

Uwe

goldfinger am 23 Sep 2018 18:30:43

Ein Katana ist eine Hieb- und Stichwaffe. Für das Führen ist ein berechtigtes Interesse erforderlich, was durch den Auftritt als Tanzgruppe vermutlich gegeben ist. Einen Waffenschein benötigt man aber nicht.


Andreas

goldfinger am 23 Sep 2018 18:53:54

Tinduck hat geschrieben:Ich habe eigentlich auch immer, wenn ich einen Gürtel um habe, ein Swiss Multitool und ein Boecker-Taschenmesser dabei. Hat bisher (ausser am Flughafen :cry: ) niemanden gestört...


Darf ich das so verstehen, dass es Dich einen Kehricht interessiert welche Gesetze in anderen Ländern bezüglich dem Tragen von Messern existieren?


Andreas

Tipp: Fahr doch mal nach London, hat viele Sehenswürdigkeiten z.B. der Tower von innen. :D

Elgeba am 23 Sep 2018 18:54:47

Mal zur Klarstellung: Es ist zwischen Waffenbesitzkarte und Waffenschein zu unterscheiden. Die WBK berechtigt dazu die auf ihr eingetragene Waffe zu besitzen und die unmittelbare Gewalt darüber auszuüben so wie die Waffe in nicht zugriffsbereitem Zustand und getrennt von der Munition wenn es sich um eine Feuerwaffe handelt zu transportieren.

Der Waffenschein berechtigt zum führen der Waffe am Mann/Frau in zugriffsbereitem Zustand,ansonsten wie WBK.Beiden gemein ist die Berechtigung zum Munitionserwerb für die entsprechende Waffen(n)

Ein Katanaa ist ein Schwert mit ensprechender Klingenlänge und darf nicht in der Öffentlichkeit getragen werden,es wird aber keine WBK benötigt.

Gruß Bernd

Tinduck am 23 Sep 2018 19:16:56

goldfinger hat geschrieben:Darf ich das so verstehen, dass es Dich einen Kehricht interessiert welche Gesetze in anderen Ländern bezüglich dem Tragen von Messern existieren?


Andreas

Tipp: Fahr doch mal nach London, hat viele Sehenswürdigkeiten z.B. der Tower von innen. :D


Du wirst lachen, da waren wir im Mai erst. Mit Taschenmesser.

Bin naiverweise noch nie auf die Idee gekommen, dass sich jemand daran stossen könnte, wenn ein erwachsener Mann ein 8-cm-Messerchen bei sich trägt, um seine Wurst zu schneiden. Die Welt ist schon bekloppt.
Demnächst wird man wahrscheinlich auch für nen Schraubendreher verhaftet, könnte ja als Waffe missbraucht werden... und wer nimmt den Frauen denn endlich die Nagelfeilen weg, die sie in der Handtasche haben?

bis denn,

Uwe

Trashy am 23 Sep 2018 19:17:51

felix52 hat geschrieben:Bei uns in Deutschland sind die Bestimmungen dazu von Bundesland zu Bundesland, also x-mal unterschiedlich geregelt.


felix52 hat geschrieben:Inhaber eines Waffenscheins und solche, die Diesen nicht besitzen, dürfen allerdings entgegen der hier vorgetragenen Meinungen, wenn Sie sie besitzen, auch Messer und SRS-Schusswaffen benutzen, wenn sie sich "in befriedetem Besitztum" bewegen, also im Wohnmobil befinden.


Sorry, das ist Unsinn.

Waffen sind im WaffG geregelt und das ist ein Bundesgesetz. Näheres hierzu regeln die Verwaltungsvorschriften zum WaffG. Richtig ist allerdings das diese Bestimmungen noch lokal aus besonderem Grund verschärft werden dürfen.

In befriedetem Besitzum darf jeder legale Waffenbesitzer, ob nun Schusswaffe oder Messer , eine Waffe führen.
Voraussetzung dafür ist, das es sein eigenes Besitztum ist, oder der Eigentümer ihn dazu berechtigt hat.
Es gibt jedoch bei den eingefriedeten Besitzümern auch Ausnahmen. Z.B. öffentliche Versammlungsstellen etc.
Dort darf auch nicht jeder Waffenscheininhaber eine Waffe führen, mit dem sog. kleinen Waffenschein schonmal garnicht.

Ein Womo ist definitiv kein befriedetes Besitzum. Waffen dürfen dort nicht verbleiben, nur transportiert aber nicht ohne Erlaubnis der zuständigen Behörde geführt werden. Das Kochmesser mit der 20cm langen Klinge ist hier zunächst als Werkzeug eingestuft, fällt zwar unter das WaffG, ist jedoch begründet im Fahrzeug.

goldfinger am 23 Sep 2018 19:47:33

Tinduck hat geschrieben:....
Demnächst wird man wahrscheinlich auch für nen Schraubendreher verhaftet, könnte ja als Waffe missbraucht werden...


Ist längst geschehen. In England gibt es neben den üblichen Waffengesetzen den "Offensive Weapon Act“, demnach kann alles als Waffe angesehen werden, was als Waffe verwendet werden könnten.


Andreas

Tinduck am 23 Sep 2018 20:24:40

Was ist dann ein englischer Handwerker mit einem Werkzeugkoffer voller Schraubendreher? Ein Terrorist??

Däääää... :runterdrueck:

bis denn,

Uwe

babenhausen am 23 Sep 2018 20:33:58

Bei uns in Deutschland ist ein z. B.Schraubenschlüssel auch ein gefährliches Werkzeug und strafverschärfend wenn du damit auf jemanden einprügelst.

Ob ein Schraubendreher in D als Waffe gelten kann wird sicher ein Jurist beantworten können,aber warum nicht; so er als Stichwerkzeug(Waffe) angewendet wird

Jonah am 23 Sep 2018 20:43:26

Elgeba hat geschrieben:Mal zur Klarstellung: Es ist zwischen Waffenbesitzkarte und Waffenschein zu unterscheiden.


Ah, interessant Berd. Danke für deine Erklärung. Habs nur noch grob aus der Erinnerung geschrieben, dass der Galerist den Waffenschein erwähnt hat. Wird vielleicht oft auch umgangssprachlich nicht unterschieden, weil den Unterschied kaum jemand kennt. Er hatte noch erwähnt, dass der damlige Polizeipräsident von Düsseldorf auch Mitglied der Tanzgruppe ist und da ganz genau drauf achtet, dass die Schwerter immer gut verschlossen transportiert werden. Wir durften die auch nicht anfassen, nur ansehen.

goldfinger am 23 Sep 2018 20:47:56

In dem Beispiel "England" ging es nicht darum ob einen Gegenstand als Waffe benutzt wurde sondern darum, dass "etwas" als Waffe benutzt werden könnte. Die Beweislast, dass dieses "etaws" einem legalen Hintergrund hat, liegt beim Beschuldigten.


Andreas

wolfherm am 23 Sep 2018 21:32:37

ischu hat geschrieben:Hallo Wolftherm,
ich vermisse meinen Beitrag. Meinst Du mit der Löschung meinen Beitrag ?
Wollte per KN bei Dir nachfragen. Ging nicht, erfolgte Hinweis auf Checkbox nicht angeklickt .
Helmut


Ich habe keinen Beitrag von dir entfernt. Meinst du den? --> Link

Der steht immer noch auf der ersten Seite.

cbra am 23 Sep 2018 21:37:33

alles ganz interessant - aber was sind die konsequenzen wenn man grad keine begründung fürs fahrtenmesser hat - ermahnung / konfiszierung des messers / kleines bussgeld / .... knast ?

cbra am 23 Sep 2018 21:39:19

hmmm - edit geht innerhalb einer minute nicht ??? also noch eine frage

"andere waffen"

harpune zum fische fangen
sportbogen / armbrust zur entspannung?

goldfinger am 23 Sep 2018 21:51:00

cbra hat geschrieben:alles ganz interessant - aber was sind die konsequenzen wenn man grad keine begründung fürs fahrtenmesser hat - ermahnung / konfiszierung des messers / kleines bussgeld / .... knast ?



Letzteres! In leichten Fällen, wenn niemand verletzt oder geängstigt wurde, bis zu 12 Wochen.
Quelle: --> Link
Wie das real gehändelt wird, weiß ich allerdings nicht.


Andreas

cbra am 23 Sep 2018 22:01:51

cbra hat geschrieben:alles ganz interessant - aber was sind die konsequenzen wenn man grad keine begründung fürs fahrtenmesser hat - ermahnung / konfiszierung des messers / kleines bussgeld / .... knast ?



goldfinger hat geschrieben:Letzteres! In leichten Fällen, wenn niemand verletzt oder geängstigt wurde, bis zu 12 Wochen.
Quelle: --> Link
Wie das real gehändelt wird, weiß ich allerdings nicht.


Andreas


ok - in UK, aber in GER ? und ITA, FRA - was eher meine reiseländer sind. da gibts ja in jedem dorf einen messerladen als souveniershop

rtiker am 23 Sep 2018 22:01:58

cbra hat geschrieben:alles ganz interessant - aber was sind die konsequenzen wenn man grad keine begründung fürs fahrtenmesser hat - ermahnung / konfiszierung des messers / kleines bussgeld / .... knast ?

Im beliebten Urlaubsland Frankreich verstehen sie keinen Spaß:
Im Falle eines Verstoßes werden Strafen in Höhe von 15.000 Euro Strafe und ein Jahr Haft verhängt. Die Strafen werden verdoppelt, wenn die Beförderung von Waffen der Kategorie D (dazu zählen alle Messer) von mindestens zwei Personen entweder im Auto, dem Motorrad oder auf andere Weise mitgeführt wird und die Personen sichtlich zusammenarbeiten.

goldfinger am 23 Sep 2018 22:27:28

cbra hat geschrieben:...aber was sind die konsequenzen wenn man grad keine begründung fürs fahrtenmesser hat - ermahnung / konfiszierung des messers / kleines bussgeld / .... knast ?
......
......aber in GER ? und ITA, FRA - was eher meine reiseländer sind. da gibts ja in jedem dorf einen messerladen als souveniershop


In Deutschland ist ein Verstoß gegen Waffg §42a (Verriegelnde Einhandmesser oder Feststehende Messer bis 12cm) eine Ordnungswiedrigkeit. Die üblichen Bußgelder liegen um 125,- bis 200,- und das Messer wird eingezogen.


Andreas

nulpe am 23 Sep 2018 23:17:13

"
In Deutschland ist ein Verstoß gegen Waffg §42a (Verriegelnde Einhandmesser oder Feststehende Messer bis 12cm) eine Ordnungswiedrigkeit. Die üblichen Bußgelder liegen um 125,- bis 200,- und das Messer wird eingezogen.


Andreas"
Korrigiere ab 12 cm Klingenlänge.
Klappmesser dürfen dagegen in D eine beliebige Klingenlänge haben, sofern nicht Einhand.
Dass es diverse Messer in ganz Europa an jeder Ecke zu kaufen gibt, bedeutet nicht, dass man sie auch mit sich rumfragen darf. D ist hier bemerkenswert liberal, obwohl der unsägliche Gummiparagrafen 42a von jedem Polizisten und Richter unterschiedlich ausgelegt werden darf.
Erschreckt hatte mich wie gesagt, dass ein harmloses Klingel in F verboten zu führen ist.

nulpe am 23 Sep 2018 23:22:09

Klingel = Opinel
Scheixx Worterkennungssoftware

rkopka am 24 Sep 2018 01:05:25

rtiker hat geschrieben:Im beliebten Urlaubsland Frankreich verstehen sie keinen Spaß:

Schweizer Messer (ohne Verriegelung) sind ja wohl OK. Nur auf den Eifelturm wollten sie mich nicht damit lassen :-).

RK

pipo am 24 Sep 2018 07:58:00

Ich habe diesen Thread aufmerksam verfolgt, habe mich immer wieder gefragt, was der TE mit der Frage eigentlich bewriken will, war seine Ursprungsüberschrift mehr wie reissereisch :roll:
Wenn mein Son mich fragen würde, wie mit diesem Thema umzugehen ist, dann hätte ich es noch verstanden, aber so eine Diskussion unter erwachsenen Menschen? :stumm:

Letztendlich bin ich zu dem Punkt gekommen, dass Foren den gesunden Menschenverstand nicht ersetzen können :roll:

rtiker am 24 Sep 2018 08:36:48

rkopka hat geschrieben:Schweizer Messer (ohne Verriegelung) sind ja wohl OK. Nur auf den Eifelturm wollten sie mich nicht damit lassen :-).

RK

Übersetzung aus dem von mir verlinkten Artikel:
"Zusätzlich zu den gesetzlichen Bestimmungen können lokale Vorschriften das Mitführen von spitzen oder scharfen Gegenständen, beispielsweise in Vergnügungsstätten oder Fußballstadien, verbieten. Selbst ein Schraubenzieher in einem Zug nach Paris kann schon als verbotene Waffe angesehen werden."

Sebastiane am 24 Sep 2018 08:39:16

Meine persönliche Erfahrung und auch Schlussfolgerunge aus diesem Thema:
Egal in welchem Land, es wird mit diesen Gesetzen wohl sehr unterschiedlich umgegangen sobald man sich im Grenzbereich zwischen "Waffe" und "Werkzeug"/" Begründetes Mitführen" befindet.

Wer zu Aggressivität neigt bzw. sein Verhalten von Fremden "bedrohlich" eingestuft wird soll sich das eingestehen und auf das Messer am Gürtel und die 25cm Machete zum Stöcke schnitzen verzichten.

Wer ruhig ist und entsprechend auf andere wirkt kann sich oftmals mehr erlauben.

Gleichberechtigung sieht anders aus, aber mit Gleichberechtigung funktioniert unsere Welt nunmal nicht, sondern nur mit fairem Handeln.

rkopka am 24 Sep 2018 09:27:34

Ich sehe das Problem eher in der Unkenntnis, die zu Problemen führen kann. Die älteren sind es gewohnt, daß man Messer dabeihaben kann (auch >12cm). Bei einem richtigen Campingausflug mit Lagerfeuer und so gehört das ja fast dazu. Und wenn man diese ganzen Sachen fast überall kaufen kann (Opinel in F z.B.), denkt man ja auch nicht, daß man es dann nur in einem Safe mitnehmen kann und erst wieder zuhause im Haus rausnehmen darf. Ich sehe auch ein Problem bei Tauchermessern. Gerade ältere sind oft länger als 12cm und werden beim Tauchen getragen - das ist nun mal ihr Sinn.

Für Reisende kommt noch das Problem dazu, wie die anderen Länder das handhaben und wo man die Infos herbekommt. Oder einfacher noch überhaupt erstmal daran zu denken, daß es dort anders sein könnte.

Selbst bei einem harmlosen Taschenmesser muß man immer überlegen, wo man hingeht. Wenn irgendwo eine Sicherheitsschleuse ist, bekommt man schnell Probleme oder ist es zumindest los. Und die werden immer mehr (z.B. Eifelturm) und sind nicht immer angekündigt.

RK

nulpe am 24 Sep 2018 12:19:04

pipo hat geschrieben:
Letztendlich bin ich zu dem Punkt gekommen, dass Foren den gesunden Menschenverstand nicht ersetzen können :roll:

Glückwunsch zu deinem "gesunden Menschenverstand".
Meiner sagte mir nicht, dass ich z. B. Ein Opinel- Messer mit 5 cm langer Klinge in F nicht in der Hosentasche rumtragen darf.
Und den meisten hier wohl auch nicht.

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