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Regenwassereinbruch am Heki bei Anfahrt


leifi am 28 Sep 2018 21:44:50

Liebe Leute,
habe mir kürzlich ein gebrauchtes und wenig gefahrenes Wohnmobil der Dethleffs Tochtermarke Sunlight gekauft.
Es handelt sich um ein Alkoven, das A72, und ist sehr gepflegt. Bisher sind wir mit allem sehr zufrieden, allerdings ist uns nun aufgefallen, dass das Regenwasser, das sich auf dem Dach sammelt beim Anfahren übers Dach rauscht und dann wie ein kleiner Tsunami auf das Heki über der Küche trifft. In aller Regel sind die Hekis bei Regen dicht, aber dieser "Welle" hält das eine Dachfenster nicht stand. Zweimal schwappte das Wasser offenbar durch die Lüftungsschlitze (?) ins Wohnmobil. :( Ich habe vor, dies beim Händler zu reklamieren und um eine Lösung zu bitten.
Habe mich an dieser Stelle gefragt, ob jmd. ähnliche Erfahrungen gemacht hat und ob es üblich ist, dass Hekis in ihren Kunststoffschalen keine Gummidichtungen haben!?

Für Rückmeldungen wär ich dankbar!

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Trashy am 28 Sep 2018 21:51:09

Ja, das ist die Zangslüftung,
Dichtung kann aber nachgerüstet werden.
Evtl tuts auch ein kleiner Spoiler/Wellenbrecher vor dem Heki

chrisc4 am 28 Sep 2018 21:54:03

Die einfachste Lösung ist bei Regenwetter leicht schräg zu parken, so dass sich keine Wasserpfützen auf dem Dach bilden können.

Gruß
Hans

rkopka am 28 Sep 2018 22:08:58

chrisc4 hat geschrieben:Die einfachste Lösung ist bei Regenwetter leicht schräg zu parken, so dass sich keine Wasserpfützen auf dem Dach bilden können.

In anderen Threads wird gerade versucht, eben zu stehen :-). Außerdem ist das nicht so einfach. Vorne ist der Alkoven, hinten das etwas höher stehende Heck, seitlich die Leisten am Übergang Dach/Seite. Da müßte man schon sehr schräg stehen (so wie meiner im Winterlager), damit sich keine Pfütze bildet.

Die Dichtungen bekommt man und sind nicht allzu schwer zu montieren.
Es gab hier auch noch einen Vorschlag, den ich leider noch nicht realisiert habe, mit einem dochtartigen Faden außen im Dachbereich, der das Wasser absaugt und ableitet. Oder weniger schwungvoll anfahren :evil: . Ich hab ein ähnliches Dach und hatte auch vor den Dichtungen keine Probleme. Eines hat immer noch keine Dichtungen (welches nur...).

RK

Dieselreiter am 29 Sep 2018 09:16:58

Ich schließe mich dem an - bei A 361 ist noch nie auch nur ein Tropfen reingekommen, weder bei den Hekis, noch bei der Zwangsbelüftung. Allerdings habe ich in der Mitte keine Heki mehr, da ist jetzt die Klima eingebaut.

Wir sind auch schon im strömenden Regen gefahren, da war mehr Tsunami als beim Anfahren je vorkommen kann. Nix, alles trocken.

Ich tippe auf eine defekte Dichtung.

pippifax am 29 Sep 2018 10:24:04

Nix Dichtung einbauen. Da wird nur das Syptom kuriert, nicht aber die Ursache. Ursache ist die Unebenheit im Dach, die als Wassersammler funktioniert. Also: Entweder Delle raus, oder nachn Regen gaaaaaanz langsam anfahren, damit das Wasser aus der Delle gaaaaaaaaaaaanz langsam über die Seite runterläuft. Ich hätte noch eine kg-Dose Geduld vorrätig.

Hoffe, das hilft

rkopka am 29 Sep 2018 11:07:30

pippifax hat geschrieben:Nix Dichtung einbauen. Da wird nur das Syptom kuriert, nicht aber die Ursache.

Die Dichtungen baut man auch aus anderen Gründen ein, z.B. weil es sonst auf die hinteren Sitze ziehen kann. Ich habe eine der 4 Luken ohne DIchtung gelassen. Das sollte für mich reichen. Außerdem spürt man auch so noch genug Zug, wenns kalt wird :? . Und fürs Kochen reicht es sowieso nicht.

Ursache ist die Unebenheit im Dach, die als Wassersammler funktioniert. Also: Entweder Delle raus, oder nachn Regen gaaaaaanz langsam anfahren, damit das Wasser aus der Delle gaaaaaaaaaaaanz langsam über die Seite runterläuft. Ich hätte noch eine kg-Dose Geduld vorrätig.

Besser lesen. Das ist keine Delle, sondern die Konstruktion. Und wie ich schrieb, wird es nur schwer auf der Seite ablaufen, weil da Leisten sind, bzw. eben nur ein Teil, der drüberschwappt. Bis da was kommt, ist der Schwall nach hinten über das Heck abgelaufen (was ja die Probleme des TE verursacht). Oder es erwischt eine andere Luke.
Generell würde ich auch sagen, langsam anfahren. Aber nicht immer denkt man dran, oder das Gelände kommt einem dazwischen.

Das wäre doch eine neue Innovation: eine Dachkamera, die den Wasserstand zeigt und einen erinnert, langsam anzufahren. Oder eine spezielle Art Pumpe, die von der ganzen Dachfläche bei geringster Tiefe die Pfütze absaugt. Oder einen Abfluß nach unten in eine Zisterne. Dann braucht man in Schottland gar kein Frischwasser mehr bunkern :-).

RK

JoFoe am 29 Sep 2018 11:42:47

Trashy hat geschrieben:Evtl tuts auch ein kleiner Spoiler/Wellenbrecher vor dem Heki


Bestimmt die beste Lösung da ja ansonsten der Fahrtwind da hinten auch zu spüren ist . Und der ist schnell montiert.

ManfredK am 29 Sep 2018 16:42:47

Bei mir hat das Problem ein Kabelkanal gelöst, der wegen der Solaranlage etwa 15cm vor dem Heki montiert wurde

leifi am 30 Sep 2018 18:47:09

Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen! Einige davon sind tatsächlich hilfreich. Ich werde diese Lösungen prüfen.
Herzlichen Dank!

andwein am 03 Okt 2018 11:51:09

leifi hat geschrieben:....dass das Regenwasser, das sich auf dem Dach sammelt beim Anfahren übers Dach rauscht und dann wie ein kleiner Tsunami auf das Heki über der Küche trifft.

War bei mir auch so, mein Heki ist längs eingebaut. Einige Untersuchungen haben drei Schwachstellen ergeben:
Auch durch ein geschlossenes Heki (Seitz/Dometic) kann unter Umständen Wasser eindringen. Nicht der normale Regen, aber Schwallwasser, das sich auf dem Dach sammelt und beim Anfahren, in Kurven etc. unter dem Haubenrand ins Innere gedrückt wird. Ich habe drei Möglichkeiten ausgemacht, die man aber abstellen kann.

Die Haube ist eine Doppelhaube mit einem äußeren und einem inneren Teil. Der äußere Teil ist im geschlossenen Zustand ca. 3 mm über der Dachhaut. Die Abschlusskante des inneren Teils versenkt sich in einer 10 mm breiten Umrandung.
In dieser Umrandung ist bei einigen Hekis ein Dichtungsring aus Moosgummi eingelegt, auf dem der innere Haubenrand aufdrückt und damit dichtet.
Bei einigen Hekis ist diese Gummidichtung aber nicht montiert, die Rinne dient als Zwangsentlüftung für den Innenraum. Über diese Zwangsentlüftung kann unter ungünstigen Umständen Schwallwasser eindringen. Diesen Dichtungsring kann man nachträglich montieren und die Rinne damit abdichten.
Die Abschlusskante des inneren Haubenrandes ist auf der Scharnierseite des Hekis höher gezogen. Hier liegt der innere Rand nicht auf der Gummidichtung auf um eine gewisse Belüftung zu ermöglichen. Auch hier kann Schwallwasser eindringen. An dieser Stelle kann man die originale Dichtung mit einer zusätzlichen Klebedichtung erhöhen.
Eine dritte Stelle befindet sich links und rechts an den vorderen Ecken des Rahmens. Ungefähr 2 mm über dem Level des Einbaurahmens befinden sich hier zwei rechteckige Öffnungen, die im Schraubenkanal für den Heki-Befestigungsblock enden. Für was diese Öffnungen sind hat sich mir bis heute noch nicht erschlossen.
Bei mir ist das Heki längs eingebaut, die eine seitliche Öffnung zeigt deshalb direkt nach vorne. Wasser, das durch den Fahrtwind nach hinten gedrückt wird, stößt gegen den Hekirahmen und wird in diese Öffnung gedrückt. Ich habe diese deshalb mit Moosgummi verstopft und verklebt.
Viel Erfolg, Gruß Andreas

Heschomuc am 04 Okt 2018 10:50:48

… kennen dieses Problem seit Jahren. Sollte es vor Abfahrt geregnet haben, legen wir einfach ein Handtuch auf's Bett und fahren ganz langsam an, wenn möglich mit einer leichten Schräge. Nachdem während der Fahrt auch bei heftigstem Regen kein Wasser eintritt, sehen wir das Übel gelassen.

cbra am 04 Okt 2018 11:00:57

Mich wundert ein wenig dass so viele (dazu raten) die zwangsentlüftung zu verschliessen. ohne hinweis dass diese funktion anders gelöst wird. für so irrelevant halte ich die zwangsent(be)lüftung nicht. dem unbedarften leser könnte sich hier eine ggf risikobehaftete lösung erschliessen.

dem schallwasser würde ich mit einfachen aufgeklebten kunststoffwinkeln ( selbstklebend aus dem baumarkt) begegnen - einmal rundums heki und dann sollte es gut sein.

rkopka am 04 Okt 2018 11:10:57

cbra hat geschrieben:Mich wundert ein wenig dass so viele (dazu raten) die zwangsentlüftung zu verschliessen. ohne hinweis dass diese funktion anders gelöst wird. für so irrelevant halte ich die zwangsent(be)lüftung nicht.

Man muß ja nicht jedes Fenster abdichten. Bei mir ist eines noch offen. Für viele spielt es auch deshalb eigentlich keine Rolle, weil nur sehr selten im Stand alle Fenster und Luken zu sind und die Bewohner alle länger im Womo sind. Da ich (meist) Alleinfahrer bin, ist es sowieso unkritischer. Außerdem ist ja auch der Rest des Womos nicht hermetisch dicht, wie man immer wieder mal am Zug feststellen kann.

RK

cbra am 04 Okt 2018 11:17:55

ätt RK - darauf hat hier bislang aber keiner hingewiesen. und das eine oder andere wohnmobil ist dann vielleicht doch dicht.

andwein am 05 Okt 2018 13:52:58

cbra hat geschrieben:ätt RK - darauf hat hier bislang aber keiner hingewiesen. und das eine oder andere wohnmobil ist dann vielleicht doch dicht.

Ein Wohnmobil, das luftdicht ist? Ich habe noch keines entdeckt. oft ist ein Pilzlüfter in Bad/küche, alte Trumas ziehen Frischluft von unten an, die Herdeinheit wird durch die Kühligitter belüftet, die Seitz-Fensterrahmen haben ein Zwangsbelüftung, bei Fiat kommt die Zwangsbelüftung durch die B-Säulen und die Türen, bei allen Womos mit Klimaanlage durch die Klima (wenn Klappe nicht auf Umluft), etc. Und ein sicherer Hinweis, dass es nicht dicht ist sind die Stechmücken im Sommer, eine findet immer ihren Weg.
Gruß Andreas

donaldmobil am 28 Okt 2018 09:30:45

... ist zwar schon ein bisschen her, das Thema,. aber ich hatte bei meinem Projekt die gleiche Frage. Es geht nicht nur drum, ob irgendeine Lüftung da ist, sondern wenn man zulassungs- und versicherungstechnisch auf der sicheren Seite sein will, müsen auch gewisse Querschnitte eingehalten werden.
ALso: Es geht bei dem ganzen Thema um die offene Flamme im WoMo, also den Kocher ("Gerät ohne geschlossenen Verbrennungskreislauf").

Und da gibt es eine DIN, auf die mich 'SCOUT' hingewiesen hatte. Inhalt:


"Hierzu gibt es die Norm DIN EN 721 "Bewohnbare Freizeitfahrzeuge - Anforderungen an die Sicherheitslüftung"

5.2 Größe der Lüftungsöffnungen in Wohnräumen
5.2.1 Wohnräume mit Geräten ohne geschlossenen Verbrennungskreislauf
Die Lüftungsöffnungen müssen Tabelle 1 entsprechen.
Tabelle 1 . Mindestmaße der Lüftungsöffnungen in Wohnräumen mit Geräten ohne geschlossenen Verbrennungskreislauf

Gesamtgrundfläche …………Mindestlüftung …………………………Mindestlüftung
des bewohnbaren .….…..im oberen Bereich ………………………..im unteren Bereich
Freizeitfahrzeugs ..……..(Dachabzugsöffnungen)
m2……………………………...…. mm2 ………………………………… ………mm2
bis 5……………………………. 7 500 ……………………………………....……1 000
über 5 bis 10 ……………..10 000 …………………………………….…..… 1 500
über 10 bis 15 …………….12 500 ……………………………...……..…… 2 000
über 15 bis 20 …………….15 000 …………………………............…. 3 000
über 20 …………………… …20 000 …………………………….........….. 5 000 "


Für mich ergab sich (Fläche ca. 10 qm) 12.500mm² oben und 2000mm² unten Zwangsöffnungen, also oben z.B. 1600mmx10mm (Heki 40 cm) = 16.000 mm² - reicht, würde ich sagen.

Ein gebräuchlicher Pilzlüfter hat ca. 100mm Durchmesser freie Luftdurchtrittsöffnung - wenn überhaupt -, also nur ca. 7,850 mm², dann muss außerdem aber auch die Tür zum Bad diesen Durchlassquerschnitt haben... Nachrechnen lohnt sich wohl... (natürlich hat man auch beim Kochen meist ein Fenster auf - schon wg. des Wasserdampfs - aber für die Zulassung sind halt solche Mindestwerte wichtig.)

Ansonsten würde ich auch die Spoilerlösung favorisieren - überlege gerade, ob ich die nicht auch standardmäßig einbaue, denn das nimmt auch während der Fahrt den Druck etwas von der Dichtung und das Wasser wird nicht reingedrückt...

rkopka am 28 Okt 2018 09:48:30

donaldmobil hat geschrieben:ALso: Es geht bei dem ganzen Thema um die offene Flamme im WoMo, also den Kocher ("Gerät ohne geschlossenen Verbrennungskreislauf").

... (natürlich hat man auch beim Kochen meist ein Fenster auf - schon wg. des Wasserdampfs - aber für die Zulassung sind halt solche Mindestwerte wichtig.)

Aber macht man nicht immer etwas auf, wenn man kocht ? In meinen Womos klebte immer Aufkleber nahe dem Herd, wo vorgeschrieben wurde, daß ein Fenster oder Dachluke offen sein muß. So halte ich es auch. D.h. wenn alles geschlossen ist, würde ich keine offene Flamme zulassen.
Natürlich kann man sich auch dagegen schützen mit den ganzen Vorschriften und Zwangsentlüftung. Nur führt das zu noch mehr Zug als sowieso schon vorhanden, gerade beim Fahren. Wobei ich auch eines der Mini Heki so gelassen habe, was dann wohl für die Vorschrift reicht.

RK

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