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Der Hybrid-Akku - ein seriöser Test? 1, 2, 3


egocogito am 14 Okt 2018 20:26:34

Ich finde den Versuchsaufbau sehr interessant, aber entschuldigt, wenn ich jetzt so ganz naiv frage: Ich habe immer noch nicht kapiert, was der Vorteil der Kombination von Blei und LiFe sein soll.

Die Akkus stützen sich offenbar bei den unterschiedlichsten Bedingungen gegenseitig. Warum soll ein LiFe- einen Blei Akku stützen? Ich kann den Vorteil dabei nicht erkennen. Und wenn der Blei- den LiFe-Akku stützen soll, dann ist das aber bei tiefen Temperaturen nicht so gut, besonders für den LiFe ohne Y.

Einzig die Redundanz leuchtet mir ein, wenn der LiFe komplett wegfällt, aber tut's da für den Notfall nicht auch ein Bypass oder Switch zum Starterakku? Wenn ich statt des defekten LiFe- einen Bleiakku unterwegs notfallmäßig einbauen muss, dann geht das ja jetzt auch, ich muss nur die Ladegeräte umstellen.

Wo liegt mein Denkfehler?

lisunenergy am 14 Okt 2018 20:32:47


Verstehe ich jetzt nicht ganz. Die BK braucht ordentliche Ladegeräte. Alle anderen Bleitypen nicht. Oer wie hast du das gemeint?



Ein Bleiakku muss immer mit dem richtigen Strom und mit sehr guter Ladetechnik geladen werden. Z.B die vielen billigen Womoladegeräte verkürzen die Lebensdauer .

egocogito am 14 Okt 2018 20:43:11

Inselmann hat geschrieben:Ich fahr los wann ich will, keine Lust vorher nachzuschauen ob auch die Bulkphase fertig ist :lol: Und dann ballert die LiMa voellich ungeregelt rein was rein geht.


Mit Booster geht das wesentlich geregelter.

Inselmann hat geschrieben:Aber am Ende muss man einfach akzeptieren, manchmal macht mans richtig und manchmal nicht. Und dann halten die Batterien auch nicht so lange wie gewuenscht (oder versprochen).


Hoffentlich doch, aber ich gebe dir grundsätzlich Recht.

Hier wird oft über Feinheiten diskutiert, die im wirklichen Camperleben so gut wie gar nicht eingehalten werden. ich habe es bei mir erlebt, je mehr man über ein Problem nachdenkt, desto größer wird es - und solange man nicht darüber nachdenkt, existiert es gar nicht.

Ist zwar jetzt übertrieben geschrieben, aber im Großen und Ganzen dürfte es zutreffen.

Vielleicht sollte man viel mehr Schrödingers Katze und deren Superposition beachten.

deacheapa am 14 Okt 2018 20:53:22

lisunenergy hat geschrieben:Ein Bleiakku muss immer mit dem richtigen Strom und mit sehr guter Ladetechnik geladen werden. Z.B die vielen billigen Womoladegeräte verkürzen die Lebensdauer .


Freudscher Fehler :?: :?: :?:
Ich kenne keinen falschen Strom bei Pb, höchstens Spannung.

Erklär mal. :wink:
Gruß

Acki am 15 Okt 2018 07:01:28

egocogito hat geschrieben:Ich finde den Versuchsaufbau sehr interessant, aber entschuldigt, wenn ich jetzt so ganz naiv frage: Ich habe immer noch nicht kapiert, was der Vorteil der Kombination von Blei und LiFe sein soll.
...

Wo liegt mein Denkfehler?

Kein Denkfehler!

Haupteinsatzgebiet könnte die Ergänzung eines bestehenden Pb-Systems sein.
So ist es auch bei mir geplant: Da besteht eine neue 210 Ah Gel Batterie. Diese liefert - in schonendem Betrieb - maximal 100 Ah (besser etwas weniger).
Mein Vorgängerfahrzeug inklusive Besatzung hatte im Winter einen Verbrauch von 70 Ah täglich.
Da ist leicht auszurechnen, wie autonom man mit oben erwähntem Akku lebt - und wie sich dies verändert, wenn man noch einen 180 Ah Li Akku dazu schraubt! :ja:

lisunenergy am 15 Okt 2018 08:28:39


Freudscher Fehler :?: :?: :?:
Ich kenne keinen falschen Strom bei Pb, höchstens Spannung.



Ein Bleiakku benötigt einen Mindeststrom um vernünftig die Ladephasen zu durchlaufen . Die Spannung und die Temperaturkompensation sind ein weitere wichtige Faktor . Ein ständig übervoller Akku bekommt eine Plusplattenkorrosion , die genau so schlimm ist wie eine Sulfation.
Nicht umsonst gibt es im Womosektor so viel Ärger mit den Akkus.
Bei der Hybridsituation ist die Frage ob kleine Vorteile nicht durch Nachteile wieder aufgehoben werden . Dafür ist der Test hier sehr gut.

Inselmann am 15 Okt 2018 09:03:47

lisunenergy hat geschrieben:
Nicht umsonst gibt es im Womosektor so viel Ärger mit den Akkus.


Ob das alles an der Ladetechnik liegt bezweifle ich stark. Vieles ist sicher Benutzerfehler. Bleibatterien laden ist kein Neuland und die letzten 50 Jahre hat das auch ohne spezielle Ladekurven ganz gut geklappt.
"Probleme" gabs sicherlich vermehrt ab dem Zeitpunkt wo Wohnmobilisten mehr von den 12V Systemen verlangt haben als eigentlich sinnvoll ist.
Oder ungeeignete Batterietypen wurden verwendet.

lisunenergy am 15 Okt 2018 09:12:51

Es ist wie alles im Leben eine Summe aller Dinge .

andwein am 15 Okt 2018 10:51:14

Inselmann hat geschrieben:...Ob das alles an der Ladetechnik liegt bezweifle ich stark. Vieles ist sicher Benutzerfehler. Bleibatterien laden ist kein Neuland und die letzten 50 Jahre hat das auch ohne spezielle Ladekurven ganz gut geklappt.

So sehe ich das auch. Nicht die Ladetechnik sondern das Entladeverhalten ist die Crux bei Bleibatterien. Dauernd mehr als C20 Stromentnahme, Tiefentladungen, keine Beachtung der "bitte nicht tiefer als DoD 60%" und der Einkauf von "Günstig-Batterien", die schon 2-3 Jahre Lager hinter sich haben.
Ist halt meine Meinung, Gruß Andreas

deacheapa am 15 Okt 2018 13:06:30

andwein hat geschrieben:So sehe ich das auch. Nicht die Ladetechnik sondern das Entladeverhalten ist die Crux bei Bleibatterien. Dauernd mehr als C20 Stromentnahme, Tiefentladungen, keine Beachtung der "bitte nicht tiefer als DoD 60%" und der Einkauf von "Günstig-Batterien", die schon 2-3 Jahre Lager hinter sich haben.
Ist halt meine Meinung, Gruß Andreas


Richtig Andreas,
dazu kommen auch noch die oft langen Zeiten der Nichtnutzung bei vielen Womos über längere Zeit.
Selbst mit perfekter Ladeerhaltung läßt da die Kapazität nach.
Was sich aber wenn nicht allzulange mit 2-3 ordentlichen Entnahmen (bei mir WR Kaffee) bis jetzt immer wieder erholt.
Scheint auch bei den BKs das Problem zu sein,
auch wenn deren Hersteller das jetzt nur auf zu kleine Ladeströme schiebt.
Die sind durch ihre spezielle Elektrolytbindung wie es aussieht noch mehr auf regelmäßige Traktion/Nutzung ausgelegt.


Wenn Laden mit zu wenig Strom ein Problem wäre, dürften meine AGM Batterien sicherlich keine bis (Stand jetzt) 8 Jahre halten, die billig Naß-Pb durchschnittlich 4 Jahre,
weil das 700Ah Paket mit nur max 35A geladen wird. (Solar 500Wp)

Gruß

lisunenergy am 15 Okt 2018 14:08:16

--> Link


Da kann man sehr viel darüber lernen ! Ein Mann der Praxis und nicht der Theorie.

Acki am 15 Okt 2018 21:26:57

lisunenergy hat geschrieben:https://www.amazon.de/Elektrik-auf-Yachten-Michael-Herrmann/dp/3931617327


Da kann man sehr viel darüber lernen ! Ein Mann der Praxis und nicht der Theorie.

Wie weit war Lithium 2008? :nixweiss:


In der Zwischenzeit habe ich eine dritte Testreihe durchgeführt.

Der Hybrid stand - nach der Ladung - während 72 h in Ruhe herum. Dabei hat der Li Akku 2 Ah verloren / an den Pb Akku abgegeben.
Entsprechend startet er bei 118 Ah.
Nun wird der Li Akku in 3 Stufen erst auf 75, dann 50 und schlussendlich 25 % entleert. Dies wieder mit den 300 W (23 A) Belastung.
Dazwischen habe ich dem Akku jeweils eine Stunde Ruhe gegönnt, so dass sich die Ruhespannung einstellen konnte (rote Zahlen).
Da bisher die Ruhespannung eines Nass Pb Akkus (12.69 V) - auch unter Last - noch nicht erreicht wurde, kann man wohl annehmen, dass die hier gemessene Spannung etwas aussagt betreffend Kapazität des Li Akkus.
Die Spannungsmessung ersetzt aber natürlich den BC in einem Li System keinesfalls!
Man sieht auch an I Li und an der Zeit, die es braucht, bis die nächste Stufe erreicht wird, dass erst nachdem der li Akku schon mehr als zur Hälfte geleert ist, Strom aus dem Pb Akku fliesst. Wenn 120 Ah im Akku gewesen wären, hätte die erste Entladestufe extrapoliert 79 min gedauert, also in etwa gleich lang, wie die zweite. Erst die dritte (von 50 auf 25 % dauerte 92 min.



Ich mache dann später mal noch etwas weiter in den unteren Prozent Bereichen des Li Akkus ...

felix52 am 15 Okt 2018 22:00:17

Nicht unintelligent, sondern realitätsnah, Acki. :ja:
Deine Grundidee ist gut, sehr gut. Die Impotenz des Li-Akkus wird bei niedrigen Temperaturen durch nen ganz "altertümlichen "Blei - Akku " zumindest teilweise
kompensiert. Der Blei Akku liefert den Strom für die Heizung, die dann den Li-Akku wieder aus seiner Totenstarre erweckt und ihn ladebereit macht. :)

Sorry, hatte deinen letzten Beitrag nicht angezeigt bekommen, da am Schreiben.

egocogito am 16 Okt 2018 06:50:11

Soweit ich das sehe, sind die Li-Akkus zumeist im Innenraum/Doppelboden der Fahrzeuge eingebaut. Ich habe da jetzt keine Ahnung bzw. Erfahrung, weil erst seit März dieses Jahres in Verwendung, aber der Li-Akku ist bei -20 Grad Celsius nicht in der Lage, die 4 bis 5A für die Heizung zu liefern, um den Akku in den Temperaturbereich zu heben, die ihn wieder an sein ursprüngliches Leistungsvermögen heranführt? Wir reden da von ungefähr 2 Stunden und etwa 10Ah gesamt.

lisunenergy am 16 Okt 2018 09:03:26

März dieses Jahres in Verwendung, aber der Li-Akku ist bei -20 Grad Celsius nicht in der Lage, die 4 bis 5A für die Heizung zu liefern, um den Akku in den Temperaturbereich zu heben, die ihn wieder an sein ursprüngliches Leistungsvermögen heranführt?


Ich habe ja bei Minus 7 Grad schon Tests vorgeführt. Da gab es nie Probleme. Sollten bei uns dieses Jahr Minus 20 Grad kommen, ist bei mir der Akku genau so kalt. Ich springe dann sofort los und mache eine Testreihe.

Zu Ackis Frage : LiFePo4 gibt es seit 1997. Ev-power hat die Balancer seit 2007 .
Meine Tests und Anlagen sind seit 2011 .
Für die meisten ist das Gewicht der größte Faktor . Als 2. Begrenzung ist der Platz.

null550 am 17 Okt 2018 09:06:15

lisunenergy hat geschrieben:Für die meisten ist das Gewicht der größte Faktor . Als 2. Begrenzung ist der Platz.

Genau das waren meine Beweggründe für die Erweiterung meiner AGMs mit LiFePO4: Die Kapazität einer dritten AGM 95Ah habe ich durch 2 kleine LiFePO4-Module mit einem Gewicht von 7 kg und einem Platzbedarf von 1/3 einer AGM erhalten. Und dabei sind die Module irgendwo lageunabhängig einbaufähig. Bei mir im Elektrofach über den AGMs, es sind die 2 Alu-Boxen neben dem Sicherungsautomat..

Inselmann am 17 Okt 2018 11:31:41

ich finde diesen Test extrem hilfreich. Zeigt sich wieder mal das meine "zweitbester ist of gut genug" Einstellung gar nicht so verkehrt ist im wirklichen Leben.

Meine Schlussfolgerung, was ich vielleicht etwas zu vereinfacht sehe, ist:

es gibt zwei Arten von Lithium Anwendern.
-- welche die wirklich richtig Strom brauchen und dann auch bereit sind ALLE Kriterien akzeptieren (Kosten, die richtige Hardware usw)
-- welche die den Gewichtsvorteil brauchen und nur "normal" Strom verbrauchen und dann mit weit weniger Kosten und Aufwand realisierbare Loesungen haben

Das bringt aber einige Gefahren fuer die zwischendrin Nutzer (oder die es auf die leichte Schulter nehmen mit 100A und mehr im Wohnmobil zu leben) und denken ich habe ja die Lithium da kann ich auch machen was alle anderen damit anstellen.

Dieser Test zeigt fuer mich das man auch ohne riesen Aufwand (und Geld!) von Lithium profitieren kann. Zwei voellig verschiedene Akkustypen werden einfach zusammengeschaltet und staunen, staunen, es funktioniert auch ohne grosses Bimbam auf der Hardware Seite. Entgegen allen Experten Unkenrufen.

Auf meiner Sicht fangen die Probleme (oder vielmehr richtigen Loesungen) erst an wenn der Strom nicht mehr im "normalen" Rahmen der 12 Volt Welt liegt. Sprich laden mit 90A oder 100A+ Entnahme. Und das sollten alle die sich mit dem Thema Lithium anfreunden wollen bewusst sein.

Aber alles nur meine bescheiden Meinung, ich hol schon mal meine Jacke........ :lol:

Acki am 17 Okt 2018 12:36:39

Inselmann hat geschrieben:...
Dieser Test zeigt fuer mich das man auch ohne riesen Aufwand (und Geld!) von Lithium profitieren kann. Zwei voellig verschiedene Akkustypen werden einfach zusammengeschaltet und staunen, staunen, es funktioniert auch ohne grosses Bimbam auf der Hardware Seite. Entgegen allen Experten Unkenrufen.
...

Achtung!
Meinen Test nicht falsch verstehen!
Hier habe ich das Akku-System dauernd im Auge und es kann nichts entgleisen.
Beim definitiven Hybrid kommt dann selbstverständlich ein ausgereiftes (sonnentau) BMS drauf.
Dann haben wir schon noch etwas mehr Harware Bimbam und Kosten ...

andwein am 17 Okt 2018 16:56:03

Inselmann hat geschrieben:.....Aber alles nur meine bescheiden Meinung, ich hol schon mal meine Jacke........ :lol:

Ist auch meine Meinung, du kannst die Regenjacke wieder zurückhängen.
Gruß Andreas

biauwe am 17 Okt 2018 19:39:49

Inselmann hat geschrieben:Dieser Test zeigt fuer mich das man auch ohne riesen Aufwand (und Geld!) von Lithium profitieren kann.


Einfach einen LiFePO4 mit oder ohne Y dazustellen, Masseschalter zum trennen, fertig :D

Acki am 19 Okt 2018 13:37:49

Wie bereits erwähnt habe ich den Test von hier --> Link noch etwas weiter geführt.
Dabei habe ich die Restkapazität des Li Akkus um die 5% Schritte vermindert.
Dann jeweils das Akku System sich erholen lassen und die nächste Stufe in Angriff genommen.

Wie man schön sieht, funktioniert dies bis gegen die 15% Restkapazität unauffällig, danach beginnt der Pb Akku den Li Akku wieder nachzufüllen.
Am Schluss, als er nur noch 3 Ah enthielt, war er bereits nach einer Stunde wieder auf 6 Ah nachgefüllt

Am Ende der Übung hatte ich insgesamt 164 Ah dem System entnommen, davon 40 Ah dem 100Ah-Pb-Akku.
Nach 24 h Ruhe beträgt die Ruhespannung des Systems 12.56 V, was dann einer höheren Spannung entspricht, als der Pb-Akku bei 60 % Restkapazität haben müsste. Gestützt halt durch den Li Akku. Dessen Zellen haben am Schluss eine Differenz von 62 mVolt gezeigt.



Selbstverständlich liess ich es mir nicht nehmen hier noch einmal 2 Kaffees zu konsumieren: Dabei fiel die Spannung kurz auf 11.89 V runter, bzw diejenige der Li Zellen auf 2.96 V. Beim Li Akku flossen zu diesem Zeitpunkt 70 A ...

Diese Extrembelastung - bzw Entleerung - eines zukünftigen Hybrid-Akkus wird natürlich im Alltagsbetrieb kaum vorkommem. Da liefert ja die Solaranlage immer wieder nach. Nach meinen Erfahrungen der Letzten Jahren hat man in 8 von 12 Monaten am Ende eines Tages eigentlich immer volle Li Akkus.

Hier handelt es sich auch um einen Testaufbau mit 120Li/100Pbnass.
Das definitve System wird dann aus 180Li/210PbGel bestehen.
Ich bin schon gespannt, ob da ein wesentlicher Unterschied durch die unterschiedlichen Kapazitäten und Die Spannungsverhältnisse Gel gegenüber Pb nass festzustellen sein wird.

Nögel am 21 Okt 2018 09:57:49

Hallo Acki,
Danke für die Test.
Wie bei meinen Test, ist auch Dein Akku bei um 12,8V ca. 80% leer, kleiner Belastung sogar etwas mehr.
Bei täglichen „Tiefentladung“ sind noch (3000/360) 10 Jahr Nutzungsdauer zu erwarten.

Bei mir läuft der Hybrid ohne Probleme schon über 4 Jahre, die vorhandene Technik ist so geblieben wie vom Hersteller verbaut wurde. Platz suchen, verbinden mit Pb, Sicherung dazwischen fertig.
Später wurde WR noch an die Li angeschlossen, in der zwischen Zeit ist soviel Strom vorhanden das es für einen Kompressor Kühl reicht.
Die Li-Technik nimmt die volle Leistung von der Solaranlage bis zuletzt auf, und sorgt bei Pb für ausgleich Ladung. In den Sommermonaten wird die Li nur teil-entladen, Pb wird ganz geschont.

biauwe am 21 Okt 2018 12:39:58

Nögel hat geschrieben:Bei mir läuft der Hybrid ohne Probleme schon über 4 Jahre, die vorhandene Technik ist so geblieben wie vom Hersteller verbaut wurde.


Ja, es geht auch einfach, ohne viel Aufwand :)
Bei mir 4,5 Jahre.

Nögel am 21 Okt 2018 19:27:51

Hi Uwe,

Für mich bist Du der Erfinder.
Wie Du weißt habe ich Deine Idee nachgebaut, nutze das BMS von PV-Power.
Immer Strom im Überfluss, was die Module hergeben wird gespeichert.

Acki am 22 Okt 2018 14:25:29

Nögel hat geschrieben:Hi Uwe,

Für mich bist Du der Erfinder.
...

Das scheint tatsächlich so zu sein!
Wurde leider offenbar lange unterschätzt - oder in die Ecke der Skurilitäten gestellt ... :stumm:
DEIN Projekt hatte ich gar nie im Auge. Erst über den Hybrid Akku Thread bin ich nun auch darauf gestossen! :top:

Wegen der gelegentlichen tiefen Entladung des Li Akkus mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Die Frage ist nur, ob man ihn regelmässig zwangsentleerren soll, damit der Pb Akku nicht dauern "hochspannig" bleibt und auch etwas arbeiten muss? :nixweiss:

Nögel am 22 Okt 2018 15:56:30

Bei der Notstromversorgung, wird der Akku immer vollgeladen gehalten, 10 Jahre Lebensdauer sind zu erwarten. Einmal im Jahr sollten sie kurz hochbelastet werden (Wecken) und sofort wieder geladen werden. Das Beste für den Pb ist vollladen und danach auf 13,2 bis 13,8V halten.

Bei mir war AGM95Ah 3 ½ Jahre als der Li hinzu kam, nach 1 ½ Jahren wurde ein Belastungstest durchgeführt, Ergebnis Akku hatte noch fast 100%. Wurde trotzdem gegen eine kleinere AGM80Ah getauscht.
So hatte ich mehr Platz im Batteriekasten und eventuell ein späteren Ausfall vorbeugen, die 120€ waren es mir wert.
Der nächste Tausch steht in 2 Jahren an.

In der ganzen Zeit hatte ich die Li niemals unter 50% entladen, beim föhnen bricht die Spannung kurz auf 12,90V ein.
Außer bei Schnee ist das System das ganze Jahr im Betrieb.

lisunenergy am 22 Okt 2018 17:01:49

Der Erfinder ist --> Link bos-Ag .
Habe ich vor vielen Jahren schon auf der Intersolar gesehen.

null550 am 22 Okt 2018 17:45:02

lisunenergy hat geschrieben:Der Erfinder ist --> Link bos-Ag .
Habe ich vor vielen Jahren schon auf der Intersolar gesehen.

Ja, und mittlerweile haben die Lipo-Teile auch das CE-Siegel und sind E24 zertifiziert, und damit für den Betrieb in KFZs zugelassen. Außerdem erhielt das Hybridsystem auf dem Caravansalon eine Auszeichnung für die Kategorie 'Beste Neuheit Zubehör'.
Aber das Haupteinsatzgebiet der Hybrid-Technologie liegt in der Versorgung der 'dritten Welt' mit kostengünstigen Systemen sowie elektrischen Inselanlagen für Verkehrstechnik und Telekommunikation, eben für Bereiche die keinen Zugang zum Stromnetz haben.

Inselmann am 22 Okt 2018 18:44:31

null550 hat geschrieben:Ja, und mittlerweile haben die Lipo-Teile auch das CE-Siegel und sind E24 zertifiziert, und damit für den Betrieb in KFZs zugelassen. Außerdem erhielt das Hybridsystem auf dem Caravansalon eine Auszeichnung für die Kategorie 'Beste Neuheit Zubehör'.


Weiss man was sowas denn kostet?

Nögel am 22 Okt 2018 19:18:29

lisunenergy hat geschrieben:Der Erfinder ist --> Link bos-Ag .
Habe ich vor vielen Jahren schon auf der Intersolar gesehen.


Hier geht es nicht um Patente, Uwe hat seine Anlage Anfang 2014 in Betrieb genommen, ich meine Juni 2014.

Wie auf der BOS Homepage zu lesen ist: "Die BOS Balance of Storage Systems AG ist ein High-Tech Start-Up welches im Juli 2014 gegründet wurde."

Hier geht es um die Umsetzung im Wohnmobil, mit der vorhandene Ladetechnik.

null550 am 22 Okt 2018 19:29:13

Nögel hat geschrieben:Wie auf der BOS Homepage zu lesen ist: "Die BOS Balance of Storage Systems AG ist ein High-Tech Start-Up welches im Juli 2014 gegründet wurde."

wir kommen jetzt stark OT:
Aber die B.O.S. AG hatte eine Vorläuferfirma, und der Vater des Ganzen, 'Prof. Adelmann', ist schon länger damit unterwegs. Ich hatte bei ihm 2005 an der Technischen Hochschule Ulm das Fach Solarelektronik belegt und schon damals hat er sich zu kombinierten Batteriesystemen ausgelassen. Wann es mit dem Hybrid Lipo - Blei begann weiß ich allerdings auch nicht.
Ich möchte aber die Verdienste der beiden Frühstarter Biauwe und Nögel keinesfalls schmälern: Sie waren vermutlich die ersten damit im Womo-Bereich.

lisunenergy am 22 Okt 2018 19:36:47

Hier geht es nicht um Patente, Uwe hat seine Anlage Anfang 2014 in Betrieb genommen, ich meine Juni 2014.




Ja hier im Forum ist Uwe der erste ,Der es so gebaut hat.
Das System habe ich 2013 auf der Intersolar gesehen.

Stocki333 am 22 Okt 2018 20:36:28

Hallo Acki
Danke für deinen, für mich hochinteressanten Test. Bei mir wird von der Servicebatterie gestartet. Es gibt keine Starterbatterie mehr. Batterie ist Winston 300 Ah ,System Sonnentau.
Umbau erfolgte Feb. - März 2016. Ich stand damals vor der Überlegung das System Autoelektrik gegen eine Sicherheitsabschaltung zu schützen. Es gab eigentlich nur2 Varianten: Hochleistungszellen ( A123 ) oder Blei. Schliesendlich viel die Entscheidung auf eine 33 Ah AGM Batterie die mit 2 Relais Parallegeschaltet wird. Damals gab es bereits 2 Anwender die Blei und LIFEPO4 Parallel betrieben, Biauwe und Nögel. Bei denen schien das ganze zu Funktionieren und dann gab es damals schon zarte Hinweise von Lars das bei Tiefen Temperaturen die Spg der LIFEYPO4 sehr tief geht. Darum die Entscheidung für eine Mischvariante.
Das System hat jetzt 48000 Km auf ohne das geringste Problem auf der Uhr. Heut früh haten wir Eis auf der Windschutzscheibe. ich konnte mir nicht verkneifen, bin zum Womo geggangen und nur von der AGM gestartet. Der Motor sprang ohne Probleme an. Scheinen sich zu mögen die 2.
Bei der Inbetriebnahme der Anlage 2016 habe ich das ganze ziemlich genau vermessen.
Bei Morgens +4 Grad Genehmigt sich der Starter 400 A. 50 Ampere davon kommen von der AGM.
Freue mich schon auf weiter infos wie es weitergeht bei dir
LG Franz

Acki am 23 Okt 2018 07:25:13

lisunenergy hat geschrieben:...
Ja hier im Forum ist Uwe der erste ,Der es so gebaut hat.
Das System habe ich 2013 auf der Intersolar gesehen.

Einigen wir uns für unser Forum doch einfach darauf:
Uwe (biauwe) ist der Vater des Hybrid-Akkus - und Lars (sonnentau3) unser Pabst des Lithiums ... :ja:

lisunenergy am 23 Okt 2018 10:59:32

Ja ja :D

null550 am 23 Okt 2018 16:29:21

Inselmann hat geschrieben:Weiss man was sowas denn kostet?

Ich habe mich heute erkundigt: Hymer hat einen Exklusivvertrag im Wohnmobilbereich; d.h. der Zulieferer darf den Wettbewerb nicht beliefern. Und Verkauf an Endverbraucher macht er nicht.
Bei Hymer kostet das Komplettpaket mit 6 Lipo-Modulen und Batteriecomputer eingebaut zur Zeit noch 2.999 Euro und ist nur als Sonderausstattung bestellbar.
Ich habe aber auch erfahren, dass zwischen meinen Prototypen und der Serienversion noch einige Verbesserungen eingeflossen sind.
Aber es gibt ja einige gute Beispiele für eigene Lösungen.

Tinduck am 23 Okt 2018 17:12:13

Klar ist ja wohl, dass das ganze von Hymer gnadenlos überteuert verkauft wird. Das kann man selber für 1/2 bis 2/3 der Kosten auf die Beine stellen, oder? Zumal das ja nur der Preis für die LiFePo-Zellen ist, der normale Akku ist ja wohl Serienausstattung.
Wenn man ganz genau sein will, kann man ja noch für beide Akkus je einen BlueBattery spendieren, sollte noch locker im Preis mit drin sein, und dann weiss man ganz genau, was abläuft.

bis denn,

Uwe

null550 am 23 Okt 2018 18:03:28

Tinduck hat geschrieben:Klar ist ja wohl, dass das ganze von Hymer gnadenlos überteuert verkauft wird. Das kann man selber für 1/2 bis 2/3 der Kosten auf die Beine stellen, oder? bis denn, Uwe

Ja, find ich auch teuer, aber da wird sich Hymer am Markt orientieren und dann auch mal den Preis reduzieren müssen.
Was ich nicht gut finde ist, dass es keine kleine Lösungen gibt; also wenn das schon modular aufgebaut ist, sollten auch einzelne Module angeboten werden. Es gibt ja auch, wie in meinem Fall Bedarf für weniger Zusatzkapazität.

Hier ist noch so ein Beispiel: Neues Mobil mit nur 1 Akku mit 80 Ah und kein PLatz für einen zweiten. Da würden aber 2 solcher 'Hymer-Module' noch reinpassen und schon hätte man die Kapazität mehr als verdoppelt. Mit der längeren Nutzungsdauer würde sich dann auch ein höherer Preis rechnen.

biauwe am 23 Okt 2018 19:12:58

null550 hat geschrieben:Hier ist noch so ein Beispiel: Neues Mobil mit nur 1 Akku mit 80 Ah und kein PLatz für einen zweiten. Da würden aber 2 solcher 'Hymer-Module' noch reinpassen und schon hätte man die Kapazität mehr als verdoppelt.


Was ist denn damit?
--> Link

Davon gibt es einige Angebote.

null550 am 23 Okt 2018 19:56:54

biauwe hat geschrieben:Was ist denn damit?
--> Link.


Für den konkrenten Fall ist der als Zusatzakku mit 125 mm schon zu dick, deshalb wären 2 Module besser, von denen übrigens jedes die Kapazität des dicken hat.
Hier mal anschaulicher:
So haben die 2 Module auch das Maß 125mm und passen nicht rein.

und so in Reihe würde es für diesen Fall passen.

biauwe am 23 Okt 2018 20:14:24

Ok, dann von A123 20ah prismatic lifepo4 battery. --> Link
Die kann man in jede Ritze quetschen :D

null550 am 23 Okt 2018 20:40:03

biauwe hat geschrieben:Ok, dann von A123 20ah prismatic lifepo4 battery. --> Link
Die kann man in jede Ritze quetschen :D

Na ja, das ist Bastelei. Da fehlt mindestens noch ein BMS, ein Gehäuse, und ...

biauwe am 23 Okt 2018 21:18:31

11.01.2015 hab ich einen 20 Ah LiFePO4 Akku A123 eingebaut.
BMS: --> Link für 15 €
und mit blauen Schrumpfschlauch eingepackt --> Link
Auch dieser läuft prima im Hybrid-System.

null550 am 23 Okt 2018 22:01:28

Schön, ich würde das auch zusammen bekommen, aber die Leute hier brauchen sichere plug n' play Lösungen.

Inselmann am 09 Nov 2018 18:02:56

obwohl ich eigentlich keine Lithium brauche wuerde, laesst mich der Gedanke nicht los ;D
Ich sehe das ganze fuer unsere Nutzung im "normal" Strombereich, also keine 100+ A ziehen und dann mit nem 90A Booster alles so schnell wie moeglich wieder aufladen.

Mal ganz vereinfacht:

- Man kann einfach einen Lithium Akku an eine bestehende Blei Batterie haengen ohne irgendwelche zusaetzliche Elektronik?

- Um das zu laden brauch man auch keine extra Ladegeraete?

- nur der Solarregler sollte keinen Temperaturausgleich durchfuehren?

Was waere wenn ich mir z.B. diesen Akku kaufe und einfach zu einer Bleibatterie anhaenge? --> Link

Wenn ich sehe was fuer eine "gute" 120Ah Gel oder solar aufgerufen wird, dann ist doch diese 60Ah Lithium Batterie auch nicht teurer?

Was mich wundert, wenn diese ganz ohne BMS auskommt (laut Website) warum stelle ich mir dann nicht einfach zwei dieser Batterien ins Wohnmobil und die Blei gleich ganz weg?

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