aqua
anhaengerkupplung

Der Hybrid-Akku - ein seriöser Test? 1, 2, 3, 4, 5 ... 9


Acki am 10 Okt 2018 14:10:58

Die Idee eines Hybrid Akkus hat mich fasziniert. Die Theorie dazu tönt überzeugend. Einige Kollegen - und offenbar auch Firmen - haben schon so was in praktischer Anwendung.
Bevor ich mich aber dazu durchringe im zukünftigen Mobil diese Technik zu realisieren, will ich zuerst einen praktischen Versuch durchführen ...

Meine Versuchsanordnung besteht aus einer neuen Bleibatterie mit einer Kapazität von 100 Ah.
Dazu ein 120 Ah LiFeYPo4 Akku.
Beide sind am Anschluss an den 1500 W Wandler parallel verbunden.
Der Lithium Akku hat einen BC angeschlossen und eine Zellüberwachung mittels CellLog.
Am Wandler ist eine ”Tischlampe” angeschlossen, die - eingerechnet Wirkungsgrad Wandler - 300 W verbraucht, also gut 23 A.



Beide Akkus wurden mit einem CTEK XS 7000 aufgeladen und dann verbunden.
Nun brennt die Lampe und beobachtet werden soll, wie der Strom aus den beiden Akkus fliesst, wie tief entladen wird und wie danach der Ladeverlauf sich gestaltet.

Ziel ist natürlich, den Bleiakku bis 50% zu entladen und dabei den Lithium Akku nicht zu schädigen.
Theoretisch hätte man ja dann die maximal zur Verfügung stehende Kapazität ausgenutzt.
Anhand des BC sehe ich, wie die Restkapazität des Lithium Akkus ist und ab wann Strom aus dem Bleiakku fliesst!

null550 am 10 Okt 2018 17:00:40

Acki hat geschrieben:Anhand des BC sehe ich, wie die Restkapazität des Lithium Akkus ist und ab wann Strom aus dem Bleiakku fliesst!

Auf die Ergebnisse bin ich gespannt.

Ist ein einfacher Aufbau und ich finde es toll, dass Du den Test machst. Mir ist aber noch nicht ganz klar, wie man dabei sieht, wieviel Ampere aus den einzelnen Akkus gezogen werden. Hast Du ein Blockschaltbild dazu?

Acki am 10 Okt 2018 17:23:25

Der BC ist in der Minusleitung des Lithium Akkus.
Am WR sind jeweils die Plus- und die Minusleitungen der beiden Akkus zusammengefasst.
Der WR mit den Lampen zieht 23.2 A Strom.
Sobald der BC eine Differenz zu den 23.2 A anzeigt, fliesse diese Differenz logischerweise aus dem Bleiakku.

Dies hat gerade vor 30‘ begonnen!
Weiteres folgt ...

Lancelot am 10 Okt 2018 17:41:36

Bin auch gespannt - setze Lesezeichen .. :)

biauwe am 10 Okt 2018 18:59:32

Hybrid-Akku-System
Kein Problem mit Li-Akkus die bei <0°C abschalten.
Kein UVP Schutz notwendig
und geht mal Li-Akku nicht mehr, dann kaufe ich mir einen billigen Bleiakku und ich kann weiter Urlaub machen :D

PS.: aber ich hab ja 4 Li-Akkus :)

Acki am 10 Okt 2018 19:47:58

Habe den ersten Test nach 6 h abgebrochen: ein Zellduo des Lithium Akkus ist tiefer gegangen, als die anderen, so dass ich kein Risiko eingehen wollte. Werde diese noch einmal initialisieren oder ersetzen um den Test ins Extreme führen zu können!

Zu den Resultaten von heute:

In den ersten 3 1/2 h sind kontinuierlich 23.2 A Strom aus dem Li Akku geflossen. Danach ist der Stromfluss dort langsam zurück gegangen, d.h. der Pb Akku hat zu liefern begonnen.
Zu diesem Zeitpunkt waren 80 Ah aus dem Li Akku entnommen!
Die Spannung unter Last betrug dabei 12.86 V.

Nach 5 h flossen immer noch 20.7 A aus dem Li Akku, Spannung 12.65 V, entnommen aus Li Akku 103 Ah

Nach 6 h flossen 7.9 A aus dem Li Akku, Spannung 12.3 V, der BC gab für den Li Akku noch einen Restinhalt von 4 Ah an.

Wir wissen ja aber in der Zwischenzeit, dass die Winstonzellen eine mindestens 15 % höhere Kapazität haben, als drauf steht. Es bestand insofern also kein Anlass zur Panik wegen dieser zu hohen Entnahme.
Zu dieser Zeit ging der Stromfluss auch sehr schnell zurück und halbierte sich innert einer Viertelstunde. Bei Abbruch wäre also wohl schon bald fast nur noch Strom aus dem Pb Akku geflossen (Beweis zu späterem Zeitpunkt).
Es sind in den 6 h insgesamt 140 Ah Strom entnommen worden!

Nach Abschaltung der Last ist dann Strom vom Pb in den Li geflossen, anfangs 8 A, nach 5 min noch 4.5 A und nach 15 min 2.3 A.

Dann habe ich das Ladegerät eingeschaltet und jetzt fliessen 7 A in den Li Akku. Das ist die Leistung des CTEK BLG.

Wenn geladen ist, werde ich die auffällige Zelle tauschen und die Tests weiterführen ...

lisunenergy am 10 Okt 2018 20:00:53

Bei der hohen Ruhespannung sollte der Lifepo4 den Bleiakku permanent laden. Der Bleiakku wird nicht nach Kennlinie geladen.

biauwe am 10 Okt 2018 20:10:44

Acki hat geschrieben:Spannung 12.3 V, der BC gab für den Li Akku noch einen Restinhalt von 4 Ah an.


Eine Spannung unter Last <12,3 V würde ich meine Li-Akkus nicht zumuten.
Auch der Bleiakku währe mir da zu schade.

>>>>PS.>: >Noch ein Vorteil für das Hybridsystem, kein Umbau Ladetechnik notwendig.

Acki am 10 Okt 2018 20:20:52

ät biauwe
Zu diesem Zeitpunkt waren ja 25 Ah aus dem Pb entnommen, also 25% seiner Kapazität. Wenn man sehr schonend mit einem Pb Akku umgehen will, dann wäre dies ja das Optimale. Manchmal wird man aber auch in eine Situation kommen, wo 35-50 % gefordert sind.
Dann wird halt auch der Li Akku etwas mehr gefordert und entsprechend ist - gegenüber Deiner Aussage von weiter oben - eine LVP Überwachung mMn zwingend!

Nögel am 10 Okt 2018 20:21:52

Hallo Acki,
mit Deinen Test bestätigst Du meinen meinen Test vom letzten Jahr, --> Link nur ich hatte die Akkus mit 90Watt belastet.
Das führ zu einen nicht so starken Spannungseinbruch.
So wurden der LYP bei 12,4 V schon 100% entnommen, war aber nicht leer.

Bei laden flossen 80% in den LYP, 20% in AGM Akku, dieses Verhältnis blieb so bis zur Vollladung.

Acki am 10 Okt 2018 20:35:55

Nögel hat geschrieben:... nur ich hatte die Akkus mit 90Watt belastet.
Das führ zu einen nicht so starken Spannungseinbruch.
So wurden der LYP bei 12,4 V schon 100% entnommen, war aber nicht leer.

Bei laden flossen 80% in den LYP, 20% in AGM Akku, dieses Verhältnis blieb so bis zur Vollladung.

Vielleicht will man auch noch einen Kaffe trinken, wenn nicht mehr so viel Saft im Akku ist - da wären dann halt für kurze Zeit 1250 Watt gefordert ... :gruebel:

Aktuell - ein Stunde nach Ladebeginn - fliessen 6.2 A in den Li, entsprechend also 0.8 A in den Pb Akku.
Passt also in etwa zu Deiner Beobachtung!

lisunenergy am 11 Okt 2018 07:59:44

Was passiert denn , wenn der Bleiakku extrem heiß wird wenn defekt ? Wie merkt man es, wenn der Lifepo4 weiter munter liefert ? Ich trau dem ganzen nicht ! Aber ich sehe es auch so, das man es mal testen kann.

biauwe am 11 Okt 2018 08:48:22

lisunenergy hat geschrieben:Was passiert denn , wenn der Bleiakku extrem heiß wird wenn defekt ? Wie merkt man es, .....


Das ist der gleich Fall, als wenn 2 Bleiakkus betrieben werden.
Wie merkt man das?

Gibt es da nicht schon vorher Anzeichen?
Oder was ist wenn man nur einen Li-Akku hat und der ist defekt?

Acki am 11 Okt 2018 08:56:36

lisunenergy hat geschrieben:Was passiert denn , wenn der Bleiakku extrem heiß wird wenn defekt ? Wie merkt man es, wenn der Lifepo4 weiter munter liefert ? Ich trau dem ganzen nicht ! Aber ich sehe es auch so, das man es mal testen kann.

Beim BMS des LiFeYPo4 hat es Temperaturfühler zur Überwachung.
Wie wäre es, wenn man einen davon auf den Pb Akku "abzweigt", bzw einen zusätzlichen anschliesst?
Nur so eine Idee ...

lisunenergy am 11 Okt 2018 14:01:24

Das wäre eine sehr gute Idee und lässt sich mit sehr kleinem Aufwand realisieren! In der Schweiz sagt man 6 setzen ;D

womopark
  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Kennt jemand diese Batterie
Video Privat-Experiment zu LiFeP04
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt