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Der Hybrid-Akku - ein seriöser Test? 1, 2, 3, 4


Acki am 10 Okt 2018 14:10:58

Die Idee eines Hybrid Akkus hat mich fasziniert. Die Theorie dazu tönt überzeugend. Einige Kollegen - und offenbar auch Firmen - haben schon so was in praktischer Anwendung.
Bevor ich mich aber dazu durchringe im zukünftigen Mobil diese Technik zu realisieren, will ich zuerst einen praktischen Versuch durchführen ...

Meine Versuchsanordnung besteht aus einer neuen Bleibatterie mit einer Kapazität von 100 Ah.
Dazu ein 120 Ah LiFeYPo4 Akku.
Beide sind am Anschluss an den 1500 W Wandler parallel verbunden.
Der Lithium Akku hat einen BC angeschlossen und eine Zellüberwachung mittels CellLog.
Am Wandler ist eine ”Tischlampe” angeschlossen, die - eingerechnet Wirkungsgrad Wandler - 300 W verbraucht, also gut 23 A.



Beide Akkus wurden mit einem CTEK XS 7000 aufgeladen und dann verbunden.
Nun brennt die Lampe und beobachtet werden soll, wie der Strom aus den beiden Akkus fliesst, wie tief entladen wird und wie danach der Ladeverlauf sich gestaltet.

Ziel ist natürlich, den Bleiakku bis 50% zu entladen und dabei den Lithium Akku nicht zu schädigen.
Theoretisch hätte man ja dann die maximal zur Verfügung stehende Kapazität ausgenutzt.
Anhand des BC sehe ich, wie die Restkapazität des Lithium Akkus ist und ab wann Strom aus dem Bleiakku fliesst!

null550 am 10 Okt 2018 17:00:40

Acki hat geschrieben:Anhand des BC sehe ich, wie die Restkapazität des Lithium Akkus ist und ab wann Strom aus dem Bleiakku fliesst!

Auf die Ergebnisse bin ich gespannt.

Ist ein einfacher Aufbau und ich finde es toll, dass Du den Test machst. Mir ist aber noch nicht ganz klar, wie man dabei sieht, wieviel Ampere aus den einzelnen Akkus gezogen werden. Hast Du ein Blockschaltbild dazu?

Acki am 10 Okt 2018 17:23:25

Der BC ist in der Minusleitung des Lithium Akkus.
Am WR sind jeweils die Plus- und die Minusleitungen der beiden Akkus zusammengefasst.
Der WR mit den Lampen zieht 23.2 A Strom.
Sobald der BC eine Differenz zu den 23.2 A anzeigt, fliesse diese Differenz logischerweise aus dem Bleiakku.

Dies hat gerade vor 30‘ begonnen!
Weiteres folgt ...

Lancelot am 10 Okt 2018 17:41:36

Bin auch gespannt - setze Lesezeichen .. :)

biauwe am 10 Okt 2018 18:59:32

Hybrid-Akku-System
Kein Problem mit Li-Akkus die bei <0°C abschalten.
Kein UVP Schutz notwendig
und geht mal Li-Akku nicht mehr, dann kaufe ich mir einen billigen Bleiakku und ich kann weiter Urlaub machen :D

PS.: aber ich hab ja 4 Li-Akkus :)

Acki am 10 Okt 2018 19:47:58

Habe den ersten Test nach 6 h abgebrochen: ein Zellduo des Lithium Akkus ist tiefer gegangen, als die anderen, so dass ich kein Risiko eingehen wollte. Werde diese noch einmal initialisieren oder ersetzen um den Test ins Extreme führen zu können!

Zu den Resultaten von heute:

In den ersten 3 1/2 h sind kontinuierlich 23.2 A Strom aus dem Li Akku geflossen. Danach ist der Stromfluss dort langsam zurück gegangen, d.h. der Pb Akku hat zu liefern begonnen.
Zu diesem Zeitpunkt waren 80 Ah aus dem Li Akku entnommen!
Die Spannung unter Last betrug dabei 12.86 V.

Nach 5 h flossen immer noch 20.7 A aus dem Li Akku, Spannung 12.65 V, entnommen aus Li Akku 103 Ah

Nach 6 h flossen 7.9 A aus dem Li Akku, Spannung 12.3 V, der BC gab für den Li Akku noch einen Restinhalt von 4 Ah an.

Wir wissen ja aber in der Zwischenzeit, dass die Winstonzellen eine mindestens 15 % höhere Kapazität haben, als drauf steht. Es bestand insofern also kein Anlass zur Panik wegen dieser zu hohen Entnahme.
Zu dieser Zeit ging der Stromfluss auch sehr schnell zurück und halbierte sich innert einer Viertelstunde. Bei Abbruch wäre also wohl schon bald fast nur noch Strom aus dem Pb Akku geflossen (Beweis zu späterem Zeitpunkt).
Es sind in den 6 h insgesamt 140 Ah Strom entnommen worden!

Nach Abschaltung der Last ist dann Strom vom Pb in den Li geflossen, anfangs 8 A, nach 5 min noch 4.5 A und nach 15 min 2.3 A.

Dann habe ich das Ladegerät eingeschaltet und jetzt fliessen 7 A in den Li Akku. Das ist die Leistung des CTEK BLG.

Wenn geladen ist, werde ich die auffällige Zelle tauschen und die Tests weiterführen ...

lisunenergy am 10 Okt 2018 20:00:53

Bei der hohen Ruhespannung sollte der Lifepo4 den Bleiakku permanent laden. Der Bleiakku wird nicht nach Kennlinie geladen.

biauwe am 10 Okt 2018 20:10:44

Acki hat geschrieben:Spannung 12.3 V, der BC gab für den Li Akku noch einen Restinhalt von 4 Ah an.


Eine Spannung unter Last <12,3 V würde ich meine Li-Akkus nicht zumuten.
Auch der Bleiakku währe mir da zu schade.

>>>>PS.>: >Noch ein Vorteil für das Hybridsystem, kein Umbau Ladetechnik notwendig.

Acki am 10 Okt 2018 20:20:52

ät biauwe
Zu diesem Zeitpunkt waren ja 25 Ah aus dem Pb entnommen, also 25% seiner Kapazität. Wenn man sehr schonend mit einem Pb Akku umgehen will, dann wäre dies ja das Optimale. Manchmal wird man aber auch in eine Situation kommen, wo 35-50 % gefordert sind.
Dann wird halt auch der Li Akku etwas mehr gefordert und entsprechend ist - gegenüber Deiner Aussage von weiter oben - eine LVP Überwachung mMn zwingend!

Nögel am 10 Okt 2018 20:21:52

Hallo Acki,
mit Deinen Test bestätigst Du meinen meinen Test vom letzten Jahr, --> Link nur ich hatte die Akkus mit 90Watt belastet.
Das führ zu einen nicht so starken Spannungseinbruch.
So wurden der LYP bei 12,4 V schon 100% entnommen, war aber nicht leer.

Bei laden flossen 80% in den LYP, 20% in AGM Akku, dieses Verhältnis blieb so bis zur Vollladung.

Acki am 10 Okt 2018 20:35:55

Nögel hat geschrieben:... nur ich hatte die Akkus mit 90Watt belastet.
Das führ zu einen nicht so starken Spannungseinbruch.
So wurden der LYP bei 12,4 V schon 100% entnommen, war aber nicht leer.

Bei laden flossen 80% in den LYP, 20% in AGM Akku, dieses Verhältnis blieb so bis zur Vollladung.

Vielleicht will man auch noch einen Kaffe trinken, wenn nicht mehr so viel Saft im Akku ist - da wären dann halt für kurze Zeit 1250 Watt gefordert ... :gruebel:

Aktuell - ein Stunde nach Ladebeginn - fliessen 6.2 A in den Li, entsprechend also 0.8 A in den Pb Akku.
Passt also in etwa zu Deiner Beobachtung!

lisunenergy am 11 Okt 2018 07:59:44

Was passiert denn , wenn der Bleiakku extrem heiß wird wenn defekt ? Wie merkt man es, wenn der Lifepo4 weiter munter liefert ? Ich trau dem ganzen nicht ! Aber ich sehe es auch so, das man es mal testen kann.

biauwe am 11 Okt 2018 08:48:22

lisunenergy hat geschrieben:Was passiert denn , wenn der Bleiakku extrem heiß wird wenn defekt ? Wie merkt man es, .....


Das ist der gleich Fall, als wenn 2 Bleiakkus betrieben werden.
Wie merkt man das?

Gibt es da nicht schon vorher Anzeichen?
Oder was ist wenn man nur einen Li-Akku hat und der ist defekt?

Acki am 11 Okt 2018 08:56:36

lisunenergy hat geschrieben:Was passiert denn , wenn der Bleiakku extrem heiß wird wenn defekt ? Wie merkt man es, wenn der Lifepo4 weiter munter liefert ? Ich trau dem ganzen nicht ! Aber ich sehe es auch so, das man es mal testen kann.

Beim BMS des LiFeYPo4 hat es Temperaturfühler zur Überwachung.
Wie wäre es, wenn man einen davon auf den Pb Akku "abzweigt", bzw einen zusätzlichen anschliesst?
Nur so eine Idee ...

lisunenergy am 11 Okt 2018 14:01:24

Das wäre eine sehr gute Idee und lässt sich mit sehr kleinem Aufwand realisieren! In der Schweiz sagt man 6 setzen ;D

andwein am 11 Okt 2018 14:22:03

Hallo "Acki"
auf jeden Fall ein guter Test, danke dafür. Er zeigt, dass Parallelschaltungen unterschiedlicher Batterien gehen solange die Ladeschlussspannungen eingehalten werden. Die Ladung der Bleibatterie wird halt etwas länger dauern, da ja die LiFePO4-Ladespannung nicht überschritten werden darf. Das ist aber nicht so ausschlaggebend, da die LiFePO4 ja zuerst den großen Strom liefert.
Interesant wäre, ob Hymer den gleichen, einfachen Weg der Parallelschaltung gegangen ist oder ob die da noch ein Stück Elektronik zur Ladeabstimmung dazwischen gesetzt haben.
Gruß Andreas

null550 am 11 Okt 2018 14:35:27

andwein hat geschrieben:Interesant wäre, ob Hymer den gleichen, einfachen Weg der Parallelschaltung gegangen ist oder ob die da noch ein Stück Elektronik zur Ladeabstimmung dazwischen gesetzt haben.Gruß Andreas

Meines Wissens nach, und so ist es auch bei meiner Hybrid-Anlage, gibt es keine Elektronik zwischen LiFePO4 und Blei. Die LiFePO4-Module haben eine integrierte Elektronik mit "cell balancing, overcurrent, overvoltage, short circuit, deep discharge und wrong polarity protection - features". Außerdem eine kleine Heizung und einen Temperatursensor, sowie Dioden, die den Ladezustand und Ladung bzw. Entladung anzeigen.

biauwe am 11 Okt 2018 15:58:34

andwein hat geschrieben:Interesant wäre, ob Hymer den gleichen, einfachen Weg der Parallelschaltung gegangen ist oder ob die da noch ein Stück Elektronik zur Ladeabstimmung dazwischen gesetzt haben.
Gruß Andreas


Ich hab Kupferkabel verwendet und einen Trennschalter.
So können bei nichtgebrauch und Frost die Li-Akkus vom Blei getrennt werden.

null550 am 11 Okt 2018 16:08:33

biauwe hat geschrieben:Ich hab Kupferkabel verwendet und einen Trennschalter.
So können bei nichtgebrauch und Frost die Li-Akkus vom Blei getrennt werden.

So ist es bei mir auch der Fall.

Acki am 11 Okt 2018 16:42:05

So wäre mein Ziel dann auch!
Auf den Li Akku kommt dann ein sonnentau BMS und das Superlast Relais kann dann gleichzeitig als Hauptschalter dienen, um den Li Akku abzutrennen.
Und dann eben noch einen Temperatursensor vom Pb Akku zum Li BMS ... :wink:

macagi am 11 Okt 2018 17:45:17

Informationsfrage:
Wieso braucht man so was überhaupt? Weil der Li Akku bei tiefen Temperaturen schneller schlapp macht?

Acki am 11 Okt 2018 17:56:17

macagi hat geschrieben:Informationsfrage:
Wieso braucht man so was überhaupt? Weil der Li Akku bei tiefen Temperaturen schneller schlapp macht?

Für jemanden mit einem nicht minusgradtauglichen Lithium Akku könne dies ein Grund sein!
ansonsten ...
Redundanz!
oder ...
Erweiterung eines bestehenden, funktionierenden Pb-Systems! (Dies ist MEIN Plan für das zukünftige Mobil)

biauwe am 11 Okt 2018 18:03:05

Acki hat geschrieben:Redundanz!
oder ...
Erweiterung eines bestehenden, funktionierenden Pb-Systems! (Dies ist MEIN Plan für das zukünftige Mobil)


Das ist auch mein Beweggrund.
Wintercamping verlangt immer mehr Sicherheit, als die Sommercamper.

Und das System soll einfach bleiben.
Li-Akku raus Blei rein oder umgekehrt.

null550 am 11 Okt 2018 18:04:00

macagi hat geschrieben:Informationsfrage:
Wieso braucht man so was überhaupt? Weil der Li Akku bei tiefen Temperaturen schneller schlapp macht?

Na ja, LiFePO4, also ohne Y, sollte man bei Minustemparaturen nicht laden. Man sollte sie auch nicht 100 % geladen lagern, z.B. bei längerer Stilllegung.

Acki am 12 Okt 2018 15:17:28

Acki hat geschrieben:...
Wenn geladen ist, werde ich die auffällige Zelle tauschen und die Tests weiterführen ...

Das war gestern Abend der Fall!

Danach habe ich das Hybridsystem während 5 h mit den 300 W belastet und dabei 115 Ah entnommen, davon 103 Ah aus dem Li Akku.
Nach 10 min Ruhephase hatten beide Akkus eine Ruhespannung von 12.92 V und es floss kein im BC sichtbarer Strom zwischen den Akkus und ich ging beruhigt schlafen.

Heute Mittag war die Ruhespannung bei 12.97 V und der Li Akku zeigte weiter die Restkapazität von 17 Ah an.

Das System wurde für eine weitere 3/4 h in Betrieb genommen und dann bei Li Restkapazität von 7 Ah und einer Spannung von 12.70 V habe ich die Espresso Maschine angeworfen und 2 Kaffee entnommen. Dabei ging die Spannung bei 90 A Belastung kurz auf 12.20 V runter. Von den 90 A flossen übrigens 2/3 noch aus dem Li Akku.

Danach nun noch einmal die Lampe mit dem 23 A Verbrauch für eine knappe Stunde angeschlossen bis der BC 1 Ah Rest im Li Akku anzeigte, eine Spannung von 12.12 V bestand und insgesamt 160 Ah aus dem System entnommen waren.

Selbstverständlich liess ich es mir nicht nehmen, jetzt noch einmal einen Espresso aus dem System zu holen! :wink:

biauwe am 12 Okt 2018 15:54:25

Acki hat geschrieben:Nach 10 min Ruhephase hatten beide Akkus eine Ruhespannung von 12.92 V und es floss kein im BC sichtbarer Strom zwischen den Akkus und ich ging beruhigt schlafen.

Von den 90 A flossen übrigens 2/3 noch aus dem Li Akku.



Acki,

danke für deinen Test.
Das bestätigt meine Vermutung, dass der Strom nur selten aus dem Bleiakku fließt.
Bei mir soll er auch nur zur Not entnommen werden.

null550 am 12 Okt 2018 15:54:59

Acki hat geschrieben:Selbstverständlich liess ich es mir nicht nehmen, jetzt noch einmal einen Espresso aus dem System zu holen! :wink:

dann müsste doch der Blei-Akku total in die Knie gegangen sein, oder?

Acki am 12 Okt 2018 16:15:42

null550 hat geschrieben:dann müsste doch der Blei-Akku total in die Knie gegangen sein, oder?

Nein, ist er nicht!
Die beiden stützen sich halt gegenseitig.
Und gerade bei hoher Belastung spielt der LiFeYPo4 seine Stärke aus - selbst wenn er fast leer ist.

Nach einer Stunde fliesst nun immer noch etwas vom Pb zurück in den Li. Aktuell knapp 1 A. Der BC des Li zeigt an, dass wieder 3 Ah ergänzt sind. Die Ruhespannung liegt bei 12.50 V.

Fazit:
Es scheint also zu funktionieren, dass man bei einem Hybridsystem die maximale Kapazität des Li Akkus und 50 % des Pb Akkus entnehmen kann (sollte es einmal notwendig sein).
Das System liefert bis zum Schluss die notwendige Spannung und Stromstärke, die gewünscht und bei Kaffee Konsumenten auch sehr hoch gefordert ist.

Nach eine Überlegung zu den Pb Systemen:
ich habe jetzt eine Nassbatterie verwendet. Diese hat ja von allen Pb Akkutypen die niedrigste - d.h. von der Lithium am weitest entfernte - Spannung.
AGM ist höher und Gel noch einmal etwas höher.
Ist es möglich, dass es ein günstigeres Hybridsystem Entsteht, wenn man AGM (oder noch besser Gel) verwendet, weil dann der Pb Akku schon bei einer höheren Spannung mit belastet wird und bei gleicher Kapazitätsentnahme der Li Akku weniger liefern muss und weniger spät in einen tieferen Spannungsbereich kommt?!


Inselmann am 12 Okt 2018 16:59:16

Klasse Test und vielen Dank das du dir die Zeit nimmst es hier zu posten. Ich warte nur drauf das Lithium etwas preiswerter wird (und dass meine Nassbatterien nicht schlapp machen vorher) und wuerde so ein Hybridsystem ins Auge fassen obwohl wir nicht stromhungrig sind in unserem Verhalten. Ist aber eine schoene Sache eine "sichere" Stromquelle zu haben und obendrein noch etwas Gewicht einzusparen.

Ich habe bei weitem nicht die Erfahrungen die ihr alle schon mit Lithium gesammelt habt, kratze mich aber am Kopf ob die Kompination Lithium / Gel wirklich besser ist. Ist die Gel Batterie nicht die Sorte was am langsamsten geladen/entladen will/soll?

Waere AGM - Lithium nicht besser?

Oder noch besser, meine Batterien halten noch ne Weile und Lithium wird preislich besser und ich kaufe gar keine Pb mehr! Ich wuerde Lithium nur wegen des Gewichtsvorteils haben wollen, strommaessig wuerde es mir keine grossen Vorteile bringen. Ausser das die Wasserpumpe und das Heizgeblaese immer gleich laufen weil die Spannung nicht viel abfaellt.

deacheapa am 12 Okt 2018 17:08:53

Danke für Deinen Test Acki,

ich werde von meinem Paket wenn die 2 offenen 100er Naß nächstes Jahr unter 60% haben,
diese durch einen 100er fertig LiFePO4 ersetzen, der dann mit den 5 100er AGMs seinen Dienst verrichten kann.
Der macht dann genau was er soll, den normalen Verbrauch hauptsächlich spannungsstabil zu liefern,
und danach noch die Spannung bei Hochlast zu stützen.
Ich glaube der 0,1V Spannungsunterschied zwischen Naß und AGM Gel wird zu keinen wesentlichen Unterschieden in der Hybrid Nutzung führen.

Ich finde die Rückladung von Pb zu Li sogar gut, weil der Ladeverlust in der Richtung Dank Li sehr gering ist,
stellt in den Situationen sogar für mich und meiner Nutzung einen Vorteil dar.


Gruß

lisunenergy am 13 Okt 2018 06:32:25

Den Test hatte ich ja schon mit Uwe Biauwe gemacht. Dazu hatte ich ja den BMV 700 zum Testen zugeschickt.
Der LiFePo4 übernimmt sozusagen die meiste Arbeit und nur wenn dieser leer ist, puffert der Bleiakku mit kleinem Strom. Da die Spannung ab 9 Grad extrem nach unten geht, wäre mal ein Test mit 1 Grad Plus interessant!
Eine andere Frage wäre noch wie sich der Bleiakku in der Schwebeladung verhält, da ja der Li Akku bis 14,2 -14,4Volt geladen wird und nach 0,5 Stunden auf 13,6 Volt anfällt.
Wenn Du mal diesen praktischen Test durchführen könntest wäre ich Dir sehr dankbar, weil aktuell mein Arbeitstag 14 Stunden plus hat.

andwein am 13 Okt 2018 17:10:55

Inselmann hat geschrieben:....Waere AGM - Lithium nicht besser?

Hymer verwendet in seiner "smart batterie" die Kombination Lithium und AGM (aber welche AGM1 oder AGM2?). Die Einstellung der gemeinsamen Ladeschlussspannung muß sich halt an der geringsten orientieren (Lithium 14,4V, Gel 14,3V, AGM1 14,4V AGM2 14,7V)
Gruß Andreas

Acki am 13 Okt 2018 18:49:34

lisunenergy hat geschrieben:...
Eine andere Frage wäre noch wie sich der Bleiakku in der Schwebeladung verhält, da ja der Li Akku bis 14,2 -14,4Volt geladen wird und nach 0,5 Stunden auf 13,6 Volt anfällt.
Wenn Du mal diesen praktischen Test durchführen könntest wäre ich Dir sehr dankbar, weil aktuell mein Arbeitstag 14 Stunden plus hat.

Schwebeladung? Was meinst Du damit?
Die gibt es bei normalen BLG nicht!
Oder meinst Du Erhaltungsladung?

Mein CTEK ist seit 12 h auf Erhaltungsladung. Beide Akkus zeigen 13.55 V. Es fliessen laut BC akuell - 0.1 A aus dem Li Akku ... :gruebel:

lisunenergy am 13 Okt 2018 21:33:49

Fload Erhaltungsladung natürlich. T9

biauwe am 13 Okt 2018 22:21:06

Schwebeladung Um die Selbstendladung eines Akkumulators auszugleichen, fliesst dauernd ein Ladestrom von ca. 1 mA pro Ah Batteriekapazität. Die Schwebeladung kommt vorwiegend bei Notstromanlagen zur Anwendung.

Acki am 14 Okt 2018 08:44:33

biauwe hat geschrieben:Schwebeladung Um die Selbstendladung eines Akkumulators auszugleichen, fliesst dauernd ein Ladestrom von ca. 1 mA pro Ah Batteriekapazität. Die Schwebeladung kommt vorwiegend bei Notstromanlagen zur Anwendung.

Wikipedia?! :wink:

lisunenergy hat geschrieben:Fload Erhaltungsladung natürlich. T9

Mit meiner aktuellen Versuchsanordnung kann ich leider nur Spannung der Akkus, Einzelspannung der Zellen im Li Akku und Kapazität, sowie Stromfluss in und aus dem Li Akku dokumentieren.
Anhand einer einfachen Subtraktionsrechnung noch den Stromfluss aus dem Pb Akku beim Verbrauch und so schlussendlich die Restkapäzität des Pb Akkus ... :nixweiss:

Was wäre von Dir gefordert?

biauwe am 14 Okt 2018 08:54:20

Kein Womonutzer wird wohl die Ladevorgaben zu 100% einhalten können.
Ständig wird mal geladen und gleichzeitig wieder entladen.
Wie soll da exakt geladen werden?
Ist das für Akkus überhaupt notwendig?

Inselmann am 14 Okt 2018 11:06:34

biauwe hat geschrieben:Kein Womonutzer wird wohl die Ladevorgaben zu 100% einhalten können.
Ständig wird mal geladen und gleichzeitig wieder entladen.
Wie soll da exakt geladen werden?
Ist das für Akkus überhaupt notwendig?


Ich habe das mal in einem anderen Faden gepostet und es blieb komplett unkommentiert. Die ganzen Ladekurven, Float, Bulk usw ist doch sowieso alles fuer die Katz im taeglichen Wohnmobilverhalten. Ich fahr los wann ich will, keine Lust vorher nachzuschauen ob auch die Bulkphase fertig ist :lol: Und dann ballert die LiMa voellich ungeregelt rein was rein geht.

Es wird sich aber bis ins kleinste gekabbelt wie man die Batterien (egal welche) zu laden und entladen hat und jeder der das nicht so macht hat keine Ahnung :lol:
Aber am Ende muss man einfach akzeptieren, manchmal macht mans richtig und manchmal nicht. Und dann halten die Batterien auch nicht so lange wie gewuenscht (oder versprochen).

Sicher soll man versuchen nicht grade die Totsuenden jeden Tag auszufuehren (tiefentladung ohne gleich aufladen etc), aber in der Realitaet kommts wie's kommt.

macagi am 14 Okt 2018 11:13:53

Vielen Dank, Akki. Ich werde das mal weiter verfolgen.

Der Benefit mit den Ladezyklen die hauptsächlich der Li Akku abfängt dürfte real sein. Ich kann dann eben, wenn ich schon einen Bleiakku habe, einen LiFe Akku dazubauen. Die Frage ist was passiert wenn ich einen Pulser dran habe (ich habe so was). Der müsste dann wohl weg. Altert dann der Bleiakku schneller?

Ich weiss nicht wie oft die Niedrigtemperatursituation in der Praxis auftritt. Bei mir wohl eher gar nicht, da die Akkus immer warm sind wenn ich unterwegs bin. Zuhause im unbewohnten Womo werden die Akkus kalt, aber dort hängt es auch am Strom, sodass selbst wenn Leistung bei ersten Hochheizen gefordert wird diese aus dem Ladegerät kommt.
Unterwegs is es entweder warm, oder es wird geheizt, und zwar so dass das Ventil im Warmwasserboiler nicht aufgeht. Das dürfte auch für die LiFe Batterien reichen.

Ein mögliches Problem könnte auch entstehen, wenn die Akkus längere Zeit ohne Ladung stehen, speziell wenn es warm ist. Der Bleiakku wird sich dann deutlich schneller entladen als der LiFe Akku.

Habe mir das bei Hymer mal angesehen. 3000€ für die kleinste Anlage (135Ah), autsch!

Meine Meinung:
Ich denke mal, diese Sache dient mehr dazu, für Hymer die LiFe Akkus maximal zu monetisieren. Wer es sich leisten kann sollte den Bleiakku weglassen.
LiFe Akku sollten irgendwann im Preis runterkommen, da viele jetzt in Häusern zusammen mit Photovoltaikanlagen als Pufferakku verbaut werden.

Acki am 14 Okt 2018 12:31:23

macagi hat geschrieben:...
Ein mögliches Problem könnte auch entstehen, wenn die Akkus längere Zeit ohne Ladung stehen, speziell wenn es warm ist. Der Bleiakku wird sich dann deutlich schneller entladen als der LiFe Akku.

Kann er doch nicht: der Li Akku ist ja in der Ruhephase höher in der Spannung als der Pb Akku, d.h. Es fliesst immer Strom in den Pb Akku und dieser wird durch den Li Akku geladen - ausser man trennt sie ...
Der Pb Akku wird immer ”voll” sein, so lange der Li Akku noch nicht sehr geleert ist!

lisunenergy am 14 Okt 2018 14:53:54

Ich meinte den Versuchsaufbau mit kalten Akkus zu wiederholen. Bei Li Akkus bricht ja bei Kälte die Spannung stark ein, obwohl ja noch 80 % Kapazität vorhanden sind.
Bleiakkus brauchen ordentliche Ladegeräte. Was passiert wenn es nicht so ist, sieht man ja im BK Fred.

macagi am 14 Okt 2018 14:59:45

Acki hat geschrieben:Der Pb Akku wird immer ”voll” sein, so lange der Li Akku noch nicht sehr geleert ist!


Ok, ich hatte das falsch herum geschrieben. Die Entladung des Pb Akkus leert den Li Akku. Gut, der verträgt ja mehr Zyklen, aber einer seiner Vorteile - die geringe Selbstentladung - wird dadurch negiert.

Vielleicht kann man irgendwelche clevere Dioden zwischen die Akkus einbauen, sodass so was nicht passiert wenn der Hauptschalter aus ist.
Sobald man aber dann einen Verbraucher einschaltet sind die dann wieder zusammen.....es sei denn da sind auch Dioden drin. ZB auf der LiFe Seite. Dann würde die Forwardspannung sogar helfen, das Spannungsniveau anzugleichen.

Inselmann am 14 Okt 2018 17:15:57

lisunenergy hat geschrieben:Bleiakkus brauchen ordentliche Ladegeräte. Was passiert wenn es nicht so ist, sieht man ja im BK Fred.


Verstehe ich jetzt nicht ganz. Die BK braucht ordentliche Ladegeräte. Alle anderen Bleitypen nicht. Oer wie hast du das gemeint?

biauwe am 14 Okt 2018 18:35:42

macagi hat geschrieben:Vielleicht kann man irgendwelche clevere Dioden zwischen die Akkus einbauen, sodass so was nicht passiert wenn der Hauptschalter aus ist.


Ein einfacher Masseschalter tut es auch ;-)

Acki am 14 Okt 2018 19:57:38

lisunenergy hat geschrieben:Ich meinte den Versuchsaufbau mit kalten Akkus zu wiederholen. Bei Li Akkus bricht ja bei Kälte die Spannung stark ein, obwohl ja noch 80 % Kapazität vorhanden sind.
...

Schwierig bei diesen Wetterverhältnissen ... :wink:
Aber ich werde es auf die to do list eintragen für den Fall, dass es je wieder mal Winter wird!

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