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Reisebericht Französische Alpen, Provence und Cote d Azur 1, 2


lucy05 am 14 Okt 2018 15:37:44

Samstag 01.09.2018

Der Tag wird sogar noch entspannter als erwartet… Am Morgen ein schöner Spaziergang am Seeufer entlang, herrlich wie wenig hier los ist!










Vormittags fahren wir 20km weiter Richtung Süden, um das alte Städtchen Aups zu besuchen. Hier findet nur leider ein Volksfest statt, also nicht wirklich „leider“, aber jede noch so kleine Lücke ist zugeparkt, wir kurven herum, aber mit dem großen WoMo ist da nichts zu wollen… 10km weiter liegt Tourtour „Ein Dorf im Himmel“. Die Parkmöglichkeiten sind gut, das kleine Örtchen wunderschön und es ist kaum etwas los. Sind wohl alle nach Aups gefahren… Wir durchstreifen die engen Gassen und können uns kaum sattsehen.


















Regen ist an sich nicht angekündigt, also fahren wir frohen Mutes weiter nach Saint-Cezaire-sur-Siagne, von wo aus wir eine kleine Schluchtenwanderung machen möchten. Kaum angekommen, fängt es an zu regnen und hört den Rest des Tages nicht mehr auf. An sich nicht so schlimm, der Stellplatz ist in Ordnung, wir lesen und ruhen im Wohnmobil und verschieben die Wanderung auf morgen Früh.


Sonntag 02.09.2018

Der Tag beginnt wolkenlos, gegen 7Uhr stehen wir abmarschbereit vor dem Wohnmobil. Das Örtchen Cezaire ist überraschend hübsch, ein Weilchen irren wir hindurch, bis wir den Wanderwegweiser hinab in die Schlucht in einer Seitenstraße hinter der Kirche entdecken.

Irgendwo muss der Wanderung doch sein...




Ah, hier geht es los!




Bis in die Schlucht dringt die Sonne (noch) nicht, es ist frisch und riecht sehr würzig nach „Süden“. Rund 45 Minuten windet sich der Weg langsam hinab, dann stößt man auf das Flüsschen und die Pont des Tuves, eine alten Bogenbrücke. Nur wo ist der Weg zur Brücke?



Da ist ein kleiner Wasserfall, ein paar Kaskaden, sehr nett anzusehen, aber da müssen wir doch nicht wirklich durch?? Im Reiseführer steht, im Hochsommer herrscht hier reger Badebetrieb und nun gut, wir tun mal so, als könnten wir die Abkühlung gut gebrauchen… Sehr hübsch ist die Stelle wirklich!






Auf der anderen Uferseite windet sich der Weg oberhalb der Siagne entlang durch dichten Bewuchs, immer mal wieder zeigen sich schöne Badestellen und überraschend viele Häuserruinen, schon lange verfallen und von der Natur zurück erobert. Was haben die Menschen früher hier gemacht, wovon haben sie gelebt? Außer sehr viel Natur, bewaldete, steil abfallende Hänge und eben das Flüsschen ist hier nichts.
Schließlich erreichen wir eine weitere Brücke, über die wir erneut die Seite wechseln und zurück hinauf nach Cezaire laufen.



Knapp 3 Stunden waren wir unterwegs, frühstücken hungrig und brechen dann auf Richtung Cote d’Azur.

Die östliche Cote d’Azur ist mit dem Wohnmobil nicht zu besuchen. Die interessanteren Küstenstädte verbannen WoMos rigoros, selbst wenn es nur um einen kleinen Stadtbummel geht, und Campingplätze am Meer sind absolute Mangelware. Das wissen wir, aber wofür haben wir ein Motorrad?! Wir möchten 2 Nächte im Hinterland bleiben und zu zweit mit dem Motorrad Antibes, Nizza, Monaco und Co mit dem Motorrad erkunden. Das dürfte doch ungefähr überall einen Parkplatz finden. Ausgeguckt haben wir uns einen ACSI-Camping bei Vence, da Hunde dort umsonst sind (der also alles in allem 17€ die Nacht + Kurtaxe kostet) und der wunderbar zentral zwischen Cannes und Nizza liegt. Der Campingplatz ist sogar noch schöner als erhofft, sehr große schattige Parzellen, kaum Gäste, fast keine Mobile Homes und fast keine Dauercamper, dafür ein Pool und ein kleines Restaurant.

auch hier sieht es schon recht herbstlich aus...




Direkt gegenüber der Zufahrt führt außerdem ein Trampelpfad zu einem Wanderweg durch einen wunderschönen Eichen-Mischwald. Wir folgen ihm an diesem Mittag mit den Hunden nicht lange, denn Frank und ich wollen ja noch etwas die Küste erkunden.

Wir haben nicht genug Zeit, alles mitzunehmen, was die Cote d’Azur so hergibt, wir müssen uns auf ein paar wenige Ziele beschränken. Frank möchte unbedingt den riesigen Yachthafen von Antibes sehen, also ist dies unser erstes Ziel. Und ja, das Motorrad parkt sich quasi von selbst. Schon erstaunlich, ohne WoMo und ohne Hunde fühlt es sich so an, als sei man von der Holzklasse zum Touristen 1. Klasse aufgestiegen… Plötzlich ist man überall willkommen und niemand skeptisch…



Der Yachthafen ist wirklich gigantisch groß, Yachten jeglicher Größe liegen hier (die ganz großen, die eher an kleine Luxus-Kreuzfahrtschiffe erinnern, allerdings abgeschirmt). Wir bestaunen eine Weile die Boote (Frank hätte ja selbst gerne irgendwann mal eine kleine Segel-Yacht), den sehr, sehr vollen Sandstrand und schwenken dann ab in die Innenstadt.

gruselig :|



Promenade



Antibes ist voll und eher städtisch, aber die Nebengassen sind ruhig und recht mediterran-hübsch. Wenn man die Angebote so einiger Restaurants und Immobilienmakler überfliegt, weiß man aber, mit welchen Geldbeuteln man sich diesen Küstenstreifen teilt.






Als nächstes Ziel haben wir uns das alte kleine Örtchen Biot etwas im Hinterland ausgeguckt, das sehr viel schöner und lohnender ist, als der Bummel durch die Altstadt von Antibes.









Morgen möchten wir mit dem Motorrad der Küste Richtung Osten folgen.


Montag 03.09.2018

Der Tag beginnt mit einem ruhigen Hundespaziergang durch den angrenzenden Wald, immer dem ausgeschilderten Naturlehrpfad folgend. Anschließend müssen die Hunde wieder im Wohnmobil auf uns warten, wir möchten gerne bis Monaco die Küste mit dem Motorrad erkunden, was aber nicht ganz gelingt…

Nizza ist eine Großstadt und eigentlich wollten wir nur einen kurzen Blick auf die Promenade des Anglais am viele Kilometer langen Strand werfen. Der erste Eindruck ist zwiespältig: der „Strand“ besteht aus einer Art Schotter, keinerlei Sand, aber die Hotels entlang des Strandes sind teils sehr sehenswert einer anderen Zeit entsprungen. Ich sitze ja hinten auf dem Motorrad und kann mich so dem Bestaunen der Umgebung widmen, schnell kommt man auf der Küstenstraße eh nicht vorwärts. Wir parken direkt an der Altstadt (das ist echt toll mit einem Motorrad, es gibt immer einen Parkplatz), hier ist ein großer Flohmarkt aufgebaut.



Wir bummeln ein Weilchen hindurch und biegen dann in Nebenstraßen ab. Sehr eng, sehr bunt, sehr sehenswert! Auch den Aussichtshügel erklimmen wir noch, im Gegensatz zu Antibes reißt uns Nizza wirklich mit.






Aber das Schloss hat gehalten 8)










Der abschließende Spaziergang entlang der Strandpromenade darf natürlich auch nicht fehlen und nun ist die Zeit schon recht weit fortgeschritten. Die Hunde können wir nicht ewig alleine lassen, also nur ein weiteres Ziel noch. Recht nahebei etwas im Hinterland ist Eze, ein mittelalterliches winziges Örtchen, klingt gut! Die Anfahrt mit tollen Ausblicken über die Küste ist klasse! Einen Parkplatz an der Altstadt finden wir eh (wenn man sonst mit einem großen WoMo unterwegs ist, bringt das irgendwie immer wieder aufs Neue ein Kreisgrinsen ins Gesicht) und das Mini-Städtchen ist an sich sehenswert. Also wenn man die sehr engen fahrzeugfreien Gassen und uralten Häuser als Maßstab nimmt. Aber es geht unter in Touristenmassen und besteht nur aus Restaurants, Ateliers und Souvenirläden. Die Spitze des Bergörtchens, wo früher wohl die Festung stand, ist heute ein botanischer Garten. Und wo wir schon mal hier sind… Das Beste am Garten sind sicher die phantastischen Ausblicke, aber auch Liebhaber von Kakteen kommen auf ihre Kosten und zu teuer ist er auch nicht.










der botanische Garten





Schon irre, was die Natur so hervor bringt




Gegen 15Uhr sind wir wieder am Wohnmobil, schnell eine Runde mit den Hunden laufen. Ich folge diesmal dem Trampelpfad unterhalb der Straße und stoße auf einen Wegweiser nach St. Paul de Vence, dem absolut touristischsten Städtchen hier, glaubt man den Reiseführern, die teils von einem Besuch komplett abraten. In St. Paul soll man endgültig die Stadt vor Touris nicht mehr sehen. Wir haben ja überlegt, vielleicht früh am Morgen? So viele Touristen können ja irgendwie auch nicht irren?! Ich folge den Wegweisern ein Stück, bis mir endlich einer eine Entfernungsangabe liefert. Ich brauche Argumente, um Morgenmuffel Frank zu überzeugen, das morgen Früh mit mir zu laufen… Alles in allem sollte es rund eine Stunde dauern, St. Paul zu erreichen, laufen wir um 7 Uhr los, sollten wir prima vor allen Touristenmassen dort sein und die Hunde hatten einen ausgiebigen Spaziergang. Wir sind gespannt...

fr-camper am 14 Okt 2018 18:42:20

Hallo Lucy, :razz:
danke für den Bericht den ich mit Freude gelesen habe und schon auf die Fortsetzung gespannt bin! Das weckt Erinnerungen die allerdings schon etliche Jahre her sind. Die Verdonschlucht (ca. 16 Km) zu laufen ist schon eine "kleine" Herausforderung, vor allem mit euren Hunden. Ich glaube Ihr habt richtig entschieden. Was die Cote mit Womo anbelangt, das ist uns schon vor fast 30 Jahren so ergangen. Wie Du schon geschrieben hast, man ist und fühlt sich als Tourist II. Klasse!! :twisted:
Aber trotzdem, eine schöne Region in F.
LG Peter

lucy05 am 14 Okt 2018 19:12:44

Wir haben es ja vielfach im Vorfeld gelesen, dass die östliche Cote d'Azur einfach gar nicht geht mit WoMo. Und man will sich ja auch nicht ärgern im Urlaub. Und es war wirklich so: überall, an jeder noch so unwahrscheinlichen Parkmöglichkeit, prangte ein absolutes Verbotsschild. Oft gekoppelt an Länge oder Höhe. Aber so, dass wirklich jedes WoMo rigoros draußen bleiben muss, auch wenn man nur mal kurz ein Eis an der Promenade essen will, keine Chance. Und mit 4 Hunden, auch wenn sie nett und gut erzogen sind, das ist dann eher so das I-Tüpfelchen ;D

So machen wir uns immer vorher schlau soweit es geht, und bleiben dort, wo wir willkommen sind. Das absolute Hundeverbot in den Nationalparks hat mich aber z.B. überrascht. Wobei ich da auch nicht mit 4 angeleinten Hunden durchspaziert wäre, muss ich ehrlich sagen. Jetzt mal abgesehen davon, dass die tatsächlich nicht jagen, da hat einfach niemand was von, wenn 5 Lebewesen (ich + 4 Hunde) mit unterschiedlichem Grundtempo gezwungen sind, da im Gleichschritt lang zu laufen. Ich hätte vermutlich 2 Hunde rausgepickt, mit denen es gut gepasst hätte... Aber nun ja, an die Verbote halte ich mich dann auch und Naturschutz ist ja auch wichtig.

Die Verdon-Schlucht hat mich total gereizt! Ich wandere ja wirklich gerne. Aber Grisu hätte es wohl keinesfalls gekonnt, auch Faye als Jungspund hat eh schon richtig viel geleistet... So ein fitter kleiner Hund, den man zur Not auch heben kann, ja. Aber den Rest dann sonstwie lang im WoMo warten lassen :roll: .

Ich lebe wahnsinnig gerne mit mehreren Hunden zusammen und ich fahre wahnsinnig gerne mit einem komfortabelen Wohnmobil in Urlaub. Aber Kompromisse machen muss man dann, ist einfach so

Reisebericht wird morgen fortgesetzt, die Provence und die französischen Alpen sind größtenteils wirklich eine tolle Gegend, um mit Hunden und WoMo Urlaub zu machen :)

mk9 am 14 Okt 2018 19:39:58

Respekt, sehr schöner Reisebericht. :daumen2:

Gruß vom schönen linken Niedserrhein
Manfred :francais:

lucy05 am 15 Okt 2018 18:13:24

Der vorletzte Teil, Urlaub ist immer viel zu schnell um :(

Dienstag 04.09.2018

Wir setzen den Plan in die Tat um und folgen am frühen Morgen dem Wanderweg nach St. Paul de Vence, was tatsächlich etwa eine Stunde dauert. Die meiste Zeit geht es durch Wald, schließlich zwischen Mauern und Gärten entlang




St Paul kommt in Sicht, sieht schon vielversprechend aus




Wir haben kaum halb 9, von Touristenmassen ist mal so gar nichts zu spüren. Aber man kann es sich vorstellen, massig Galerien, viele Andenkenläden, etwas Mode… So richtig passen tut dies nicht in das wirklich schöne mittelalterliche Städtchen. Wir spazieren durch die engen Gassen und über die Stadtmauer und genießen die Blicke übers Land bis zum Meer.








Am späten Vormittag brechen wir auf Richtung Hochgebirge. Für die Provence müsste man auch noch mal etwas mehr Zeit einplanen, aber da die Kilometer sich durch die Berge dermaßen ziehen, möchten wir heute schon ein Stück des Weges schaffen. Lange folgen wir dem Verlauf der Gorge de la Vesubie durch sehenswerte Landschaft, dann windet sich die Straße die restlichen Kilometer zum Col de la Bonette hinauf. Dies ist sehr sicher der höchste Punkt, den unser WoMo je erreichen wird! Gute 2800m hoch sind wir, nur Geröll gedeiht hier oben noch, aber die Blicke ins Umland sind phantastisch! Auch für größere WoMos ist der Pass gut zu befahren, zumal ihn außer ein paar Touris (größtenteils auf Motorrädern) eh niemand zu fahren scheint.




Wenige Kilometer unterhalb ist der Lac de Eissaupres, den wir als möglichen Übernachtungsplatz in Betracht gezogen haben. Aber zum einen ist es hier sehr karg und kalt...



Wir drehen eine kleine Runde und steuern dann unsere Alternative an, den Col de Vars, rund 37km entfernt.
Die Strecke ist weiter problemlos zu befahren und der Parkplatz hier oben auf dem Pass richtig schön. Ein Rundgang mit den Hunden offenbart eine Auswahl an Wanderwegen, aber die werden wir erst morgen Früh vertiefen. Für heute ist Feierabend, Sonne und Ausblicke genießen.




Mittwoch 05.09.2018


Heute erwartet uns noch mal absolut spektakuläre Berglandschaft!

Am Morgen folgen wir dem Wanderweg den Hügel hinauf am Col de Vars, eine ganze Weile verläuft er recht eben, dann hat man die Wahl, nach oben zu einem Grat abzuschwenken. Da die auf dem Wanderwegweiser angegebenen Ziele alle zu weit entfernt sind, wählen wir diesen Grat als Endpunkt. Halbwegs steil und geröllig geht es bergauf, aber die Blicke von oben entschädigen uns vollauf.






Nach rund 2 Stunden wir wieder am Wohnmobil und gegen 10:30Uhr dann abfahrbereit. Wir möchten heute schon etwas an Strecke schaffen und dabei noch einige Pässe mitnehmen.

Wieder windet sich die Straße entlang einer sehenswerten Schlucht hinauf





Unser erstes Ziel ist der Col Izoard und der toppt alle bisherigen Pässe!! Was eine faszinierende Landschaft!! Leider müssen wir ja noch weiter, aber hier wollen wir unbedingt noch mal sehr viel mehr Zeit und zumindest eine Nacht verbringen. Ganz ohne Wanderung geht es aber nicht weiter, zumindest zu einem Grat steigen wir noch hinauf, die Blicke sind phantastisch!!









man hätte auch noch ganz hoch laufen können, aber das sah doch etwas arg steil aus...






Über den Col de Telegraphe geht es weiter hinab ins Tal und ein paar Kilometer weiter wieder hinauf auf den Col de la Madelaine, den ich noch nicht kenne. Wir haben schon fast 17Uhr, es ist kaum mehr etwas los, wir suchen uns ein aussichtsreiches Plätzchen und bleiben für die Nacht. Noch ein kleiner Spaziergang, aber auch die Hunde haben viel getan und groß Ambitionen hat heute keiner von uns mehr. So spektakulär wie die Landschaft am Col Izoard ist es hier nicht (die ist allerdings auch wirklich schwer zu toppen…!), aber ruhig und aussichtsreich ist es mit Blick bis zum Mont Blanc.



die Hunde mögen auch nicht mehr toben...




Donnerstag 06.09.2018


Der Morgen beginnt ungewohnt wolkig, wir erklimmen dennoch den Hügel über dem Pass. Sehr kühl ist es, die nahende kalte Jahreszeit kann man erfühlen, bald wird dies hier wieder Skipiste sein…










Ein Tagesziel muss her. An sich sind Schlechtwettertage ja Fahrtage, aber nicht mit dem Motorrad und die Wolken werden zügig dunkler. Den rund 80km entfernten Lac d’Annecy hatten wir mit Absicht nicht in unsere Tour eingeplant, sehr voll und touristisch soll er sein. Aber jetzt macht die Route über ihn mehr Sinn, als noch mal an Chamonix-Mont-Blanc vorbei zu fahren und immerhin haben wir nun September. Ausgeguckt haben wir uns einen ACSI-Camping mit angrenzender Liegewiese, auf dem Hunde umsonst sind (es ist immer etwas doof, rund die Hälfte der Campingkosten nur für die Hunde zu zahlen…). Dort angekommen, fängt es prompt an zu regnen, aber mit auf die Liegewiese hätten die Hunde eh nicht gedurft. Der Camping ist übrigens bis zum Abend komplett belegt, so viel zur Nachsaison… Wir verbringen den Nachmittag ruhend und lesend, tut tatsächlich sehr gut. Am Abend wird das Wetter ein wenig trockener und wir spazieren noch etwas am See entlang. So wirklich doll ist das aber zumindest hier in Sevrier nicht, an den See angrenzend sind nur Privatgrundstücke oder eben Flächen, auf denen Hunde verboten sind...




lucy05 am 15 Okt 2018 18:39:04

Und die letzten Tage...

Freitag 07.09.2018

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Kunst! Das weiß ich aber beim Aufstehen noch nicht, da empfängt mich nur bewölktes Wetter… Wir laufen noch mal bis zur Marina, ich betrachte die Boote und trinke in Ruhe meinen Kaffee.

Wir beschließen, die Rückfahrt sehr geruhsam anzugehen und erst Sonntag endgültig heim zu fahren, zumal das Wetter wieder besser werden soll. Heute fahren wir also nur bis in die Schweiz, etwas ins Hinterland des Lac de Neuchatel.
Bei der Weiterfahrt zeigt sich, dass die Altstadt von Annecy sehr hübsch gewesen wäre und der offizielle Stellplatz von der Lage her sicher besser. Mal schauen, beim nächsten Mal...

Frank hat sich eine deutlich längere Motorrad-Strecke zusammen gebastelt, ich kurve auf Landstraßen die knapp 40km bis Genf und wechsle dann in der Schweiz auf die Autobahn. So bin ich deutlich vor ihm an unserem Zwischenziel bei La Sagne, wo ein Skulpturenpark im Wald auf mich und die Hunde wartet. Wirklich beeindruckend! Über 100 geschnitzte ganz unterschiedliche Figuren sind hier zu entdecken!










Nach gut 1,5 Stunden sind wir wieder am Wohnmobil und steuern unser Tagesziel an, den nur wenige Kilometer entfernten 1283m hohen Pass Vue des Alpes. Wo man hier Alpen sehen kann, erschließt sich mir nicht, aber man schaut sehr schön auf die benachbarten bewaldeten Hügel und bis hinab zum Lac de Neuchâtel. Ruhige Mittelgebirgslandschaft mit aussichtsreichem Parkplatz, sehr perfekt für eine Zwischenübernachtung.
Gegen Abend laufen wir noch ein Stück, Spazierwege sind hier viele. Wir entscheiden uns für den sehr flach verlaufenden „Kunst-Weg“ entlang einer wenig befahrenen Straße durch den Wald. Leinwände zum Thema „Mauern“ sind hier entlang des Weges zu finden und seltsame Figürchen, die ein wenig wie Klopapier-Spielereien von Kindern aussehen und sich an Stäben entlang winden. Daneben aber auch ein paar nette Aussichten zum See herunter.

Kunst gefunden...






Samstag 08.09.18

Ein seltsames Gefühl ist es irgendwie, dass am Montag schon wieder der Alltag Zuhause beginnt. Alltag fühlt sich tatsächlich sehr, sehr weit weg an… Es war ein Urlaub zum völlig Abschalten, Eintauchen in die Berge, die Weite, die Ruhe, garniert mit einigen hübschen Örtchen.
Genau das bietet auch der heutige Tag. Um kurz nach 7 Uhr spazieren wir zum Tete de Ran, die Sonne ist gerade aufgegangen. Wie spät mittlerweile, ich bin ja Verfechter von ewiger „Winterzeit“… Man läuft auf steinigem Pfad relativ eben durch den Wald, am Ende ein knackiger Anstieg, der mit schöner Sicht belohnt wird. Sehr bummelig waren wir unterwegs und sind nach rund 2 Stunden wieder am Wohnmobil.



Nun steuern wir unser letztes Ziel in diesem Urlaub an: Colmar. Wir kennen die Stadt noch nicht, sie liegt aber wunderbar auf halbem Wege im Elsass. Der Preis des Stellplatzes am kleinen Hafen lässt uns schlucken, aber immerhin stehen wir hier im hinteren Teil mit viel Platz auf Wiese, können Stühle raustellen, fast ein Campingplatz. Am frühen Nachmittag geht es Richtung Altstadt, die einen fast ein wenig erschlägt. Wahnsinnig schön, detailreich, man weiß gar nicht, wo man hinschauen soll. Und es ist Samstag bei tollem Wetter, dementsprechend voller Menschen ist es (auch der große Wohnmobil-Stellplatz war bei unserer Rückkehr komplett voll, das Tor mit entsprechendem Hinweisschild geschlossen).





die Dudelsackspieler waren der Hammer, auch wenn unsere Hunde die eher gruselig fanden ;D




viele Häuser waren reich beschmückt



Klein-Venedig (hieß wirklich so)



Herz-Haus




Sonntag 09.09.2018

Wir nutzen am frühen Morgen die Chance, die Stadt mal (fast) ohne Menschen zu sehen, dann geht es auch schon Nachhause...










salander am 02 Nov 2018 13:31:01

Vielen Dank für´s Mitnehmen. Sehr, sehr schöne Bilder mit Blick für´s Detail. Das hat Geschmack gemacht.

Julia10 am 02 Nov 2018 13:50:44

Auch von mir ein Dankeschön für den interessanten und anschaulichen Reisebericht.

Die Fotos sind phantastisch :top: :top: :top: :)

Grillolli am 02 Nov 2018 14:03:09

Dankeschön, was für ein schöner Reisebericht. Und die Bilder ... Hammer :top: :top: :top:
Hab gleich mal ein Lesezeichen gesetzt. Die Französischen Alpen sind auch mal unser Ziel :wink:

Gruß Olli

schorsche51 am 02 Nov 2018 20:49:40

Danke :daumen2:

Rulamann am 10 Nov 2018 20:02:36

Toller Reisebericht, vielen Dank! Habe mir gerade den Reiseführer für die franz. Alpen gekauft.

Best,
Rulamann

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