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Privatverkauf Wie ist der Ablauf? 1, 2


Spengler63 am 28 Okt 2018 11:07:18

Hallo zusammen,

ich habe jetzt einiges hier über einen Privatverkauf hier im Forum gelesen, aber den genauen Ablauf konnte ich nicht finden.
Kaufvertrag ect. ( Vordruck ADAC od. ähnlich ) alles richtig. Aber wie erfolgt die " Bezahlung " ??
Kommt der Käufer mit einem Koffer Geld? Überweisung vorab ?? Wie kann sich der Verkäufer, als auch der Käufer, sicher sein das alles seinen ordentlichen Weg nimmt? Als Käufer würde ich vorab kein Geld überweisen, als Verkäufer würde ich vorher aber mein Auto nicht rausrücken!!
Ich denke der eine oder andere hat schon mal Privat gekauft oder verkauft.
Wie läuft das ab??
Gruß Spengler

taps am 28 Okt 2018 11:25:57

Hallo,
wenn sich Käufer und Verkäufer einig sind, kann man doch den Kaufpreis gemeinsam mittels Online-Überweisung machen.
Zur Sicherheit kann man den Brief behalten, bis das Geld angekommen ist.
Wichtig: Verfügungsrahmen vorher anpassen, der ist oft begrenzt für die einzelne Überweisung.
Mit Bargeld würde ich mich nicht belasten, egal in welcher Rolle.

Gruß
Andreas

Sprintertraum am 28 Okt 2018 11:35:25

Hallo Spengler63
Ich hab letztens mein Motorrad verkauft. Der Käufer mußte bei der Sparkasse das Geld bar ( EC Automat ) einzahlen. In dem Moment wo der Automat das Geld akzeptiert, ist das Geld echt und das Fzg. bezahlt. Schlüssel und Papiere mit bei und dann übergeben. Fertig.
Gruss

guitarp am 28 Okt 2018 11:54:00

Hallo Spengler,
war bei war ganz einfach. Wir haben unseren 3 Jahre alten TI über mobile verkauft.
Die Käufer kamen zur Besichtigung, wir haben uns auf den Preis geeinigt, der Kaufvertrag wurde abgeschlossen und ich habe das Geld in bar erhalten.
Wir sind dann gemeinsam zu meiner Bank, dort habe ich den Betrag auf mein Konto einzahlen lassen (somit wurden auch die Scheine auf Echtheit geprüft) und anschließend haben die Käufer die Schlüssel und Unterlagen erhalten.
Also ähnlich wie beim Verkaufen von Autos oder Motorräder.
Gruß
Jürgen

kamikaze am 28 Okt 2018 12:26:08

Mir hat der Verkäufer Brief und Schein mitgegeben, so konnte ich das Mobil auf mich zulassen. Im Gegenzug habe ich das Geld überwiesen. Das alles mit ausgefülltem, aber nicht unterschriebenem Kaufvertrag. Dann bin ich hingefahren, habe die neuen Schilder drangemacht und ab nach Hause.
Günter

Helmchen am 28 Okt 2018 12:29:01

Genauso wie Jürgen haben wir das auch gemacht, also Zug um Zug und Bezahlung in bar. Aber Achtung, erst bei der Bank klären, ob die überhaupt noch Bargeld annehmen. Das tun die meisten nämlich nicht mehr. Die haben gar keine Kassen mehr, wie früher. War mir gar nicht bewusst. So musste ich eine hohe Summe in mehreren Aktionen am Geldautomat einzahlen. Das war nicht lustig. Ein Bankangestellter hat mir netterweise ein wenig "Rückendeckung" gegeben :( :( :( .

kheinz am 28 Okt 2018 12:31:36

kamikaze hat geschrieben:Mir hat der Verkäufer Brief und Schein mitgegeben, so konnte ich das Mobil auf mich zulassen. Im Gegenzug habe ich das Geld überwiesen. Das alles mit ausgefülltem, aber nicht unterschriebenem Kaufvertrag. Dann bin ich hingefahren, habe die neuen Schilder drangemacht und ab nach Hause.
Günter


Wenn sich in kurzern Zeit ? das notwendige Vertrauen aufbaue läßt mag das gut gehen / ging das gut.
Wie aber das Vertrauen aufbauen?

MfG kheinz

Spengler63 am 28 Okt 2018 14:19:19

Hallo,

also die Sache mit dem Bargeld kommt glaube ich nicht in Frage. Wie ihr schon erwähnt habt nehmen die meisten Banken u. Sparkassen keins mehr an.
Die Einzahlung in den Automaten ist wohl auch keine Lösung, zumal dort auch immer reger Kundenverkehr herrscht.
Die Online Überweisung hört sich gut an, wenn der Käufer sie auch hat. Nur wird der Käufer eine Sicherheit brauchen, das er das Fahrzeug auch bekommt.
Wenn ich ihm Brief u. Schein übergebe, ist er dann schon Eigentümer ? (Er könnte das Fahrzeug ja auch gleich weiterverkaufen). Fahrzeug und Schlüssel würde er ja erst bekommen, wenn das Geld online gutgeschrieben ist. Das kann aber je nach Bankverbindung auch etwas dauern.
Dann frage ich mich noch, kann es sein, das das Geld irgendwie wieder zurückgebucht werden kann. Wenn er seiner Bank irgendeine Geschichte erzählt..........
Bei einem Händler ist man glaube ich nicht so vorsichtig.
Gruß

schaetzelein am 28 Okt 2018 14:30:13

eine Überweisung kann vom Überweisenden nicht mehr zurückgeholt werden.

Niemals die Papiere aus der Hand geben, bevor das Fahrzeug bezahlt ist. Erst Geld, dann Papiere, dann Fahrzeug. So ist die richtige Reihenfolge.
Wichtig, das Fahrzeug nie angemeldet abgeben. Der Käufer soll ein Kurzzeitkennzeichen mitbringen oder nach Bezahlung das Fahrzeug auf sich ummelden. Erst dann dann Fahrzeug abgeben.

pipo am 28 Okt 2018 14:52:17

Als erstes aussagekräftige Fotos mit hoher Qualität machen, alle Ausstattungsmerkmale detailiert aufschreiben, Rechnungen und alles was zum Womo gehört in einen Ordner packen und einen (Mindest-) Wert festlegen. Niemals von diesem Wert abweichen :ja:

Wenn Online Inseriert wird, am besten in 4 Sprachen dabei schreiben, dass nix mit billig Preis ist, nur an Privatpersonen verkauft und Barzahlung bevorzugt wird. Anschliessend ausschliesslich Vor Ort Termine vereinbaren, Probefahrt immer in Begleitung des Besitzers machen und möglichst teuer verkaufen. Niemals die Kiste am Telefon verkaufen. Ganz einfach.
Wenn ein Händler seriös auftritt und nicht diese blöde Sachverständigenmasche abzieht, kann man auch an einen Händler verlkaufen. Aber hier würde ich erst mein Misstrauen ablegen, wenn tatsächlich die volle Kaufsumme cash auf dem Tisch liegt.
Was die Art der Bezahlung betrifft am besten immer BAT (BarAufTatze). Unbedingt im 1 Euroshop einen Geldprüfstift besorgen, wenn kein Einzahlautomat vorhanden ist. Der prüft ja auch sehr zuverlässig ob Falschgeld dabei ist. Wenn Echtzeitüberweisung möglich ist, dann kann auch eine gewisse Summe überwiesen werden.

Und ganz wichtig, sich nicht bequatschen lassen :!:

rtiker am 28 Okt 2018 16:00:40

schaetzelein hat geschrieben:eine Überweisung kann vom Überweisenden nicht mehr zurückgeholt werden.

Erst Geld,.... So ist die richtige Reihenfolge...

Und nach der Überweisung gibt's dann keine Papiere, keine Schlüssel und kein Fahrzeug :evil: Für wen war's dann die richtige Reihenfolge :nixweiss:
Genau so würde ich es als Käufer nicht machen :!:

BestiaNegra am 28 Okt 2018 17:03:53

schaetzelein hat geschrieben:Niemals die Papiere aus der Hand geben, bevor das Fahrzeug bezahlt ist. Erst Geld, dann Papiere, dann Fahrzeug. So ist die richtige Reihenfolge. Wichtig, das Fahrzeug nie angemeldet abgeben. Der Käufer soll ein Kurzzeitkennzeichen mitbringen oder nach Bezahlung das Fahrzeug auf sich ummelden. Erst dann dann Fahrzeug abgeben.


Moin,

ich bevorzuge eindeutig Bargeld beim Verkauf eines Autos. Wie bereits geschrieben, wird es gemeinsam mit Käufer bei einem Bankautomaten eingezahlt. Danach wird die Übergabe des Autos gemacht.

Es ist auch möglich, das Auto angemeldet mitzugeben, sofern in den Kaufvertrag folgender Satz aufgenommen wird: Der Käufer kündigt die bestehende Versicherung sofort und versichert das Fahrzeug anderweitig. Zwingend notwendig ist natürlich, dass sich der Käufer vorher eine eVB besorgt hat, denn mit Aushändigung der eVB besteht zumindest Versicherungsschutz für die Haftpflicht, ansonsten fährt der Käufer ohne Versicherungsschutz vom Hof. Sinnvollerweise sollte sich der Käufer von seinem Versicherer auch eine vorläufige Deckung für die Kasko geben lassen.

Kurzzeitkennzeichen sind auch möglich, werden aber nur für abgemeldete Fahrzeuge ausgegeben.

schaetzelein am 28 Okt 2018 17:12:44

BestiaNegra hat geschrieben:Es ist auch möglich, das Auto angemeldet mitzugeben, sofern in den Kaufvertrag folgender Satz aufgenommen wird: Der Käufer kündigt die bestehende Versicherung sofort und versichert das Fahrzeug anderweitig.


so nicht ganz richtig...denn solange das Fahrzeug auf dich zugelassen ist, zahlst du Steuer und Versicherung. Bei einem Unfall wird dein Schadenfreiheitsrabatt belastet. Alles sehr kompliziert, wenn der Käufer nicht ummeldet oder wenn etwas passiert. Oftmals werden die Fahrzeuge in den Osteuropäischen Raum gebracht, ein leichtes im angemeldeten Zustand. Die sicherste Variante ist jedenfalls das FZG abgemeldet zu übergeben.

turbokurtla am 28 Okt 2018 17:15:41

Tag
Nur Bares zählt und nur wenns echt ist.
Mein Ablauf vor 2 Jahren :
Besichtigung mit Anzahlung und Vertrag - Abholtermin ausgemacht - zum Abholen mit ( 38 t ) Bargeld gefahren -
gemeinsam auf der Bank des Verkäufers das Geld eingezahlt - direkt anschl. Papiere und Fahrzeug in Empfang genommen -
mit den Nummernschildern des Verkäufers heimgefahren ( im Vertrag festgehalten ) und zeitnah umgemeldet.

Anmerkung :
Sollte die Bank zum Zeitpunkt des Abholens geschlossen sein kann man , wie hier angesprochen auch am Automat das Geld einzahlen.
So hab ichs beim Verkauf meines vorherigen Mobils gemacht.
Eine Übernahme der Schilder des Vorbesitzers ist Vertrauenssache, sollte aber trotzdem mit der eigenen Versicherung abgeklärt sein.
Die übernehmen dann auch im Schadensfall bei der Heimfahrt.
Gruß Kurt

schnecke0815 am 28 Okt 2018 17:30:12

schaetzelein hat geschrieben:
so nicht ganz richtig...denn solange das Fahrzeug auf dich zugelassen ist, zahlst du Steuer und Versicherung. Bei einem Unfall wird dein Schadenfreiheitsrabatt belastet.


Das geht auch für beide Seiten einfacher - im Kaufvertrag wird der genaue Übergabezeitpunkt vermerkt und der Käufer bringt eine eVB Nummer mit Gültigkeit
ab 0.00 Uhr am Tag der Abholung mit. Somit greift im Schadenfall die Vers. des Käufers.

schaetzelein am 28 Okt 2018 17:36:46

schnecke0815 hat geschrieben:Das geht auch für beide Seiten einfacher - im Kaufvertrag wird der genaue Übergabezeitpunkt vermerkt und der Käufer bringt eine eVB Nummer mit Gültigkeit
ab 0.00 Uhr am Tag der Abholung mit. Somit greift im Schadenfall die Vers. des Käufers.


die eVB Nummer ist nicht auf einen bestimmten Tag ausgestellt. Warum sollte die Versicherung dann den Schaden übernehmen ? Die Deckungszusage für eine eVB gilt ab Zulassung, bzw. für die Fahrt zur Zulassungsstelle, aber nur bei abgemeldeten Fahrzeugen.

schnecke0815 am 28 Okt 2018 18:08:42

Aha - wie paßt das dann:

Sie benötigen eine eVB, wenn Sie …:

… ein Auto neu zulassen.
… das Fahrzeug wechseln.
… umziehen und Ihr Auto auf die neue Anschrift ummelden.
… das Auto auf einen neuen Halter ummelden.
… ein stillgelegtes Auto wieder zulassen.
… das Auto mit meldepflichtigen Tuning-Teilen ausstatten.

Nach dem Autoverkauf geht die Kfz-Haftpflichtversicherung auf den Käufer über. Das heißt, dass der Käufer in deinen Versicherungsvertrag einsteigt und erst einmal alle geltenden Konditionen übernimmt. Allerdings hat er ein Sonderkündigungsrecht und kann den Vertrag innerhalb eines Monats kündigen.

Falls der Käufer einen Schaden oder gar einen Unfall verursacht, wird deine Versicherungspolice damit belastet. Das bedeutet, dass deine Schadenfreiheitsklasse bei einer Neuzulassung rückgestuft wird und du somit in Zukunft höhere Versicherungsbeiträge zahlen müsstest. Das gilt aber nur, wenn du es versäumst, deiner Versicherung den Verkauf mitzuteilen.

rtiker am 28 Okt 2018 18:41:25

schnecke0815 hat geschrieben:...Falls der Käufer einen Schaden oder gar einen Unfall verursacht, wird deine Versicherungspolice damit belastet. Das bedeutet, dass deine Schadenfreiheitsklasse bei einer Neuzulassung rückgestuft wird und du somit in Zukunft höhere Versicherungsbeiträge zahlen müsstest...

Generell ist es so, dass man im Kaufvertrag das Datum und die Uhrzeit des Verkaufes bzw. der Übergabe vermerkt. Wenn dies im Kaufvertrag enthalten ist, bleibt die SF-Klasse als Verkäufer natürlich unberührt. --> Link

BestiaNegra am 28 Okt 2018 19:20:10

schaetzelein hat geschrieben:so nicht ganz richtig...denn solange das Fahrzeug auf dich zugelassen ist, zahlst du Steuer und Versicherung. Bei einem Unfall wird dein Schadenfreiheitsrabatt belastet. Oftmals werden die Fahrzeuge in den osteuropäischen Raum gebracht, ein leichtes im angemeldeten Zustand. Die sicherste Variante ist jedenfalls das FZG abgemeldet zu übergeben.


'n Abend,

doch, genau so ist es richtig. Ich vergaß nur folgende Ergänzungen:

Erstens ist es zwingend erforderlich, die Identität des Käufers zu prüfen, d.h., er legt den Personalausweis vor, kopieren schadet nicht.
Zweitens wird der Kaufvertrag sofort an die Zulassungsstelle und an den Versicherer, am besten per Mail, geschickt. Somit endet die Versicherung des Verkäufers (der Käufer hat ja den Versicherungsvertrag per Kaufvertrag gekündigt) und auch seine Steuerpflicht.
Drittens sollte man ein angemeldetes Auto nur an Personen mit deutschem Wohnsitz verkaufen, der Arm deutscher Gesetze reicht nur bis Frankfurt/Oder.

klink_bks am 28 Okt 2018 19:32:16

:) Also jeder soll ja machen was er für richtig hält ! :)

Aber man sollte wirklich niemals ein angemeldetes Fahrzeug übergeben,
Ausnahme vielleicht noch bei einem Verwandten oder engen Bekannten.

Ansonsten wirklich keine Ausnahme, weder an In- noch an Ausländer.

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

schnecke0815 am 28 Okt 2018 19:34:24

rtiker hat geschrieben:Generell ist es so, dass man im Kaufvertrag das Datum und die Uhrzeit des Verkaufes bzw. der Übergabe vermerkt. Wenn dies im Kaufvertrag enthalten ist, bleibt die SF-Klasse als Verkäufer natürlich unberührt. --> Link


Bitte zitiere wenn doch ganz denn das fett markierte war das entscheidende und nicht dein Zitat.

BestiaNegra am 28 Okt 2018 20:17:18

klink_bks hat geschrieben::) Also jeder soll ja machen was er für richtig hält ! :)
Aber man sollte wirklich niemals ein angemeldetes Fahrzeug übergeben,


Wenn es so gemacht wird, wie ich es geschrieben habe, gibt's keine Probleme. :ja: Ich habe beruflich täglich damit zu tun und weiß daher, dass es so funktioniert. Durch Deine Einstellung machst Du es Dir und anderen Leuten unnötig schwer. :wink:

schaetzelein am 28 Okt 2018 20:18:00

BestiaNegra hat geschrieben:Zweitens wird der Kaufvertrag sofort an die Zulassungsstelle und an den Versicherer, am besten per Mail, geschickt. Somit endet die Versicherung des Verkäufers (der Käufer hat ja den Versicherungsvertrag per Kaufvertrag gekündigt) und auch seine Steuerpflicht.

nochmal....man kann keine Versicherung oder Steuerpflicht mit einem Kaufvertrag kündigen. Es kann im Nachhinein mit diesem Kaufvertrag deine Versicherung den Käufer anschreiben und ihm mitteilen, dass die Versicherung auf ihn übergegangen ist, da ja in Deutschland Versicherungspflicht besteht. Wenn der Käufer aber aus dem Ausland ist, dann hast du schlechte Papiere und der Vertrag läuft und läuft und läuft weiter.....irgendwann wird das Fahrzeug dann zur Fahndung ausgeschrieben und wenn du Glück hast auch gefunden. Erst nach der Zwangsentstempelung bist du raus aus der Geschichte.

Wie hier schon mehrfach geschrieben, eine Kopie des Perso bzw. eine Kopie Meldebestätigung mit Pass sind schon von Vorteil und erleichtern vieles.
Hier noch der entsprechende Link dazu....viel Text, aber weiter unten steht alles --> Link

Pechvogel am 28 Okt 2018 23:21:51

schaetzelein hat geschrieben:... Es kann im Nachhinein mit diesem Kaufvertrag deine Versicherung den Käufer anschreiben und ihm mitteilen, dass die Versicherung auf ihn übergegangen ist, da ja in Deutschland Versicherungspflicht besteht....


Wenn mine Versicherung auf den Käufer über gehen würde dann hätte der ja auch meine SF-Klasse?
Und die Versicherung nur einen Vertrag mit meiner Unterschrift??

Als ich mein Womo gekauft habe habe ich, nach Absprache mit meiner Bank, via Sofortüberweisung bezahlt:
Überweisung vorher beim Kundenberater abgegeben und der hat auf meinen Anruf hin die Überweisung ausgeführt. Dauerte etwa eine Stunde bis das Geld beim Verkäufer auf dem Konto war. In der Zeit haben wir die Übergabe gemacht.

Noch zwei Hinweise:
1. bei Geldbeträgen über einer gewissen Höhe das Geldwäschegesetz beachten
( Banken melden automatisch! Dann geht u.U. die "blöde Fragerei" los. Ist mir schon passiert )
2. Fahrzeugpapiere, also Zulassungsbescheinigungen 1+2 ( früher Schein + Brief ) haben absolut nichts mit dem Eigentümer zu tun!! Eigentumswechsel geht NUR über den Kaufvertrag!!



Grüße
Dirk

halsbonbon am 29 Okt 2018 07:04:59

1. bei Geldbeträgen über einer gewissen Höhe das Geldwäschegesetz beachten
( Banken melden automatisch! Dann geht u.U. die "blöde Fragerei" los. Ist mir schon passiert )


Was will man als Privatverkäufer da "beachten" bzw. kann man als Privatmann doch gar nicht beurteilen ob das Bargeld des Käufers nun Schwarzgeld ist oder nicht. Banken melden Bareinzahlungen von über 15.000€ automatisch ans FA.

Als Verkäufer hat man einen Nachweis woher das Bargeld kommt und einen Kaufvertrag in dem der Name des Käufers steht falls es vom FA Nachfragen dazu gibt.

Alles andere ist dann eine Sache zwischen FA und dem Käufer.

Gruß,
René

voba am 29 Okt 2018 07:59:55

Ein Tipp von mir: wenn man Glück hat sind Käufer und Verkäufer bei der gleichen Online-Bank. Dann ist es z.B. bei der Ing-Diba so, dass das Geld sofort beim Empfänger ist. Und zwar ohne Einschränkungen wie "vorgemerkt aber noch nicht verbucht".

BestiaNegra am 29 Okt 2018 09:41:05

schaetzelein hat geschrieben:nochmal....man kann keine Versicherung oder Steuerpflicht mit einem Kaufvertrag kündigen. Es kann im Nachhinein mit diesem Kaufvertrag deine Versicherung den Käufer anschreiben und ihm mitteilen, dass die Versicherung auf ihn übergegangen ist, da ja in Deutschland Versicherungspflicht besteht. Wenn der Käufer aber aus dem Ausland ist,


noch mal...

doch, man kann den Versicherungsvertrag über den Kaufvertrag kündigen. Es gibt keine Vorschrift, wie ein Kündigungsschreiben auszusehen hat.
Lies bitte noch mal den gesamten Text, den ich geschrieben habe. Dort steht ausdrücklich, dass das nur funktioniert bei Käufern mit deutschem Wohnsitz.

Gemäß der Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr (Fahrzeug-Zulassungsverordnung - FZV) § 13 sind jede Veränderungen des Fahrzeuges, insbesondere Halter- und/oder Standortwechsel, der Zulassungsstelle unverzüglich anzuzeigen. Dieser Hinweis stand sogar auf der Rückseite der KFZ-Scheine, die es bis zum 30.09.2005 gab. Mit der Meldung endet dann nämlich auch die Steuerpflicht des Verkäufers und die Behörden sind verpflichtet, die Um- oder Abmeldung zu überwachen. Daher ist eben der deutsche Wohnsitz so wichtig und auch die Prüfung der Identität.

und noch mal: Ich habe beruflich täglich mit dieser Thematik zu tun.

schaetzelein am 29 Okt 2018 11:48:52

Pechvogel hat geschrieben:Wenn mine Versicherung auf den Käufer über gehen würde dann hätte der ja auch meine SF-Klasse?
Und die Versicherung nur einen Vertrag mit meiner Unterschrift??
Grüße
Dirk


hab ich vielleicht undeutlich geschrieben tut mir leid, nicht "dein persönlicher Versicherungsvertrag" sondern deine Versicherungsgesellschaft ;D

klink_bks am 29 Okt 2018 12:31:22

:D und was wäre ! :D

wenn der Deutsche aus deiner Nachbarstadt nur las Mittelsmann fungiert,
und der das Fahrzeug nach 15 Minuten an einen Ausländer weitergibt ?

Nur mal so als Hinweis, beachtet es oder auch nicht !

Und auch ich habe regelmässig mit solchen Vorfällen zu tun.

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

Pechvogel am 29 Okt 2018 13:20:54

halsbonbon hat geschrieben:Was will man als Privatverkäufer da "beachten" bzw. kann man als Privatmann doch gar nicht beurteilen ob das Bargeld des Käufers nun Schwarzgeld ist oder nicht. Banken melden Bareinzahlungen von über 15.000€ automatisch ans FA.
...


Nicht das Finanzamt sondern der Zoll ist die entscheidende Behörde:
--> Link


Grüße
Dirk

BestiaNegra am 29 Okt 2018 14:25:07

klink_bks hat geschrieben::D und was wäre ! :D

wenn der Deutsche aus deiner Nachbarstadt nur als Mittelsmann fungiert
und der das Fahrzeug nach 15 Minuten an einen Ausländer weitergibt ?

Und auch ich habe regelmässig mit solchen Vorfällen zu tun.


Dann hat der Deutsche aus der Nachbarstadt das Problem, aber nicht mehr der Verkäufer. In meinen 35 Berufsjahren hatte ich diesen Fall noch nicht. Kannst Du einen konkreten Fall schildern?

guitarp am 29 Okt 2018 14:50:35

Sorry und ich will niemandem zu nahe treten.
Aber: wenn ich dem Verlauf folge, stelle ich mir die Frage, wie Ihr denn in der Vergangenheit eure PKWs oder Motorräder verkauft habt, da für mich 0,0 Unterschied zwischen dem
Verkauf eines Wohnmobils, Wohnwagens, PKW, Motorrad… besteht. Und das gilt für sämtliche EU Staaten (habe auch schon Cabrios nach Frankreich verkauft).

Macht es doch bitte einfach so, wie mit euren Auto (und: es gibt auch verdammt teure Auto´s welche nach ein paar Monaten Ihre(n) Besitzer(in) wechseln)
Gruß
Jürgen

Trollo am 29 Okt 2018 14:52:20

Moin

ich denke es wäre besser, wenn Einige hier nur an einen renommierten Händler verkaufen. :roll:

Ansonsten: Geld gegen Auto oder Vorabüberweisung bzw. bankbestätigten Scheck.

Vertrag mit Uhrzeit der Übergabe und Info an Straßenverkehrsamt und Versicherung.

Seit über 35 Jahren ca. 30 Fahrzeuge auf diese Art und Weise ohne Probleme verkauft.

Gruß

Michael

Alter Hans am 29 Okt 2018 17:02:35

Vor sehr langer Zeit verkaufte ich einmal eineinhalb FMR (Messerschmitt) TG500 als Rarität nach England wo er wohl heute noch läuft:

Ich bekam einen Anruf vom Messerschmitt Club Chef mit dem Hinweis dass ich demnächst über 1000 DM überwiesen bekomme; von einem Engländer der Wochen später kommen wollte um das abgemeldete Fahrzeug abzuholen. Verkaufen wollte ich ja, also meine Bankverbindung angegeben, das Geld war schnell auf meinem Konto und zu gegebener Zeit waren zwei Engländer mit Kleinwagen und Anhänger da um alles abzuholen.
Das Packen war eine Aktion, übernachtet hatten sie im Zelt am naheliegenden kleinen Berg.
Sehr unkonventionell von den Engländern. Sie hatten Vertrauen obwohl sie weder mich noch das Fahrzeug jemals gesehen hatten.

Heutzutage gebe ich gerne ein Kfz abgemeldet an einen Händler zum Verkauf. Kommt aber nur alle 10 Jahre oder länger vor.
Den letzten Privatverkauf hatte ich 2002. Hatte den VW Bus zur Wohnung des Käufers gefahren, die Nummerntafeln abgeschraubt und eingesteckt, das Geld nachgezählt, beim Käufer gut zu Mittag gegessen und mit der Bahn nach Hause gefahren.
Der Käufer war zwei Tage vorher bei mir, hatte das Fahrzeug gecheckt und liess als Beifahrer mich probefahren.
Völlig problemlos und einfach.

Spengler63 am 29 Okt 2018 21:31:38

Hallo,

wie so oft im Leben, gehen auch hier die Meinungen mal wieder auseinander. Ich habe aber ein paar wichtige Regeln, für mich, erkannt.
Der Ablauf bei mir wird, wenn es soweit ist, wie folgt aussehen. Fahrzeug wird vor Abschluß abgemeldet, Kaufvertrag mit allen genannten Hinweisen, Online oder Vorabüberweisung, (geht innerhalb von 2 Stunden) danach gibt es Brief, Schlüssel, Dokumente und die Unterschrift. Der Kaufvertrag ist erst erfüllt, wenn alle Kriterien erfüllt sind. (von beiden Seiten)
Danke euch für die Tipps u. Hinweise.

Gruß Spengler

thomas56 am 29 Okt 2018 21:52:14

Spengler63 hat geschrieben: Online oder Vorabüberweisung, (geht innerhalb von 2 Stunden)

meine letzte Online-Überweisung hat 3 Tage gedauert! Bargeldorder bei verschiedenen Banken zwischen 4 und 8 Tagen!
Das man Bargeld am Schalter nicht mehr einzahlen kann, wusste ich bis heute nicht und erschwert die Sache nochmal.

Ossobuco am 29 Okt 2018 22:17:52

Spengler63 hat geschrieben: Der Ablauf... Fahrzeug wird vor Abschluß abgemeldet...Online oder Vorabüberweisung...danach gibt es Brief, Schlüssel, Dokumente und die Unterschrift.


Hallo,
ja kannst du so machen.

Als potentieller Käufer wäre ich dann wohl raus.

Der Käufer muss zum Verkäufer fahren, Fahrzeug anschauen, verhandeln, Geld auf den Tisch legen oder Sofortüberweisung tätigen. Soweit ok.

Falls er eine Nacht drüber schlafen will oder den Kauf finanzieren oder teilfinanzierten will, vielleicht Festgeld kündigt, dann kommt er nach ein paar Tagen mit dem Geld.
Wahlweise überweist er dir den Kaufbetrag und du schickst ihm die Papiere. Da ist die Sicherheit doch sehr einseitig ;-(

Wenn er die Papiere in der Hand hält, fährt er damit zu seinem Heimatort um das Fahrzeug zuzulassen, dann wieder zu dir um das WoMo mit neuen Kennzeichen abzuholen.

Es müsste aus meiner Sicht schon ein sehr attraktives Angebot oder ein wirklich seltenes Fahrzeug sein, damit ich zwei- oder dreimal zu dir komme würde.

Die Vorschreiber haben schon bessere Wege der Abwicklung beschrieben

Viel Erfolg beim Verkauf.

BestiaNegra am 30 Okt 2018 09:00:58

thomas56 hat geschrieben:Dass man Bargeld am Schalter nicht mehr einzahlen kann, wusste ich bis heute nicht und erschwert die Sache nochmal.


Moin,

bei uns im Ort kann nach wie vor bei den örtlichen Regionalbanken Bargeld am Schalter eingezahlt werden, außerdem gibt's die Einzahlautomaten, da soll es aber Höchstbeträge (10.000,00 € ?) pro Einzahlung geben.

selbstschrauber am 30 Okt 2018 10:49:32

Ich halte mich bei jedem Kauf oder Verkauf an die alte Weisheit: "Nur Bares ist Wahres". Ich habe aber auch keine Angst ein paar 10.000 Euro zum Händler zu tragen, oder vom Käufer daheim anzunehmen. Es weiß ja außer dem Verkäufer, oder dem Käufer keiner, dass diese Summen gerade bar transferiert werden.
Allerdings war der letzte Händler nicht erfreut, dass ich den Kaufpreis nur bar - nach Besichtigung des Fahrzeuges- zahlen wollte. Er wollte lieber vorab Überweisung, ich aber nicht. Wenn dann Mängel sind, kann man nichts einbehalten und auf Diskussionen in einem Insolvenzfall hatte ich auch keine Lust.
Wenn es soweit ist, dass Händler für Neufahrzeuge kein Bargeld mehr annehmen wollen, muss ich wohl auf gebrauchte umsteigen :-)

LG

Selbstschrauber

Spengler63 am 30 Okt 2018 21:25:04

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt.



Wichtig ist, das sich beide Seiten sicher fühlen. Für den Käufer wichtige Punkte wird man ja irgendwie berücksichtigen, wenn man verkaufen will und diese nicht komplett gegen alle Vernunft sind.
Kurzkennzeichen mitbringen ist auch eine Variante um mehrere Besuche zu vermeiden. Den Brief schon aushändigen ???? Weis nicht, damit ist er zwar noch kein Eigentümer, aber was passiert Nachts?? Wenn dir dann noch einer das Fahrzeug vom Hof zieht, ist es weg. Der wichtigste Punkt ist doch, das die Zahlung vom Käufer erfolgt da muss man sehen, was er dafür braucht.
Der Masterplan fehlt halt.

Gruß

Ossobuco am 31 Okt 2018 02:39:25

Spengler63 hat geschrieben:Wichtig ist, das sich beide Seiten sicher fühlen. Für den Käufer wichtige Punkte wird man ja irgendwie berücksichtigen, wenn man verkaufen will
Kurzkennzeichen mitbringen ist auch eine Variante um mehrere Besuche zu vermeiden. Den Brief schon aushändigen ????


Hallo Spengler,
den Brief ohne Zahlung würde ich sicher nicht herausgeben.

Ich bin mit einem windigen Käufer der in der gleiche Stadt lebte, schon mal gemeinsam zur Zulassungsstelle gefahren, die Ummeldung und Übergabe des PKW haben wir dann gemeinsam dort erledigt. So war ich auf der sicheren Seite.

Einer seriösen Käuferin habe ich ein Fahrzeug auch schon 250 KM weit gebracht, den Kaufpreis erhalten, die Kennzeichen abgeschraubt, bin mit dem Zug nach Hause und habe ihr dann den Brief nach der Stilllegung wieder zugeschickt. War gut mit ihr zu verhandeln, der Service wurde durch einen guten Verkaufspreis mehr als aufgewogen.

Es sind unterschiedliche Varianten möglich, jenseits von "Immer und stets nur abgemeldet übergeben, Basta"

Einen Masterplan gibt es halt nicht, das muss im Einzelfall betrachtet und entschieden werden.
Ich weiss nicht in welchem Preissegment du verkaufst und wie gesucht das angebotene Fahrzeug ist.

Beachte, dass zur Beantragung von Kurzzeitkennzeichen, der Fahrzeugbrief vorzulegen ist. In manchen Städten und Landkreisen genügt eine Kopie. Das Reglement wurde da vor ein paar Jahren geändert.

Viel Erfolg

turbokurtla am 31 Okt 2018 08:22:38

Spengler63 hat geschrieben:Kurzkennzeichen mitbringen ist auch eine Variante um mehrere Besuche zu vermeiden.

1 x hinfahren zum anschaun
1 x hinfahren um zu bezahlen und den Brief zu bekommen
1 x mit Kennzeichen hinfahren zum abholen

... und das vielleicht bei einigen hundert km

teuchmc am 01 Nov 2018 10:30:17

Moin Turbokurtla! Hängt bei mir/uns vom Preis und Kfz ab. Da wir uns im Niedrigpreissektor bewegen bzw. eher spezielle
Kfz suchen/kaufen, fahren wir eh mindestens 2x hin und her.Einmal kieken und Ja/Nein sagen zum Kfz. Und bei Ja halt zu 90% Trailereinsatz . Bei uns ist eher entscheidend, ob man für einen "neuen"Verbraucht-Alltagswagen x-km fährt oder nicht. Generell ist bei uns auch nur "Bares ist Wahres" und eine Aushändigung von Papieren etc.erfolgt nur bei vollständiger Bezahlung. Liegt halt auch an dem speziellen Preis-Segment in dem wir uns bewegen.
Ich denke, daß es kein Allgemeinrezept gibt, gerade wenn es sich um deutlich 5-stellige Beträge handelt sollte man mit entsprechender Aufmerksamkeit an das Bezahlen ran gehen.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Russel am 01 Nov 2018 18:06:39

3 Seiten schon.....

Ich habe schon einige Fahrzeuge, auch Womos, gekauft und verkauft:

1. Anschauen, wenns passt Kaufvertrag und eine Anzahlung von 1000€
2. ich melde ab, mit der Kopie des Scheines kann der Käufer sich ÜBERFÜHRUNGSkennzeichen organisieren(die sind ein wenig Gelb) oder: eine KFZ Werkstatt höflich bitten, 50€ in die Kaffeekasse, und rote Nummern leihen.
3. Vorbeikommen, BAR bezahlen und Womo mit Unterlagen mitnehmen.

Das habe ich bisher immer so gemacht, auch im 6 stelligen Bereich!

Wo ist das Problem?
Ansonsten würde ich einen Notar einschalten |_:

rolfwam am 01 Nov 2018 18:18:15

Russel hat geschrieben:3 Seiten schon.....

oder: eine KFZ Werkstatt höflich bitten, 50€ in die Kaffeekasse, und rote Nummern leihen.

Dieser Nonsens hält sich hartnäckig. :roll:

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