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Erstkauf Womo Carado T447 oder ähnlich Fragen Alternativen 1, 2


JohnnyMcPac am 28 Okt 2018 12:50:29

Es musste so kommen: Ich komme jetzt auch mit der "was soll ich bloß kaufen" Frage um die Ecke. Ihr habt nur drauf gewartet, oder? :wink:

Kurz vorab: Schaufensterbummel (CMT 2018, Händler vor Ort) und Anprobe (Miete für 2 Wochen im September 2018) haben wir gemacht. Die Entscheidung ist gefallen. Es muss ein Womo her.

Die Rahmenbedingungen:
  • Erstanschaffung (noch nie ein Womo, Wowa oder ähnliches besessen)
  • Campingunerfahren (ok, jetzt nicht mehr ganz, s.o.)
  • Ü50 Ehepaar (Kinder sind aus'm Haus). Wir wollen nur 2 Schlafplätze!
  • Meine lichte Höhe von 2,06 Metern. (-> Mindesthöhe 210 innen, Bettenlänge mind. 1x210 besser 215cm)
  • Budget: max. 70 TEUR
  • Gebraucht: jaein. nur wenn Top Zustand, max. 30 TKM, Euro 6 (wir wohnen in Stuttgart)
  • Wintercamping: unklar. Wir sind keine Skifahrer, schließen uns im Winter aber auch nicht in der Wohnung ein.

Wir hatten uns den Carado T447 ausgeliehen. Hat uns (sehr) gut gefallen. Es muss aber kein Carado sein, nur die Maße (d.h. Stehhöhe innen und Bettenlänge mind. 210 cm) müssen passen.
Unsere Testfahrt fand bei besten Wetterbedingungen statt. Wir waren hauptsächlich in Italien unterwegs.

Ich habe bisher folgende passende (d.h. Stehhöhe innen und Bettenlänge mind. 210 cm) Modelle aufgetan:
  • Carado T447 / I447
  • Dethleffs Trend T (oder I) 7057 EB
  • Dethleffs Trend T (oder I) 7057 EBL
  • Carthago e-Serie
  • Etrvsco T 7400 SB
  • Etrvsco I 7400 SB
  • Knaus 700 MEG
  • Sunliving S 75SL

Jetzt meine Fragen/Anliegen:
  • Wenn jemand hier noch weitere Modelle (mit Stehhöhe innen und Bettenlänge mind. 210 cm) nennen kann, würde ich mich freuen.
  • TI oder VI? Wir haben uns nochmal in VI Modell gesetzt. Das etwas größere Platzgefühl hat uns schon gefallen, aber lohnt sich dafür rund 10.000 EUR mehr? Ok, dafür bekommt man meist ein Hubbett, aber das wollen wir ja gar nicht. Habe ich was übersehen? Meine Frau tut sich auch etwas schwer mit der fehlenden Beifahrertür...
  • Motor: Wir hatten das Modell mit 150 PS Version. Die Kraftreserven in den Bergen (und beim Beschleunigen) fand ich schon angenehm. Unser verkaufberater hat uns den auch ans Herz gelegt. Aber ich habe keinen Vergleich zur kleineren Variante. Und auf der Autobahn fahren wir nicht schneller als 90 bis 100 km/h. Reicht auch 130PS?
  • Zweite Aufbaubatterie. Ich weiß nicht, ob die in unserem Mietmobil drin war. Was meint ihr? Ein Muss?
  • Fußbodenerwärmung: Wie oben geschrieben, Wintercamping ist offen. Aber da die Kälte kann ja von unten direkt an den Fahrzeugboden. Und dass unsere Füsse da festfrieren möchte ich nicht. Eure Erfahrung/Empfehlung?
  • Backofen: Sind wir am überlegen. Scheint erstmal ein wichtiges Utensil zu sein. Aber nutzt man den?
  • Dachklimaanlage: Hatten wir nicht, wäre aber vielleicht schon cool 8) . Wir hatten manchmal über 30 Grad im Schlafbereich. Ich vermute, die läuft nur mit externer Stromversorgung, oder? Bei einem der Campingplätze flog schon immer die Sicherung raus, wenn wir den Wasserkocher angeschaltet haben. Sprich: Wenn wir uns dieses Extra leisten, können wir es dann überhaupt so einsetzen?

Fragen über Fragen ;D .....

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otmar am 28 Okt 2018 14:52:29

Servus,

wir haben uns letztes Jahr einen Knaus SUN TI700 MEG genehmigt, gebraucht 2 Jahre alt mit 25.ooo km

Super Fahzeug, auch ich bin groß und finde die Betten in diesem wohnmobil spitze.

Ansonsten haben wir folgendes an Zubehör:
- 2. Aufbaubatterie und 120 Wp Solar und 2000 W Wandler ( Fön Kaffeemaschine :-) )
- Backofen
- 2 x TV
- 190 ltr. Kühlschrank
- Dachklima
- SOG
- Luftfederung
- 150 PS und Automatik für ein entspanntes Fahren
- Maxi Fahrgestell mit 4,25 to., da es mit dem 3,5 to. Knapp wird, bzw. nicht funktioniert

Ach ja der SUN hat einen Doppelboden, gut gegen kalte Füße und mehr Stauraum

Wir würden es sieder so machen, evtl.auch einen SUN I, aber ohne Hubbett - wäre auch cool

Also viel Spaß beim grübeln.

mafrige am 28 Okt 2018 16:49:47

Du solltest noch verraten, ob du unter 3,5 T bleiben möchtest.

JohnnyMcPac am 28 Okt 2018 17:58:06

Ja. Das ist auch noch eine offene Frage...
Ich lese hier gerade die Vor- und Nachteile durch. Momentan möchte ich am Liebsten beides :lach:
Soll heißen: Vorschläge für beides sind willkommen.

JohnnyMcPac am 28 Okt 2018 18:34:24

otmar hat geschrieben:...schnippel....
- Dachklima
- SOG

Hallo Otmar,
danke Dir! Ja, der Knaus ist eine mögliche Option.

Kannst du mir noch verraten, wo sich die Dachklima den Strom holt?
Was ist SOG?

otmar am 28 Okt 2018 18:52:30

Servus,

die Dachklima funktioniert nur mit Landstrom - 230 Volt
SOG ist eine Entlüftung für die Toilettencassette.

Fledermaus am 28 Okt 2018 19:23:37

Servus

VI sind super der Ausblick während der Fahrt und das Raumgefühl auch wenn die Rollos zu sind ist einmalig, meine Frau meinte auch immer die fehlende Seitentür-die Fahrertür habe ich bei unseren schon verbaut und wir steigen immer nur bei der Aufbautür ein und aus,- Schuhe wechseln und keinen Schmutz bei schlechten Wetter und so. Wärmedämmung bei VI besser als bei TI, der einzige Nachteil den ich bis jetzt ohne Fahrer-Beifahrertüren bemerkt habe sind das man sich halt überlegt auf einen Parkplatz stellen muss- damit sich kein PKW nicht zu Knab vor die Aufbautür stellt.

Fahren Pilote: schau doch auch bei den Franzosen, ein Quensbett haben wir statt den Längsschläfer bevorzugt, +Kuscheln - Platzbedarf

Viel Spaß beim suchen

JohnnyMcPac am 29 Okt 2018 22:53:16

Was du mit dem Raumgefühl beschreibst, habe ich auch so im VI erlebt. Aber ist mir das rund 10.000 EUR mehr wert? Weitere Argumente für/gegen VI

Queensbett ist zu kurz und zu schmal

Fledermaus am 30 Okt 2018 08:00:25

Servus
VI ohne Hubbett, sondern mit Kästen rings rum,- das war mir der Mehrpreis zum TI wert, frei Aussicht während der Fahrt-bei den meisten TI wird der Originalfahrersitz 4-5cm angehoben für die Dreheinheit, dadurch bedingt schlechtere Aussicht.
Für mich ist der Bewegungsfreiraum bei Schlechtwetter wichtig, und das gibt es nur beim VI-ein gutes Gefühl.

Wichtig war uns auch noch das das Bett genügend Luftraum hat und nicht so eine Schlafnische ist. Verzicht auf eine höher Garage - durch den Doppelboden kann ich viele Sachen dort verstauen - hat noch den Vorteil der besseren Gewichtsverteilung
den TI den wir 2017 hatten ( Bürstner Lyseo mussten wir wegen 63 Mängel wandeln) war auf der Hinterachse ständig überlastet - und auf der Vorderachse zu wenig Gewicht. Gesamtgewicht 4,2t kann das dadurch gut vergleichen TI-VI

Die Küche genügend Arbeitsfläche hat.
Der Schlafbereich vom Wohnraum mit einer Tür getrennt werden kann. 2 TV Geräte bzw. unterschiedliche Schlafgewohnheiten- auf Stehzeiten.
Das gab es zwar bei Pilote nicht ganz genau,- hab es dann mit Original Platen passend gemacht. wollte ein Ausstellungsfahrzeug und nicht 12 Monate warten.
Unser Fahrzeug ist für zwei.
mit 4,5t 1000kg Zuladung kommen wir recht gut aus.

Viel Glück
Fledermaus

Fledermaus am 30 Okt 2018 08:16:45

Servus nochmal

Dachklima haben und brauchen wir nicht - wir öffnen die Fenster und das reichte auch bei den heurigen Temperaturen.

2. Batterie ein muss, mit Booster für eine Ordentliche Ladung während der Fahrt -wir haben 380Ah zur Verfügung und brauchten voriges Wochenende mit Heizung ca. 80-100Ah 2xTV am Abend Nespresso Heizung mit Ladewandler - somit kann ich auch noch auf schlecht abgesicherten Plätzen alle Geräte verwenden - der Landstrom versorgt dann bei uns nur den EBL und Kühlschrank

Sog ein wichtiges Zubehör - das muss sein

Für mich ist das Womo ein Fass ohne Boden - das will ich haben - das brauchen wir :lach:

Servus

Tinduck am 30 Okt 2018 08:52:14

Ein gutes Raumgefühl gibt es auch in grösseren Alkoven, da ist auch die Kopffreiheit bzgl. deiner Grösse sehr gut. Und Alkovenbetten (quer) sind auch deutlich über 2 m lang.

Beim VI stören mich die fehlenden Beifahrer- und oft auch Fahrertüren extrem. Lass da mal an der Mautstelle dein Ticket fallen, das Hupkonzert wird episch, bis du deine Pantoffeln gegen Strassenschuhe getauscht und aus der Aufbautür raus und ums Mobil rum bist, dann noch das ganze Retour... :D

Wenn man VI und TI gegenüberstellt, sieht das so aus:

Raumgefühl: plus für VI

Fahrgefühl: plus für VI

Wintertauglichkeit: plus für VI

Zugänglichkeit: plus für TI

Preis: plus für TI

In allen Punkten ausser dem Fahrgefühl kann ein Alkoven mithalten oder ist besser (Wintertauglichkeit). Nachteile da sind Spritverbrauch, Optik (Geschmacksache) und Höhe, wobei die seltenst eine Rolle spielt.

Jaja, ein neues Womo ist keine einfache Sache :-)

Ach ja, wenn Du schon über 3,5 Tonnen gehst, such dir was mit Heckantrieb. Frontantrieb ist zwar sehr verbreitet, aber nur, weil das die Fahrzeuge billiger und flacher macht. Von der Fahrphysik her ist ein Heckantrieb bei hecklastigen Fahrzeugen (= Womos) überlegen.

bis denn,

Uwe

Asterixwelt am 30 Okt 2018 10:54:58

Fahre ein 130 PS WOMO und bei 90 - 100 Km/h hat man noch genügend Reserven.

gruß

Michael

Tilly1963 am 30 Okt 2018 11:04:49

Wir fahren den T447 mit 130 PS. Für uns vollkommen ausreichend. Bin auch 1,90 groß, passt ! Wintercamping ist auch ohne doppelten Boden absolut möglich. Da friert nix fest !! Haben aber unter der Sitzgruppe für Notfälle einen Heizlüfter. Wird aber selten gebraucht. Die Truma mit 6 KW bringt die Kiste auch bei Kälte gut ins Schwitzen. Also alles in allem absolut OK !!

Duc1302 am 30 Okt 2018 19:03:58

Beim VI sollte man das Thema Sicherheit bedenken. Bilder von Womo-Unfällen zeigen, wie es den (Karton)-Aufbau meist in alle Einzelteile zerlegt. Im TI und im Alkoven sitze ich immerhin in einem Fahrerhaus, das von den Herstellern Crashtests unterzogen wurde. Das vermittelt mir ein sichereres Gefühl. Hab noch nie was davon gehört, dass ein Hersteller eines VI einen Crashtest durchgeführt hat. Weiß jemand im Forum mehr dazu?

JohnnyMcPac am 30 Okt 2018 22:50:30

Hallo zusammen,

erstmal danke für eure Ratschläge/Hinweise.

Uwe: Danke für die Pro & Contras. Eine Fahrertür käme in einen VI auf jeden Fall rein. Guter Hinweis mit dem Heckantrieb. Mal sehen, ob es das in meiner eingeschränkten Palette an möglichen Womos zur Verfügung steht. Alkoven ist bereits ausgeschieden.

Michael: Prima. Ich habe es nicht geschrieben, weil es schon fix ist: Automatik. Ich meine aber, dass die Leistungsverluste durch diese Getriebeart der Vergangenheit angehören (oder?). Sprich nur deswegen die 150 PS Variante zu nehmen ist nicht mehr nötig.

Tilly1963: Ah! Ein T447 Owner! Die "Truma mit 6KW" ist Standard, richtig? Euch fehlt die Fußbodenheizung also nicht? Meinst du, du könntest noch was zu den anderen Sachen (Backofen, Dachklima, 2te Battiere) sagen. Ob ihr es (nicht) habt. Ob ihr es (nicht) vermisst. Ist es evtl gar überflüssig.

Duc13202: Ja, stimmt. Das Thema will man erstmal nicht hören. Aber eine gute Frage. Mein gesunder Menschenverstand meint, dass der VI ja einen viel größeren Raum zwischen Fahrersitz und Front hat und von daher eigentlich sicherer sein müsste. Aber wenn das alles nur Pappmaché ist....

Rockerbox am 31 Okt 2018 08:49:32

Hallo Johnny,

wir fahren auch einen T447 mit dem wir sehr zufrieden sind. Auch unserer hat die 6kW-Truma und die ist mit einer kleinen Heizungsoptimierung absolut ausreichend für das Mobil. Ob man Dinge wie Backofen, Dachklima braucht muss jeder für sich selber entscheiden, wir haben beides nicht, dafür ausreichend Solar am Dach und 300 Ah LiFeYPO4-Akku und auch sonst einiges umgebaut / optimiert / personalisiert, vieles davon findest du auch hier im Forum.

Wenn du Detailfragen hast, nur her damit!

xenio am 31 Okt 2018 09:27:09

Hallo JohnnyMcPac,
ich fahre einen Carado t448 und schildere Dir meine Ansichten zu Deinen Fragen:

Ti oder Vi
Vi finde ich toll wegen Raumgefühl, aber die 10 T€ mehr waren es mir nicht wert.

150 PS
Wenn man das Geld über hat finde ich es nicht verkehrt, weil man mehr Kraftreserven hat. Aber ich habe es bislang nicht wirklich vermisst, weder auf der Autobahn (bin schneller als 90 -100 kmh unterwegs) noch in den Bergen, außer einmal eine sehr steile Privatstraße hoch zu den Dreizinnen.

2. Aufbaubatterie
Habe ich mir einbauen lassen, aber eigentlich nicht gebraucht. Ich stehe meist auf Stellplätzen, wo es Strom gibt, weil ich für mich in angesagten Orten wenig geeignete zentrale Plätze fürs freie Stehen finde. Bin ich auf dem Stellplatz, habe ich bislang immer Strom gehabt. Insofern brauche ich auch kein Solar oder Wechselrichter...

Fußbodenerwärmung
Habe ich vorher auch überlegt, aber bislang überhaupt nicht vermisst. Bei mir befindet sich wie beim Carado t447 ein Podest an der Sitzgruppe, sodass der Boden hier quasi gedoppelt ist. Bei meinem kältesten Urlaub bis knapp -10 Grad habe ich die Fußbodenerwärmung überhaupt nicht vermisst. Auch im restlichen Fahrzeug ist mir der Boden nicht zu kalt. Bei Carado befindet sich die Fußbodenerwärmung - meine ich- nicht unter dem Tisch der Sitzgruppe, sondern nur im Gangbereich. Da ist der Nutzen dann schon eingeschränkt.

Backofen:
Wollte meine Frau, war mir zu schwer und brauchen wir letztlich nicht. Kleinere Gerichte lassen sich mit dem Herd zubereiten, große Koch- und Backaktionen fangen wir nicht an. Ca. jeden 2. Tag gehen wir essen. Backofen ist auch recht schwer, glaube ich.

Dachklima
habe ich nicht, ist aber auf jeden Fall in meinem nächsten Womo drin. Für mich ist das ein Muss, wenn man im Sommer z.B. an der Adria oder Kroatien Urlaub machen will. In Deutschland braucht man es meiner Meinung nach nicht, weil es sich abends dann meist mehr abkühlt als in südlichen Gefilden.

Noch ein Abschlusssatz:
Für mich bedeutet Camping oder Reisen mit dem Wohnmobil, dass nicht alles so perfekt wie zu Hause sein muss. Sonst kann man auch ein Hotelzimmer buchen statt ein Wohnmobil zu kaufen. Ich muss auch nicht für alle Eventualitäten gewappnet sein. Aber jeder sieht das nun mal anders.

Schöne Grüße
Jens

rkopka am 31 Okt 2018 10:40:15

xenio hat geschrieben:2. Aufbaubatterie
Habe ich mir einbauen lassen, aber eigentlich nicht gebraucht. Ich stehe meist auf Stellplätzen, wo es Strom gibt, weil ich für mich in angesagten Orten wenig geeignete zentrale Plätze fürs freie Stehen finde. Bin ich auf dem Stellplatz, habe ich bislang immer Strom gehabt. Insofern brauche ich auch kein Solar oder Wechselrichter...

Auch hier ist wieder die Frage nach den Urlaubsgewohnheiten. Auf deutschen SP, besonders den "besseren" ist es wohl kein Problem. Dieses Jahr in F habe ich selbst auf ausgewiesenen und teils nicht billigen SP praktisch nie eine Steckdose gesehen. In I ein wenig mehr, auch mit Münzen. Wenn du also nicht auf CP und ins Ausland willst, und mal mehr als eine Nacht wo stehen willst, dann brauchst du große Batterien und/oder Solar. Selbst auf CP kann sich eine günstige Solaranlage nach relativ kurzer Zeit "rechnen". Heuer €5,5/Tag in F. Abzüglich Gas (KS) sind das etwa €4/Tag. Bei meinen Kosten sind das allein etwa 100Tage. Mit meiner einfachen ersten Anlage nicht mal 30. Außerdem gibt es einem mehr Freiheit bei der Platz/Routenwahl.

Backofen:
Wollte meine Frau, war mir zu schwer und brauchen wir letztlich nicht. Kleinere Gerichte lassen sich mit dem Herd zubereiten, große Koch- und Backaktionen fangen wir nicht an. Ca. jeden 2. Tag gehen wir essen. Backofen ist auch recht schwer, glaube ich.

Backen kann man auch mit Omnia oder so. Wer jeden zweiten Tag einkaufen kann und gerne auch mal essen geht, kommt sicher ohne aus. Wer eher eine Woche im Nichts steht oder ein Koch/Backfan ist, wird ihn vielleicht vermissen.

Dachklima
habe ich nicht, ist aber auf jeden Fall in meinem nächsten Womo drin. Für mich ist das ein Muss, wenn man im Sommer z.B. an der Adria oder Kroatien Urlaub machen will. In Deutschland braucht man es meiner Meinung nach nicht, weil es sich abends dann meist mehr abkühlt als in südlichen Gefilden.

Es kommt sicher auch darauf an, was man für sich noch als akzeptabel ansieht. Wer nur bis 24°C schlafen kann, braucht wohl im Sommer im Süden eine Klima. Wer auch mit 30°C auskommt oder nur im Norden oder im Frühjahr/Herbst Urlaub macht, eher nicht.

RK

DieselMitch am 31 Okt 2018 11:42:10

Nun ich auch mal, wenn ich auch keinen T447 fahre :wink:

Dachklima: Jaa... aber so ein Klumpen wiegt massig Kilos und kann NUR auf Plätzen mit ausreichender Stromversorgung (6A ist in der Regel zu wenig, da hüpft die Sicherung beim Einschalten gleich raus :( ) genutzt werden. Da geht viel Zuladungskapazität flöten, und der T447 ist ja kein Leichtgewicht so wie der T345 :eek:

Backofen: Nice to have .. oder auch nicht! Ich hatte in meiner Adria Izola einen Backofen, den habe ich in den Jahren vielleicht 3 Mal genutzt. Im letzten Wohnwagen hatte ich auch einen, ca. 35cm über dem Boden montiert, da muss man sich immer vor legen und zusehen, wann dieser magische Übergang von "fertig" zu "verbrannt" stattfindet :evil:. Außerdem auch noch ein Zuladungsfresser.

Und wenn ihr sowieso hauptsächlich auf CP mit vernünftiger Infrastruktur (Wasser, Abwasser, Strom) stehen wollt, ist die 2. Aufbaubatterie auch nur rausgeschmissenes Geld. Ich als "Verwöhntcamper" :roll: , der immer auf ausreichend versorgten Plätzen steht, benötige die Aufbaubatterie nur als Puffer für Ausfahrten oder Pausen auf den Reisen, weil sonst der Kühlschrank auch mit Gas nicht alleine funktioniert, die brauchen eben ihre 12V so wie die Toilettenspülung und die LED-Lämpchen.

Wenn's der Händler zulässt, einfach mit dem Wunschmobil mal eine Probefahrt machen ... zur örtlichen Waage, dann relativieren sich viele Sonderausstattungswünsche :roll:

Rockerbox am 31 Okt 2018 12:13:38

DieselMitch hat geschrieben:Ich als "Verwöhntcamper" :roll: , der immer auf ausreichend versorgten Plätzen steht, benötige die Aufbaubatterie nur als Puffer für Ausfahrten oder Pausen auf den Reisen, weil sonst der Kühlschrank auch mit Gas nicht alleine funktioniert, die brauchen eben ihre 12V so wie die Toilettenspülung und die LED-Lämpchen.


Die neueren Thetfords laufen auch mit 6 x 1,5V-AA-Batterien, dann kannst sie auch ohne Bordnetz mit Gas betreiben, nur der Vollständigkeit halber :wink:

Uwe1007 am 31 Okt 2018 13:16:52

Hallo,
wir sind eigentlich noch Neulinge im Womobereich.
Letztes Jahr einen Weinsberg Teilintegrierten geliefen, dann auf der CMT 2017 einen Carado I449 bestellt.
Im März diesen Jahres in Neustadt abgeholt und seitdem rund 8500km unterwegs gewesen.
Ein paar kleinere Mängel, die ich teilweise selbst behoben habe, ansonsten alles ok.
Zu drei deiner Fragen kann ich auch eine, natürlich subjektive Antwort geben:

BACKOFEN
Haben wir gleich mitbestellt. Nimmt zwar Stauraum weg, aber Stauraum ist im 449 ausreichend vorhanden.
Wir wollen das Teil auch nicht mehr missen. Du hast halt nicht immer die Möglichkeit, morgens Brötchen
zu holen. Also Aufbackbrötchen aus dem Tiefkühlfach, in den Backofen, fertig.
Oder mal auf die Schnelle eine Pizza aufbacken oder ähnliches.

DACHKLIMA
War im Sommer drauf und dran, sowas noch nachrüsten zu lassen, hatte aber dann aus
zeitlichen Gründen nicht mehr geklappt.
Mittlerweile denke ich: muss nicht wirklich sein, da wir relativ oft ohne Strom stehen und
dann nutzt das Teil eh nichts.

2. BATTERIE
Hatten wir direkt mitbestellt. Da wir (noch) kein Solar haben, hat sich das sicher schon bewährt.
Wir haben bis zu 3 Tagen problemlos ohne Strom gestanden. Allerdings haben wir auch
keinen Wechselrichter und nutzen dann keine elektrischen Geräte außer
Fernseher, Handies und Tablet aufladen.

Grundsätzlich sind wir mit unserem I449 sehr zufrieden. Auch die 130 PS finde ich ausreichend.
Einziges Manko: Das Hubbett treibt einen manchmal in den Wahnsinn mit Knarren, Knattern und Rappeln.
Werde das noch mal mit dem Händler besprechen, da ich mir nicht ganz sicher bin, ob man
das hinnehmen muss.

LG
Uwe

mafrige am 31 Okt 2018 17:05:08

Hallo Jonny,

bei VI oder TI mit Doppelboden bist du über 3,5 t. Der VI hat in der Regel keine Airbag. Die originale Fahrerkabine mit Airbag ist schon das Sicherste, was momentan für TI und Alkoven zu haben ist. Schau dir Mal die Euramobilserie Forster an.
Kein Holz alles GfK, auch der Boden.

PS: Die Carado und Co. sind mit Holzgestell und Styropor gebaut!
Darum werden sie auch nicht mehr unter den Namen von Hymer verkauft!

Dieselreiter am 31 Okt 2018 17:16:27

JohnnyMcPac hat geschrieben:noch was zu den anderen Sachen (Backofen, Dachklima, 2te Battiere) sagen.

Haben wir nicht / noch nie vermisst.

Backofen ... dazu fehlt mir der Anwendungsfall. Ja klar weiß ich, was man damit macht, aber im Womo? Backen und braten tu ich zuhause, im Womo wird gegrillt oder im Topf gekocht. Wir wollen unsere Freizeit nicht mit zuviel Küchendienst verbringen.

Dachklima haben wir - aber noch nie gebraucht.

2. Batterie war auch noch nie erforderlich, wir haben keinen SAT und nur selten hängt der Läpi am WR. Licht, Handy laden und Pumpe, das hält ein paar Tage, mit Solar im Sommer sogar wochenlang.

Rockerbox am 31 Okt 2018 19:40:44

mafrige hat geschrieben:
PS: Die Carado und Co. sind mit Holzgestell und Styropor gebaut!
Darum werden sie auch nicht mehr unter den Namen von Hymer verkauft!


Das mit Holzfachwerk und Styropor stimmt, aber Carado wurde im.W. immer unter Carado und nie als Hymer verkauft, wenngleich es eine Hymer-Tochter ist.

Welchen Einfluss hat der Name auf die Qualität?

Dieselreiter am 31 Okt 2018 20:18:25

Rockerbox hat geschrieben:Welchen Einfluss hat der Name auf die Qualität?

Na einen guten, hoffe ich doch. :wink:

Der Familien-Name Hymer war jedenfalls für mich mit ein Grund für den Carado-Kauf und ich habe bisher nichts bereut. Ich hab nichts an Holzgestell und Styropor auszusetzen, gelobt sei, was funktioniert.

Rockerbox am 31 Okt 2018 20:28:18

So sehe ich das auch. Nur weil die Hymer- Tochter unter ihrem eigenen Markennamen verkauft wird muss sie ja nicht schlecht sein :D

Tinduck am 01 Nov 2018 08:04:08

Dieselreiter hat geschrieben: gelobt sei, was funktioniert.


Da könnte man ganz platt dagegen setzen ‚Das Bessere ist des Guten Feind.‘

Die meisten von uns haben ja auch keine Röhrenfernseher mehr zuhause, obwohl die auch prima funktioniert haben.

Bei einem (womöglich unbemerkten) Wassereintritt, der bei jedem Mobil passieren kann, ist Holzfachwerk mit Styropor - tschuldigung - einfach Mist. Das muss man sich heute nicht mehr geben, es gibt genug Alternativen, auch im unteren Preissegment, z. B. Forster und die ganzen Italiener.

Aber gut, dem einen sind eben die inneren Werte wichtig, dem zweiten das Möbeldekor und dem nächsten der Markenname.

bis denn,

Uwe

Dieselreiter am 01 Nov 2018 08:22:25

Tinduck hat geschrieben:Bei einem (womöglich unbemerkten) Wassereintritt, der bei jedem Mobil passieren kann, ist Holzfachwerk mit Styropor - tschuldigung - einfach Mist.

Da könnte man ganz platt dagegen setzen 'Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben'. Es gibt tausende alte Womos, die allesamt noch dicht sind.

Aber wie immer im Leben ist alles nur eine Preisfrage.

JohnnyMcPac am 01 Nov 2018 09:00:10

:-o Junge, da ist ja ordentlich was zusammen gekommen. Erstmal an Alle: Danke!

Adi: Ich denke in Sachen Strom brauche ich Nachhilfe. Ich überlege gerade, ob ich die Fragen in diesem Thread stelle. Fürchte aber, wir kommen dann vielleicht zu weit weg, von den Ursprungsfragen. Ich stelle sie später und schick dir evtl. auch ein PN, wenn das ok ist.

xenio: Danke, dass du dich mit allen Fragen auseinandergesetzt hast! Hast dir ja richtig Mühe gemacht :).
Deine Aussage zu VI/TI trifft den Nagel auf den Kopf. Momentan hält sich mein inneres "wünschdirwas" noch bei VI, der Realist geht eher in Richtung TI.
:?: Sag mal - gibt es beim TI eine Alternative zu dem nervigem Vorhang? Also auch Fensterrollos wie beim VI? Wir fanden den Vorhang in unserem Mietmodell nicht so toll und in den Ausstattungslisten habe ich nichts gefunden.
Neugierige Fareg: Mit wie vielen Personen seid ihr normalerweise unterwegs? (das hilft mir, deine Aussage mit dem Raumgefühl besser einzuschätzen)
Dein Schlusssatz: Stimmt, das sollte man nicht vergessen.... :)

rkopka: Du bringst es auf den Punkt: Es kommt darauf an. Persönliche Vorlieben, wo sind wir wie unterwegs und wie autark wollen/müssen wir sein.
-> Das ist uns noch nicht ganz klar. Wir werden sicherlich auf Campingplätzen nächtigen, aber auch "draußen". Aber nicht 3 Wochen in der Wüste oder in der Arktis.
Mir ist klar: Das macht es nicht einfacher....

Michael: Das Gewichtsproblem. Ja ist mittlerweile ein großes Thema für mich geworden. Ich wollte eigentlich auflasten. Beim Carado also auf 3,8t. Aber die hier genannten Nachteile sind schon nicht ohne....

Uwe: Du hast einen TI getestet, dich dann für eine VI entscheiden. Magst du mir noch ein paar Gründe verraten, warum?
Das mit dem Geräuschen, die das Hubbett (ich nehme an, du meinst im hochgefahrenen Zustand während der Fahrt?) würde mich schon nerven. Vor allem, weil wir es nicht haben wollen...

Gerd: Forster erfüllt nicht die Mindestbedingungen: -> Mindesthöhe 210 innen, Bettenlänge mind. 1x210 besser 215cm

Peter: Danke. Anwendungsfälle Backofen: Aufwärmen (was sich nicht gut im Topf erhitzen lässt), bestimmte Gerichte (überbacken) und auch mal ein TK-Gericht. Weniger backen im Sinne der Weihnachtsbäckerei :D
Was ist ein Läpi?

Die Sache mit den Materialen beim Aufbau ist ein neues Thema. Wenn so ein schickes neues Womo vor einem steht, sieht man das natürlich nicht. Und da es auch in den Ausstattungslisten nicht vorkommt, fällt einem diese Thema als Neuling nicht vor die Füße. Kurzum: ist mir neu.
Holz und Styropor als Fundament im Fahrzeug. Erstmal -> :eek: Aber: wie schlimm ist eigentlich wirklich? Ich nehme an, bei Holz ist das Gewicht ein Problem. Wassereinbruch wird genannt. D.h., das Holz quillt auf und..... ? Hat man in de Fall nicht sowieso ein generelles Problem?
Auf der anderen Seite: Ich möchte ein Womo kaufen, das mich die nächsten mind. 20 Jahre begleitet. Mir ist schon klar, dass niemand weiß, was in 5, 10 oder gar 20 Jahren ist und ob wir uns nicht zwischendurch doch ein anderes Teil kaufen. Aber so ist unsere Planung Stand heute eben.

mafrige am 01 Nov 2018 12:13:40

Also ich habe 2002 einen Hymer Camp mit Alkoven gekauft. Der war damals bereits in PUAL Bauweise, außen Alu, innen Sperrholz und dazwischen mit einem geschlossenporigen Schaum verklebt. Absolut wasserfest! Danach aus Kostengründen hat man die Alkoven und einige TI aus Hymer ausgelagert, Carado als Hymer Tochter gegründet und ist auf einer Bauweise der 1960 Jahre zurückgegangen. Holz und auch Styropor saugen Wasser auf. Standard ist jetzt, beidseitig Alu oder GfK mit geschlossenporigen Schaum verprasst! Absolut wasserdicht, da kann nichts quellen. Ich nenne sowas Gewinnmaximierung auf Kosten der Verbraucher, aber wer sowas mitmacht?

rkopka am 01 Nov 2018 17:12:37

JohnnyMcPac hat geschrieben:Was ist ein Läpi?

Laptop

D.h., das Holz quillt auf und..... ? Hat man in de Fall nicht sowieso ein generelles Problem?

Aufquellen dürfte weniger das Problem sein. Ich hatte sowas bei meinem alten Womo. Da war nichts dicker geworden. Das Wasser kommt schlecht wieder raus. Einige wieder trockene Holzteile hatten an Festigkeit verloren. Das Styro hält das Wasser auch und wenn dann innen nur eine Holzschicht ist, kann die feucht werden.

RK

Tinduck am 01 Nov 2018 17:23:44

JohnnyMcPac hat geschrieben:Holz und Styropor als Fundament im Fahrzeug. Erstmal -> :eek: Aber: wie schlimm ist eigentlich wirklich? Ich nehme an, bei Holz ist das Gewicht ein Problem. Wassereinbruch wird genannt. D.h., das Holz quillt auf und..... ? Hat man in de Fall nicht sowieso ein generelles Problem?
.


Wenn in so ein Holzfachwerk Wasser eindringt, wird es vom gut Wasser saugenden Styropor bis ans Holz gebracht, und das fängt dann an zu modern. Wenn es das unbemerkt eine Weile tut, tritt der berühmte Torf auf, such mal nach dem Stichwort im Forum, da gibt es tolle Bilder zu sehen.

Kann man (mit viel Zeit und einem trockenen Stellplatz) alles selbst reparieren, aber nicht jeder möchte sein Mobil einen Monat lang (wenn man dranbleibt) zerlegen und wieder zusammensetzen. In der Werkstatt ist die Reparatur eines grösseren Torfschadens unbezahlbar, quasi sofortiger wirtschaftlicher Totalschaden.

Wenn man ein Mobil in so einer Bauweise ohne Vorwissen kauft, OK. Aber wenn man von diesen Problemchen schon mal gehört hat und das Budget auch für was anderes reicht.... zumal z. B. Forster auch nicht teurer verkauft als Carado.
Jedes Womo hat so seine Schwachstellen, und irgendeinen Kompromiss muss man immer eingehen. Aber ich würde nicht den eingehen, dass mir die Kiste potentiell unterm Hintern wegfault. So ein Holzfachwerk braucht regelmässige Dichtigkeitskontrollen, auch nach Ablauf der Hersteller-Dichtigkeitsgarantie. Sollte eigentlich nur zusammen mit einem guten Feuchtigkeitsmessgerät verkauft werden. Kann man alles machen, aber was um alles in der Welt macht ein Holzfachwerk so toll, dass man es unbedingt haben muss??

bis denn,

Uwe

xenio am 01 Nov 2018 19:21:27

JohnnyMcPac
Eine Fahrerhausfaltverdunklung wird Dir wohl der Händler gegen Aufpreis einbauen, ebenso wie manch anderes Zubehör, dass Du nicht in der Carado-Aufpreisliste findest. Ich bin mit meiner Frau und einem 11-Jährigen unterwegs

Zu Holz u. Styropor:
Das Argument für Carado war für mich das Gewicht. Forster und Roller waren bei der 7,40 m Länge entweder über 150 kg oder über 200 kg schwerer, die genauen Werte kann man nachlesen. Ich wollte bei den Sachen, die ich mitzunehmen gedenke, nicht überladen in den Urlaub fahren. So ist meine Wahl auf den Carado t448 gefallen, der aufgrund des kombinierten Bades (ich dusche nicht im Auto) beim heutigen Modell nur 2.770 kg Masse in fahrbereitem Zustand + Zubehör hat. Für manch anderen mag die Abwägung anders ausfallen, jeder muss es für sich nach seinem Nutzungsverhalten abwägen. Wenn ich irgendwann zu zweit unterwegs bin, wäge ich vielleicht zu einem kleineren Forster ab :-)

Schöne Grüße
Jens

JohnnyMcPac am 01 Nov 2018 21:00:19

Tinduck hat geschrieben:...schnippel... z. B. Forster auch nicht teurer verkauft als Carado.
aber was um alles in der Welt macht ein Holzfachwerk so toll, dass man es unbedingt haben muss??

Nichts. Mein Problem, die Auswahl der Modelle ist sehr eingeschränkt, denn: Mindesthöhe 210 innen, Bettenlänge mind. 1x210 besser 215cm sind obligatorisch.
Damit ist Forster aus dem Rennen.

In Sachen Carado gibt es auch diese Aussage: "Also nicht nervös werden, an Carados gibt es wirklich aeusserst selten Feuchteschäden." -> --> Link

Wisst ihr, wie das mit den Materialien bei Dethleffs aussieht? Bzw. bei den anderen in meinem Eingangsbeitrag genannten Modellen/Herstellern?

JohnnyMcPac am 03 Nov 2018 22:16:46

So, der Thread scheint etwas ins Stocken geraten zu sein...
Nochmal allen vielen Dank, die sich damit auseinandergesetzt haben. Ich hatte mir noch ein etwas weiteres Antwortspektrum erhofft. Mal sehen...

Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. Meine Fragen aus dem Eingangsbeitrag und mein persönliches Fazit:

F: Weitere Modelle (mit Stehhöhe innen und Bettenlänge mind. 210 cm)?
A: Da kam nichts mehr rein.

F: TI oder VI?
A: Raumgefühl VI besser. Aber der deutlich höhere Preis nur dafür kann ein K.O. Kriterium sein. Hat auch Nachteile (fehlende Beifahrertür). Sicherheit unkar.

F: 130 oder 150 PS?
A: 130 reichen (außer Extremfälle. ->Jens (xenio): Ausgerechnet die Straße zu den Drei Zinnen wollen wir hoch. Kein Scherz!)

F: Zweite Aufbaubatterie?
A: Wenn man auch mal mehr als 2 Tage autark stehen will: ja. Ich glaube ich tendiere aber zum Solar.

F: Fußbodenerwärmung?
A: Verzichtbar

F: Backofen?
A: Ich lese eine Tendenz zu "braucht man nicht" raus

F: Dachklimaanlage?
A: Hier scheinen die Meinungen am Extremsten zu sein. "Unbedingt" oder "bloß nicht" lese ich daraus. Die Vorteile sind mal klar. Die Nachteile: hohes Gewicht, minus Deckenhöhe, mein Umweltbewusstsein, läuft nur mit externen Strom und selbst das nicht überall. Das muss ich mir noch gut überlegen.

Was meint ihr, lese ich das richtig aus den bisherigen Antworten?
Ich würde mich freuen, wenn sich auch noch andere äußern.
Ansonsten: Anregungen, Tipps oder Vorschläge?

Grüße
Joachim

Dieselreiter am 03 Nov 2018 23:46:42

Hi Joachim,

du gibst ja auf die Meinung anderer etwas, auch wenn sie unterschiedlich sein mag ... :wink:

F: 130 oder 150 PS?
M: Mit 130 kommst du jeden (!) Berg rauf.

F: Zweite Aufbaubatterie?
M: Ist eine Option, aber ohne Solar sinnlos. Wer immer am Landstrom hängt, braucht beides nicht.

F: Backofen?
M: Das mit der TK Kost ist eher ein No-Go. Okay, wir essen auch gerne mal ein Stück Brot mit Sardinen aus der Dose (weil es uns schmeckt ^^), aber sonst wird unterwegs frisch eingekauft und frisch gegessen ... oder ein Restaurant besucht.

F: Dachklimaanlage?
M: Ist eine Option, aber ohne Landstrom sinnlos. Braucht man nur in megaheißen Sommern.

gustavohellowien am 03 Nov 2018 23:55:17

Wir haben jetzt schon unser zweites Womo mit Backofen. Ein Womo ohne diesen ist für uns ein NoGo.
Fahren im Winter oft länger in die Alpen. Dort wird auch oft sogar Brot im Backofen gemacht. Außerdem wird dieser bei uns zum Kuchenbacken und für Aufläufe genutzt.

Grüße
Robert

Duc1302 am 04 Nov 2018 00:09:00

Hallo Joachim,
dann will ich mal versuchen, dich bei deiner Meinungsfindung etwas detaillierter zu unterstützen.
Wir sind seit gut vier Jahren mit einem Sunlight A70 Alkoven unterwegs. Anfangs waren uns die sechs Gurtplätze wichtig, weil ja möglicherweise eins oder mehrere unserer fünf Kinder mitfahren. Das hat sich mittlerweile erledigt. Wenn sie mit uns urlauben, reisen sie mit eigenem PKW nach, wenn wir vor Ort die Infrastruktur hergestellt haben (Stellplatz bezogen, Markise ausgefahren, Tisch und Stühle aufgestellt, 6m Tunnelzelt für Nachwuchs aufgebaut). In der Regel reisen wir aber nur noch zu zweit.
Dennoch möchten wir den Alkoven nicht missen, denn in ihm transportieren wir das Campingmobiliar, gleichzeitig haben wir mehr Gewicht auf der Vorderachse was oft schon entscheidend half, die Fuhre wieder aus der nassen Wiese zu schaffen. Außerdem spendet so ein Alkoven dem Fahrerhaus Schatten, weshalb wir fast nie mit Klimaanlage fahren.
Im A70/Carado 464 hast du zwei Betten zur Auswahl. Im Heck 150/135 x 210 cm und im Alkoven 160 x 210 cm. Die Stehhöhe müsste ich jetzt nachmessen, jedenfalls habe ich mit 186 cm noch reichlich Luft nach oben. In der Dusche kannst DU aber definitiv nur gebückt stehen.
Thema Standklima: Haben wir bisher nicht vermisst, auch nicht be 34 Grad im Juli in Südfrankreich. Aufbaubatterien: Wir haben zwei AGMs (zusammen 187 Ah), eine ist fünf Jahre alt, die andere vier. Beide sind topfit, was auch daran liegt, dass sie immer über 200 Wp Solar und entsprechendem Laderegler mit der richtigen Ladekennlinie fit gehalten werden (365 Tage im Jahr). An den Batterien hängt ein 1.500 W Wechselrichter (Chinakracher), der seit 2014 klaglos seinen Dienst verrichtet und die DeLonghi, den Fön, das Plätteisen usw. mit 230 V versorgt. Es ist halt ein sehr gutes Gefühl immer und überall Strom zu haben.
Wir haben 130 PS und die haben bisher gereicht.
Auflastung: Ohne geht es m. E. nicht. Unter 3,5 t bleiben wir nur, wenn wir mit drei Unterhosen und zwei T-Shirts reisen. Daher Auflastung auf 3,85 t. Die gobox nehme ich gern in Kauf und der Minderverbrauch bei 85 km/h macht einen Teil der Maut wieder wett.
Überhaupt, Verbrauch: Kann zwischen 10,5 und 14,5 l auf 100/km pendeln. Je nach Reisetempo und Gegenwind.
Dabei muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass mit Maut und Verbrauch ehrlich gesagt egal sind.
Fußbodenerwärmung haben wir noch nicht vermisst, bei uns liegen partiell Teppiche. Unser Backofen kommt von Omnia.
Zur Qualität des Capron-Produkts: Bin absolut zufrieden. Keine Wassereinbrüche, außer einem klemmenden Rücklaufventil.
Falls ich weitere Fragen beantworten kann, gern.

Gruß
Alwin

p. s. In drei Jahren werden wir umsteigen. Ab dann werden wir mindestens neun Monate jährlich im Womo verbringen und da braucht es alles etwas größer und einen Doppelboden. Unser Favorit: Dethleffs Globetrotter XXL, natürlich wieder mit Alkoven - trotz Heckantrieb.

JohnnyMcPac am 05 Nov 2018 22:10:40

Danke euch!

Dieselreiter hat geschrieben:du gibst ja auf die Meinung anderer etwas, auch wenn sie unterschiedlich sein mag ... :wink:

Ja, wenn sie auf Erfahrungen beruht.

Robert: ok, klare Aussage. Kann ich was mit anfangen!

Alwin: Danke für die ausführliche Antwort! Sunlight hat auch passende Modelle :) Du schreibst " Es ist halt ein sehr gutes Gefühl immer und überall Strom zu haben". - JA, da stimme ich dir zu! Und das Thema werde ich auch angehen.

Abgesehen davon, ich habe zwei Aussagen in diesem Forum gelesen, die meine Gedankengänge beeinflusst haben:

  1. Die erste (ich finde sie leider nicht mehr) lautet sinngemäß: Was macht die Unabhängigkeit eines Wohnmobils mit seinen Möglichkeiten eigentlich für einen Sinn, wenn ich nur Campingplätze anfahre. Wobei die Betonung auf "nur" liegt.
  2. Die zweite kommt aus diesem Thread, von Jens (xenio) "Noch ein Abschlusssatz: Für mich bedeutet Camping oder Reisen mit dem Wohnmobil, dass nicht alles so perfekt wie zu Hause sein muss. Sonst kann man auch ein Hotelzimmer buchen statt ein Wohnmobil zu kaufen. Ich muss auch nicht für alle Eventualitäten gewappnet sein. Aber jeder sieht das nun mal anders."

Damit kann ich mich identifizieren. Auf unserer Probetour waren wir zwar noch etwas zurückhaltend mit dem "wilden" Campen, aber ich denke, das werden wir öfter machen. Das eine Mal war für uns auf jeden Fall ein voller Erfolg. Wir waren am richtigen Ort (Morgenstimmung) und konnten ganz nette Aufnahmen machen:


Das heißt für mich nun:
Aufbaubatterie kommt rein. Solar auch. Und dann muss ich mich mit dem Thema Laderegler, Wechselrichter usw. auseinandersetzen. Hat da jemand einen Tipp, wo man gute und verständliche Infos bekommt, ohne gleich Elektrotechnik studiert haben zu müssen?
Sollte ich mich für einen Gebrauchten interessieren, kann man die zweite Batterie nachrüsten? Solar evtl. auch?

Zu den anderen Fragen noch Anregungen/Ideen/Hinweise?

gustavohellowien am 05 Nov 2018 23:14:35

Habe in meinem Mobil den Wechselrichter selbst eingebaut(Büttner 1200SiN), eine zweite Versorgungsbatterie nachgerüstet und die Solaranlage erweitert. Auch die Satanlage habe ich selbst eingebaut.

Grüße
Robert

Fledermaus am 06 Nov 2018 00:22:08

Servus
Gedanke zum Strom- habe ich Heuer im Frühjahr eingebaut. Du solltest einiges an Grundwissen für die Verarbeitung davon haben, aber kein Studium erforderlich
Batterie Schätzung für den Stromverbrauch Sommer 30Ah/Herbst-Winter 80-100Ah. Wichtig war uns 3 Tage im Winter ohne das Womo zu fahren frei stehen, im Sommer ist es sowieso kein Problem- Stellplätze mit Strom sind für mich nicht mehr wichtig. Solar hat mich nicht überzeugt für den Winterbetrieb, und auch keinen Platz am Dach - Seekajaktransporter.
Ordentliche Kabel und Sicherungen 230Volt Steckdosen und USB Plätze ausreichend montiert.
Ladung über einen Booster - Abhängig von der Lichtmaschine Votronic 90A und Batterie-Computer Votronic. Stromkabel habe ich nur mehr für einen mehrwöchigen Aufenthalt am CP mit.
Wechselrichter- Votronic 1600 ohne Netz-Umschaltung, mache ich selber mit einem 2Pol.Schlisser/Öffner Relais- dadurch kann ich auf einen schlecht abgesicherten CP oder SP die Batterien über den Landstrom Laden und über den Wechselrichter höhere Stromverbräuche realisieren.
Nespresso 2x 230Volt TV-Geräte
Nutzbare Batteriekapazität 380 Volt ein Beruhigendes Gefühl - wir sind Luxusstromverbraucher
Sat und DVBT-Antenne fürs Schlechtwetter

Viele Testfahrten zur Vollsten Zufriedenheit absolviert,...

Viel Spaß beim Grübeln
Servus

Fledermaus am 06 Nov 2018 00:24:59

Servus
das hab ich noch vergessen Büttner und Votronic sind sehr ähnliche Geräte fast gleich nur günstiger

Die Firmen Pro Vent und Fraron haben mich sehr gut unterstützt, Danke dafür

Servus

WERNER1953 am 06 Nov 2018 15:19:11

Die Crashsichrheit beim VI ist nicht vorhanden. Im Oktober gab es auf der A 2 Höhe Lünen im Baustellenbereich in einer Woche zwei Unfalle, bei denen jeweils ein VI auf einen LKW auffuhr. Bei dem ersten Unfall wurde die Beifahrerin getötel. Bei dem zweiten wurden die Insassen wegen der geringeren Aufprallgeschwindigkeit verletzt. Der VI von LMC wurde aber im vorderen Bereich total "zerflättert". Im Netz gibt es Bilder davon.
Wir hatten einen LMC VI gleichen Typs. Nachdem wir die Bilder gesehen haben, sind wir froh, dass wir diese vor einem Jahr verkauft haben und auf einen TI umgestiegen sind.
Auch die enormen Kosten einer neuen Frontscheibe beim VI (i.d.R. 2.500 €) und die fehlende Beifahrertür und häufig auch Fahrertür sind zu bedenken.

Ein VI ist wegen der größeren Breite im vorderen Bereich toll, wenn man steht. Beim Wintercanping hat er eine etwas bessere Isolierung als ein VI. Wenn man keinen Wintercamping machen und viel fahren will, ist m.E. ein TI vorzuziehen, zumal der i.d.-R. 9.000 - 10.000 € billiger ist als der TI desselben Herstelllers mit ähnlichem Grundriß.

Ein holzfreier Aufbau mit XPS oder PU Isolierung und GFK Boden und Dach ist auf jeden Fall einem klassischen Holzfachwerkaufbau mit EPS Isolierung und Holzboden vorzuziehen. Wenn irgendwo Wasser eindringt, z.B. durch eine undichte Fensterdichtung, werden die Wand und der Boden durchfeuchtet. Wasser sucht sich seinen Weg. Wir hatten das Problem selbst mit einem gebraucht gekauften, aber erst 1 Jahr altem Dethleffs Wohnwagen und ein Bekannter von uns mit einem gebraucht gekauften Dethleffs WoMo. Das soll aber nicht heißen, dass das ein spezielles Problem von Dethleffs ist. Es kann bei jedem Hersteller mit klassischen Holzaufbau vorkommen.

JohnnyMcPac am 06 Nov 2018 23:04:26

Ein bisschen habe ich heute mal über das Thema Strom gelesen. Ich lasse das jetzt erstmal sacken.
Evtl. stelle ich meine persönlichen Erkenntnisse mit ein paar naiven Fragen hier ein.

Werner1953: Das hört sich dramatisch an und sieht auch so aus. Ich habe aber in den Berichten nichts zum Unfallhergang gefunden. Ist er vielleicht ungebremst aufgefahren? Der Fahrer hat wohl 2(!) LKW gerammt. Ich würde aus so einem Einzelfall (klar es gibt noch mehr Unfälle, so wie mit TIs auch) nicht gleich einen generellen Schluss ziehen. Auch heißt es nicht, dass ein TI in gleicher Situation Vorteile gehabt hätte.
Ein Anhaltspunkt, dass näher zu beleuchten ist das aber auf jeden Fall.

Das mit dem Aufbau habe ich auf meine Anforderungsliste genommen. Das ist mir mittlerweile auch wichtig.

"in holzfreier Aufbau mit XPS oder PU Isolierung und GFK Boden und Dach" - wie bekomme ich solche Modelle/Hersteller raus?

WERNER1953 am 07 Nov 2018 15:14:06

1) Zum Unfallhergang: Nach dem Bericht der Ruhr Nachrichten hatte der Fahrer des WoMo ein Stauende übersehen . Er versuchte auf die andere Spur auszuweichen. Dabei stieß die rechgtre Seite des VI`s gegen den LKW mit Kastenaufbau, wodurch der gesamte VI Aufbau abgerissen wurde (!). Das Chasis mit den 2 Personen stieß anschließend gegen einen zweiten LKW. Die Frau wurde getötet, der Fahrer schwer verletzt. (Bericht und Fotos der Ruhr Nachrichten im Netz)
Bedenklich sind aber auch die Bilder des nur 2 Tage später im selben Baustellenbereich verunfallten 2. VI´s. Zwar war die Aufprallgeschwindigkeit offenbar geringer; der gesamte Aufbau des LMC VI wurde aber dennoch im Bereich des Beifahrers abgerissen ! (Fotos der Ruhr Nachrichten im Netz)

2) holzfreier Aufbau:
Wenn der Kauf eines neuen oder fast neuen WoMos beabsichtigt ist, muss man sich dessen technische Daten und dort den Punkt Aufbau im Prospekt durchlesen.
Als Hersteller fallen mir ein Hymer, Eura, LMC ab 2014, Cathago die teuren Modellreihen von Dethleffs (Pulse ) und Bürstner und im günstigen Bereich Forster und die teuren Hersteller Niesmann Bischoff, Concorde, Phönix etc.
Bei Gebrauchtfahrzeugen wird es schwieriger. So hatte z.B. Hymer vor ca. 5 Jahren zwar PU Isolierung; aber noch einen Holzboden.

3) Fiat Ducato
Leider hat der Fiat Ducato, der zu 80 - 90 % das Basisfahrzeug der neuen WoMo ist, bis heute keinen Dieselmotor mit Adblue und SMC Kat. Das soll er erst in 1 Jahr bekommen. Ohne diese moderne Abgastechnik dürfte er von Fahrverboten in Städten betroffen sein.
Die optisch gleich aussehenden Citronen Jumper und Peugeot Boxer haben das, da anderer Motor von PSA, ebenso Ford Transit, Renault Master, Mercedes Sprinter und der neue VW Crafter.

Viel Spass bei der WoMo Suche. Teile doch einmal mit, wozu Du Dich entschlossen hast.

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