DigiMik am 26 Jul 2019 02:38:59
Moin,
ein am Fließband produziertes Mobil, wo Preisgünstigkeit oder Tiefpreise bei gleichzeitiger Gewinnerwartung im Vordergrund stehen, können schlicht nicht qualitativ hochwertig gebaut werden und die installierte Technik ist meist ebenso Billigware. Dazu kommt noch, wie schon erwähnt, wer das Mobil zusammentackert.
Den kleinen Manufakturen ist es egal, was ein Mobil letztendlich kostet, der Kunde zahlt für die bessere Qualität. Die müssen nicht wegen ein paar 10k feilschen, dann kostet das Mobil halt 200k und mehr. Und wenn die Fertigung länger dauert, was solls. Clegg hat das eigentlich schon sehr schön beschrieben. Dazu kommt, dass die Mobile Bauabschnittsweise im voraus bezahlt werden, es besteht nicht solch ein finanzieller Druck.
Man werfe einfach mal einen Blick in ein Bimobil, Dopfer und wie sie alle heißen. Man schaue sich den Möbelbau oder Aufbau an, welche Materialien verbaut wurden, wie Leitungen verlegt oder welche Technik verbaut wurde. Das ist in keiner Weise vergleichbar mit der Stangenware.
Sicherlich passieren auch da mal Patzer, aber die werden meist kulant ausgeräumt. Anders als bei den Großen, können sich die „Kleinen“ einen schlechten Ruf nicht leisten, weil die Zielgruppe deutlich kleiner ist.
Sicherlich hat Kunde die Möglichkeit, Billigkram bei Fenstern, Luken oder Technik verbauen zu lassen, Ausfälle hier kann man dann nicht dem Hersteller ankreiden, das hatte man selber in der Hand.
Ebenso bei der Wahl des Fahrgestells, auch hier kann man man seine Wahl treffen.
Wenn es nur um die Qualität des Aus- und Aufbaus geht, denke ich, dass man bei den Individualausbauern noch am Besten aufgehoben ist.
Wir fahren, wie unschwer im Profil erkennbar, ein Bimobil, 4 Jahre alt, worin wir nun seit zwei Jahren durchgängig leben.
Der Aufbau musste den Winter, Wüsten und tausende km Rüttelpisten aushalten. Da knarzt nichts, alle Schlösser passen, da hat sich nichts verzogen, die gesamte Technik funzt einwandfrei.
Aber auch hier passte etwas nicht:
Heizrohre für den Alkoven blöd verlegt, wurde nach einem Jahr aufwändig umgebaut.
Nach drei Jahren löste sich der Gummi-Kantenschutz des Aufbaus, komplett neu gemacht.
Auch nach drei Jahren bildete sich eine Beule im Alu auf dem Dach, lag wohl an Arizonas Wüsten, nach vier Jahren repariert und gleichzeitig das Dach mit Riffelblech ausgelegt, damit es nicht mehr so rutschig bei Nässe ist.
Nebenbei die Aufbautür wieder gängig gemacht, da hatte sich im Innern wohl durch die Rüttelpisten was los gerappelt.
Alle Arbeiten auf Kulanz! Das macht den Unterschied...
LG vom Mikesch