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Thetford N3141 auf 12v Dauerbetrieb - Platine abgeraucht 1, 2


richi1230 am 10 Nov 2018 10:51:38

Dank 470 Wp Solar und 300 Ah LiFeYPo habe ich he nach Sonne zwischen 10 und 16 Stunden ausreichend Strom aus dem 12v Boardnetz für den Kühlschrank.
Der KS ist in einem Roller Team Zefiro aus 2016 eingebaut und nun ist mir schon zum 2. Mal die Leistungsplatine hinten am KS abgeraucht.

Problemstelle war beide Male die Region der Leiterbahnen wo der 12v Eingangsstecker sitzt bzw. Bei der auf der Platine zusätzlich platzierten 20A Sicherung.

Noch bin ich in der 3-jährigen Garantiezeit und bekomme die Platine getauscht, aber ich frage mich jetzt, ob ein 12V Dauerbetrieb über 10 Stunden wirklich zuviel ist. Das bekommt man mit Fahrerwechsel und kurzen Pipipausen bei längeren Touren ja auch mit normalen Lima-Betrieb ja auch hin.

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nkag16 am 10 Nov 2018 11:26:43

Hallo Richi,

das kenne ich. Allerdings trat das gleiche Problem schon kurz nach dem Einschalten nach einer Tankpause auf.
Vermutung des reparierenden Betriebes: nicht ganz festsitzende Sicherung und zu hoher Einschaltstrom.
Kurz nach mir tauchte übrigens ein Leidensgenosse mit dem gleichen Problem in der Werkstatt auf.

Ich kann die Aussage zum Einschaltstrom mangels Fachkenntnis nicht beurteilen.
Meine Idee war dann, die Sicherung durch einen stärkeren Typ zu ersetzen und eine fliegende 20A Sicherung in die Zuleitung einzusetzen.
Wenn diese dann durchbrennt, bleibt wenigstens die Platine heil.
Umgesetzt habe ich es aber noch nicht.

invaderduck am 10 Nov 2018 12:14:31

Mache in die +Zuleitung einen DC Automaten (Gleichstrom) 20 A, die gibt es beim Elektronik Zubehör (Conrad Elektronik), die sind flink und auch noch Temperatur
abgesichert, dann schaltet es sofort vor der Platinen 20A Sicherung aus und du kannst ihm immer hinterher einschalten bevor an der Platine was passiert.
Jan

nkag16 am 10 Nov 2018 12:19:06

Danke für den Tipp!

Ulf_L am 10 Nov 2018 12:57:04

Hallo

Kannst Du mal bei deinem Typenschild nachschauen, welche Leistung der 3141 bei 12V hat. Mein N3170 hat da 190W. Bei 14,6V wären das schon ca. 280W. Das ist wierderum bei 14,6V schon sehr nah an den 20A dran. Meiner Meinung nach ist da eine 20A Sicherung schlicht zu klein.

Gruß Ulf

kheinz am 10 Nov 2018 13:25:55

Baut doch ein einfaches - Entlastungs - Kfz. - Relais ein. z.B. so was --> Link

MfG kheinz

nkag16 am 10 Nov 2018 13:28:36

N3141, Typ C11: 12VDC / 205W (sagt mein Typenschild)

richi1230 am 10 Nov 2018 14:30:40

Bei mir ist es innerhalb von 12 Monaten eben schon 2x passiert. Beim ersten Schaden war die Sicherung selbst aber noch in Ordnung. Bei dem 2. Schaden (siehe Fotos oben) wurde sichtlich die Sicherung zu heiß bzw. der Übergang zur Platine.
Lt. Batteriecomputer zieht der Kühlschrank 17.5 wäre somit noch knapp unter der 20 A der Sicherung.

Beim ersten Schaden war der Übergangswiderstand auf dem Eingangsstecker zu heiß geworden. Die Sicherung war da optisch noch in Ordnung, hatte es allerdings nicht näher überprüft.

Fotos vom 1. Schaden:


Leider etwas unscharf



thomas56 am 10 Nov 2018 14:51:37

ich denke mal der Kühlschrank ist gar nicht für den Dauerstrombetrieb im Stand auf 12V gebaut. Wenn die Sicherung heil bleibt und das Sicherungsgehäuse schmilzt, ist es für mich als Laie ein Zeichen, das die Wärmeabfuhr nicht ausreichend funktioniert. Während der Fahrt mit 12V ist es eine andere Sache, da kühlt der Fahrtwind immer noch genügend.

Aber was tut man nicht alles um 8 Gramm Gas zu sparen?

rkopka am 10 Nov 2018 15:03:19

nkag16 hat geschrieben:N3141, Typ C11: 12VDC / 205W (sagt mein Typenschild)

12V 205W -> 17A 0,7Ohm -> 14,6V 20,8A

richi1230 hat geschrieben:Bei dem 2. Schaden (siehe Fotos oben) wurde sichtlich die Sicherung zu heiß bzw. der Übergang zur Platine.
Lt. Batteriecomputer zieht der Kühlschrank 17.5 wäre somit noch knapp unter der 20 A der Sicherung.

Man muß einfach bedenken, daß das Schmelzsicherungen sind. Wenn die knapp über 20A schmelzen sollen (einige hundert Grad), dann sind sie knapp drunter eben auch schon sehr heiß. Vor allem im Dauerbetrieb. Bei einem Kurzschluß hat man ja nur einen recht kurzen Moment, bis sie durchbrennt. Selbst mit weniger Strom kann es schwierig werden, wenn die Wärme nicht weg kann. Man sollte da einen entsprechenden Abstand haben.

thomas56 hat geschrieben:ich denke mal der Kühlschrank ist gar nicht für den Dauerstrombetrieb im Stand auf 12V gebaut. Wenn die Sicherung heil bleibt und das Sicherungsgehäuse schmilzt, ist es für mich als Laie ein Zeichen, das die Wärmeabfuhr nicht ausreichend funktioniert. Während der Fahrt mit 12V ist es eine andere Sache, da kühlt der Fahrtwind immer noch genügend.

Das steht aber nicht in den Unterlagen. Der KS als solches kann den Standbetrieb natürlich ab (230V). Da erwarte ich, daß auch die 12V Verkabelung ausreichend ist. Sich hier auf den Fahrtwind zu verlassen, ist riskant. Was wäre denn, wenn jemand in einem Stau bei 40°C nur schrittweise vorwärtskommt und das für längere Zeit ? Oder den Motor für die Klima laufen läßt.

Aber was tut man nicht alles um 8 Gramm Gas zu sparen?

Was tust du mit 8g ? Das reicht bei mir für etwa 20min !?

RK

Dieselreiter am 10 Nov 2018 15:16:35

thomas56 hat geschrieben:ich denke mal der Kühlschrank ist gar nicht für den Dauerstrombetrieb im Stand auf 12V gebaut.
...
Während der Fahrt mit 12V ist es eine andere Sache, da kühlt der Fahrtwind immer noch genügend.

Bei Langstreckenfahrten kommen schon einmal 10 Stunden an Stück zusammen, unterbrochen von einmal Tanken.
Und der Fahrtwind kommt zu KS Elektronik wohl kaum hin.

Die Elektronik ist bei Thetford ein Schwachpunkt, mein Händler tauscht die aus wie Mercedeswerkstätten früher den Stern. Wird wohl ein Opfer der knappen Kalkulation gewesen sein, und ein neues Layout wird so schnell nicht gebaut.

thomas56 am 10 Nov 2018 15:28:47

Dieselreiter hat geschrieben:Und der Fahrtwind kommt zu KS Elektronik wohl kaum hin.


Ist auch nicht nötig. Die Wärme kommt auch nicht direkt zur Elektronik, sondern indirekt über Kabel und Stecker und die Stauhitze wie im Stand wird es während der Fahrt nicht geben.

richi1230 am 10 Nov 2018 16:12:57

rkopka hat geschrieben:N3141, Typ C11: 12VDC / 205W (sagt mein Typenschild)
12V 205W -> 17A 0,7Ohm -> 14,6V 20,8A

... tatsächlich sind es bei etwa 13.1 Volt (hinten am KS gemessen, also nach den Leitungsverlusten) eben 17.5 A.
Mehr als 14.0 V dürften auch bei Ladung durch den Ladebooster während der Fahrt nicht hinten ankommen .... Das entspräche dann exakt 20 A :roll:

Habe schon überlegt die Sicherung zu verstärken auf z.B 30A, aber was ist dann die nächste Schwachstelle?

Die Bilder deuten für mich eher auf ein Problem mit den Steckverbindugen hin, auch die Sicherung ist m.M.n. von außen angeschmort

thomas56 hat geschrieben:ich denke mal der Kühlschrank ist gar nicht für den Dauerstrombetrieb im Stand auf 12V gebaut. Wenn die Sicherung heil bleibt und das Sicherungsgehäuse schmilzt, ist es für mich als Laie ein Zeichen, das die Wärmeabfuhr nicht ausreichend funktioniert. Während der Fahrt mit 12V ist es eine andere Sache, da kühlt der Fahrtwind immer noch genügend.


Habe schon an der Abdeckung der Elektronik Öffnungen hineingefräst und mit Spritzwasserschutz versehen. Das war vor dem Exodus der 2. Platine.
Denke auch über den Einbau eines aktiven 12 V Lüfters nach. Aber der letzte Schaden entstand bei Außentemperaturen um die 10°
Habe nach dem 1. Tausch Temperaturmessungen an der Platine gemacht. Waren punktuell ca. 70° an den Steckverbindern und das bei einer Umgebungstemperatur von 18° (gemessen in einer Fahrtpause). Das bestätigt, dass der Fahrtwind eine Untergeordnete Rolle spielt

richi1230 am 10 Nov 2018 16:22:45

Hab als Übergangslösung einen Wechselrichter eingebaut, damit ich den Kühlschrank mit 230V betreiben kann, aber so richtig glücklich macht mich das nicht. :?

thomas56 am 10 Nov 2018 16:35:21

230V halte ich für problemloser und die Verluste können egal sein, kommt ja aus dem Überschuss. Mehr Leistung hat es auch noch.

richi1230 am 10 Nov 2018 16:46:47

Das Ziel ist trotzdem noch den Kühlschrank aus Sonnenenergie zu betreiben und im Stand spielen die Wandlerverluste dann doch wieder ne Rolle.
Außerdem muss ich meine Relaisschaltung, die den Kühlschrank nur bis 30% SOC über Strom Läufen lässt auch noch dafür umbauen :twisted:
Dazu muss ich in die Remote Steuerung des Wechselrichters eingreifen.

gespeert am 10 Nov 2018 18:27:09

Klarer Fall von zu hoher Strombelastung, wodurch dort aufgrund Widerstand es etwas warm wird.
Dadurch steigt der Widerstand weiter.

gespeert am 10 Nov 2018 18:39:12

Baue mit Herstellerruecksprache die Sicherung aus und verlege die in die Leitung.
Ich wuerde auch die Loetstelle als Ursache in Betracht ziehen.

nkag16 am 10 Nov 2018 18:41:25

Schon erstaunlich, dass diese Metallstreifchen auf der Platine überhaupt eine solch hohe Strombelastung abkönnen (sollen).

andwein am 11 Nov 2018 17:16:01

gespeert hat geschrieben:Klarer Fall von zu hoher Strombelastung, wodurch dort aufgrund Widerstand es etwas warm wird.
Dadurch steigt der Widerstand weiter.

Darüber kann man trefflich diskutieren!
Meiner Meinung nach ist bei diesen Flachsteckerhülsen der Kontaktdruck zu niedrig, die Hülsen können auch oxidieren, deshalb steigt der Übergangswiderstand und damit entsteht Wärme und später Hitze.
Diese Dinger verlieren bei jedem "Stecker abziehen" ein bisschen Kontaktdruck (das Material ist weich) Bewegungen im Kabelbaum tun ihr übriges.
Eine vorbeugende Empfehlung von mir:
Flachsteckhülsen mit Kontaktspray behandeln (verhindert/beseitigt Oxidation) und die Hülsen vor dem Einstecken der Fahnenstecker mit der flachen Spitzzange leicht an beiden Klemmpunkten wieder zusammendrücken.
Gruß Andreas

richi1230 am 12 Nov 2018 07:59:43

Hallo Andreas,
Das mit dem Übergangswiderstand an den Steckern war beim ersten Defekt für mich auch das offensichtlichste Problem, darum hab ich während der Montage der ersten Ersatzplatine dem Monteur gebeten Kontaktspray vor dem Aufstecken draufzugeben.
Der zweite Schaden sieht mir aber eher so aus als ob der Lötpunkt an der Platine zu warm wurde.
Achte mal auf die Schleifspuren an der Sicherung selbst und der einseitigen Ankokelung.

Nur was mach ich um alle Leiterbahnen sinnvoll zu verstärken?

Mir scheint, diese Art Steckverbinder ist mit den hohen Strömen dort prinzipiell überfordert...

voka58 am 12 Nov 2018 09:00:44

Moin Moin.

Ich hab mir mal die Schadenfotos angeschaut.
Fast 20 Amper über diese Kontakte und Leiterbahnen, das ist recht grenzwertig.
ich würde folgendes machen:
1. Leiterbahn bzw. Lötpunkte reinigen und neu verlöten.
2. genau das was kheinz hier vorgeschlagen hat.
kheinz hat geschrieben:Baut doch ein einfaches - Entlastungs - Kfz. - Relais ein. z.B. so was --> Link

MfG kheinz

- Nimm dazu die beiden Kabel vom Anschluss 12V-Heater ab. (Das sind die Anschlüsse die zur 12V-Heizung gehen)
- Steuer das Relais über die beiden Anschlüsse 12V-Heater der Platine an. Damit zieht das Relais immer an, sofern die Steuerung auf Heizen mit 12V geht.

Jetzt noch die 12V (z.B. rotes Kabel) über das Relais zur Heizpatrone verschalten, (der 2.Anschluss der 12V-Heizung gehört auf Masse). Wichtig: In die 12V-Leitung (vor dem Relais) unbedingt eine Sicherung von 20A einbauen.

... und alles funktioniet wieder.

Vorteil: Der Strom fließt fast nur noch über das Relais, über die Platine fließt nur noch der Steuerstrom für das Relais (wenige 100mA) Die Platine wird das jetzige Problem nie wieder haben.

Ich hoffe ich habe es soweit verständlich beschrieben. Wenn nicht: fragen!

Gruss Volker


Vorteil: die 20 Amper fließen nicht mehr über die Platine. Die Sicherung auf der Platine kann gegen eine 2 A Sicherung getauscht werden.

rkopka am 12 Nov 2018 10:14:53

voka58 hat geschrieben:Wichtig: In die 12V-Leitung (vor dem Relais) unbedingt eine Sicherung von 20A einbauen.

Die sollte dann aber zumindest gut Luft haben, also z.B. keinen fliegenden Halter mit Kappe. Evt. keine Standard KfZ Flachsicherung, sondern eine größere.

RK

richi1230 am 12 Nov 2018 11:38:28

voka58 hat geschrieben:Moin Moin.

Ich hab mir mal die Schadenfotos angeschaut.
Fast 20 Amper über diese Kontakte und Leiterbahnen, das ist recht grenzwertig.
ich würde folgendes machen:
1. Leiterbahn bzw. Lötpunkte reinigen und neu verlöten.
2. genau das was kheinz hier vorgeschlagen hat.
kheinz hat geschrieben:Baut doch ein einfaches - Entlastungs - Kfz. - Relais ein. z.B. so was --> Link

MfG kheinz

- Nimm dazu die beiden Kabel vom Anschluss 12V-Heater ab. (Das sind die Anschlüsse die zur 12V-Heizung gehen)
- Steuer das Relais über die beiden Anschlüsse 12V-Heater der Platine an. Damit zieht das Relais immer an, sofern die Steuerung auf Heizen mit 12V geht.

Jetzt noch die 12V (z.B. rotes Kabel) über das Relais zur Heizpatrone verschalten, (der 2.Anschluss der 12V-Heizung gehört auf Masse). Wichtig: In die 12V-Leitung (vor dem Relais) unbedingt eine Sicherung von 20A einbauen.

... und alles funktioniet wieder.

Vorteil: Der Strom fließt fast nur noch über das Relais, über die Platine fließt nur noch der Steuerstrom für das Relais (wenige 100mA) Die Platine wird das jetzige Problem nie wieder haben.

Ich hoffe ich habe es soweit verständlich beschrieben. Wenn nicht: fragen!

Gruss Volker


Vorteil: die 20 Amper fließen nicht mehr über die Platine. Die Sicherung auf der Platine kann gegen eine 2 A Sicherung getauscht werden.


Jetzt habe ich verstanden was ihr meint, klingt gut. So ein Relais hab ich ohnehin immer in meiner Werkzeugkiste

kleine Zusatzfrage: was wenn die Steuerplatine eine Überwachung für die Heizpatrone hat (Widerstand?) bekommt ich das auch geregelt? Wer kann mir diese Frage kompetent beantworten?

voka58 am 12 Nov 2018 11:51:14

Hallo Richi.

Da gibt es keine Überwachung, Wozu sollte die gut sein?

Aber die Frage kannst du dir schnell selber beantworten.
Hast du bis jetzt (bei Ausfall der 12V Heizung) eine Störungsmeldung vom Kühlschrank bekommen?
Vermutlich nicht. Also gibt es auch keine Überwachung des 12V-Betriebs.

Gruss Volker

richi1230 am 12 Nov 2018 12:01:35

So ein Sicherung hab ich auch noch rumliegen:
--> Link

Außerdem fällt mir gerade ein, dass ich im Batteriestaufach genau so ein Relais bereits im Einsatz habe. Dort habe ich es als Umgehung für das EBL Relais verbaut, weil ich es nicht mit D+ sondern mit dem Schaltausgang des Victron BMV 700 ansteuere. Dadurch kann ich SOC abhängig den Kühlschrank über 12V betreiben.
D.h. die Schaltung ist eigentlich schon da.
Was wäre, wenn ich jetzt hinten am Kühlschrank einfach nur die 12V Heizpatrone von der Platine abnehme und direkt mit der Zuleitung verbinde?
Für die restliche Steuerung würde nur eine dünne Leitung auf den 12V Eingagn der Platine legen.
Kann das funktionieren?

richi1230 am 12 Nov 2018 12:03:39

voka58 hat geschrieben:Hallo Richi.

Da gibt es keine Überwachung, Wozu sollte die gut sein?

Aber die Frage kannst du dir schnell selber beantworten.
Hast du bis jetzt (bei Ausfall der 12V Heizung) eine Störungsmeldung vom Kühlschrank bekommen?
Vermutlich nicht. Also gibt es auch keine Überwachung des 12V-Betriebs.

Gruss Volker

wenn ich manuell in den 12V Betrieb gehe, dann blinkt alles, weil ja die Sicherung durchgebrannt ist. Also Eingangsseitig gibt es die Überwachung. Bisher hatte ich noch nicht die Situation, dass Eingang OK war und Heater Anschluss nicht an der Platine angeschlossen war. Das muss ich mal probieren, wenn die neue Platine ankommt.

rkopka am 12 Nov 2018 12:27:11

voka58 hat geschrieben:Da gibt es keine Überwachung, Wozu sollte die gut sein?

Eine Überwachung der Patrone wäre nicht schlecht, z.B. durch eine einfach Strommessung. Das Relais würde den Hauptstrom um die Steuerplatine herum umleiten, womit keine Strommessung geht. Ich glaube aber nicht, daß sie sowas machen.

Hast du bis jetzt (bei Ausfall der 12V Heizung) eine Störungsmeldung vom Kühlschrank bekommen?
Vermutlich nicht. Also gibt es auch keine Überwachung des 12V-Betriebs.

Die Problemsicherung sitzt ja anscheinend am Eingang. Also ist wohl der Fehler ein anderer, als was man an der Patrone messen könnte. Es würde wohl als 12V Versorgungsproblem erkannt werden.

RK

nkag16 am 12 Nov 2018 14:26:24

Es wird in der Tat als Versorgungsproblem erkannt. Die Fehlercodeliste erkennt auf Fehler 6:
"12 V HC außerhalb Toleranzbereich (niedriger 11,5V oder höher 15V)"

Gibt es denn für die Relais-Lösung ein ausreichend stabiles Relais, das auch über Stunden durchhält, ohne seinerseits abzurauchen?

richi1230 am 12 Nov 2018 14:54:34

nkag16 hat geschrieben:...
Gibt es denn für die Relais-Lösung ein ausreichend stabiles Relais, das auch über Stunden durchhält, ohne seinerseits abzurauchen?


Fließen auf der Spulenseite so hohe Ströme?

richi1230 am 12 Nov 2018 14:59:20

Im Grunde würde nur das interne Relais der Platine (t9as1d12-12 ist ein 30A monostabile Printrelais) dann das externe Pendant schalten. Diese wiederum schaltet dann die echte Last.
Oder hab ich da einen Denkfehler?

voka58 am 12 Nov 2018 15:11:35

... kein Denkfehler.

Genau so funktioniert der von mir gemachte Vorschlag.
Zu dem Relais: am Anfang dieses Trööts wurde schon ein Link zu einem Relais gepostet.
Dieses Relais sollte ausreichend sein.

nkag16 am 12 Nov 2018 15:42:17

voka58 hat geschrieben:... Zu dem Relais: am Anfang dieses Trööts wurde schon ein Link zu einem Relais gepostet.
Dieses Relais sollte ausreichend sein.

Die Frage ist nur, ob es den vom TE genannten Dauerbetrieb (20A bis zu 16 Stunden) an seinen Schaltkontakten durchhält.
Wenn ja, dann ist das die Lösung.

OstfrieslandBE am 12 Nov 2018 15:47:59

Moin,

nehm doch so eins, ist schon mit Sicherung. Die Sicherung evt. gegen 20A Sicherung austauschen
--> Link

voka58 am 12 Nov 2018 15:50:31

Das ist doch ein 30/40 Amper Relais.

Warum sollte das diesen Strom (20 Amp) auf dauer nicht abkönnen?
.. und wenn es hin sein sollte (halte ich für nicht sehr wahrschenlich) das bau ein stärkeres ein.
Kostet doch fast nix und die Steuerplatine wird deswegen nicht sterben.

rkopka am 12 Nov 2018 15:52:07

nkag16 hat geschrieben:Die Frage ist nur, ob es den vom TE genannten Dauerbetrieb (20A bis zu 16 Stunden) an seinen Schaltkontakten durchhält.
Wenn ja, dann ist das die Lösung.

An den Kontakten sollte nach dem Einschalten kaum noch Spannung abfallen und somit auch keine große Erwärmung passieren. Aber in jedem Fall würde es die Elektronik schützen und wäre leicht zu tauschen, falls doch mal was passiert.

Das --> Link wäre ein ähnliches Relais, und im Datenblatt gibts keine Einschränkung der Einschaltdauer. Gilt für den obigen Link genauso. Nur daß ich bei den Strömen ungern die kleinen Flachsicherungen sehe.

RK

nkag16 am 12 Nov 2018 15:56:43

Jau, danke. Sollte man ausprobieren, Versuch macht kluch.

richi1230 am 12 Nov 2018 17:49:08

Soweit alles verstanden. Vielen Dank an euch!

Habt ihr noch einen Tipp für mich, wie ich die Flachstecker am Relais "tunen" sollte um den Übergangswiderstand zu minimieren.
- Kontaktspray?
- oder gar anlöten?

rkopka am 12 Nov 2018 18:00:41

richi1230 hat geschrieben:Habt ihr noch einen Tipp für mich, wie ich die Flachstecker am Relais "tunen" sollte um den Übergangswiderstand zu minimieren.
- Kontaktspray?
- oder gar anlöten?

Ich würds erstmal ausprobieren. Bei der Sicherung dürfte viel von der Wärme von der Sicherung an sich gekommen sein und weniger durch die Kontakte.

RK

Ducatonineu am 12 Nov 2018 18:20:09

Hallo! Wie man an den sehr guten Fotos erkennen kann, sind die 6,3mm Steckschuhe als Sicherungshalter für 20A im Dauerbetrieb nicht geeignet. An den Kontakten der Sicherung sieht man jeweils zwei sehr schmale Kontaktzonen oben und es gibt einen kleinen punktförmigen Kontaktpunk auf der Unterseite, das ist nicht ausreichend und muß zur Überhitzung führen. Für 20A Dauerbetrieb sollten besser verschraubte Kontakte verwendet werden. Gut wäre an dieser Stelle zum Beispiel ein kleiner 25A Sicherungsautomat ( für etwa 4,00€ ) im Internet zu bekommen. Dieser sollte in die Zuleitung zum Kühlschrank mit Schraubkontakten eingeschleift werden. Mir kommt die Kupferstrecke auf der Platine zum verbrannten Steckschuh auch etwas unterdimensioniert vor, die würde ich nach dem Entfernen und Überbrücken der ungeeigneten Kontakte durch einen dicken Kupferdraht verstärken.
Mit freundlichen Grüßen aus dem Norden
Ducatonineu

lex2222 am 12 Nov 2018 19:28:23

Ducatonineu hat geschrieben: Gut wäre an dieser Stelle zum Beispiel ein kleiner 25A Sicherungsautomat ( für etwa 4,00€ ) im Internet zu bekommen. Dieser sollte in die Zuleitung zum Kühlschrank mit Schraubkontakten eingeschleift werden.

... hast du dazu evtl. einen Link?

richi1230 am 14 Nov 2018 07:50:46

Könnte ich den hier nehmen?:
--> Link

voka58 am 14 Nov 2018 08:34:33

richi1230 hat geschrieben:Könnte ich den hier nehmen?:
--> Link


Moin Richi, das ist ein Haushaltsautomat und für deine Zwecke nicht geeignet.
Suche bei Amaz... nach: Sicherungsautomat 12v 20a
Die mit dem roten Knopf sind brauchbar. Idealerweise sollte der Automat Schraubanschlüsse haben, wenn nicht, so würde ich die Kabel anlöten und mit Schrumpfschlauch isolieren.

20 Amper (auf dauer) über einen KFz-Steckverbinder ist grenzwertig.

Gruss Volker

OstfrieslandBE am 14 Nov 2018 08:54:55

voka58 hat geschrieben:
Moin Richi, das ist ein Haushaltsautomat und für deine Zwecke nicht geeignet.


Gruss Volker


Warum nicht?

MountainBiker am 14 Nov 2018 09:17:49

Hallo,

weil solche Leitungsschutzschalter nur zum Trennen von Wechselstrom geeignet sind! Bei Gleichstrom sind die Anforderungen zum Löschen der Schaltfunkenstrecke wesentlich höher. Dieser würde bei wenigen Schaltvorgängen schon versagen - auch ist ein sicheres Trennen Glücksache und sehr gefährlich!

Es muß ein Sicherungsautomat verwendet werden, der ausdrücklich auch für den Einsatz in DC-Systemen (Gleichstrom) freigegen ist!

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