Wir sind heuer Anfang September diese Route gefahren:
--> LinkAb Süddeutschland würde die Route eher über Graz=>Zagreb=>Belgrad führen.
Ich kann im Großen und Ganzen das Geschriebene bestätigen. Das mit Tempo 80 in SRB hätte ich so nicht gesehen, ich hab mich zuvor im Netz erkundigt. Allerdings hat mein Navi gejammert und geschrien. Ich habe eigentlich keine "Standschützen" erkennen können und bin dann knappe 100 gefahren, bis jetzt ist kein Ticket gekommen. Anders in Albanien und Montenegro, da gibt es Womo-Limit 80. In Albanien will man die über weite Strecken gar nicht überschreiten und Montenegro ist ein Minenfeld, soviel Exekutive wie sonst nur bei Weltwirtschaftskonferenz. Mit Tempo 70-80 sind wir aber sehr sicher gefahren und unser
Womo hat nur sagenhafte 9l / 100km geschluckt ... sonst 12l.
Die AB kostet auf der ganzen Strecke Geld. In GR haben wir Camper getroffen, die haben vom Peleponnes bis Thessaloniki ca. 75€ gezahlt, dafür hat man quasi die AB für sich alleine, wenn einem der Sprit ausgeht, muss man bis nächsten Tag warten, bis jemand kommt ^^. Die Route durchs Landesinnere bis Kalabaka (Meteora) kostet nix, Verkehr ist aber noch immer lau - die wenigen Fahrzeuge karren nur Touris an. Zu den Klöstern sollte man sich beeilen und zeigt in der Früh anrücken.
Ab Igoumenitsa taucht man dann richtig in den Balkan ein. Die Dichte an Mercedes und BMW ist in Albanien die höchste von Europa. Die Albaner sagen "wir haben schlechte Straßen, also brauchen wir gute Autos". In Ballungszentren ist die Fahrweise wie am Jahrmarkt. Wir sind dann durchs Landesinnere nach Shkodra gefahren - die Stadt ist ein Highlight, der CP dort auch. Trotzdem würde ich das nächste Mal lieber die Küste entlang fahren - durchs Landesinnere fährt man teilweise abenteuerliche Bergpässe - wenn man wie ich unter Akrophobie leidet, dann braucht man schussfeste Unterhosen. Die Straßen sind zwar OK, aber alles, was sich neben dem Fahrbahnrand abspielt, ist ... ach was sage ich, da ist nichts mehr neben dem Fahrbahnrand ... :stumm:
Montenegro war eine total positive Überraschung, aber auch hier kommt man nicht rasch weiter. Insgesamt kann man sagen, dass die Strecke von Igoumenitsa bis Dubrovnik richtig viel Zeit kostet! Ab da geht's relativ flott über die AB weiter Richtung Norden.
Wenn man von Süddeutschland kommt und auf den Peleponnes will, dann zahlt sich die Schiffsreise von Ancona nach Patras richtig aus. Wenn man trotzdem Land und Leute auf der genannten Route sehen möchte - und das ist trotz allem sehenswert! - dann kann man ja den Rückweg so gestalten.