Caravan
luftfederung

Das eigene Expeditionsmobil bzw der Weg dahin 1, 2


brina1510 am 12 Nov 2018 13:52:16

Hallo liebe Forumsgemeinde,

Nach langem hin und her und für und wider haben wir den Entschluss gefasst und werden uns ein "Expeditionsmobil" ausbauen lassen...
Ich setze das Ganze absichtlich in Fragezeichen, da wir erst noch sehen werden, wie Expeditionstauglich das Ganze dann wird....

Vorab hätte ich trotz allem gerne eure Meinungen und vielleicht auch die ein oder andere Anregung....

In der Näheren Auswahl an Herstellern, die ein Mobil für unser Budget bauen können befinden sich momentan folgende:
- Orthos
- Woelcke
- Langer&Bock (auch wenn ich das nicht glauben kann)
- Ormocar
- Exploryx (auch wenn ich das noch nicht glauben kann)

Jetzt meine Frage...wir wollen auf alle Fälle unter 7,5t bleiben, wenn es denn irgendwie geht, hat einer von euch Erfahrungen mit den oben genannten Firmen und kann Empfehlungen aussprechen?
Vielleicht kann mir auch jemand eine Kleine Hilfestellung zur Auswahl des Basisfahrzeugs geben, was eignet sich überhaupt um unter 7,5t zu bleiben (Iveco Daily, Fuso haben wir schon auf dem Schirm, aber gibt es Alternativen)

Vielen Dank schon mal im Voraus :-)

Liebe Grüße, brina

Anzeige vom Forum


babenhausen am 12 Nov 2018 14:09:10

Bastelt doch eine Liste mit den Ansprüchen die ihr an das Fahrzeug stellt danach könnte man schon die Fahrgestellfrage besser beantworten.
Die Kostenfrage fängt sich auch damit an zu klären

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

brina1510 am 12 Nov 2018 14:15:23

Der Kostenrahmen steht schon...

Ansprüche ans Fahrzeug sind "gering"

- Allrad ist Pflicht
- möglichst unter 7,5t
- nicht uralt (heißt kein Oldtimer aus den 1990er Jahren, ich hätte mal so grob gesagt alles ab 2000 aufwärts)

mehr ist es eigentlich nicht, was ich an das Fahrzeug für Ansprüche stelle.... :-D

Bei der Wohnkabine sähe es schon anders aus :-D

Interessant wäre vor allem, wenn jemand vielleicht den ein oder anderen Erfahrungsbericht mit einer der genannten Firmen liefern könnte, gerne auch als PN ;-)

Anzeige vom Forum


Gast am 12 Nov 2018 14:30:19

...bloß keinen Fuso. Da verbietet der Hersteller sogar den Geländeeinsatz, oder die Garantie ist weg...
--> Link
Iveco und Ormocar

LG Ronald

kiteliner am 12 Nov 2018 14:30:32

Wo wollt ihr denn hin, das Allrad wirklich Pflicht ist?
Was sind eure Anforderungen, außer Allrad? Was soll da alles mit drauf? Kraftstoffmenge, Frischwassermenge, Abwassermenge? Seilwinde, Sandbleche, Bergeausrüstung, welche Bereifung, wie viele Ersatzreifen? Was soll an Werkzeug mit, bzw. könnt ihr selbst schrauben? Wenn nein, wo seit ihr unterwegs, was für Werkstätten gibt es vor Ort? Euch hilft das tollste Fahrgestell nicht, wenn, gerade bei modernen "computerlastigen" LKW die Werkstatt leider nicht in der Lage ist den Fehlerspeicher auszulesen.
ggf vor Ort nur schlechter Sprit und nicht für Fz Euro 5, oder 6 geeignet....., Fragen über Fragen?

Ein Fahrzeug nach euren Vorstellungen kann ich euch leider nicht angeben, meine Wahl steht derzeit für ein solches Projekt beim Magirus 130D9 oder IVECO 90/16 (oder die kleineren Brüder 75 oder 80) Der Iveco wurde aber nur bis 1992 gebaut, für euch daher zu alt.
gib mal mehr Infos, dann kann man dir besser helfen
Gruß Thomas

babenhausen am 12 Nov 2018 14:41:25

- Allrad ist Pflicht
- möglichst unter 7,5t
- nicht uralt (heißt kein Oldtimer aus den 1990er Jahren, ich hätte mal so grob gesagt alles ab 2000 aufwärts)

mehr ist es eigentlich nicht, was ich an das Fahrzeug für Ansprüche stelle....

Bei der Wohnkabine sähe es schon anders aus



damit fällt alles aus auf dem Magirus draufsteht
Der Daily fällt bei einigermaßen aufwändigen Aufbau auch unter den Tisch da zu wenig Nutzlast (max 5.5 to)

Mit Allrad die 7,5 To Marke im Expeditionstrimm einzuhalten ist verdammt schwer meine zwei ExP Trucks hatten 12 bzw 15 To.

Dumm an den Kisten ist nur inzwischen ,du kannst damit immer weniger anfangen.

Gast am 12 Nov 2018 16:06:46

Ich Klinke mich hier auch mal mit ein.

Was heißt für euch "Expedition"?
Nur ferne Länder bereisen oder bewusst Offroad fahren? Denn mit einem ganz normalen VW Bus ohne Allrad kann man bis nach Asien wenn man sich nicht bewusst einsame wenig befahrene Strecken aussucht.

Ich sehe weder beim Daily noch ähnlichen Fahrzeugen ein Gewichtsproblem sofern man auf die Waschmaschine und das Motorrad/Quad auf dem Heckträger verzichten kann.

Gerade die alten Daily Modelle 45-10 sind sehr beliebt und bringen genügend Gewichtsreserven für einen " Zweckmäßige" Aufbau mit. Bremach ist natürlich was den Geländeeinsatz angeht die Königsklasse der LLKW aber sehr selten käuflich zu erwerben.

Ansonsten schonmal die Firma Excap ins Auge gefasst?

Amerikanische Fahrzeuge alias Dodge RAM F250 sind besonders sinnvoll wenn es auf den Amerikanischen Kontinent gehen soll.

Ihr müsst euren Einsatzzweck wirklich noch etwas konkretisieren um zielgerichtete Vorschläge zu bekommen....und nur so am Rande, finanziell gesehen ist im Moment die teuerste Zeit sich so ein Fahrzeug bauen zu lassen. Woelke ist für die nächsten 2 Jahre dicht und nimmt im Moment keine Aufträge mehr an.

kiteliner am 12 Nov 2018 16:15:23

Das Magirus ausfällt hatte ich als Info eigentlich vorausgesetzt und bin daher nur vom IVECO ausgegangen... sorry
Für den Expeditionstrimm müsste man halt wissen wo er hin will und was er dort, wie tun will.
Allrad alleine ist ein bißchen wenig für die Aussage Expeditionsfahrzeug, selbst in Anführungsstrichen.
Warten wir also mal ab, was er so schreibt.
Wenn er nicht so übermäßig Gelände will, sondern "nur" Straße, maximal Pisten fahren will und den Allrad eher als Sicherheitsfeature sieht, kann er ein leichteres Basisfahrzeug nehmen und kommt ggf mit einem "Kastenwagen-Fahrgestell" hin und braucht kein LKW als Untersatz.

babenhausen am 12 Nov 2018 16:53:41

Egal wohin es gehen soll 4x4 Fahrgestelle sind halt sehr schwer
Reifen VTG Vorderachse mit dem ganzen Zusatzgewicht wie Diff ,Antriebswellen höhere Festigkeit der schwerere Rahmen usw erhöhen einfach das Gewicht des Fahrgestells.Dazu noch Vierpunktlagerung und ein Koffer der auch mal einen intensiveren Kontakt zu einem Ast verzeiht
dazu noch um ein Expeditionsfahrzeug sinnvoll darstellen zu können erhöhte Vorräte an Wasser, Diesel Werkzeug usw.Viele die sich neu damit beschäftigen wissen nicht was ein Ersatzrad für einen LkW wiegt (Bsp Eurocargo 4x4 Felge knapp 200 kg Michelin 14.00R 20) davon ist es wünschenswert zwei zu haben!! Begibt man sich etwas weiter von der Zivilisation ab sollte schon Reserven von größerem Ausmaß vorhanden sein oder man sitzt mal 14 tage fest bis der Spritlaster zu der einen Tanke im Umkreis von 3 Tagesreisen kommt.

Und Mann sollte auch in der Lage sein ein solches Rad selbst und unter erschwerten Bedingungen ,40 Grad in der Sahara oder Knietiefer Matsch am Ural zu wechseln. Denn genau dort geben die Pellen meist auf :idea:

Dakota am 12 Nov 2018 17:26:13

Moin Brina,

kenne dein Budget nicht, wenn es nicht zu knapp bemessen würde ich mal den NEUEN Iveco Daily ins Rennen werfen. Als Fernreisemobil sicher eine Alternative. Kann man auf Euro3 umrüsten wenn man es braucht. Gibt es als 7,5 Tonner.

Mein Schwager lässt sich gerade ein Fernreisemobil bauen auf dieser Basis. Das neue Chassis haben wir schon begutachtet, schein tauglich. Natürlich kann es nicht mit MAN-Lkw 4x4 offroad mithalten, für leichte Touren abseits der beschilderten Wege sollte es aber reichen.

babenhausen am 12 Nov 2018 17:35:41

den NEUEN Iveco Daily ins Rennen werfen. Als Fernreisemobil sicher eine Alternative. Kann man auf Euro3 umrüsten wenn man es braucht. Gibt es als 7,5 Tonner.




Das Daily 4x4 Fahrgestell hat schon als Fahrgestell knapp 3 To und eine Auflastung über 5,5 To gibt es nicht
7,X to gibt es nur als 4x2
Der Eurocargo hat auch als Fahrgestell nackt etwa 5,5 To je nach Motor und Getriebeausstattung ohne Ersatzrad etc mit 80 Litertank
Allrad ist aber Pflicht!

Dakota am 12 Nov 2018 18:04:30

Moin Namensvetter,

einfach mal die Finger ruhig halten wenn man "es" nicht genau weiss oder erst Tante Google befragen. :wink:

Natürlich gibt es den neuen Iveco Daily 4x4 als 7,xx -Tonner. Sogar Singlebereift :idea: Den neuen 4x4 gibt es seit Juli 2018 und er wird von der Iveco Militärabteilung in Bozen gebaut.

--> Link

Den alten 4x4 gibt es demnach nicht mehr :mrgreen:

ToMTuR.de am 12 Nov 2018 18:27:25

knallowamso hat geschrieben:...bloß keinen Fuso. Da verbietet der Hersteller sogar den Geländeeinsatz, oder die Garantie ist weg...


Fuso / Mercedes zeigen sich extrem kulant, sollte an einem Fahrzeug etwas nicht funktionieren, auch bei Modifikationen und bei Geländeeinsatz. Gerade wurde das Differential eines singlebereiften (!) Fuso ausgetauscht ohne mit der Wimper zu zucken, nur aufgrund von Geräuschen und ohne, dass es einen tatsächlichen Schaden gegeben hätte. Als Kontakt für Fuso empfehle ich Mercedes Kunzmann in Stockstadt/Main, die haben extrem viel Erfahrung damit und servicen inzwischen alle Fahrzeuge der Community.

Ich empfehle, was gerade diese Thematik und das o.g. Fahrzeug betrifft, die Lektüre im einschlägigen Forum oder Mail an uns. Da kamen seinerzeit viele Dinge zusammen, unter anderem eine Umstellung in der Warenwirtschaftssoftware, was eine zeitlang zu Verzögerungen bei Ersatzteilen geführt hat.

Wir fahren unseren Fuso (aufgelastet auf 7 t) inzwischen seit über 2 Jahren, auch in hartem Einsatz (Island, amerikanische ATV-Tracks) und hatten noch nie Schwierigkeiten. Freunde und andere Forumsmitglieder haben ihre Fahrzeuge seit Jahren im weltweiten Einsatz und keine Themen damit.

Aufgrund eines unzufriedenen Kunden ein komplettes Fahrgestell nicht zu empfehlen (auch wenn der Kunde viel Wind in sozialen Medien macht), halte ich für wenig zielführend.

Alternativ käme für mich noch der Daily in Frage, der ist sicherlich nochmal geländetauglicher, kostet aber auch nochmal deutlich mehr.

Beste Grüße und sorry für meinen genervten Tonfall, aber ich kann es nicht mehr hören... :oops:

Harriet

Birdie am 12 Nov 2018 21:14:45

Und hier noch die Pressemitteilung zum neuen Daily 4x4:

--> Link

Viele Grüsse
Birdie

Gast am 12 Nov 2018 22:00:03

Babenhausen wie immer provokativ und pessimistisch....

Fakt ist: wir wissen noch nicht wohin es den Themenersteller verschlagen wird.
Auch Fakt ist, dass ich mit meinem Ducato 4x4 mit GFK Kabine ohne Zwischenrahmen schon Strecken gefahren bin vor welchen so mancher Offroader Kehrt gemacht hat, z.B. auf Sardinien.
Das ganze erfolgreich ohne Risse, Beschädigungen noch sonst welchen Problem am Aufbau oder dem Fahrgestell. Selbst Expeditionsmobil-Bauer verzichten oft auf den 3 Punkt gelagerten Rahmen und montieren stattdessen die Kabine auf Gummipuffern, speziell bei LLKW Fahrgestellen.
Es kommt ganz auf den Einsatzzweck an.

Warten wir doch bitte ab bis es Rückmeldung gibt was wirklich gefordert wird bevor das Thema ausartet.

Wenn das Budget passt eignet sich auch hervorragend ein 5t Sprinter mit Iglhaut Umbau und Single Bereifung oder ein Oberaigner 6x6 Sprinter. Im Fahrkomfort allen LLKW und LKW überlegen.

Ein großes Problem von LKW Fahrgestellen ist zudem, man hat enorme Einschränkungen speziell auch Offroad. Das Fahrzeug ist einfach zu groß um viele Strecken zu fahren oder geeignete Stellplätze zu finden.

uli644 am 12 Nov 2018 22:15:10

Schwierige Frage,.. hatten wir vor einem Jahr auch,...

Wir wollten dann auch noch Automatik,..

Wird nun ein Bocklet auf Basis Sprinter 6x6 Umbau... kriegen wir aber erst in einem Jahr

LKW war uns zu hoch vom einsteigen her,... und 7 Tonnen mit Automatik haben wir nix gefunden...

IVECO Daily Umbau von Achleitner hatte keine tauglichen Reifen...

Gast am 12 Nov 2018 22:26:11

uli644 hat geschrieben:IVECO Daily Umbau von Achleitner hatte keine tauglichen Reifen...


Ja leider hat es den "Extrem" Umbau von Achleitner dann doch nie wirklich gegeben bzw. hatte dieser einer sehr exotische Reifengröße. Der neue Daily 4x4 ist eigentlich eine verbesserte Version des Achleitners wenn man so will. Für mich ein sehr vielversprechendes Konzept.

Was noch gar nicht angesprochen wurde ist Adblue. Im Ausland stark auf dem Vormarsch und inzwischen durchaus auch auf "Expedition" zu handhaben. Praktisch ist natürlich anders.

babenhausen am 12 Nov 2018 22:37:39

Babenhausen wie immer provokativ und pessimistisch....


Danke .Danke auf was beziehst du das bitte?

ToMTuR.de am 12 Nov 2018 22:39:48

Das Thema AdBlue hat Firma Schaknat (--> Link) auf dem Haken.
Wenn das Wohnmobil außerhalb der EU betrieben wird, kann man vieles aus der Elektronik ausprogrammieren, unter anderem AdBlue. Aber auch Abgasrückführung etc.

VG Harriet

wolfherm am 12 Nov 2018 22:42:31

Moderation:Bleibt bitte beim Thema. Vielen Dank und einen geruhsamen Abend.


Maxima am 13 Nov 2018 02:24:59

uli644 hat geschrieben:
Wird nun ein Bocklet auf Basis Sprinter 6x6 Umbau... kriegen wir aber erst in einem Jahr



Glückwunsch, da habt Ihr eine gute Entscheidung getroffen!

brina1510 am 13 Nov 2018 09:31:01

Alos....das "Expedition" in Anführungszeichen hat seine Gründe....wir haben nicht vor, monatelang durch die Wüste zu fahren, aber Island, Amerika (Panamericana) und die Seidenstraße würden uns schon reizen....

Aktuell liebäugeln wir mit einem MAN LAEC 8.174....

Der nagelneue Daily ist leider budgetmäßig nicht drin, da laut Aussage vom Händler das Fahrgestell schon knappe 100.000 Euro kostet...

Fuso scheint wirklich schwierig zu sein....die Australier schwören drauf, mittlerweile haben uns aber auch schon einige Aufbauhersteller gesagt, dass sie auf den gar nicht aufbauen würden....

Bremach wäre vermutlich top, aber der is leider Gottes echt hässlich und Frau ist da dann echt etwas eigen.....außerdem sind die neu auch schlichtweg zu teuer und gebraucht nicht zu finden....

Ich weiß, es hört sich bisschen an wie die Suche nach der eierlegeden Wollmilchsau....aber ganz im Notfall, wenns gar nicht anders geht, dann würde es eben doch über 7,5 werden, nur wir haben beide wenig Lust den Führerschein zu machen....

Gast am 13 Nov 2018 09:36:49

Dann sehe ich wirklich den Daily 4x4 (nicht aktuelles Modell) als ganz heißen Kandidaten. Gebraucht mit wenig km ab 30t zu bekommen falls das drin ist.

Ansonsten wenn der Fahrkomfort auch etwas schlechter sein darf und der Unterhalt (Sprit) teurer sein darf dann wäre ein Unimog auch ein ganz heißer Kandidat da es hierfür wirklich auf der ganzen Welt Ersatzteile gibt und das Fahrgestell nicht ganz so schwer wie das eines LKW ist. Gibt es immer wieder mit langem Radstand und wenig km von der Feuerwehr.

Auch die alten VW/MAN 4X4 LKW sind sehr beliebt da leicht und weit verbreitet.

babenhausen am 13 Nov 2018 09:49:39

An dem z.B. noch ordentlich nachrüsten und immer auf das Gewicht achten

--> Link

kiteliner am 13 Nov 2018 10:01:42

Ich will das Thema hier nicht kapern, aber es geht ja nun mal hier auch um die Fahrzeugwahl, daher denke ich dass es passt und dem Themenstarter helfen kann (ansonsten bitte entfernen)
Wir sind hier zwar nicht bei den Allradlern (da bin ich auch) aber hier sind ja offenbar auch einige Allradfahrer.
Wie bewertet Ihr das Thema moderne Fahrzeuge? Besonders mit Bezug auf Elektronik/Computerisierung?
Wie schon geschrieben, ich habe ein ähnliches Projekt in der Planung. Stehe aber auf alte Autos und fahre schon einen Magirus, daher ist klar, welcher Anbieter es werden wird, ggf. der Rechtsnachfolger IVECO. Irgendetwas zwischen 130D7/8/9 und 170D11 bzw. Nachfolge-Generation.
Hier im Dienst kenne ich (von den Vorgängern aus den 60gern mal abgesehen) die Iveco 110-17 und die MB 10-17, Unimog 2to, MAN Kat. Mercedes G.
Alle schwer, stabil, leistungsschwach (nach heutigen zivilen Gesichtspunkten). Aber, die Dinger laufen mit entsprechender Pflege und man kann sie mit einem Hammer und ein paar Schraubenschlüsseln, Panzerband und Rödeldraht meist irgendwie zusammenflicken. Technik die begeistert, kann nahezu jeder Schmied und Treckerschrauber (nichts gegen Landmaschinenmechaniker) irgendwo auf der Welt irgendwie zum rollen bringen. Teile vielfach recht universal und über verschiedene Typen oder gar Marken hinweg genutzt.
Unsere neueren Fahrzeuge sind als Universal-LKW meist Mercedes Ateco. Korrosionsschutz ist da offenbar nicht vorhanden, die rosten schon im ersten Jahr an Einstiegen, Halterungen, Unterfahrschutz.
Von unserem Schwermetall (Dingo II, Eagle IV) will ich gar nicht reden.
Zugegeben, die Kisten sind alle an der Beladegrenze, das sind viele Expeditionsfahrzeuge auch, gerade die 7,5to (und nicht nur die abgelasteten). Getriebe, Getriebe, Getriebe, Klima
Was sind eure Erfahrungen mit neuen Fahrzeuge, gerade außerhalb der EU? Bei längeren Touren? Wenn ich mit einem modernen Auto innerhalb von 4000- 8000km wieder in die heilige und heimatliche Mutter Werkstatt zurückkehre, erwarte ich ehrlich gesagt (auch bei modernen Autos) eher nur Reifenpannen. Aber was sind eure Erfahrungen auf längeren Touren fern der Onboard-Diagnose-Geräte?

Es geht mir hier nicht um besser oder schlechter oder um Marken- oder Neuwagen-Bashing.
Die teilweise (hier in Deutschland schlechte Versorgbarkeit bestimmter Teile für über 40 Jahre alte Autos mal abgesehen, bzw. deren Preise :evil: )
Es geht mir darum, Erfahrungen zu hören, denn die oben angesprochenen Gründe für ältere Fahrzeuge sind das, was man meistens hört, für mich logisch klingt und auch mit meiner Bw-Erfahrung hier in etwa deckungsgleich ist.
Danke für eure Erfahrungen.
Gruß Thomas

babenhausen am 13 Nov 2018 10:32:15

Wenn ich mit einem modernen Auto innerhalb von 4000- 8000km wieder in die heilige und heimatliche Mutter Werkstatt zurückkehre, erwarte ich ehrlich gesagt (auch bei modernen Autos) eher nur Reifenpannen.

Sehe dir mal die Serviceintervalle von modernen LKWs an,

Würde ein moderner Bau lkw alle 4000 Km in der Werkstatt stehen könnte der Bauunternehmer dichtmachen bevor der Bock auf dem Hof steht.

wowo68 am 13 Nov 2018 10:42:46

...Dann melde ich mich auch mal zu Wort

Wir haben einen Vario 818 4x4 Fahrgestell BJ 2013. Gebaut ab ca 1998 bis 2013, ich glaube ab 2007 mit AdBlue und SCR Kat und ab 2011 in EURO5
Das ist ein robustes Fahrgestell und Ersatzteilversorgung weltweit sichergestellt. Leerfgwicht ca 3,4t somit ca 4t Nutzlast.
Woelcke baute schon einige Kabinen auf Vario, kenne auch ein paar persönlich die sehr zufrieden sind. Exploryx, da habe ich einen sehr unzufriedenen Bekannten. Ormocar ist auch gut, da bekommt man auch einen GFK Plattenbausatz zum selber bauen, das geht schnell. handwerklicheres Geschick und Zeit jedoch erforderlich

Unser Koffer war ein Möbelkoffer der in Eigenregie ausgebaut wird. Ziele 2019: 2 Monate Island (Ähre bereits gebucht) 2020: Panamericana geplant

Grüße
Wolfgang

kiteliner am 13 Nov 2018 11:16:41

Danke Babenhausen für deinen Beitrag.
Deshalb frage ich nach längeren Touren, das an einem Auto nicht viel kaputt gehen sollte, wenn ich einmal zum Überwintern nach Marokko fahre ist mir schon klar.

Andererseits, wenn ich sehe, wie oft unsere Dingo II (auf Unimog Fahrgestell) Getriebeschäden haben, dann helfen mir auch lange Wartungsintervalle nichts, die schaffen diese Kisten nämlich noch nicht einmal.

kiteliner am 13 Nov 2018 11:36:58

Nachtrag zu Babenhausen:
Allerdings sind Baustellen-LKW auch meist derart massive Fahrgestelle, dass sie für die meisten hier wohl eher aus Gewichtsgründen nicht in Frage kommen.

babenhausen am 13 Nov 2018 11:43:13

Die Getriebeschäden scheinen eher an dem Getriebe zu liegen und seinen Aufgaben,
Üblicherweise gelten Unimoggetriebe als unauffällig,aber wer weiß schon unter welchen Vorgaben dieses Teil bei der Konstruktion ausgewählt wurde.

Die BW hat da manchmal sehr eigene Vorstellungen.

Was alles an einem Auto kaputt geht hängt sehr vom Fahrer ab Wellblech ist Materialmordend und Felspiste hat auch was da kann man auf 50 Km soviel zerstören wie andere auf 20 000 oder noch mehr km. Kleiner Tipp am Rande die Armee von Algerien lässt sich gerade von den Stuttgartern ausrüsten und Tunesien von Turin. Beide in Euro 3.

babenhausen am 13 Nov 2018 11:52:28

Ein leichtes Lieferlkw Fahrgestell und 4x4 Expeditionslkw ist eben schwer vereinbar. Des wegen hat der Eurocargo als 4x4 etwa 5,5 To Fahrgestellgewicht und der Daily 4x4 3 Tonnen die 4x2 Fahrgestellgewicht mit vergleichbaren Radständen sind wesentlich leichter.
Mann muss nur den Rahmen vergleichen stärkeres Material unter und Oberzüge breiter auch die Rahmenhöhe ist anderst,alles geschuldet den höheren Belastungen für den 4x4 Betrieb.

Idurz am 13 Nov 2018 12:24:17

Mercedes Vario 815DA? 818DA
Wird leider nicht mehr gebaut....

Meine Erfahrungen mit dem (2WD-) Iveco-Daily sind nicht die besten.

Grüße
Rudolf

Gast am 13 Nov 2018 12:28:10

Idurz hat geschrieben:Meine Erfahrungen mit dem (2WD-) Iveco-Daily sind nicht die besten.

Grüße
Rudolf


Der "alte" "echte" Daily 4x4, also bis BJ17 hat sehr wenig mit dem normalen Daily gemein. D.h. Rahmen, Getriebe, Achsen, Fahrwerk kommt von Scam bzw. dem was Scam war bevor Iveco die Firma aufgekauft hat.

Gast am 13 Nov 2018 14:16:39

brina1510 hat geschrieben:Fuso scheint wirklich schwierig zu sein....die Australier schwören drauf, mittlerweile haben uns aber auch schon einige Aufbauhersteller gesagt, dass sie auf den gar nicht aufbauen würden....



Danke!

LG Ronald

Dakota am 13 Nov 2018 15:05:12

babenhausen hat geschrieben:Des wegen hat der Eurocargo als 4x4 etwa 5,5 To Fahrgestellgewicht und der Daily 4x4 3 Tonnen die 4x2 Fahrgestellgewicht mit vergleichbaren Radständen sind wesentlich leichter.


at Babenhausen:

Du vergleichst wieder den "alten Scam"-Daily mit dem Eurocargo. Du solltest den "neuen" 4x4 Daily nehmen. Dessen 7-Tonnen Ausführung liegt bei knapp 4,5 Tonnen (der normale 70C = ca. 2,5 Tonnen) als Crewcap. Das normale Chassis hat ~ 5mm starken Leiterrahmen, der 4x4 kommt auf 6,5 mm. Diese Materialunterschiede setzen sich am gesammten Fahrzeug fort.
Wie schon gesagt, mit einem 4x4 vom Schlage MAN, DAF etc. kann der neue Daily sicher nicht mithalten, für gemäßigte Offroadeinsätze reicht er sicher.

Irgendwer schrieb dass das neue 4x4 Daily Chassis knapp 100 T-€ kostet, das gilt wohl nur für die kleineren Varianten. Der 70´ger 4x4 als DoKa überschreitet diese Grenze locker :wink:

cbra am 13 Nov 2018 15:50:41

DAKOTA hat geschrieben:... Du solltest den "neuen" 4x4 Daily nehmen. ....


meinst du den 2019er?

--> Link

da gibts mWn aber noch nicht allzuviel info dazu

zu den verfügbaren ivecos (daily, eurocargo,..) gibt es hier technische unterlagen

[url=http://ibb.iveco.com/Body%20Builder%20Instructions/Forms/ViewDocuments.aspx?RootFolder=%2FBody%20Builder%20Instructions%2FGermany%20and%20Alps%20Region%2FGermany%2FAufbaurichtlinien&FolderCTID=0x012000D6D0728CBDF82449BBA4698C6A052BEC&View={7A82A25B-7E72-42BB-AAE4-B134FD90B703}]link[/url]

einiges ist frei verfügbar

Dakota am 13 Nov 2018 16:06:03

cbra hat geschrieben:meinst du den 2019er?


Moin cbra,

genau den meine ich. :wink:

Haben wir uns schon "live" angesehen und wird die Basis des bereits bestellten Fernreisemobils....

cbra am 13 Nov 2018 16:15:06

cbra hat geschrieben:meinst du den 2019er?


DAKOTA hat geschrieben:Moin cbra,

genau den meine ich. :wink:

Haben wir uns schon "live" angesehen und wird die Basis des bereits bestellten Fernreisemobils....


der fiel bei mir raus wegen 3,5t - dann eben kein allrad bei uns ;)

andwein am 23 Nov 2018 16:55:31

brina1510 hat geschrieben:Alos....das "Expedition" in Anführungszeichen hat seine Gründe....wir haben nicht vor, monatelang durch die Wüste zu fahren, aber Island, Amerika (Panamericana) und die Seidenstraße würden uns schon reizen...

Das relativiert das Wort "Expedition" schon ein wenig, ich finde es aber als "Lastenheft" für ein Chassis bei weitem zu wenig. Ich meine, das Thema wurde als Frage ins Forum gestellt, da könnte man schon mit belastbareren Informationen rüberkommen wenn mann/frau mit Allrad unter 7,5t bleiben will.
Ist aber nur meine Meinung, Gruß Andreas

brina1510 am 28 Nov 2018 12:47:58

So...also Entscheidung ist mehr oder weniger gefallen...

Es wird wohl ein MAN LAEC 8.174, ob wirs schaffen unter 7,5t zu bleiben wird sich noch rausstellen, wenn nicht, dann eben nicht, dann muss halt der Führerschein doch gemacht werden, aber zu viele Kompromisse wollen wir dann doch nicht eingehen...

Herstellerwahl ist auf jeden Fall sicher getroffen, aufgebaut wird von Orthos, zum einen wegen der örtlichen Nähe und weil das ganze Team einfach wahnsinnig hilfsbereit, nett und kompetent ist....

Jetzt geht's an Grundriss und Gewichtsplanung, wobei der Grundriss schon so gut wie steht, jetzt geht's nur noch um kleine Details :-)

Dakota am 28 Nov 2018 13:07:39

Glückwunsch! :daumen2:

Wie lange soll die Bauzeit betragen?

brina1510 am 28 Nov 2018 13:11:16

Ab Vertragsabschluß ca 20 Monate, also wir rechnen mit Ende 2020 ;-)

Dakota am 16 Aug 2019 12:22:00

Dakota hat geschrieben:Haben wir uns schon "live" angesehen und wird die Basis des bereits bestellten Fernreisemobils....


...und hier die ersten Bilder des (fast) fertigen Projekts:

27012

27013

rolandderaeltere am 16 Aug 2019 19:19:24

Hallo,

was wollen wir eigentlich mit unseren Fahrzeugen unterwegs?
Wollen wir mit einem PKW Führerschein siegreiche Militärfahrzeuge bewegen und dabei auch noch Dusche, Klo und Doppelbett mit Kaffeemaschine benutzen?

Die Gegenden, die hier von den Fahrzeuginteressenten anvisiert werden, werden tagaus tagein mit Fahrzeugen befahren, die in der Regel viel filigraner sind, als all das hier diskutierte.
Das sind meist weit über 90% 2 WD´s.
Wenn die sich auch in der Regel nicht all zu weit von "der heimischen Werkstatt" befinden, haben sie meist ein biblisches Alter auf dem Buckel und deren Eigner einen verdammt kleinen Geldbeutel.
Sie schaffen das!

Obwohl ich mittlerweile seit 29 Jahren mein Traumauto, eben die eierlegende Wollmilchsau einen VW T3 Syncro fahre, meine ich nicht, dass die meisten hier gestellten Ansprüche notwendig sind!
Nice to have ist natürlich was anderes.

Wenn ich oft lese, dass dies oder das für eine "Weltreise oder so" doch nötig sei:



Dieser Renault R4 brachte seinen jungen französischen Herrn 3 Mal recht weit quer durch die Mongolei!
Vor knapp 2 Monaten.

Ich glaube, dass es hin und wieder ein wenig darauf ankommt, dass das Fahrzeug optimal für die Zielländer vorbereitet wurde.
Wenn der "Eigner" sich vielleicht auch noch mit der Technik seines Schätzchens, vielleicht durch Lehrgänge, schlau machen kann, hat er doch wesentliches unternommen.

In der Mongolei erfuhren wir von einem wahrlichen, für unsere Begriffe, Drama:
Der, offensichtlich brandneue, Iveco des Teilnehmers einer großen und renommierten Reisegruppe, mit Hilfen vom versierten Mechaniker, permanentem Support der deutschen Reisezentrale und absolut hilfswilligen örtlichen Technikern konnte trotz Remote Versuche der Iveco nicht repariert werden.
Im Notprogramm sollte er dann offensichtlich, einige 100 Km, mit 45 Km/h aus der Mongolei nach Novosibirsk in Russland fahren.
Noch wissen wir nicht, wie das ausging...
Meint, aktuell aus Nur Sultan in Kasachstan grüßend

Tinduck am 16 Aug 2019 20:32:58

Deshalb würde ich solche Reisen auch nur mit gut restauriertem Altmetall angehen. Wenn bei den neuen Kisten mal der Elektronikkasper zuschlägt (was ja nicht gar so selten ist), ist die Reise nämlich sonst bis auf weiteres zu ende.
Komponenten für alte LKW (oder eben nen R4) lassen sich immer irgendwie beschaffen oder nachschicken, und nach dem Einbau fährt die Kiste dann auch wieder - ganz ohne Online-Diagnose-Freigabe des Herstellers.

Welche Fahrzeuggrösse man wählt, ist eher eine Frage des gewünschten Komforts und des eigenen Geschmacks. Bei mir wärs ein LKW der 10-14 Tonnen Klasse, weil ich gern mit Werkzeug, Ersatzteilen und Vorräten Reise und in dem Teil auch wohnen und nicht hausen möchte, was eine bestimmte Aufbaugrösse voraussetzt. Aber das ist wie gesagt Geschmackssache.

Wir haben in Schottland ein junges brasilianisches Pärchen auf Weltreise getroffen, die waren in einem 1947er Willis-Jeep mit Dachzelt unterwegs. Geht auch. Komischerweise haben sie ihre Aussendusche in Schottland aber nicht genutzt, sondern sind lieber auf‘n CP gefahren. Könnte am Wetter gelegen haben....

bis denn,

Uwe


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