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Einbau grössere Batterie


stefanwu76 am 24 Nov 2018 20:47:11

Hallo zusammen,

derzeit habe ich in meinem Wohnmobil (Fiat Ducato- Baujahr 2018) eien 75 Ah-Batterie (Blei-Nassbatterie).
Jedoch ist die Kapazität nicht ausreichend wenn man mehrere Tage ohne Landstrom auskommen mag.

Daher wollte ich die Batterie austauschen. Dabei kamen mir folgende Gedanken:

1.) Wahl einer AMG-Batterie? --> habe den EBL 252 verbaut. Er kann angeblich auch AMG Batterien laden. Was ist aber beim Laden über Lichtmaschine (während der Fahrt)? Kann diese auch AMG Batterien laden? Oder brauche ich mir über die Lichtmaschine keine Gedanken machen, da der Strom ja über den EBL 252 an die Wohnbatterie geleitet wird? Oder begrenzt die Lichtmaschine auch die Auswahl der Kapazität der Wohnbatterie?
2.) Was wäre eine gute (AMG) Batterie? Die Preise gehen zum Teil sehr weit auseinander.
3.) 1 grosse oder eher 2 kleinere Batterien? Wo liegt der Vor-/ Nachteil. Wollte so in der Summe bis zu 200 Ah haben.
4.) Man liesst einiges über Zusatzlader? Beim EBL 252 kann man diese auch anschliessen. Ich denke es geht darum, dass der EBL zu wenig Ah bringt um eine z.B. 200Ah Batterie zu laden, korrekt?

Was gebe es sonst noch zu beachten?

Danke für eure Antworten im voraus.

Gruss Stefan

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gespeert am 24 Nov 2018 21:18:54

AMG ist ein bekannter von Daimler aufgekaufter Fahrzeugtuner.

AGM nennt sich der Batterietyp welcher die Saeure in Glasvlies gebunden hat.

Ob Du die Batterie verwenden kannst, duerfte im Datenblatt des EBL stehen (Serienstand).
Das Ladegeraet laedt Dir mit Stroemen, die Angabe Ah ist eine Kapazitaetsangabe des Akku.

stefanwu76 am 24 Nov 2018 21:30:21

Hallo gespeert ,

sorry AGM natürlich :-)

Beim EBL Datenblatt sind AGM Batterien zulässig (es gibt den passenden Umschalter)

Und laden tut das EBL 252 mit max. 18 A. Welchen EInfluss hat jetzt eine grössere Batterie? Hat es überhaupt einen Einfluss (ausser das das vollständige Aufladen länger dauert).
Was gibt es zu beachten?

Gruss

Dieselreiter am 24 Nov 2018 22:12:31

stefanwu76 hat geschrieben:derzeit habe ich in meinem Wohnmobil (Fiat Ducato- Baujahr 2018) eien 75 Ah-Batterie (Blei-Nassbatterie).
Jedoch ist die Kapazität nicht ausreichend wenn man mehrere Tage ohne Landstrom auskommen mag.

Es ist zwar nicht wichtig, aber in welchem 2018er Womo wird heute noch ein 74Ah Nassbatterie verbaut? State of Art wäre eine 95Ah AGM ...

So oder so wird die Kapazität auch dann nicht für mehrere Tage reichen, wenn du z.B. SAT, TV, Laptop etc. betreibst und keine Unterstützung durch Solarpanele hast. Andererseits kommen viele ohne Landstrom ein paar Tage aus, wenn sie <= 95 Ah haben.

Ist deine Überlegung spekulativ, Erfahrung, hast du das errechnet? Ich will nichts in Frage stellen, aber solche Freds arten schnell in Glaubenskriege aus :mrgreen: . Die einen empfehlen dir gleich eine LiFe, die anderen eine Bleikristall, die dritten verweisen auf die Probleme und gleich kommen alle anderen und zählen ihr WP am Dach auf. Und ganz zum Schluss kommen jene, die dir erklären, dass Freistehen fast überall verboten ist. :razz:

stefanwu76 hat geschrieben:Und laden tut das EBL 252 mit max. 18 A. Welchen EInfluss hat jetzt eine grössere Batterie? Hat es überhaupt einen Einfluss (ausser das das vollständige Aufladen länger dauert).

Ja, laden mit 230V dauert lange .. mit Euro6 hast du auch beim Laden während der Fahrt potentiell Probleme. Wir kommen wieder in Solar ...

Tinduck am 25 Nov 2018 09:26:20

Zu den konkreten Fragen:

- Der Lichtmaschine ist völlig Wumpe, was Du für einen Akku hast. Vor Euro6 lädt die stoisch mit max. 14,4 Volt (oder dem, was nach der Verkabelung noch an der Aufbaubatterie ankommt) und fertig. Wer Euro6 hat und/oder das besser machen möchte, baut einen Ladebooster ein.

- Ich würde immer eine grosse statt zwei kleiner Batterien nehmen, wenn das platzmässig hinhaut. Spart Verkabelung und erhöht die Ausfallsicherheit des Gesamtsystems. Wenn bei zwei Batterien eine einen Plattenschluss bekommt, begeht die zweite automatisch Selbstmord durch Tiefentladung... insofern ist die zweite Batterie auch keine stille Reserve, sondern nur ein vedoppeltes Ausfallrisiko.

- 18 A Ladestrom ist zwar nicht viel, aber da Du aus einer normalen AGM eh nur die Hälfte entnehmen solltest (also 100 Ah bei 200 Ah Kapazität), ist sie dann nach 6 h an Landstrom rein rechnerisch wieder voll. Im wirklichen Leben wird es wegen der Ladekurve etwas länger dauern. Da die LiMa während der Fahrt auch noch lädt, kann man damit wahrscheinlich leben. Wenn Du es schneller haben möchtest, kannst Du einfach ein AGM-geeignetes Zusatzladegerät parallel anschliessen.

bis denn,

Uwe

ManfredK am 25 Nov 2018 11:06:44

Tinduck hat geschrieben:.... Wer Euro6 hat und/oder das besser machen möchte, baut einen Ladebooster ein.

Uwe


Für den hier beschriebenen Euro6 Ducato nicht zutreffend, da ein herkömmlicher Generator verbaut ist.
Flaschenhals hinsichtlich des Ladestromes ist hier die verbaute Verkabelung (geringer Querschnitt) und das EBL das den Ladestrom begrenzt. Mit geeigneter Verkabelung z.B. 35 mm² und einem geeigneten Trennrelais z.B. von Cyrix lassen sich ohne Ladebooster Ladeströme bis zu 60 - 80 A (bei entsprechender Batteriekapazität und SoC) realisieren. Ein Ladebooster würde evtl. hier nur als erneute Begrenzung funktionieren und seine Vorteile erst bei einem SoC von mehr als 90% ausspielen können.

Bei Unterbringung unter dem Sitz passen üblicherweise nur 2 x 95 Ah Batterien rein, es sei denn man steigt auf Lithium in entsprechender Sonderbauform um.

gespeert am 25 Nov 2018 11:16:27

Ja, eine grosse Batterie benoetigt etwas mehr Ladezeit bei gegebenem Strom.

Falls Du schon einige Hintergedanken seitens Li hast, wuerde ich bei Zusatzladern auf Li Faehigkeit achten.
Sowie dann auch deine Verkabelung pruefen.

T4Wohnmobil am 25 Nov 2018 12:18:38

ManfredK hat geschrieben:
Für den hier beschriebenen Euro6 Ducato nicht zutreffend, da ein herkömmlicher Generator verbaut ist.
Trifft für die allermeisten auch neuen Wohnmobile zu !

Flaschenhals hinsichtlich des Ladestromes ist hier die verbaute Verkabelung (geringer Querschnitt) und das EBL das den Ladestrom begrenzt. Mit geeigneter Verkabelung z.B. 35 mm² und einem geeigneten Trennrelais z.B. von Cyrix lassen sich ohne Ladebooster Ladeströme bis zu 60 - 80 A (bei entsprechender Batteriekapazität und SoC) realisieren. Ein Ladebooster würde evtl. hier nur als erneute Begrenzung funktionieren und seine Vorteile erst bei einem SoC von mehr als 90% ausspielen können.



Es gibt im Forum glücklicherweise doch noch einzelne Teilnehmer mit Sachverstand und Fachkompetenz ! :dankeschoen:

Gruß

Erik

volki am 25 Nov 2018 15:51:20

Frage:
Wo ist den überhaupt deine Ori-Aufbau-Batterie?
Wenn du eine grössere Batterie einbauen willst, ist das auch immer eine Platzfrage.
Im Prinzip werden grössere Batterien haupsächlich LAENGER. Prüfe ob eine so lange Batterie bei dir überhaupt Platz hat!

Ich musste aus diesen Gründen, Platz war nur unter den Sitzen und da ist die Länge beschränkt, auf quadratische Gel-Batterien ausweichen. Da gibt es dann nur ein Modell von Exide/Sonnenschein.
.

Flocke83 am 01 Dez 2018 10:47:21

Also ich hab mir jetzt die neue AGM Super Cycle von Victron mit 170Ah zugelegt.
Die soll man ca. 300 mal zu 100% entladen können. Wird nie bei mir passieren, aber gut zu wissen, dass ich 170Ah voll ausschöpfen könnte.

Heimdall am 01 Dez 2018 12:21:11

Flocke83 hat geschrieben:Also ich hab mir jetzt die neue AGM Super Cycle von Victron mit 170Ah zugelegt.
Die soll man ca. 300 mal zu 100% entladen können. Wird nie bei mir passieren, aber gut zu wissen, dass ich 170Ah voll ausschöpfen könnte.

Wenn du das machen würdest wäre die Lebenszeit deiner Super Cycle sehr begrenzt. :wink:

Inselmann am 01 Dez 2018 12:30:15

Heimdall hat geschrieben:Also ich hab mir jetzt die neue AGM Super Cycle von Victron mit 170Ah zugelegt.
Die soll man ca. 300 mal zu 100% entladen können. Wird nie bei mir passieren, aber gut zu wissen, dass ich 170Ah voll ausschöpfen könnte

Wenn du das machen würdest wäre die Lebenszeit deiner Super Cycle sehr begrenzt. :wink:


Genau das bewerben die aber! Bin mal gespannt wie das ausgeht. Falls der TE ein Feedback gibt nach paar Jahren.

Heimdall am 01 Dez 2018 14:05:14

Inselmann hat geschrieben:Genau das bewerben die aber! Bin mal gespannt wie das ausgeht. Falls der TE ein Feedback gibt nach paar Jahren.

Da scheint mit 45 kg eine Menge Blei verbaut zu sein. Mit 280 mm Bauhöhe haben die unter den Sitzen nicht mehr Platz und die 100 % sind mit 10,8 V, also Abschaltung durch den EBL gemeint.
Da könnte man dafür 3 LifePo mit zusammen 300 Ah einbauen.

marmarq am 01 Dez 2018 15:44:11

Flocke83 hat geschrieben:aber gut zu wissen, dass ich 170Ah voll ausschöpfen könnte.
In der Regel machen die Womo- EBLs bei 10-11V eh zu. Gr mani

Inselmann am 01 Dez 2018 15:53:23

Heimdall hat geschrieben:Da scheint mit 45 kg eine Menge Blei verbaut zu sein. Mit 280 mm Bauhöhe haben die unter den Sitzen nicht mehr Platz und die 100 % sind mit 10,8 V, also Abschaltung durch den EBL gemeint.
Da könnte man dafür 3 LifePo mit zusammen 300 Ah einbauen.


Ich wuerde meine Batterien nie bis auf EBL Abschaltung fahren. Bei 10.8V ist die Kapazitaet doch sowieso schon weit unter 50%

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