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Was muss ich beachten beim Kauf eines alten Wohnmobils


Genna am 26 Nov 2018 02:29:36

Hallo!
Nachdem ich seit einigen Jahren mit dem Wohnwagen unterwegs bin und auch bereits einige Urlaube in diversen Wohnmobilen verbracht habe, möchte ich nun endlich ganz umsteigen.
Daher suche ich schon eine Weile nach einem günstigen alten Alkoven-Wohnmobil (Preis bis ca. 6000 €, 5 Schlafplätze, Servolenkung, Gesamtgewicht max. 3,5 t, Zuladung mind. 600 kg, Länge bis ca. 6,5 m, gerne 92/95 PS, Cassettentoilette, Dusche, Warmwasserboiler, Markise und Fahrradträger).

Es gibt tatsächlich immer wieder passende Wohnmobile (wobei die Servolenkung und die gewünschte Möblierung schon ein Problem bei der Suche darstellen). Ich habe auch schon einige besichtigt und auch probegefahren. Bisher waren die Fotos aber immer deutlich besser, als der tatsächliche Zustand, auch wenn mir natürlich klar ist, dass bei einem Fahrzeug in diesem Alter immer etwas zu tun ist.
Erschwerend kommt hinzu, dass ich gerne in absehbarer Zeit ein H-Kennzeichen hätte, da ich innerhalb einer Umweltzone wohne und ein Wohnmobil mit grüner Plakette für mich derzeit nicht bezahlbar ist. Also muss der Zustand schon relativ gut bzw. reparabel sein.
Trotzdem erschien es mir eigentlich bisher nicht unmöglich, ein geeignetes Wohnmobil zu finden.

Nachdem ich allerdings hier im Forum einige Erfahrungsberichte - vor allem im Hinblick auf Wasserschäden - gelesen habe, bin ich doch sehr verunsichert, ob es überhaupt realistisch ist, als Laie (in dieser Preisklasse) ein einigermaßen akzeptables (dichtes!) Wohnmobil zu finden! :?
Ich habe zwar bei den Besichtigungen einen Bekannten dabei, der sich mit Fahrzeugen (Motor, Karosserie usw.) wirklich gut auskennt - aber leider niemanden, der wenigstens etwas Ahnung hat von den (Feuchtigkeits-)Problemen eines Wohnmobils!

Deshalb nun meine Fragen an die Profis und die „alten Hasen“ hier:
- Wo treten die meisten Wasserschäden auf und auf was muss man unbedingt achten, auch wenn nicht gerade Wasserränder, eine wellige Decke/Wand, defekte Fenster/Dachluken/Dichtungen zu sehen oder ein muffiger Geruch zu riechen sind?
- Welches Messgerät ist dafür geeignet und wo genau soll gemessen werden?
- Welche gravierenden Schäden könnte es sonst noch geben und wie erkennt man diese?

Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen, damit der Kauf meines ersten eigenen Wohnmobils nicht mit dem Erwerb eines Totalschadens endet?!

Viele Grüße
Stephanie

lachshuhn am 28 Nov 2018 14:57:46

Hallo Stephan,
Das ist sehr schwer zu sagen.
Von Vorteil ist wenn das Objekt der Begierde nicht ständig draußen gestanden hat sondern zu mindest im Winter drinnen oder unter einem Schauer.
Die komplette technick ist ersetzbar und reparabel dazu sind die alten Motoren extrem robust.
Der 95 oder auch 92 PS Turbo Diesel der in den Fiats Citroen und Peugeot verbaut wurde ist auch extrem kräftig. Kommt einen eher nach heutigen Maßstäben vor wie ein 120 bis 130 PS starker Diesel.
Wenn das Ding einen Wasserschaden hat dann kann das ganze zum scheitern verurteilt sein da es extrem aufwändig ist dieses zu reparieren und eine kleine stelle entpuppt sich fast immer als große Sache.
Da ist ein Motortausch oder eine Getriebereparatur zeitlich gesehen eine Tagesaktion.
Der Preis von 6000 ist natürlich auch unterste Stufe ab 7500 fängt es langsam an für 6000 bekommt man nur Schrott kann bei 7500 aufwärts auch passieren aber da gibt es auch schon Mal was vernünftiges.
Gruß Frank

mcblubb am 28 Nov 2018 16:23:44

Wir haben einen Hymer Camp 51 von 1990. Gekauft haben wir den vor 2 Jahren mit ca. 180.000 km. Jetzt hat er um 190.000.

Der hat im Prinzip fast alles, was damals verbaut wurde. Thetford Toilette, Küche, Kühlschrank, Dusche etc.. Er hat den 1,9L Turbo Motor mit 78 PS. Damit lässt er sich flüssig bewegen. ALso man ist schneller als die LKW auf der Autobahn.

Zusatzluftfederung hat er auch schon- 2,2 to Leergewicht, 3,3 max. Zuladung. Anhängerkupplung.

Er ist aber nur für 4 Personen geeignet und hat keine Servolenkung.

Als wir den gekauft haben bin ich mit dem Feuchtemesser durchs ganze Auto und hab an allen Wänden, Decken, in den Schränken gemssen. Bei fast allen hab ich Feuchtigkeit gefunden. Ganz kritisch sind die Bereiche der Rückleuchten. Da auf jeden Fall messen.

Drauf achten, dass die Radlager keine Meise haben, die stehen sich kaputt und kosten bei den alten Teilen u.U. richtig Geld. DIe alten 5-Ganggetriebe können auch Schwierigkeiten machen. Gründe kann man mit der Sufu finden. Auf jeden Fall darauf achten, dass das GEtriebe geschmeidig arbeitet und Öl drin ist!!!

Wenn das alles i.O. ist, reicht Dein Budget von 6.000€ kannst Du knicken. Ab ca. 8.000€ geht das mit was gescheitem los (mit dem man auch sofort starten kann). Unserer wird das Haus nicht unter 8.000€ verlassen.

Was ich noch festgestellt habe: Die größeren für mehr als 4 Personen, waren meist verranzter als die kleineren. Keine Ahnung, ob das generell so ist, kam mir aber so vor.

Viel Glück bei Eurer Suche

BTW: In der Preisklasse sollte auch noch etwas Budget für eine größere Reparatur drin sein. Denn gerade die alten Dinger können logischerweise auch mal kaputt gehen. Und grad so ein Getriebe oder ein Motor ist schnell mal bei 2.000€ anzusiedeln. Garantie gibt Dir nämlich keiner auf so ein altes Teil

zuckerbaecker am 30 Nov 2018 01:38:06

Erschwerend kommt hinzu, dass ich gerne in absehbarer Zeit ein H-Kennzeichen hätte,
da ich innerhalb einer Umweltzone wohne


Du hast aber schon mitbekommen, das ein H Kennzeichen nicht mehr unbedingt relevant ist,
wenn Dieselfahrverbote kommen?

zB in Hamburg darfst NICHT mehr mit dem H durch die Verbotstzone:

--> Link

Hier in Stuttgart darf ich nächstes Jahr noch beim Dieselfahrverbot
mit dem H durch die Umweltzone fahren.

Und wie das in anderen Städten weitergeht, bleibt abzuwarten.

Tinduck am 30 Nov 2018 08:28:47

Also in dieser Preisklasse wirst Du Dir sehr viele Mobile sehr gründlich anschauen müssen, bis Du eins findest, das technisch und vom Aufbau her OK ist. Da muss man schon fast sagen, Grundriss und Ausstattung egal, Hauptsache nicht zuviel Rost und dicht.

Und selbst dann wird man Arbeit reinstecken müssen, weil Mobile, die tipptopp dastehen, für diesen Preis im Moment einfach nicht zu bekommen sind. Jeder, der nachweisen kann, dass seine Kiste dicht ist und ein ordentliches Scheckheft hat, schreibt im Moment 10.000 Euro dran, fast egal, wie alt. Und selbst bei dem Preis ist noch viel Schrott und einiges an gehübschten Blendern auf dem Markt.

bis denn,

Uwe

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