Die letzte Reise hat gezeigt, meine 180W Solaranlage reicht zur autarken Stromversorgung nicht aus!
Als wir Mitte Juli in Le Gurp, unserer „Sommerresidenz“, ankamen waren alle Plätze mit Stromversorgung belegt. Kein Problem, wir haben ja Solar! Denkste, schon nach drei Tagen gingen die Bordbatterien in die Knie. Wie konnte das sein? Das Forschen begann, aha, die Dichtung der Kühlschranktür ist verdreht, darum läuft der Kompressor so oft. Die Intervalle verkürzten sich nach der Korrektur. Super! Leider blieb der Füllstand der Batterien noch immer im Keller. Masse-Probleme? Alle Anschlüsse überprüft, nix. Wir starten das „Notprogramm“: Eisblock für den Kühlschrank. Blöd. Wir lassen entgegen der Gewohnheit die Fahrräder stehen und bewegen Luigi. Das Parken in der prallen Sonne freut die Solarpanels, sie legen richtig los und pumpen Ampere in die Akkus. Warum machten sie das nicht auf dem Campingplatz, da scheint die gleiche Sonne?
Ich mache Recherche im allwissenden Internet. Ich lerne, schon die kleinste Abschattung der Panels verursacht einen extremen Leistungseinbruch. Wird eine Zelle des Panel abgedeckt, ist das so als würde bei einer elektrischen Christbaumbeleuchtung eine Kerze rausgedreht. Das heißt im Umkehrschluss, immer in der Sonne parken. Auch blöd. Bei einem Sommer wie dem letzten erreicht die Temperatur am Kompressor des Kühlschranks mal locker 60 Grad und mehr.
Meine Schwiegermutter würde sagen, es gibt „Handlungsbedarf“.
Gegen die Hitze spendierte ich dem Kühlschrank zwei temperaturgesteuerte PC-Lüfter.

Um die Stromversorgung zu sichern, musste ein weiteres 100W Solarpanel her. Nach langer Überlegung und hin und her messen auf dem Dach, der Geistesblitz: ein Solarkoffer muss her!


Dies ermöglicht das Parken im Schatten, das Solarpanel bekommt einen Sonnenplatz. Für die Verbindung sorgt ein 10m Verlängerungskabel und eine „Solar-Steckdose“ am Wohnmobil.

Der nächste „heiße“ Sommer kann kommen.

