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Umrüstung eines alten Wohnmobils 1, 2, 3


michaelm am 30 Nov 2018 14:07:05

Hallo zusammen,

da bei unserem Wohnmobil jetzt auch eine Batterie schwächen zeigt, plane ich auch gerade auf LiFePo4 oder LiFeYPo4 umzusteigen.

Unser Wohnmobil ist ein 1990er Hymer B544 Integrierter, dadurch habe ich da einen etwas größeren Elektroumbau zu tun.
Das jetztige System lädt die Boardbatterie über ein einfaches Trennrelais direkt von der Starterbatterie/LiMa mit 14,4V durchgängig über ein 6mm² Kabel. Zumindest nach meinen Beobachtungen regelt die LiMa die Spannung auch nach 4h Fahrtzeit nicht runter.
Die Sicherungen sind noch alte Torpedosicherungen, und es ist kein EBL verbaut. Das Ladegerät ist ein altes Schaudt LA 110.
Verbraucher sind zur Zeit eigentlich nur die üblichen eingebauten. Lampen, Heizung und Lüfter. Der Kühlschrank ist noch kein AES.

Wir wollen aber für unsere nächsten Urlaube Kaffeemaschine und Föhn mitnehmen, und auch die e-bikes wollen geladen werden.
Und die Lampen werden auf LED umgerüstet.

Da aber wie gesagt eine Batterie nicht mehr mag, kommt als erstes die Batterie, und da ich keinen EBL verbaut habe, würde ich gerne gerennte OVP und LVP realisieren.

Das vorhandene Batteriefach würde ich gerne weiterverwenden, da es sonst durch die Anordnung nicht anderweitig sinnvoll nutzbar wäre.
Es hat die Maße LxBxH 500mm x 180mm x 230mm oder 460mm x 180mm x 280mm.

Daher denke ich im Moment an 4 x Winston 100AH.

Als BMS denke ich gerade an die LiPro 1.6 active mit optionalem GreenView und Stromsensoren.

Der Wechselrichter wird vermutich der Votronic 1700 und wenn Solar kommt, werde ich vermutlich auch den Votronic MPPT Regler nehmen. Der Vorteil gegenüber zum GreenController ist die Möglichkeit auch die Starterbatterie zu laden.
Eigentlich hatte ich auch den Votronic Booster 1212-30 eingeplant, aber da die LiMa stetig 14,4V bringt, hätte es keinen Vorteil, denke ich zumindest.

Aber bei einigen Dingen bin ich noch unsicher.

1. Sind die LiPro 1.6 active die beste Wahl für mich?
2. Brauche ich die Stromsensoren?
3. Welche Relais sollte ich nehmen für OVP & LVP?
4. Wäre der Booster doch Sinnvoll, um auf langen Fahrten die Batterieladespannung abzusenken?
5. Was habe ich vergessen?
6. Welche Alternativen wären besser?

Vielen Dank für eure Meinung.
Michael

thomker am 30 Nov 2018 14:27:43

Moin,

ich fang mal vorsichtig oben an. Die 6mm Ladeleitung ist ein ganz enger Flaschenhals. Für Kaffeemaschine, Fön und vor allem ebike-Akkus sind 100 Ah seeeehr übersichtlich. Auch Li-Akkus sind irgendwann leer, z.B.: nach 2 Kaffee und 2 ebike-Akkus und 5 Min Fönen...nur so grob überschlagen. Meine eBike-Akkus haben 500 Wh und wenn die ganz leer sind, nehmen die sich 40 Ah/Akku aus der Batterie.

Gruß
Thomas

joekel am 30 Nov 2018 15:03:05

wären die Robur Lithium Akkus da nicht die bessere Alternative ? Allerdings brauchts bei einem 1700 Watt WR zwei dieser Packs....

Gruss Ekel

michaelm am 30 Nov 2018 15:32:20

Achso, ja, die 6mm Leitung wird natürlich ersetzt.

joekel am 30 Nov 2018 15:33:04

habe mir den Robur bestellt....werde berichten

michaelm am 30 Nov 2018 15:48:16

Die Robur Akkus sehen interessant aus, kannte ich noch nicht. Allerding passen diese nicht in das Batteriefach. :(


Gruß,
Michael

flaumi am 30 Nov 2018 16:55:19

Hallotschi,
ich bin auch neugierig auf die Erfahrungen zu robur LIFEPO4
möchte mir auch "noch" einen kaufen und zu einem 125AH LIFEPO4 dazu stellen
gibt es da noch was zu beachten?
tips von euch Profis dankbar!
lg aus Ö

lisunenergy am 30 Nov 2018 16:59:55

Gleiches BMS und gleiche Zellchemie. Verbindung diagonal .

michaelm am 30 Nov 2018 17:59:57

Hallo Lars,
hast du auch einen Kommentar zu meiner Idee? ;)

Danke,
gruß,
Michael

flaumi am 30 Nov 2018 19:47:55

lisunenergy hat geschrieben:Gleiches BMS und gleiche Zellchemie. Verbindung diagonal .

Danke!
dann werde ich nächstes Jahr doch wieder bei lisunen...kaufen!
Verbindung diagonal?
nicht parallel?
ui wie geht das?

lg aus Ö

michaelm am 30 Nov 2018 21:30:55

Du schaltetst die Batterien parallel, aber du Klemmst die abgehenden Leitungen für Masse an die eine, und die Plus Leitung an die andere Batterie.

lisunenergy am 01 Dez 2018 13:52:26

Hallo Michael,

Es führen viele Wege nach Rom und somit gibt es mehrere Lösungen.
Bei einem 12 Volt System reicht Ev-power, oder Lipro 1-1.
Bei einem 100Ah würde ich aber auf einen fertigen Akku gehen. Möchtest Du einen LiFeYPo4 dann gibt es den Sonnentautravel. Ist es egal, gibt es von Schrott bis Hi End alles im Netzt.
Einen Booster benötigst Du, da sonst nichts hinten ankommt oder bei leerem Akku zu viel gezogen wird.
Wichtig ist ein Ladegerät welches über 13 Volt zuschaltet. Hier geht im Notfall ein kleines Li Ladegerät parallel oder eine Zeitschaltuhr am Landstrom. Die erste Variante ist aber besser.
Bausätze lohnen sich erst bei großen Kapazitäten !

Beste Grüße Lars

michaelm am 01 Dez 2018 16:56:40

Hallo Lars,

vielen Dank für die Infos,
Also Booster ist dann klar.

Ich verstehe aber nicht wie du das mit dem Ladegerät meinst, sorry.

Danke, schöne Grüße,
Michael

Stocki333 am 01 Dez 2018 19:33:50

Hallo Michael
Bei meinem WOMO Bj. 99 Ist eine vergleichbare alte LM bzw. Elektrik verbaut.
Die LM hat 95 Ah. Leistung. Die gesamte Leistung der LM geht in die Winston 300Ah (system Sonnentau) . Wenn du dich für ein System mit Trennrelais entscheidest läuft die LM mit voller Leistung. Nach 10Min sind es nur ca 60A. Die interne Temperaturregelung der LM drosselt dir den Ladestrom .Die LM hat eine Temp. von 110 Grad. Und wie du ja schon gemessen hast , während die Maschine läuft liegen immer die 14,4 Volt an. Der Nachteil an dieser Verschaltung ist ganz einfach. deine LM läuft immer an der Leistungsgrenze und sie ist ja auch nicht mehr die jüngste Hält sie das auf die Dauer aus???
Gehst du auf einen Booster mit LI Kennlinie soltest du wissen welche Leistung deine LM liefert. Dein FZg braucht inkl. Licht auch Ampere. die solltest du kennen. Dan noch 10-15 Ampere Sicherheitsreserve und du weist welchen Booster du brauchst ohne das System zu überlasten.
Zu Deinem geplanten Umbau nutzt du das Womo auch im Winter.
Warum willst du OVP und LVP getrennt haben.
Schau dir mal das System von Lars an. Einfacher gehts nimmer ein System aufzubauen das auch hohe Ströme abgeben kann für kräftige WR.
Zu deinen geplante 100 Ah solltest du bedenken das ein Bike mit 500Wh Accu wenn er komplett leer ist 50AH aus der Versorgerbatterie nimmt. (inkl WR - Verluste) in der Praxis sind es zwar so um die 35-40 Ah.
Solltest du dich für ein System von Lars entscheiden hast du immer eine Option: du kannst die Batteriekapazität immer mit den selben Zellen verdoppeln oder verdreifachen.
DU brauchst nur die Zellen + die Zellenverbinder kaufen. Die Elektronik hast du ja schon.
Eine 100 Ah Zelle kostet um die 160 €. x 4 damit hast du deine Kapazität verdoppelt .
Lg Franz

michaelm am 02 Dez 2018 00:05:29

Hallo Franz,

Danke, das waren super Infos.

Mit den e-bike Akkus habe ich mich tatsächlich verrechnet. Ich hatte zwar 13,4AH im Datenblatt gesehen, aber nicht daran gedacht, dass die ja bei 36V sind. also passt das mit den ca 45AH bei 12V.
Also muss ich nochmal in mich gehen, und sehen wie ich doch etwas mehr verbauen kann...

OVP und LVP getrennt haben möchte ich, da ich das System recht wartungsfrei haben möchte, und nicht im Fehlerfall die Batterie resetten möchte. Und da ich eh neue Sicherungen für den Aufbau einbaue, ist es ja kein Problem die Last und die Ladegeräte zu trennen, und heißt in der Umestzung ja nur, ein Relais und ein paar Kabel mehr. ;)

Danke, und schöne Grüße,
Michael

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