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Mobilvetta Kea P 65 vs Carthago C-Tourer I 144LE Vergleich


olko am 04 Dez 2018 17:50:13

Hallo liebe Wohnmobilgemeinde,

nach einigen Jahren steht mein zweiter Wohnmobilurlaub an. Erfahrungen mit Wohnwagen habe ich vor rund 30 Jahren schon gesammelt. Mein Name ist Oliver, ich bin knapp 50 und wohne im schönen Trier.

Ich habe an die Community ein paar Frage und bin mir bewusst, dass darauf keine homogenen Antworten kommen können. Mich interessieren aber die wohl unterschiedlichen subjektiven Meinungen und Erfahrungswerte, die ich in meinen Entscheidungsprozess einfügen könnte. Über die Suche konnte ich keine richtig zufriedenstellenden Antworten ableiten (außer die Frage zur "Fähre", die habe ich noch nicht ausreichend recherchiert).

Im Sommer 2019 geht es für 24 Tage von Trier aus nach Schweden.

Als Mietangebot habe ich jetzt ein Mobilvetta Kea P 65 (Teilintegriert, 3.200 Euro, Fiat Ducato Multijet 150 PS, Modell 2109, 3,5 Tonnen, Zuladung: bis zu 357 kg, 7,38 m lang, mit TV, DVD, Tisch+Stühle, Campernavigationssystem)
[Link posten ist mir noch nicht erlaubt] *****/mobilvetta/kea

und alternativ ein Carthago C-Tourer I 144LE- PrCL (was heisst PrCl?) (Vollintegriert, 3.650 Euro, Modell 2018, 130 PS, bis 4,25 Tonnen zugelassen, Zuladung bis zu 950 kg, 6,99 m lang, KEIN Tisch+Stühle, KEIN TV (verkraftbar!))
[Link posten ist mir noch nicht erlaubt] ******/carthago-c-tourer-i-144-le-epic-im-test-kurzes-wohnmobil-mit-langem-bett-dank-schiebetechnik/


Mir hat heute ein erfahrener Camper gesagt, er würde auf jeden Fall einen Carthago jedem italienenischem Modell vorziehen und hat mir im Gespräch meine Entscheidung nicht leichter gemacht. Folgende Knackpunkte beschäftigen mich oder sind mir aufgefallen:

"Unentschieden"
Die Aufteilung ist fast identisch, der Mobilvetta 37 cm länger (dafür hat der Carthago das schiebbare Bett "in" der Dusche).

Punkt für den Carthago
Das Hubbett im Carthago ist über den Fahrersitzen, beim Italiener über der Sitzgruppe. Hier kann meine Frau oder ich schon früher ins (Hub-)bett, ohne dass man kraxeln muss.

Punkt für Mobilvetta
Der Preis, Ersparnis von mehr als 500 Euro (Tisch+Stühle sind dabei)

Die Preisdifferenz ist für uns nicht entscheidend, wenn es denn ein "besser!" oder "schlechter!" gibt. Hier nun meine Fragen.
OFFEN:
1. Die Qualität der Matratzen: Bei unserem ersten Wohnmobilurlaub mit einem Bürstner waren die Matratzen(?) oder Unterlage so schlecht, dass meine Frau wochenlang Nackenschmerzen hatte. Glänzt hier vielleicht der Cartagho?
2. Fähre: Der Carthago geht mit seinem Gewicht nur noch als LKW auf die Fähre. Angeblich viel teurer oder schlechter … aber ich habe das nicht so empfunden, bei einer ersten Recherche ohne zu Wissen, wie die Tour von uns aussehen wird.
3. Fahrgeräusche und -komfort: Ist der Carthago wirklich deutlich geräuschgedämmter, knarzt auch weniger und liegt besser auf der Straße??
4. Praxis: Ist ein Carthago so viel besser durchdacht, wenn denn, dass man in einem dreiwöchigem Urlaub lieber etwas mehr Geld ausgeben sollte.
5. Wir fahren mit zwei Kindern (5 und 7 Jahre) und zwei Erwachsenen und vielleicht(!) nehmen wir die Fahrräder mit um besser in eine Stadt kommen zu können. Wie schnell ist man erfahrungsgemäß an der Zuladungsgrenze von 357 kg?

Ich bin neugierig, ob ich hier Antworten und Hilfe finden kann. Vorab vielen Dank für den einen oder anderen Beitrag und auch ggf. Hinweis auf bestehendes Thema, in dass ich mich wohl erst aufwendig reinlesen müsste (und mir aber das "Gefühl" für eine halbwegs solide Meinungsbidung fehlt.)

Gruß,
Oliver

Bodimobil am 04 Dez 2018 17:55:27

olko hat geschrieben:Wie schnell ist man erfahrungsgemäß an der Zuladungsgrenze von 357 kg?


Alle 4 Personen einsteigen - Wasser tanken - Dieseltank voll - Zuladungsgrenze erreicht!

olko am 04 Dez 2018 19:21:29

Hallo Bodimobil,

Danke, habe mal gefunden:
"Das Leergewicht ist das Gewicht des betriebsfertigen Fahrzeugs mit zu 90 Prozent gefüllten eingebauten Kraftstoffbehältern und zu 100 Prozent gefüllten Systemen für andere Betriebsstoffe zuzüglich 75 Kilogramm Fahrergewicht."

Folgende normierte Rechnung soll (ist ja anscheinend so, weil Du [at]Bodimobil, da ja sehr klar bist und ich auch schon darüber gestolpert bin) an der Realität vorbeigehen:
    90% des mitgeführten Frischwasser- und Gasvorrats
    Füllung von Chemieklo und Wasserboiler
    Vier Kilo für die Kabeltrommel
    Das Gewicht jedes Mitfahrers
    10 Kilo persönliche Habe pro Passagier
    10 Kilo zusätzlich je Meter Gesamtlänge des Reisemobils. Also beispielsweise 60 Kilogramm bei einem 6-Meter Fahrzeug
Wir nehmen eine zweite Gasflasche mit, die Füllung von Wasserboiler und Chemieklo ist mir nicht so klar … aber wenn die Fahrräder, Tisch & Stühle dazu kommen sollen, dann geht das offensichtlich nur mit dem Großen. Nach Abzug der Fahrräder wird es knapp.

Der Frischwassertank muss noch hinzugerechnet werden? In einer Berechnung habe ich mal gefunden, dass dieser nur mit 20 Liter Füllmenge berücksichtigt werden würde.

Okay: Frage 5 ist beantwortet. Danke

Grandeur am 04 Dez 2018 22:31:33

Hallo Oliver,

also 3,5to mit 4 Personen ist praktisch unmöglich, es sei denn das WoMo ist ohne Ausstattung, wie Markise, Sat-Anlage, mehrere Batterien,... .

Bzgl. Matratzen erwarten meiner Ansicht nach viele Camper Wunder. Wie soll der Hersteller wissen, ob der Käufer 120kg oder 60kg wiegt, ob er/sie Seiten- oder Rückenschläfer ist? Wenn es passt, dann hat man Glück.

WoMo ohne Fahrrad schließe ich aus, da ich persönlich gerne das Fahrzeug stehen lasse und dann mit dem Fahrrad auf Entdeckungstour gehe oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wenns richtig schüttet. In Städten fand ich mit unserem 7m Wohnmobil auch schlecht einen Parkplatz.

Fahrkomfort / Geräusche: Machst Du Dir wegen 3 Wochen Gedanken? Drunter ist bei beiden ein Fiat und bei 100km/h bzw. 80km/h auf der Landstraße bei >3,5to halten sich Windgeräusche auch im Rahmen. Leiser ist meiner Erfahrung nach der Sprinter und auch der Crafter. Töpfe und Besteck klappern bei uns immer etwas trotz Presspassungen in den Auszügen.

Gruß Grandeur

olko am 04 Dez 2018 23:25:57

Hallo Grandeur, vielen Dank für die Ausführungen.

Also:
Erledigt: Die Qualität der Matratzen: Die von Carthago werden sicherlich nicht schlechter sein. 7-Zonen-Schaummatratze hinten, okay. Wichtiger noch: Das Hubbett ist 160 cm breit und man kann die Kinder dort auch noch gut hinlegen, weil der Zugang ins WoMo frei bleibt. Beim Kea P 65 ist das Hubbett nur 113-131 cm breit und blockiert den Zugang … das raubt wahrscheinlich Flexibilität.

2. Fähre? => suche ich noch selbst Infos

Erledigt: 3. Fahrgeräusche und -komfort: Wenn Mobilvetta schon mal nicht fürs Knarzen bekannt ist, dann reicht mir das. Aber, daran habe ich nicht mehr gedacht, es ist richtigerweise sowieso alles vollgepackt und "lauter". Das Fahrwerk des Carthago ist sicherlich gut.

Erledigt 4. Praxis: Der Carthago ist sicher nicht schlechter als Mobilvetta

Erledigt 5. Zuladung: Das ausschlaggebende Argument, neben der Matratze.

    Es wird der Carthago, auch wenn mir der Mobilvetta etwas besser gefällt und er deutlich preisgünstiger ist, sofern nicht noch ein Einwand kommen sollte :)

Tinduck am 05 Dez 2018 07:18:42

In den meisten Autotests werden Autos ähnlicher Preisniveaus miteinander verglichen, weil das sonst auf einen Äpfel-mit-Birnen-Vergleich hinausläuft.

Deine beiden Kandidaten sind so ein Fall, der Carthago ist eher in der oberen Mittelklasse anzusiedeln, während der Mobilvetta sich eher an schmalere Portemonnaies richtet... was man ja auch am Mietpreis merkt.

Nimm, was Dir besser gefällt! Mit kleineren Unzulänglichkeiten kommt man für einen Urlaub mal klar. Falls das allerdings ein Testlauf für einen späteren Kauf sein soll, nimm das Mobil, in dessen Preisklasse du dich umsehen möchtest.

bis denn,

Uwe

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