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Abdichten bei Einbau TurboVent - Dekasealraupe


Hannezz am 05 Dez 2018 11:35:10

Hallo Foristen,

da ich nun vor dem ersten eigenen Austausch einer Dachluke durch ein TurboVent stehe, habe ich mangels Erfahrung eine Unsicherheit in Bezug auf das Aufbringen der Dekasealraupe.
Abdichten möchte ich das Ganze mit Deakseal 8936. Die Frage ist nun: Wie ist die Raupe am besten aufzubringen. Der Rahmen des TurboVent bietet da ja 4 halbrunde Vertiefungen, in die das Dekaseal aufgetragen werden könnte.
Ich habe das Ganze mal im Bild links unten nummeriert:

25692

Wo würdet ihr nun die Dekasealraupe legen?
Im Aussenbereich, im Innenbereich ?
EIne oder mehrere Raupen ?

Vielleicht erscheinen diese Fragen trivial, aber wenn man es noch nie gemacht hat...
Ich möchte da halt jetzt einen Einbaufehler vermeiden. Wäre schön wenn Ihr mir Tipps dazu geben könntet !

Gruss,
Hans

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mv4 am 05 Dez 2018 11:56:03

nicht innen...sondern aussen auf Dach

Hannezz am 05 Dez 2018 12:09:10

mv4 hat geschrieben:nicht innen...sondern aussen auf Dach


Mit Aussen und Innen meinte ich den Abstand von der Aussenkante des Rahmens !

Die auf dem Bild gezeigte Fläche ist die Unterseite des auf dem Dach sitzenden Rahmens.
Muss das Dichtmittel muss vor Einsetzen des Fensters zwingend auf die Dachaussenhaut aufgebracht werden ?
Also nicht auf die Unterseite des Rahmens ? Macht das einen Unterschied ? Positioniere ich die Raupe nicht genauer auf dem Rahmen selbst ?

Nobblo am 05 Dez 2018 12:19:52

Wenn, dann kommt die Raupe auf die dachluke und dann wirds aufs Dach gedrückt. Ich habe bei meiner Sanierung beim Womo Händler nachgefragt und mir wurde schwarzes butyl Band von teroson empfohlen, weil es etwas fester als dekasil ist.
Habe ich so gemacht und ist seit 5 Jahren dicht

Kajakus am 05 Dez 2018 12:29:52

Moin moin zusammen,
die "Dichtmasse" muss an die Stellen, wo das Wasser eindringen möchte.
Dann darf die "Dichtmase nicht auf Null herundergedrückt werden, es muss ein elastischer Puffer erhalten bleiben.
Das die "Klebeflächen" sauber, trocken und fettfrei sind, versteht sich von selbst.
Schöne Grüße,
Kajakus.

Hannezz am 05 Dez 2018 12:47:13

...Dann darf die "Dichtmase nicht auf Null herundergedrückt werden, es muss ein elastischer Puffer erhalten bleiben....

Dann muss doch auch die Raupe ganz auf den Aussenrand gelegt werden, da ja sonst die Schraubenlöcher im Dach im ungeschützten Aussenbereich der Dekalinraupe liegen würden .
Oder ist das jetzt ein Denkfehler ?

Nobblo am 05 Dez 2018 13:01:52

Bloß nicht sparen mit der Dichtmasse und richtig, die Schrauben müssen unbedingt mit abgedichtet werden. Das MUSS rausquetschen. Was übersteht, abtupfen, und zwar im 90 Grad Winkel und Horizontal, sonst ziehst zuviel Dichtmasse unter raus. Mit Teroson Dichtband haste übrigens nicht das Problem :wink: Teroson Terostat heißt das Zeugs!

Ich habe mich damals für Dachluken entschieden, die nicht von Außen, sonder nur von innen mit Klemmrahmen (Thule) zu schrauben sind. Aber bei mir habe ich auch das Dach neu gemacht, somit waren da noch keine alten Bohrungen.

Tinduck am 05 Dez 2018 13:47:41

Ich würd auch nicht von aussen verschrauben. Mit Dichtmasse kleben und dann vorsichtig mit dem Innenrahmen verschrauben, wenns trocken ist.

Wer will schon zusätzliche Löcher im Dach?

bis denn,

Uwe

turbokurtla am 05 Dez 2018 17:36:26

Tag Hans
Ich würde 2 Raupen draufziehen. Eine ganz außen (1) und eine etwas weiter innen (3).
Die aufgetragenen runden Raupen drücke ich mit nassen Fingern schon vorm Einbau etwas platt.
Langsam und von Hand die Schrauben anziehen. Am Dach keine Entfernung des ausgetretenen Dekalins.
Dieses, auch wieder mit nassen Fingern, an der Kante glattdrücken.
Gruß Kurt

Hannezz am 05 Dez 2018 18:50:24

Ich denke ich werd mal Kurt's vorgeschlagenen Weg gehen.

Herzlichen Dank trotzdem natürlich allen am Threat beteiligten Foristen !

LG,
Hans

Jutta51 am 06 Dez 2018 00:37:47

Moin.
Auf keinen Fall zwei Würste legen, immer nur eine dicke und die mittig. Wo soll den die Luft die bei zwei Würsten in der mitte ist hin. Die drückt Dir dann gleich eine Undichtigkeit in die Dichtraupe. Das was dann an den Seiten raus drückt, wenn Du die Haube fest schraubst, braucht man nicht entfernen, lass es so.und wie hier schon gesagt, mit der Dichtmasse nicht sparsam sein.

Jutta51 am 06 Dez 2018 00:56:43

Und die Dichtmasse auch vorher nicht mit einen nassen Finger berühren, die muß unbedingt klebrig bleiben ! Bin erstaunt, was hier so alles geschrieben wird.

PittiC am 06 Dez 2018 01:43:10

Jutta51 hat geschrieben:Und die Dichtmasse auch vorher nicht mit einen nassen Finger berühren, die muß unbedingt klebrig bleiben ! Bin erstaunt, was hier so alles geschrieben wird.

Die Feuchtigkeit vergeht, die Klebrigkeit bleibt

Nobblo am 06 Dez 2018 14:34:41

Der Kurt weiß, was er schreibt. Das würde ich nicht so schnell anzweifeln :wink:

kissenschlacht am 06 Dez 2018 15:11:42

Hallo,
also die Aussagen von Kurt anzuzweifeln halte ich für falsch.
Ich werde mich, wenn ich im Frühjahr mein undichtes grosses Heki neu eindichte,
peinlichst genau an die Aussagen von Kurt halten.
Das er weiß was er schreibt, kann Mann/Frau hier im Forum vielfach nachlesen.

gruß
Georg

Jutta51 am 06 Dez 2018 15:29:21

Na ja, Ich würde mir von Kurt keine Dachlucke einsetzen lassen. Aber jeder so wie Er möchte.

turbokurtla am 06 Dez 2018 15:46:12

Jutta51 hat geschrieben:Auf keinen Fall zwei Würste legen, immer nur eine dicke und die mittig. Wo soll den die Luft die bei zwei Würsten in der mitte ist hin. Die drückt Dir dann gleich eine Undichtigkeit in die Dichtraupe.

Jetzt bin ich auch sehr erstaunt. :eek:
Insbesondere über solch technische/physikalische Aussagen. :cry:

Kajakus am 06 Dez 2018 16:29:57

Moin moin zusammen,
Lufteinschlüsse sind beim Verkleben IMMER zu vermeiden, weil man dann die Luft zwischen den Klebestellen komprimiert.
Diese Luftmenge fürt bei Temperaturveränderung, davon gibt es auf dem Dach reichlich( Bis 100C). ein heftiges Eigenleben.
Bei Pu-Klebern hat sie es jedenfalls nicht so leicht zu entkommen wie bei dauerflexiblen Dekalin. Dabei hinterläßt sie auch gern mal eine Undichtigkeit .
Falls man mit Lüfteinschlüssen keine Probleme hat, Glück !
Schöne Nicolausgrüße,
Kajakus.

Hannezz am 06 Dez 2018 17:57:48

Danke für dir Rückmeldungen !

Nachdem ja vorher das Fiamma Vent40 verbaut war und die Anzahl der Dachschrauben gleich ist, vermute ich dass die Schraubenlöcher deckungsgleich sind. Muss ich aber erst noch kontrollieren.

Das mit dem Lufteinschluss leuchten schon irgendwie ein.
Bedeutet: Ich müßte die Raupe dick über die Schraubenlöcher ziemlich am Rand legen (Andeutung siehe Bild) und nach Einbau natürlich auch die Schraubenköpfe mit Dekalin "versiegeln".

Mangels Erfahrungsschatz: Genügt für eine solche Aktion eigentlich eine Kartusche, oder sollte ich sicherheitshalber eine zweite besorgen ?

25695

Gruss,
Hans

Jutta51 am 06 Dez 2018 18:12:16

Moin Hans
Eine Kartusche ist ausreichend !

gespeert am 07 Dez 2018 08:00:50

Nimm Malerkrepp und klebe den Bereich um die Luke ab.
Dann montierst du die Luke trocken.
Nun um die Aussenkante eine Linie ziehen und die Luke entfernen.
Jetzt an der Linie vorsichtig einritzen und den Bereich innerhalb freilegen und entsprechend reinigen sowie Untergrund nach Herstellervorschrift des Klebers vorbereiten.
Nach Aufbringen des Klebers auf dem inneren Bereich unter dem Rand die Luke einsetzen und bis auf 1mm setzen und Kleber anziehen lassen, Innenrahmen dann verschrauben und damit die Luke ganz ans Dach ziehen.
Am Ende das aeussere Krepp mit der Ueberschussmenge entfernen.

P.S. ich verwende fuer die Klebung immer schwarzen Kleber und ziehe aussen eine duenne Hohlkehle mit weissem Dichtmittel als UV Schutz bzw. um zu sehen wenn sich was lockert.

turbokurtla am 07 Dez 2018 11:58:47

Kajakus hat geschrieben:... weil man dann die Luft zwischen den Klebestellen komprimiert.
Diese Luftmenge fürt bei Temperaturveränderung .... ein heftiges Eigenleben.
Bei Pu-Klebern hat sie es jedenfalls nicht so leicht zu entkommen wie bei dauerflexiblen Dekalin. Dabei hinterläßt sie auch gern mal eine Undichtigkeit .

Also bei aller Achtung vernünftiger Diskussionen,
aber das geht mir jetzt in Richtung Physik/Chemie Unterricht und weit an der Praxis vorbei.

1. Ich hab geschrieben langsam und von Hand anziehn
2. die verbliebende Luftmenge würde in ein Schnapsglas passen
3. Dekalin arbeitet bei Wärme nach und dehnt/dichtet sich nach außen weiter ab
4. auch PU Kleber sind anfangs weich und würden Luft durchlassen
5. und der wichtigste Punkt
Dachluken niemals mit Klebern einkleben. Grad bei 100 Grad Temperaturunterschieden neigen sie zum Abreißen.
Vielleicht nicht der Kleber, aber an Luke oder Blech schon.

Hannezz am 07 Dez 2018 12:09:30

turbokurtla hat geschrieben:...3. Dekalin arbeitet bei Wärme nach und dehnt/dichtet sich nach außen weiter ab
4. auch PU Kleber sind anfangs weich und würden Luft durchlassen
5. und der wichtigste Punkt
Dachluken niemals mit Klebern einkleben...


Auch nochmals ein Argument...
Danke für die nochmalige Rückmeldung, Kurt.
Ich werde auf jeden Fall Dekaseal 8936 verwenden.

Gruss,
Hans

Kajakus am 07 Dez 2018 14:16:17

Moin moin zusammen,
jeder kann ja machen was er möchte.
Bei diesen Arbeiten haben wir es aber immer mit Chemie und Physik zu tun, also muss man auch auf einiges achten, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Was eingeschlossene Luft macht, kan man an einem "Probestück" leicht selbst erkennen. Eine Platte mit einem rundum geschlossenen Klebewurstring aufdrücken. Meist kommt nach einiger Zeit an der schwächsten Stelle ein "Luftballon" zum Vorschein. Kommt es nicht dazu, bleibt die komprimierte Luft drinnen und arbeitet.
Wenn ich Flächen klebe, lasse ich immer ein kleines "Schlupfloch" für die Luft, schließe nach dem Andrücken dann das Loch.
Beim Verfugen merkt man auch , ob beim Einfüllen Luft eingeschlossen wurde, die Blasen "melden sich" an der Oberfläche, meist aber leider erst wenn sich schon die "Haut" gebildet hat. Dann hat man große Mühe, solche Fehler wieder ordentlich zu Korrigieren. Manchmal fängt noch einmal von vorn an. Ich jedenfalls wenn es "fachmännisch" aussehen soll.
Schöne Grüße,
Kajakus.

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