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Hybrid-Accu System eine Diskusionsgrundlage


Stocki333 am 07 Dez 2018 17:59:03

Hallo an die Runde.
Um den Fred von Acki nicht unnötig zu zerpflücken wurde ein neuer Thread aufgemacht.
Das Thema Hybrid-Accu hier ist ja hochinterressant. Vor allem wenn man noch eine gute Pb batterie in seinen Womo hat und über einen WR nachdenkt, um seine Komfortansprüche zu befriedigen. Die Hemmschwelle beim Umstieg auf Li Technik ist für viele ja die Kosten und auch die noch gute PB. Meistens 95 Ah.
Und hier beginnt sich die Katze in den Schwanz zu beißen. Man will Kaffemaschine und die Frau will Föhn. Mit der Standartbatterie nicht gut möglich. Also WR. ja auch für andere Dinge auch ganz gut brauchbar. Aufrüsten, alte und neue Batterie zusammenschalten, geht aber sinnvoll ? Kosten auch ein heisses Thema. nicht jeder will und kann die Kosten eines Urlaubes in Lithium investieren.
Wie kostengünstig aufrüsten.
Einige User hier hätten vielleicht einen Weg aufgezeigt um die Kosten auf ein vernünftiges Niveau zu drücken. Eine Firma auch, aber Kostengünstig !!!
Ich stelle jetzt einige Beispiele zusammen und würde mich über Meinungen sehr freuen.
Basis ist einfach immer eine 95 Ah Batterie wie sie zu tausenden Stück verbaut ist. Ich spiele einfach ein paar Beispiele gedanklich durch.
Variante 1 --> Link
Ein Preis der interessant ist wenn man es selber inportiert.
Komplett mit Gehause BMS Einbau unkompliziert, Temparatur Laden 0 Grad , EIN/AUS -Schalter vorhanden. Nur zur Kapazitäterweiterung gut, nicht für kräftige WR. Auch Mobil nutzbar.

Variante 2 --> Link
Modul mit 50 Ah inkl vollwertigen BMS und der Möglichkeit 100 A abzugeben. Damit WR und Kaffem. bei richtiger Wahl möglich. geringes Gewicht. Ladungstemp. 0 Grad. Max Temperatur bei Entladung - 10 Grad. Scheint ein vernunftiges BMS zuhaben. Mit einem preisgünstigen Booster 25 - 30 Ampere gute Lademöglichkeit.

Variante 3 --> Link
Preisgünstiger 100 Ah mit wenigsten eingebauten Balancer. Jedoch kein BMS. Keine Abschaltung bei Zelldrift, Überspannung und Unterspannungund Temperatur. Keine Einschränkung bei hohen Ladeströmen Laden möglich mit Bypass zur umgehung des EBL
Preisgünstig sowohl Kauf als auch durch geringen installationsaufwand. Probleme sehe ich Defekt der PB Hier hat der User dann eigentlich nur die möglichkeit die PB auszutauschen oder 2. Accu aufwendig zu installieren. Beim Initialiesieren und Einbau eines vollwertigen Bms werden sich die Geister scheiden. Probleme in der Zukunft sind vorprogrammiert.

Variante 4 --> Link
Man kauff eine Winston Starterbatterie 60 oder 90AH oder 4 Einzelzellen. Rüste einfache Balancer nach und schliesse sie Parallel zur PB. Die Balancer halten die Zellen auf Gleichstand. Die Pb gewährleistet mir einen Eingeschrängten Schutz vor OVP und LVP.Ausserdem ist Temperatur kein Thema mehr.
Hier gibt sich noch Aspekt den man nicht vernachlässigen sollte. geht die PB über den Jordan könnte man das System durch Kauf von 4 Zellen aufrüsten. Dazu noch die Elektronik von Lars/ Sonnentau und man hat ein Super System (2P4S).
2 Gründe sprechen für diese Variante:
Geringe Alterungstendenz der Zellen.
Es gibt gute informationen wie man diese Zellen auf Gleichstand bringt. Der Zusammenbau der Zellen ist hier oft genug gepostet worden.

Wie sich Blei und Li ohne Vollwertiges Bms im Fehlerfall verhalten ist für mich nicht ganz schlüssig. Wenn man Jedoch die Freds hier immer mitliest, wann wird von defekten Winston berichtet bzw. abgedrifteten Zellen.
Die Kosten würden auf einen Überschaubareren Zeitraum aufgeteilt. Für viele ein nicht unerheblicher Faktor. Eine Unsicherheit bleibt. wie gefährlich Ist es solche Zellen ohne Vollwertiges BMS zu betreiben und wie lange. Antwort könnten User liefern die Winston Starterbatterien mit oder ohne Balancer betreiben.

LG Franz

Inselmann am 07 Dez 2018 19:42:45

Das wird eine interessante Diskussion werden hoffentlich. Und hoffentlich nur sachbezogen und unvoreingenommen....

biauwe am 07 Dez 2018 23:37:16

Ich hab mit Variante 3 angefangen, 4 gelbe Zellen a 60 Ah LiFeYPO4 und Balancer gekauft und zu meinen zwei 80 Ah Gel-Akkus mit angeklemmt.
Das war vor fast 5 Jahren.

vpower am 08 Dez 2018 05:08:26

Wozu soll das alles gut sein,meine bleiakkus sind raus und bleiben auch draußen

null550 am 08 Dez 2018 12:33:27

Ein Hybridsystem mit 95Ah Blei ist auch meine Zielkonfiguration, sobald meine jetzigen 2 x 95 Ah mal schwächeln. Die Vorteile eines Hybridsystems sind hinlänglich beschrieben.
ABER: Ich werde auch dann auf geprüfte Komponenten mit entsprechenden Zertifikaten und Zulassungen zurückgreifen. Eine Diskussion der vorgestellten 4 Beispiele könnte zu gefährlichen Bastellösungen verführen.

biauwe am 08 Dez 2018 12:37:49

Dann zähl doch mal die Gefahren auf.
Immer wieder wird hier ständig Angst verbreitet.
Oder geht es hier um Werbung für teure Fertiglösungen?

null550 am 08 Dez 2018 13:04:15

biauwe hat geschrieben:Dann zähl doch mal die Gefahren auf.
Immer wieder wird hier ständig Angst verbreitet.
Oder geht es hier um Werbung für teure Fertiglösungen?

Obwohl ich hier noch wirklich keine Angst verbreitet habe, im Gegenteil schon selbst mal diesbezüglich angegangen wurde, gebe ich mal meine Meinung hierzu wieder:
Bei kompletten Lipo-Systemen sehe ich die Gefahren nicht größer als bei Blei-Akkus, es ist beides nicht ungefährlich und bedarf eines bestimmten Umgangs. Aber auch wenn ein Schaden extrem selten ist, wird sich die Versicherung und ggfs. Staatsanwaltschaft für die Ursache interessieren.
Bei selbst zusammengestellten Systemen, die hier nach entsprechender Diskussion eher unbedarft entstehen könnten, sehe ich da schon eine größere Gefahr. Und darauf habe ich hingewiesen.
Und nein, ich mache keine Werbung für irgendeine teure Fertiglösung. Ich habe da nirgends irgendwelche Karten drin.

biauwe am 08 Dez 2018 13:15:39

Es geht hier nicht um Lipos-Systeme!
Mit dieser Art Akkus muß man ganz anders umgehen und sie brauch deutlich mehr Überwachundtechnik als LiFe(Y)PO4.
Wenn Du diese meist hast Du recht.

MountainBiker am 08 Dez 2018 13:24:30

Hallo null550,

deine Aussage:

Versicherung und ggfs. Staatsanwaltschaft für die Ursache interessieren


ist korrekt, nur verhält es sich so bei jeder Veränderung am Fahrzeug, ob eine weitere Steckdose montiert wurde, ein Fahradträger montiert...

Wenn die entsprechenden Vorschriften und Regeln bei der Montage/Integration nicht eingehalten werden kann im Schadensfall Ungemach drohen. Da macht es keinen Unterschied, ob der Fahrradträger sich von der Rückwand löst und dem nachfolgenden Verkehr vor das Fahrzeug fällt, oder ob beim Wechselrichterbetrieb ein Brand entsteht, weil die Verkabelung/Verbindungstechnik fehlerhaft war.

null550 am 08 Dez 2018 13:44:50

also gut, ich bin hier raus, damit es vielleicht mal zum Thema 'Diskussion der 4 Varianten' kommt

Stocki333 am 08 Dez 2018 16:27:49

Hallo null550
Wie sind deine 2 Lifepo4 abgesichert und wie teilen sich die Entladeströme auf.
Lg Franz

andwein am 08 Dez 2018 16:39:21

vpower hat geschrieben:Wozu soll das alles gut sein,meine bleiakkus sind raus und bleiben auch draußen

Das ist für dich ja bestimmt OK, du hast das für dich entschieden. Die Frage war aber allgemein gestellt.
Und hier eine mögliche Antwort:
Winterbenutzer haben, zumindest am Anfange der Reise/Urlaubsphase niedrige Temperaturen im Wagen, eventuell unter 10°C. Unterhalb dieser Temperatur sollten LiFe (ohne Y) PO4 Zellen nicht geladen werden, bestimmte Produkte laden gleich gar nicht.
Die Lima ist also arbeitslos, der Lithium Akku wird nicht mit der möglichen Stromstärke geladen oder er verkürzt seine Lebensdauer.
Eine parallelgeschaltete Pb-Batterie würde vollgeladen und mit dieser Ladung wäre die erste Zeitspanne bis zum Wirksam werden der Womo-Heizung überbrückbar.
Gruß Andreas

Inselmann am 08 Dez 2018 17:06:27

Ist doch immer wieder das gleiche.

Es wird verzweifelt versucht die falsche Hardware mit allen moeglichen Mitteln zu was zu bringen was andere Hardware problemlos kann.

In diesem Fall geht's um das "Y" :mrgreen:

Leute wenn's euch so wichtig ist das man unter 0 Grad Laden kann, dann kauft euch Zellen mit Y drin! Alles anderen denen das egal ist leben halt damit und muessen auch an die (wenigen) Situationen denken wo die Li's ohne Y geschaedigt werden koennen.

Persoenlich tendiere ich zu einem Hybrid-Accu mit Schwerpunkt Li Kapazitaet mit ner kleineren PB als Puffer um im Falle von OVP oder UVP
das 12V System unter Strom zu haben.

Warum? Weil ich glaube das es fuer mich einfacher ist und preiswerter (kein 100A+ Strom wird gebraucht) ein Li-Accu zu haben der mittels BMS sich selbst ueberwacht und bei OVP/UVP sich selber vom Netz nimmt.

Die nur Li Variante wuerde (in meiner Situation) nur mehr Hardware brauchen (falls man es richtig macht mit SSR Abschaltung der Ladequellen etc) und ist nur Notwendig (meiner Meinung nach) wenn mal ALLE Vorteile (Hochstrom) des Li's auch nutzen moechte.

Warum Li fuer mich?
- Weils leichter ist
- Weils schneller laedt
- Weil ich vielleicht auch Solar wieder reduzieren kann (spart wieder paar Kilo's)
- Weil die Spannung schoen stabil bleibt.

towi am 08 Dez 2018 17:09:24

Hallo Andreas,

Sind die genannten 10°C ein Fakt für alle LiFe oder nur Erfahrungswerte für bestimmte Akkus ?

Danke
towi

andwein am 09 Dez 2018 13:10:37

towi hat geschrieben:Hallo Andreas, Sind die genannten 10°C ein Fakt für alle LiFe oder nur Erfahrungswerte für bestimmte Akkus ?
Danke towi

Ich habe mir die Datenblätter/Chem. Aufbau der vielen Lithium Akkus nicht alle zu Gemüte geführt und ich habe überhaupt keine Erfahrung mit Lithium-Akkus, da ist Lars ein weitaus besserer Ansprechpartner als ich. Aber ich kann wissentschaftliche Abhandlungen lesen und Ladediagramme interpretieren. Und die meisten Abhandlungen zu Blei und Lithiumbatterien gehen von einer Umgebungstemperatur von +25°C aus.
Die "unter +10°C" sind eine Faustformel, die "Reduzierung der Lebensdauer" sind hochgerechnete Lebensdauerwerte und in der Praxis noch nicht dokumentiert. Die prognostizierte Reduzierung der Lebensdauer hängt außerdem stark vom Ladestrom ab, o,1A werden wohl nichts machen, 100A bei einer 100Ah Batterie wohl schon. Die Chemie reagiert halt bei 10°C bedeutend träger als bei 25°C, das hatr was mit der Bewegungsfreudigkeit der Atome zu tun. Und alle Batterien sind Chemiewerke, da kann man nicht nur mit dem ohmschen Gesetz arbeiten!
Gruß Andreas

veop2 am 09 Dez 2018 14:33:29

Danke Franz (Stocki333) für die Eröffnung des Themas. Über eine sinnvolle Erweiterung von Blei zu LiFePo denke ich nämlich auch nach. Wenn man einen Hymer fährt, kann man 3k€ in die Hand nehmen und gut. Wenn das zu viel ist, oder man ein anderes WoMo fährt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die sehr von den Ausgangsvoraussetzungen und der Art des Fahrzeugs abhängen.

Ich denke über einen Kastenwagen mit Standard-Ort für die Batterien nach und möchte daran möglichst auch nichts ändern, sondern nur die Standard-AGM 95Ah möglichst unkompliziert erweitern. Da bietet sich vor allem eine Variante mit eingebautem BMS an (Fraron, Super B Epsilon o.ä.. Um nicht in Probleme zu kommen dürften wohl nur Batterien mit DIN-Gehäusen infrage kommen.

Ärgerlich ist bloß, das die genannten Hersteller alle in ihren technischen Angaben die Hybridinstallation ablehnen. Das erhöht leider das Risiko.

Stocki333 am 09 Dez 2018 21:27:22

Dieses thema geht schon lange in meinem Schädel spazieren. Eigentlich seit Erstistallation meiner Winstonanlage. Damals wurde aus Sicherheitsgründen eine 33Ah AGM Batterie mit 2 Relais parallelgeschaltet. AGM deshalb weil ich der Meinung war die passt besser zur Winston. Acki hat das in seinen Hybrid Fred sehr schön dokumentiert. Im Nov.2015 als mein Umbau konkret wurde, gab es nur 2 Foristen, Nögel und biauwe die sich mit dieser Thematik befasst hatten und auch realiesiert. Es hat mich damals viele stunden gekostet um diese Systeme zu verstehen. Bei meinen Reisen, wenn ich mit einer Freundin unterwegs bin sind wir extrem auffällig. Dann steht man, Die Biks werden geladen die Kaffeemaschine läuft und kein Landstrom. Da wird man oft angesprochen,wie das geht. Man lädt dann zum Kaffee und so taut mancher Besitzer auf,
Dinge wie noch gute Batterie, aber.....geht noch, Kaffemaschine wäre nicht schlecht . Frau möchte sich auch Föhnen können. Es soll ja nicht zuviel kosten, kleine Rente....Könnte man nicht dazu.... stellen. Hab schon gelesen, das das geht! Hab jemanden der mir helfen würde das einzubauen. Kleine Solaranlage vorhanden brauch ich einen neuen Regler. Die Sicherung zum EBL habe ich schon manchmal wechsel müssen wenn Service Batterie komplett leer war. Solche Fragen tauchen einfach auf.
Wieviele Lesen mit und wieviele schreiben.
Und das Wichtigste , Nein nicht die Kosten, zum Schluss ...da gibts ein Forum da steht viel über Lithium-accus, kennst du das !
:lol:
In den letzten 1 - 2 Jahren sind am Markt Fertigaccus aufgetaucht, wie soll ein Womo Fahrer der in seinem Berufsleben vielleicht Zuckerbäcker ist,komplexe elektrische Zusammenhänge auf die Reihe kriegen. Wenn man aber liest wie unbedarfte Leser es schafften, ein Sonnentau System mit Hilfe von Foristen einzubauen, da kann man nur den Hut ziehen vor beiden Parteien.
Diese Systeme wären nicht entstanden, wenn man nur auf Die gesetzlichen Seite rumgeritten wäre. Jeder ist doch für sein Tun und Lassen im Endeffekt selbst immer verantwortlich. Nur er Entscheidet was Sache ist. :lach: :ja:
Vorteile und Nachteile aufzeigen sollte der Sinn dieses Fred sein. Die Technik nicht das Gesetz, Und wenn ein Leader in der Branche auf den Zug aufzuspringen kann....
Ein Bsp. man nehme nur eine Winston Starterbatterie. Wer weiß schon das die ohne Sicherungen intern sind. (kein BMS, keine Balancer) Manche sehen nur den Gewichtsvorteil. Nur was hat er im Motoraum für die Zukunft für Probleme eingebaut. Nur wenn er im Forum mitliest weiss er was Sache ist, und kann sein Tun danach ausrichten.
Hybridaccu haben vielleicht auch eine Zukunft vor sich.
ät Inselmann :Danke du hast das sehr schön geschrieben.
LG Franz

null550 am 16 Mär 2019 12:26:45

Hallo Hybrid-User und Interessierte,
ich versuche mal dieses Thema von Stocki333 wiederzubeleben, um hier den Sammeltröd für den Hybrid-Akku zu haben, also den Austausch zwischen Usern und Interessenten dafür. Und auch um Ackis seriösen Test - Faden zu entlasten.
Das ganze auch vor dem Hintergrund, macht ein Hybrid noch Sinn?, da es mittlerweile viele einbaufertige (1:1 Austausch-) LiFe(Y)PO4-Akkus zu fast schon akzeptablen Preisen gibt.
Ich berichte aus der Erfahrung von 3 Installationen, zwei jetzt knapp 2 Jahre alt, eine weitere ein halbes Jahr. Die Foristen `biauwe´ und `Nögel´ sind ja schon viel länger damit unterwegs und echte Pioniere auf dem Gebiet. Dann gibt es noch den sehr aufschlussreichen Test von `Acki´.
Hymer hat seit 1 Jahr als bislang einziger Hersteller ein System im Angebot (HymerSmartBatterySystem); ein Nachrüster hat sich mal positiv geäussert.
Wer noch hat den Hybrid-Akku realisiert? Bitte mit Erfahrungen melden.

Ich sehe für den Hybrid folgende Vorteile:

1) Kapazitätserweiterung bei zu wenig Platz für weitere Bleibatterie. Lithium-Teil kann lageunabhängig auch etwas entfernt eingebaut werden und benötigt weniger Platz als Blei. Betrifft vermutlich nur kleine Womos und Normalstromverbraucher.

2) Kostenvorteil: Weniger Lithium kostet auch weniger und die vorhandene Ladetechnik und Kapazitätsüberwachung reicht aus. Nicht jeder Normalstromer will 4stellige Beträge investieren.

3) Gewichtseinsparung gg. Erweiterung mit Blei (klar, bei Vollumstieg auf Lithium ist der Vorteil noch größer).

4) Redundantes System, sollte eine Komponente mal ausfallen.

5) kein Temperaturproblem, falls es das überhaupt gibt.

6) Der Li-Akku kann ohne Aufwand zum nächsten neuen Womo mitgenommen werden.

Nachteile:

Mir nicht bekannt, aber die Frage `warum nicht gleich Lithium only?´ stellt sich schon. Ist dieser Zwischenschritt eine unnötige Investition?

null550 am 16 Mär 2019 12:54:55

[quote="JohnB"]Hallo Helmut,

Euro 6 ohne "intelligente Lima" im kleinesten Carthago (T 142), Bj 2018. Exide ES900; 1 Saison alt.

Mit den 80 Ah kommen wir im Sommer locker 4 Tage mehr aus. Mit Heizung im Herbst mind. 2-3.
ABER: Ab diesem Jahr gilt es auch *ein* E-Bike zu laden.

Im Batteriefach ist Platz für genau eine weitere Exide 900. Gewichtsbegrenzungen spielen keine Rolle.[quote="JohnB"]

Ich versuche hier mal den Faden weiter zu führen, habe aber noch Probleme mit verschachtelten Zitaten und der Begrenzung auf 360 Zeichen, deshalb stark gekürzt.

Also für mich passt das Anforderungsprofil zum Hybrid-Akku. Wenngleich ich noch zu etwas Solar raten möchte.

Joachim170 am 16 Mär 2019 13:36:52

Moin,
Ich warte zwar noch auf meinen Challenger 170, für mich ist die Entscheidung Hybrid aber eigentlich schon gefallen, hier mal ein Link, der sehr schön meine Beweggründe aufzeigt:
--> Link
das ganze dann noch mit einer möglichen Trennung sowohl der Blei als auch der LiFePo ergibt Redundanz, entschärft das Thema Ladung/Entladung unter 0°C.
Wie der Aufbau nachher bei mir sein wird, kann ich allerdings erst sagen, wenn das WoMo da ist.
Gruß Joachim

biauwe am 16 Mär 2019 15:19:00

Der Hauptgrund für mich ist die Sicherheit, nicht ohne Strom für die Heizung da zustehen.
Im Winter wenn der Strom knapp ist kann ich gut sehen, wenn die Li-Akkus leer werden.
Alles ohne Abschaltung und Batteriecomputer (ist ja auch nicht 100% aussagekräftig).
Liegt die Spannung vom System bei 12,8 oder kleine wird nachgeladen.
Dann passen mehr als 2000 Wh wieder in die fast leeren Akkus.

Tinduck am 16 Mär 2019 18:45:16

Hm.

Wenn ich mir das hier und Ackis Thread so durchlese, denke ich, der Vorteil des Hybrid-Systems, bei abschalten des LiFePOs noch 12 V zu haben, ist valide. Zumal ja offensichtlich einige EBLs ohne Batterie gar nicht vernünftig funktionieren, selbst wenn Landstrom dranhängt.

Für den Vorteil muss man aber keine 95 Ah AGM spazierenfahren, die so gut wie nie beansprucht wird, da reicht dann auch ne 20er Gel oder so.

Bin mal gespannt, wann es die erste 100er LiFePO mit 20 Ah Blei Backup in einem Gehäuse gibt :D

bis denn,

Uwe

biauwe am 16 Mär 2019 19:01:22

Aktuell hab ich auch nur noch eine Panther tracline 12V 65Ah DC Pro Solar als backup (16 kg gegen Gel mit 27 kg).
Genug Platz im Akkufach für einen zusätzlichen Masseschalter, wenn das Womo mal so rumsteht.

JohnB am 20 Mär 2019 13:22:09

Der von Helmut verwendete Zusatz-Lipo LE300 hat in der aktuellen Version eine eigene Heizung, die unter 10 Grad anspringt. (Gebrauchsanweisung: "Das Gerät hat ein integriertes Heizsystem, dass (sic!) zwischen -20 °C und 10 °C Zelltemperatur aktiviert wird. Entladung ist zwischen -20 °C und 60 °C Zelltemperatur möglich. Für eine höhere Batterielebensdauer läuft das System bei einer Zelltemperatur unter -20 °C und über 60 °C im reinen Bleimodus."). Damit steigt die Selbstentladung unter 10 Grad drastisch.

Zum Schutz sind im LE300 laut Gebrauchsanleitung --> Link verschiedene Modi vorgesehen. Ein erster Schlafmodus wird im Leerlauf aktiviert, um Energie zu sparen. Er wird alle 2 Min. unterbrochen. Kommt eine Li-Zelle durch Selbstentladung in den Bereich der Tiefentladung, gibt es einen Tiefschlafmodus. Dieser Modus kann durch Drücken einer Taste und anschließendes Laden aufgehoben werden. Bei einer "gefährlichen Tiefentladung" (nicht weiter definiert) erfolgt eine Sicherheitsabschaltung, die nur durch einen Servicebetrieb aufgehoben werden kann.

Nicht klar ist mir, ob das Gerät sich durch die Heizung nur bis in den Tiefschlafmodus oder gleich bis zur Sicherheitsabschaltung entladen kann. Auch habe ich keine Ahnung, was die Gelbatterie dann macht. Evt. wird sie mitruntergezogen, denn der "reine Bleimodus" wird erst unterhalb von -20 Gard aktiviert.

Helmut, hast Du hierzu Erfahrungen?

JohnB am 20 Mär 2019 13:36:05

Wie ich gerade sehe, ist die Anleitung nicht so eineutig, denn an andere Stelle heißt es "Bei kalten Bedingungen (<10 °C Zelltemperatur) heizt die integrierte Heizung
den LE300 während des Ladevorgangs auf" (Hervorhebung hinzugefügt).

Wenn die Heizung nur beim Laden und nicht bei normalen Ruhephasen arbeiten kann, wäre ja alles ok.

null550 am 20 Mär 2019 15:20:46

JohnB hat geschrieben:Der von Helmut verwendete Zusatz-Lipo LE300 hat in der aktuellen Version eine eigene Heizung, die unter 10 Grad anspringt. ....
Nicht klar ist mir, ob durch die Heizung nur bis in den Tiefschlafmodus oder gleich bis zur Sicherheitsabschaltung entladen wird. Auch habe ich keine Ahnung, was die Gelbatterie dann macht.
Helmut, hast Du hierzu Erfahrungen?
musste das Zitat kürzen

Ich habe nicht die von Hymer oder Bootsausrüstern angebotenen Lithium-Module mit der Bezeichnung LE300, sondern die Prototypen davon bzw. Module aus der Nullserie. Der mir bekannte Unterschied ist, dass meine keine Heizung haben und das Gehäuse noch in Alu ist. Ob es darüberhinaus noch Unterschiede gibt, weiß ich nicht.

Ich kann deshalb auch nichts dazu sagen, ob und wieviel der Bleiakku für die Heizung liefert.

Meine LE300 waren schon öfters am unteren Abschaltpunkt, der bei 10% Restkapazität sein sollte, und werden ohne mein Zutun (Tastendrücken) auch wieder geladen. Ich habe mich bislang nicht um die Lithiumerweiterung gekümmert, außer am Schaudtpanel gelegentlich die Batterie-LEDs angeschaut.

Ich habe Erfahrungswerte einer Überwinterung 2017/18 mit 127 Tagen ohne Nachladen. Die Temeraturen gingen bis max - 1° C runter (Hallenplatz). Danach hatte der Hybrid noch 12,7 V. Ich kann leider nicht sagen, ob die LE300 dann schon leer waren (vermutlich schon).

Ich hatte beim Wintercamping am 13. Februar eine Entladung runter bis 12,2 V, und da waren beide LE300 leer (LED = rot). Beim späteren Nachhausefahren wurden sie wieder geladen. Meine beiden 7,5 Jahre AGMs habe ich danach zuhause getestet mit einer Entnahmekapazität von nur noch 29%. Später noch einzeln mit je 12,5 %. Die habe ich jetzt (vorzeitig) ersetzt durch 1 x 100 Ah Blei nass.

Seit gestern abend habe ich einen Votronic Batteriecomputer eingebaut, weil mir der LED-Sprung vom Hymerpanel von 12,5 V auf 12,2 V zu grob ist. Mit dem BC will ich demnächst mal einen weiteren Kapazitätstest bis runter auf 12,3 V machen, um besser zu verstehen, wann nur die LE300 liefern, wann beide, und wann nur noch die Blei. Ähnlich dem seriösen Acki-Test.

JohnB am 21 Mär 2019 20:58:22

Die aktuelle Version der LE300 hat einen Messausgang für den Ladegrad. Dort liegen 0-10V entsprechend 0-100% SOC an. Das müsste eine brauchbare Auskunft erlauben, wie stark der LiFePO-Akku sich einbringt.

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