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Hybrid-Accu System eine Diskusionsgrundlage 1, 2


Stocki333 am 07 Dez 2018 17:59:03

Hallo an die Runde.
Um den Fred von Acki nicht unnötig zu zerpflücken wurde ein neuer Thread aufgemacht.
Das Thema Hybrid-Accu hier ist ja hochinterressant. Vor allem wenn man noch eine gute Pb batterie in seinen Womo hat und über einen WR nachdenkt, um seine Komfortansprüche zu befriedigen. Die Hemmschwelle beim Umstieg auf Li Technik ist für viele ja die Kosten und auch die noch gute PB. Meistens 95 Ah.
Und hier beginnt sich die Katze in den Schwanz zu beißen. Man will Kaffemaschine und die Frau will Föhn. Mit der Standartbatterie nicht gut möglich. Also WR. ja auch für andere Dinge auch ganz gut brauchbar. Aufrüsten, alte und neue Batterie zusammenschalten, geht aber sinnvoll ? Kosten auch ein heisses Thema. nicht jeder will und kann die Kosten eines Urlaubes in Lithium investieren.
Wie kostengünstig aufrüsten.
Einige User hier hätten vielleicht einen Weg aufgezeigt um die Kosten auf ein vernünftiges Niveau zu drücken. Eine Firma auch, aber Kostengünstig !!!
Ich stelle jetzt einige Beispiele zusammen und würde mich über Meinungen sehr freuen.
Basis ist einfach immer eine 95 Ah Batterie wie sie zu tausenden Stück verbaut ist. Ich spiele einfach ein paar Beispiele gedanklich durch.
Variante 1 --> Link
Ein Preis der interessant ist wenn man es selber inportiert.
Komplett mit Gehause BMS Einbau unkompliziert, Temparatur Laden 0 Grad , EIN/AUS -Schalter vorhanden. Nur zur Kapazitäterweiterung gut, nicht für kräftige WR. Auch Mobil nutzbar.

Variante 2 --> Link
Modul mit 50 Ah inkl vollwertigen BMS und der Möglichkeit 100 A abzugeben. Damit WR und Kaffem. bei richtiger Wahl möglich. geringes Gewicht. Ladungstemp. 0 Grad. Max Temperatur bei Entladung - 10 Grad. Scheint ein vernunftiges BMS zuhaben. Mit einem preisgünstigen Booster 25 - 30 Ampere gute Lademöglichkeit.

Variante 3 --> Link
Preisgünstiger 100 Ah mit wenigsten eingebauten Balancer. Jedoch kein BMS. Keine Abschaltung bei Zelldrift, Überspannung und Unterspannungund Temperatur. Keine Einschränkung bei hohen Ladeströmen Laden möglich mit Bypass zur umgehung des EBL
Preisgünstig sowohl Kauf als auch durch geringen installationsaufwand. Probleme sehe ich Defekt der PB Hier hat der User dann eigentlich nur die möglichkeit die PB auszutauschen oder 2. Accu aufwendig zu installieren. Beim Initialiesieren und Einbau eines vollwertigen Bms werden sich die Geister scheiden. Probleme in der Zukunft sind vorprogrammiert.

Variante 4 --> Link
Man kauff eine Winston Starterbatterie 60 oder 90AH oder 4 Einzelzellen. Rüste einfache Balancer nach und schliesse sie Parallel zur PB. Die Balancer halten die Zellen auf Gleichstand. Die Pb gewährleistet mir einen Eingeschrängten Schutz vor OVP und LVP.Ausserdem ist Temperatur kein Thema mehr.
Hier gibt sich noch Aspekt den man nicht vernachlässigen sollte. geht die PB über den Jordan könnte man das System durch Kauf von 4 Zellen aufrüsten. Dazu noch die Elektronik von Lars/ Sonnentau und man hat ein Super System (2P4S).
2 Gründe sprechen für diese Variante:
Geringe Alterungstendenz der Zellen.
Es gibt gute informationen wie man diese Zellen auf Gleichstand bringt. Der Zusammenbau der Zellen ist hier oft genug gepostet worden.

Wie sich Blei und Li ohne Vollwertiges Bms im Fehlerfall verhalten ist für mich nicht ganz schlüssig. Wenn man Jedoch die Freds hier immer mitliest, wann wird von defekten Winston berichtet bzw. abgedrifteten Zellen.
Die Kosten würden auf einen Überschaubareren Zeitraum aufgeteilt. Für viele ein nicht unerheblicher Faktor. Eine Unsicherheit bleibt. wie gefährlich Ist es solche Zellen ohne Vollwertiges BMS zu betreiben und wie lange. Antwort könnten User liefern die Winston Starterbatterien mit oder ohne Balancer betreiben.

LG Franz

Inselmann am 07 Dez 2018 19:42:45

Das wird eine interessante Diskussion werden hoffentlich. Und hoffentlich nur sachbezogen und unvoreingenommen....

biauwe am 07 Dez 2018 23:37:16

Ich hab mit Variante 3 angefangen, 4 gelbe Zellen a 60 Ah LiFeYPO4 und Balancer gekauft und zu meinen zwei 80 Ah Gel-Akkus mit angeklemmt.
Das war vor fast 5 Jahren.

vpower am 08 Dez 2018 05:08:26

Wozu soll das alles gut sein,meine bleiakkus sind raus und bleiben auch draußen

null550 am 08 Dez 2018 12:33:27

Ein Hybridsystem mit 95Ah Blei ist auch meine Zielkonfiguration, sobald meine jetzigen 2 x 95 Ah mal schwächeln. Die Vorteile eines Hybridsystems sind hinlänglich beschrieben.
ABER: Ich werde auch dann auf geprüfte Komponenten mit entsprechenden Zertifikaten und Zulassungen zurückgreifen. Eine Diskussion der vorgestellten 4 Beispiele könnte zu gefährlichen Bastellösungen verführen.

biauwe am 08 Dez 2018 12:37:49

Dann zähl doch mal die Gefahren auf.
Immer wieder wird hier ständig Angst verbreitet.
Oder geht es hier um Werbung für teure Fertiglösungen?

null550 am 08 Dez 2018 13:04:15

biauwe hat geschrieben:Dann zähl doch mal die Gefahren auf.
Immer wieder wird hier ständig Angst verbreitet.
Oder geht es hier um Werbung für teure Fertiglösungen?

Obwohl ich hier noch wirklich keine Angst verbreitet habe, im Gegenteil schon selbst mal diesbezüglich angegangen wurde, gebe ich mal meine Meinung hierzu wieder:
Bei kompletten Lipo-Systemen sehe ich die Gefahren nicht größer als bei Blei-Akkus, es ist beides nicht ungefährlich und bedarf eines bestimmten Umgangs. Aber auch wenn ein Schaden extrem selten ist, wird sich die Versicherung und ggfs. Staatsanwaltschaft für die Ursache interessieren.
Bei selbst zusammengestellten Systemen, die hier nach entsprechender Diskussion eher unbedarft entstehen könnten, sehe ich da schon eine größere Gefahr. Und darauf habe ich hingewiesen.
Und nein, ich mache keine Werbung für irgendeine teure Fertiglösung. Ich habe da nirgends irgendwelche Karten drin.

biauwe am 08 Dez 2018 13:15:39

Es geht hier nicht um Lipos-Systeme!
Mit dieser Art Akkus muß man ganz anders umgehen und sie brauch deutlich mehr Überwachundtechnik als LiFe(Y)PO4.
Wenn Du diese meist hast Du recht.

MountainBiker am 08 Dez 2018 13:24:30

Hallo null550,

deine Aussage:

Versicherung und ggfs. Staatsanwaltschaft für die Ursache interessieren


ist korrekt, nur verhält es sich so bei jeder Veränderung am Fahrzeug, ob eine weitere Steckdose montiert wurde, ein Fahradträger montiert...

Wenn die entsprechenden Vorschriften und Regeln bei der Montage/Integration nicht eingehalten werden kann im Schadensfall Ungemach drohen. Da macht es keinen Unterschied, ob der Fahrradträger sich von der Rückwand löst und dem nachfolgenden Verkehr vor das Fahrzeug fällt, oder ob beim Wechselrichterbetrieb ein Brand entsteht, weil die Verkabelung/Verbindungstechnik fehlerhaft war.

null550 am 08 Dez 2018 13:44:50

also gut, ich bin hier raus, damit es vielleicht mal zum Thema 'Diskussion der 4 Varianten' kommt

Stocki333 am 08 Dez 2018 16:27:49

Hallo null550
Wie sind deine 2 Lifepo4 abgesichert und wie teilen sich die Entladeströme auf.
Lg Franz

andwein am 08 Dez 2018 16:39:21

vpower hat geschrieben:Wozu soll das alles gut sein,meine bleiakkus sind raus und bleiben auch draußen

Das ist für dich ja bestimmt OK, du hast das für dich entschieden. Die Frage war aber allgemein gestellt.
Und hier eine mögliche Antwort:
Winterbenutzer haben, zumindest am Anfange der Reise/Urlaubsphase niedrige Temperaturen im Wagen, eventuell unter 10°C. Unterhalb dieser Temperatur sollten LiFe (ohne Y) PO4 Zellen nicht geladen werden, bestimmte Produkte laden gleich gar nicht.
Die Lima ist also arbeitslos, der Lithium Akku wird nicht mit der möglichen Stromstärke geladen oder er verkürzt seine Lebensdauer.
Eine parallelgeschaltete Pb-Batterie würde vollgeladen und mit dieser Ladung wäre die erste Zeitspanne bis zum Wirksam werden der Womo-Heizung überbrückbar.
Gruß Andreas

Inselmann am 08 Dez 2018 17:06:27

Ist doch immer wieder das gleiche.

Es wird verzweifelt versucht die falsche Hardware mit allen moeglichen Mitteln zu was zu bringen was andere Hardware problemlos kann.

In diesem Fall geht's um das "Y" :mrgreen:

Leute wenn's euch so wichtig ist das man unter 0 Grad Laden kann, dann kauft euch Zellen mit Y drin! Alles anderen denen das egal ist leben halt damit und muessen auch an die (wenigen) Situationen denken wo die Li's ohne Y geschaedigt werden koennen.

Persoenlich tendiere ich zu einem Hybrid-Accu mit Schwerpunkt Li Kapazitaet mit ner kleineren PB als Puffer um im Falle von OVP oder UVP
das 12V System unter Strom zu haben.

Warum? Weil ich glaube das es fuer mich einfacher ist und preiswerter (kein 100A+ Strom wird gebraucht) ein Li-Accu zu haben der mittels BMS sich selbst ueberwacht und bei OVP/UVP sich selber vom Netz nimmt.

Die nur Li Variante wuerde (in meiner Situation) nur mehr Hardware brauchen (falls man es richtig macht mit SSR Abschaltung der Ladequellen etc) und ist nur Notwendig (meiner Meinung nach) wenn mal ALLE Vorteile (Hochstrom) des Li's auch nutzen moechte.

Warum Li fuer mich?
- Weils leichter ist
- Weils schneller laedt
- Weil ich vielleicht auch Solar wieder reduzieren kann (spart wieder paar Kilo's)
- Weil die Spannung schoen stabil bleibt.

towi am 08 Dez 2018 17:09:24

Hallo Andreas,

Sind die genannten 10°C ein Fakt für alle LiFe oder nur Erfahrungswerte für bestimmte Akkus ?

Danke
towi

andwein am 09 Dez 2018 13:10:37

towi hat geschrieben:Hallo Andreas, Sind die genannten 10°C ein Fakt für alle LiFe oder nur Erfahrungswerte für bestimmte Akkus ?
Danke towi

Ich habe mir die Datenblätter/Chem. Aufbau der vielen Lithium Akkus nicht alle zu Gemüte geführt und ich habe überhaupt keine Erfahrung mit Lithium-Akkus, da ist Lars ein weitaus besserer Ansprechpartner als ich. Aber ich kann wissentschaftliche Abhandlungen lesen und Ladediagramme interpretieren. Und die meisten Abhandlungen zu Blei und Lithiumbatterien gehen von einer Umgebungstemperatur von +25°C aus.
Die "unter +10°C" sind eine Faustformel, die "Reduzierung der Lebensdauer" sind hochgerechnete Lebensdauerwerte und in der Praxis noch nicht dokumentiert. Die prognostizierte Reduzierung der Lebensdauer hängt außerdem stark vom Ladestrom ab, o,1A werden wohl nichts machen, 100A bei einer 100Ah Batterie wohl schon. Die Chemie reagiert halt bei 10°C bedeutend träger als bei 25°C, das hatr was mit der Bewegungsfreudigkeit der Atome zu tun. Und alle Batterien sind Chemiewerke, da kann man nicht nur mit dem ohmschen Gesetz arbeiten!
Gruß Andreas

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