Caravan
luftfederung

LiFeYPO4 und Ladegeräte 1, 2


Toele am 09 Dez 2018 13:22:57

Da bei mir die Umrüstung von AGM auf LiFeYPO4 ansteht, habe ich mich mal im Netz kundig gemacht, wie man mit LiFePO4 Akkus umgehen soll. Je tiefer ich in die Materie eindrang, desto klarer wurde mir, dass man den Angaben der Anbieter nicht unbedingtes Vertrauen schenken sollte, oft Fehlinformationen, bestenfalls glänzen sie durch Unvollständigkeit. Fast alle Literatur darüber, die ich gefunden habe, ist allerdings auf Englisch. Als Essenz habe ich folgendes herausgefiltert.

1. LiFeYPO4 Akkus fühlen sich am wohlsten wenn sie auf unter 80% ihrer Kapazität aufgeladen sind. (allgemein bekannt)
2. Wenn sie den Ladezustand 100% erreicht haben sollte die Ladespannung komplett abgeschaltet werden, sie benötigen kein Floating und keine Erhaltungsspannung. Dies ist eher schädlich. (wird ganz selten erwähnt)
3. Sie sollten, wenn möglich, nur soweit aufgeladen werden wie man bis zur nächsten Aufladung verbraucht. (wir so auch nicht oft geschrieben)

Nun zum Thema und zu den Ladegeräten. Nicht alle wo LiFeYPO4 drauf steht sind auch dafür geeignet, sondern einige beschleunigen den vorzeitigen Exitus der Akkus.

Punkt 1 macht automatisch kein Ladegerät, denn sie sind natürlich dafür gebaut den Akku zu 100% vollzuladen.

Punkt 2 erfüllen manche gar nicht, der Rest nur zur Hälfte. Viele laden, durch ihre festen Programme bedingt, noch ein paar Stunden weiter, das kann sogar die Batterie zerstören. Die Besseren schalten auf Floating. Dieses ist natürlich sehr unbefriedigend. Aber Ladegeräte wurden schon immer als Alleskönner angepriesen, ohne ihrem Anspruch gerecht zu werden. Für individuell, programmierbare Geräte gibt es scheinbar keinen Markt.

Punkt 3 kann natürlich auch kein Ladegerät der Welt schaffen, das kann man nur selber wissen oder schätzen.

Also was tun wenn der Akku lange halten soll?

Ich werde dies für mich folgendermaßen lösen. Bisher hatte ich 2 x 100Ah AGM und werde sie ersetzen durch eine 120 Ah LiFeYPO4. Geladen wird meistens, während der Fahrt, mit einem 50A Ladebooster und durch Solar. Wenn der gewünschte Ladezustand bzw. Ladespannung erreicht ist, schalte ich die Ladespannung von Hand ab und schalte sie erst wieder ein, wenn ich eine Aufladung für nötig halte und das Spiel beginnt von vorne. Ich denke mal, diese Lösung ist für mich optimal.

Als einzigen größeren Verbraucher habe ich einen Kompressor Kühlschrank (30-35Ah/Tag). Während der Fahrt belastet er dann die Bordbatterie nicht, da ich mir angewöhnt habe meinen Wechselrichter während der Fahrt und auch bei kürzeren Fahrtunterbrechungen, (1-2 Stunden,) immer einzuschalten. Der Kühlschrank läuft dann auf 220V. Der Wechselrichter hängt allerdings nicht an der Bordbatterie sondern, aus gutem Grund, an der Starterbatterie. Ich betreibe eine Espressomaschine und ab und zu einen Fön, da fließen locker 100A. Das wollte ich der Bordbatterie nicht zumuten und auch nicht der Starterbatterie alleine, deshalb lasse ich dann immer den Motor mitlaufen.

Mann am 09 Dez 2018 13:45:19

deine 3 Gedanken haben mich so ähnlich auch schon beschäftigt und ich habe ähnliche Antworten gefunden. Da ich es hasse manuelle Eingriffe vorzunehmen, keine Gewichtsprobleme vorhanden sind und die Lifepo Technik ja doch sehr preisintensiv ist werden es 2 neue wieder AGM oder evtl. Gel Akkus.

lisunenergy am 09 Dez 2018 14:12:00

Darüber gibt es sehr viele Meinungen ! Fakt ist, das es nicht so einfach ist, wie immer dargestellt. Zur Zeit kämpfe ich eher darum, das die Bauernfänger den 1 zu 1 Tausch verkaufen, ohne auf das wesentliche hinzuweisen. Ist erst einmal dies klar kann man sich um weitere Aspekte kümmern. Fakt ist auch, das die Volladung auch von der Stromstärke, Temperatur und der Zeit abhängig ist. Was nützt das besste Ladegerät wenn Solar und Lima mit im Spiel ist. Wie will man den genauen SOC Wert ermitteln, wenn es nicht zur Kalibrierung kommt ? Was sind wirklich 100% der Spannung 3,55 oder 4,2 Volt? Was ist die wirkliche Ruhespannung? All diese Fragen sind von Theorie. Die Praxis zeigt ein anderes Bild .

biauwe am 09 Dez 2018 18:10:12

lisunenergy hat geschrieben: Fakt ist, das es nicht so einfach ist, wie immer dargestellt. Zur Zeit kämpfe ich eher darum, das die Bauernfänger den 1 zu 1 Tausch verkaufen, ohne auf das wesentliche hinzuweisen.


Zitat eines Bauernfängers:

100AH Lithium Batterie 12V / 1,28KWh LiFePo4 mit integriertem Batteriemanagement
Blei-Säure raus - Lithium rein, fertig!
konstruiert für Wohnmobile, Marine, KFZ, Camping, Caravan und Solar

Quelle: --> Link

vpower am 09 Dez 2018 20:00:44

Und das funktioniert sehr gut
mit Ladetechnik von votronic

towi am 09 Dez 2018 20:14:47

vpower hat geschrieben:Und das funktioniert sehr gut
mit Ladetechnik von votronic


Als Booster? Solar? Oder 230V-LG ?
Welche Ladekurven nimmst du ?

Immerhin weißt Fraron als einer der wenigen Verkäufer auf Notwendigkeit eines BC hin .!

Beim Kauf meiner Kiste hat mir keiner erzählt das man sich um Strom gedanken und Batteriepflege kümmern muß ...

Gruß
towi

biauwe am 09 Dez 2018 20:19:08

Warum musste ich meinen ersten Akku selber zusammen schrauben?
Wo es doch heute Bauernfänger gibt :D

towi am 09 Dez 2018 20:46:24

Was spricht für dich gegen diesen speziellen Akku???

lwk am 09 Dez 2018 20:50:47

Also wenn man die Beschreibung vom Link mal zu Ende liest, ist doch alles integriert: Überspannung, Unterspannung, Temperatur.
Für mich hört bzw. liest sich das doch gut, oder nicht?

Mann am 09 Dez 2018 20:53:39

frage ich mich auch, wobei ich vermute das die Ladetechnik nicht wirklich für Lifepo geeignet ist, einem das aber vorgegaukelt wird.
Richtig?

biauwe am 09 Dez 2018 20:54:33

Gegen welchen?

towi am 09 Dez 2018 21:01:01

Gegen den von dir verlinkten .

lisunenergy am 09 Dez 2018 21:03:42

Warum musste ich meinen ersten Akku selber zusammen schrauben?
Wo es doch heute Bauernfänger gibt :D




Ich denke schon das außer stänkern auch mal was vernünftiges kommen könnte ! Es wurde von vielen bestätigt, das es viele Fälle gibt, wo ohne Anpassung die Anlagen nicht richtig laufen. Bei den Bewertungen an erster Stelle nachzulesen. Wir wollen da mal gar nicht von Blei Crystall sprechen ! Fakt ist, das ich genügend Hilferufe erhalte, wo ebend der Akku trotzt Ladegerät leer ist, oder außer 9A Ladestrom nichts rein kommt. Daher ist es schon sehr berechtigt darauf hinzuweisen.

towi am 09 Dez 2018 21:07:01

Mann hat geschrieben:frage ich mich auch, wobei ich vermute das die Ladetechnik nicht wirklich für Lifepo geeignet ist, einem das aber vorgegaukelt wird.
Richtig?


Kommt halt auf die Technik an. Jede Kiste ist doch anders hier.

Meine Lima schafft 14,1 V - für die varta AGM2 auch ziemlich unbrauchbar ohne Booster ( sagt mir auch keiner )
Solarregler können 14,3 - 14,6 V liefern - paßt auch für Li
Landstrom will ich nicht- bringt aber 14,4V in Einstellung Gel

Jeder der mir was verkaufen will erzählt mir das sein Produkt besser ist :-)

towi

siusebem am 09 Dez 2018 21:13:16

towi hat geschrieben:Was spricht für dich gegen diesen speziellen Akku???


Das würde mich auch mal interessieren, abgesehen davon, dass die richtige Ladetechnik vorhanden sein sollte, welche wird ja auch nicht so richtig Preis gegeben.
Also sollte die Ladetechnik absolut 100%ig passen, was spricht gegen diesen Akku?

towi am 09 Dez 2018 21:13:47

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt.





Richtig.
Das gleiche gilt aber für Gel und AGM !
Viele glauben ich tausche Gel gegen Li und alles wird von alleine gut. Kann klappen - muß aber nicht.
Habe gerade von 200Ah Winston gelesen die nicht reichen weil 80-100Ah /d gebraucht werden ...

Da kann der beste Akku nicht helfen

Danke
towi

biauwe am 09 Dez 2018 21:26:35

lisunenergy hat geschrieben:Ich denke schon das außer stänkern auch mal was vernünftiges kommen könnte ! Es wurde von vielen bestätigt, das es viele Fälle gibt, wo ohne Anpassung die Anlagen nicht richtig laufen.


Hier gab es mal eine der mit diesen Adapterschrauben usw. den ersten Akku zusammengebaut hat.
Auf dieser Basis, aber einfach, einfach.
Nicht nur eine Firma kann diese Art Akkus vermarkten bzw. andere zusammenschrauben.

Heute gibt deutlich mehr Möglichkeiten sehr gute Systeme von der Stange zu erwerben, ohne gleich bei 3000€ zu landen!
Es gibt mehr als ein Ei des Kolumbus in Li-Bereich.

siusebem am 09 Dez 2018 21:49:07

Vielleicht könnte man hier ja mal klären, was die Ladetechnik nun genau machen sollte.
In meinem Fall sind das ein Votronic-Solarregler, der in den Einstellung für LiFePO4 immer in der U2-Phase, auf Dauer, zwischen 13,6V und 13,9V lädt, abhängig welche LiFePO4 man wählt, ist das nun schädlich?
Als nächstes das EBL, das ja ab Vollladung( bei Blei-Säure nach vier Stunden, und Gel nach 16 Std.) in die Erhaltungsladung von 13,8V geht, wohl schädlich, oder? Aber dann ja auch bei Solar?
Nun zur Ladung über Lima, läuft bei mir ähnlich wie über EBL, geht aber eher schnell zu 13,8V über. Nun ist es ja nicht unwahrscheinlich, dass man damit 1000km fährt, dann schädlich?
Wenn ich die Sicherung vom EBL-Ladegerät ziehe, wird dann auch nicht während der Fahrt geladen?

Efoy bei mir, mach ich mir kaum Sorgen, die läuft nicht sehr lange (höchstens 2Std mit 5A), und schaltet dich dann ohne Erhaltungsladung ab.
Bin eigentlich sehr an LiFePO4 interessiert, aber gerade die Ladung ist mir noch etwas unklar.

gerri86 am 09 Dez 2018 22:03:09

Ich nutze ein normales Bleisäureladegerät von Fraron für meine LifeYPO4.

Das Gerät stelle ich auf 13,2 V Konstantspannung (Netzteilmodus) ein, wenn das Wohnmobil nicht benutzt wird.

Während der Nutzung stelle ich um auf den Lademodus mit einer Ausgleichsladung von 14,4 V und Erhaltungsladung von 13,5 V.

Um das Umstellen zu vermeiden, bin ich noch am recherchieren, ob nicht ein Dauerbetrieb im Lademodus mit einer Ausgleichsladung von 14,4 V und einer Erhaltungsladung von 13,2 V genauso batterieschonend wäre, da in der Erhaltungsladephase erst bei einer Stromentnahme größer 80% des Nennladestroms in die Hauptladung zurück geschaltet wird, was ja während der Nichtbenutzung des Wohnmobils nicht vorkommt.

Während der Wohmobilnutzung wiederum wäre eine Vollladung gewährleistet, die auch notwendig ist für die BC Kalibrierung und den Zellenausgleich, bei gleichzeitig schonender Erhaltungsladung mit 13,2V.

Wie denken die Experten darüber?

Toele am 09 Dez 2018 22:16:10

Natürlich kenne ich die Daten dieser Batterie und auch den Ladebooster dieses Anbieters, ich benutze ihn ja selbst und werde ihn auch weiter benutzen. Aber auch er schaltet die Ladespannung nicht ab, nur runter. Wenn wie, von lisumenergy geschrieben, auch noch Solar im Spiel ist, dann hat er es ganz schwer.

Deshalb vertraue ich mir nur selbst und lade eher weniger auf. Da muss ich mir, anders als bei der AGM keine Sorgen machen. Das ist ja der große Vorteil der LiFeYPO4, mal zum Bäcker und zurück fahren und bei 50A Ladestrom ist mein Tagesbedarf fast gedeckt.

Ich gebe zu, für einen elektrischen Laien nicht ganz einfach da den Überblick zu behalten, aber ich habe ja auch nur für mich gesprochen. Früher war alles viel simpler, eine Batterie hatte dann die längste Lebenszeit, wenn sie immer, nach den Ladevorschriften des Herstellers, zu 100% geladen war.

Aber versucht mal beim Hersteller, (nicht vom Händler) von LiFeYPO4 Batterien die Ladevorschriften zu erfahren. Viel Glück!

Atrus am 10 Dez 2018 00:01:43

Hallo zusammen,
sehr gute Beiträge. Das Thema beschäftigt mich schon eine Weile. Ich habe viele meiner Überlegungen hier bestätigt bekommen. Leider kann ich (noch) keine Punkte verteilen. ich hätte einige verteilen können.
Viele Grüße

lisunenergy am 10 Dez 2018 07:59:47

Heute gibt deutlich mehr Möglichkeiten sehr gute Systeme von der Stange zu erwerben, ohne gleich bei 3000€ zu landen!
Es gibt mehr als ein Ei des Kolumbus in Li-Bereich.





Hier geht es nicht um den Akku selbst, sondern das bei LiFePo4 die Technik angepasst werden muss ! Egal ob Markenakku , Selbstbau oder billig Akku . Auch das Märchen von 2 zu 1 von Blei zu Lifepo4 stimmt nicht !
Wir haben es hier doch zu Hauf . Da wird ein Akku vom Kistenschieber geholt, der noch so frech ist und die Eigenschaften die andere erarbeitet haben, bei sich einzukopieren. Dort steht dann 1 zu 1 Tausch . Hinterher schreiben wir uns hier die Finger wund, was alles verschwiegen wurde.
- Hilfe am Lifepo4 kommt kein Ladestrom an
- OVP schaltet Akku weg, weil Solarladeregler auf 15,2 Volt geht
- ich sehe gar nicht wie viel im Akku ist ,laut Schalttafel ist der immer voll
-wenn ich los fahre fließt der Strom vom Lifepo4 in den Starterakku
- habe einen Euro 6 der bei Licht an den Lifepo4 auf 15,3 Volt hoch läd (z.B. Mercedes)
- wenn mein Lifepo4 leer ist fliegt am EBL die 50 A Sicherung raus
- mein Akku ist im Ausenstaufach und wird unter 0 Grad nicht mehr geladen
- meine Kabel sind seit ich Lifepo4 habe verschmort


Na ja weitermachen

biauwe am 10 Dez 2018 09:45:16

Toele hat geschrieben:Aber versucht mal beim Hersteller, (nicht vom Händler) von LiFeYPO4 Batterien die Ladevorschriften zu erfahren. Viel Glück!


Reicht das als Beschreibung? --> Link

MountainBiker am 10 Dez 2018 09:59:00

Für den Fachmann reicht dies aus:

--> Link

--> Link

Aus den Datenblättern kann man den Ladeverlauf herauslesen!

siusebem am 10 Dez 2018 11:17:21

Hier sind auch nur Fachmänner, die ein Forum nutzen, aber es ist ja leichter einen Link einzufügen, mit dem ein Nichtfachmann nichts anfangen kann.

Tinduck am 10 Dez 2018 11:46:11

Das Hauptproblem ist doch, dass von den Verkäufern der ‚Drop in‘-Lösungen propagiert wird, dass das ohne Probleme funktioniert. Wenn man sich anschaut, was alles schief gehen KANN, ist es wohl eher Zufall, wenn nichts passiert.

Ein LiFePO-System, dass wirklich in jedem Womo als Austauschlösung ohne weitere Massnahmen funktioniert, hätte viele Vorteile dafür geopfert, z. B. hohe Lade- und Entladeströme. Man kann nicht einfach so ein Ding in die vorhandene 6 mm^2 Verkabelung einbinden und hoffen, dass nix passiert!
Ein echtes, idiotensicheres Drop-In-Replacement müsste so intelligent sein, dass es sich nach aussen wirklich wie ein Bleiakku verhält. Bloss, wer will so ein kastriertes System für den Preis dann haben?

Ich finde, LiFePO ist beim aktuellen Stand nix für Leute, die sich damit nicht beschäftigen wollen. Wenns im Neufahrzeug schon drin ist, gut; dann haftet ja der Hersteller bzw. hat sich hoffentlich vorher Gedanken gemacht. Als Nachrüstung für Laien aber nicht zu empfehlen, höchstens mit Einbau durch Fachleute, die das Gesamtsystem vorher unter die Lupe nehmen und entsprechend aufrüsten.

bis denn,

Uwe

Mann am 10 Dez 2018 12:03:25

brauche ich eigentlich auch beim Euro5 Ducato zwingend einen Booster für den Lifepo Betrieb oder nur bei Euro6?

Mann am 10 Dez 2018 12:03:48

Mann hat geschrieben:brauche ich eigentlich auch beim Euro5 Ducato zwingend einen Booster für den Lifepo Betrieb oder nur bei Euro6?

ignorieren bitte

Mann am 10 Dez 2018 12:04:29

ignorieren bitte

Bodimobil am 10 Dez 2018 12:10:13

Tinduck hat geschrieben:Ich finde, LiFePO ist beim aktuellen Stand nix für Leute, die sich damit nicht beschäftigen wollen.


Ein bischen damit beschäftigen reicht schon, wenn man sich Batterie und Ladetechnik von einem "Fachmann" einbauen lässt. Wenn das drumherum (Ladetechnik) stimmt, sind die LiFePO eigentlich wartungsfreier als Bleibatterien. Das einzige was ich "theoretisch" mache ist zu schauen dass sie nicht tief entladen werden. Theoretisch weil - ich war noch nie unter 45%. Alles andere läuft vollautomatisch. Auch bei Nichtbenutzung lasse ich alles an. Die Solarzellen sorgen für genug Nachschub um den "Grundverbrauch" auszugleichen, auch im Winter.

Bedingung ist natürlich, dass die gesamte Ladetechnik auf die LiFePO angepasst wurde. Wer einfach 1:1 tauscht bei dem "kann" es funktionieren, aber er kann auch viel falsch machen wenn er nicht weiß was er macht.

Gruß Andreas

geralds am 10 Dez 2018 12:26:26

siusebem hat geschrieben:Hier sind auch nur Fachmänner, die ein Forum nutzen, aber es ist ja leichter einen Link einzufügen, mit dem ein Nichtfachmann nichts anfangen kann.


Tinduck hat geschrieben:
Ich finde, LiFePO ist beim aktuellen Stand nix für Leute, die sich damit nicht beschäftigen wollen. Als Nachrüstung für Laien aber nicht zu empfehlen, höchstens mit Einbau durch Fachleute, die das Gesamtsystem vorher unter die Lupe nehmen und entsprechend aufrüsten.

Uwe


Hallo,

ja es ist schon so, dass die Diagramme für einen Laien nicht so einfach zu interpretieren sind. Ich finde sie trotzdem gut, da sie (mir) oft mehr aussagen als noch so viele Worte.
Natürlich kann man sich Fertigakku´s kaufen oder auch einen Bausatz von Lisunenergy, aber damit ist es ja nicht getan.
Da muss
- die vorhandene Verkabelung geprüft werden, wahrscheinlich teilweise erneuert werden
- Sicherungen dimensioniert werden
- Laderegler auf Eignung prüfen, eventuell austauschen und einstellen
- Solarregler auf Eignung prüfen, eventuell austauschen und einstellen
- Ladeverhalten über Lima prüfen und eventuell einen Booster einbauen und einstellen
- Batteriecomputer einbauen und einstellen
usw.

Daher kann ich dem zitierten Satz von Uwe nur zustimmen.

Gruß Gerald

lisunenergy am 10 Dez 2018 12:36:38

Das hier so viele Anlagen so gut laufen, liegt doch daran, das hier sehr viele helfen die Fehler anderer zu minimieren. Das Resultat ist Anfeindung und China Links zu setzen !

Toele am 10 Dez 2018 12:44:55

Komisch, ich lese aus den Veröffentlichungen eher heraus, dass die Überladung das eigentliche Problem ist und unten rum, im Gegensatz zu AGM, alles nicht so kritisch ist. Warum nicht unter 45%? Hat das dir der „Fachmann“ erzählt?

Bodimobil am 10 Dez 2018 13:07:50

Toele hat geschrieben:Warum nicht unter 45%? Hat das dir der „Fachmann“ erzählt?

Beziehst du das auf meinen Beitrag?
Bodimobil hat geschrieben:Theoretisch weil - ich war noch nie unter 45%.


Im Nachhinein ist meine 200Ah etwas überdimensioniert und deshalb habe ich sie noch nie leerer als 45% gehabt.
Ich würde sie auch ohne Bedenken bis auf unter 10% entladen wenn es nötig wäre. Nur die automatische Abschaltung möchte ich doch vermeiden.
Dabei nutze ich Kompressorkühlschrank, Föhn, Mikrowelle, Staubsauger usw.

Ich habe die Kapazität einer 200 Ah LiFeYPo4 einfach unterschätzt. Überschläglich sind 200 Ah LiFeYPo4 so viel Kapazität wie 400Ah Blei, und so viel wollte ich haben. Der Vergleich käme hin wenn man kein Solar hätte und nie zwischendurch fahren würde. Im Wohnmobilalltag ist es aber viel mehr als 400Ah Blei. Dadurch dass die LiFeYPo4 viel schneller und effektiver den Strom aufnehmen schaffe ich z.B. mit 200Wp Solar bei einem einigermaßen Sonnentag meinen Tagesverbrauch nachzuladen was ich mit Blei nicht schaffen würde. Ähnliches gilt für das nachladen während der Fahrt.

Gruß Andreas

thomker am 10 Dez 2018 17:52:28

Tach zusammen,

Insgesamt muss man sich meiner Meinung nach schon ein bisschen damit beschäftigen bevor man investiert. Für Leute, die meinen, dass es da jetzt eine Batterie gibt, bei der ich mich um nichts mehr kümmern muss und die funktioniert immer, und der Verkäufer hat doch gesagt...
Für diese Kollegen ist das garantiert nix. Es funktioniert vielleicht 2 oder 3 Jahre auch ohne Hintergrundwissen, und dann? Teurer Spaß.

Also, mit einem Multimeter sollte man schon ein wenig umgehen können, Ladespannung von Strom, Leistung und Kapazität unterscheiden können, und was ich ganz wichtig finde: auch noch Spaß daran haben.

Und wer meint, der Akku war schon teuer genug, den Batteriecomputer spar ich mir, der steht auch irgendwann im Dunkeln, obwohl das Bordpanel voll anzeigt, weil auch wenn man es nicht für möglich hält: auch ein Li- Akku ist irgendwann leer.

Trotz alle dem: ich hab’s auch hingekriegt und ich bin kein Elektriker o.ä. Kann also kein Hexenwerk sein.

Gruß
Thomas

siusebem am 10 Dez 2018 23:32:24

Habe zwar schon einmal hier konkret nachgefragt, aber nun werde ich es mal mit einem nach dem anderen Ladegerät versuchen, um vielleicht mal eine Antwort nach der anderen zu erhalten.
Ich würde gern die hier schon einmal verlinkte LiFePO4-Batterie von Faron kaufen.
Bisher hat mich an LiFePO4 die 0 Grad-Grenze abgeschreckt, was bei der Batterie ja nun kein Problem sein sollte, denn sie lässt unter 0 Grad keine Ladung zu. Sie hat auch einen Ein/Aus-Schalter, was ja Vorteile bringt. Ansonsten hat sie ja eigentlich auch alles was immer hier gefordert wird, BMS, UVP, OVP und Balancing, oder hab ich da was übersehen.
Ich will mit der Umstellung(im Moment 100A Blei-Gel) lediglich bei weniger Gewicht, gleicher Größe mehr verfügbare Kapazität zur Verfügung haben. Also wie gehabt ohne Wechselrichter oder sonst irgendwelche Ampereschlucker.
Da ich dem 1:1 auch keinen Glauben schenke hoffe ich genau in diesen Beitrag Antworten zur Ladetechnik zu erhalten.

So nun zum ersten „Ladegerät", einem Solarladeregler Votronic MPP 165 Duo Digital (angeschlossen ein 150W-Modul mit fast 6A), der fünf Ladeprogramme für LiFePO4 zur Verfügung hat, welches wäre die beste Option die ich einstellen sollte.
Votronic schreibt unter Ladeprogramme Li allgemein.
„LiFePO4“: Ladeprogramm für Lithium Batterien, Kennlinie IU1oU2
Ladeprogramm abgestimmt auf Lithium-LiFePO4-Batterien mit eigenem BMS und vorgeschriebener bzw. eingebauter Schutzbeschaltung. Eine spezielle Ruhe-Erhaltung hält die LiFePO4-Batterie bei abgestelltem Fahrzeug (Saisonbetrieb) automatisch auf einem für die Lebensdauer vorteilhaften Ladestand von 50-80% und puffert dabei auch 12 V-Verbraucher sowie die Fahrzeug-Starterbatterie.
Stimmt das, wenn ich mir nachfolgende Ladeprogramme ansehe?

1. U1 Haupt-/Voll-Ladung: 13,90 V 0,5-1,5 h
U2 Voll-/Erhaltung-/Lagerungsladung: 13,90 V Dauer

2. U1 Haupt-/Voll-Ladung: 14,20 V 0,5 h
U2 Voll-/Erhaltung-/Lagerungsladung: 13,60 V Dauer

3. U1 Haupt-/Voll-Ladung: 14,40 V 0,3-1 h
U2 Voll-/Erhaltung-/Lagerungsladung: 13,80 V Dauer

4. U1 Haupt-/Voll-Ladung: 14,60 V 0,3-1 h
U2 Voll-/Erhaltung-/Lagerungsladung: 13,60 V Dauer

5.U1 Haupt-/Voll-Ladung: 14,80 V 0,3-1 h
U2 Voll-/Erhaltung-/Lagerungsladung: 13,65 V Dauer

Wenn ich nach dem gehe, was ich bisher darüber gelesen habe, würde ich 2. einstellen.
Die fett gedruckten Ladezeiten, sind das wirklich die Zeiten die der Regler in der U1-Phase nur lädt?

NichtPeter am 11 Dez 2018 07:21:13

Mit Bezug zur letzten Antwort hier. Man kann auch einfache Dinge schwierig machen. Diese 5 Stufen machen keinen tieferen Sinn außer unnötig kompliziert zu sein, oder zumindest kompliziert zu erklären.

Eine Batterie lädt man mit Strom. Die Spannung ergibt sich aus dem Ladezustand der Batterie und ggf. (weniger stark aus) der Stromstärke und Temperatur. Also zum Laden einer Li-Batterie einen Strom los schicken (maximal Strom nicht überschreiten) und die obere Spannung begrenzen, so dass die Batterie nicht überladen wird. Dabei sicherstellen das beim Laden die notwendige Spannung erreicht wird dass das Balancing erreicht wird. Es gibt Balancer die bei allen Spannungen Balancen. Aber da die meisten Balancer einfach nur Energie "verbraten" arbeiten sie oft nur bei "voller" Batterie. Anmerkung: Li-Batterien sind im Vergleich zu Pb-Batterien nicht anspruchsvoll!

PS: Mein Wissen habe ich aus meiner Ausbildung (Elektronik-Facharbeiter-Ausbildung und Dipl-Ing (FH) auch Bereich Elektrotechnik/Informatik), sowie der Betreuung unseres selbst aufgebauten Solarspeichers im Betrieb (28kWh aus 20xWinston-Zellen). Anmerkung: Dieser Solarspeicher wird den ganzen Tag mit "überschüssiger" Energie wie verfügbar geladen und genauso bei Bedarf wieder entnommen.

lisunenergy am 11 Dez 2018 09:17:26

Batterie von Faron kaufen.
Bisher hat mich an LiFePO4 die 0 Grad-Grenze abgeschreckt, was bei der Batterie ja nun kein Problem sein sollte, denn sie lässt unter 0 Grad keine Ladung zu.



Warum fragt Ihr denn nicht die ,die es Euch verkaufen !?
Und die korrekten Werte des Battmonitor gleich mit ?

biauwe am 11 Dez 2018 09:49:59

Wo wird den die Sollspannung für den Akku gemessen?
Am Ladegerät, auf dem Weg zum Akku oder am Akku.
Gibt es da nicht ein Spannungsgefälle?
Wird diese Spannung überhaupt am Akku je erreicht?
Wie messt Ihr denn?

siusebem am 11 Dez 2018 10:14:06

Leider kann ich mit diesen Antworten, auf meine konkrete Frage, absolut nichts anfangen.

thomker am 11 Dez 2018 10:28:48

Warum fragste nicht bei Fraron nach den Einstellungen, den verbauten Balancern, dem BMS, etc.

Ich z.B. kenn den Akku nicht, weiß nicht welche Zellen drin sind etc.

Auch weiß ich nicht, ob dein Solarregler über das EBL angeschlossen ist, oder direkt an der Batterie, ist nämlich sehr wohl ein Unterschied. Du siehst: ganz so trivial ist es nicht.

Gruß
Thomas

biauwe am 11 Dez 2018 10:30:43

Ich würde ständig mit U1 laden und ab und zu U3 einstellen, zum balancieren.
Und ich würde messen :wink:

Schramme am 11 Dez 2018 10:55:24

lisunenergy hat geschrieben:Warum fragt Ihr denn nicht die ,die es Euch verkaufen !?
Und die korrekten Werte des Battmonitor gleich mit ?


Moin, ich habe mir am Freitag die 100 AH bei Fraron geholt. Meine Fragen wurden kompetent beantwortet. Die Einstellungen für den Victron BMV 712 wurden mir vom Mitarbeiter aufgeschrieben. Alles prima

Ich empfehle dem TE sich die Votronic- Einstellungen bei Fraron zu erfragen. :)

egocogito am 11 Dez 2018 11:01:47

siusebem hat geschrieben:Leider kann ich mit diesen Antworten, auf meine konkrete Frage, absolut nichts anfangen.


Das Problem dabei ist, wann beginnt das System zu balancieren?

Wenn wer Balancer einbaut, dann weiß er, wann diese zu arbeiten beginnen bzw. wie es mit dem Topbalancing aussieht. Und genau nach diesem Kriterium wird der Regler eingestellt. Meiner ist zum Beispiel nach Punkt 3 eingestellt, weil die Spannung bei Punkt 2 für ein Topbalancing zu niedrig ist. Somit weiß zumeist der Hersteller bzw. Vertreiber, ab wann das eingebaute System zu arbeiten beginnt. Vielleicht weiß es der eine oder andere User hier auch, aber um sicher zu sein, solltest du eben bei Fraron nachfragen.

siusebem am 11 Dez 2018 13:17:12

thomker hat geschrieben:
Auch weiß ich nicht, ob dein Solarregler über das EBL angeschlossen ist, oder direkt an der Batterie, ist nämlich sehr wohl ein Unterschied. Du siehst: ganz so trivial ist es nicht.
Gruß
Thomas


Solarregler ist am EBL angeschlossen, bei nicht einmal 6A Ladestrom bei optimalsten Bedingungen, und der Regler ist nicht einmal 1m vom EBL entfernt, war für mich ein extra verlegen zur Batterie nur die zweite Wahl.
Wo liegt in meinem Fall dann der Unterschied, ob ich direkt, oder über das EBL gehe.

womopark
  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Video Privat-Experiment zu LiFeP04
Lithium Fraron Rapido 883
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt