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Einbauort Wechselrichter Spannungswandler


HansiW am 09 Dez 2018 18:33:48

Hallo,

wo baut ihr euren Wechselrichter ein?
Normalerweise sollen ja die Kabel so kurz wie möglich gehalten werden.
Hab jetzt aber mal die Einbauanleitung von meinem Wechselrichter (Solartronics) gelesen.
Die schreiben, dass der WR nicht in die Nähe der Batterie soll, weil sonst bei defekter Batterie die Gefahr besteht, dass sich das entstehende Knallgas entzündet.
Also Pest oder Colera, entweder zu lange Kabel oder Explosion.
Das gleiche würde ja dann auch für den Solarregler und EBL gelten??

Grüßle

HAnsiW

felix52 am 09 Dez 2018 18:37:44

Doch,
ganz nah an der Batterie eben wegen der Kabellänge. Aber doch getrennt wegen der Gefahr. ZB. im Kasten die Batterie, am Kasten von aussen der WR. :ja:
Und evtl. Gase sollten eh nach aussen abgeführt werden.

MountainBiker am 09 Dez 2018 21:03:27

Hallo,

so nahe an der Batterie wie möglich, da die Kabel zu einem Wechselrichter einen sehr hohen Strom übertragen müssen: Beispiel 1500 Watt für Kaffeemaschine, Föhn oder Wasserkocher ca.150A das Bedarf für kurze Leitungen schon 35mm2!

Bild

Der WR ist hier oberhalb EBL und Batterie montiert!

gespeert am 09 Dez 2018 21:14:51

Was hast Du fuer eine Batterie?
Blei Saeure? Da musst Du aufpassen.
Li ist da unkritisch. Wenn die durchgeht hast Du andere Probleme!

HansiW am 10 Dez 2018 06:54:45

Ich habe 2 AGM mit je 100 Ah plus Solarpanel 130W

Grüßle und Danke für eure Antworten

andwein am 11 Dez 2018 13:46:30

HansiW hat geschrieben:....Hab jetzt aber mal die Einbauanleitung von meinem Wechselrichter (Solartronics) gelesen.
Die schreiben, dass der WR nicht in die Nähe der Batterie soll, weil sonst bei defekter Batterie die Gefahr besteht, dass sich das entstehende Knallgas entzündet. HAnsiW

Sorry, aber jetzt benutze ich auch mal den Begriff "Unsinn" für eine europäische Anleitung
Bei einer Nassbatterie (und nur die läßt Wasserstoff und Sauerstoff als Gemisch ab) wird beim Einbau in Fahrerkabinen/Wohnräumen verlangt, dass eventuell entstehende Gase nach außen abgeleitet werden. Dazu werden links und rechts zwei dünne Ableitungsschläuche eingesteckt und durch den Karosserieboden abgeleitet. Im Motorraum eingebaute Batterien benötigen die Ableitung nicht.
In Amiland macht dieser Hinweis Sinn. Denn dort besteht (soweit ich weiß) keine Vorschrift für den Wohnraum und wenn einer hier den Einbaufehler macht und es knallt werden wirklich schöne Entschädigungszahlungen fällig.
Beruhigt? Gruß Andreas

HansiW am 18 Dez 2018 20:04:45

Ja, alles schön und gut. Aber bei der AGM Batterie gibt es keinen Entlüftungs-Anschluss. Gibt es luftdichte Batteriekästen aus denen man das Gas nach aussen führen kann?

andwein am 19 Dez 2018 16:54:02

Bei einer AGM- bzw- Gelbatterie ist das Wasser zusammen mit dem Elektrolythen in einem Vlies bzw. einem Gel gebunden. Bei ganz leichter Gasung wird der Wasserstoff/Sauerstoff wieder in Wasser H2O zurückgewandelt. Die Technologie heißt Gasrekombination GRT (Gas Recombinant Technology) Bei stärkerer Gasung wird der Wasserstoff und der Sauerstoff über ein Überdruckventil ausgeblasen. Bleibatterien im Wohnraum sind also immer ein gewisses Risiko.
Gruß Andreas

MountainBiker am 19 Dez 2018 18:03:50

Hallo,

Aber bei der AGM Batterie gibt es keinen Entlüftungs-Anschluss


das würde ich generell nicht sagen, bei mir war eine AGM2-Batterie Varta Dual Purpose 95Ah verbaut, diese hat an beiden Stirnseiten einen Enlüftungsanschluß, auf der Innenseite war der Schlauch für die Belüftung nach draußen befestigt. Hier ein Bild, das verschlossenen an der anderen Seite:

Bild

rkopka am 20 Dez 2018 13:32:09

Aber bei der AGM Batterie gibt es keinen Entlüftungs-Anschluss
MountainBiker hat geschrieben:das würde ich generell nicht sagen, bei mir war eine AGM2-Batterie Varta Dual Purpose 95Ah verbaut, diese hat an beiden Stirnseiten einen Enlüftungsanschluß, auf der Innenseite war der Schlauch für die Belüftung nach draußen befestigt.

Ist bei meinem Carado auch so.

RK

PaulKal am 30 Jan 2019 15:46:38

Die Sache mit dem Knallgas wird maßlos übertrieben.
Ich hatte früher mal mit Batteriesälen von etlichen Tausend Ah bei 60V zu tun, mit Notstrom sowie unterbrechungsfreier Stromversorgung.
Da war gute Belüftung zwingend, was aber bei der kleinen Wohnraumbatterie von vielleicht 200Ah völlig vernachlässigbar ist.
Es kann aus solch kleiner Batterieanlage nie soviel Gas kommen, daß eine Explosionsgefahr bestünde.
Mir ist auch kein derartiger Fall bekannt und habe auch noch nie davon was gehört.
Man kann alles aufbauschen, ist hier aber nicht angebracht.
Wenn es derartige Vorschriften gibt, dann dienen diese allein der Absicherung gegen alles mögliche.

Stocki333 am 31 Jan 2019 12:20:10

Darauf das Bleibatterien vor allem BS nicht explodieren, darauf würde ich keine Wette abschliessen.
<gruss Franz

Tinduck am 31 Jan 2019 14:02:21

Solange alle Kabel vernünftig abgesichert sind, ist zumindest ein ‚Runaway‘ durch Kurzschluss ausgeschlossen. Ausser natürlich durch den Klassiker, Schraubenschlüssel auf beide Pole abgelegt...

Ist aber eine müssige Diskussion. Batterien müssen nicht Ex-geschützt installiert werden, und damit kann man auch Elektrogeräte in der Nähe betreiben. Den Passus in der Anleitung halte ich für einen weiteren Versuch eines Herstellers, jedwede Verantwortung bei Unfällen zu vermeiden.

bis denn,

Uwe

geralds am 31 Jan 2019 15:36:47

Hallo,

wegen einem sehr negativen Erlebnis würde ich immer einen Entlüftungsschlauch an Nassbatterien machen, auch oder gerade im Motorraum.
Mein erstes Womo habe ich neu 1995 gekauft. An der Batterie im Motorraum war kein Entlüftungsschlauch verbaut, was ich übersehen habe.
Scheinbar war ursprünglich von Fiat ein Schlauch vorgesehen, da der seitliche Stöpsel offen war. Bereits nach einem Jahr war die Batterieaufnahme stark und darunter liegende Teile leicht verrostet. Das Zeug ist bis in den vorderen Querträger gelangt, der auf der Beifahrerseite auch bereits stark zu rosten anfing. Ich habe den dann ausgebaut und gereinigt, mit Rostumwandler und Rostschutzfarbe behandelt. Er ist dann erfreulicher Weise nicht weiter gerostet.
Nachdem ich einen Schlauch an die Batterie angebracht habe und den bis nach unten, unter den Motorraum, geführt habe, ist kein weiterer Schaden mehr entstanden.
Da kann also scheinbar mehr wie nur Gas austreten. Auch säurehaltiges Kondensat.

Die Gefahr einer Knallgasexplosion halte ich auch für etwas übertrieben. Dann dürfte man auch keine Schmelzsicherungen in der Nähe der Batterien verbauen. Zumindest beim Entfernen der Sicherung kann ja schon mal ein Funke entstehen.

Gruß Gerald

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