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LiFeYPO4 - Solar und was noch dazu gehört 1, 2


trecke am 11 Dez 2018 13:49:35

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Hallo,

übermorgen hole ich meinen neuen Carthago C-Line 4.9 l ab (7,77m Vollintegriert, Duc Maxi, 4,5 T, Mod 2018)

Hat alles - nur kein Solar.

In der letzten Zeit konnte ich mir Gedanken zum Thema Solar und Batterie machen.
Soweit es einem Elektrolaien, der nie beruflich etwas mit Strom zu tun hatte, überhaupt möglich ist.
Und so komme ich auf folgende Installation:

300 A LiFeYPO4 wahrscheinlich von Lisunenergie

4*135 Watt Flexible Solarmodule / Wattstunde ( mit der Möglichkeit im Bedarfsfall noch eine dazuzusetzen) (ges also 675 Watt)
Aluplatten Dilite 2 mm weiß matt/matt (unter die Solarmodule)
Spannungswandler Wechselrichter 1500/3000 Watt 12V Power USB 2.1A reiner Sinus Gold, Solartronic
Netzumschaltung Netzvorrangschaltung WT-US230/12
Ladereregler Victron SmartSolar MPPT 100/50 Bluetooth integriert
Solarcomp Votronic LCD-Solar-Computer S
Votronic Ladebooster VCC 1212-30

Mein vorhandenes Ladeferät von Fraron - 50 A zu verwenden (soll auf AGM möglich sein)

Meine Frage an die Kenner: geht das so? Ist was falsch oder verbesserungswürdig? Ohne den Preis aus den Augen zu verlieren...

Gruß

Jürgen

Bodimobil am 11 Dez 2018 13:59:44

- viele die auf flexible Solarmodule geschwört haben kommen wieder davon ab. Lies dir die entsprechenden Diskussionen noch einmal durch.

- der VCC 1212-30 hat bei einigen Probleme gemacht (Totalausfall). Ausserdem würde zu 300Ah der VCC 1212-50 besser passen.

- das Fraron wirst du bei 300Ah Li + >400WP Solar bei normaler Nutzung wahrscheinlich nie benötigen, genauso wie das Kabel für Landstrom. :lol:
für den Notfall kannst du unter Aufsicht jedes Ladegerät nehmen solange du es wieder abklemmst sobald die Batterien voll sind.

Gruß Andreas

egocogito am 11 Dez 2018 15:36:36

Ich würde Solarpanele mit Alurahmen nehmen, sind pro Stück um etwa 4 kg schwerer, dafür aber robuster (Aluplatte macht um die 4 kg aus + das flexible Panel ca. 2 kg), du hast länger etwas davon. Auch die Preisreduzierung ist dabei nicht verachtenswert. Außerdem bei einem 300Ah-Akku sind, wie bereits empfohlen, 50A als Ladestrom für den B2B besser.

WomoTechnikService am 11 Dez 2018 18:46:44

trecke hat geschrieben:
...4*135 Watt Flexible Solarmodule / Wattstunde ( mit der Möglichkeit im Bedarfsfall noch eine dazuzusetzen) (ges also 675 Watt)

...Ladereregler Victron SmartSolar MPPT 100/50 Bluetooth integriert


Wenn Du auf 5 Stück und in Reihe gehst, musst Du den 150/35 nehmen. Ich habe genau diese Konstellation seit über einem Jahr drauf... nicht an den 500W maximal stören, ich habe diese einmal erreicht in der Zeit, die Nennleistung hast Du nie und wenn dann regelt der Victron ab, er ist aber empfindlich auf Überspannung daher der 150er... Module habe ich diese: --> Link Ich bin völlig zufrieden mit der Anlage und auch von der Reihenschaltung überzeugt, da schon bei aufgehender Sonne Strom kommt, wenn jedes Modul erst wenige Volt bringt.

Das Ladegerät kannst Du weglassen, wenn Du wirklich mal eine Nacht an den Landstrom gehst, reicht das originale.

LG Peter

IchBinsWieder am 11 Dez 2018 22:57:09

WomoTechnikService hat geschrieben:Wenn Du auf 5 Stück und in Reihe gehst, musst Du den 150/35 nehmen. Ich habe genau diese Konstellation seit über einem Jahr drauf... nicht an den 500W maximal stören, ich habe diese einmal erreicht in der Zeit, die Nennleistung hast Du nie und wenn dann regelt der Victron ab, ...


Peter, solche Empfehlungen sind eigentlich zu pauschal, denn der Max-Wert wird auch durch den Standort bestimmt.
500W von 675W bedeutet, dass man auf 35% höhere Werte verzichtet. Ich würde einfach nen 2ten Regler nehmen, denn je nach Standort sieht die Ertragssituation schon wieder anders aus.
Wir haben im April/Mai regelmäßig die Maxwerte erreicht bzw. teilweise überschritten. Das war aber in Holland nahe dem Meer wo die Luft bekanntlich reiner ist als im Innland oder in staublastigen Regionen.

Deswegen bin ich gegen die Pauschalaussage: Den Wert erreichst du eigentlich nicht.
Das mag in deiner Region genau so sein ... will ich gar nicht anzweifeln. Andernorts sieht es halt wieder anders aus und dann verzichtet man unnötig.

Bodimobil am 12 Dez 2018 00:01:07

IchBinsWieder hat geschrieben:Peter, solche Empfehlungen sind eigentlich zu pauschal,

... dass man auf 35% höhere Werte verzichtet.

... je nach Standort sieht die Ertragssituation schon wieder anders aus.

Ich habe auch 200Wp an 165W Regler. Ich habe noch ein zusätzliches 100Wp Modul was ich frei auf die Sonne ausrichten kann (paralell). Das wird aber nicht im Hochsommer eingesetzt. Wenn die Sonne von oben knallt erreiche ich natürlich die 165W. Der Solarregler begrenzt dann, aber schaden tut es ihm nicht. Lt. Solarcomputer ist das im letzten Sommer an 4 Tagen passiert. Dass es nicht mehr Tage waren lag nicht an der Sonne sondern daran, dass an solchen Tagen meine Batterie voll ist bevor der maximale Ertrag von >165W erreicht wird. Praktisch benötigt man den Mehrertrag an solchen Tagen nicht weil die Batterie auch so voll wird. 200Wp bringen bei Vollertrag ca. 150Ah am Tag. Die brauch kein Mensch! Wer wesentlich mehr als 200WP hat, nutzt seine Solarfläche im Wesentlichen damit er bei schlechtem Wetter noch brauchbaren Ertrag hat und nicht um den Spitzenertrag 10 Stunden lang zu nutzen. Das mag bei einer Hausanlage wo man unendlich ins öffentliche Netz einspeisen kann anders aussehen. Aber beim Wohnmobil kann man in der Regel gut auf die Leistungsspitzen bei 3 Sonnen am Himmel verzichten ohne irgend einen Nachteil zu haben.

WomoTechnikService hat geschrieben:nicht an den 500W maximal stören, ich habe diese einmal erreicht in der Zeit, die Nennleistung hast Du nie und wenn dann regelt der Victron ab

genau so ist es - und das ist auch gut so!

Gruß Andreas

IchBinsWieder am 12 Dez 2018 00:46:54

Andreas, ich maße mir nicht an darüber zu urteilen wer was braucht, bzw. nicht braucht.
Kannst du machen, mein Ding ist das nicht.

Ich hab lediglich auf Peters Beitrag geantwortet in dem er schreibt, das erst einmal erlebt zu haben.
500W von 675W nutzen ist ein beschneiden der oberen 25%. Das kam bei Peter einmal vor.
Wenn ich in meinen Aufzeichnungen schaue, wäre das in den letzten 2 Jahren 25 mal vorgekommen.
Ist das selten? Nein! Ist das relevant? Kommt auf den Fall an.
Dein Fall ist aber nicht repräsentativ für die Masse, sondern einer von vielen.

Bodimobil am 12 Dez 2018 01:44:07

Charly, das kann ich so nicht stehen lassen weil es hier keine Ansichtssache ist sondern ein Fakt!

IchBinsWieder hat geschrieben:Wenn ich in meinen Aufzeichnungen schaue, wäre das in den letzten 2 Jahren 25 mal vorgekommen.
Ist das selten? Nein! Ist das relevant? Kommt auf den Fall an.


Danke, du hast bestätigt, dass es selten ist. Wie viel Ah wären dir bei ca. 12 mal pro Jahr verloren gegangen? Oder waren es nicht die Tage wo man mehr als genug Sonne hatte und die Batterien 1-2 Stunden später auch ohne den Spitzenertrag voll geworden wären?

Ja, theoretisch könnte deine 300Ah Batterie nahezu leer gewesen sein und du konntest tatsächlich jedes Ah einlagern. Aber dann ist Hochsommer und in diesen Zeiten wo man mit der Solarfläche wie in diesen Beispielen ein vielfaches des Tagesverbrauchs erntet kann man auch noch am nächsten Tag die Batterien vollmachen.

Das ist nur dann anders, wenn deine Solarfläche so klein ist, dass du bei 3 Sonnen am Himmel nur im Bereich des Tagesverbrauchs liegts, was in den vorliegenden Fällen offensichtlich nicht der Fall ist. Und auch dann sind es nur wenige Ah da man selten so optimale Bedingungen hat, dass der Spitzenertrag länger als 2-3 Stunden anhält, während 80% der Nominal-Leistung 8-10 Stunden lang erreicht werden.

Nein, ich maße mir nicht an zu urteilen wer was braucht. Es ist messbar, dass der Mehrgewinn an solchen Tagen praktisch nicht viel bringt, egal wie viel man verbraucht.

Gruß Andreas

Bodimobil am 12 Dez 2018 01:46:35

Charly, wie wäre es wenn du mal konstruktive Beiträge für den TE liefern würdest anstatt nur die konstruktiven Beiträge anderer zu kritisieren?

Gruß Andreas

IchBinsWieder am 12 Dez 2018 02:35:38

Bodimobil hat geschrieben:Charly, wie wäre es wenn du mal konstruktive Beiträge für den TE liefern würdest anstatt nur die konstruktiven Beiträge anderer zu kritisieren?


Andreas, das ist etwas anmaßend wie ich finde. Den hättest du dir wirklich sparen können. :evil:
Wenn du auf diesem Niveau diskutieren willst, komme ich gerne mal zu dir runter.

Während es dir wohl nur ums "recht haben" geht, ging es mir darum, dass es je nach geografischen Standortes durchaus öfter vorkommen kann als nur ein einziges Mal seit dem Peter seine Anlage so betreibt. Das ist konstruktiv ... leuchtet dir nicht ein, ist aber so.

Bodimobil hat geschrieben:Nein, ich maße mir nicht an zu urteilen wer was braucht.

Weißt du selbst nicht mehr was du schreibst?
Bodimobil hat geschrieben:Ich habe auch 200Wp an 165W Regler. ... 200Wp bringen bei Vollertrag ca. 150Ah am Tag. Die brauch kein Mensch! ....

Mal ganz davon abgesehen, dass man auch mit 200W und der Effizienz von LiFe keine 150Ah am Tag erwirtschaften kann, vor allem nicht wenn man einen 165W Regler hat, ist es nicht mal theoretisch möglich ... das ist lächerlich.
Dazu müsste die Sonne 12/13h ideal auf die Panel scheinen. Aber das spielt keine große Rolle, denn darum geht es nicht.

Du hast nicht mal im Ansatz verstanden hast, was ich geschrieben habe
Egal ... Du hast recht, ich meine Ruhe ... ciao

trecke am 12 Dez 2018 05:58:04

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Liebe Leute - haut euch nicht ...

im Sommer braucht man keine 500 Watt. Nicht mal die 400 die ich bislang hatte. Da wären 200 schon ausreichend.

Nun hab ich es schon öfter erlebt, dass man im Herbst des morgens einen wunderschönen Sonnenaufgang hat, es aber nichts nutzt, weil man im Schatten der Bäume steht weil die Sonne so flach kommt. Und mittags, wenn man freie Sicht auf die Sonne hätte, ziehen Wolken auf...

Bislang war das kein Problem, weil ich als Wochenend- und Urlaubsnutzer öfters einen Standortwechsel gemacht habe. Nur, befürchte ich, wenn meine Frau und ich "endlich" auf Reisen gehen können, wir längere Zeit an einem Ort verweilen, das es dann knapp werden kann. Da trag ich doch gerne "Hosenträger und Gürtel" und baller mir ein Panel mehr drauf. Das macht weder preislich, noch vom Aufwand her, den "Kohl fett"

Mein schönes Fraron 50 A Ladegerät, werde ich wohl mehr als selten brauchen. Doch genau jetzt wäre eine solche Situation. Wir wollen über Weihnachten/Neujahr weg. Meine Frau schaut nach einem Stellplatz an der Ostsee (weis jetzt nicht wo) ... Stromversorgung im vorderen Bereich des Platzes.... dann kommst Du zu spät, weil die bösen Rentner ;-) reisen schon in der Woche an, und nach 3-4 Tagen geht der Akku in die Knie...
Und jeder nette Mobilist lässt dich mal für 3-4 Sunden an die Dose. Während wir ne Dose Bier oder Glühwein trinken - blase ich mir schnell wieder die Akkus voll. Aber wollte ich mal über 200 A mit dem Boardladegerät laden müssen, sieht das sicherlich schon anders aus...

Vielleicht schaut da mal einer drauf: --> Link

Lt Fraron solle das auf AGM möglich sein. Ich frag aber lieber hier noch mal nach, weil mir zu viele "Spezialisten" Müll erzählt haben. Entweder weil sie es wirklich nicht wussten, oder weil sie einfach nur die Interessen des Unternehmens wahren müssen. (Ich auch)

Also: habt Euch lieb :cat:

Gruß

Jürgen
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gespeert am 12 Dez 2018 08:12:53

Warte erst auf das Mobil und erstelle eine Energiebilanz was deine Verbraeuche angeht.
Lasse aber die Vorruestung schon mal einbauen, also Dachdurchfuehrung mit Absicherung fuer Parallelschaltung plus MC4 Steckern und 6 Quadrat Leitung bis in die Naehe der Batterie.

Je nach Reiseverhalten macht eine grosse Anlage Sinn. Im Winter kann die Anlage wenig Strom liefern, aber ggf kann man aufstaenderbare Halter verbauen.

Eine Reihenschaltung macht wenig Sinn, bei Teilabschattung geht die komplette Stringleistung runter, bei Parallelschaltung muss der max Strangstrom der Module abgesichert werden, da im Fehlerfall sehr hohe Rueckstroeme fliessen koennen, wenn die restlichen Module auf das Defekte einspeisen!
Nimm Module mit moeglichst hohem Spannungslevel und verbaue Mpp Regler!

egocogito am 12 Dez 2018 10:35:03

Hallo Bodimobil, nicht, dass ich deine Angaben in Zweifel ziehe, aber mit 200Wp bis zu 150Ah pro Tag? Das wäre ein Lieferschnitt von 15A und das über zehn Stunden.....

Ich habe 270Wp am Dach mit MPP-Regler und kam auch im Hochsommer lediglich auf 80 - 110Ah. Ich kann dir sagen, ich hatte fast jeden Tag eine negative Bilanz :-).

Was mir auch auffällt: Man merkt, Alf ist nicht mehr da, also wird nach anderen Reibebäumen gesucht.

Bodimobil am 12 Dez 2018 11:13:35

Ich habe 10 Stunden * 200Watt gerechnet.
200Wp bringen bei Vollertrag ca. 150Ah am Tag

Ich habe nie behauptet, dass das realistisch erreicht werden kann. Aber selbst bei 70% liegen wir für die meisten weit über dem Tagesverbrauch. Und nur darum ging es.
Erfahrungen mit Bleibatterien helfen hier nicht weiter weil der TE von Li-Batterien redet.

Ich möchte nicht weiter dieses Thema zerreden. Deshalb noch einmal den Appell an alle doch anstatt sich an diesem Kleinkram aufzuhalten lieber konstruktive Antworten auf die Fragen des TE zu geben. Seitdem deristschonwieder mit seinen destruktiven Beiträgen reingegrätscht ist kam da nichts mehr.

Gruß Andreas

WomoTechnikService am 12 Dez 2018 11:26:20

Man soll zwar die Trolle nicht füttern, aber ich kann das so nicht stehenlassen... IchBinsWieder zerhackt hier einfach Beiträge und trägt nichts konstruktives bei... aber das kennen wir ja von ihm.

Mein erstes Solarmodul habe ich 1991 auf dem Caravansalon gekauft (1000,-DM für 75Wp), inzwischen mehrere hundert bei Kunden montiert und mit meinen Modulen war ich sowohl ganz im Norden als auch ganz im Süden Europas unterwegs, siehe mein Profil und die besuchten Länder...

Ein Solarmodul bringt seine Nennleistung bei absolut klarem Himmel, absolut senkrechter Einstrahlung der Sonne und niedriger Temperatur. Da es technisch unmöglich ist, Mittags 12:00 Uhr auf dem Äquator bei niedrigen Temperaturen zu stehen, wird ein auf dem Wohnmobil flach liegendes Solarmodul diese Nennleistung nie erreichen, es sei denn, man kippt das Wohnmobil so, dass die Sonne senkrecht auf das Dach scheint. :lol:

Jeder kann gern mal probieren, ein Solarmodul an ein Messgerät (10A-Bereich) anzuschließen, der Kurzschlussstrom, der auf der Rückseite steht, ist ein guter Indikator und Kurzschluss schadet dem Modul nicht, dann einfach mal direkt senkrecht zur Sonne halten, da sollte der Kurzschlussstrom fließen und dann langsam flach hinlegen und den Strom beobachten...

Zwei parallele Regler sind zwar laut den Herstellern möglich, können sich aber gegenseitig durcheinanderbringen, wenn es nicht absolut dieselben sind mit den gleichen Einstellungen und Toleranzen. Bei meiner Anlage schaltet der Solarregler auf Absorption, wenn die Batterie noch nicht ganz voll ist, aber der Ladebooster mit lädt, weil ich ein Stück fahre. Stelle ich dann den Motor wieder ab, fährt der Solarreger seine Kennlinie weiter und bleibt in Absorption, statt wieder in Bulk zu gehen. Abhilfe schafft hier ein Schalter, mit dem ich im Sommer, wenn ich davon ausgehen kann, dass Solar die Batterie voll bekommt, D+ unterbreche.

LG Peter

WomoTechnikService am 12 Dez 2018 11:42:29

gespeert hat geschrieben:Eine Reihenschaltung macht wenig Sinn, bei Teilabschattung geht die komplette Stringleistung runter...


Völliger Blödsinn... hast Du das selbst mal gemessen und ausprobiert? Mit Sicherheit nicht!

Ich habe vor einem reichlichen Jahr meine zusammengestückelte, weil mehrfach erweiterte Solaranlage komplett durch eine neue ersetzt, bestehend aus 5 flachen Hochleistungsmodulen --> Link mit je 135Wp und einer Höchstspannung von reichlich 27V.
Dazu habe ich mit Reihen- und Parallelschaltung experimentiert, und mit der Pappe der Verpackung jeweils einzelne Module verdunkelt... es gibt bei Abschattung keinen Unterschied zwischen Reihen- und Parallelschaltung, da die Module mit Bypassdioden ausgestattet sind (heute alle gängigen Module). Wenn ich ein Modul abschatte, fehlt genau die Leistung dieses Moduls, egal ob Reihe oder Parallel.
Der große Vorteil der Reihenschaltung zeigt sich bei Dämmerung, tief stehender Sonne oder starker Bewölkung. Der Solarregler (Victron Smartsolar MPPT 150/35) braucht zum Starten ca. 5V über der Batteriespannung, zum Arbeiten dann mindestens 1V über der Batteriespannung. Ich habe in der Morgendämmerung, bevor die Sonne zu sehen ist, durch die Parallelschaltung schon 30-40V und Ladestrom... bei Parallelschaltung würde der Laderegler mit 8V wohl noch nicht arbeiten können.

LG Peter

gespeert am 12 Dez 2018 12:10:44

Zur Verdeutlichung (danke Peter)
Teilabschattung heisst in meinem Beitrag, die Modulreihe wird beschattet.
Da die Module intern eine bestimmte Stringbeschaltung haben, kann unguenstiger Schattenwurf den kompletten Anlagenstring herunterziehen.

Peter, Du meinst sicher Teilabschattung einzelner Module, das wird durch die interne Bypassbeschaltung in der Auswirkung reduziert, fuehrt natuerlich auch im Gesamtstring zu Einbruechen (uebliche Fehlersuche auch in Grossanlagen).

Der max. Strom durch die Bypassdioden, gewoehnlich 10 bis 15 Ampere, ist Bemessungsgrundlage fuer die Rueckstromsicherung (parallel geschaltene Module ab 3 Stueck aufwaerts)

Ja, ausgemessen und wurde auf dem Lehrgang im etz in Stuttgart vorgestellt.

mikeno am 12 Dez 2018 12:13:22

trecke hat geschrieben:.
Meine Frage an die Kenner: geht das so? Ist was falsch oder verbesserungswürdig? Ohne den Preis aus den Augen zu verlieren...

Hallo Jürgen,
habe vor einem Jahr auch mein Womo auf LiFeYPO4 umgerüstet. Mein Einbaubericht ist hier: --> Link
Es haben ja schon einige Foristen ihre Meinung gesagt und ich kann folgendes dazu sagen.

Im Großen und und Ganzen hast Du für autarkes Stehen richtig geplant. Bezüglich der Komponentenauswahl würde ich folgendes berücksichtigen:

- Ladebooster >= Votronic VCC 1212-50
- flexible Solarmodule würde ich NICHT nehmen, Solarleitung vom Dach 10mm²
- Wechselrichter >= 1800W
- Victron IP 22/30A Ladegerät, Laden auch unbeaufsichtigt im Winterlager oder am Platz möglich

Ich finde es immer wieder lustig, wie hier einige den Strombedarf so genau berechnen. Das musst Du nicht befolgen (Womo >3,5to).Plane für was Du noch zuzüglich Platz auf dem Dach benötigst und den restlichen freien Platz würde ich für Solar nutzen. Ich habe 600Wp auf dem Dach und plane evtl. noch weitere 100Wp hinzuzunehmen.

Warum dies? Warum rüste ich nicht bei 600Wp ab. Es ist einfach komfortabel genügend Reserven zu haben. Je weniger man ein System grenzbelastet, desto weniger muss man beobachten und kontrollieren. Es ist einfach entspannter im Wohnmobil zu Reisen, wenn Strom zur Nebensache wird.

Gruss Michael

gespeert am 12 Dez 2018 12:18:48

Micha, bei mir steht schon ne 1kW Anlage bereit.
Aber die Rechnung der Verbraucher kann Dir das Verhalten der Anlage aufzeigen.

Was bringen Dir 600W wenn bspw. abends ein Verbraucher die Batterie leer zieht, diese am naechsten Tag
binnen 2h wieder geladen wird und 3h Strom ungenutzt verbleiben.

So kannst Du optimieren.
600W im Winter sind ne feine Sache bei guter Anlagenauslegung und Sonnenschein! Koennen aber auch zum Problem werden wenn der Regler zu eng ausgelegt wurde.

mikeno am 12 Dez 2018 12:32:28

gespeert hat geschrieben:
Was bringen Dir 600W wenn bspw. abends ein Verbraucher die Batterie leer zieht,...


richtig, eine genügend große Bordbatterie ist Voraussetzung.

gespeert hat geschrieben:
...wenn der Regler zu eng ausgelegt wurde.


der im Beispiel beschriebene Laderegler ist ein BlueSolar MPPT 100/50. Geeignet für Solaranlagen bis 700Wp.

WomoTechnikService am 12 Dez 2018 12:50:20

gespeert hat geschrieben:Teilabschattung heisst in meinem Beitrag, die Modulreihe wird beschattet. Da die Module intern eine bestimmte Stringbeschaltung haben, kann unguenstiger Schattenwurf den kompletten Anlagenstring herunterziehen.
Ja, ausgemessen und wurde auf dem Lehrgang im etz in Stuttgart vorgestellt.


… gespeert: Ging nicht persönlich gegen Dich, sorry, war nur weil ich diese Messungen durchgeführt habe und auch in anderen Threads immer wieder behauptet wird, dass bei Reihenschaltung der ganze Strang wegbricht, was eben nicht so ist...

Wir reden doch hier nicht von Großanlegen, sondern von Wohnmobilen... und ausgemessen und getestet habe ich auf meinem Wohnmobil und diese Ergebnisse dargestellt. Natürlich kann man jetzt noch anfangen, alle 5 Module zu x-y% zu beschatten und unendlich Messreihen durchführen. Der zeitigere Ladebeginn bei wenig Beleuchtung gleicht die (von mir nicht festgestellten) Nachteile bei Beschattung von Reihenschaltungen mehr als aus. Da bei einer Reihenschaltung die Ströme gleich bleiben, reichen auch die verbauten Dioden aus, die Anlage muss natürlich den Regeln für die hohe Spannung entsprechen, da ja hier bis zu 140V anliegen. Die über den Dioden abfallende Spannung fällt bei den hohen Spannungen nicht ins Gewicht.

LG Peter

geralds am 12 Dez 2018 13:10:47

Hallo Jürgen,

zunächst mal Glückwunsch zu Deinem schönen Womo. Ich habe auch den 4.9 I, leider noch nicht den etwas längeren. Den gab es 2016 leider noch nicht und der Doppelachser passt nicht auf den Platz neben dem Haus. Ich hätte das Carport abreißen müssen, was ich nicht wollte. Aber die 7,77m hätten noch gepasst.
Hoffentlich hast Du keine Mängel, ich hatte einige, aber keine die zu Behinderungen auf der Reise geführt haben und von daher alles gut.

Zu Deinem Thema.
Ich hätte auch gerne 400Wp installiert, vom Platz her habe ich aber nur 360Wp installieren können. Also bevor Du bestellst, mal genau den vorhandenen Platz ausmessen. Wobei ich festgestellt habe, dass mir die 360Wp von April bis Oktober ausreichen. Im Winter nutze ich das Womo nicht. Ich habe Module mit Glas und Alu-Rahmen. Auf meinem alten Womo waren die auch drauf und haben die 21 Jahre, die ich das Womo gefahren habe, ohne merklichen Verlust funktioniert. Bei den flexiblen Modulen liest man doch von vielen negativen Erfahrungen, was die Haltbarkeit angeht, hier im Forum.
An die Modulen habe ich 50x50mm Aluwinkel geschraubt, mit dem waagrechten Schenkel unter dem Modul. Aufgeklebt hat sie der Händler und auch die Dachdurchführung gemacht. Angeblich kann man Probleme bei der Dichtigkeitsgarantie bekommen, wenn man das selbst macht (Auskunft meines Händlers). Alles andere habe ich selbst installiert.

Zur Verschaltung
Ich habe Module mit einem Vmp von 18V (Voc 22,6V). Da man immer wieder unterschiedliche Meinungen zu Parallelschaltung versus Reihenschaltung hört bzw. liest, habe ich mir einen Umschalter eingebaut, mit dem ich zwischen den beiden Schaltungsarten umschalten kann.

Ausschnitt aus: --> Link
Hier ein kurzer Erfahrungsbericht zu parallel oder seriell:
- bei guter Sonneneinstrahlung ist der Unterschied marginal (um die 200mA)
- bei leichten Regen seriell 3,4A, parallel 2,9A
- bei stärkerem Regen seriell 0,6A, parallel 1,2A (Solarspannung bei beiden Schaltungsarten nur noch ca. 0,8V höher als die Batteriespannung)
- bei gutem Wetter gegen Abend (sinkender Sonnenstand) ist der Unterschied marginal.

Die Behauptung, dass am Morgen (flacher Einfallswinkel der Sonne) die Reihenschaltung eher anfängt zu laden stimmt nach meinen Beobachtungen nicht. Das Modul hat keine lineare Kennlinie! Es braucht eine gewisse Einstrahlungsenergie um zu arbeiten / die Spannung aufzubauen. Ist diese erreicht, "springt" die Spannung spontan hoch. Das macht jedes Modul für sich und daher fängt die Solaranlage bei beiden Schaltungsarten nahezu gleichzeitig an zu laden. Das ist auch theoretisch ableitbar, wenn man sich die "Diodenkennlinie" einer Solarzelle anschaut.
Oft wird argumentiert, dass die Ströme bei Reihenschaltung niedriger sind, und daher die Verlustleistung auch niedriger ist. Das stimmt natürlich, man kann es jedoch durch die Verdrahtung kompensieren. Ich habe meine 4 Module auf dem Dach paarweise parallel geschaltet und die beiden Paare unmittelbar unter dem Dach auf eine Klemmleiste gelegt (an der auch der Umschalter installiert ist). Von da aus gehe ich mit 10mm² zum Regler. Daher auch die nur 200mA Differenz im Ladestrom zwischen beiden Schaltungsarten bei guter Einstrahlung.
Der Nachteil einer höheren Spannung ist aber auch, dass sogenannte "Hotspots" entstehen können. Diese treten insbesondere bei kleinfächigen Verschattungen auf. Reicht die Spannung aus, um immer noch einen Ladestrom zu generieren, entsteht der "Hotspot" an der verschatteten Zelle.
Habe ich nur 18V Vmp, sinkt die Spannung, die das Modul liefern kann auf 2/3 = 12V (wegen der Bypassdioden) und das Modul kann keinen Ladestrom mehr generieren. Außerdem halten die anderen Module bei Parallelschaltung die Spannung weiterhin oben. D.h. es entsteht kein Hotspot. (Besonders empfindlich scheinen hier die Flexmodule wegen der fehlenden Hinterlüftung zu sein)
Bei Reihenschaltung und einer Verschattung sinkt der Strom durch alle Module. Bei Parallelschaltung sinkt nur der Strom in dem verschatteten Modul, alle anderen Module arbeiten normal weiter.
(Konnte ich mal schön beobachten, als ich tagsüber vergessen hatte die Satschüssel einzufahren und mich über die gesunkene Leistung der Solaranlage gewundert habe. Plötzlich schaltete der Küli auf Gas bei sonnigem Wetter. Satschüssel eingeklappt und alles funktionierte wieder wie es sollte.)

Resümee für mich, ich nutze fast nur noch die Parallelschaltung.

Zur Spitzenleistung der Solaranlage
Die hängt u.a. von dem geographischen Breite ab, natürlich von der Einstrahlung und von der Temperatur (mit steigender Temperatur sinkt die Leistung, weshalb auf Bergen die Leistung höher ist, da die Lufthülle dünner ist und die Temperatur niedriger).
Ich sehe bei sonnigem Wetter meist Ladeströme um die 16-18A. Theoretisch könnten es 360W/14,3V = 25A sein. Da ich kein Gerät habe, dass die Ströme aufzeichnet, kann ich nicht sagen ob sie auch mal höher sind. Da aber bei gutem Wetter die Batterien meist voll sind und es mir darauf ankommt den Küli zumindest tagsüber auf Solarstrom zu betreiben fehlt natürlich auch ein entsprechender Verbraucher, der höhere Ströme abnimmt.

Gruß Gerald

uwet am 12 Dez 2018 14:05:14

geralds hat geschrieben:Zur Verschaltung

Außerdem halten die anderen Module bei Parallelschaltung die Spannung weiterhin oben. D.h. es entsteht kein Hotspot. (Besonders empfindlich scheinen hier die Flexmodule wegen der fehlenden Hinterlüftung zu sein)

Gruß Gerald


Zur Reihen- oder Parallelschaltung kann man noch ergänzen, 2 Module in Reihe und das mehrfach parallel bringt wirklich den Effekt das bei Verschattung eines Moduls diese Reihe ausfällt. Deshalb hat bei Industrieanlagen ja auch jede Reihe ihren eigenen MPPT-Regler.

Das mit den Hotspots bei Flexmodulen kann ich nicht bestätigen 3 von 6 sind nach 6 Jahren defekt, aber es war definitiv Wasser was an den Ösen und rissiger Oberfläche(UV-Strahlung ?) eingedrungen ist. Nicht eine Brandstelle zu sehen. Ich habe sie mittlerweile runter. Jetzt 5 neue ohne Ösen(100Wp 1Kg), anderes Material, kein Alu mehr.

Ich nutze auch nur noch Parallelschaltung(36-Zellen-Module). Hat aber andere Gründe, bei mir gehen alle Energiequellen(Solar, Lima, Landstrom) über Idealdioden als Summe der einzelnen Quellen an den Eingang des Solarcontrollers. Der weiß dann definitiv was im System passiert, steuert das BMS(LiFeYPO4) und ist auch gleichzeitig der Batteriecomputer. Alles auf einem kleinen Display neben dem Fahrer zu sehen.

Gruß Uwe

WomoTechnikService am 12 Dez 2018 15:04:54

uwet hat geschrieben:Zur Reihen- oder Parallelschaltung kann man noch ergänzen, 2 Module in Reihe und das mehrfach parallel bringt wirklich den Effekt das bei Verschattung eines Moduls diese Reihe ausfällt.


Dann ist diesen Modulen --> Link eventuell die Diodenbeschaltung optimiert??? Ich habe diese Feststellung nicht gemacht, sondern bei Abschattung eines Moduls ob bei Reihe oder parallel fast genau denselben Leistungsverlust gemessen.

LG Peter

geralds am 12 Dez 2018 15:08:15

Hallo Uwe,

den Punkt zu Hotspots "Besonders empfindlich scheinen hier die Flexmodule" habe ich erwähnt, da hier im Forum öfters von diesem Fehler bei Flexmodulen berichtet wird, teilweise auch mit Foto´s. Da ich da keine gesicherten Erkenntnisse habe, auch das Wort "scheinen".

Aber für eine Kaufentscheidung sollte man berücksichtigen, dass Flexmodule empfindlicher sind. Wenn trotzdem Flexmodule aus anderen Gründen gewählt werden - auch gut.

Zur Abschattung mal einige Links:
--> Link

--> Link

--> Link

Auf den ersten Blick scheint der letzte Link nicht zum Thema Abschattung zu passen. Ich meine das tut er doch.
Man braucht nur das 100Wp Modul als ein 200Wp Modul mit Teilschatten gleichzusetzen. Dann ist eindeutig zu erkennen, dass der Strom, der durch beide Module fließt, die Leistung bestimmt. Daher hat auch die Reihenschaltung von 100Wp und 200Wp trotz der höheren Spannung nur ca. die Leistung des 200Wp alleine. Das 100Wp Modul reduziert den Strom auf ca. 50% - Folge das 200Wp Modul liefert auch nur ca. 50%!

Auch das folgende Video zeigt deutlich, dass das Modul mit der geringsten Leistung die gesamte Leistung beeinflusst. Es geht also demnach nicht nur die Leistung des einen Moduls in der Serie herunter und die andern liefern noch die volle Leistung.
--> Link

Ich kann nur sagen, dass meine Beobachtungen / Messungen mit den in den Video´s Aussagen übereinstimmen. Es muss halt jeder selbst seine eigenen Schlüsse ziehen.

Gruß Gerald

uwet am 12 Dez 2018 16:48:47

Mein Beitrag sollte nur ergänzen, entweder alle in Reihe oder alle parallel.

Macht man Gruppen in Reihe, die man dann parallel schaltet, weil z.B. der Controller die hohe Spannung aller Module zusammen nicht kann, ist das Mist. Ein Modul einer Reihe verschattet, lässt diese ausfallen weil die anderen Reihen ja weiter machen. Ein Sonderfall auf den ich mal reingefallen bin. Sind alle parallel oder alle in Reihe fällt immer nur das verschattete oder bei Reihe der verschattet Teilstring(kommt auf die Anzahl der Dioden an) eines Moduls aus. Es soll ja Module geben wo jede einzelne Zelle mit ner Diode versehen ist. Da wäre dann natürlich Reihe am besten.
Was Flexible Module anbetrifft, die sind nicht nur viel empfindlicher sondern auch noch doppelt so teuer. Aber wenn man 7m mit 3,5t fahren will ? Die Bilder habe ich auch gesehen, nur bei mir wars das nicht. Als ich die flexiblen runter gemacht habe ist teilweise die obere Schicht gebrochen, nur beim leichten Anheben. Nix mehr mit flexibel, die Sonne halt 6 Jahre mit ihren bösen Strahlen.

Gruß Uwe

egocogito am 12 Dez 2018 17:29:10

Bodimobil hat geschrieben:Erfahrungen mit Bleibatterien helfen hier nicht weiter weil der TE von Li-Batterien redet.
Gruß Andreas

Nur als Randbemerkung: Auch ich rede von einem Li-Akku, und zwar von 300Ah.

egocogito am 12 Dez 2018 17:31:30

Hallo geralds, danke für die Links, hochinteressant, ich bleibe bei parallel.

IchBinsWieder am 13 Dez 2018 02:37:33

Hallo Jürgen,

ich habe lange darüber nachgedacht, ob in in diesem Thread nochmal etwas schreibe.
Meine Absicht war es nicht, ihn zu kapern und Unnützes zu schreiben.
Seit dem BK-Gate ist es nunmal so, dass es eine Horde an Menschen in diesem Forum gibt, die alles was ich schreibe, grundsätzlich in den Dreck ziehen. An der Richtigkeit meiner Aussage ändert das dennoch nichts und Schuld am Verhalten von pt habe ich auch nicht. Also, was soll das? Erwachsen sein ist anders …. aber sei’s drum.

Gehen wir nochmal chronologisch vor.
Peter empfiehlt dir den größeren Regler zu nehmen, der aber deine Leistung beschneidet, weil er immer noch nicht passt. Kann man machen, aber sinnig ist das nicht. Es gibt doch keinen Grund sich 675 Watt aufs Dach zu setzen, von denen du nur 500W nutzen kannst. Der einzige Grund ist doch, dass dadurch die Kosten um 200€ geschmälert werden, aber dann kannst du auch auf das 5te Panel verzichten, wenn es doch eh über ist. Natürlich kommt jetzt das Argument, dass es die Leistung der gesamten Anlage um 25% erhöht, aber das auch nur, wenn die Sonne nicht ideale Bedingungen hat. Es gibt aber auch die Situation, in der das 5te Panel mit passendem Regler durchaus seine Stärke ausspielen kann. Stell dir einen typischen April/Mai vor. Regen und Sonne wechseln sich ab und die Bedingungen sind durch die saubere Luft, die Kühle durch den Regen/die Wolken ideal. Dann bekommst du während der Wolkenphase zwar 25% mehr und das kann bedeuten, statt z.B 8A sind es halt 10A, also 2A mehr. Das ist schön, aber so richtig dolle ist das auch nicht. Reißt jetzt nach der Wolkenphase der Himmel auf, kommst du auf gedrosselte 500W / etwa 35A, mit 675W auf etwa 47A. Liegt das aufgrund der Temperatur und Sonnenscheindauer nur 1h an, hast du einen Mehrertrag durch den größeren Regler, für den du bei Wolken/Regen 6h brauchst und die nimmst du trotzdem mit. Warum also auf den Mehrertrag verzichten? Gerade bei Wolken/Regen/Sonne geht es doch darum alles mitzunehmen was kommt. Wie gesagt, über der Kastrationsschwelle stehen dir bis zu 35% Mehrleistung zu Verfügung, darunter schafft der kleinere Regler die gleiche Leistung.
Jetzt kommt natürlich der Peter an und sagt, dass hab ich noch nie gehabt, aber wie will er dass auch wissen, wenn seine Anlage kastriert ist. Rechenspielchen von Andreas, wo er was von 150A bei 200Watt schreibt und selbst nur einen 165W Regler hat, helfen auch nicht, denn niemals steht die Sonne 10/12h senkrecht überm Panel. Also reine Theorie. Aber eigentlich reicht seiner Meinung nach auch 200 Watt, denn scheinbar soll sein Verbrauch & Verhalten hier den Maßstab setzen. Ich-Menschen schreiben halt nur aus ihrer Sicht und setzen das als Fakt ab. Andreas hat sich von Peter seinen Sachen einbauen lassen. Buddys für immer, egal was kommt.

Ich hatte ja geschrieben, dass es bei mir an 25 Tagen in 2 Jahren vorkam, allerdings hat die Aufzeichnung erst im August 2017 angefangen, rechnerisch komme ich also an 19 Tagen über diese Kastrationsschwelle. Das könnte schon fast ein 3 wöchiger Urlaub im Frühjahr sein.
Im Sommer spielt das natürlich keine Rolle, denn a) sind die Bedingungen nicht mehr so ideal wie im Frühjahr und b) verändert sich normalerweise auch das Verbrauchsverhalten, weil man mehr draußen als drinnen ist.
Wie gesagt: Es geht um Mehrkosten von 200€ wie mir Peter geschrieben hat. Im Verhältnis was du schon investiert hast und auch noch ausgeben möchtest, nun wirklich nicht der Betrag, der deinem Plan das Genick bricht. Das mag für Peter sehr wichtig sein, wie wichtig das für dich ist, mußt du entscheiden.

Das sich übrigens mehrere Regler von Victron sich nicht vertragen, habe ich bisher nur von Peter gehört. Es gibt etliche in diesem Forum die das so betreiben und keine Probleme haben. Da scheinen seine Erfahrungen ein Einzelschicksal zu sein. Dass aber der Booster von Votronic und der Solarregler sich nicht vertragen kann vorkommen, muß aber nicht. Ich selbst stelle das immer wieder mal fest. Mal laufen Booster&Solar parallel, mal nicht. Aber das liegt bei mir an der Spannungsbereich der naturgemäß bei Blei etwas anders ist. Aber Blei ist hier nicht das Thema.

Das Peter sich zu unnötigen Troll-Anschuldigungen hinreißen lässt, ist für einen gewerblichen User eigentlich sehr bedauerlich und wenig professionell. Er könnte mit Kompetenz überzeugen und nicht mit Angriffen. Scheint aber nicht sein Ding zu sein, denn man sieht auch bei anderen Antworten ein fragwürdige Wortwahl. Das ist aber sein Problem, nicht deins und auch nicht meins.
Das er mit seinen Flexpaneln die 500W nur einmal geknackt hat, sollte dir zu denken geben. Von Rahmenmodulen liest man das öfter. Vielleicht lohnt sich hier ein objektive Gegenüberstellung der Leistung, das würde vielleicht auch den Gewichtsunterschied relativieren.

Ob du die Panel parallel oder in Reihe hängst, musst du wissen. Messwerte sprechen nicht zwingend gegen parallel, auch wenn das immer wieder so dargestellt wird. Nur soviel: Ich komme mit meinen parallelen 2*150W auch auf bis zu 971min MPPT-Aktivitäten, solange steht keine Sonne hoch am Himmel. Aber wenn ich das Thema weiter aufnehmen würde, könnte ich mit dem nächsten Shitstorm rechnen … das lasse ich lieber. Gerald hat das ja schon gut dargestellt.

Drei Sachen würde ich an deiner Einkaufsliste ändern.
1) den Regler passend zu den Panels auslegen, ohne Zwangskastration
2) Definitiv Abstand vom VCC1212-30 nehmen und auf einen anderen B2B des Herstellers gehen, Größe nach Lima & Geldbeutel bestimmen.
3) Solarcomp Votronic LCD-Solar-Computer S weglassen, den kannst du nicht an Victron anschließen. Ist also über

Ansonsten wirst du ein tolles Womo mit einer Sorglos-Strom-Ausstattung haben.
Wünsche dir jetzt schon viel Spaß damit

gespeert am 13 Dez 2018 08:05:24

Nun, es gibt Lehrgaenge zum Thema PV nicht ohne Grund.
Es sind schon einige Punkte abzuarbeiten um eine gute Anlage aufzubauen.
Einfach pauschal Aussagen zu treffen, ist nicht!

Eine mobile Inselanlage ist fast immer ein Kompromiss um max. Ertrag zu gewinnen.
Um die Batterien vollzuladen benoetige ich Ladestrom. PV Module sind Stromquellen, also nimmt der Regler eine Leistungsanpassung vor. Wenn der Regler aber entweder Strom begrenzen oder die ueberschuessige Spannung vernichten muss, laeuft er nicht effizient.

Parallel- und Serienschaltung ergeben je nach Modulzahl zusammengesetzte Kennlinien, eine Verschattung
kann schoene Beulen erzeugen wo der Mpptracker sitzen bleiben kann und nicht optimal arbeitet.
Jedem das Seine.

WomoTechnikService am 13 Dez 2018 10:23:49

IchBinsWieder hat geschrieben:Peter empfiehlt dir den größeren Regler zu nehmen, der aber deine Leistung beschneidet, weil er immer noch nicht passt. Der einzige Grund ist doch, dass dadurch die Kosten um 200€ geschmälert werden, aber dann kannst du auch auf das 5te Panel verzichten, wenn es doch eh über ist.


Ein Solarmodul bringt seine Leistung abhängig von Einfallswinkel, Sonneneinstrahlung und Temperatur... dabei sagt er selbst, in 1,5 Jahren hat er nur 19 mal die volle Leistung überschritten. Leider rückt IchBinsWieder auch nach mehrmaliger Nachfrage weder die Daten noch den Hersteller "seiner" Solarmodule raus... die volle Leistung kommt nur bei senkrechter Aufstellung zur Sonne, nicht bei liegenden Modulen auf dem Dach.

IchBinsWieder hat geschrieben:Stell dir einen typischen April/Mai vor.... ...Liegt das aufgrund der Temperatur und Sonnenscheindauer nur 1h an, hast du einen Mehrertrag durch den größeren Regler, für den du bei Wolken/Regen 6h brauchst und die nimmst du trotzdem mit. Warum also auf den Mehrertrag verzichten?


Weil der Mehrertrag an so wenigen Tagen die 200€ Mehrpreis des nächstgrößeren Reglers nicht ausgleicht, es sei denn, Geld spielt keine Rolle...

IchBinsWieder hat geschrieben:Jetzt kommt natürlich der Peter an und sagt, dass hab ich noch nie gehabt, aber wie will er dass auch wissen, wenn seine Anlage kastriert ist...


Ganz einfach, weil ich einen Victron Smartsolar nutze, der eine Statistik über 30 Tage führt und in dieser Statistik ablesbar ist, an welchen Tage der Regler seine Nennleistung von 500W erreicht hat bzw. bei dieser begrenzt hat. Was ich wirklich nicht weiß, ist, ob die Module an diesen 2 Tagen in einem Jahr nun 501W oder 675W gebracht hätten, ist aber auch egal, ich kann ebenso ablesen, dass an diesen Tagen die Absorptions- und Floatphase erreicht wurden, also die Batterie auch mit der "kastrierten" Anlage voll wurde - Ziel erreicht!

IchBinsWieder hat geschrieben:Wie gesagt: Es geht um Mehrkosten von 200€ wie mir Peter geschrieben hat. Im Verhältnis was du schon investiert hast und auch noch ausgeben möchtest, nun wirklich nicht der Betrag, der deinem Plan das Genick bricht. Das mag für Peter sehr wichtig sein, wie wichtig das für dich ist, mußt du entscheiden.


Kann er ja...

IchBinsWieder hat geschrieben:Da scheinen seine Erfahrungen ein Einzelschicksal zu sein.


Ich habe in den letzten 3,5 Jahren über 200 Solaranlagen auf Wohnmobile montiert und oft auch bereits bestehende Anlagen erweitert. Anfangs habe ich dabei manchmal auf Kundenwunsch und um die Kosten niedrig zu halten, die alte Anlage samt Regler gelassen und eine neue dazu geschalten... fast immer beharkten sich dabei die Regler, so dass keine saubere Kennlinie rauskam. Inzwischen ersetze ich grundsätzlich den alten Regler und schalte die alten und neuen Module zusammen auf einen größeren neuen Regler. Besteht die alte Anlage nur aus einem Modul oder sagen wir bis 100Wp, dann wird sie auf die Starterbatterie umgeklemmt und die neue Anlage versorgt die Bordbatterie allein.

IchBinsWieder hat geschrieben:Das Peter sich zu unnötigen Troll-Anschuldigungen hinreißen lässt, ist für einen gewerblichen User eigentlich sehr bedauerlich und wenig professionell. Er könnte mit Kompetenz überzeugen und nicht mit Angriffen.


Wie würdet Ihr das nennen, in Threads hereinzugrätschen und bestehende Antworten von Usern, die schon 200 Anlagen montiert haben, mit der Erfahrung einer einzigen Anlage in Frage zu stellen, von der man dann nicht mal die Daten preisgeben will...

IchBinsWieder hat geschrieben:Das er mit seinen Flexpaneln die 500W nur einmal geknackt hat, sollte dir zu denken geben.


Ich habe weder empfohlen, Flexmodule zu nehmen noch behauptet, dass diese die Leistung von Rahmenmodulen erreichen... können sie wegen der fehlenden Hinterlüftung und der damit höheren Temperatur auch gar nicht, zumindest im Sommer...

IchBinsWieder hat geschrieben:Ob du die Panel parallel oder in Reihe hängst, musst du wissen. .


Richtig... ich habe ja auch fast dieselben Werte gemessen, vor Allem bei Abschattung ganzer Module, auf die halbe Stunde zeitiger Ladestrom in der Dämmerung kann man bei reichlich Solar verzichten... Reihenschaltung erleichtert aber auch die Verdrahtung, spart Kabel und Verbinder.

IchBinsWieder hat geschrieben:Drei Sachen würde ich an deiner Einkaufsliste ändern.
1) den Regler passend zu den Panels auslegen, ohne Zwangskastration.


Wenn es Dir die 200€ wert ist für 19 mal in 1,5 Jahren...

IchBinsWieder hat geschrieben:2) Definitiv Abstand vom VCC1212-30 nehmen und auf einen anderen B2B des Herstellers gehen, Größe nach Lima & Geldbeutel bestimmen..


Mehr als 30A erfordert aber sowohl neue Leitungen von der Bordbatterie zum Booster als auch eine Relaisschaltung zur Umgehung des EBL, weil der nicht für höhere Ladeströme ausgelegt ist. Aufgrund der aktuellen Ausfälle bei Votronic (siehe hier im Forum) würde ich den Schaudt 121525 (auch bis 30A) nehmen, bei bisher verbauten 81 Stück hatte ich noch keinen Ausfall, mir ist auch hier im Forum kein Ausfall eines Schaudtboosters bekannt.

IchBinsWieder hat geschrieben:3) Solarcomp Votronic LCD-Solar-Computer S weglassen, den kannst du nicht an Victron anschließen. Ist also über .


Richtig, die Anzeige geht bei Victron sowieso nicht und ist ja auch über Bluetooth auslesbar, eventuell das Geld lieber in einen richtigen Batteriecomputer investieren, z.B. LCD100S von Votronic.

LG Peter

IchBinsWieder am 13 Dez 2018 12:48:25

WomoTechnikService hat geschrieben:... dabei sagt er selbst, in 1,5 Jahren hat er nur 19 mal die volle Leistung überschritten.

nein, das sagt "er" nicht. Er sagte 25 Tage in 16 Monaten bzw. rechnerisch 19 Tage pro Jahr. Sieh nochmal deine KNs durch.
Nur zur Info: die KNs hatten wir ausgetauscht, weil ich darum gebeten habe die Trollanschuldigung löschen zu lassen, was er aber ablehnt. Dafür Negativ bewerten will ich aber auch nicht. Wenn er meint er müsse die härtesten Kraftausdrücke nutzen die forenkonform sind nur um recht zu behalten ... bitteschön. Das sagt schon einiges über ihn aus. Da möchte ich gar nicht wissen wie er sich im Reklamationsfall verhält.

WomoTechnikService hat geschrieben:Weil der Mehrertrag an so wenigen Tagen die 200€ Mehrpreis des nächstgrößeren Reglers nicht ausgleicht, es sei denn, Geld spielt keine Rolle...

Es ist eine einmalige Mehrausgabe die jedes Jahr genutzt wird.
Nach 5 Jahren und vllt. 19 Tagen im Schnitt ist das 1€ für jeden dieser Tage ... weniger als man in die Stromsäule wirft

WomoTechnikService hat geschrieben:Anfangs habe ich dabei manchmal auf Kundenwunsch und um die Kosten niedrig zu halten, die alte Anlage samt Regler gelassen und eine neue dazu geschalten... fast immer beharkten sich dabei die Regler, so dass keine saubere Kennlinie rauskam.

Und das waren dann auch immer Regler des selben Hersteller aus gleicher Linie?
Ich kenne nicht eine Fall, bei dem sich zwei Victron MPPTs beharken.

WomoTechnikService hat geschrieben:Wie würdet Ihr das nennen, in Threads hereinzugrätschen und bestehende Antworten von Usern, die schon 200 Anlagen montiert haben, mit der Erfahrung einer einzigen Anlage in Frage zu stellen, von der man dann nicht mal die Daten preisgeben will...

Und hier sind wir beim eigentlichen Problem. Es ist nicht dein Thread. Es ist vllt. deine Beratungsstunde, aber das recht dazu hat im Forum jeder. Das sollte auch ein Profi akzeptieren, außer du nutzt deinen eigenen Blog für sowas. Aber da ist die Reichweite nunmal stark begrenzt.
Schön das du 200 Anlagen montiert hast. Bei mir war es genau eine und die scheint wohl wirklich gut zu laufen.
Was nützen dir meine Daten? Willst du sie nutzen um meine Aussage anzuzweifeln? Kannste vergessen. Glaub es oder lass es. Ich frage auch nicht nach Details deiner 200 Anlagen um deine Kompetenz infrage zu stellen.

WomoTechnikService hat geschrieben:Ich habe weder empfohlen, Flexmodule zu nehmen noch behauptet, dass diese die Leistung von Rahmenmodulen erreichen...

und genau das habe ich nicht geschrieben. ich habe lediglich darauf verwiesen das ein objektiven Vergleich lohnenswert ist, der auch die Gewichtsfrage relativiert.

WomoTechnikService hat geschrieben:Wenn es Dir die 200€ wert ist für 19 mal in 1,5 Jahren...

s.o. und außerdem treffe ich keine meiner Aussagen auf Basis der Geldbörse anderer. Das ist und bleibt die Entscheidung derjenigen.
Ich habe halt nicht das Problem, ein mögliches Geschäft durch zu hohe Kosten zu gefährden so wie es vllt. bei dir der Fall ist.

WomoTechnikService hat geschrieben:würde ich den Schaudt 121525 (auch bis 30A) nehmen, bei bisher verbauten 81 Stück hatte ich noch keinen Ausfall, mir ist auch hier im Forum kein Ausfall eines Schaudtboosters bekannt.

na der Tipp ist doch mal ein + Wert.

WomoTechnikService hat geschrieben:... eventuell das Geld lieber in einen richtigen Batteriecomputer investieren, z.B. LCD100S von Votronic.

sehe ich auch so, aber wenn man schon bei Victron ist, würde ich auch dabei bleiben und den BMV nehmen.
Sicherlich kommt irgendwann eine App die alles vereint. Schön ist es doch, wenn man darauf vorbereitet ist.

Du hast auch diesmal bewiesen viele meiner Aussagen nicht richtig zu deuten. Ich kann mich aber in so eine Wahrnehmung nicht reinversetzen und verstehe vermutlich auch deswegen nicht, warum du so hart schießen musstest.
Das traurige Verhalten aus sozialen Netzwerken, welches man durch Medien kennt, ist scheinbar in Foren und Fachthemen angekommen?

WomoTechnikService am 13 Dez 2018 18:54:41

IchBinsWieder hat geschrieben:Da möchte ich gar nicht wissen wie er sich im Reklamationsfall verhält.


Das kann ich Dir sagen... ich tausche innerhalb von 2 Jahren unkompliziert um, auch ohne irgendwelche Beweislastumkehr oder so. Wenn der Kunde es selbst hinbekommt, wie z.B. bei einem Solarregler, schicke ich ihm ein Neugerät und lege in den Karton schon den freigemachten Rücksendeschein bei. Er tauscht nur die Geräte, klebt den neuen Schein auf und steckt die Sendung wieder in die Packstation. Ist es komplizierter oder der Kunde traut es sich nicht zu, treffen wir uns irgendwo unterwegs und dort wird getauscht... kommt aber selten vor, ich hatte in den letzten 3,5 Jahren bisher 4 Garantiefälle, zwei Solarregler, einen Batteriecomputer und einen Votronic-Ladebooster.

IchBinsWieder hat geschrieben:sehe ich auch so, aber wenn man schon bei Victron ist, würde ich auch dabei bleiben und den BMV nehmen.


Würde ich nicht, denn den Victron gibt es nur mit einem Shunt für 500A. An einem Shunt für einen Batteriecomputer fällt bei Nennstrom eine Spannung von 50mV ab. Diese Spannung wird gemessen und ausgewertet. Der Victron ist daher bei den im Wohnmobil üblichen kleinen Strömen sehr ungenau, weil dabei Unterschiede im 1/100ertstel Voltbereich relevant sind. Ich nehme daher immer den 100er von Votronic, er kann auch kurzzeitig Ströme bis 400A, aber ist halt um den Faktor 5 genauer.
Außerdem ist er wesentlich einfacher Einzustellen, da hier fertige Batterietypen hinterlegt sind und nur die Kapazität und ein Code für den Batterietyp eingestellt werden muss, während beim Victron bis zu 30 Einzelwerte je nach Batterietyp einzustellen sind, die man aus dem Datenblatt der Batterie entnehmen muss.

LG Peter

Stocki333 am 13 Dez 2018 20:07:15

Hallo Jürgen
Glückwunsch zu deinem Neuen und viel Spass damit.
Bei mir sind auch (alte Karre) 300 AH Lifeypo4 von lisunenergie seit 3 Saisonen in Betrieb.
Die läuft absolut problemlos. Was besseres findest du nicht am Markt vor allem was 4 Jahreszeiten Betrieb betrifft. Den Vorteil sehe ich am Einfachen Aufbau und der Möglichkeit im Fehlerfall das System auch bei Ausfall der Elektronik weiterbetreiben zu können.
Was du unbedingt brauchst ist ein Batteriecomputer. Erste Wahl ist BMV 7xx. Der hat auch einen Relaisausgang, Damit kannst du den WR abschalten. Bei mir bei 70 % Entnahme.
Die Solaranlage wurde im Sommer erneuert. Sie besteht aus 3 x 100 Watt Modulen 42Volt und victron MPPT Regler. Die Anlage wurde mit Hilfe dieses Forum optimiert. lies dir einfach diesen Link durch ist kurz und für dich sehr hilfreich. Es gibt dort auch einen link auf die Anlagenplannung eines Foristen. Kurz und informativ.
--> Link
Die Leistung von 300 Wh war November in Griechenland Noch immer Ausreichend.Trotz 2 E-Bike Kaffeemaschine Minigrill, Föhn. Mit ca. 600 watt auf dem Dach bist du mehr als versorgt. Wir haben noch eine Unterbauklima die wird im Sommer Abends vor dem Schlafen oft noch für 2 Stunden eingeschaltete um das einschlafen angenehmer zu gestalten.
Beim WR sind ein 2500 Watt bei mir verbaut.
Mit einem Ladebooster der 30 Ampere liefert bist du Etwas schwach aufgestellt vor allem wenn du wenig fährst. Gehe damit nicht über das EBL sondern lass dir eine 16 mm2 leitung zu den Accu legen. Abhängig von der Länge. So bist du flexibel für eventuele Erweiterungen. Dafür kannst du dir das Ladegerät sparen, das Bordeigene reicht dann völlig aus.
Der votronik Solarcomcuter brauchst du auch nicht. Der Victron liefert dir die Daten aufs Händy. Über den Bmv bist du immer im Bilde welche Ströme rein oder rausgehen. Steht bei mir immer auf % Ladezustand. und ist direkt über der Tür montiert. So weiß ich immer über meinen Ladezustand bescheid.
LG Franz

lisunenergy am 13 Dez 2018 22:43:06

Bei aller Diskussion möchte ich noch einmal auf einen Aspekt der gefährlichen Gleichspannung hinweisen. Gerade die neuen Victron MPPT Regler neigen dazu alle Module in Reihe zu schalten. Denkt bitte daran, das man da ganz schnell in den gefährlichen Bereich der DC Spannung gelangt. Als oberste Grenze gilt 120 Volt DC . Bei Kindern und medizinischen Bereichen ist man bei 60 Volt .

Stocki333 am 13 Dez 2018 22:59:41

Hallo
Interessanter Aspekt. Was passiert wen ein User über das auch noch über das EBL verschaltet.
LG Franz

geralds am 13 Dez 2018 23:51:52

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Jürgen
Dafür kannst du dir das Ladegerät sparen, das Bordeigene reicht dann völlig aus.
Der votronik Solarcomcuter brauchst du auch nicht. Der Victron liefert dir die Daten aufs Händy. Über den Bmv bist du immer im Bilde welche Ströme rein oder rausgehen. Steht bei mir immer auf % Ladezustand. und ist direkt über der Tür montiert.
LG Franz


Carthago baut CBE Ladegeräte ein. Diese sind für LI nicht geeignet. (Falls sie nicht jetzt völlig neue Geräte einbauen).
Grund: Ist die Batterie voll geladen schalten diese Ladegeräte völlig ab und erst wieder zu wenn die Spannung unter 13V gefallen ist. Dann ist aber ein LI-Akku schon sehr weit entladen. Da CBE aber über einen Ausgang verfügt, der dem Anzeigepanel signalisiert ob das Ladegerät zugeschaltet ist, fehlt diese Anzeige wenn das Ladegerät ersetzt wird. Manche lassen daher das Ladegerät drin und ziehen die Sicherung, so dass das Ladegrät nicht mehr lädt, aber das Anzeigepanel noch versorgt. Will man das nicht, muss man sich was basteln oder auf die Anzeige verzichten. Bei mir ertönt ein Warnton, wenn ich den Motor anlasse und das Kabel vom Landstrom noch eingesteckt ist. Diese Funktion geht natürlich auch verloren, wenn das Anzeigepanel das Signal nicht mehr bekommt.

Ist natürlich Geschmackssache, mir ist jedoch eine feste Anzeige des Solarcomputers lieber als "dauernd" das Handy zu zücken.

Mich würde mal interessieren, ob und wie die AES Steuerung des Küli mit LI-Batterien funktioniert und ob parallel dazu auch die Synchronisation des Batteriecomputers (auf 100% SOC) noch gut funktioniert.

Gruß Gerald

Bodimobil am 14 Dez 2018 02:00:45

Ich habe die Kombination: Carthago mit CBE Ladegerät und Li-Batterien von Lisunenergy.
Mein CBE Ladegerät kann nur Blei/Gel. Ich glaube die neueren können noch AGM. Für den Notfall ist das kein Problem. In der Stellung Blei kann man auch laden. Das Ladegerät ist natürlich nicht dazu gedacht es Tage/Wochen unbeaufsichtigt dran zu lassen. Deshalb ist mein Ladegerät im Normalfall abgeschaltet (Steckverbindung in der Zuleitung). Da das Ladegerät sehr gut erreichbar ist, ist das relativ einfach an und wieder abgesteckt.

Übrigens hatte ich heute zum ersten mal seit 1 1/2 Jahren Landstrom angeschlossen. Aber nicht um die Batterien zu laden sondern das Fahrzeug mit Strom über die ALDE auf Temperatur zu bringen. Da wir morgen los wollen, wollte ich nicht den Gasvorrat anbrechen.
Dabei ist mir erst heute folgendes aufgefallen: Auch wenn das Ladegerät abgeschaltet ist sehe ich auf dem Bedienpannel ob Landstrom dran hängt. Genauso kommt noch die Warnung wenn D+ aktiv wird und Landstrom noch dran ist.

Wenn man oft an Landstrom hängt ist das vielleicht nicht optimal, aber wenn man so wie ich fasst nie an Landstrom ist, funktioniert das so wunderbar. Und bei der Konfiguration die der TE hier vor hat gehe ich davon aus, dass er auch kaum an Landstrom hängen wird. Andererseit fände ich den Aufwand zu groß.

Ich habe Votronic Solarregler und Votronic Solarcomputer (100er wie Peter auch empfohlen hat). Seit kurzem auch noch den Votronic Bluetooth Connector mit der App auf dem Handy. Für mich ist diese Kombination optimal. Ein extra Solarcomputer wäre noch eine Option, ist aber nicht so wichtig wie ein Batteriecomputer. Mit der Bluetoothverbindung habe ich ja gleichzeitig auch den Solarcomputer. Beim Batteriecomputer ist mir das feste Gerät auch lieber aber beim Solarcomputer geht es eher um Statistik, und da ist die Anzeige auf dem Handy sowieso besser.
Übrigens: Anhand des Batteriecomputers sehe ich wie viel Strom derzeit geladen wird. Dann addiere ich ~1A Grundverbrauch und habe ungefähr den derzeitigen Solarertrag in Ampere, auch ohne Handy. Mit Handy kann ich natürlich den derzeitigen Grunverbrauch genau ermitteln. Aber so genau will man es meist gar nicht wissen.

Wenn man die modernen Bluetooth Funktionen nutzen möchte ist es auf jeden Fall von Vorteil nur Geräte eines Herstellers zu nehmen.

Gruß Andreas

Stocki333 am 14 Dez 2018 08:11:38

Hallo geralds
In der Einstellung Blei sehe ich keine Probleme, das ladegerät fallweise zu benutzen.
Wenn man den Landstrom ansteckt,beginnt dann ein neuer Zyklus am Ladegerät auch wenn die Spg.über 13 Volt ist ? Ausserdem kommt du Im WR- Betrieb schnell unter die 13 Volt
Der integrierte Bordcomputer. kann man den Peukert Wert einstellen? Wenn nicht ist das ein Schätzeisen.
WIe werden die Werte erfasst. die der BC anzeigt.Der TE will einen WR installieren. Bei 130 A geht man normalerweise direkt auf die Pole,bzw. nach einem Shunt.
Anzeige via BT bei Solar kostet an Schaß. Anfangs schaute ich oft darauf. Nach einem Monat bekommt man schon ein Gefühl für die Leistung bei welcher Einstrahlung. eigentlich ist der BMV das Bestimmende Instrument. Ich sehe hier eigentlich keinen Sinn für BT. In diesem Punkt hast vollkommen Recht.Morgens und Abends ein Kurzer Blick auf den BC und du weist was Sache ist. Kein hantieren mit Handy, man ist im Urlaub.
Gruß Franz

WomoTechnikService am 14 Dez 2018 08:18:35

geralds hat geschrieben:Carthago baut CBE Ladegeräte ein. Diese sind für LI nicht geeignet. Grund: Ist die Batterie voll geladen schalten diese Ladegeräte völlig ab und erst wieder zu wenn die Spannung unter 13V gefallen ist. Dann ist aber ein LI-Akku schon sehr weit entladen.


Das hatten wir letzten Winter schon mal thematisiert: --> Link… die einfachste Lösung ist eine Zeitschaltuhr, die einmal täglich den Landstrom unterbricht, kostet 5€ im Baumarkt und das CBE startet wieder. Man kann natürlich auch eine Wochenschaltuhr nehmen und überhaupt nur einen Tag in der Woche laden, je nachdem wieviel Ruhestrom gebraucht wird. Das CBE sollte auf 14,3 oder 14,4V eingestellt werden.

LG Peter

Stocki333 am 14 Dez 2018 10:25:42

Hallo Peter
Danke für den Link, kannte ich nicht.
So schlecht find ich den Ladebeginn mit 13 Volt gar nicht.Der li -Accu soll ja auch arbeiten können. Im Winter, Je nach Einbaulage geht die Spg durch Kälte nach unten. Somit setzt der Ladebeginn auch früher ein. Nur dann hängt er ja am Landstrom und WR- Betrieb ist nicht erforderlich.Und bei der grossen Solaranlage macht es Sinn den Victron zu nehmen der macht den Spannungshub auf Balancerspg. automatisch.So lauft das System nahezu Automatisch.
at geralds Zu AES Steuerung kann ich leider nichts sagen, Meiner hat so etwas noch nicht. Aber braucht das AES nicht ein D+ Signal zu Einschalten.
LG Franz

andwein am 14 Dez 2018 11:50:24

WomoTechnikService hat geschrieben:....Dazu habe ich mit Reihen- und Parallelschaltung experimentiert, und mit der Pappe der Verpackung jeweils einzelne Module verdunkelt... es gibt bei Abschattung keinen Unterschied zwischen Reihen- und Parallelschaltung, da die Module mit Bypassdioden ausgestattet sind (heute alle gängigen Module). LG Peter


Genau dies Messreihe habe ich auch durchgeführt, mit einem ähnlichen Ergebnis!
Wenn ich ein Modul teilweise zu 25% abschatte, fehlen ca. 90% der Modulleistung, egal ob Reihe oder Parallel.
Allerdings ist dies von Modul zu Modul unterschiedlich, da diese mit ihren internen Verschaltung manchmal längs, manchmal quer verlaufend sind. Bei manchen beträgt der Teilabschattungseffekt auch nur 50%
Der große Vorteil der Reihenschaltung zeigt sich bei Dämmerung, tief stehender Sonne oder starker Bewölkung. Der Solarregler (Victron Smartsolar MPPT 150/35) braucht zum Starten ca. 5V über der Batteriespannung, zum Arbeiten dann mindestens 1V über der Batteriespannung. Ich habe in der Morgendämmerung, bevor die Sonne zu sehen ist, durch die Parallelschaltung schon 30-40V und Ladestrom... bei Parallelschaltung würde der Laderegler mit 8V wohl noch nicht arbeiten können.
Je höher die angebotene Solkarspannung am MPP-Reglereingang umso besser ist die Ausbeute. Und wenn selbst bei Dämmerung/diffusem Licht immer noch 22V geliefert werden kann der Rewgler im MPP-Modus seinen optimalen Arbeitspunkt suchen (der ja bei Dämmerung anders ist als bei voller Einstrahlung)
Gruß Andreas

Stocki333 am 14 Dez 2018 12:33:45

Hallo Andreas
Gehe ich recht mit der Annahme, das die 42 Volt Module der bessere Kompromiss ist. Diese Module stellen die höhere Spg. bereit.die Diskussion um parallel oder seriel erübrigt sich dadurch. Das von dir beschriebene Verhalten kann ich mit diesen Modulen nur bestätigen.
LG Franz

geralds am 14 Dez 2018 12:39:20

Hallo,

sicherlich kann man auch das CBE in der Stellung Blei für Li-Batterien verwenden. Man muss sich halt bewusst sein, dass das Gerät erst bei 13V, oder nach Netzspannungswiederkehr wieder anfängt zu laden. Kann sonst eventuell zu einer Überraschung führen.
Gerade für die Überwinterung ist das zu beachten. Bei sehr kleinen Strömen bleibt die Spannung des Li-Akku´s sehr lange relativ hoch. Ich würde daher gerade dann die Netzzufuhr regelmäßig bewusst unterbrechen. Eine Zeitschaltuhr ist da gut geeignet.

Mit Batteriecomputern habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt. Hier im Forum werden scheinbar folgende Geräte hauptsächlich eingesetzt:
- Votronic LCD-Batterie-Computer S
- Victron BMV-712 Smart Batterie-Monitor Computer
- BlueBattery
Der BlueBattery wird von --> Link vertrieben.
Es gibt dazu einen umfangreichen Thread --> Link

Ich bin seit über 25Jahren mit Blei-Akku´s unterwegs, da reichen mir der Solarregler und die Spannungsanzeige zur Kapazitätsabschätzung aus.
Wenn die vom Hersteller eingebauten Gel-Akku´s im jetzigen Womo´s ersetzt werden müssen, werde ich wahrscheinlich auch auf Li-Technik umsteigen. Als ich vor ca. 2,5 Jahren meine Solaranlage installiert habe, gab es noch keine Solarregler für LI-Batterien (jedenfalls habe ich keine gefunden). Ich habe mich daher für einen Regler entschieden, der neben Nass, Gel und AGM Stellung auch eine 4. Einstellung hat, bei der die Parameter weitgehend frei einstellbar sind und daher auch für LI-Akku´s verwendet werden kann.

Die AES-Funktion für den Kühlschrank ist für mich persönlich wichtig, da ich meist frei stehe und den Küli daher nur über Gas und Solar betreibe. Ohne die AES-Funktion reicht mir eine Gasflasche 2 Wochen, mit AES 3 Wochen. Da wir oft 5-6 Wochen unterwegs sind, passt das mit den 3 Wochen pro Gasflasche ganz gut. (Im Ausland ist der Flaschentausch doch manchmal mit größerem Aufwand verbunden.)

Ich habe einen Dometic 8555 Kühlschrank. Der hat Steuereingänge für D+ und Solar (AES). Carthago baut ein völlig überflüssiges D+ Relais ein, damit der Küli nur bei D+ auf 12V läuft. Das habe ich überbrückt und den --> Link eingebaut. Funktioniert gut.
Aus diesem Grund interessiert mich, wie das bei einem Li-Akku funktionieren könnte.
Einschalten über eine bestimmte Ladespannung - könnte gehen
Ausschalten über ein Signal, SOC-abhängig, des Batteriecomputers - könnte gehen
Bei 2 Fragen bin ich aber noch unsicher:
- Funktioniert die Synchronisation des Batteriecomputers bei SOC von 100% noch?
- Wie verhindere ich das Umschalten auf Gas ausgerechnet bei einem Tankstopp (automatisch, manuelles Umschalten geht natürlich, aber das kann leicht vergessen werden).

Hat das schon mal jemand realisiert?

Gruß

geralds am 14 Dez 2018 17:20:41

WomoTechnikService hat geschrieben:....Dazu habe ich mit Reihen- und Parallelschaltung experimentiert, und mit der Pappe der Verpackung jeweils einzelne Module verdunkelt... es gibt bei Abschattung keinen Unterschied zwischen Reihen- und Parallelschaltung, da die Module mit Bypassdioden ausgestattet sind (heute alle gängigen Module). LG Peter

andwein hat geschrieben:Genau dies Messreihe habe ich auch durchgeführt, mit einem ähnlichen Ergebnis!
Wenn ich ein Modul teilweise zu 25% abschatte, fehlen ca. 90% der Modulleistung, egal ob Reihe oder Parallel.
[/quote]

Hallo,

mit solchen Aussagen muss man vorsichtig sein. Sie gelten nur bei bestimmten Konstellationen / Verschaltungen der Module und auch nicht wenn Zellen nur teilweise abgedeckt sind. Wobei ich mir den Unterschied in der seriellen Verschaltung im Link
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bei 6:03 und 6:37 nicht erklären kann.
Wenn es sich um Module handelt, die schon intern 2 parallele Strings haben ist es wieder anders.
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Der Vorteil solcher Module ist halt für die Hersteller das Module für 12V und 24V gleich gebaut werden, nur die interne Verschaltung der beiden Strings ist einmal parallel, einmal seriell.

Auch folgende Aussage
Der große Vorteil der Reihenschaltung zeigt sich bei Dämmerung, tief stehender Sonne oder starker Bewölkung.

gilt vielleicht für Victron,

Der Solarregler (Victron Smartsolar MPPT 150/35) braucht zum Starten ca. 5V über der Batteriespannung, zum Arbeiten dann mindestens 1V über der Batteriespannung.

nicht aber z.B. für meinen Regler.

Bei starkem Regen habe ich bei Parallelschaltung schon 1,2A gemessen, bei Reihenschaltung jedoch nur 0,6A.

Heute ist hier der Himmel grau in grau. Ich habe daher gerade mal gemessen:
Parallelschaltung ohne Verbraucher
Modulspannung 14,9V
Modulstrom 0,5A
Ladespannung 13,7V
Ladestrom 0,6A
Parallelschaltung mit Verbraucher (Licht + WR im Leerlauf)
Modulspannung 14,5V
Modulstrom 0,4A
Ladespannung 13,2V
Ladestrom 0,5A

Seriell mit Verbraucher (Licht + WR im Leerlauf)
Modulspannung 14,0V
Modulstrom 0,1-0,2A
Ladespannung 12,9V
Ladestrom 0,1-0,2A

das war so bei mehrmaligem Wechsel immer wieder sehr ähnlich.
Der Regler beginnt immer nach dem Einschalten den Mppt Punkt zu suchen. Eine Mindestdifferenzspannung zwischen Batterie und Modulspannung ist dafür nicht notwendig. Der Modulstrom stieg aber auch bei höherer Spannung (Reihenschaltung) nie über 0,2A und scheinbar muss der Strom etwas höher sein, damit der Regler das Maximum akzeptiert.
D.h. bei wenig Licht ist zumindest bei mir die Parallelschaltung eindeutig besser.

Ein weiterer Punkt sind "Hotspots". Gerade Flexmodule sind durch die schlechtere Wärmeabfuhr da kritischer.
Habe ich eine Spannung, die bei Verschattung die Bypassdiode leitend werden lässt, entsteht ein Hotspots an der verschatteten Zelle.
Die Zelle wird zum Verbraucher.
Habe ich nur z.B. 18V Vmp, kann der Regler die Spannung nicht so weit absenken (bei in der Regel 3 Dioden wäre die Spannung nur noch 12V)
dass das Modul noch einspeist. Kein Hotspot da die Bypassdiode nicht leitend wird.
Bei höheren Modulspannungen (oder in Reihe geschalteten Modulen) kann der Regler die Spannung eventuell absenken und die verschattete Zelle wird zum Verbraucher. Sind andere Module parallel geschaltet (und nicht verschattet), halten diese die Spannung auf dem höheren Niveau und die Bypassdiode wird nicht leitend. Folge: es entsteht kein Hotspot.
Schön hier zu sehen:
--> Link
Wer sich nicht die ganze Theorie dazu nicht ansehen möchte, schaut erst ab 21:32

Leider sind die Zusammenhänge recht kompliziert und pauschale Aussagen treffen oft nur für bestimmte Konstellationen zu und sind auch noch vom verwendeten Regler abhängig.

Mein persönliches Resümee ist: Parallelschaltung verwenden und wenn die einzelnen Module auch noch eine etwas höhere Spannung als 18Vmp haben, prima.

Gruß Gerald

womopark
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