
Los geht's. Wir besteigen am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr unser bereits gestern Abend gepacktes Wohnmobil und fahren in Richtung Norden. Unser erstes Ziel ist Butzbach in Hessen, genauer das Outlet von Hess Natur. In Hessen ist kein Feiertag und wir können in aller Ruhe einkaufen. Später besuchen wir noch den Hess Natur Store der nur wenige hundert Meter vom Outlet entfernt ist.
Nach dem Einkaufen steuern wir die Innenstadt von Butzbach an, wo wir den dortigen Wohnmobilstellplatz suchen. Dank verschiedener Baustellen finden wir zwar den Stellplatz nicht, können aber auf einem etwas lang geratenen Parkplatz direkt am Bahnhof parken.

Auch wenn das Wetter ziemlich trübe ist – Butzbach hat eine wirklich sehenswerte und schöne Altstadt.


Wir suchen uns ein kleines Restaurant / Bistro und essen dort lecker zu Mittag.
Unser Tagesziel ist aber Limburg an der Lahn und der dortige Stellplatz. Da wir keine Lust auf langweilige Autobahnfahrten haben, fahren wir quer durch den Taunus über Landstraßen. Auch wenn jetzt im November das Wetter ziemlich trüb ist – wenigstens regnet es nicht – macht es Spaß mit dem Wohnmobil durch die schöne herbstliche Landschaft zu fahren.

Wir kommen recht spät in Limburg an und stellen fest, dass die hiesigen Ampelschaltungen vielleicht einmal etwas optimiert werden sollten. Manche Ampeln wechseln schon nach handgestoppten 12 Sekunden wieder die Farbe. Stopp & Go im Feierabendverkehr durch Limburg hindurch und zudem behauptet Mathilde (unser Navi) dass unser Ziel nicht dort liegt, wo die Stellplatzschilder hinzeigen.
Nach einer Irrfahrt kommen wir am Stellplatz im Schleusenweg an, der ist jedoch komplett belegt. (--> Link) Also machen wir uns um 17 Uhr (es wird schon dunkel) noch mal auf den Weg aus Limburg heraus nach Villmar.
Hier haben wir im Bordatlas einen Stellplatz gefunden, auf dem wir die Nacht verbringen wollen. (--> Link) Wieder auf die B8, der wir im dichten Verkehr stadtauswärts folgen. Nach wenigen Kilometern durch den starken Feierabendverkehr kommen wir in Vilmar an und finden dank Mathilde auch gleich den im Bordatlas beschriebenen Parkplatz. Der Platz liegt direkt an der Lahn, es ist ein geschotterter großer Parkplatz, auf dem auch ein LKW Anhänger parkt. Hier gibt es keine Wohnmobil Infrastruktur, dafür aber ein Restaurant direkt neben dem Platz.
Wir waren heute recht lange im Auto unterwegs und wollen uns jetzt erst einmal die Füße vertreten. Also machen wir einen Spaziergang in den Ort. Dort kaufen wir bei einem netten Bäcker (der den Laden zwar schon geschlossen hatte, aber extra für uns noch einmal aufschloss) noch Brötchen fürs Frühstück. Die Brötchen werden wir morgen früh aufbacken – so sparen wir uns den erneuten Fußweg in den Ort.
Später gehen wir im Restaurant „Klickermill“ direkt neben unserem Parkplatz noch essen. Auch wenn das Restaurant irgendwie die Anmutung einer Bahnhofshalle hat und auch nicht viel Betrieb herrscht – das Essen ist prima!
Zurück im Wohnmobil lassen wir den Abend bei einem schönen Glas Rotwein und schöner Musik (John Coltrane, Ballads) ausklingen.

Am nächsten Morgen sind wir um 8:30 Uhr schon wieder unterwegs. Wir wollen es noch einmal in Limburg versuchen. Da uns die freundlichen Bäckersleute den Tipp gegeben haben, über Runkel nach Limburg zu fahren, machen wir genau das – und wirklich: Runkel wäre auch einen Zwischenstopp wert.
Wir wollen aber nach Limburg! Wir wissen jetzt wo der Stellplatz ist und fahren direkt dort hin. Es hat geklappt, genau einen freien Platz gibt es, auch wenn für uns kein freier Stromanschluss mehr vorhanden ist. Macht nix, unsere Aufbaubatterie wurde durch die kurze Fahrt wieder fast voll geladen und so brauchen wir keinen Landstrom.
Nach dem Einparken gehen wir gleich los die Stadt zu erkunden. Es dauert nur wenige Minuten und wir sind mitten in der beeindruckenden Altstadt von Limburg.



Durch die Limburger Altstadt hinauf zum Dom.


Das hat sich mal gelohnt! Limburg ist wunderschön und auch bei Herbstwetter durchaus eine Reise wert!



Die Bäckerei Hensler: Das Haus ist mit vielen interessanten Phantasie - Skulpturen verziert. (--> Link)



Die Gässchen in der Limburger Altstadt laden zum Bummeln ein. Wir halten nebenbei auch schon einmal Ausschau wo wir heute Abend essen gehen könnten. Auswahl gibt es genug!


Wir spazieren ein zweites Mal zum Dom und besichtigen den teuren aber spartanisch angelegten Garten, den der verschwenderische Bischoff Tebartz-van Elst für mehr als 700.000,-- € anlegen ließ.

Nach dem ausgiebigen Altstadtbummel begeben wir wieder auf den Weg zum Stellplatz. Noch durch das Tor am Schleusenweg und danach einige Hundert Meter am Lahn-Ufer entlang und wir sind wieder zurück beim WoMo.

Am Nachmittag regnet es, aber wir erkunden trotzdem noch die Gegend um den Stellplatz herum. Direkt hinter dem Platz liegt ein Campingplatz, der jedoch jetzt im November geschlossen ist. Vorbei am Campingplatz führt ein Sträßchen an der Lahn entlang, welches auch von Radlern genutzt wird. Wir spazieren bei Nieselregen einige Zeit an der Lahn entlang und bestaunen die Autobahnbrücke von unten.
Später am Abend gehen wir nochmals in die Stadt und wir suchen uns ein Lokal in dem wir essen wollen. Das ist gar nicht so einfach, viele Restaurants sind gut gefüllt, die wenigen freien Plätze fast alle reserviert. Wir entscheiden uns letztendlich für den „Schwarzen Adler“ und bereuen unsere Entscheidung kein bisschen!
Am Samstagmorgen wird noch entsorgt, auch einige Gießkannen Wasser tanken wir noch und brechen dann auf in Richtung Wetzlar. Jetzt blitzt zeitweise auch die Sonne durch den Nebel und wir sind gespannt auf die nächste Stadt und auf den nächsten Stellplatz.

Der Stellplatz ist groß, aber auch gut besucht. (--> Link) Wir finden noch ein Plätzchen für uns – aber es gibt auch hier keinen freien Stromanschluss mehr. Wir sind jetzt den dritten Tag ohne Landstrom und unsere Aufbaubatterie ist – durch die kurze Fahrt nur zur Hälfte aufgeladen – möglicherweise nicht mehr im Stande das Heizungsgebläse die ganze Nacht durch zu betreiben.
Als wir in die Stadt aufbrechen, kommen wir mit unserem Nachbarn ins Gespräch und der bietet uns freundlicherweise an, seine Kabeltrommel anzuzapfen. Da der Strom im Stellplatzpreis inbegriffen ist, nehmen wir das freundliche Angebot gerne an.

Zur Stadtmitte sind es zu Fuß ca. 1,6 Kilometer. Als wir dort ankommen, ist auf dem Domplatz noch Markt. Wir freuen uns über die Gelegenheit gleich noch für die nächste Woche einzukaufen.



Auf dem kleinen aber feinen Markt kaufen wir Mett- und Bratwürste, richtig gutes Vollkornbrot, Oliven, Schafskäse und einen Leberkäswecken für den unmittelbaren Hunger. Danach besichtigen wir den Dom, der sich als interessantes Flickwerk unterschiedlichster Baustiele präsentiert.


Wetzlar ist die Stadt der Optik, hier hat u.a. die Firma Leica ihren Sitz. Darauf wird in der Stadt durch einige „optische Installationen“ wie diesem Spiegelkabinett hingewiesen.






Auch hier wird auf die Firma Leica hingewiesen, Minox ist eine legendäre Marke der Firma Leica.

Wir wandern zurück zum Stellplatz um dort Siesta zu halten. Später am Abend spazieren wir noch einmal in die Stadt um uns ein Restaurant fürs Abendessen auszusuchen. Auch hier in Wetzlar gestaltet sich das recht schwierig, zumal Samstag ist und in der Stadt recht viele Besucher unterwegs sind.
Wir finden letztlich doch noch ein Restaurant und bekommen ein wirklich sehr leckeres griechisches Essen serviert. Pappsatt geht es zurück zum Stellplatz wo wir trotz des Zirkus in der Nachbarschaft eine ruhige Nacht verbringen.
Am Sonntagmorgen nach der V+E fahren wir weiter nach Kronberg im Taunus. Der Opel Zoo ist unser nächstes Ziel.
[Fortsetzung folgt ...]


























