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Schimmelrisiko im Kastenwagen?


zulu am 31 Dez 2018 09:43:26

Wie ist das eigentlich mit Schimmel, 'wächst' der ggf. auch auf Metall, also z.B. einer KaWa-Wand?

M.W. mögen Schimmelpilze hohe Luftfeuchtigkeit, und wenn sich dann Tauwasser innen an der Wand bildet (warme Innenseite, kalte Aussenseite) und nicht genügend 'Umluft' dafür sorgt, dass sich die Feuchtigkeit verflüchtigen kann, haben Schimmelpilze wohl einen optimalen Nährboden. Jedenfalls auf organischen Böden (wie Lebensmittel, Holz, Rigips usw).
Aber wie ist es mit den anorganischen Böden (wie eben eine KaWa-Wand), kann da auch Schimmel wachsen?
Oder muss man hier mehr Rost als Schimmel fürchten?

An die Selbstausbauer, die in ihrem KaWa eine Heizung haben und diese, wenn nötig, auch nutzen
(im Sommer hält sich das Schimmel-Risiko wohl sehr in Grenzen, wenn regelmäßig gelüftet wird):
Wie habt Ihr Euren KaWa isoliert? Bei den vielen Stegen sind Wärmebrücken ja kaum zu vermeiden, vor allem auch vorn im Fahrer/Beifahrerbereich.
Was habt Ihr zur Reduzierung der Schimmelgefahr gemacht?
Den gesamten Wohnbereich mit einer Dampfsperre quasi tapeziert?
Oder die Innenwände mit Antischimmelzeug behandelt? Wenn 'ja': Womit?
Hat jemand Erfahrung mit 'Schimmelschutz' wie z.B. von Fakolith?
Danke für Eure Kenntnisse+Erfahrungen!

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Campingbusreisende am 01 Jan 2019 12:35:15

Hallo,
ich kann dir als langjähriger Kastenwagenfahrer und mit meiner beruflichen Erfahrung mit dem Thema "Pilze in Bauwerken" nur raten: laß dich nicht verrückt machen. Ich kann aus o.g. Erfahrungen heraus versichern, ohne dein Schlafzimmer bei dir zu Hause persönlich zu kennen, dort wird in der Regel eine wesentlich höhere Pilzbelastung zu finden sein, als in einem zum Wohnmobil ausgebauten Kastenwagen.

Gruß
Frank

Tinduck am 01 Jan 2019 14:36:04

Solange man oft genug lüftet (auch mal in den Schränken), sollte Schimmel kein Problem sein. Genau wie m Steinhaus.

bis denn,

Uwe

surfguy am 02 Jan 2019 16:04:11

Hallo "zulu",

wir haben unseren Fiat Ducato selbst ausgebaut und das Schwitzwasser vermieden, in dem wir flächendeckend Armacell verklebt haben - auch über die Verstärkungsrippen. Kannst Dir meine Ausbaufotos ansehen. Das Armacell isoliert und ist gleichzeitig Dampfsperre. Ausserdem sind die Zwangsbelüftungen im Boden hinten weiterhin offen. Bisher nie Schimmel oder miese Luft....

Viele Grüße

Kurt

kheinz am 03 Jan 2019 20:24:04

Schimmel im Kasten? Wie soll das den gehen? Bei uns ist, schon um die Gerüche der Küche usw. möglichst schnell in`s Freie zu bekommen beim Fahren in der Regel die Lüftung auf voller Pulle.............

MfG kheinz

tztz2000 am 05 Jan 2019 15:46:13

Moderation:Blödelbeitrag gelöscht, bitte bleibt beim Thema. Danke!


Roman am 05 Jan 2019 18:29:25

zulu hat geschrieben:...Jedenfalls auf organischen Böden (wie Lebensmittel, Holz, Rigips usw).
Aber wie ist es mit den anorganischen Böden (wie eben eine KaWa-Wand), kann da auch Schimmel wachsen?...


Ja, auch auf blankem Metall oder Lack kann Schimmel entstehen, wenn die Bedingungen für ihn "gut" sind. Aber es dauert schon länger als auf Untergründen auf denen er sich sauwohl fühlt (s.o.).... :D

surfguy hat geschrieben:..wir haben unseren Fiat Ducato selbst ausgebaut und das Schwitzwasser vermieden, in dem wir flächendeckend Armacell verklebt haben - auch über die Verstärkungsrippen...Das Armacell isoliert und ist gleichzeitig Dampfsperre...Bisher nie Schimmel oder miese Luft....


So ist es. Ob Armacell oder X-Treme Isolator, beide verhindern sicher eine Schimmelbildung. Dazu gibt es allerdings eine Einschränkung. Es muss mit diesen Materialien auch sehr gewissenhaft gedämmt werden. Entweder man macht es wie Kurt, selbst oder man geht zu einem Ausbauer, der das ähnlich gewissenhaft erledigt, dafür aber auch eine entsprechende Entlohnung verlangt. Ob das bei den Massenherstellern der Fall ist, darf zumindest bezweifelt werden.

Daher kann man Deine Frage m.E. nicht klar mit ja oder nein beantworten.

Gruß
Roman

Campingbusreisende am 06 Jan 2019 11:16:10

Roman hat geschrieben:Ja, auch auf blankem Metall oder Lack kann Schimmel entstehen

Nein, auf blankem Metall kann keinesfalls Schimmel entstehen, Pilze brauchen ein organisches Substrat, zum Beispiel Anlagerungen wie durch Kondenswasser gebundener Staub mit organischen Bestandteilen. Also nicht auf dem Metall, sondern auf den Anlagerungen wachsen Schimmelpilze. Ebenso ist es mit Lack, es sei denn, es handelt sich um Lack aus organischen Bestandteilen.
Eine "Schimmelvorsorge" ist in Kastenwagen mit Sicherheit nicht notwendig. Laßt hier bloß keine Hysterie entstehen.

Gruß
Frank

Roman am 06 Jan 2019 11:27:43

Du wirst an einem Kawa sicher keine chemisch reinen Metalle oder Lacke wie im Labor finden. Die Teile werden beim Verarbeiten ja mit den Händen angegriffen. Dazu kommt Schleifstaub während des Möbelbaues usw. usw. (das meinte ich übrigens damit, als ich schrieb: "wenn die Bedingungen für ihn "gut" sind".

Daher ist deine Aussage m.E. theoretisch. Siehe auch hier: --> Link

Dennoch bin ich ja grundsätzlich auch Deiner Meinung...keinen Stress machen wegen des Themas. Auch mir sind keine völlig verschimmelten ausgebauten Kasten bekannt. Und da die Dinger ja auch mal verkauft und saniert werden, hätte sicher schon mancher die völlig verschimmelten Zwischenräume beanstandet, wenn es sie denn gegeben hätte... :wink:

Gruß
Roman

cruisemobile am 13 Jan 2019 16:40:11

Hallo zulu,

beim Thema Dämmung scheiden sich die Geister und es gehen die Philosphien weit auseinander. Was schon mal, abgesehen von jedewelcher Dämmung, wichtig ist, ist das Lüften. Man sollte das Fahrzeug regelmäßig Lüften!

Grundsätzlich, je mehr man das Fahrzeug demämmt und je gewissenhafter desto besser. Die großen flachen Blechstellen kann man mit Armaflex 19-32 großflächig dämmen und dann an den Holmen mit dünnem Armaflex zb 6mm kann man die großen Platten verbinden und somit eine Art Dampfsperre erreichen. Das dämmt schon mal ganz gut. Die Schimmelgefahr steigt in der Zeit in der das Fahrzeug abgestellt ist. Im Urlaub lüften man ja sowieso mehr mals täglich durch das öffnen der Türen. Aber zwischen den Reisen ist der Wagen halt oftmals lange verschlossen. Hier muss man alle Türen und Klappen öffnen und sollte dann Entfeuchter reinstellen die die generelle Luftfeuchtigkeit im Fahrzeug reduzieren. Durch das Öffnen aller Klappen wird aus den ganzen Ecken und Extrafächern und Schränken ein rieseger physikalischer Raum den die Entfeuchter auch erreichen.

Ich habe bei mir 3 Enfeuchter an neuralgischen Punkten aufgestellt. Die Leuftfeuchte ist bei mir im Fahrzeug nachweislich niedriger. Ich hatte außen, 84% und innen 71% - zeigt mir meine Wetterstation an.

Grüße
Mark

andwein am 16 Jan 2019 13:22:47

Campingbusreisende hat geschrieben:.....Eine "Schimmelvorsorge" ist in Kastenwagen mit Sicherheit nicht notwendig. Laßt hier bloß keine Hysterie entstehen. Gruß Frank

Ich weiß ja nicht was der Begriff "Schimmelvorsorge Kastenwagen" bei dir beinhaltet. Wenn du damit chem. Mittel oder Luftentfeuchter meinst, bin ich bei dir.
Wenn du aber damit "man braucht keine keine Unter- und Hinterlüftung" von Möbeln meinst und wenn du die Schimmelgefahr von Velour/Filz bezogenen Innenwänden an Kältebrücken verneinst liegst du meiner Meinung nach falsch.
Gruß Andreas

Campingbusreisende am 16 Jan 2019 14:10:16

Nein, ich meine natürlich nicht die sehr wichtigen konstruktiven Maßnahmen gegen Kondensat. Sondern die "Schimmelvorsorge" wie sie der TE gemeint hat:
zulu hat geschrieben:Oder die Innenwände mit Antischimmelzeug behandelt? Wenn 'ja': Womit?
Hat jemand Erfahrung mit 'Schimmelschutz' wie z.B. von Fakolith?
Danke für Eure Kenntnisse+Erfahrungen!

cruisemobile am 27 Jan 2019 13:40:51

Hallo,

ich nochmal, also ich denke auch, dass eine spezielle chemische Behandlung der Wände unnötig und übertrieben ist. Wenn das Fahrzeug sorgfältig gedämmt ist, dann ist das schon die halbe Miete.

Aber, es ist wirklich so, dass auch in Wohnungen in 8 von 10 Fällen mit Schimmel einen Befall von der Oberfläche her und NICHT von einem Schaden in der Wand herrührt. Was dann zu 99% mit der Belüftung oder dem Lüften des Raumes zu tun hat. Wenn ich im geschlossenen Kastenwagen Nudeln gekocht habe, dann kann der Dampf nicht entweichen. Dieser setzt sich dann unweigerlich irgendwo an etwas fest, das kälter ist als der Dampf selbst, Deswegen wird er dort sofort zu Wasser kondensieren. DAS führt auf Dauer zu Schimmel. Deswegen ist Lüften extrem wichtig. Feuchtigkeit die ich entweichen lasse, kann meinem Wagen nicht mehr schaden.
Da Feuchtigkeit immer in Richtung Kälte und nicht in Richtung Wärme entweicht, ist das im Winter noch einfacher. Wenn es im Fahrzeug warm ist und Dampf entsteht, zieht es die Feuchtigkeit relativ schnell aus dem Fahrzeug in die Kälte wenn ihr kurz die Türen öffnet. Das kann man von aussen sogar recht gut beobachten.

Bei längerem stehen ohne das jemand im Wagen ist, z.b. wenn das Fahrzeug zwischen Fahrten vor dem Haus abgestellt wird, kann speziell im Fernsehen Frühjahr wo die Temperaturen von Tag zu Nacht stark schwanken, Schwitzwasser entstehen. Deswegen alle Klappen und Türen öffnen und auch hier regelmäßig lüften und Feuchtigkeit raus lassen. Eher, abends wenns draussen kühler ist, dann ziehts die Feuchtigkeit aus dem Wagen raus.

Grüße
Mark

VOBILU am 27 Jan 2019 16:07:37

Guten Tag zusammen,

habe bereits mehrere Kästen als Womo besessen,
vom Schaltafel-Selbstbau bis Werksausbau von Herstellern schon alles gehabt.
Das Hauptproblem war immer der Rost, nicht der Schimmel.

Im Kasten wird dank der Flügeltüren/Schiebetür eigentlich immer ordentlich gelüftet,
das Kondenswasser und der dadurch entstehende Rost war hier immer das Problem.

Wenn ein GFK-Dach aufgesetzt wurde, dann ist schon das erste große Problem da.
Kondenswasser läuft die inneren Dachflächen runter und sammelt sich im Übergangsbereich zum Blechdach.
Bis dort ein Rostproblem sichtbar wird ist es ohne Dach-ab und Kenntnisse im Karosseriebau eigentlich vorbei...

Ebenso in den Schwellerbereichen.
Zwar gut gemeint wenn alles voll mit Dämmung ist, aber dem Wasser auch einen Weg zum sammeln und abfließen lassen.
Kältebrücken lassen sich im Kasten eh nicht vermeiden.
Wenn dann noch die letzten Löcher und Ritzen mit Bauschaum geflutet werden ist dies der Garant für die Kurzlebigkeit des Fahrzeugs...

Als weiterer Problempunkt kommen alle Durchdringungen hinzu, da wird die Rostvorsorge, Nachbehandlung und Abdichtung leider sehr vernachlässigt.

Echter Schimmel entsteht eigentlich nur beim groben "Falschbewohnen" oder wenn das Wasser wirklich unbeabsichtigt und unbeobachtet durch technische Defekte über einen längeren Zeitraum nicht den Weg ins Freie findet.

Wenn das Fahrzeug länger gehalten werden soll, Hohlraumversiegelung (Dach nicht vergessen...)
Wenn es im Winter nicht gefahren wird, dann richtiges einlagern (Karosseriestopfen entfernen...)

Der letzte renovierte Kasten hatte nach 30 Jahren 350.000 auf der Uhr,
davon haben wir über 10 Jahre, Sommer wie Winters, das Fahrzeug sehr rege becampt.
Das Fahrzeug war komplett nackt, außer direkt unter der Dusche wurde kein Schimmel gefunden.
Postkartengroß.
Quasi unter der Duschwanne, unter dem PVC in der Holzplatte auf der Dämmung auf dem Blechboden.
Und das wohl nur auch weil die Durchdringung blöde zwischen Hinterachse/Tank/Rahmen lag und nie zu 100% zugänglich war um die Abdichtung von unten zu kontrollieren...

In diesem Sinne,
im Sinne behalten, Schimmel nicht ganz vernachlässigen, aber hauptsächlich die Wege das Wasser im Auge behalten...

ecki1962 am 07 Feb 2019 18:09:13

Schimmelvorsorge betreibt man wie folgt:

- Selbstausbauers Hobby: Alles dämmen was nicht niet- und nagelfest ist. Auch Spriegel und Holme schön dicht machen.
- Dazu Matten, Mützchen und ganz wichtig: Dachfesnter auch dicht machen.
- Nur 1 x am Tag Tür möglichst kurz öffnen wegen Wärmeverlusten.

Wenn man sich daran hält hat man für den Schimmel gut vorgesorgt.

Alle Anderen brauchen im Jahr ein halbe Gasflasche mehr, müssen aber auf Schimmel verzichten.

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