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Reisebericht Silvester 2018 auf Rügen


lilakatze am 06 Jan 2019 13:55:41

So, ich versuche mich jetzt mal an meinem ersten Reisebericht, also seid bitte nicht zu streng mit mir :wink: Also, los geht's:
Den Tag nach Weihnachten haben wir genutzt, um aufzuräumen und das Wohnmobil zu packen. Die Kinder mussten auch noch ein bisschen mit ihren neuen Spielsachen spielen… aber am 28.12. ging es dann morgens los in Richtung Norden. Die Autobahn war erstaunlicherweise frei, normalerweise steht man ja gerne mal auf der A1, aber wir sind gut durchgekommen und waren schon mittags in Hamburg. Dort haben wir im Ostkreuz-Zentrum erstmal unsere Vorräte aufgestockt und zum allerersten Mal ein Wohnmobil mit Forums-Aufkleber auf dem Parkplatz gesehen! Leider war keiner drin und als wir vom Einkauf zurückkamen, fuhr es gerade weg. Vielleicht erkennt sich ja jemand.

Abends sind wir dann noch bis nach Ribnitz-Damgarten gekommen und haben dort auf dem Stellplatz „Gänsewiese“geparkt. Nach dem langen Tag im Wohnmobil sind wir erstmal zu einer Erkundungstour aufgebrochen und am Hafen entlangspaziert. Die Kinder haben sich auf dem Spielplatz dort noch etwas ausgetobt und dann sind wir durch die abendlich beleuchtete Stadt gebummelt.


Die Nacht war schön ruhig.
Am nächsten Morgen habe ich kurz die Karten-App gecheckt und nach dem nächsten Bäcker gesucht. Unsere Jüngste war schon wach, also sind wir gemeinsam losgezogen, um für frische Brötchen zu sorgen. Tja, nach einigem Gelaufe noch mal auf der Karten-App nachgesehen, irgendwie sind wir schon viel zu weit gegangen… und tatsächlich, in der ehemaligen Bäckerei war nun ein Büro untergebracht. Und die nächste Bäckerei lag in der ganz anderen Richtung. Also sind wir unverrichterter Dinge wieder zurück zum Wohnmobil gelaufen und es gab für alle „Wochenendmüsli“ mit Milch. Wochenendmüsli heißt bei uns so süßes Zeug wie Nougat-Bits oder gesüßte Cornflakes, das haben wir natürlich für Notfälle mit an Bord. Das Wetter hatte sich inzwischen richtig schön eingenieselt, da sind wir früh in Richtung Rügen aufgebrochen und waren um 10 Uhr schon auf der Brücke.

Leider bei Regen

Da wir noch recht früh dran waren, musste natürlich ein Stop bei Karls Erdbeerhof in Zirkow sein, dort haben wir uns mit Erdbeermarmelade und Bonbons eingedeckt. Unsere Kinder lieben Karls und der in Zirkow war der erste Karls, bei dem wir vor Jahren mal waren und ist daher sowas wie unser „Heimat-Hof“, obwohl wir inzwischen schon bei mehreren anderen Filialen waren. Aber dieses Mal gefiel es uns nicht mehr so gut, es wurde irgendwie umgeräumt und es war unglaublich voll. Klar, bei dem Wetter und zwischen den Tagen, da kann man mit den Kindern super dort hingehen, aber für uns war es viel zu trubelig und wir sind bald weitergefahren.
Schließlich rief jetzt auch schon unser Ziel, das Regenbogencamp in Göhren und die Kinder hofften, dass wir vor 14 Uhr einchecken würden, da dann die nachmittägliche Kinderbetreuung beginnt, wegen der wir ja wieder nach Rügen gefahren waren. Im letzten Jahr, als Campinplatzneulinge, waren unsere Kinder zum ersten Mal in einer Kinderbetreuung und die war so nett gemacht, dass sie dieses Jahr unbedingt wieder dort Silvester feiern wollten.
Natürlich waren wir pünktlich da, haben schnell eingecheckt und die Kinder sind direkt abgedüst, während wir uns eingerichtet und gekocht haben. Nach dem Mittagessen hatten wir also erstmal Freizeit und die Kinder waren betreut. So können entspannte Ferien auch losgehen!
Abends haben wir dann wie immer noch Spiele gespielt, momentan ist unser Lieblingsspiel eine der Varianten von "Werwölfe" und wir haben auch noch ein neues ausprobiert, welches die Kinder zu Weihnachten bekommen hatten. Es heißt "Bärenpark" und hat uns auch gut gefallen. Das spielen wir im Verlauf des Urlaubs noch öfter.

lilakatze am 06 Jan 2019 14:16:13

Jetzt geht's weiter. Für den 30.12. hatten die Kinder sich vorgenommen, sowohl vormittags als auch nachmittags in die Kinderbetreuung zu gehen. Wir haben also abgemacht, dass sie sich mittags selber versorgen und sind zu zweit zu einer größeren Wanderung aufgebrochen. Die nächsten drei Tage hatte ich tierischen Muskelkater in den Waden! Ich bin sonst ja eher unsportlich unterwegs und das war natürlich die Quittung. Aber im neuen Jahr wird alles besser! Gute Vorsätze habe ich zumindest schon viele :D

Unsere Wanderung führte uns am Uferweg entlang von Göhren nach Baabe. Es war wirklich unglaublich voll! Sehr viele Leute waren unterwegs. In Baabe sind wir dann in die Bäderbahn nach Sellin umgestiegen und haben uns dort noch mal die Seebrücke angesehen.

Die Seebrücke finde ich beeindruckend schön und wenn wir auf Rügen sind, muss ich auch immer eine Runde über die Seebrücke gehen. Allerdings war der Wind sehr beißend und kalt, daher haben wir es dieses Mal kurz gehalten und sind erstmal in Richtung Südstrand von Sellin gelaufen. Dort gab es eine kleine Kirche mitten im Wald.



Nach der Kirche sind wir dem wunderschönen Höhenweg bis zum Südstrand gefolgt.

Am Südstrand von Sellin haben wir ein Fischbrötchen gegessen. Weiter ging es auf dem Uferweg nach Baabe. In Baabe gab es dann im Café ein Stück Kuchen und dann sind wir den Weg nach Göhren zurückgelaufen.
Abends sind wir den Berg hinauf in die Göhrener Stadt gewandert. Man hatte einen sehr schönen Blick auf die Beleuchtung und das nachtschwarze Meer.

Wir wollten mit den Kindern in eine ganz tolle Cocktailbar gehen, in der wir letztes Jahr auch schon waren und wir waren alle sehr enttäuscht, dass es dieses Jahr leider nicht möglich war, weil alles belegt und auch schon für die nächsten Tage reserviert war. Dabei hatten die so tolle Kindercocktails dort und der Besuch dort war eigentlich als Highlight geplant. Aber es hat leider nicht sein sollen.
Am nächsten Tag war Silvester und wir waren tagsüber erstmal am Strand.


Abends waren die Kinder auf der toll gemachten Silvesterfeier der Kinderbetreuung und hatten dort bis 22 Uhr viel Spaß. Wir waren auf der Silvesterfeier für Erwachsene und wurden an den Tisch für „alleinreisende Pärchen“ platziert.

Neben uns saß ein sehr nettes Ehepaar, welche mit ihrem Pössl schon viel von der Welt gesehen haben und wir haben uns richtig toll unterhalten. Dadurch war die Feier richtig gut! Das Essen war auch sehr lecker. Um 23:20 ging es mit einem Fackelzug an den Strand, da waren die Kinder natürlich mit dabei.

Und dort haben wir (leider im Nieselregen) um 12 Uhr angestoßen und das Feuerwerk angesehen. Es war ein richtig schöner Silvesterabend!

Später geht's weiter!

lilakatze am 06 Jan 2019 14:55:21

Ein letzter Teil kommt noch:
Am nächsten Tag haben wir uns erstmal ausgeruht und waren noch mal am Strand.

Nachmittags wollten wir in die Sauna, aber entgegen vorheriger Information war die leider geschlossen. Wir haben den Kindern also dafür versprochen, im Laufe der Rückfahrt noch bei einem Schwimmbad zu halten. Am 2. Januar war unser Aufenthalt im Regenbogencamp leider schon vorbei und wir sind bei schönstem Sonnenschein aufgebrochen und nach Prora gefahren.

Den Koloss von Prora finde ich sehr faszinierend, wir waren schon öfter dort und haben uns sowohl das Museum als auch schon mal eine Musterwohnung im neu gemachten Teil angesehen. Dieses Mal ging es aber nur an den Strand. Die Wellen waren wahnsinnig hoch!

Hier sieht man neu und alt sehr schön nebeneinander

Dann wollte ich dieses Jahr unbedingt mal zum Nationalpark Jasmund. Dort haben wir auf dem Stellplatz / Großparkplatz in Hagen geparkt und sind bei eiskaltem Wind (es war wirklich unerträglich beißend und kalt) durch den Wald zum Nationalparkzentrum Königsstuhl gewandert. Für eine Pause im Wald war es aber beinahe zu kalt:

Auf dem Königsstuhl selber hatte ich echt Angst, dass wir weggeweht werden und daher war das nur ein sehr kurzes Vergnügen und ich habe auch nur ein Foto geschossen weil ich dachte, mir fliegt das Handy aus der Hand.

Das Nationalparkzentrum war dann sehr interessant, die haben eine sehenswerte Erlebnisausstellung und wir sind bis zur Schließung um 17 Uhr dort geblieben.
Um 17:20 sind wir mit dem letzten Shuttlebus und noch einigen anderen Leuten zurück zum Großparkplatz gefahren. Da es sehr windig und auch noch recht früh war, haben wir beschlossen, schon zum Schwimmbad nach Stralsund zu fahren und dort zu nächtigen, damit wir am nächsten Tag zeitig schwimmen gehen könnten. Ich benutze jetzt den Konjunktiv, da wir schön den Parkschein bezahlt haben (die Autofahrer auch, die sind dann auch alle gefahren) und zum Wohnmobil gelaufen sind. Das Wohnmobil stand ganz schön im Wind und war auch trotz laufender Heizung etwas runtergekühlt. Schnell haben wir alles startklar gemacht und den Motor gestartet… nur dass der keinen Ton von sich gegeben hat. Keinen Mucks! Mist! Außer uns stand noch ein weiteres Wohnmobil, ein integrierter Carthago, auf dem Platz. Ich bin also in eisigem Sturm mit Taschenlampe dort hinüber gelaufen und habe geklopft. Ein sehr nettes Ehepaar hat geöffnet und der Mann hat direkt Starterkabel aus der Heckgarage geholt. Er meinte, er kommt hinübergefahren und gibt uns Starthilfe. Das fand ich so nett, da die beiden augenscheinlich schon alles ganz gemütlich für die Nacht fertig hatten, Fernseher ausgerichtet etc. Da kam in dem Moment noch ein Wohnmobil auf den Platz gefahren, da dachte ich, ich laufe schnell herüber. Der könnte ja direkt neben uns parken und viel einfacher überbrücken. Der Fahrer (des witzigerweise auch integrierten Carthagos) meinte jedoch nur, mit seinem Wohnmobil gänge das nicht, da die Batterie unter dem Sitz sei und er fuhr weiter.
Der andere Mann hat also seinen Carthago zu uns herüber gefahren und dann hat er mit seiner Frau auch erstmal die Batterie gesucht und wurde im Fußraum vorne fündig.
Trotz Überbrückung sprang unser Wohnmobil aber leider nicht an! Wir haben uns bedankt und falls die beiden im Forum lesen, tausend Dank noch mal an dieser Stelle! Ihr habt zwar gemeint, unter Campern hilft man sich untereinander, aber ich fand das gerade bei dem Wetter und im Dunkeln wirklich nicht selbstverständlich!
Ich habe dann abends noch mit einer Werkstatt telefoniert und wir haben gemeinsam beschlossen, dass sie erst am nächsten Morgen kommen. Wir hatten ja Gas für die Heizung und standen auf einem offiziellen Stellplatz, also war das sicher am Besten so. Der Mechaniker hat mir für nachts seine private Handynummer gegeben, falls irgendwas sei. Das fand ich auch richtig nett! Alles in Allem waren wir relativ entspannt (okay, vielleicht habe ich dem Wohnmobil ein oder zwei Mal mit Verkauf gedroht...), denn bei uns gilt ja seit Jahren schon die Regel: „Kein Urlaub ohne Werkstatt“. In der Nacht hat das Wohnmobil im Sturm geschaukelt wie auf See :pale:

Am nächsten Morgen kamen die freundlichen Helfer direkt und haben unser Wohnmobil auch wieder ans Laufen bekommen. Der Anlasser war wohl verdreckt und sie mussten etwas darauf herumhämmern. Dann sind wir nach Sassnitz in die Werkstatt gefahren und sie haben es uns wieder repariert. Und dann ging es endlich nach Stralsund in den Hansedom. Wir haben uns in dem echt schönen Erlebnisbad etwas entspannt und sind dann abends zur Übernachtung wieder nach Ribnitz-Damgarten gefahren, da uns der Stellplatz dort sehr gut gefallen hat.
Am nächsten Morgen sitzen wir am Frühstück und die Kinder schreien (wie immer, wenn uns einer begegnet): „Ein Flair, ein Flair! Aber ein integrierter!“ und winken. Der freundliche Fahrer winkt zurück und ich lese hinten auf dem Flair „Peter's mobiler Womotechnikservice“. Ich meinte nur zu meinem Mann, das wäre ja toll gewesen, wenn der schon auf dem Stellplatz im Nationalpark zur Stelle gewesen wäre :D
Nach dem Frühstück fahren wir ganz in Ruhe nur ein paar Kilometer weiter und besuchen Karls Erdbeerhof in Rövershagen. Der ist etwas größer als auf Rügen und die Kinder spielen bei dem fiesen Wetter noch ein bisschen im Indoorspielplatz. Danach machen wir noch einen Stop im Hanse-Outlet in Rostock, weil ich noch ein paar neue Turnschuhe (die guten Vorsätze, ihr wisst ja…) brauche und kochen da auch zu Mittag eine Kleinigkeit. Danach geht‘s weiter auf der Autobahn nach Lübeck.
Dort stehen wir auf dem Stellplatz und gehen Abends noch in die Stadt. Die beleuchteten Schiffe gefallen uns richtig gut!

Toll ist, dass ein Schiffsbesitzer meinem Sohn erlaubt, sich an Bord etwas umzusehen. Ein richtig schönes Schiff ist das, welches man für diverse Ausflüge oder auch für Hochzeiten mieten kann.

Wir drehen noch eine ausführliche Runde durch die Stadt und sehen uns noch etwas Marzipankunst an.

Zurück im Wohnmobil schlafen wir ziemlich kaputt ein. Ich habe ja leider einen etwas leichten Schlaf und mich stört der Autoverkehr vor allem in den Morgenstunden. Gut, dass es nach Hause nicht mehr so weit ist. Morgens starten wir dann und nach einer langen Pause in Bremen (Mittagessen und bummeln bei IKEA) kommen wir abends um 17 Uhr zuhause an. Um 18 Uhr haben wir das Wohnmobil schon komplett leer geräumt und jetzt wartet es nur noch auf das Putzkommando. Aber das erledigen wir ganz in Ruhe in den nächsten Tagen.
Das war unser kleiner Silvesterurlaub auf Rügen. Ich hoffe, es war kurzweilig.

Maxima am 06 Jan 2019 15:15:04

lilakatze hat geschrieben:
Ich hoffe, es war kurzweilig.


Was für eine ereignisreiche Silvesterreise! Sehr schöne Fotos zum in Erinnerungen schwelgen. :dankeschoen:

RichyG am 06 Jan 2019 15:20:03

Ja, sehr kurzweilig und vielen Dank für die Mühe!
Irgend wann möchte ich auch mal im Winter in den Norden hinauf. Das hat was :ja:

Grillolli am 06 Jan 2019 15:24:41

Tolle Silvesterreise (bis auf die Panne - aber irgendwas ist ja immer... :wink: ) :top: und tolle Bilder.
Rügen ist auch einer unserer Lieblingsziele an der Ostsee.
Den Hansedom in Stralsund muss ich mir mal merken
Gruß Olli

Antarena am 06 Jan 2019 16:13:22

Ja, ein kurzweiliger Bericht und schöne Bilder, danke dafür!

zeus am 06 Jan 2019 16:28:22

Ein sehr schöner Reisebericht, vielen Dank!
Ich mag Rügen auch sehr und wir planen, dort im Sommer mal wieder hinzufahren.

lilakatze am 06 Jan 2019 17:43:16

Erstmal Danke für eure Kommentare, ich habe mich sehr gefreut!
Wir waren noch nie im Sommer auf Rügen, immer nur im Herbst oder Winter. Die Strände sind aber bestimmt im Sommer auch sehr lohnenswert. Ich frage mich immer nur, wie voll es dann im Sommer dort erst sein wird, wenn es jetzt über Silvester schon so überlaufen war...
Ganz vergessen habe ich, dass am letzten Morgen unsere Bordbatterie auf einmal tot war, die muss also auf jeden Fall bald ausgetauscht werden. Dabei haben wir fast keinen Strom benutzt, nur Abends das Licht zum Spielen. Kein Fernseher oder so. Naja, wahrscheinlich ist das normaler Verschleiß. Im Sommer hat sie zumindest noch zwei Tage ausgehalten, jetzt gerade mal 14 Stunden. Und ich habe ganz schön blöd geguckt, als auf der Toilette auf einmal der Sog ausging :lol:

frankjasper8 am 06 Jan 2019 22:26:38

Jahreswechsel auf Rügen; auch mal ein Erlebnis! :)

Vielen Dank für diesen lebhaften Tourbericht mit vielen schönen Fotomotiven. Gegen das Wetter können wir ja glücklicherweise nichts machen :eek: , wir müssen es so nehmen, wie es uns gegeben wird. Ein paar Orte habe ich auf den Fotos wiedererkannt, war allerdings bei meinen Reisen nach Rügen sommerliches Wetter. :)

jokerFG am 06 Jan 2019 23:13:49

Prima! Und weiter so. Solche Erlebnisberichte bereichern alle! :ja:

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