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Reisebericht Western Isles im Winter II


gnarz18 am 28 Jan 2019 19:54:39

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Es gibt Jahre, da ist man froh wenn sie vorbei sind - die Queen nannte eines einmal “annus horribilis”. Zum Ende unseres “annus horribilis” sollte es zur Entspannung natürlich nach Schottland gehen und zwar zu der südlichsten Insel der Äußeren Hebriden, der Insel Barra. Letztes Jahr mussten wir diese ja leider aus Wetter- und Zeitgründen auslassen. Um das auf jeden Fall nachzuholen, fangen wir dieses Mal mit dem Insel-Hopping im Süden. Barra haben wir das letzte Mal 2011 --> Link besucht und mussten sie damals relativ zügig verlassen. Auch dies sollte diesmal anders werden…
Wie im letzten Jahr haben wir uns für die Fähre von IJmuiden nach Newcastle entschieden, das ist für uns aus Aachen kommend der schnellste Weg nach Schottland. In knapp drei Stunden sind wir bei normaler Verkehrslage an der Fähre und am nächsten Morgen wachen wir kurz vor Newcastle auf. Bis nach Schottland ist es dann fast ein Katzensprung. Wir holen Paula um kurz vor zwölf direkt von der Schule ab und fahren ohne größere Staus nach IJmuiden. Dabei fällt uns wieder mal auf, wie entspannt das Fahren ist wenn es eine Höchstgeschwindigkeit gibt (das mag ein PS-Stärkerer als wir es sind natürlich ganz anders empfinden…).

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wir können ohne zu warten direkt aufs Schiff

Kurz vor 15Uhr sind wir in IJmuiden, machen den Tank nochmal richtig voll - man weiss ja was der Sprit in GB kostet - und fahren zum Fährterminal. Das Einchecken dauert nicht lange, tatsächlich können wir diesmal direkt ohne Warten auf das Schiff fahren. Das ist schon mal super, das ewige Warten in den Lanes ist nämlich echt nervig.

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Leuchtturm IJmuiden

Wir bekommen trotz gebuchter Innenkabine eine Außenkabine zugeteilt. Das ist natürlich ziemlich zweckfrei, da die Fähre ja über Nacht fährt und man sowieso Nichts sehen würde. Aber wir beschweren uns natürlich nicht, im Sommer mag das durchaus auch Vorteile haben. Die knapp zwei Stunden bis zur Abfahrt setzen wir uns ins Bordbistro, spielen Kniffel und trinken Kaffee.

Die Fähre ist viel voller als letztes Jahr und nach und nach füllt sich das Bistro. Neben vielen Briten sind auch sehr viele Niederländer und Deutsche an Bord - was zeigt, dass Nordengland und Schottland im Winter immer beliebter werden. Wird das nach dem Brexit wohl noch so sein?!?!

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Wir haben für die diesjährige Überfahrt sowohl Abendbuffet als auch das Frühstücksbuffet gebucht. Wenn man die Buffets direkt bei der Fährbuchung mitbestellt, kostet das Abendbuffet pro Person nur 19,95€ statt 29,95€ (Getränke natürliche exklusive). Das Buffet ist zwar kein Vergleich zu dem welches auf der Norronä (Fähre zu den Färöer bzw. nach Island) angeboten wird, aber es gibt reichlich Auswahl, das Angebotene ist frisch zubereitet und uns schmeckt es ganz gut. Das Ambiente hat leider mehr den Charakter einer Kantine. Am nächsten Morgen sind wir pünktlich um kurz nach neun in Newcastle. Das Frühstücksbuffet ist für 9,90€ (pro Person und wegen Vorbuchen entsprechend reduziert) durchaus zu empfehlen. Es gibt wieder reichlich Auswahl sowohl für den kontinentalen als auch für den britischen Geschmack und vor allem Kaffee, Tee, Saft und Stilles Wasser soviel man mag.

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wir erreichen Newcastle

Das Auschecken und die Grenzkontrollen gehen (noch) zügig vonstatten und um halb zehn sind wir auf dem Highway Richtung Norden. Wir haben uns für die A1 entschieden. Diese ist auf ziemlich langen Passagen mehrspurig ausgebaut und man kommt dadurch recht zügig voran - auch wenn der Weg etwas länger ist als die Alternativen über Carlisle oder Jedburgh/Melrose. So geht es immer weiter an der Ostküste entlang, vorbei an Lindisfarne bis nach Berwick-upon-Tweed. Hier legen wir eine kurze Pause ein. Wir erwischen eine Parkbucht, für die wir eigentlich viel zu lang sind. Unser Auto blockiert nach eigener Einschätzung und zugegebener Maßen vollkommen die linke Spur.

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Parken für Anfänger :D

So bescheuert parkt doch eigentlich niemand!?! Meine beiden Begleiterinnen äußern deutlich Zweifel - und sie stoßen auf offene Ohren. Als ich unser Auto dann doch umsetzen möchte, kommt ein Traffic-Warden angerannt, schaut sich die Situation an und meint, ich würde vollkommen korrekt stehen. Einzige Voraussetzung sei natürlich eine gültige Parkscheibe. Wir zeigen unsere Parkscheibe, der Offizielle befindet sie für gut und meint wir sollen auf jeden Fall genauso stehen bleiben. Manchmal verwundern uns die sonst so regelkonformen Briten wirklich sehr! Entspannt gehen wir ins Örtchen, nehmen einen kurzen Snack zu uns und kaufen eine neue Datenkarte für unser Handy. Ein Leben ohne Internet ist für unsere knapp Vierzehnjährige anscheinend nicht mehr vorstellbar. Aber auch für uns hat es Vorteile, können wir so auch deutsches Radio hören und die Fähren zu den Äußeren Hebriden über die CalMac buchen. Nicht das wir Probleme mit englischem Radio hätten, aber ein akzeptabler Empfang ist in Schottland einfach nicht überall gegeben. Und den Wetterbericht online abfragen zu können, ist gerade im Winter auch nicht schlecht. Wir haben uns “leider” für Vodafone entschieden und wie wir später erfahren müssen, ist die Netzabdeckung durch Vodafone auf den Hebriden recht bescheiden. Diesmal wäre EE (= britische Telekom) sinnvoller gewesen. Die Netzabdeckung soll wesentlich besser sein, da dieses Unternehmen die Mobilnotfunkdienste bedient.

Kaum wieder mit der Welt verbunden, versuchen wir die Fähre für die Weiterreise auf die Äußeren Hebriden zu buchen. Und haben schon gleich ein erstes “Terminproblem”. Da wir Weihnachten unbedingt auf Barra sein wollen, haben wir uns für die Passage Uig/Skye nach Lochmaddy auf North Uist entschieden. Und leider müssen wir im Online-Portal feststellen, dass diese Verbindung für den morgigen Samstag bereits ausgebucht ist. Damit hätten wir eigentlich nach unserer Erfahrung vom letzten Jahr mit der Fähre Ullapool/Stornoway fast rechnen können... Also greift meine Frau doch zum Hörer und ruft bei der Calmac direkt an. Der freundliche Calmac Mitarbeiter gibt uns den Rat, auf jeden Fall für Sonntag zu buchen und es am Samstag einfach direkt am Hafen auf der “unbooked lane” zu probieren. Vielleicht findet sich ja doch noch ein Platz für uns. Genauso machen wir es dann auch. Wir kommen gut voran, es ist wenig Verkehr. Vorbei geht es an The Dalwhinnie, Schottlands höchst gelegener Destillerie, bis nach Dornie.

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The Dalwhinnie

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Dort stellen wir uns für die Nacht auf den Parkplatz vom Eilean Donan Castle und gehen im nahen Örtchen im Hotel-Pub zum Abendessen. Wir haben diesmal vorher im Internet recherchiert, wo was geöffnet hat. Die meisten Lokale, CPs und Sehenswürdigkeiten haben im Winter geschlossen, also ist es ist gar nicht so einfach einen SP mit einem fußläufig zu erreichenden geöffneten Pub zu finden. Auch bei Nacht gibt das Schloss ein tolles Bild ab.

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Eilean Donan Castle

Am nächsten Morgen werden wir durch das Surren einer Drohne geweckt, die anscheinend unser Auto von oben inspiziert und auch ein -oder zweimal auf unserem Dach landet, also es gibt schon Leute... Da es sowieso Zeit ist aufzustehen, sind wir dem Piloten auch nicht weiter böse und frühstücken mit tollem Blick auf das Castle. So eine Drohne würde mich ja auch reizen, leider sieht man inzwischen aber auch immer mehr Verbotsschilder. So auch hier am Castle. Aber morgens um kurz vor acht stört das hier eigentlich auch niemanden.

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Auf dem Parkplatz gibt es eine Höhenbeschränkung, die jetzt im Winter geöffnet ist. Ob man auch im Sommer hier über Nacht stehen kann, bezweifeln wir. Tagesparkplätze scheint es aber für Wohnmobile hinter dem Visitor Center zu geben. Weiter geht es über Kyle of Lochalsh. Dort kaufen wir erst mal tüchtig im lokalen Supermarkt für das Weihnachtsessen ein. Aufgrund der Fährfahrt und ausgeschaltetem Kühlschrank konnten wir ja nichts Frisches mitnehmen. Dann geht es weiter auf die Insel Skye. Es ist so gut wie gar kein Verkehr, bis Broadford kommt uns nur ein Linienbus entgegen.

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Sligachan

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Sehr zum Leidwesen von Paula - die eigentlich unbedingt vor der Überfahrt in die Einsamkeit noch nach Portree zum Weihnachtsshoppen wollte - stellen wir uns gegen zwölf in Uig als erstes Fahrzeug in die Lane für “Unbooked Vehicles”, denn der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Wir melden uns zuallererst brav im Fährbüro an. Da hier in Uig sogar ein paar Geschäfte geöffnet haben, vertreiben wir uns die Zeit in der lokalen Pottery, der Brauerei und dem CoffeeShop. Nach und nach füllt sich der Parkplatz mit PKWs und dem ein oder anderen LKW. Wir befürchten so langsam, dass wir es heute nicht auf die Äußeren Hebriden schaffen werden.

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unser Schiff kommt

Kurz vor eins kommt dann die Calmac um die Ecke und wir werden als zweites Auto auf die Fähre gewunken. Manchmal muss man einfach ja auch mal Glück haben - oder an gute “Loading Manager” geraten, die auf einer ausgebuchten Fähre auch noch Platz für ein Wohnmobil finden. Zurückbleiben musste wegen uns auf jeden Fall niemand.

Es sind nur wenige Touristen an Bord, die meisten Passagiere sind Familien mit einer Menge Kinder, die zum Weihnachtsfest nach Hause fahren und jeder scheint jeden zu kennen. Die Überfahrt dauert nicht lange und ist auch recht ruhig. Und das bei diesem gewaltig aussehenden Wetter.

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Es dämmert bereits als wir in Lochmaddy ankommen und wir reservieren vorsichtshalber noch schnell die morgige Fähre nach Barra.

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Lochmaddy

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Schafpferch in Lochmaddy

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sich die Passagiere in alle Himmelsrichtungen verteilen. Als wir nach der Reservierung aus dem Calmac Office kommen, hat die Fähre schon wieder ihren Bug geschlossen und wir stehen mutterseelen alleine am Pier. Auch im Ort ist kein Mensch zu sehen und so beschließen wir, nach Berneray zu fahren. Zwischendurch halten wir nur kurz mal an, um an der neuen Entsorgestation am Fährterminal Berneray-Leverburgh unsere Toilette zu entleeren.

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Es ist schon dunkel, als wir unseren Platz in den Dünen erreichen - aber da Vollmond ist, sieht man noch genug. Gut zwei Stunden später kommt noch ein weiteres Wohnmobil an, stellt sich auf diesem riesigen Dünengelände nur gute zwei Meter entfernt neben uns und wirft einen Generator an. Zehn Minuten später merkt er immerhin ganz von alleine, dass sein Verhalten voll daneben ist und sucht sich zum Glück zweihundert Meter weiter einen Platz.

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Berneray bei Nacht

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der Vollmond macht die Nacht zum Tag

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unser Platz in den Dünen

Am nächsten Morgen werden wir, warum auch immer, früh wach und erleben einen grandiosen Sonnenaufgang.

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Berneray gehört meiner Meinung nach mit zu einem der schönsten Plätze in Schottland, an dem man eine Nacht mit dem Womo verbringen kann. Im Sommer ist es natürlich etwas belebter, aber jetzt im Winter ist es einfach nur toll. Und falls ich jemals in die Verlegenheit komme, mir eine Jugendherberge bzw. Hostel zu suchen zu müssen - ich würde das Hostel auf Berneray im alten Blackhouse wählen.

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Jugendherberge bzw. Hostel von Berneray

Der Winter hat vom Licht her schon einen besonderen Reiz. Dazu die gewaltigen Wolken, die Einsamkeit und die Ruhe - einfach nur schön.
Da unsere Fähre nach Barra erst am Abend geht, haben wir den ganzen Tag Zeit um über North Uist, Benbecula und South Uist bis nach Eriskay zum Fähranleger zu fahren. Es ist absolut windstill und in der geschützten Bucht im Dorf sonnen sich wie immer die Robben.

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Berneray

Unseren ersten Halt machen wir schon kurz hinter Berneray an einem abgelegenen Friedhof. Das muss man den Schotten lassen, sie gönnen ihren Toten schon oft eine tolle Aussicht. Wir finden es immer wieder interessant, auf den Grabsteinen die Geschichten der Menschen zu lesen. Leider ist die Tradition, die halbe Familiengeschichte auf den Grabstein zu schreiben, bei den neueren Grabsteinen nicht mehr so oft zu finden. Die Friedhöfe hier auf den Äußeren Hebriden sind absolut sehenswert, mit den alten, moosbewachsenen Grabsteinen, die scheinbar vollkommen willkürlich auf dem Friedhof stehen. Und oft gibt es eine verfallene Kapelle dazu.

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Friedhof bei Berneray

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Weiter geht es zum Pobull Fhinn Steinkreis. Der ist kein Vergleich zu Callanish, trotzdem schön gelegen und in fünf Minuten vom Parkplatz am Hotel aus zu erreichen.

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Pobull Fhinn Steinkreis

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Es ist immer noch absolut windstill und wir halten oft an, um die Spiegelungen in den zahlreichen Lochs zu bewundern. Was würde man im Sommer bei so einem Wetter von den Midges attackiert! Jetzt im Winter zum Glück keine Spur von den lästigen Quälgeistern. Obwohl die Gegend eigentlich gut besiedelt ist, begegnen wir kaum einem anderen Fahrzeug. Das wissen auch die einheimischen LKW-Fahrer und sind dementsprechend zügig unterwegs.

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auf dem Weg nach Eriskay

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manche Zeitgenossen sind z.T. recht zügig unterwegs...

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es ist absolut windstill

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Man kann in aller Ruhe - ja, man darf es natürlich nicht - in einem Passing Place anhalten und aussteigen. Und wenn tatsächlich mal jemand kommt, wird man freundlich gegrüsst. So ist hier der Winter. In Benbecula tanken wir erstmal und gehen dann im gut sortierten Coop einkaufen. Irgendwie wirkt Benbecula ziemlich heruntergekommen. Das liegt vielleicht an den alten Militärbauten, aber schön sieht anders aus. Zumindest der lokale Gift-Shop hat geöffnet und es ist schon amüsant zu beobachten, wie sich ein etwa zehnjähriges Mädchen als Weihnachtsgeschenk für kleine Holzfiguren “Original aus dem Schwarzwald ( Original Black Forest, Germany)” interessiert. South Uist ist im Gegensatz zu Benbecula wieder ein wenig gebirgig, zumindest der Osten der Insel. Es fehlt leider ein wenig der Schnee. Die Landschaft ist zwar grandios, aber der Schnee wäre das Pünktchen auf dem i. Wir sehen unheimlich viele Schwäne, das ist uns letztes Jahr überhaupt nicht so aufgefallen, und wir haben wirklich Bedenken, dass einer dieser tieffliegenden Vögel unseren Alkoven erwischt.

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Auf Eriskay fahren wir sofort zum Fährterminal.

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Duschen und Ent(Ver)sorgen am Fährterminal auf Eriskay

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Eriskay

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Wir haben die Hoffnung, dass man inzwischen die Duschen auf die neue Pfund-Münze umgestellt hat und entsorgen müssen wir auch noch. Die Duschen sind umgestellt und wir gehen alle nacheinander erst mal duschen. Ein wenig Sorgen mache ich mir um unsere Aufbaubatterien. Obwohl wir viel gefahren sind, scheinen sie nicht richtig voll zu werden. Ja, immerhin sind sie schon sechs Jahre alt und dürften ihren Zenit schon überschritten haben, aber ein Ausfall hier oben im Norden, wo man zu dieser Jahreszeit nur sehr schwierig an Landstrom kommt, wäre schon blöd.

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Sonnenuntergang auf Eriskay

Viel los ist am Fährterminal nicht, ab und an kommt ein Auto auf den Parkplatz gebrettert, dreht drei Runden und fährt mit quietschenden Reifen wieder die Straße hoch Richtung Dorf. Dieses Schauspiel wiederholt sich dann so jede halbe Stunde, wobei wir den Sinn dieses schon oft beobachteten Unterfangens noch nie verstanden haben. Es ist schon dunkel als die kleine Fähre auftaucht. Mit uns nutzen nur noch zwei weitere Fahrzeuge die Fähre und wir bleiben alle während der 45 minütigen Überfahrt im Auto sitzen, sehen würde man ja sowieso nicht. Auf dem Navi kann man beobachten, wie sich die Fähre zwischen den vielen kleinen Inseln durchschlängelt. Auf Barra angekommen stellt sich nun die Frage: Was tun? Da wir keine Lust auf Kochen haben, fahren wir den East-Bound Richtung Castlebay, dem Hauptort der Insel. Unser erster Versuch im geöffneten und weihnachtlich illuminierten Heathbank Hotel etwas Essbares zu ergattern, scheitert kläglich, Auch im Castlebay Hotel gibt es Nichts, aber da aller gute Dinge drei sind, bekommen wir im Craigard Hotel etwas zu Essen. Es wundert uns doch ein wenig, aber in der Lounge Bar sind wir die einzigen Gäste. Gut, in der Public Bar des Hotels ist einiges los. Aber da darf unser Tochter nicht rein.

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weihnachtlich illuminierte Calmac in Castlebay

Für den Rückweg wählen wir den West-Bound um die Insel und nehmen den Abzweig zum Flughafen, wo noch vor sieben Jahren im Sommer gut und gerne zehn Wohnmobile und Wohnwagen in den Dünen standen. Nun sind alle Zufahrten mit Holzpflöcken versperrt, Camping not allowed. Wir fahren weiter nach Eoligarry ans Jetty. Dort gibt es Frischwasser, man kann entsorgen und hat einen phantastischen Ausblick auf das Meer und die Hebriden. Wir sind natürlich alleine und stellen uns auf diesen schönen Stellplatz.

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gleich geht die Sonne auf

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Der Morgen beginnt erneut mit einem spektakulären Sonnenaufgang - was gibt es schöneres als an so einem Ort beim Frühstück zu sitzen und so einen Sonnenaufgang zu erleben? Gut...unsere Tochter beschwert sich über die miserable bzw. nicht vorhandene Internetverbindung, aber man kann halt auch nicht Alles haben.

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Sonnenaufgang am SP in Eoligarry


Nach dem Frühstück geht es zum Christmas Shopping nach Castlebay. Ich gebe zu Bedenken, dass das Angebot bei drei Geschäften jetzt nicht so üppig sein wird. Da der Rest der Familie meine Bedenken nicht teilt und wir noch keine Christmas Cracker an Bord haben, machen wir uns auf den Weg nach Castlebay. Unterwegs fällt uns ein CP in Borve auf, direkt am Meer und der Straße gelegen.

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Castlebay City

Die Straße würde bei dem Verkehrsaufkommen nicht wirklich stören, aber er hat leider natürlich geschlossen. Wie vermutet ist das Angebot in den ersten zwei Geschäften dann auch relativ überschaubar und so legen wir erstmal eine Pause im “Hebridean Toffee factory and The Deck cafe” ein. Recht merkwürdig ist, dass durchaus “Hot and Cold Snacks” serviert werden, man die Innengastronomie aber im Winter geschlossen hat. Draußen kann man sich aber gerne einen Tisch aussuchen. Das macht bei 3°C Temperatur und selbst sehr schönen Wetter unserer Meinung nach nur bedingt Sinn. Dafür hat man von der Terrasse aber einen schönen Blick auf das Cismul Castle, Besichtigung im Winter leider nicht möglich.

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Cismul Castle

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die Terrasse, bei 3°C ein wenig frisch

Das dritte Geschäft hat dann wenigstens Postkarten, Souvenirs und Infomaterial zu bieten. Zudem bekommen wir die Telefonnummer des CP-Betreibers, der hoch erfreut ist uns den CP für 15£ die Nacht zu öffnen. Zudem gibt es kostenloses Wifi - das erfreut Teile der Familie zutiefst. Christmas Cracker bekommen wir tatsächlich auch noch, allerdings hat das letzte Paket hier auf Barra eine echt stolzen Preis. Aber Weihnachten ohne?!?! Bevor wir zum Campingplatz fahren und auf das Christkind warten, fahren wir auf die Insel Vatersay, die durch einen Damm mit Barra verbunden ist.

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Castlebay

Unterwegs kommt man an einen Haufen von Flugzeug Wrackteilen vorbei. Eine Hinweistafel erklärt, dass es die Reste von einem Flugzeug sind, welches hier 1944 während eines Übungsflugs abgestürzt ist und drei Menschenleben gefordert hat. Erstaunlich wie respektvoll und verantwortlich hier die Leute mit solch einer Sache umgehen, bei uns wären die Trümmer schon längst geklaut oder verunstaltet worden. --> Link

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Vatersay

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Wir laufen die paar Meter bis zum Strand und Paula geht in Erwartung der warmen CP-Duschen baden.

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Die Strände hier auf den Hebriden sind absolut sehenswert und erinnern mit ihrem weißen Sand und türkisem Wasser eher an die Karibik als an den hohen Norden. Wir haben den Strand und Dünen für uns ganz alleine. Ein wenig verloren kommt man sich auf dem riesigen Strand schon vor. Es fängt schon an zu dämmern, als wir das Tor zum CP aufmachen und wir anfangen uns auf den Heiligen Abend vorzubereiten. Schließlich muss noch der Baum geschmückt und das Futter für Santa’s Rentiere ausgestreut werden. Einige Zeit später klopft der Warden an Tür, um sich sein Geld abzuholen. Wenn wir noch länger oder nochmals hier bleiben möchten, sollten wir uns einfach irgendwo hinstellen, er würde das dann schon mitbekommen.

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CP in Borve

Er zeigt uns, wo man den Strom einschaltet und aktiviert auch den Wlan-Router, ganz wichtig! Der Abend wird ruhig, das Christkind schaut kurz vorbei, die Temperaturen sinken auf 0°C und wir werfen den Heizlüfter an. Landstrom hat schon seine Vorteile.
Christmas Day startet mit Regen und starkem Wind. Wir fahren durch Castlebay, wo nun absolut Nichts los ist, noch nicht mal mehr ein Auto tummelt sich auf der Hauptstrasse. Nur ein paar Schafe nutzen die Gelegenheit und grasen in den Vorgärten.

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irgendwo auf Barra

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absolut nichts los in Castlebay

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manche nutzen die Ruhe

Am Christmas Day hat wirklich alles geschlossen - Flughafen, Geschäfte und Hotels, alles hat zu. Gegen Mittag wird das Wetter zum Glück ein wenig besser und wir starten zu einer kurzen Wanderung am Flughafen. Der Strand ist gut und gerne zwei Kilometer lang und wir sind vollkommen alleine. Wieder tummeln sich nur ein paar Schafe am Strand und lutschen auf ein wenig Tang rum. Der Weg führt über den Strand zu einem kleinen Hügel und durch die Dünen zurück zum Flughafen.

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SP in Eoligarry

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Muschelzucht in Eoligarry

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Saint Barr's Church

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Jetty in Eoligarry

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:D

Wir fahren relativ früh wieder zum Jetty nach Eoligarry, Paula besteht darauf Krebse angeln zu gehen und zieht tatsächlich auch ein kleines Exemplar aus dem Wasser. In der Nähe vom Jetty werden auch Muscheln gezüchtet und wir laufen da Ebbe ist beim Rest vom Tageslicht zu den Gestellen. Leider wird das Wetter wieder schlechter und es fängt an zu regnen .Aber selbst bei so einem Wetter beeindruckt die Landschaft durch ihre Kulisse und Einsamkeit. Unsere Batterien werden zum Problem, gegen halb zehn schaltet sich das Wohnmobil selber aus und wir sitzen im Dunkeln. Zugegeben wir sind natürlich nicht viel gefahren, trotzdem scheinen die Batterien so langsam schlapp zu machen.

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Muschelsammler auf Barra

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Einsamkeit pur

to be continued...



Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

gnarz18 am 28 Jan 2019 19:55:44


Wenigstens regnet es am nächsten Morgen (Boxing Day) nicht. Wir fahren zuerst zum Flughafen und gehen in dem geöffneten Cafe etwas trinken. Wir sind die einzigen Gäste und die Anzeigetafel kündigt für heute ein Flugzeug aus Glasgow. Das wollen wir uns anschauen und so müssen wir uns ein wenig sputen, da eine Küstenwanderung auf dem Programm steht - an der ich im Nachhinein betrachtet besser nicht teilgenommen hätte. Die Wanderung führt von Tangasdale zuerst über einen Strand und dann über seichte Hügel zu einem alten Dun. Die Küste ist schnell erreicht und es ist ein mächtiges Getöse wenn die Wellen gegen Küste schlagen. Der Weg ist problemlos zu finden, da er durchgängig mit Pflöcken markiert ist. Das Dun selber ist “nur” ein Haufen Steine, aber die Aussicht ist schon grandios.

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Auf dem Rückweg passiert es dann. Ich rutsche aus, es macht knack und ich verdrehe mir recht ordentlich das Bein, diesmal das rechte. Es tut sofort wieder sauweh und Erinnerungen an 2011 werden wach, diesmal hat aber zum Glück das laute Knack-Geräusch gefehlt. Irgendwie ist diese Insel doch verflucht - kaum setze ich ein Fuß auf diese Insel, passiert schon was. Ich humpel gestützt auf meine GG so gut es geht - haha - zurück, während Paula meint, wir müssten langsam echt mal Gas geben. Das Flugzeug würde ja schließlich nicht auf mich und meinen Fuß warten. Nach gut einer Stunde sind wir wieder beim Auto und der Fuss ist so angeschwollen, dass ich noch nicht mal mehr barfuss in meine Croqs passe. Mit ein wenig roher Gewalt wird der Crocs gedehnt bis er passt und wir fahren zum Flughafen. Das Flugzeug ist leider schon gelandet, so bleibt uns nur der Start. Als einziger, von einem Linienflug angeflogenen Strandflughafen der Welt erfreut sich dieser kleine Flughafen natürlich großer Beliebtheit und es finden sich immer ein paar Leute zum “Spotten” ein. Es ist immer wieder spannend zu sehen, welchen Aufwand die Leute hier treiben. Diesmal muss ein älterer Herr im Rollstuhl mit. Dazu fährt seine Begleiterin mit ihrem PKW, instruiert von einem wild winkenden Flughafenmitarbeiter, auf den Strand neben das Flugzeug. Dann kommt ein Flughafenfahrzeug und bringt eine spezielle Trage. Anschließend wird der Mann, von zwei weiteren Flughafenmitarbeitern aus seinem Fahrzeug auf die Trage gesetzt und ins Flugzeug gehievt. Alles schon sehr gut organisiert. Nach und nach trudeln dann die anderen Passagiere und zu guter Letzt auch die Piloten ein und die kleine Maschine macht sich klar für den Start.

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Es spritzt gewaltig als das Flugzeug über den Strand rollt, aber schon nach ein paar Metern hebt es ab und verschwindet über unseren Köpfen in den Wolken. Nachdem dieser TOP erfüllt ist, müssen wir uns wohl oder übel um meinen Fuss kümmern und so fahren wir nach Castlebay ins Krankenhaus. Es ist das gleiche Prozedere wie vor 7 Jahren. Eine Krankenschwester wackelt und zerrt an meinen Fuß rum und verschwindet nach ein paar Minuten, um mit dem Arzt zu telefonieren. Alles wie gehabt. Nur diesmal möchte sich der Arzt doch tatsächlich meinen Fuß auch mal anschauen. Da er auf Vatersay wohnt, dauert es eine Weile bis er im Krankenhaus ankommt und wir tratschen in der Zwischenzeit ein wenig mit der Krankenschwester. Es ist wie vermutet, den freien Stellplatz am Airport hat man dicht gemacht, weil es einfach zu viel wurde und die Leute sich anscheinend nicht zu benehmen wussten. Müll, Fäkalien und Zerstörungen an der Dünenlandschaft haben die Gemeinde zu diesem Schritt gezwungen. Immerhin gibt es inzwischen drei, wenn auch kleine CPs auf der Insel, somit sollte man schon unterkommen. Der Arzt kommt und meint, nach einen Blick in Computer, dass es recht anständig von mir wäre, nach sieben Jahren wieder nach Barra zu kommen um nun dem rechten Bein das Gleiche anzutun wie damals dem linken Bein. Wir sind uns aber dann beide einig, dass es diesmal kein Bruch sondern nur eine Verstauchung und eine Verletzung der Bänder sei. Aber da die Schwellung laut Arzt inzwischen “very impressive” ist, müsste ich, um sicher zu sein, nach Benbecula zum Röntgen. Also alles wie gehabt. Er schreibt mir eine Überweisung, drückt mir ein paar Drogen gegen die Schmerzen in die Hand und wünscht uns noch einen schönen Abend. Meine Mädels lassen es sich nicht nehmen, noch ein paar Leckereien im Supermarkt zu kaufen, dann fahren wir wieder nach Borve auf den CP. Wir müssen ja jetzt schließlich die morgige Fähre nach Eriskay buchen. Da der CP-Warden keine Lust hat am CP aufzuschlagen, legen wir die 15£ wie abgesprochen einfach auf den Tisch im Sanitärhaus.

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die erste Fähre nach Eriskay

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Am nächsten Morgen nehmen wir die erste Fähre nach Eriskay und fahren dann auch ziemlich zügig nach Benbecula ins Krankenhaus.

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Benbecula ist flach

Nach kurzer Wartezeit bin ich an der Reihe und zum Glück ist das Bein tatsächlich nicht gebrochen! Ich bekomme noch ein paar Drogen mehr gegen die Schmerzen (wobei ich die sowieso nicht vorhabe zu nehmen), einen schicken Verband und den Ratschlag mich auszuruhen und den Fuß zu kühlen. Bewegen soll ich ihn, aber in Maßen. Großartig durch die Gegend laufen kann ich mit dem Fuß also nicht und so beschließen wir, wieder Richtung Eriskay zu fahren.

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alte Kirche auf Benbecula

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über diverse Dämme geht es zurück nach Eriskay

Kurz vor dem Damm zu der kleinen Insel gibt es ein geöffnetes Cafe mit angeschlossenem CP. Der ist zwar geschlossen, aber man kann ja mal nachfragen. Die nette Dame vom Kilbride Cafe ruft den Campingplatzbesitzer an und natürlich können wir uns dort hinstellen. Er würde später vorbeikommen, das Geld kassieren und uns das Sanitärhaus aufschließen.

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CP in Kilbride

Der CP liegt leider direkt an der Straße, was im Sommer bestimmt ein wenig störend ist, aber jetzt im Winter kommt nur alle halbe Stunde mal ein Auto vorbei. Der CP-Warden ist auf jeden Fall recht mitteilsam, eine gute halbe Stunde quatschen wir über Gott und die Welt. Abends fahren wir zum Essen nach Eriskay ins “Am Politician”, einem Pub benannt nach dem Frachtschiff das hier vor Eriskay auf Grund lief und dessen spannende Geschichte in mehreren Filmen erzählt wird. Es geht dabei um viel Whisky. --> Link
Wir sind die einzigen Touristen im Pub. Eine Gruppe einheimischer Jugendlicher feiert Geburtstag - streng beäugt von den dazugehörigen Eltern an der Bar, die ihre Sprößlinge anschließend wieder nach Hause kutschieren dürfen. So richtig Stimmung kommt bei den Jugendlichen im Gegensatz zu ihren Eltern allerdings nicht auf.

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Polochar Inn

Am nächsten Morgen fahren wir gemütlich über South Uist. Unser erstes Ziel ist Lochboisdale an der Ostküste der Insel. Die Ostseite der Insel ist ziemlich gebirgig, nur spärlich besiedelt und recht unzugänglich. Von Lochboisdale gehen Fähren nach Oban und Uig. Wir steigen erst gar nicht aus, alle Geschäfte sind geschlossen und der ganze Ort wirkt verlassen. Wir fahren weiter zum Naturschutzgebiet Loch Druidibeg und machen Bekanntschaft mit ein paar Ponies, die kaum das wir mit dem Auto stehen bleiben angetrabt kommen.

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Loch Druidibeg

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"wilde" Ponies

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So eine Single Track Road ist eindeutig zu schmal für ein Wohnmobil und ein Pony. Die Straße am Loch Druidibeag vorbei bis nach Loch Sgioport ist eine der wenigen Möglichkeiten auf die Ostseite der Insel zu gelangen, von der Landschaft her ein echter Traum.

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verfallene Häuser bei Loch Sgioport

Nach einem kurzen Stop mit einer kleinen Mahlzeit im Kaledonian Cafe und Museum (das um diese Ziet selbstverständlich geschlossen hat) geht es über Benbecula Richtung North Uist.

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die Gegend wirkt z.T wie ausgestorben

Leider wird das Wetter je weiter wir nach Norden kommen immer schlechter und es wird sogar richtig stürmisch. Wir fahren an der Westseite von North Uist bis nach Lochmaddy in der Hoffnung, dort was zu Essen zu bekommen. Aber leider hat die Küche vom Lochmaddy Hotel geschlossen. Vorher besuchen wir allerdings noch das Museum, welches sich im Taigh Chearsabhagh Museum & Arts Centre befindet. Die Dame ist so erfreut ein menschliches Wesen zu sehen, dass wir kostenlos ins Museum dürfen. Dort gibt es unter anderem interessante Ordner mit alten schwarzweiß Aufnahmen von den Äußeren Hebriden.

Die Bilder zeigen eindrucksvoll, wie das Leben früher hier und auf St.Kilda aussah. Trotz des schlechten Wetters kann man St.Kilda vor der Westküste von North Uist gut erkennen. Leider werden nur im Sommer Touren zu dieser Inselgruppe angeboten. Auf jeden Fall ein Ziel, das noch auf unserer Agenda steht, vor allem wenn man die spannende Geschichte dieser Insel liest.

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Für die Nacht stellen wir uns in Berneray ans Fährterminal, da die Fähre nach Harris schon um kurz nach 8 Uhr gehen soll und wir nicht gebucht haben. Eigentlich wollten wir in diesem Urlaub gar nicht nach Lewis/Harris, aber hier auf Uist gibt es nicht mehr allzu viel für uns zu tun, zumindest nicht mit so einem Fuss. Die Nacht wird richtig stürmisch und wir müssen mitten in der Nacht 2x das Auto umparken, um wieder “richtig” im Wind zu stehen. Die Überfahrt verzögert sich dann natürlich auch aufgrund der Wetterlage und erst um kurz nach neun kommt die Fähre angefahren. Das hat natürlich den Vorteil, dass man wenigstens etwas bei der Überfahrt sieht. Die See ist recht rau und die Autos in der ersten Reihe bekommen eine schöne Salzwasserdusche.

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auf dem Weg nach Leverburgh

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Leverburgh

Man muss sagen, dass die Calmac schon recht gut organisiert ist, über die App kann man immer den aktuellen Status der Verbindungen abfragen und kostenloses Internet gibt es auch auf den meisten Fähren bzw. an den meisten Terminals.

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es ist noch früh als wir auf Harris ankommen

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In Leverburgh hat natürlich leider alles geschlossen, noch nicht mal mehr ein “Cafe to go” ist zu bekommen und so fahren wir weiter nach Tarbert. In einem Flyer wirbt die Destille damit, dass sie “around the year” geöffnet hat. Hat sie natürlich nicht und im nahen Tweed-Geschäft meint man, dass die Destillery erst Mitte Januar wieder öffnet. Das ärgert uns und eine Reihe anderer Touris, die auch an der Eingangstür der Destille kratzen. Kein Schild weist auf die momentane Schließung hin und wir sind alle der Meinung, dass wenn sich im Winter Touristen auf die Hebriden verirren, dann doch wohl über Weihnachten und Neujahr. Man könnte evtl. sogar die ein oder andere Flasche Gin (der Whisky ist noch nicht soweit) verkaufen. Den Gin gibt es noch nicht einmal im hiesigen Supermarkt zu kaufen. Insider Tipp: das Harris Hotel hat die ein oder andere Flasche für den freien Verkauf auf Lager.

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schwimmende Schafe sieht man selten

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auf dem Weg nach Tarbert

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auch die Calmac ist schon da

In solchen Angelegenheiten sind die Schotten hier oben einfach zu unflexibel. So sitzen wir z.B. an Neujahr abends im Pub des Hebridean Hotel, kommt ein älterer Mann herein und fragt nach einem Zimmer, sagt der Bar-Keeper: “Geht leider nicht, da die Rezeption nicht besetzt sei”. Der Mann fragt nach einem Abendessen, Antwort Bar-Keeper:” Heute kein Essen, nur Chips und Getränke”. Der Mann sagt brav Danke und geht um sein Glück woanders zu versuchen. Es dauert nicht wirklich lange und er kommt zurück, kauft den Vorrat an Chips auf und mit vier Dosen Bier dazu. Der arme Kerl hat dann draussen auf dem Parkplatz in seinem Auto die Nacht verbracht, wir treffen ihn nochmal auf der Überfahrt nach Uig. Die Menschen hier sind doch so gut vernetzt und irgendwo gibt es doch bestimmt ein B&B, welches der Bar-Keeper hätte anrufen können um dem Mann zu helfen. Normalerweise funktioniert Gastfreundschaft hier ziemlich gut, wie wir auch noch erfahren sollen.

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Hushinish

Aber zurück zu unserer Tour. Da es noch früh am Tage ist fahren wir von Tarbert nach Hushinish raus. Vorbei geht es an der alten Walfangstation über die sehr schön geführte Single Track Road bis zur Südwestspitze von Harris. Hier hat im Gegensatz zu letztem Jahr der Stellplatz bzw. CP geöffnet.Gegen eine Spende von nicht festgelegter Höhe darf man sich an das Dusch-/Toilettenhaus stellen.

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CP in Hushinish

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das Wetter wird leider schlechter

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der Ort Hushinish ist nicht besonders gross

Das Duschen ist mit 1£/3min nicht gerade günstig aber durchaus gerechtfertigt, da die Duschen sehr sauber sind und reichlich warmes Wasser bieten. Strom für unsere leidenden Batterien gibt es hier leider nicht, auch weiter oben am Stellplatz/CP mit Stromsäulen gibt es leider keinen Strom. Ein Schild klärt auf, dass die gewünschten Spenden leider die Kosten für den Strom nicht getragen hätten und man somit gezwungen gewesen sei, den Strom abzustellen (zumindest im Winter). Außer uns steht nur noch ein englisches Pärchen in einem rudimentär ausgebauten Crafter auf dem Stellplatz. Paula quält sich noch mal ins Wasser, während Uschi und ich ein wenig die Gegend erkunden. Am nächsten Morgen regnet es leider in Strömen und man kaum 100 Meter weit schauen. Das Entsorgen ist mit 3£ dann allerdings unverhältnismäßig teuer, aber man hat ja auch keine andere Wahl.

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wie immer im Winter ist viel Wild unterwegs

Da man bei so einem Wetter im Winter relativ wenig unternehmen kann, beschließen wir zum Shoppen nach Stornoway zu fahren, wobei auch in dieser kleinen Stadt das Angebot relativ überschaubar ist. Unser Shoppingerlebnis beschränkt sich dann auch nur auf den Kauf von ein paar Postkarten plus Briefmarken und eines billigen chinesischen Heizlüfters, unser bisher verwendeter Lüfter hat Weihnachten den Geist aufgegeben. Hier in Stornoway ist richtig viel los, es sind eine Menge Leute unterwegs und es bildet sich sogar ein kleiner Stau im Ortszentrum. Von Stornoway fahren wir zum nahen Tiumpian Head, dieser liegt auf einer Halbinsel und beherbergt einen etwas in die Jahre gekommenen Stevenson-Leuchtturm.

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Stevenson-Leuchtturm Tiumpian Head

In den Häusern am Leuchtturm wird aber wild gearbeitet und nächstes Jahr gibt es hier bestimmt schicke Ferienwohnungen. Die Küstenlandschaft ist sehr schön, die Halbinsel selber aber ist ziemlich besiedelt, da sie recht nahe an Stornoway liegt. Bei schönem Wetter kann man hier bestimmt schöne Küstenwanderungen machen. Aber das entfällt für uns im Moment, da das Wetter und mein Fuss dagegen sind. Wir fahren zurück nach Stornoway und nehmen die Pentland Road nach Carloway. Die Pentland Road ist eine schmale Single Track Road, die quer durch Lewis über eine riesige unbewohnte Moorfläche führt.

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Moor, Moor und nochmals Moor

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Die Straße wird im Winter nicht geräumt und ist auch sonst nicht unbedingt in einem guten Zustand. Auf den knapp 20km begegnen wir keinem anderen Fahrzeug. Die Landschaft ist absolut flach und bei dem regnerischen Wetter ziemlich trostlos, hat aber eine gewisse mystische Schönheit. Über Callanish, den Steinkreis lassen wir diesmal aus, geht es weiter nach Garrynahine. Dort nehmen wir den Abzweig auf die B8011 nach Uig (natürlich nicht das auf der Skye …). Irgendwann wird aus der B8011 die C39 und Straßenführung und -zustand passen sich der Nummerierung an. Wir tuckeln weiter nach Ardroil. Vor vielen Jahren wurden hier am Strand die berühmten Lewis Chessmen gefunden. Es gibt einen CP bzw. öffentliche Toiletten/Duschen. 5£ werden pro Nacht fällig, die Duschen kosten dann nochmal 1£. Stromanschlüsse gibt es leider nicht. Obwohl die Duschen und Toiletten öffentlich sind, kann man zumindest jetzt im Winter über die Sauberkeit nichts Negatives sagen. Und die Duschen liefern viel warmes Wasser. Der Silvesterabend verläuft absolut ruhig, kein Geböller, keine Party in der Nähe, nur ein paar Schafe die ums Wohnmobil laufen und irgendwas ausdiskutieren.

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C39

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CP in Ardroil

Am nächsten Morgen werden wir von der Sonne geweckt und sind daher früh unterwegs. Wir fahren von Ardroil weiter die Straße entlang Richtung Islibhig. Die kleine Single Track Road hat inzwischen gar keine Bezeichnung mehr, die britischen Straßenkategorien gehen glaube ich nur von A bis D und von 1 Ziffer bis 4 Ziffern. Egal, die Küste ist grandios und erinnert ein wenig an die Steilküsten von Orkney und Shettland.

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Zu unserem Erstaunen gibt es hier oben im absoluten Nichts eine kleine Distillery. Von der Abhainn Dearg Distillery haben wir noch nie etwas gehört, geschweige denn getrunken. Leider hat sie natürlich geschlossen. Die Küste ist auf jeden Fall ein Erlebnis, hier müsste man mal bei einem richtigen Sturm sein.

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Wir lassen uns für den Rückweg auf die Harris viel Zeit. Das Wetter ist traumhaft und so fahren wir kurzerhand doch an Tarbert vorbei um dem Luskentyre Beach noch einen Besuch abzustatten. Sehr schön! So sind am späten Nachmittag wieder in Tarbert.

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auf dem Weg zurück nach Tarbert

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Luskentyre Beach

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auch Andere sind auf der Suche nach dem Motiv

Kurz vor Tarbert gibt es einen neuen Shop, die Hebridean Design Company, die Kunst usw. verkauft. Wir geben viel zu viel Geld für schöne Dinge aus, aber irgendwann muss das mit dem Shoppen ja auch mal klappen und kommen mit dem sehr nette Ehepaar ins Gespräch. Sie kommen eigentlich aus Mittelengland und sind nun aus Liebe zur Landschaft der Äußeren Hebriden hierhin gezogen. Sie sind begeisterte Besitzer eines Hymers und als sie von unseren Batterieproblemen hören, bieten sie uns natürlich an, uns für die Nacht an den Shop zu stellen. Wir hätten Wasser, Strom und natürlich Wifi. Ist klar, wofür Paula plädiert...Wir freuen uns über die Gastfreundschaft und versprechen das Angebot anzunehmen. So kommt zum ersten Mal unser Adapter “britischer Stecker auf CE” zu Einsatz.

Bevor wir uns auf dem kleinen Parkplatz häuslich niederlassen fahren, wir nach Tarbert und schauen ob man uns dort im Hotel was zu Essen gibt. Ist leider nicht der Fall und wir probieren unser Glück auf Scalpay, allerdings auch ohne Erfolg. Für die Nacht stellen wir uns dann an den kleinen Laden und werfen die Bordküche an. Den Blick auf’s Meer gibt es hier auch noch dazu.

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Unser letzter Tag auf den Äußeren Hebriden bricht an und da unser Schiff erst gegen Mittag fährt, fahren wir noch ein Stück der “Golden Road”, die von kurz hinter Tarbert bis nach Rodel im Süden der Insel führt. Das Stück hatten wir letztes Jahr ausgelassen. Da die Sonne erst kurz über dem Horizont steht, bietet die Strasse ein phantastisches Panorama auf die Insel Skye. Leider müssen wir uns ein wenig beeilen, um die Runde zu schaffen.

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Golden Road

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Erfreulich ist, dass das Rodel Hotel anscheinend einen neuen Investor gefunden hat, denn es wird kräftig gebaut und renoviert. Hoffentlich werden hier nicht nur Ferienwohnungen angelegt. Trotz der knappen Zeit halten wir oft an, um Fotos zu machen. An manchen Motiven kann man einfach nicht vorbei fahren. Wir sind auf die Minute pünktlich wieder an der Fähre in Tarbert. Auch diese Fähre ist wieder vollkommen ausgebucht.

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viele verbringen die Fährfahrt schlafend :)

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Uig/Skye

Um kurz nach eins sind wir nach einer ruhigen Überfahrt wieder in Uig und fahren über Portree, Spean Bridge nach Fort William. Hier hat nun auch der Aldi nach langer Bauzeit geöffnet, das nutzen wir natürlich auch sofort. Ich muss meine GG sozusagen aus dem Laden rausziehen, ist doch hier der WSV für die britische Weihnachtsdeko in vollem Gange. In Fort William steppt der Bär, alle Restaurants sind gut gefüllt und nur mit einer halbstündigen Wartezeit bekommen wir einen Platz. Erstaunlich viele Asiaten besuchen anscheinend im Winter Schottland, schon auf dem Weg vorbei an der Woolen Mill in Spean Bridge sind uns schon zwei Reisebusse mit Asiaten aufgefallen. Auch hier in Fort William sind die Hälfte der Gäste im Restaurant Asiaten, schon komisch. Da die Womoparkplätze in Fort William ein Übernachten verbieten und auch recht laut an der Hauptstrasse gelegen sind, stellen wir uns für die Nacht an das Visitor Center vom Ben Nevis im gleichnamigen Glen.

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in Fort William steppt der Bär

Alleine sind wir nicht, fünf andere Wohnmobile kommen auf die gleiche Idee.
Recht früh am nächsten Morgen wird es auf dem Parkplatz dann aber ziemlich belebt, da die ersten Wanderer zum Ben Nevis aufbrechen. Der Gipfel liegt in Wolken und ab etwa 600 Meter fängt der Schnee an. So eine Winterbesteigung wäre natürlich schon der Hit, wenn ich nur gehen könnte.
Für den heutigen Tag haben wir eine ziemliche Strecke geplant. Wir wollen es bis nach Birmingham schaffen, um uns morgen Englands zweitgrößte Stadt anzuschauen. Von Fort William geht es durchs Glen Coe, über Bridge of Orchy, am Loch Lomand vorbei bis nach Glasgow. Hier beginnt dann die Autobahn und wir kommen wieder einigermaßen zügig voran. Die Gurkerei durch Schottland ist zwar schön, aber wenn man irgendwo ankommen möchte schon ein wenig nervig. Kurz vor achtzehn Uhr erreichen wir dann recht erschlagen den Campingplatz Chapel Lane Caravan and Motorhome Club Site. Mit 43 £/Nacht ist der Preis für Nichtmitglieder schon recht ambitioniert. Zum Glück wird unsere “International Camping Card vom ADAC” als Mitgliedslegitimation anerkannt und der Preis reduziert sich auf 27£ / Nacht. Der Platz ist recht groß und ziemlich gut besucht. Wie immer bei diesen Club-Plätzen sind die Anlagen in einem Top Zustand, die Duschen sind sauber und fördern jede Menge warmes Wasser. Den Abend verbringen wir dann in dem nahe gelegenen “Coach and Horse” in Weatheroak Hill. Das Essen ist so lala, aber das Bier aus der hauseigenen MicroBrewery ist lecker. Man merkt, dass der drohende Brexit schon das beherrschende Thema ist.

gnarz18 am 28 Jan 2019 19:56:44


Um vom CP in die City von Birmingham zu gelangen, gibt es mehrere Möglichkeiten, 40 Minuten Bus, Taxi und Zug und eigenes Auto. Wir entscheiden uns zunächst für die Kombination Taxi-Zug und wollen uns vom Taxi bis zur Bahnstation bringen lassen. Unterwegs sagt der Taxifahrer, er würde uns für 12£ auch direkt bis in die City fahren. Das Angebot nehmen wir natürlich an, da wir eigentlich auch wenig Lust haben, uns am Bahnsteig die Beine in den Bauch zu stehen. Mit 1°C ist es empfindlich kalt in Birmingham, vor allem wenn man gerade erst wieder mit dünner Socke in die Crocs passt. Außerdem ist das Bahnfahren wahrscheinlich für uns Drei so viel günstiger auch nicht. Unterwegs zeigt uns unser gesprächiger Taxifahrer noch ein wenig von der Stadt, erklärt uns wo man gut einkaufen kann, wo man was gutes zu Essen bekommt und schimpft ein wenig auf den bevorstehenden Brexit.
Mit knapp 12£ erreichen wir den Bullring - ein riesiges Einkaufszentrum, in dem man eigentlich alles bekommt.

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Wir schlendern durch das Zentrum, besuchen die Markthallen, Chinatown, diverse Fußgängerzonen und landen gegen Abend im Kanalviertel hinter der Mailbox (noch ein großes sehr schickes Einkaufszentrum). Hier in Birmingham gibt es viele Kanäle, auf denen früher die Narrowboote verkehrten. Es gibt eine Menge Gastronomie entlang der Kanäle und natürlich auch schicke Wohnhäuser.

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Fußgängerzone Birmingham

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Besonders gut gefällt uns Birmingham allerdings nicht. Das liegt vielleicht daran, dass Birmingham im Krieg viel abbekommen hat und daher von den alten Gebäuden und Industrieanlagen nicht viel übrig geblieben ist. Die Architektur der neu aufgebauten Innenstadt kommt recht langweilig daher. Auffällig sind leider auch die vielen Obdachlosen. Überall sieht man mit Karton ausgelegte Schlafplätze, deren “Bewohner” wohl auf der Suche nach der ein oder anderen Spende sind. Und an der Unterführung zur schicken Mailbox haben sich schon am Nachmittag die ersten einen Platz mit Dach über dem Kopf gesichert. Vollkommen stressfrei nehmen wir nach einem Abendessen für weitere 12£ ein Taxi zurück zum CP. Wir schlafen etwas länger und machen uns dann gegen zehn weiter Richtung Süden auf. Vollkommen stress -und staufrei geht es südlich um London herum bis nach Folkestone. Dort machen wir dann eine längere Pause. Normalerweise lassen wir Folkestone immer rechts liegen. Hier beginnt die M20 nach London, der Eurotunnel beginnt/endet hier und früher landeten hier die Hovercrafts. Diesmal wollten wir uns das kleine Städtchen aber mal anschauen.

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Leas Lift --> Link

Der Ort ist ganz nett, wenn auch er ein wenig runtergekommen aussieht. Am späten Nachmittag fahren wir dann wie üblich zu “unseren” Pub nach St Margaret's at Cliffe, ist strategisch einfach am günstigsten für die morgige Überfahrt. Wir essen und übernachten wir immer auf dem Privatparkplatz des Coastguards, natürlich mit der Erlaubnis des Besitzers.

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schon tausendmal gesehen... :D

Wir befürchten, dass es mit dieser Übernachtungsmöglichkeit bald vorbei sein wird, denn morgens stehen wie beim letzten mal mehrere polnische Kleinlaster auf dem öffentlichen Parkplatz zum Übernachten. Das Übernachten ist auf dem öffentlichen Bereich ganz klar verboten und trägt immer wieder zur Verärgerung der Anwohner bei. Somit ist es unserer Einschätzung nach nur eine Frage der Zeit, bis die Anwohner dem einen Riegel vorschieben. Die Überfahrt und Rückfahrt nach Aachen ist dann vollkommen ereignislos. Bis auf die Tatsache, dass in Dünkirchen wieder zwei Radmuttern lose sind, aber das hatten wir ja nach einem Aufenthalt am Coastguard auch schon mal ...

mantishrimp am 28 Jan 2019 20:33:27

Hallo,

danke für die super Fotos und den tollen Reisebericht :top:

Lancelot am 28 Jan 2019 20:36:23

Hab´s Dir ja schon im Blog geschrieben ...

Tolle Reise zu einem ungewöhnlichen Reiseziel zu ungewöhnlicher Zeit,
dazu ein Spitzen-Bericht und grandiose Fotos (wie immer von Dir )

Ganz großes Kino ... :daumen2:

:dankeschoen:

Tipsel am 28 Jan 2019 20:39:00

Wahnsinnsbilder

:daumen2:

Sprintertraum am 28 Jan 2019 20:46:28

Hallo
Genau so unsere Tour 2015 ( Herbst ). Als wär ich gestern da ...
Und deine Bilder sind der absolute Hammer.
Respekt, da kann der eine oder andere "Möchtegern Fotograf " noch was lernen.

Danke. Wunderschön !!!


nuvamic am 28 Jan 2019 21:09:29

Wunderschöne Bilder - aber irgendwie kam ich mir beim Mitfahren ein bissel getrieben vor. Hab nicht komplett mitgezählt, aber allzulang war eure Reise diesmal (leider) nicht, oder? Bin noch am Grübeln, ob sowas für mich als "Kurztrip" in Frage käme..... Was ist denn euer Limit (Minimum an Zeit)?

Und diese Inkonsequenz der Briten (hier am Beispiel Gastfreundschaft) passt ja auch ganz gut zur derzeitigen Gesamtlage dort. Danke auch für diese kleinen Eindrücke zwischendurch.

vosu99 am 28 Jan 2019 21:39:36

Ich bin immer noch sprachlos und völlig geflasht von Deinem Bericht :love: :love:
Sooooo wunderschön. Mega Fotos und toll geschrieben.

Dankeschön

wolfherm am 28 Jan 2019 22:06:56

Danke für den schönen Bericht und die grandiosen Fotos.

kukeulke am 28 Jan 2019 23:29:17

Ein super Bericht über eine tolle Gegend. Und Deine Fotos - einfach genial. Ich
hoffe, Deinem Fuß geht es mittlerweile besser...

... und die Geschichte mit den Radmuttern :confused:

Vielen Dank für Deinen toll bebilderten Reisebericht!

Lixeii am 29 Jan 2019 06:15:40

Hallo,

Vielen Dank für diesen tollen Bericht!

Wir waren im Sommer 2018 auf den Äußeren Hebriden es war so schön unsere Reise mit Euch noch einmal zu erleben.

Ich hoffe dem Fuß geht's besser.

Liebe Grüße

Lixeii

haroba am 29 Jan 2019 11:44:31

Moin!
Vielen Danke für Deinen tollen bericht!
Die Fotos sind einfach Spitze!

Munterholln!
Hartmut

tztz2000 am 29 Jan 2019 11:49:19

Einfach Klasse.... Bericht und Fotos! :top:


Mir wär's, ehrlich gesagt, um diese Jahreszeit zu kalt und zu düster dort! :ja:

iwoi am 29 Jan 2019 12:01:07

gratuliere zu den grandiosen, traumhaften Bildern. Müsste ich mich für eines entscheiden, was mir am besten gefällt, ich wüsste nicht welches!
Zuerst habe ich nur die Bilder angesehen! Erst danach den interessanten Reisebericht gelesen!

Solofahrer am 29 Jan 2019 14:02:03

Jetzt weiß ich, wo ich auch noch hin möchte! :wink:
X-mal in Schottland gewesen, aber noch nicht auf den Äußeren Hebriden. Da habe ich ja wirklich was verpasst.
Danke für diesen tollen, interessanten und grandios bebilderten Bericht :!:

peter1956 am 29 Jan 2019 17:20:32

Super tolle Bilder . Einfach fantastisch.
Vielen Dank, das wir die Reise anhand den Bildern miterleben durften. :bindafür: :bindafür: :bindafür:

Danke

volkermuenster am 29 Jan 2019 17:21:33

Vielen vielen lieben Dank für diesen tollen Bericht.

Der absolute Oberhammer sind aber die Fotos!! Mein Respekt!!

Diese Kombi - Bericht und Bilder - sorgen bei mir für ein unbedingtes Hinwollgefühl!!!

Gruß nach Aachen!
Volker

kleibeeke am 29 Jan 2019 17:37:09

Danke für den tollen Bericht.

Die Bilder sind der asolute Hammer.

Stefan-Claudia am 29 Jan 2019 19:17:24

Herzlichen Dank für deine tolle Arbeit, die du hier leistest!

Als Dank bekommst du einen wunderschönen Song von mir,
bei dem Ihr immer von der Straße nach Vatersay träumen könnt


:arrow: --> Link





avantixl am 29 Jan 2019 19:48:12

Hallo, Dank für diesen kurzweilig und mitreißend geschriebenen Bericht. Die Bilder sprechen für sich, besonders die in s/w (mag ich sowieso).
Könntest du etwas über deine Fotoausrüstung bzw. Bearbeitung der Bilder schreiben ?

Gruß Erwin

VS1400 am 30 Jan 2019 10:44:51

Respekt :gut:

Ein toller Bericht mit super Bildern.

Vielen Dank für die Zeit die du/ihr hierfür investierst :top:

Viele Grüße aus Ostwestfalen
Volker

hesida am 30 Jan 2019 15:33:39

Vielen, vielen Dank für den wunderschönen Bericht mit den noch phantastischeren Fotos.

Julia10 am 30 Jan 2019 15:41:19

Ich liebe aussagekräftige Fotos und in der Winterzeit ist das Licht, wie an Deinen Bildern zu sehen, besonders schön.

Klare Luft, weiter Blick und die Farben haben eine ganz besondere Strahlkraft.

Diese Blautöne sind fantastisch.

Die Motivwahl gefällt mir ausgesprochen gut :D

Danke für den Bericht und die Arbeit, die darin steckt.

Birgit1953 am 30 Jan 2019 15:50:59

Es was wunderschön mit Euch zu reisen.
Der Bericht und erst die Fotos - einfach klasse.

Wir hoffen, noch viel von Euch lesen zu dürfen.

Geht es dem Fuß wieder besser?
Viele Grüße von Birgit und Hans

stegi am 30 Jan 2019 18:07:16

Wow, toll, beeindruckend, phänomenat...
DANKE für diesen Bericht!!!
Stegi, der in einem Sommer mal vor langer Zeit als Reisebusfahrer dort oben herumkreuzte..und auf die Fähren rangierte...

gnarz18 am 30 Jan 2019 20:11:11

Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen. Es erfreut uns immer wieder, wenn Andere unsere Begeisterung für dieses schöne Land teilen.

Dem Familienfuß geht es deutlich besser ( :wink: wenn ich jetzt sage es geht ihm prächtig, muss ich ja morgen wieder Wasserkästen o.ä. schleppen – hihi).

Die wurden Fotos sind mit einer EOS 6D MK2 aufgenommen. Meine Lieblingsobjektiv war diesmal ein Sigma 12-24mm. Standardmäßig drauf für die Schnappschüsse am Wegesrand war Tamrom 28-300mm. Außerdem an Board waren auch noch von Canon 70-200mm und 17-35mm. Ein paar Fotos sind auch mit einer EOS M50 gemacht, die hat aber leider kurz vor dem Jahreswechsel :? den Geist aufgegeben. Was für den Stadttrip nach Birmingham echt ärgerlich war.

at novamiv: uns tut auch ein Wochenendtrip nach GB gut… :D Mit 2 Wochen Zeit kommt man aber gut auch in die entfernteren Gegenden. Man muss dann natürlich den einen oder anderen Tag reine Autofahrt einplanen, aber mit der Fährverbindung nach Newcastle sind wir von Aachen aus wirklich schnell weit im Norden der Inseln.

at tztz2000: düster? Ja, aber bei guter Wetterlage erst ab 15:30. Und dann ist auch Zeit für den Pub – wenn‘s den einen gibt und der hat auch noch offen. :D

at solofahrer: als Anglophiler echt noch nie auf den Äußeren Hebriden gewesen?!?!? :eek: Dann wird es aber Zeit. :ja: Der Brexit wird uns als GB-Fans doch hoffentlich nicht zu viele Steine in Weg legen.

at stefan-claudia: :D den mittlerweile sehr in die Jahre gekommen Tourbus der Vatersay Boys haben wir diesmal erstaunlicherweise auf der Barra und nicht auf Vatersay gesichtet. Im Winter spielen die Jungs aber leider nicht live in Castlebay. Im Sommer hat man da schon bessere Chancen.

Viele Grüße
Michael

Henri1 am 31 Jan 2019 07:44:55

Moin
Super geschrieben und schöne Fotos. Danke

Roman am 31 Jan 2019 09:35:49

Hallo Michael,

.....................................................................da ist man zunächst mal etwas sprachlos..... :D

:daumen2:

Wobei ich/wir da irgendwo schon ein bischen bei Thomas sind...nicht unbedingt was das "düstere" anbelangt..das würde mich nicht stören, da dieses tolle Licht im Winter da oben, zu einem großen Teil die Grundlage für die phantastischen Photos ist...aber die allgemeinen Rahmenbedingungen würden uns schon etwas Überwindung kosten...aber deshalb "schicken" wir ja immer dich da hoch, damit du uns diese tollen Bilder mit zurück bringst.... :D :lach:

Da sind aber einige HDR Sachen dabei....? ich denke anders sind die teilweise starken Kontraste nicht zu bewältigen.

Gruß
Roman

Roman am 31 Jan 2019 09:51:47

Nachfrage:

Nur zu meinem Verständnis...ist das jetzt der 2. Teil zu deinem letzten Bericht "Schottland I" ...?....

Gruß
Roman

gnarz18 am 31 Jan 2019 18:52:36

Hallo Roman,
ne ich war nur nicht besonders kreativ mit dem Titel. :D Und Ihr könnt uns ruhig weiterhin dort hin schicken. :ja:
Die "HDR"-Bilder sind jetzt keine klassischen HDRs mit drei Aufnahmen usw. sondern ein kontrastreicher s/w-Layer über das Originalbild gelegt mit einer schwachen Deckkraft.
Das wirkt dann ein wenig wie ein HDR, wobei Du absolut recht hast, dass es ziemlich schwierig ist diese starken Kontraste zu bewältigen.

Viele Grüße
Michael

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