Caravan
cw

unerklärlicher Stromeingang?


thomas56 am 06 Feb 2019 11:09:23

Hallo,

habe gestern gesehen, dass mein Fahrzeug bei völliger Dunkelheit einen Stromeingang von 1A anzeigt.
Ich habe schon gehört, dass Solar unter Strassenlaternen geladen hat, es aber nie geglaubt.

Wie gesagt, es war völlig dunkel, ausser der Rundumbeleuchtung ums Haus, da liegen die Lampen im Niveau aber tiefer als die Solarplatten.

Wo kommt der Strom her, oder stimmt da etwas nicht?

Der Victron Solarregler MPPT 100/30 war in der Nacht schon immer ständig am blinken.



Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

PaulKal am 06 Feb 2019 11:42:55

Da würde ich mal mit einem Multimeter nachmessen.
Bei den Batteriecomputern ist mir zuviel Elektronik drin.

DieselMitch am 06 Feb 2019 11:44:14

Das ist bestimmt diese ominöse "Freie Energie", die durch ein versteckt im Dach verbautes Perpetuum Mobile die Akkus lädt :eek: [/ironie]

Eventuell hat der MPPT einen "Hau wech"?
Klemm den ganzen Laden mal ab, wenn die Anzeige dann immer noch was misst, hast Du einen "kleinen Gremlin" in der Verkabelung.

Es bewahrheitet sich immer wieder: Wer viel misst, misst viel Mist! :mrgreen:

rkopka am 06 Feb 2019 13:20:50

PaulKal hat geschrieben:Da würde ich mal mit einem Multimeter nachmessen.
Bei den Batteriecomputern ist mir zuviel Elektronik drin.

Und im Multimeter ist keine drin ? Oder hast du noch alte Zeigerinstrumente mit nur einem Meßbereich ? :-)

RK

Bodimobil am 06 Feb 2019 13:27:09

Was sich ein Batteriecomputer da zusammenaddiert (Batteriekapazität) kann man vielleicht anzweifeln.
Die aktuelle Spannung und Strom sollten aber genauso stimmen wie bei einem Multimeter.

Gruß Andreas

Tinduck am 06 Feb 2019 13:57:36

Lädt da vielleicht die (LKW-)Starterbatterie aufgrund ihrer höheren Spannung die Aufbaubatterie über irgendeinen parasitären Nebenpfad? Es gab da mal eine Diskussion, dass das bei Solarreglern vorkommen kann, die Anschlüsse für Aufbau- und Starterbatterie haben.

Nur so ne Vermutung.... aber irgendwo muss der Saft ja herkommen.

Starterbatterie abklemmen und mal schauen, dann weiss mans ja.

bis denn,

Uwe

gespeert am 06 Feb 2019 14:13:29

Kann hinkommen, denn dunkel ist nicht 100% dunkel

thomas56 am 06 Feb 2019 14:21:08

hier ist es gerade am Himmel sehr bedeckt, Sonne ist gar nicht zu sehen und Eingang steht auf 1,5A.

Eine Verbindung zwischen Verbraucher und Starter besteht nicht!



Tinduck am 06 Feb 2019 14:29:03

Wieviel Wp auf dem Dach? Wir haben mit 200 Wp bei voller Bewölkung trotzdem ab und an mal ein halbes A Ladestrom... wenn Du deutlich mehr hast (oder bessere Zellen), wär das ja plausibel.

bis denn,

Uwe

thomas56 am 06 Feb 2019 14:38:51

An dem Victron hängen 260WP, die andere Anlage mit einem billigen CBE-Regler hat 240WP. Ich denke mal, dass bei dieser Witterung nur noch der Victron aktiv ist?

Meine letzten Fahrzeuge waren alle auf ca. 500Wp nachgerüstet, aber immer mit Votronic-Reglern und letzten Sommer mit dem Victron hatte ich zumindest gefühlt einen wesentlich höheren Ertrag!

PaulKal am 06 Feb 2019 18:56:00

Ich sach nur eins: Dunkle Energie!

felix52 am 06 Feb 2019 19:17:15

Vielleicht ist es einfach nur wärmer geworden. :)

Solarcomputer am 07 Feb 2019 01:23:12

Manche Batteriecomputer sind nicht temperaturkompensiert und dann verschiebt sich der Nullpunkt. D.h. statt 0,0 A wird dann ein Offset von zB 1,0 A gemessen. Dies führt dann zu weiteren falschen Berechnungen.

Wenn also der Offset, Abgleich (meist beim Einbau) im Sommer erfolgte, weicht dann in einem solchen Fall die Messung im Winter ab. Das hatte ich bei einem Batteriecomputer im Wohnmobil auch, Abhilfe war nur ein neuer Abgleich bei z.B. 0 °C durchzuführen, dann das gleiche Spiel wieder im Frühjahr, Sommer... letztendlich habe ich dann den kombinierten Solar- und BlueBatteriecomputer BlueBattery entwickelt und dabei darauf geachtet, dass dieser zwischen -20 °C und + 30°C stabil bleibt :)

Sonnige Grüsse
Kai

Stocki333 am 07 Feb 2019 12:38:16

Hallo Kai
Klingt schlüssig. Aber auf die Idee muß man erst mal kommen. Weisst du zufällig, wie der 500A Shunt von Victron sich bei den Temperaturschwankungen verhält. der wird ja bei den Lithianer gerne verbaut.
LG Franz

Solarcomputer am 07 Feb 2019 13:41:19

Hallo Franz,

der eigentliche Shunt besteht üblicherweise aus einer temperaturkompensierten Legierung. Der Temperaturgang ist daher meist in der Elektronik selbst begraben. Leider habe ich zu dem Victron keine Daten (bei mir war der Fehler mit einem Votronic).

Sonnige Grüße
Kai

Stocki333 am 07 Feb 2019 18:58:00

Danke wieder was gelernt.
Schönen Abend Franz

IchBinsWieder am 07 Feb 2019 20:33:27

Hallo Kai,

die Erwärmung bei 55A ist eine andere als bei z.B. 15A. Wie werden denn die unterschiedlichen Temperaturen bei unterschiedliche Ladeströme bei der Berechnung kompensiert?

Solarcomputer am 07 Feb 2019 21:28:52

Bei einem reinen abgesetzten Shunt spielt die Eigenerwärmung des Shunts keine Rolle, da die Legierung (Zusammensetzung aus verschiedenen Metallen) so abgestimmt ist, dass der Widerstand über den bedachten Temperaturbereich möglichst gleich bleibt. Damit ist der dem Strom proportional folgende Spannungsabfall über die Temperatur annähernd gleich.

Allerdings ist die Messelektronik, die den Spannungsabfall über den Shunt misst, auch temperaturabhängig: der Vorverstärker zum ADC hat meist keine temperaturkompensierten Widerstände, die den Verstärkungsfaktor festlegen. Daher müsste hier beim Vorverstärker die Temperatur gemessen und kompensiert werden. Auch ist die Referenzspannung des ADC meist nicht Temperaturstabil.

Bei BlueBattery hingegen wird ein temperaturkompensierte, ratiometrische (Referenzspannungsgang wird damit ausgeschaltet) Ausgangsspannung gemessen. Damit ist der Temperaturgang kompensiert. Gemessen habe ich hier im Bereich -20 °C bis +30 °C einen Drift von kleiner 0,02 A :) Das ist mit einem abgesetzten Shunt (wie bei Victron, Votronic etc) schwer zu bewerkstelligen.

Sonnige Grüsse
Kai

PaulKal am 10 Feb 2019 12:07:41

Ich verstehe die ganze Diskussion nicht!
Warum wird nicht einfach mal ein Amperemeter zwischengeschaltet und gesehen, ob denn tatsächlich ein Strom fließt?
Dann erübrigen sich alle anderen Vermutungen.....

Fließt dann tatsächlich ein Strom, würde ich jeden Zweig einzeln abklemmen und sehen, ob sich was verändert hat.
So müßte man doch zweifelsfrei feststellen können, woher der "Fehler" kommt.

Bodimobil am 10 Feb 2019 13:47:19

PaulKal hat geschrieben:Ich verstehe die ganze Diskussion nicht!
Warum wird nicht einfach mal ein Amperemeter zwischengeschaltet ....


Das wäre doch langweilig und die Forengemeinschaft hätte nichts zu rätseln. :lol:

Gruß Andreas

wibbing am 12 Feb 2019 07:50:31

Ein 500A Shunt hat bei 500A einen Spannungsabfall von 50 oder 75 mV. ( Er heizt dann mit 25 oder 37W ) Bei 1A hat er dann einen Spannungsabfall von 0.1 oder 0.15 mV.
Diese kleine Spannung muss verstärkt werden, damit man sie anzeigen oder damit rechnen kann.
So ein Batteriecomputer kostet nicht viel mehr wie 100 Teuro, also darf der Messverstärker vielleicht 20ct. kosten.
Der hat eine Offsetspannung von +/- 1mV.
Das ergibt bei 500A einen Messfehler von 2%.
Bei 1A dürfen das dann schon 1000% sein, natürlich temperaturabhängig.

Verwendet man in Serie zu einer 50A Sicherung einen 50A Shunt, so reduziert sich dieser Messfehler bei kleinen Strömen um den Faktor 10.

surfoldie11 am 12 Feb 2019 11:50:38

at PaulKal,
Ja so isses, hier schreiben einige sich die Finger wund weil sie offenbar nix anderes zu tun haben.
Besonders die mit geisteswissenschaftlicher Ausbildung oder gar keiner äußern sich oft zu techn. Problemen mit "Fachbeiträgen".
Ja bodi, es wäre langweilig, aber auch langsam lästig alle möglichen Erklärungen zum 10000sten Male wiederholt zu beschreiben.
unverständliche grüße, paul

Edit: Ich wiederhole, wer Watt für einen Haufen Schlick hält, sollte schon mal in Erwägung ziehen einen E-Kurs zu belegen.

Solarcomputer am 12 Feb 2019 13:14:32

wibbing hat geschrieben:Der hat eine Offsetspannung von +/- 1mV.
Das ergibt bei 500A einen Messfehler von 2%.


Ein Offsetfehler wird normalerweise pro Gerät abgeglichen, da dieser Offset recht statisch ist. Problematischer ist der Temperaturgang des Fehlers. Daher auch mein Hinweis, den Offset (falls möglich) im Winter zB bei 0°C und im Sommer bei 20°C abzugleichen.

wibbing hat geschrieben:Verwendet man in Serie zu einer 50A Sicherung einen 50A Shunt, so reduziert sich dieser Messfehler bei kleinen Strömen um den Faktor 10.

Das ist eine wirkungsvolle Methode, die Messabweichungen werden dadurch wesentlich kleiner. Die meisten Wohnmobile haben werksseitig sowieso eine Vorsicherung im Bereich 50 A bis 100 A. Nur wer einen Wechselrichter für Kaffee, Fön, etc. betreibt wird hier auf 200 A gehen müssen.

☀️Kai

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Solarregler direkt an die Batterien oder über den EBL?
Büttner MT Power Komplettanlage
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt