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Neue Entwicklung zur PKW-Maut in Deutschland 1, 2, 3


BadHunter am 07 Feb 2019 19:50:34

rkopka hat geschrieben:Wenn aber deutlich gesagt wird, daß genau um die Maut verringert wird und nur für die betroffenen, dann ist das was anderes.
Sonst hätten sie einfach die Steuer korrigiert und dann nach einiger Zeit eine Maut für alle eingeführt, und es hätte kaum Proteste gegeben.

RK


Und wo liegt da jetzt der Unterschied unterm Strich, ob der Gesetzgeber erstmal die Kfz-Steuern vorab schon gesenkt hätte und die gleiche Senkung später über eine Maut für alle erhoben hätte? Nur, weil dann weniger auswärtige Autofahrer überhaupt eine angebliche Bevorzugung der heimischen Bevölkerung mitbekommen hätten?

Wie gesagt, ich verstehe das Geschrei der Nachbarn, die schon lange die Maut für alle haben, nicht. Bisher konnten alle Autofahrer (bis auf die LKW seit einigen Jahren), egal welcher Herkunft, die Infrastruktur in D kostenlos nutzen, bezahlt wurde eben alles durch die Deutsche Bevölkerung über die Steuereinnahmen des Staates. Nun sollen eben zusätzlich auch die, die keine Kfz- und anderen Steuern (ausser vielleicht Mehrwertsteuer und Mineralölsteuer, die aber ja auch in allen anderen Ländern anfällt) im Land zahlen, für die Benutzung der Infrastruktur beteiligt werden...

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rkopka am 07 Feb 2019 19:52:29

geralds hat geschrieben:Fahre ich einmal mit meinem Womo (4,5t) nach Villach (da wohnt ein Freund) zahle ich in A mehr als in D die Jahresvignette kostet.
Oder was kosten 10 Tage mit dem PKW in D und wie viel in A?

Solange, wie in D >3,5t recht gut weg kommt. Aber das ist ja jetzt schon auf 7,5t (?) gesenkt worden. Noch ein paar Jahre und du hast auch eine OBU im Wagen und zahlst per km.
Die Rechnung mit den >3,5t in A ist halt immer so ein Extrembeispiel. Hier ist es eben einfach und alles >3,5t zahlt. Und wenn es dann noch ein älteres Womo und noch mit 3 Achsen ist, wird es umso teurer. Aber siehe Frankreich. Da kommt ein 3 Achser TI unter 3m vermutlich recht günstig davon. Mein 2 Achser 3,5t dafür teurer. Der FS ist nicht der einzige Grund, warum es in A so wenige (offizielle) >3,5t gibt.

Palmyra hat geschrieben:Ein neuer Smart mit 71 PS Automatikgetriebe und einem Schadstoffausstoss von 111 g CO2/ km kostet in D 20 € Steuer im Jahr - hier in Österreich 216 € im Jahr von der NOVA und anderen gefälligen Abgaben ganz zu schweigen
WomoTechnikService hat geschrieben:... das ist aber jetzt o.T., da kann ich ja als Gegenbeispiel das deutsche Wechselkennzeichen bringen, da zahlen wir trotzdem für beide Steuern und Versicherung im Gegensatz zu Österreich...

Ja, das war wohl nix. Nur Nachteile ohne Vorteile. Wer sich das ausgedacht hat ? Mit der gesparten NOVA eines günstigen 3,5t WOMOs, kannst du aber schon fast 70 Jahre lang Jahresvignetten kleben.

RK

wolfherm am 07 Feb 2019 20:13:32

Palmyra hat geschrieben:Nur mal als Beispiel

Ein neuer Smart mit 71 PS Automatikgetriebe und einem Schadstoffausstoss von 111 g CO2/ km kostet in D 20 € Steuer im Jahr - hier in Österreich 216 € im Jahr von der NOVA und anderen gefälligen Abgaben ganz zu schweigen

...


Ich hoffe, ich darf dir diesen Rat geben, ohne anzuecken: Du hättest ja auch hier bleiben können. :D

cbra am 07 Feb 2019 20:55:18

WomoTechnikService hat geschrieben:.....
... das ist aber jetzt o.T., da kann ich ja als Gegenbeispiel das deutsche Wechselkennzeichen bringen, da zahlen wir trotzdem für beide Steuern und Versicherung im Gegensatz zu Österreich...

LG Peter


erstens hätten die meisten hier keine möglichkeit fürs wechselkennzeichen ( unter 3,5t) und selbst das würde es bei einigen nicht aufwiegen.

aber diese diskussion ist mMn ja genauso themenverfehlung wie unser minister peinlich. was mMn die meisten österreicher stört ist der schmäh mit der ausländermaut via steuerrefundierung.

dass eine bemautung kommt halte ich überall für sinnvoll und nachvollziehbar, mir erschiene da halt eine massive erhöhung der mineralölsteuer am sinnvollsten europaweit mit einem schlüssel dass ein wesentlicher teil davon für infrastrukturmassnahmen im verkehrsbereich verwendet wird.

das hätte den vorteil dass damit vielleicht autozug / rola ausgebaut werden könnte, denn wenn es nur über strassenbetriebsfirmen abgewickelt wird wird da auch nur asphalt dafür angeschafft, und das ist zwar an manchen stellen absolut wichtig, insgesamt gesehen aber nicht immer und überall die beste lösung


die stzrassen sind oft in schlechtem zustand und überlastet, die schäden entestehen durch fahrzeuge, also sollte das entsprechend der fahrzeugnutzung verrechnet werden

rkopka am 07 Feb 2019 21:33:54

cbra hat geschrieben:erstens hätten die meisten hier keine möglichkeit fürs wechselkennzeichen ( unter 3,5t) und selbst das würde es bei einigen nicht aufwiegen.

Auch OT, nur zur Klarstellung: WK gibts in A für die gleiche Fahrzeuggruppe: z.B. Kraftrad oder Kraftwagen. D.h. PKW und LKW geht auf ein Kennzeichen.
Außerdem glaubst du, hier (wenn das das Forum meint) sind wirklich die meisten >3,5t ?

RK

babenhausen am 08 Feb 2019 10:01:21

Ein schöner Artikel über die Mautklage unserer südlichen Nachbarn
Sehr schön zu lesen wie die Klage zerpflückt wird ;D
--> Link
Jetzt haben gewisse Kreise dort einen weiteren Grund um über die Piefke herzuziehen.

Jagstcamp-Widdern am 08 Feb 2019 10:16:17

nat ist die idee einer "europavignette" (oder so ähnlich) gut und nützlich.
leider ist diese idee nicht zukunftsfähig, da in vielen ländern das ab-netz in form von privatisierung bereits komplett zerpflückt ist.
das ginge dann nur (wie bei lkw) über eine fahrleistungsabhängige maut in form der "obu für alle".
also, ich brauch das nicht...

allesbleibtgut
hartmut

Rico am 08 Feb 2019 19:17:42

Nur mal so aus Neugier:
Würden Österreich und die Schweiz ihren Bürgern die PKW-Maut auch via FzSteuer zurückzahlen, müssten sie doch die Maut erhöhen um wieder auf die gleichen Einnahmen zu kommen. Wer würde dann das gesamte bezahlen? Alle oder nur die Touristen?

schaetzelein am 09 Feb 2019 16:25:09

entweder hab ich`s überlesen oder ist bis jetzt bei dieser Diskussion noch niemand aufgefallen, dass der Straßenbau in Deutschland vom Staat finanziert wird. Wir bezahlen KFZ-Steuer um diese Straßenerhaltung zu finanzieren. In Österreich z.B. wird der Straßenbau von einer privaten Firma, die auch die Mautgebühren kassiert finanziert. Ich denke da liegt der große Unterschied. Werden wir also von unserm Staat über die KFZ-Steuer entlastet, ist das völlig rechtens, denn wir zahlen ja schon dafür.
Fragt doch mal bei ASFINAG nach, ob die euch Österreichern die Mautgebühren erlassen..der Staat Österreich hat da wahrscheinlich nicht viel zu sagen. Was der österreichische Staat mit eurer KFZ Steuer anstellt :gruebel: :nixweiss:

rkopka am 09 Feb 2019 17:23:43

schaetzelein hat geschrieben:dass der Straßenbau in Deutschland vom Staat finanziert wird. Wir bezahlen KFZ-Steuer um diese Straßenerhaltung zu finanzieren. In Österreich z.B. wird der Straßenbau von einer privaten Firma, die auch die Mautgebühren kassiert finanziert.

--> Link

Das ist wohl mehr ein Konstrukt mit irgendwelchen Vorteilen !? Immerhin gehört sie zu 100% dem Staat, der auch jeden Gewinn bekommt. 2016 1.9Mrd Einnahmen zu 1,2Mrd für Investitionen 2017. Ähnliche Systeme sind ja in D zumindest in Überlegung. Oder schon in der Praxis ?

Und auch in D gibts jetzt schon einige Mautstrecken, wie z.B. der Tunnel in Rostock.

Fragt doch mal bei ASFINAG nach, ob die euch Österreichern die Mautgebühren erlassen..der Staat Österreich hat da wahrscheinlich nicht viel zu sagen. Was der österreichische Staat mit eurer KFZ Steuer anstellt :gruebel: :nixweiss:

Vermutlich genauso wie in D eher Löcher stopfen. Zumal die Asfinag ja nur für einen Teil der Straßen verantwortlich ist.

RK

Labrador am 09 Feb 2019 17:32:44

Warten wir doch erst einmal ab was für eine Maut überhaupt kommt und wie die dann aussieht. Bisher weiss man gar nichts.
Grundsätzlich ist mir klar, dass ein Land wie Deutschland nicht dauerhaft ohne Pkw Maut sein wird, wenn alle Anliegerstaaten diese auch haben - leider :(

cbra am 09 Feb 2019 17:40:03

schaetzelein hat geschrieben:...
Fragt doch mal bei ASFINAG nach, ob die euch Österreichern die Mautgebühren erlassen..der Staat Österreich hat da wahrscheinlich nicht viel zu sagen. Was der österreichische Staat mit eurer KFZ Steuer anstellt :gruebel: :nixweiss:



Die ASFINAG wurde 1982 gegründet und ist eine Gesellschaft des Bundes. Unsere Aufgaben: Wir planen, finanzieren, bauen, erhalten, betreiben und bemauten 2.200 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen.

--> Link

und da ihr in GER relativ wenig kfz steuer verlangt ( mMn, nicht recherchiert) wirds halt irgendwann eng, also muss eine maut her - ist doch einfach und auch nix verwerfliches, mMn sogar vernünftig. - die aber nur anderen aufzuerlegen und selber nix leisten wollen ist ... naja ;)

rolf51 am 09 Feb 2019 17:46:42

Hallo,
wir Deutsche haben einige Argumente und Ausreden warum die Maut nur die Ausländer zahlen sollen.
Fakt ist doch, dass in den anderen Ländern die Maut Ausländer wie Einheimische bezahlen und darüber würde ich mich als Ausländer (Europäer) auch aufregen.
Daher Maut für alle oder sein lassen.
Wenn 130€ vergütet wird, freue ich mich, dann bekomme ich 110€ zurück da mein Smart nur 20€ Steuer im Jahr kostet. Wenn nicht, werde ich den Staat verklagen wergen Ungleichbehandlung :razz: :razz:
Es wird spannend bleiben und rate, dann unsere Nachbarn uns gleich zu tun, den Besitzern die jetzige Maut zu vergüten und dafür für Ausländer zu verdoppeln.
Damit sind die Befürworter zufrieden.

ManfredK am 09 Feb 2019 18:55:44

Eine Verrechnung mit der KFz-Steuer gibt es doch ohnehin nur für 2 Jahre.... dann werden wir in DE die gute alte KFZ-Steuer und die Maut bezahlen.... was soll daher die Aufregung.

hampshire am 09 Feb 2019 19:52:55

Die Klage gegen die Maut ist inhaltlich amüsant. Sie ist politisch motiviert und verfolgt ganz andere Ziele als die Verhinderung der Maut. Es geht nur um Spaltung.
Lasst Euch nicht anstecken von "wir" und "ihr zu sprechen. Widersteht dem Impuls mehr oder weniger weit hergeholte Vergleiche darüber anzustellen, wer was wo zu zahlen hat und ob das gerecht sei.

Inhaltlich ist verfolgt die Maut hauptsächlich zwei Ziele:
1.: alle Nutzer sollen für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur zahlen.
2.: Die Abgabe soll zweckgebunden sein - was Steuern nicht sind, auch wenn es hier mehrfach vermutet wurde.

Da der Steuertopf durch die Maut entlastet wird, soll diese Lastminderung an die Steuerzahler zurückgegeben werden. Da die Autofahrerlobby stark ist und deutsche Autofahrer sich sowieso als "Zahlmeister der Nation" fühlen hat man die KFZ-Steuer dafür ausgewählt. So lässt sich am Einfachsten argumentieren.

schaetzelein am 10 Feb 2019 13:27:38

ja Österreich hat das geschickt eingefädelt. Hat eine Gesellschaft gegründet, ist zwar Eigentümer, hat aber das Nießbrauchrecht an ihre Gesellschaft Asfinag abgegeben.
Somit kann der Staat doppelt kassieren, ohne dass es der Bürger bemerkt, KFZ-Steuer und Maut.
Sobald die Asfinag Überschüsse erwirtschaftet, muss sie die dem Staat abgeben 8)

Mir egal, wir in D müssen ja auch alles doppelt versteuern. Ich bin für eine Maut in Deutschland auf den Autobahnen. Wenn es mit Vignetten gelöst werden kann, dann versteh ich die Diskussion über die hohen Einführungskosten nicht. Wenn dann alle KFZ-Inhaber in Deutschland auf der Zulassungsstelle oder auf ihrem Rathaus (Bürgerbüro) oder sonst einer amtlichen Stelle eine kostenlose Vignette holen können, dann ist doch alles gut.
Ging doch mit den Umweltplaketten bis jetzt auch ganz einfach.

andwein am 10 Feb 2019 14:59:34

ManfredK hat geschrieben:Eine Verrechnung mit der KFz-Steuer gibt es doch ohnehin nur für 2 Jahre.... dann werden wir in DE die gute alte KFZ-Steuer und die Maut bezahlen.... was soll daher die Aufregung.

So sehe ich das auch, irgendeinen Grund wird es bestimmt geben um wieder zur vollen Kfz-Steuer zurückkehren zu können.
Gruß Andreas

MountainBiker am 10 Feb 2019 15:09:15

Hallo,

hier eine Info des BMVI - zur Infrastrukurabgabe (Maut):

Die Erhebung der Infrastrukturabgabe erfolgt mittels einer elektronischen Vignette (E-Vignette). Die Fahrberechtigung ist mit dem amtlichen Kraftfahrzeugkennzeichen verknüpft.


--> Link

da hier ist ein gewisses Informationsdefizit vohanden.

Kosten:
-Anpassung des bestehen Toll-Collect-Systems ist dafür notwendig (ich hoffe es wird nicht alles neu gebaut);
-Buchhaltungssysteme bei Zoll;
-Anpassung der Erhebung der Kfz-Steuer;
-Schaffung einer Buchungsmöglichkeit für E-Vignette (Nichtdeutsche Vekehrsteilnehmer),
-Personal für Kontrollen;
-Inkasso bei Verstößen;
... und und und

das gehen dreistellige Millionenbeträge über den Tisch!

babenhausen am 10 Feb 2019 15:32:46

Wenn das Toll Collect die Registrierung übernimm und deren Möglichkeiten genutzt werden können im Rahmen einer Erweiterung von Lkw auf PKW muss nichts gebaut werden denn Buchungsterminals stehen auch jetzt schon auch außerhalb Deutschlands vor den Grenzen an Autobahnen und großen Rasthöfen /Tankstellen zur Verfügung.
Genauso die technischen Kontrollmöglichkeiten in den Balken und Säulen.
Da bedarf es allenfalls Softwareerweiterungen und z. B. weitere Scanner.Hat erst bestens Funktioniert bei der Erweiterung der Maut von 12 auf 7,5 to.

BestiaNegra am 10 Feb 2019 18:28:51

'n Abend,

alles wird in Brüssel für Europa harmonisiert, selbst die Krümmung der Gurke.

Bei diesem wichtigen Thema aber versagt die EU völlig.

M.E. müssen in Europa alle Strassen wieder verstaatlicht werden, denn die Mobilität ist eine Staatsaufgabe. Die privaten Betreiber sind die Abzocker und Gewinner.

Die Kosten hierfür werden so wie in Deutschland über einen Grundtarif (KFZ-Steuer für die Vorhaltung der Strassen) und außerdem über die (dann vielleicht höhere) Mineralölsteuer finanziert, die in Europa einheitlich sein muss, um einen Tanktourismus zu verhindern. Wer viel fährt, zahlt automatisch an der Tanksäule mehr "Maut", und zwar meist dort, wo er fährt. Der ganze Quatsch mit Verwaltung für Maut und Kontrollen wie z.B. bei der ASFINAG entfällt völlig. Es ist keine neue Technik notwendig.

MountainBiker am 10 Feb 2019 18:30:31

Hallo,

Die Welt berichtete im Juni 2015, dass die Implementierung der Pkw-Maut knapp 450 Mio. Euro kosten könnte.


Nachlesbar in Wiki und Welt!

babenhausen am 10 Feb 2019 18:53:33

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,

Die Welt berichtete im Juni 2015, dass die Implementierung der Pkw-Maut knapp 450 Mio. Euro kosten könnte.

Nachlesbar in Wiki und Welt!


Seinerzeit hatte Toll Collect auch noch andere Eigentümer die Gewinnorientiert arbeiteten
inzwischen ist der Bund Eigentümer, wo gehen dann die Gewinne wohl hin?


--> Link

Ulf_L am 12 Feb 2019 14:16:32

Hallo

Wurde in Österreich nicht mit Einführung der Mautpflicht im Gegenzug die Absetzbarkeit der Kilometer zum Arbeitsplatz stark erhöht ? So von wegen Ausgleich der Mautzahlung bei den Einheimischen ... Ja ich weis, nicht jeder hat s dann so weit zur Arbeit, daß er die Jahresvignette ganz wieder drin hat, aber so ganz ehrlich wird die Argumentation von Österreich doch dann auch nicht geführt.

Gruß Ulf

rolf51 am 12 Feb 2019 17:11:42

Hallo Ulf,
hast Du mal die KFZ-Steuer höhe mit der Deutschen verglichen? Für meinen Zweitwagen würde ich das 10fache bezahlen.

Lagerfeld am 12 Feb 2019 17:18:09

Ist sicher richtig, auch meine Freunde aus Kindberg zahlen für ihren FLAIR drei Mal so viel wie ich an Versicherung bei den gleichen Bedingungen.

felix52 am 12 Feb 2019 20:53:43

Ich bin auch gespannt:


Die Perversionsneigung deutscher Steuereintreibungsbehörden spiegelt sich wider in deren Bescheiden!

Bei meinen Elektroautos bekomme ich 3 Tage nach Zulassung einen Steuerbescheid für die erste Zahlung 10 Jahre nach der Zulassung!
Juristisch eher "plemmi".
Immer pünktlich 3 Tage zu spät. Demnach zahle ich nix. Der Steuerbescheid bezieht sich nur darauf, dass ich NACH Ablauf der ersten ZEHN Jahre
dann doch 26 € pro Jahr und pro Fahrzeug eine Steuer von 26 € pro Jahr zu entrichten habe. Genauso "plemmi". Der ist verjährt nach 10 Jahren.

Aber wie wollen diese Fachbeamten insbesondere die Gegenrechnung der Maut mit gezahlten Kfz-Steuern abwickeln,wenn ich keine zahlen muss.
Das ist nur beamtentechnisch zuverstehen. Ich denke allerddings logisch. :mrgreen:
Vielleicht erlassen sie ja meinen Nachfahren die Erbschaftssteuer....... :freude:

Ist ja genauso unvorgeplant und echt bescheuert, wenn ich z. B. in Berlin trotz "E" Kennzeichnung auf dem Nummernschild eine Anzeige bekomme,
weil ich keine grüne E4 grüne Plakette auf der Frontscheibe habe. Bin ja eher E29. :lach:

geralds am 12 Feb 2019 22:29:53

felix52 hat geschrieben:I

Aber wie wollen diese Fachbeamten insbesondere die Gegenrechnung der Maut mit gezahlten Kfz-Steuern abwickeln,wenn ich keine zahlen muss.


Die selbe Frage stellt sich auch meine Bekannte, sie ist behindert und zahlt auch keine KFZ-Steuer.
Trifft aber auch alle die bisher einen Steuersatz unter 130€ zahlen.
Mein Sohn fährt auch nur so einen kleinen Stadtwagen und zahlt weit unter 130€.

Man darf gespannt sein.

Gruß Gerald

mv4 am 12 Feb 2019 22:49:56

Ein Wohnmobil bis 3,5 t zählt was über 288€ im Jahr

mv4 am 12 Feb 2019 22:52:26

Bis 4500kg sind es dann 368 € ....

ManfredK am 12 Feb 2019 23:38:19

Nein für Wohnmobile ist wie für PKW der maximale Betrag auf 130 € gedeckelt... bitte im Gesetz nachlesen bevor falsches gepostet wird. Das Gesetz ist hier bereits im Thread verlinkt.

felix52 am 13 Feb 2019 00:05:42

Wir haben dieses Jahr, oder habe ich das falsch verstanden(?), 20.000 neue Beamte (m/w/d) bekommen oder in Ausbildung.
Wird es dann noch schlimmer? :eek:

wolfherm am 13 Feb 2019 00:09:33

:thema: Vielen Dank.

wolfherm am 13 Feb 2019 00:28:12

Moderation:Nicht zum Thema passenden Beitrag entfernt. Bleibt bitte beim Thema. Vielen Dank.


mv4 am 13 Feb 2019 06:42:51

Sorry wusste ich nicht...ich habe mich auf den Mautrechner von Antenne Bayern verlassen...die müssten es ja wissen als Sprachrohr der CSU ....wo der ganze Quatsch ja ausgeheckt würde.

helmi9 am 13 Feb 2019 14:03:56

Eigentlich verstehe ich das Problem nicht wirklich. Deutsche Fahrzeugbesitzer zahlen über die KFZ-Steuer für den Erhalt der Straßeninfrastrucktur. Im Moment können alle die keine KFZ Steuer zahlen unsere Straßen kostenfrei nutzen. Das möchte man nun ändern und alle Nutzer sollen zahlen. Über die Maut würden die Deutschen nun doppelt für die Nutzung der Straßen zahlen. Also ist es doch nur gerecht den doppelt gezahlten Betrag zurück zu erstatten. Ob das System nun umständlich ist oder nicht steht hier nicht zur Debatte, einzig das Doppelte für eine Leistung bezahlen. Wer das nicht als Ungerecht empfindet kann sich ja mal überlegen wie er reagieren würde wenn er bei Ein und Ausfahrt auf einem Stellplatz die volle Gebühr an der Schranke zahlt.

Gruß Daniel

rkopka am 13 Feb 2019 14:28:28

helmi9 hat geschrieben:Deutsche Fahrzeugbesitzer zahlen über die KFZ-Steuer für den Erhalt der Straßeninfrastrucktur. ... Über die Maut würden die Deutschen nun doppelt für die Nutzung der Straßen zahlen. Also ist es doch nur gerecht den doppelt gezahlten Betrag zurück zu erstatten.

Dir ist schon klar, daß das ein großer Teil der Länder um D herum auch so macht, d.h. Steuer und Maut ? Zumal es ja auch genug Ausgaben abseits von AB und Bundesstraße gibt. D.h. wenn die D "Gerechtigkeit" in D erhalten, könnten sie das auch in anderen Ländern, die dann alles über die Maut machen, die dann leider etwas teurer ist, weil die Steuer der Einheimischen wegfällt, die in einigen Ländern recht hoch ist. Ist gut, wenn man nur zuhause bleibt. Wenn man in ein anderes Land will, dagegen...

In A macht die Steuer ca. 2.2Mrd(2016) aus (nur PKW), die ASFINAG kassiert ca. 1,2Mrd Maut. Wenn die Steuer nun gestrichen wird, heißt das, daß die Maut mind. auf das 3fache steigen muß. Wobei die Rechnung die LKW mal ja, mal nicht beinhaltet. Also käme wohl noch mehr zusammen. Bei Faktor 3 würde ich für den PKW deutlich weniger Maut (die Hälfte) als jetzt Steuer und Maut zahlen, würde mir also gefallen. Leider würde die Durchfahrt durch A dann für 10 Tage mind. €30 und für ein Jahr knapp €300 kosten. Diese Zahlen sind eher eine Milchmädchenrechnung. Ich fürchte es würde noch teurer, wenn man es wirklich gegenrechnen will.

RK

helmi9 am 13 Feb 2019 14:48:43

Jeder Verkehrsminister sollte selber wissen mit welcher Summe er zurecht kommt. Wenn es die Deutschen schaffen, mit einer relativ geringen Maut und den Mindereinahmen aus der KFZ Steuer zurecht zu kommen kann man ihnen das ja nicht zum Vorwurf machen. Wenn andere Länder, wo jetzt schon Maut bezahlt wird diese dann drastisch erhöhen müssen sollten sie mal über ihre Ausgaben nachdenken. :rolleyes:

Canadier am 13 Feb 2019 15:25:58

rkopka hat geschrieben: Wobei die Rechnung die LKW mal ja, mal nicht beinhaltet. Also käme wohl noch mehr zusammen.
RK

Meines Wissens bezahlen die A-LKW´s nur Steuern für die Tage wo sie auch in A sind. War früher zumindest so!
Deshalb standen früher in Kiefrersfelden und Schwarzbach an der Grenze die Parkanlagen am WE voll.

hampshire am 13 Feb 2019 15:45:27

helmi9 hat geschrieben:Jeder Verkehrsminister sollte selber wissen mit welcher Summe er zurecht kommt.


Die KFZ Steuer geht nicht an das Verkehrsministerium. Der Verkehsminister muss mit dem Etat auskommen, welchen er im Haushalt erhält.

Steuern sind definiert als Einnahmen ohne Verpflichtung zur Gegenleistung. Der Staat kann so viel KFZ Steuer einnehmen wie er will und muss nichts davon für den Straßenbau einsetzen.
Eine Abgabe oder Maut verpflichtet zu einer Gegenleistung. Mit der Maut erhält der Staat direkte Mittel mit der Verpflichtung eine Gegenleistung zu erbringen wie z.B. Den Erhalt der Straßen und Brücken. Diese Leistungen fallen in das Ressort des Verkehrsministeriums.

Die Verbindung von KFZ Steuer und Maut ist aus sachlicher Sicht völlig willkürlich. Politisch macht sie die Aussage: Wir sorgen dafür, dass die Belastung der KFZ Besitzer in Deutschland nicht steigt.
Letzteres glaube ich erst, wenn ich es sehe (und gerechnet habe).

babenhausen am 13 Feb 2019 15:59:48

Leute es soll doch keine Maut geben....

--> Link

Stimmt immer noch;
das ist keine Maut sondern eine "Infrastruckturabgabe" kapiert das endlich :lol:
die Cheffe hats doch gesagt :razz:

Canadier am 13 Feb 2019 16:04:31

babenhausen hat geschrieben:Leute es soll doch keine Maut geben....

--> Link

Stimmt immer noch;
das ist keine Maut sondern eine "Infrastruckturabgabe" kapiert das endlich :lol:
die Cheffe hats doch gesagt :razz:

Ääääh wie lange macht sie noch? Bild

wolfherm am 13 Feb 2019 16:28:39

:thema:

Moderation:Darum habe ich schon einmal gebeten. Ihr müsst auch nicht immer die ollen Kamellen wiederholen. Einiges hat schon einen langen Bart. Die nächsten fehlgeleiteten Beiträge werden wieder entfernt.


WomoTechnikService am 14 Feb 2019 12:00:18

helmi9 hat geschrieben:Mit der Maut erhält der Staat direkte Mittel mit der Verpflichtung eine Gegenleistung zu erbringen wie z.B. Den Erhalt der Straßen und Brücken.


Genau deswegen zahle ich lieber eine Maut als eine KFZ-Steuer und bin mit der jetzt geplanten Regelung völlig zufrieden.

LG Peter

mv4 am 14 Feb 2019 12:34:59

Peter ...wird das auch noch so sein wenn du die Maut zusätzlich zur Steuer bezahlen musst?

babenhausen am 14 Feb 2019 13:13:15

Es hat sich nun aus der Praxis gezeigt dass die Maut der Lkw zwar für den Erhalt der Straßen eingesetzt wird aber gleichzeitig Steuermittel die bisher dazu verwendet wurden auch entsprechend gekürzt wurden.

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