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flatso am 16 Feb 2019 18:41:14

Guten Tag,

Auf der Suche nach der beste Kompromissloesung fuer unser Hobby ist mir die folgende kontraintuitive und unkonventionelle Loesung von ein erfahrener Camper vorgeschlagen worden.

Zuerst die Grunddaten: Familie mit 2 Kinder (7 und 5 Ja.alt), hauptsaechlich im Sommer unterwegs, interessiert aber auch an Fruehlings- und Herbsttouren. Wir wollen sowohl kurze spontane Wochenende Eskapaden (Citybreaks oder Naturtrips) als auch laengere stationaere Campingplatz Episoden (mit kurze Ausfluege zwischendurch) erleben koennen. Kurz, die Moeglichkeit Stellplaetze nutzen zu koennen ohne die Mobilitaet zu verlieren wenn wir auf dem CP sind, anders gesagt die beste Loesung.

Also, ein kompakter WoMo (5.5-6,5m) fur die kuerzere Ausfluege, wo wir auch unter 3,5 To einigermassen schaffen, und fuer die laengere Touren einen kompakten Wohnwagen (z.B. den kurzen DeseoBox) dran haengen.

Argumente dafuer:

1. Stellplaetze nutzbar
2. WoWa lauft sehr einfach hinterher im windschatten der WoMo
3. Kinder koennen deren eigener Reich im WoWa einrichten (kein staendiger Ordnungsstress) fuer laengere CP Episoden
4. Der kompakte WoMo koennte eventuell benutzt werden um mobil vor Ort zu bleiben, und bietet auch die Moeglichkeit zu uebernachten falls man nicht unbedingt an den Tag wieder zum CP fahren will bzw. man hat was schoenes entdeckt und will da verweilen.
5. WoMo kann unter 3.5 To bleiben, fuer kurze Reisen absolut realistisch.
6. Fuer die grosse Tour loest der WoWa das Platzproblem, gibt uns Eltern mehr Intimitaet und Ruhe.

Dagegen:

1. Man vereint alle Nachteile von beide Konzepte (insbesonders die Parkingproblematik zuhause)
2. Ist ein kompaktes WoMo ueberhaupt einigermassen Stadttauglich? Ich habe nicht den Anspruch direkt im Zentrum von Florenz parken zu koennen, aber immerhin das ich mich einigermassen an touristische Ziele annaehern kann (viele Gemeinden und Attraktionen bieten mittlerweile WoMo Parkinmoeglichkeiten an).
Die meisten Lueferwagen die ich sehe sind Sprinter oder Ducatos in der 6-7m Klasse und die scheinen damit ueberall hinzukommen.
3. Da ich diese Loesung bis jetzt noch nie gesehen habe frage ich mich warum? Totaler Irrsinn?

Ich bin auf die Kommentare total gespannt.

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ducato666 am 16 Feb 2019 19:21:13

Problem an der Kombination ist, daß vieles dann unnötigerweise doppelt vorhanden wäre.
Im WoMo braucht ihr ja schon alles an Ausstattung, wenn ihr auch autark vom WoWa unterwegs sein wollt: 4 Betten, eine Sitzgruppe, eine Nasszelle und eine Küche.
Von einem Mini-Wohnwägelchen mit lediglich zwei Betten als Kinderzimmer abgesehen, wäre im WoWa hintendran dann einiges noch mal vorhanden.

Ein KaWa/Bulli/Lieferwagen mit Sitzbank und reichlich Stauplatz, in dem man zur Not auch mal drin übernachten kann (ohne großartigen Ausbau, max. Matratze und Gaskocher) kombiniert mit einem Wohnwagen habe ich schon öfters gesehen.

Ebenso die Variante, Vorzelt + Auto-Hänger hinten dran, um vor Ort mobil zu bleiben.

flatso am 16 Feb 2019 20:07:19

Klar das man eine redundante Kochgelegenheit und kleine Nasszelle im WoWa mitschleppt, aber der Arbeitspferd ist der WoMo und der bietet einige Vorteile gegnueber einen KaWa (bessere Raumausnutzung, bessere Isolation, mehr Grundrissoptionen, niedrigere Gewicht,weniger Wertverlust).
Ein ausgebauter KaWa bietet aber mehr Crashsicherheit.

Bin auf weitere Meinungen neugierig.

jfk007 am 16 Feb 2019 22:37:35

Du fragst nach der Stadttauglichkeit der Kombination, besonders des Zugfahrzeugs.
Neben der kompakten Länge (5,50 - 6,00 m sollten dann ausreichen) wäre auch die Breite wichtig - da würde ich drauf achten, dass Du nicht über 2,00 m kommst.
Und dann bist du doch wieder beim Kastenwagen - die breit ausladenden "Ärsche" der Teilintegrierten würde ich nicht unbedingt als stadttauglich bezeichnen (zumindest kann es in manchen engeren Gassen dann knapp werden.)

Und ja - ich würde dann durch aus nach einem Wohnwagen suchen, der nicht noch mal extra eine Küche (oder zumindest keine allzu umfangreiche) oder ein Komplettbad drin hat. Sowas dürfte es auch geben, zumindest unter etwas älteren Modellen.

Tinduck am 16 Feb 2019 22:54:56

Grösster Nachteil dürfte sein, dass auf der Fahrt ans Ziel Stellplätze zur Übernachtung raus sind, zumindest die meisten. Also doch wieder der ganze Sch... mit CP vorbuchen für die Zwischenübernachtung, mit allen Nachteilen (unflexibel, teuer, Schranke runter um 20:00 etc.).

Da würd ich für auf dem CP lieber ein grosses Zelt mitnehmen, in dem dann die Kinder ‚hausen‘.

bis denn,

Uwe

flatso am 16 Feb 2019 23:27:04

Ich habe eher an “schlankere” Fahrzeuge gedacht ala Exsis-i oder Compact-c Bauarten.
Warum sollen Stellplaetze dadurch nicht mehr ansteuerbar sein? Man uebernachtet und erledigt seine Sachen im WoMo, der WoWa wird nur am CP benutzt, am sonsten bleibt er mehr oder weniger als Anhaenger dran. Nach dieser Logik simd WoMo Fahrer die ein Autoanhaenger ziehen auch verbannt sein.

Elgeba am 17 Feb 2019 00:47:47

Mit einem Wohnwagen fährst Du ein Wohnwagengespann das nicht auf SP darf,ein Womo mit einem Transportanhänger ist da nicht von betroffen.

Gruß Bernd

RichyG am 17 Feb 2019 09:27:27

Guten Morgen Flatso,
wenn es denn kein Zelt sein sollte, such doch mal nach mini-caravans. Kann leider gerade keinen Link erstellen.
Die gibt es in den verschiedensten Preisgruppen und Ausstattungslinien. Auch ohne Küchen usw. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du damit mehr Probleme auf SP bekommen solltest, als jemand mit nem Transportanhänger. Wenn das Geld nicht soooo wichtig ist, wäre das eine Überlegung für mich wert.
Und handlich beim Fahren und rangieren sind die allermeisten allemal.

flatso am 17 Feb 2019 09:50:50

Zur Klarstellung, ein WoWa darf schlicht nicht auf den SP, selbst wenn er nicht als solches benutzt wird?
Die Idee ist sowas zu kaufen (Deseo Box 250)

--> Link

Es wird als Transportbox dienen und auf den CP als Kinderreich. Ich will sehen welcher arroganter WoMo Fahrer mir dann erzaehlt das ich damit auf den SP nicht darf.

Also ein schmales WoMo unter 3.5 To, zieht ein DeseoBox unter 750kg.
Praktikabel?

RichyG am 17 Feb 2019 10:14:38

Was auf einen SP "darf" bestimmt in erster Linie der Stellplatzbetreiber und - Besitzer. Ein entsprechendes Stellplatzgesetz gibt es meines Wissens (noch :mrgreen:) nicht :wink:
Im Gespräch ist meist vieles ganz einfach zu erklären, so meine Lebenserfahrung.
Aber war ja auch nur so eine Idee. Bei Bedarf wäre dies auf jeden Fall meine Variante.
Übrigens habe ich, gerade im Ausland, schon viele Gespanne auf SP gesehen. Und ich würde mich im Leben nicht darüber aufregen wollen. Iss aber schon wieder ein anderes heißes Eisen :wink:

RichyG am 17 Feb 2019 10:17:31

flatso hat geschrieben:Also ein schmales WoMo unter 3.5 To, zieht ein DeseoBox unter 750kg.
Praktikabel?

Ich sach :daumen2: praktikabel

tztz2000 am 17 Feb 2019 10:40:57

RichyG hat geschrieben:Ich sach :daumen2: praktikabel

Ich sehe das auch so.... aber....

.... viele SPs sind parzelliert und haben vielleicht 8 oder 9 m lange Felder. Da kann man sich nicht einfach mit ca. 12 m reinstellen, ohne andere Camper bei der Zufahrt nicht zu behindern. Das muss man halt von Fall zu Fall beurteilen. Mir fallen spontan einige Plätze ein, wo das nicht gehen würde, umgekehrt aber auch!

Und die Plätze, auf denen ein Verbotsschild für Wowas steht, die muss man auch meiden, egal, ob man den Wowa benutzt oder nicht.

hampshire am 17 Feb 2019 10:48:39

Wie wäre es mit einem KaWa mit 4 Schlafplätzen und einem Zeltanhänger wie aus diese --> Link ? GIbt kein Problem auf einem SP (Außer Gespannlänge) und schafft Wohnraum auf dem CP. Dazu gibt es noch Stauraum für Kram.
Wir haben mit KaWa 6m auch in engen Städten wie Toulouse keine Probleme.

tztz2000 am 17 Feb 2019 11:00:06

Zeltanhänger finde ich gut....

.... den kann man, wenn’s eng ist, auch abkoppeln und hochkant parken! :ja:

mantishrimp am 17 Feb 2019 11:02:44

Hallo,

Elgeba hat geschrieben:Mit einem Wohnwagen fährst Du ein Wohnwagengespann das nicht auf SP darf,ein Womo mit einem Transportanhänger ist da nicht von betroffen.
Gruß Bernd



flatso hat geschrieben:Zur Klarstellung, ein WoWa darf schlicht nicht auf den SP, selbst wenn er nicht als solches benutzt wird?


das stimmt so nicht, es gibt Plätze auf denen es verboten ist aber auch genügend auf denen Gespanne aus Wohnmobil und Wohnwagen erlaubt sind.
In einigen Stellplatzführern ist angegeben ob Gespanne erlaubt sind, es sollte also möglich sein einen Platz für die Nacht auf der Anreise zum Campingplatz zu finden.

Von Zeit zu Zeit hab ich mal einen Wohnwagen dranhängen und auf den Touren (meist drei bis vier Tage) von Bayern bis nach Niedersachsen gab es nie Probleme. Selbst bei Plätzen auf denen Wohnwagen nicht gerne gesehen werden findet man nach einem freundlichen Gespräch mit dem Platzwart oft eine Lösung.
Als Dauerlösung würde ich aber auch eine wesentlich kleineres Gespann bevorzugen, der Laika mit dem Fendt kam auf über 15 m und da sollte man schon wissen was man tut und vor allem wo man reinfährt.




RichyG am 17 Feb 2019 11:03:24

tztz2000 hat geschrieben:.... den kann man, wenn’s eng ist, auch abkoppeln und hochkant parken! :ja:

Und fällt dabei auch nicht aus dem Bett :wink:

Gast am 17 Feb 2019 11:17:05

Wir sind fast 30 Jahre mit genau dieser Kombi (Womo + Wowa) unterwegs gewesen, auch mit 2 Kindern, und das war eine geradezu ideale Lösung. Die Kids hatten einen eigenen Tagesraum und Bereich, wir hatten geniale Redundanz in den wichtigsten Ausstattungen (2. Klo, Heizung, Wasser....) Wir mussten nicht den Stellplatz aufgeben, wenn wir mal mit dem Zugfahrzeug zum Einkaufen waren. Für kleine Tagesfahrten ohne WoWa, bei Urlaubsreisen mit. Und Fahrten durch Innenstädte oder auf Fähren oder Rangieren auf Stellplätzen war trotz 14 m Länge gar kein Problem - aufgrund der langen Deichsel hatte das Gespann einen kleineren Wendekreis, als heute unser Truck. Für Familien kann diese Kombi also die perfekte Lösung sein.

Auf Stellplätzen wurden wir manchmal abgewiesen, meistens aber nach Hinweis auf die Autarkie konnten wir bleiben. Wichtig war nur, dass wir angekoppelt blieben. Wir haben uns immer als "langes Wohnmobil mit Knickgelenk" vorgestellt. Die Stellplatzbetreiber befürchten bei WoWas den Klogang in die Büsche. Wir waren mit unserer Kombi aber besser ausgestattet und autarker, als die meisten anderen Womos auf dem Stellplatz. Daher hat es meistens geklappt. Und wo nicht, sind wir halt weitergefahren. Wir konnten ja sogar freistehen. Und nur ganz wenige Male wurde uns ne zweite Stellplatzgebühr vorgerechnet, da sind wir dann auch stets weitergefahren. Also, machts ruhig...

Nette Grüße
Gode

Gast am 17 Feb 2019 12:22:38

Das war unsere Kombi bis ca. 1995 - ein Iveco Turbodaily 35C17, selbstusgebaut zum WoMo und ein ebenfalls selbstgebauter Wohnanhänger 3,5 to zGG mit 4 x 55 W Solar, Dusche, Festtoilette, 150 l Frischwasser und 80 l Abwasser, keine Festbetten:

Bild

Das war sie dann bis ca. 2005 - auf dem Iveco mittlerweile ein Hochdach mit Stauraumklappen und 2 x 55 W Solarfläche:

Bild

Das von 2005 bis 2013 - ein neuer Iveco 35C17V HPT 3.0 als WoMo:

Bild

Das von von 2014 - 2017 - ein neuer Wohnwagen, länger und höher und mehr Solarfläche:

Bild

Und das ist unsere Kombi heute - die Wohnkabine von 2014 auf den Truck montiert, und eine neue Wohnkabine (Shelter) auf das Wohnwagenfahrgestell von 2014:

Bild

Wir sind also von Lebensabschnitt zu Lebensabschnitt immer "größer" geworden. Vor 1995 gab es die Kombi noch mit nem Nissan Terrano, natürlich auch in rot und mit Antennen drauf. Aber hier wurde ja nach Kombi von WoMo + WoWa gefragt. Also seit fast 30 Jahren immer mit irgendwelchen Kombis unterwegs. Heute bringen wir fast 11 to auf die Straße bei rund 15 - 16 m Gespannlänge und 3,90 m Höhe. Was geblieben ist über all die Jahre ist die rote Farbe.

Nette Grüße
Gode

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