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Bimobil EX366 - Erfahrungen


RetoB am 18 Feb 2019 21:38:18

Hallo zusammen
Im Dezember 2016 haben meine Frau und ich ein Bimobil EX 366 nach unseren Vorstellungen bestellt und darauf unseren Kastenwagen La Strada Avanti L verkauft. Seit August 2017 sind wir nun stolze Besitzer von Jupi, so der Name unseres Camper. Diesen haben wir aus der Farbe, Jupiterrot, abgeleitet und er soll uns hoffentlich oft zum Jubeln bringen.

Gemäss Bimobil ist das Model EX366 ihr Bestseller, doch ist es recht schwierig Erfahrungen von Besitzern solcher Fahrzeuge auf dem Internet zu finden. Deshalb habe ich gedacht man könnte doch in diesem Forum ein entsprechendes Thema eröffnen und die in diesem Forum anwesenden Bimobil EX366 - Besitzer könnten ihre Erfahrungen hier zum Besten geben.

Am Anfang steht ja immer eine Art Pflichtenheft oder Wunschkatalog, was ein Camper für Anforderungen erfüllen sollte, jedenfalls bei uns war dies so. Ich muss dazu noch sagen, dass meine Frau und ich leidenschaftliche Naturfotografen sind und es uns in den letzten Jahren immer mehr den Ärmel in die "nächtliche" Fotografie reingezogen hat: Zuerst Langzeitbelichtung von Sternen zu Strichspuren oder den Mond mit einem starken Tele ablichten, dann natürlich die Polarlichter im Norden, wo wir schon mehrere Male mit und ohne Camper in Norwegen, Finnland und Island waren und weiter die Astrofotografie, wo es um Galaxien und Nebel geht, die man von Auge kaum oder gar nicht mehr sieht. Dabei ist man viel abseits an dunkeln Orten unterwegs, braucht einiges an Material, d.h. Platz im Fahrzeug, eine gute Heizung und genügend Strom. Unsere Anforderungen waren deshalb:

    Grössere Bodenfreiheit als beim Ducato (wir sind insbesondere die letzten Kilometer zu unseren Astrofoto-Spots oft auf unwegsamen Naturstrassen oder -wegen unterwegs)
    Zuschaltbarer Allradantrieb (Begründung erster Punkt)
    Genügend Platz auf dem Dach für Solarzellen (wir sind wegen der Astrofotografie grosse Stromverbraucher)
    Dieselheizung statt Gasheizung (in Island wie auch in Finnland kann man LPG nicht nachtanken und muss deshalb „improvisieren“)
    Bessere Isolation: Beim Kastenwagen geht sehr viel Wärme durch die nicht sehr dichte Schiebetür sowie die Frontverglasung und Front verloren, mögliche Isolationsmatten brauchen wiederum viel Platz
    Backofen (in den drei Monaten auf Island fehlte uns dieser extrem)
    Nicht schwerer als 3.5 Tonnen, da viele von uns befahrenen Strassen dieses Limit haben

Wir waren auf den einschlägigen Messen (Suisse Caravan Salon, Caravan-Salon Düsseldorf, Abenteuer Allrad Bad Kissingen etc.) und schauten zuerst verschiedene Kastenwagen an, schwenkten aber bald um zu kleinen "Expeditionsmobilen" mit eigenem Aufbau und Trennung von der Fahrerkabine. Insbesondere der Exploryx Impala sowie das Bimobil EX 366 hatten es uns angetan, beide haben Stärken und Schwächen, Camperkauf ist wie so vieles im Leben mit Kompromissen verbunden. Schlussendlich entschieden wir uns für das Bimobil: Etwas leichter, etwas mehr Platz, etwas günstiger und etwas schneller verfügbar.

Unsere Optionsliste versuchten wir so kurz wie möglich zu halten, insbesondere was Elektrik betrifft wollte ich als gelernter Elektromechaniker natürlich möglichst viel selbst machen. Die optisch augenscheinlichste Anpassung an unserem Bimobil EX 366 betrifft das Heck: Die Heckgarage geht bei uns gerade runter und ist nicht abgeknickt wie original. Dies bringt für uns entscheidend mehr Platz für unsere Astrofotoausrüstung. Die Reduktion des Böschungswinkel nehmen wir in Kauf. Ebenfalls haben wir auf ein Seitenfenster im Heck (am Kopfende des Bett) verzichtet, da wir dort sonst immer den Kopf im sowieso nicht sehr stabilen Verdunklungsrollo hätten. Heute würden wir auch auf das andere Heckfenster verzichten, denn es ist meistens verdunkelt und man drückt immer wieder mit den Füssen in den Verkunklungsrollo. Auch auf das Seitenfenster im Bad haben wir verzichtet, das Dachfenster genügt zum Lüften. Da wir viel im Fahrzeug duschen, war uns genügend Platz zum Duschen wichtig, deshalb haben wir auch auf ein Lavabo im Bad verzeichtet. Die Hände waschen kann man sich auch im Küchen-Lavabo und es gibt erst noch weniger zum Reinigen. Solarpanels haben meine Frau und ich später selber montiert (2x 145 WP von Wattstunde), als Spannungswander 12V-230V haben wir nur einen 300W Wandler von Votronic eingebaut, wir versuchen alles mit 12V zu betreiben und möglichst nichts über längere Zeit mit 230V, da dies viel Verlust bedeutet (z.Bsp. Laden von Akkus etc.). Weiter haben wir zusätzliche 12V-Steckdosen montiert und letztes Jahr die Thetford Cassettentoilette gegen ein Trockentrenntoilette von Natural Head's getauscht, hier im Forum gibt es ja sehr gute Anleitunten dazu (die alte Toilette/Cassette wäre noch gratis abzugeben). Wichtig war uns auch, dass der Platz unter der hinteren Sitzbank frei blieb, denn dieser ist perfekt für schwere Lebensmittel und Getränkeflaschen; Bimobil baut hier gern einen schweren 200Ah Aufbauakku sowie einen starken Wechselrichter ein, bei uns ist dies alles vorne im Schrank.

Nach rund 18 Monaten und 26'000km sind wir nach wie vor sehr begeistert vom Fahrzeug, es gibt nur wenige Punkte, die wir anders bestellen würden. Die erste Reise führte uns in die Pyrenäen. Da hatte ich grössere Probleme mit den für mich viel zu dünnen und zu harten Matratzen (wohl damit man die einzelnen Froliteller nicht spürt). Noch während der Reise haben wir einen Termin bei einem für Wohnmobil bekannten "Matratzen-Experten" vereinbart und nun dort dickere und weichere erhalten sowie auch das Frolisystem enger gesteckt. Dann ging es über Weihnachten - Neujahr in den Bayrischen Wald zum Langlaufen/Skaten. Es war genial, wie gut das Fahrzeug isoliert war und wie wenig wir heizen mussten. Einziges Problem war der verbaute FantasticVent, der am Morgen meistens tropfte weil sich an den Fliegengittern aus Metall und den Flügeln des Ventilators immer Kondenswasser bildete, sonst war das ganze Fahrzeug trocken. Wir merkten aber auch, dass die Aufbaubatterie mit 120Ah doch recht knapp bemessen war, längeres Freistehen ohne Solar ist da nicht möglich, der Kompressorkühlschrank ist einfach ein zu grosser Verbraucher. Hier werden wir sicher mal auf LiFeYPo4/LiFePo4 wechseln, auch hier bietet dieses Forum je extrem viel Wissen. Weiter verbrachten wir mehrere verlängerte Wochenenden im Goms/Walls zum Langlaufen und da es sehr schneereich war, waren wir mehrmals um unseren Allrad froh (zusammen mit den Winterpneus). Diesen Sommer waren wir eine Woche in Spanien und drei Wochen in Marokko, insbesondere in Marokko haben wir unsere Jupi sehr hart rangenommen (Dünen, Schotterpisten, Schlamm, Steine...) und die "Schwächen" schonungslos aufgedeckt: Die nur eingeklinkte Leiter zum fiel bereits bei "mittleren" Unebenheiten immer zu Boden, ebenso wie die obere Matratze. Aber auch die Hängekörbe im Schrank waren zu wenig gut befestigt und flogen aus der Halterung. Das war aber auch schon alles, d.h. fast alles ist wirklich sehr robust.

Nun ist der Bericht doch etwas lange geworden, ich hoffe das schreckt nicht ab und ich bin gespannt auf Erfahrungen von weitern Bimobil EX366 - Fahrerinnen und Fahrer.

Beste Grüsse aus der Westschweiz von
Reto

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marny am 18 Feb 2019 21:52:19

Hallo Reto -
das Fahrzeug hatten wir uns für einen Urlaub gemietet. Mit Hund war es letztendlich zu knapp bemessen und die nervige Bettenbauerei hat auch dazu geführt, dass wir eine andere Kaufentscheidung trafen.

Aber - die Leiter haben wir beim Fahren nie eingehängt belassen - die wurde immer unter den Bettdecken verstaut.

Ich weiss noch, dass ich mich ständig über den an die Wand anschlagenden Duschschlauch geärgert habe. Bei 120 Tsd. Euro eine miese Konstruktion. Hab dann ein Handtuch drumgewickelt.....für 14 Tage Normandie als Notbehelf ausreichend.

Das Fahrzeug war schon ein echter Blickfang...wir wurden immer mal angesprochen...

Schön dass es Euch so gut gefällt...

Lg, Marny

RetoB am 19 Feb 2019 12:42:11

Hallo Marni

Bezüglich Duschschlauch hast du absolut recht, dies ist wirklich keine sehr intelligente Lösung. Ich erinnere mich noch an unsere erste Fahrt, da haben wir auf der ersten Raststätte angehalten, da es immer so komisch aus der Dusche klopfte und wir nicht wussten, ob da noch jemand eingesperrt ist :) . Wir haben dann die Duschstange sowieso auf die andere Seite der Vorderwand montiert und befestigen den Schlauch jetzt jeweils mit einem Klett an der Stange.

Darf ich fragen, für was ein Fahrzeug ihr euch entschieden habt?

Beste Grüsse
Reto

marny am 24 Feb 2019 20:50:46

Hallo Reto - wir haben einen Hymer ML-T 570 mit einigen "Spezialitäten".
Lange haben wir diverse Bimobil-Modelle erwogen - der 366 war zu klein - andere dann zu gross - zu hoch. Unser alter Hund hätte nur über Rampe einsteigen können usw. usw...
Die Entscheidungen sind sehr individuell.
Wir sind den 366er zunächst sogar Probegefahren in der Kiesgrube. Dann im Urlaub haben wir vor allem die Vorzüge des höheren Fahrwerkes genossen. Einfach toll. Ich finde, allein deshalb macht der Allrad Sinn.

Nun sind wir zufrieden mit unserer Entscheidung. Obwohl ich Euch um die abschließbare Zwischentür beneide! :oops:

Hartmut1234 am 11 Aug 2019 22:43:35

Hallo Reto, wir haben unseren EX366 jetzt erst seit Februar 2019 und können noch nicht sehr viele Erfahrungen austauschen. Bimobil hat inzwischen das Problem mit dem Duschschlauch, der an die Kabinenwand schlägt gelöst. Es gibt jetzt einen Haken ( sonst als Deckenhaken bezeichnet) unterm Waschbecken montiert in den man den Schlauch einfach nach dem Duschen einhängt. Damit ist er weg von der Wand und schlägt beim Fahren dort nicht mehr an. Wenn Du Interesse hast, sag Bescheid, ich kann dir dann ein Foto anhängen, damit Du sieht, wie das genau aussieht. Ansonsten haben wir ziemlich das Standardmodell ohne Veränderungen außer 210 Ah Batterie und stärkerem Ladegerät.
Eine negative Erfahrung haben wir leider auch. Nach unserem 2ten Urlaub entstand eine sehr unangenehme Geruchsbelästigung im Fahrzeug. Da nichts faulendes in den Schänken „vergessen“ wurde, kann es sich nur um den Abwassertank handeln. Soetwas ist uns in 13 Jahren mit unserem alten Wohnmobil nie passiert. Die Nutzung ist genau gleich, wir kochen im Womo, waschen unser Geschirr im Womo und wir duschen immer im Womo - also alles genau gleich, wie in den 13 Jahren vorher. Hast Du auch damit schon Erfahrungen im Bimobil? Falls ja, was hast Du dagegen unternommen? Also wir haben einen Tank Refresher probiert, genützt hat es allerdings nicht viel. Ich habe immer noch die Abwasserpumpe von der Dusche in Verdacht und das Restwasser zwischen Dusche und Pumpe?
Das mit Deinem Hobby klingt auch interessant. Ich habe mich an die Astrofotogrfie noch nicht angetraut. Ich schau nur ab und zu mit meinem Teleskop in den Himmel. Da ich den Kofferraum im Standard belassen habe ist es eben auch schwierig das Teleskop mit Stativ etc zu verstauen, denn die übliche Beladung wie Tisch und Stühle müssen ja auch noch mit.
Grüße aus Baden Württemberg, Hartmut

fotoLux am 12 Aug 2019 07:50:23

Der EX 366 gefiel auch uns richtig gut. Kompakt und doch ein Bimobil typisch sehr gutes Raumgefühl.

Der mageren Zuladung wegen haben wir dann doch auf dieses Womo verzichtet: Mit Solarpanels, zwei Fahrrädern, einem stärkeren Akku, einem TV, der umfangreichen Fotoausrüstung, Schneeketten, den Wanderstiefeln, ein paar Packen Bier, dem Bergematerial, zwei, drei Dosen Ravioli etc. ist es einfach nicht möglich, < 3.5 Tonnen zu bleiben. Zudem erschien uns ein Frischwassertank von gerade mal 80 Liter für einen EX doch unanständig knapp bemessen.

Klar, dass Bimobil versucht, auch den Markt für Womos < 3.5 Tonnen zu bedienen. Und es scheint ja zu laufen. Wir aber sind dann bei einem gebrauchten EX 365 gelandet. Trotz eBikes, 670 WP auf dem Dach, schwerer Bergeausrüstung usw. schaffen wir es zu Zweit auch voll beladen nicht, an der 5 Tonnen-Marke zu kratzen.

Ideal wäre es, wenn Bimobil einen „EX 366 light“ bauen würde. Also ein 3.5 Tonnen Womo mit EX-Funktionalität, dessen Aufbau auch innen konsequent auf „light“ getrimmt wäre. Angesichts der zunehmenden „3.5 Tonnen-Bewusstseins“ und der zunehmend häufigeren Gewichtskontrollen halte ich es schon für denkbar, dass Bimobil bereits über die Bücher geht und an einem neuen Konzept für ihre Kabinen werkelt.

umobil am 12 Aug 2019 21:11:52

Anders herum - bei unserem letzten Besuch bei Bimobil stand dort ein EX 366 auf Iveco. Also dann eher 5t, beim neuen vielleicht noch mehr. Dieser war auf Kundenwunsch gebaut, TT Nature Head, Solar, diverse andere gute Ideen.
Man sagte uns, dass der Bau auf Iveco evtl. in Serie gehen soll. Immer noch kompakt, wenn auch natürlich etwas höher. Auf jeden Fall eine kleinere Alternative zum 365.

Tinduck am 12 Aug 2019 23:35:42

Ein möglichst autarkes, geländegängiges Expeditionsmobil mit normalem Womo-Komfort, viel Stauraum und deutlich unter 3 T Leergewicht?

Fällt unter das Thema eierlegende Wollmilchsau.

Wozu genau soll ein 200.000-Euro-Expeditionsmobil eigentlich unter 3,5 Tonnen bleiben? Um die 1500 Euro für den C1 zu sparen? Oder weil man auf dem Weg ins Gelände 150 km/h fahren muss? Verbotsschilder mit Gewichtsbeschränkungen an Feldwegen sind mir bisher nicht gehäuft aufgefallen.

Wenns unbedingt sein muss, dann halt ein möglichst kurzer Kasten mit Allrad, das reicht auch für nen matschigen Feldweg. Aber dann halt Abstriche beim Komfort und Stauraum.

Leichtbau hat in solchen Fahrzeugen, wie Bimobil sie baut, eh wenig zu suchen. Die Kunden wollen Solidität und keine Pappmöbel. Klar kann man auch mit Leichtbauweissware die Seidenstrasse fahren, aber mitunter fällt da schon mal ein Hängeschrank von der Wand...

bis denn,

Uwe

Gogolo am 13 Aug 2019 01:17:13

Uwe, du hast es auf den Punkt gebracht. Allrad und weniger als 3,5t schließen sich nahezu aus wenn man noch ein wenig Komfort haben möchte. Das Gogolobil hat ein zGg von 5,5t und wiegt fahrbereit mit allem Zubehör und vollen Tanks 4,6t. Ich habe ganz bewußt noch knapp eine Tonne "Luft" - und diese ist auf schlechten Wegen unbezahlbar um bei größeren plötzlichen Schlaglöchern ein Durchschlagen des Fahrwerks zu vermeiden. Nach 150km Wellblechpiste ist man sehr froh darüber.


Habe die Ehre

Gogolo

fotoLux am 13 Aug 2019 07:34:43

Ob Leichtbau = Pappmöbel weiss ich nicht, wage es aber zu bezweifeln.

Aber auch ich denke, dass ein „EX“ < 3.5 t schwierig zu realisieren ist. Auch die leichteste Kabine ändert nichts am Fahrzeuggewicht und der Tatsache, dass 100 Liter Diesel rund 100 kg schwer bleiben.

Gut fände ich es aber schon. Und zwar aus ökologischen Gründen. Je geringer das Gewicht eines Fahrzeugs ist, umso niedriger fallen - so viel ich weiss - die Schadstoffemissionen aus.

Klar, das hätte wie alles im Leben auch eine Kehrseite: Weil wahrscheinlich mehr dieser Fahrzeuge in den Verkehr kämen, würde das Ganze in ökologischer Hinsicht wohl bestenfalls auf ein Nullsummenspiel hinauslaufen.

Tinduck am 13 Aug 2019 18:58:12

Na ja.

Wenn ich ein Expeditionsmobil auf richtig schönes schweres Alteisen aufbaue, z. B. einen DB 1422 mit Allrad aus den 70ern oder 80ern, hat der Euro 0 (in Worten Null) und räuchert ganz gut, mit 20-25 Litern Verbrauch.

Dennoch wird der in seinem gesamten noch langen Leben nicht den CO2-Ausstoss erreichen, den die Herstellung eines neuen (auch leichteren) Fahrzeugs kostet. Deshalb kann man lange diskutieren,was wie die Umwelt schont.

Wer bei Reisen zuerst an die Umwelt denkt - sollte zuhause bleiben oder mit dem Fahrrad verreisen. :D Ob 3,5 oder 5 Tonnen macht den Kohl nicht fett, da liegen vielleicht 30% Verbrauch dazwischen. Und die Kilometerleistung von Womos ist gegenüber dem professionellen Schwerlastverkehr ein Furz im Winde.

bis denn,

Uwe

RetoB am 15 Aug 2019 03:54:27

Hartmut1234 hat geschrieben:Nach unserem 2ten Urlaub entstand eine sehr unangenehme Geruchsbelästigung im Fahrzeug. ... Hast Du auch damit schon Erfahrungen im Bimobil? Falls ja, was hast Du dagegen unternommen?
Grüße aus Baden Württemberg, Hartmut


Hallo Hartmut
Wir sind nach wie vor sehr zufrieden mit unserem Fahrzeug und möchten es mit keinem anderen tauschen. Seit Mai sind wir unterwegs in Russland, der Mongolei sowie den Stan-Staaten in Mittelasien und wir haben das Gefühl das optimale Fahrzeug für diese Reise zu haben. Eure Lösung mit dem Duschschlauch funktioniert bei uns nicht, da wir auf ein Lavabo in der Nasszelle verzichteten, auf ein Foto davon würde ich mich trotzdem freuen.
Wir hatten die Geruchsbelästigung am Anfang auch. Einerseits reinigen wir den Tank ab und zu mit heissem Seifenwasser, andererseits leeren wir ihn so oft wie möglich. Wir vermuten auch, dass sich die Siphons durch die Schüttlerei jeweils leeren... Von einem andern EX366-Besitzer, die wir auch mal zu diesem Punkt befragten, erhielten wir folgende Antwort: "Kaffeebohnen in einen Stoffsack geben und diesen auf dem Abwassertank befestigen." Wir haben dies aber nie selber ausprobiert.
Ich wünsche dir weiterhin viel Spass mit eurem Fahrzeug.

Beste Grüsse aus Kirgistan
Reto

P.S. Die 3.5 Tonnen-Limite ist für uns wichtig, da wir oft in dem Bergen unterwegs sind, wo es entsprechende Gewichtslimiten gibt. Ein WoMo ist immer ein Kompromiss...

Tinduck am 15 Aug 2019 10:26:09

Gegen Gestank aus dem Abwassertank hilft ein Wasserglas voll Chlorbleichlauge (Eau de Javel, Danchlorix) in den Abwassertank, direkt nach dem Leeren. Dann fängts nicht an zu müffeln.

Ist auch für die Umwelt kein Problem, bis zum Leeren ist das zu harmlosen Chloridionen (wie bei Kochsalz) abreagiert.

Was es bringen soll, Kaffebohnen auf den Abwassertank zu legen... ist wohl eher der esoterische Ansatz.

bis denn,

Uwe

Hartmut1234 am 17 Aug 2019 13:21:08

Hallo Reto,
WWOOWW! Ihr seid schon auf der Tour, von der wir noch träumen . Solche Träume haben unter anderem dazu geführt, dass wir uns mit dem Bimobil EX366 ein offensichtlich dazu geeignetes Fahrzeug angeschafft haben. Wir werden es aber noch ein paar Jahre in Urlaubszeit-tauglichen Gegenden ausprobieren, bevor wir dann zu einer solchen Fernreise damit aufbrechen können. Habe gestern Abend mal „Jupi“ und EX366 gegoogelt und Deine Webseite gefunden. Werde gleich noch weiterlesen - TOLL - ich freue mich drauf. Klasse dass Ihr die Daheimgebliebenen an der Reise teilhaben lasst! Den Tank habe ich inzwischen auch mal mit einer kleinen Pumpe ganz leer gemacht und dann trocken gelegt. Also ich denke, das ist ein Konstruktionsfehler, denn der Abflussschlauch ist seitlich und somit bleibt ca. 1cm hoch das Wasser im Tank stehen und dann müffelt es nach ein paar Tagen - damit müssen wir wohl leben - ist aber nicht gut gelöst. Solange man in Urlaub ist, hat man das Problem nicht, da ja ständig ein Austausch stattfindet und immer wieder entleert wird. Wenn man es weiß kann man auch entsprechend damit umgehen. Der Tank im alten Womo lief immer völlig leer somit gab es auch ohne Trockenlegung keinerlei Gerüche. Ansonsten sehen wir bisher auch absolut keine Probleme mit dem Auto. Wir waren aber bisher „leider“ nur in heimischen Gefilden unterwegs. Die 3,5 to sind für mich auch wichtig. Ich fahre unseren „Bus“ auch jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit, genauso wie unseren Vorgänger. Das war ein James Cook, daher der Name „Bus“. Irgendwie passt das nicht so wirklich zum jetzigen Auto, aber es ist so in unserem Sprachgebrauch drin. Ich muss mal rausfinden, wie ich Dir hier im Forum ein Bild einstellen kann (ich weiß nicht ob das geht?).
Ich beneide Dich auch um den sicherlich beeindruckenden Sternenhimmel, den Du in lichtarmen Gegenden zu sehen bekommst - ist sicher faszinierend. (Exkurs: hast Du den Pferdekopfnebel auf Deiner Webseite selbst fotografiert? Falls ja, Bewunderung! Da hast Du viel Geduld und viel Arbeit am Rechner eingebracht um solch eine Qualität hinzubekommen !!)
Euch noch viel Freude und weiterhin gutes Gelingen bei Eurer Reise - werde zusehen, dass ich das auf Deiner Seite weiterverfolge. Ich hoffe Ihr könnt nach eurer Rückkehr gesund und munter von diesem Abenteur berichten. Wie machst Du das eigentlich mit dem AdBlue? Gibt es das in diesen Gegenden der Welt auch zu kaufen, oder hast Du Dir einen entsprechenden Vorrat mitgenommen? Das wäre doch viel zu viel? Oder hast Du von Mercedes das System deaktivieren lassen? Ich hätte noch so viele Fragen bezüglich Eurer Reise, Planung, Vorbereitung usw.usw., die nichts mit dem Thema „Zufriedenheit mit dem EX366“ zu tun haben, und daher natürlich nicht hierher gehören. Eine Frage noch zum Auto: ich habe gesehen, dass Du die Anfangsbereifung gegen AT-Bereifung getauscht hast - welche Größe ist das und passen die auf die Standardfelgen. Musstest Du eine Tachoanpassung durchführen lassen, oder konntest Du die Reifen einfach statt der Standardreifen montieren lassen?
Grüße aus Baden Württemberg
Hartmut
(klingt aber nicht so toll wie Kirgistan , oder Seid Ihr inzwischen schon weiter?)

Hallo Uwe,
Also das mit den Kaffebohnen ..... ist sicher eine coole Sache ..... aber da denke ich wie Du.... ist eher was für „abgehobene Welten“. Der Tipp mit Eau de Javel klingt Erfolg versprechender. Werd ich mal probieren, wenn es nochmals zu riechen beginnt. Nach der Trockenlegung hat es aufgehört. Aber wenn es mal wieder übers Wochenende auf ‚ne kleine Tour geht, habe ich nicht jedes Mal Lust zur Tankreinigung - also wird dann wohl die Chemie helfen müssen. Klingt aber ja nicht so umweltschädlich, was Du schreibst. Danke für den Tipp.

DigiMik am 18 Aug 2019 02:57:40

Moinsen,

der Muffel ist dem flachen Siphon geschuldet, der nach dem Entsorgen oder forschen Kurvenfahrten leer läuft. Im Fahrzeug entsteht ein Unterdruck und der Muffel wird hinein gesogen.
Abhilfe: Nach dem Entsorgen ein Schluck Javel und den Siphon füllen.

Ich hab mir den 366 mal angesehen und mir gefällt er eigentlich, weil er Wohnen und bedingte OffRoad-Tauglichkeit halbwegs unter einem Hut bringt. Allerdings gehört der IMHO auf ein 5T Fahrgestell, muss man ja nicht ausreizen.
Wenn ihr ein wenig ins Abseits fahrt, wird die Wahl eines nicht abgeschrägten Hecks leicht zu Problemen führen. Der gerade Boden passt nicht zum Konzept des Fahrzeuges. Für die Fotoausrüstung hätte ich versucht, eine andere Lösung zu finden.
Erfahrung bezüglich dieses Fahrzeugs kann ich natürlich nicht beitragen, ich habe ein anderes Konzept. Nur so viel, dass der Aufbau und Inventar auch tausende km Rüttelpisten aushält :-)
Viele Erfahrungen muss man halt selber machen, da wir alle unterschiedliche Vorstellungen vom Reisen haben um dann zu erkennen, was einem wichtig ist und was nicht.

LG vom Mikesch

RetoB am 22 Aug 2019 18:35:38

Hallo Helmut
Ja, der Tankabfluss ist wirklich suboptimal konstruiert. Auf die Empfehlung des CH-Bimobil Importeures wurde bei uns der Grauwassertank vorne noch etwas angehoben, damit das Grauwasser besser abfliesst, deshalb haben wir glaube ich diese grossen Probleme nicht, die du beschreibst. Wir machen es bei Regenwetter oft so, dass wir nach dem Leeren den Hahn offen lassen, so tröpfeln dann die letzten Deziliter bei der meist holprigen Wegfahrt von der Entsorgungsstelle noch raus.
Bezüglich AdBlue: Dies ist bei uns nach wie vor aktiv, wir haben die AdBlue Steuerung allerdings bei Markus Gruse (Schaknat-Elektronik) so anpassen lassen, dass wir sie jederzeit ausschalten könnten. Da wir aber immer wieder nach Russland kommen, erhalten wir auch immer wieder AdBlue. Bis Novosibirsk hatte es an den grossen Lastwagentankstellen oft Ad-Blue-Zapfsäulen, noch weiter östlich war es nur noch in Kanistern erhältlich. Wir wollten vor der Mongolei nochmals voll tanken, doch fanden wir in Ulan-Ude, der letzten grossen russischen Stadt, keines. Doch dafür dann in Ulan-Bator, der Hauptstadt der Mongolei. In der ersten grossen russischen Stadt nach der Mongolei, in Barnaul, gab es an jeder Gazprom-Tankstelle 20-Liter Kanister mit AdBlue und in Shops auch 10 Liter Kanister. Und gestern sahen wir sogar hier in Usbekistan, das bis vor kurzem unter chronischem Dieselmangel leidete, eine AdBlue-Werbung.
Unser Verbrauch beträgt aktuell 1.4 Liter auf 1'000km, d.h. mit einer Tankfüllung von 19 Liter kommen wir über 10'000 Kilometer weit.
Gerne können wir uns nach der Tour mal treffen, wir hatten dies auch mit verschiedenen EX366 Fernfahrer-Ehepaaren gemacht, da auch wir tausende von Fragen hatten. Januar/Februar 2019 sind wir wahrscheinlich in der Gegend.

an Mikesch: Ja, mit dem geraden Heck vergeben wir natürlich ein paar "Zentimeter" des hinteren Böschungswinkels. Unsere Erfahrung im Gelände in Marokko und auch auf dieser Tour war allerdings, dass dies bis jetzt kaum ein Problem war. Wenn wir Probleme hatten, so war es bis jetzt immer weicher Boden, d.h. Sand oder Morast (feuchter Boden), wo wir dann hinten einsanken. In Marokko "erfuhren" wir dabei die Grenzen und darüber hinaus, d.h. mussten immer mal wieder von andern Teilnehmern rausgezogen werden. Marokkos Dünnen waren sozusagen unsere Übungstour. Hier auf dieser Tour sind wir auch schon ein paar Mal eingesunken, konnten uns aber durch Luftablassen etc. immer wieder selbst befreien. Einmal, als auch das Luftablassen sowie hinlegen von Ästen und Steinen nicht reichte, leerten wir noch zusätzlich unsere Heckgarage - und es half. Dies bestärkte uns auch bezüglich Gewicht, d.h. ein so leichtes Fahrzeug wie möglich zu haben, nichts unnötiges mitzunehmen (resp. davor einbauen zu lassen). In Marokko hatten alle Fahrzeuge über 3.5 Tonnen grosse Mühe im Sand, mit Ausnahme des Unimogs. Und auch hier musste fast jedes Fahrzeug über 3.5 Tonnen schon einmal rausgezogen werden, selbst der grosse Iveco-LKW. Wiederum einzige Ausnahme: Unimog (der die andern jeweils rauszog).
Auf unserer Einkaufsliste ganz oben: Ein paar gute Kunststoffsandbleche und ev. noch breitere Reifen, d.h. 265/75 R16 statt 245/75 R16. Doch damit wäre dann eine Tachoanpassung notwendig, die bei den 245er Reifen noch nicht notwendig war.

Beste Grüsse aus Usbekistan
Reto

Hartmut1234 am 24 Aug 2019 14:11:13

Hallo Reto,
dass es in den genannten Ländern nicht wirklich Probleme gibt AdBlue zu bekommen, hätte ich nicht gedacht. Klingt aber sehr positiv und schon mal ermutigend. Mann muss sich also keinen riesen Vorrat mitnehmen. Ein Treffen wäre super, auch wenn es bei uns noch ein paar Jahre dauern wird, bis wir mit unserem EX366 diese Länder bereisen können. Bis dahin kann sich nochmal vieles ändern. Es wäre trotzdem spannend von Euren Erfahrungen zu hören, bzgl der Route, der Landschaft, den Vor- und Nachteilen des Fahrzeugs. Damit könnten wir uns schonmal die passenden Dinge nachrüsten, bzw. ändern lassen, die uns noch für eine solche Reise noch fehlen. Da sind einfach persönliche Erfahrungen das beste. (Ein Treffen wäre natürlich auch aus „astronomischen Gründen“ für mich sehr interessant. Das passt aber nicht hierher) . Das Abwassertankproblem ist sicher nicht sehr groß, aber trotzdem ärgerlich. Die Konstruktion hat ja auch Vorteile, bei unserem bisherigen Womo fror der Ablasshahn im Winter zu - dann ist der Spaß auch vorbei - das kann hier nicht passsieren und das war uns wichtig. Solange der Tank in Betrieb ist, gibt es das Geruchsproblem ja nicht ; und nach dem Urlaub muss man den Tank halt jetzt immer leerpumpen und reinigen - ist doof aber machbar. Ansonsten gibt es aus unserer Sicht bisher absolut nix zu meckern, oder irgendwelche Negativpunkte am Fahrzeug oder an der Bimobilkabine zu bemerken. Eher umgekehrt: also das Wohlfühlgefühl beim „Wohnen“ ist in dem Auto einfach klasse - wir fühlten uns gleich bei der ersten Ausfahrt wie zuhause - aber wir waren bisher auch nur in unseren Landen in normalem Urlaub und an Wochenenden unterwegs. Trotzdem fahre ich das Auto ja jeden Tag, und dabei muss es halt auch „funktionieren“ wenn man zum Einkaufen geht oder zum Arzt usw. Da das Auto immer noch „kompakt“ ist, im Vergleich zu anderen größeren Wohnmobilen, ist es eben viel universeller einsetzbar - das war für uns eben auch ein wichtiges Kriterium.
Hast Du die bisherigen fernreisenden EX366 Besitzer alle über das Forum kennengelernt oder bei entsprechenden Treffen? Wir kennen persönlich erst einen Besitzer aber zum echten Austausch wäre ein Treffen natürlich das Beste - Wir sind dafür offen und wir sollten in Kontakt bleiben. Dank des Internet geht das ja auch von Baden-Württemberg bis Usbekistan . Ich hoffe es geht weiterhin alles glatt bei Eurer Reise und ohne größere Probleme. Viele Grüße, Hartmut

Hartmut1234 am 24 Aug 2019 14:27:27

Hallo an alle mit dem Problem: Duschschlauch klappert im EX 366: Bimobil hat das Problem so gelöst, dass sich jetzt unter dem Waschbecken ein Deckenhaken befindet, in den der Schlauch einfach bei Nichtgebrauch eingehängt werden kann. Einfache und effektive Lösung, siehe Bild, es klappert absolut nichts mehr , Grüße, Hartmut

RetoB am 24 Aug 2019 14:33:55

Hallo Hartmut
Ich hatte das Glück, dass eine Arbeitskollegin genau das gleiche Fahrzeug hatte - das erfuhr ich etwa eine Woche, bevor wir definitiv bestellten - wir trafen uns natürlich sofort mit ihnen. Sie gingen danach für ein Jahr auf eine Nordamerika-Tour, danach trafen wir uns erneut. Ihre Webseite lautet: --> Link. Eine weiteres CH-Ehepaar entdeckte ich, da sie mit Abenteuer Osten nach Australien fuhren...

Beste Grüsse aus Usbekistan
Reto

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