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Winston 160 Ah - eine Zelle bekommt fast die volle Ladung 1, 2


janosch111 am 23 Feb 2019 19:17:21

Hallo liebe Community,

ich bin gerade etwas perplex und bitte um Hilfe. Morgen sollte der große Tag des LiFePo Einzugs ins WoMo sein und nun verhält es sich plötzlich ganz komisch, indem beim Laden, die Zelle ganz links (=Abgriff Plus Pol) fast die ganze Ladung abbekommt und die anderen fast nichts. Irgendwann greift dann die OVP.

Aber zunächst mal von ganz vorn:
Ich habe Ende November einen Winston 160 Ah Bausatz von Lisunenergy erworben. Ab Mitte Dezember habe ich das Ganze Zuhause im Bastelzimmer zur Probe aufgebaut und seitdem dort in Betrieb.
Den genauen Aufbau inkl. Bilder könnt ihr in meinem Blog sehen --> Link
In diesen rund 10 Wochen Testphase war dauerhaft eine Last von ca. 3 Watt angeschlossen, nämlich der Raspi mit dem Victron Venus OS. Ungefähr alle zwei Wochen habe ich den Block dann mit einem Victron 230V Ladegerät mit 5 A im Lithium Modus geladen. Das ging immer (also vier Mal) problemlos. Bei unverändertem Aufbau verhält es sich nun seit gestern absolut komisch:
Ich wollte den Block vor dem Einbau am Wochenende noch einmal auf 100 % aufladen. Der Akku war ca. bei 80 % SoC.
Die Einzelspannungen der Zellen sah so aus:

Bild

Nach ca. 50 min Laden, hat die philipi Superlast dann laut hörbar mit einem Klick den Stromkreis getrennt.
Der Balancer der linken Zelle war dabei rot am Blinken und erwartungsgemäß spürbar warm. An den anderen Zellen war alles normal und grün.

Die Zellspannungen sahen dann so aus:

Bild

Was um alles in der Welt kann das sein?

Bin für jeden Hinweis dankbar 8)

Beste Grüße,
Janosch111

lisunenergy am 23 Feb 2019 20:16:36

Hallo Janosch,


Da ist eine Debalance die vom Balancer getrennt wurde. Deine Anzeigen könnten die Versorgung von einer Zelle abgegriffen haben. Läd man jetzt schafft es der Balancer nicht mehr in dieser Zeit die Energie zu vernichten.
Hier kannst Du erst einmal versuchen, die zu entladen und mit kleinem Strom nachzuladen. Falls es ein asymmetrischer Abgriff ist, können schon einige Ah fehlen. Lade mal ein wenig hoch und runter.
Das Bms funktioniert schon mal. So schön die kleinen Helferlein sind manchmal ist das nicht so toll.

Stocki333 am 23 Feb 2019 20:28:32

Ist es möglich das deine Schaltung von den Zellen verschiedene Ströme entnihmt, hast du die zellen selber initialiesiert.dort könnte auch ein Fehler sein.
Gruss Franz

Stocki333 am 23 Feb 2019 20:29:16

Ups hat sich Überschnitten

lisunenergy am 23 Feb 2019 20:35:33

Erst mal ein wenig hoch und runter fahren. Ich bin mir sicher,das pendelt sich ein. Inizialgeladen waren die Zellen .

joekel am 23 Feb 2019 21:08:48

Irgendwie passen die Angaben zu den einzelnen Zellen nicht zum Gesamtladestand 82 % und Spannung 13,99 Volt . Zudem der Akku, wenn die Zellen langsam anfangen zu driften bei über 95% liegen
müßte. Besser mal an den Zellen direkt nachmessen. Wobei das Ganze nicht wirklich kritisch für Winstonzellen ist, wenn das BMS die Notbremse zog und das Mehr im Balancer verbraten wird.

Stocki333 am 23 Feb 2019 21:31:48

hallo jockel
Meine Zellen jetzt bei 90.5% ladezustand 13,34 Volt. allerdings bei einer Temperatur von 6 Grad.
Franz

Stocki333 am 23 Feb 2019 21:54:50

Das sind 3.335 pro Zelle. Vor 2 Tagen erst Balanziert. da waren alle Zellen auf +- ,02 V beisammen. die Zellenspg beim 2 Foto sind von 1 + 2 fast bei diesen Wert. Interessant wären die Stromentnahme bei jeder einzelnen Zelle zum Interface. dort könnt vielleicht das Ungleichgewicht herkommen. Vor 3 jahren gabs das schon mal. das war ein Klon von einem Cellog der hat seinen Betriebsstrom von einer Zelle bezogen. Ich hoffe ich hab das richtig im Kopf. Wenn sich die Sache Stabilisiert hat,sprich die Zellen wieder einen Gleichstand haben .Würde ich das externe Equipment mal abschliesen und das ganze mal testen. Mit einem Wechselrichter lassen sich schnell mal 20% entnehmen und dann wieder aufladen. Zur Not gehen ein paar Lampen 12 V 55 W. Zellenspannung nur mit Multimeter messen. Nur so bekommst du vernünftige Werte ohne äusere Einflüsse direkt auf die Zellen.
Liebe grüsse Franz

janosch111 am 23 Feb 2019 22:30:47

lisunenergy hat geschrieben:Erst mal ein wenig hoch und runter fahren. Ich bin mir sicher,das pendelt sich ein. Inizialgeladen waren die Zellen .


Hi Ho!
Klasse, besten Dank an alle für die schnellen und guten Tipps.
Dieses CellLog Teil habe ich nun erstmal abgeklemmt und hänge nun mal ein wenig Last dran. Wieviel Watt Dauerlast wären optimal?
Sind zum anschließenden Betanken 5 A in Ordnung ist schon zu viel?
Alternativ hätte ich noch ein Labornetzteil da.

Hoffnungsvolle Grüße,
Janosch111

lisunenergy am 23 Feb 2019 22:52:42

Baue es ein und entlade und lade ganz normal. Ovp wird noch einige Male auslösen können. Es schaltet nach 3 Minuten wieder zu. Die Einzelzellspannung würde ich abschaltbar machen. Einfach benutzen. Du hast ja unsere Hilfe. Je mehr der Akku arbeitet umso besser wird es.

janosch111 am 24 Feb 2019 00:43:35

lisunenergy hat geschrieben:Baue es ein und entlade und lade ganz normal. Ovp wird noch einige Male auslösen können. Es schaltet nach 3 Minuten wieder zu. Die Einzelzellspannung würde ich abschaltbar machen. Einfach benutzen. Du hast ja unsere Hilfe. Je mehr der Akku arbeitet umso besser wird es.


Was würde passieren, wenn dieses Spiel "OVP schaltet ab und nach 3 min wieder an" mehrere Stunden lang geht, weil das Ladegerät (oder die Solaranlage) immer weiter lädt?

lisunenergy am 24 Feb 2019 07:31:39

Der Balancer versucht jetzt das Ungleichgewicht auszugleichen. Man sieht jetzt leider nicht wie viel Ah pro Zelle fehlen. Um mal zu schauen könnstet Du mal dein Labornetzteil auf 14,7 volt stellen bei einem Strom kleiner 1A. Jetzt mal schauen wie lange es dauert bis die anderen nachziehen.
Noch eine Frage : der Rasberry bekommt seine Versorgungsspannung von was.?
Versuche das erst noch einmal. Die Ladegeräte müssen das aushalten.

Stocki333 am 24 Feb 2019 08:42:28

Guten Morgen Lars und Janosch111
Bist mir zuvorgekommen. Wollte das auch gerade Vorschlagen. Ich habe meine Zellen auch so in den ersten 2 jahren nach Einbau so Balanziert. einfach vor dem Hintergrund das die Balancer nicht so thermisch belastet werden. Das hat super funktioniert.
Franz

janosch111 am 24 Feb 2019 13:06:01

lisunenergy hat geschrieben:Um mal zu schauen könnstet Du mal dein Labornetzteil auf 14,7 volt stellen bei einem Strom kleiner 1A. Jetzt mal schauen wie lange es dauert bis die anderen nachziehen.
Noch eine Frage : der Rasberry bekommt seine Versorgungsspannung von was.?


OK, mache ich.
Der Raspi hängt ganz normal an dem Plus und Minus Verteiler mit dran. Also dort, wo auch der Wechselrichter dran hängt. Dazwischen ist natürlich noch ein DC/DC Wandler, der das ganze auf 5 V mit max. 3 A bringt.
Die Nacht über habe ich konstant mit 50 W entladen.
Seit ca 9:00 Uhr lade ich mit 5 A. Bisher verhalten sich die Zellen unauffällig.
Ich werde da allerdings dann gleich mal, wie vorgeschlagen, das Labor Netzteil dranhängen.

lisunenergy am 24 Feb 2019 13:11:46

Ja der Raspberry ist korrekt. Das Driften merkst Du erst am Ende. Du musst nicht so tief gehen einfach mehrmals hoch und runter. Manche Akkus brauchen etwas länger.

janosch111 am 25 Feb 2019 00:00:13

Vielen Dank.
Ladung mit 14,7 V und 0,9 A läuft seit heute Mittag.
Ich werde berichten wie es weitergeht...

lisunenergy am 25 Feb 2019 07:24:36

Wenn alle Zellen die gleiche Spannung haben, dann unterbrechen.

janosch111 am 25 Feb 2019 09:11:16

lisunenergy hat geschrieben:Wenn alle Zellen die gleiche Spannung haben, dann unterbrechen.


Hmmm, das verstehe ich nicht.
Die Zellen haben bzw hatten ja während das Ladevorgangs fast die ganze Zeit die gleiche Spannung.

Seit heute Morgen schaut es so aus:
Der Balancer an Zelle 4 ist am arbeiten, während das Labornetzteil weiter mit 0,9 A lädt. Die OVP Abschaltung greift auch schon wieder regelmäßig.
Die Gesamtspannung des Blocks liegt bei 14,1 V.

Woran erkenne ich nun den besten Moment, die Ladung abzuschalten?

Der Vollständigkeit halber noch die Info, dass ich meine Ladegeräte auch immer mit auf die Verteilerschienen klemme. Bei OVP wird dieses dann folglich auch mit getrennt. Ich hoffe dass ist richtig so?

lisunenergy am 25 Feb 2019 10:14:49

Hallo Janosch,

So wie es von der Ferne aussieht, fehlt sehr viel. Um das zu beschleunigen würde ich Dir folgendes vorschlagen.
Baue die Verbinder ab und verbinde mit Kabeln alle Pluspole und Minuspole. Damit könntest Du jetzt mit dem Netzteil 3,7 volt einstellen und alle Zellen gleich ziehen.
Wenn das nicht klappt bitte melden und wir organisieren einen Rücktransport. Irgendwas hat zu einer enormen Debalance geführt.


Ja vorm Relais ist richtig.

lisunenergy am 25 Feb 2019 10:35:24

Wie sehen denn jetzt die Spannungen der anderen Zellen aus. Erhöhen die sich schon leicht?

janosch111 am 25 Feb 2019 10:41:14

Besten Dank für Deinen unermüdlichen Support :-)
Ich bin aktuell nicht in der Nähe der Batterie und erst heute Abend wieder da.
Das einzige was ich "telefonisch" steuern könnte ist: Ladegerät mit 0,9 A an oder aus.

janosch111 am 25 Feb 2019 10:57:39

Anbei nochmal der Spannungsverlauf des Gesamtblocks.
Der Raspi, der das misst, hängt übrigens seit gestern an einer separaten Stromversorgung und belastet nicht die Winston Zellen.

Bild

Gestern hat bis 13 Uhr das 5 A Ladegerät geladen. Danach dann das Labornetzteil mit 0,9 A.
Ab 5 Uhr morgens greift dann regelmäßig die OVP Abschaltung ein und der Balancer an Zelle 4 verheizt die überschüssige Energie.

lisunenergy am 25 Feb 2019 11:06:38

Ich habe gerade mal mit Nothnagel telefoniert um dein Problem mit zu erörtern. Er hatte mal einen Fall wo diese Cellogs mit ihren 50mA Balancer auf Spannungsdifferenz völlig den Akku in Ungleichgewicht getrieben haben. Man sieht es auch auf dem ersten Bild das ja nur 6mV Unter schied sind. Die einzigste Möglichkeit sehe ich jetzt bei der Paralleschaltung und mind. 10A.

janosch111 am 25 Feb 2019 13:56:09

Hallo Lars,

besten Dank für die Tipps. Das Laden mit 0,9 A habe ich nun abgebrochen.
Wie besprochen ist also nun mein Plan die Zellen parallel zu schalten und auf 3,7 V mit 10 Ampere zu laden.

Dazu werde ich, um die schöne feste Umreifung nicht zu zerstören, mir sechs gleichlange 16mm² Kabel mit M8 Kabelschuhen konfektionieren, um dann damit die gleichartigen Pole diagonal zu verbinden.
Mein Labornetzteil kann maximal 10 A leisten. Sollte also passen.
Zum exakten Vorgehen habe ich auf der EV-Power Website noch einen kleinen Erklärtext gefunden: --> Link

Nach dem Tipp von Lars, werde ich als Vorbereitung 30 Ah entladen und dann mit 3,7 V laden und warten bis der Strom auf einen sehr niedrigen Wert abgefallen ist.
Dann das Ladegerät abschalten und die Zellen unverändert 24 Stunden stehen lassen, damit sich die Ladungen final ausgleichen können.

Das Ergebnis werde ich dann mit einem Voltmeter prüfen und danach den ursprünglichen Bausatz wieder aufbauen und den BattGo Cell-Logger dabei in die Modellbaukiste entsorgen.

Stay tuned,
Janosch111

PS: Auf die Ankunft der Kabelschuhe (16mm² / M8) muss ich noch zwei Tage warten. Daher wird es erst dann weitergehen :-)

seppr am 25 Feb 2019 15:18:19

Janosch schreibt:
Ab 5 Uhr morgens greift dann regelmäßig die OVP Abschaltung ein...

Heißt das, daß die gezeigte Kurve nicht nur einmal sondern mehrere Male so verlief?

Wenn das stimmt und jede Nacht ab etwa 2.00 Uhr ein tagsüber nicht ablaufender Prozess beginnt könnte es doch mit der Batterietemperatur zu tun haben. Nur so eine Idee. Schließlich ist das etwa die Zeit, wo der Nachtfrost zunehmend auf die Batterie übergreift.

Janosch könnte dazu vielleicht erklären, ob das sein kann. Ist die Batterie tatsächlich der kalten Nachttemperatur ausgesetzt?

Sepp

thomker am 25 Feb 2019 15:44:01

Für 10 A Ladestrom würde ich keinen so großen Kabelaufwand betreiben, geht auch 2-3 Nummern kleiner. Der Ausgleich zwischen den Zellen erfolgt nach Teilentladung auch nur allmählich, da die Spannungslage hier noch fast gleich ist. Oder sehe ich das zu unkritisch?

Gruß
Thomas

lisunenergy am 25 Feb 2019 17:44:54

Janosch könnte dazu vielleicht erklären, ob das sein kann. Ist die Batterie tatsächlich der kalten Nachttemperatur ausgesetzt?





Der Akku ist zu Hause auf dem Tisch. Der Akku hat trotzt
Inizialladung eine enorme Debalance. Die ersten Male laden ging ja, was darauf hindeutet das diese Debalance durch externe Geräte passiert sein können. Nach der erneuten Inizialladung werden wir weiter schauen.

janosch111 am 25 Feb 2019 18:32:54

seppr hat geschrieben:Janosch schreibt:
Ab 5 Uhr morgens greift dann regelmäßig die OVP Abschaltung ein...
Heißt das, daß die gezeigte Kurve nicht nur einmal sondern mehrere Male so verlief?


Hallo Sepp,

hier habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt.
Mit regelmäßig meine ich:
1. OVP trennt die Last für 3 min
2. ...und schaltet dann die Last wieder ein
3. das geht rund 15 min gut
4. --- siehe 1 ---
5. --- siehe 2 ---
u.s.w.

Der Akku steht in meinem Zimmer und ist nahezu konstant bei 23 Grad.

ÄT thomker:
Ich nehme die 16mm² Kabelvariante, da ich davon noch genug rumliegen habe... und gerne mit der ganz großen Crimpzange spiele :razz:
Des Weiteren ist dieser Testaufbau nachts und tags oft für viele Stunden unbeaufsichtigt und daher möchte ich da keine Risiken bezüglich der Querschnitte oder Verbinder eingehen.

Beste Grüße,
Janosch111

Acki am 25 Feb 2019 18:42:27

Sonst gäbe es eventuell noch die von Lars empfohlene Variante, die Zellen einzeln zu "behandeln" : --> Link

Hat bei mir perfekt funktioniert!

janosch111 am 26 Feb 2019 21:59:57

Statusupdate:
Ich versuche nun wie geplant alle vier Zellen auf einen Schlag mit 3,7 V zu laden.
Nachdem ich vorher noch im 4s Verbund 30 Ah entladen habe, lädt es nun den 4p Verbund seit wenigen Minuten.

So schaut's aus:

Bild

Bild

lisunenergy am 27 Feb 2019 08:04:58

Das ist erst einmal sehr gut.

janosch111 am 27 Feb 2019 09:17:53

Habe gerade alle vier Einzel-Zellspannungen mit dem Multimeter gemessen:
Sie sind alle auf 3,37 V.

Ein wenig wundert mich die Tatsache, dass das Labornetzteil nicht bis 10 A liefern möchte, obwohl der Poti ganz aufgedreht ist.
Meine Theorie dazu ist, das vielleicht die Zellen gar nicht mehr abfordern oder (was denke ich wahrscheinlicher ist), das billige Verbindungskabel mit den wackeligen Bananensteckern "einen weg hat".

lisunenergy am 27 Feb 2019 09:48:28

Ein Labornetzteil hat ein W Kennlinie. Mit steigender Spannung sinkt der Strom. Natürlich spielen dabei die Kabel eine wichtige Rolle. Warte jetzt ab es dauert eine ganze Weile jetzt, da 120 Ah bei 3,2 volt eingelagert werden müssen. Ich schicke Dir mal ein Einzellzellladegerät zur Unterstützung.

rkopka am 27 Feb 2019 10:38:10

lisunenergy hat geschrieben:Ein Labornetzteil hat ein W Kennlinie. Mit steigender Spannung sinkt der Strom. Natürlich spielen dabei die Kabel eine wichtige Rolle. Warte jetzt ab es dauert eine ganze Weile jetzt, da 120 Ah bei 3,2 volt eingelagert werden müssen. Ich schicke Dir mal ein Einzellzellladegerät zur Unterstützung.

Das kommt ganz auf das Labornetzteil an. Die meisten, die ich kenne und habe, liefern ihren Strom bei jeder Spannung. Und 3,7V bei einem 30V NT sind so niedrig, daß der volle Strom selbst bei einer W-Kennlinie fließen würde. Und bei max. 10A und nur 3A anliegend ist das sicher keine NT Begrenzung. Es leuchtet ja auch kein CC, sondern CV, d.h. er regelt die Spannung und noch nicht den Strom.

janosch111 hat geschrieben:Ein wenig wundert mich die Tatsache, dass das Labornetzteil nicht bis 10 A liefern möchte, obwohl der Poti ganz aufgedreht ist.
Meine Theorie dazu ist, das vielleicht die Zellen gar nicht mehr abfordern oder (was denke ich wahrscheinlicher ist), das billige Verbindungskabel mit den wackeligen Bananensteckern "einen weg hat".

Die Stecker sind das kleinere Problem. Die kleinen Krokoklemmen mit dem geringen Kabelquerschnitt schon eher. Wird das Kabel warm ? Was mißt du bei Ladung direkt am Akku ?

RK

michaelleo am 27 Feb 2019 11:30:05

was spricht dagegen, ein anständiges Kabel direkt anzuklemmen?
Für die Verbindung untereinander hast so massive Brücken konfektioniert und dann machst die Verbindung zum Netzteil mit Klingeldraht und Krokoklemmen?
Ein simples Kabel mit 2,5 oder 4 qmm, auf beiden Seiten geklemmt und fertig.

lisunenergy am 27 Feb 2019 12:41:06

Ja die Krokodilklemme habe ich jetzt auch entdeckt. Dachte ist vom Messgerät. Da wird alles klar.

janosch111 am 27 Feb 2019 14:00:48

Ja stimmt, das Beste wird sein, dieses blöde Kabel auch noch durch was Vernünftiges zu ersetzen.

Ich muss mal schauen, was ich noch an Kabeln da habe...
Etwas mit 0,75 mm² habe ich auf jeden Fall da.
Laut dieser Tabelle --> Link reicht das sogar locker bis 15 A.

Besser ist vermutlich ein 1,5er Kabel aus normalen 230V Geräteanschlusskabeln oder ein 4,0er Lautsprecherkabel.
Heute Abend wird das Kabel auf jeden Fall ersetzt und mit Ringösen versehen.

Ich hoffe für die "Chemie" der Zellen ist es nicht schlimm, wenn beim Kabeltausch kurz der Ladestrom unterbrochen wird.

PS:
Grundsätzlich ist es mir egal, ob die Ladung ein paar Tage länger dauert.
Die Frage wäre nur, ist das Endergebnis bei einer Ladung mit 3 A nicht so gut, wie bei einer Ladung mit z.B. 20 A?

rkopka am 27 Feb 2019 14:11:48

janosch111 hat geschrieben:Etwas mit 0,75 mm² habe ich auf jeden Fall da.
Laut dieser Tabelle --> Link reicht das sogar locker bis 15 A.

Dein Problem ist aber nicht die Erwärmung der Kabel(Tabelle), sondern der Spannungsabfall, der gerade bei Ladevorgängen das Ergebnis oder den Meßwert verändern kann, weil es um recht geringe Differenzen geht. Das ist ähnlich wie bei Solarkabeln. Nur für die Belastbarkeit braucht man keine so dicken Kabel. Aber es fällt eben bei entsprechendem Strom auch entsprechende Spannung am Kabel ab.
Wenn du also am NT eine möglichst korrekte Spannung sehen willst, nimm mind. 2.5mm2 eher 4mm2 Kabel.

RK

MountainBiker am 27 Feb 2019 14:33:09

Hallo,

noch eine Anregung:

Bitte messe mal mit einen "ordentlichen" Digitalvoltmeter an den Polen der Batterie die Spannung des Lade-/Netzgerät. Die Anzeige im Netzgerät hat mindestens +/- 1 Digit und 1-5% Abweichung, d.h. für Dich kann der reale Wert unterhalb von 3,45V liegen!

Gegenfalls nachjustieren!

janosch111 am 27 Feb 2019 15:31:04

OK, geht klar heute Abend.

Bitte definiere mal "ordentliches Voltmeter".
Ich habe da verschiedene einfache im Einsatz.
Das darunter gefühlt beste, ist das von Amumot empfohlene Tacklife CM01A
Herstellerlink: --> Link
Amazon: --> Link

Ist das ordentlich genug?

MountainBiker am 27 Feb 2019 15:54:24

Hallo,

Aus dem Specs:
DC voltage range and accuracy: 400mV/4V/40V/400V ±(0.8%+2 Digit)


Ich bin immer wieder verwundert 3 3/4 stellige Anzeige aber eine lineare Abweichung von 0,8% (da kann man sich ja eigentlich eine Dezimalstelle sparen (Tausendstel), was soll die anzeigen, wenn Du bereits einen Fehler an der Hundertstel-Stelle hast! Aber immer noch besser als das eingebaute Meßgerät im Netzgerät.

Wenn Du mit dem die Spannung im 4V-Bereich mißt, dann schwankt das Ergebnis bei 3,700 realer Spannung an der Anzeige zwischen 3,666 bis 3,736(+/- 0,8% und 2 Digit)!

"ordentliches Voltmeter"


3 1/2 bis 3 3/4 stellig oder besser und 0,25% bzw, 0,1% lineare Abweichung und +/- 1 Digit! Dann hast Du eine letzte Stelle am DVM die auch einen Wert anzeigt! Beim quantisieren eines fehlerhaften Wertes aufgrund ungenauer Spanngsteiler (Meßwiderstände) kann das Ergebnis nicht besser werden als der zuerst begangene Fehler (Meßtechnik)!

Ein guter Rat: nicht auf die Anzahl der digitalen Stellen der Anzeige achten, sondern auf die Genauigkeit des Spannungsteilers (hochgenaue Meßwiderstände) mit geringer Temperaturabhängigkeit sind richtig teuer - auch aus China!

MountainBiker am 27 Feb 2019 16:26:54

Hallo,

hab mal nachgesehen - DVM bei denen die Anzeige (Stellen) mit der Genauigkeit korellieren:

Günstig: --> Link
Fluke (Markenempfehlung): --> Link

rkopka am 27 Feb 2019 17:09:07

MountainBiker hat geschrieben:Günstig: --> Link
Fluke (Markenempfehlung): --> Link

Günstig ist relativ. Die sind sicher gut, aber für die üblichen Messungen im Womo reichen die €10-20 Teile auch. Ich hab selbst bei Vergleich von Geräten kaum nennenswerte Abweichungen gefunden. Und wenn wir davon ausgehen, daß nicht alle genau gleich falsch waren... Meist sind die äußeren Fehler größer als die vom Gerät. Und die angegebenen Fehler sind ja nur mögliche Fehler, nicht garantierte :-).

RK

janosch111 am 27 Feb 2019 17:10:03

Hi Mountainbiker,

vielen Dank für die guten Tipps.
Das habe ich direkt auf meine persönliche Wunschliste (Stichwort: Weihnachtsgeld) mit aufgenommen.
Das scheint wirklich eine Investition zu sein, die sich auf Dauer lohnt.

Um kurzfristig noch ein bezahlbares und etwas genaueres (0,5%) Messgerät zu bekommen habe gerade noch bei einem deutschen Versender das Gerät "Aneng AN8009" bestellt --> Link
Das war der Preis-Leistungs Tipp aus einem anderen Forum.

Vielen Dank und viele Grüße,
Janosch111

MountainBiker am 27 Feb 2019 19:19:36

Hallo,

freut mich, wenn ich helfen kann :)

Ich habe auch generell nichts gegen ein "Schätzeisen", sowas einfaches habe ich auch im Wohnmobil dabei, nur 3stellig (eigentlich 2 1/2 da nur eine Kommastelle vorhanden ist). Das Gerät spielt keine Genauigkeit vor! Das ist ok und reicht zum Nachverfolgen und prüfen (nicht messen).
Bei LiFePO4-Akkus besteht halt das Problem, dass wenige mV schon 10% Ladungsunterschied ausmachen und hier eine korrekte Messung durchzuführen ist ansspruchsvoll. Deshalb halte ich auch von Balancern mit Messfunktion und Cellog nichts, die Messmimik erlaubt keine Aussagen (Genauigkeit der Spannungsteiler, A/D-Wandler...) und verleitet zur Falschinterpretation. Das einfache Topbalancing wie bei EV-Power arbeitet stabil, weil es im Bereich des steilen Spannungsanstieges arbeitet (wenige Prozent Ladung - Spannungsanstieg um 0,5V).

Wie Lars immer wieder "predigt", das wichtigste ist eine korrekte Initialisierung/Synchronisierung der Zellen, danach muß dass System "von alleine laufen"!

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