Zusatzluftfeder
cw

Erweiterung Elektrokapazität Knaus Van TI 650 MEG Platinium 1, 2


hmarburg am 24 Feb 2019 21:00:41

Das Auto haben wir auf dieses Jahr auf der CMT bestellt und es soll im Mai – Juni an uns ausgeliefert werden.
Seit dem arbeite ich mich in die Bordtechnik ein und lese hier viel zum Thema Bordbatterien und Ladetechnik. Da die Basisausrüstung nicht so prickelnd ist möchte ich diese erweitern.

Istzustand:
- Bordbatterie Banner Running Bull AGM 80 Ah unter Fahrersitz
- Elektroblock Schaudt EBL252 unter der Sitzbank

Sollzustand:
Phase 1:
- 2. Bordbatterie Banner Running Bull AGM 80 Ah unter Beifahrersitz
- Netzladegerät, Ladewandler, MPP-Solarregler Votronic VBCS 45/30/350 Tripple unter Fahrersitz
- Umschaltrelais 12V/60A unter Fahrersitz
- Votronic Bluetooth Connector S-BC unter Fahrersitz
- Option: Votronic LCD Charge Control S oberhalb Aufbautür

Phase 2:
- Wechselrichter ECTIVE_Wechselrichter_SI-TSI unter Beifahrersitz

Phase 3:
- 3x GreenAkku Semi Flex Solarmodul 100 Watt auf das Dach

Der Schaltplan für die Verdrahtung und auch Auslegung der Kabelquerschnitte des VBCS ist mir soweit klar.

Mein hauptsächliches Problem liegt darin wie bekomme ich die Kabel von der Starter-Batterie im Fußraum zum Platz unter dem Fahrersitz und rüber zum Platz unter dem Beifahrersitz?
Wie bekomme ich das Datenkabel vom VBCS unter dem Fahrersitz rauf zur Einbauposition für das LCD Charge Control S oberhalb der Aufbautür?
Wird über den Temperatur-Sensor nur eine der beiden Bordbatterien überwacht oder wird über einen zweiten Fühler, der in Reihe geschaltet wird, auch die zweite Bordbatterie eingeschleift?

Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung!

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

AnWe2016 am 26 Feb 2019 09:06:13

Genau das würde mich auch interessieren.
Weiß denn niemand etwas dazu?

mv4 am 26 Feb 2019 09:42:39

ich persönlich würde mir das ganze gedöns mit der AMG sparen und gleich auf Li umbauen...in meinen ganzen Leben werde ich mit Sicherheit keine Blei Versorgungsbatterien mehr neu wo einbauen. Dazu überwiegen einfach die Vorteile von Li zu sehr. Mit einen 160Ah Li accu und 3x 100W Solar wirst du bei normaler Nutzung nie Landstrom brauchen.

Temperatur Sensor wird überbewertet, wenn du beide Batterien in Betrieb hast haben auch beide in etwa die gleiche Temperatur...also reicht ein Fühler.
Für die Verlegung der Kabel kommen ja nur 2 Wege in frage ...entweder innerhalb vom Mobil (auf dem Boden...ausschnitt in der Dämmmatte herstellen) oder unterhalb vom Boden...

Tinduck am 26 Feb 2019 09:46:14

Das mit dem Votronic Triple würd ich mir gut überlegen. 2 Nachteile:

- Es kann immer nur eine Ladequelle aktiv sein. Während der Fahrt oder bei angeschlossenem Landstrom verschenkst Du z. B. den Ladestrom der Solarpanels.

- Gerät kaputt = Elektrik komplett lahmgelegt. Bei Einzelgeräten verlierst Du bei einem Defekt nur eine Ladequelle statt alle drei.

Wenn eine Batterie unter dem Fahrer- und die andere unter dem Beifahrersitz ist, sollte ein Temp-Sensor reichen. Im normalen Betrieb werden die beiden Batterien auch nicht unterschiedlich warm.

Zum Kabelverlegen, ja nun... entweder mutig selber schrauben oder ein wenig Geld beim Händler lassen, wenn er eine Werkstatt hat? Es gibt aber Händler, die keine beigestellte Technik einbauen wollen, wg. Gewährleistung und entgangenem Gewinn.

Das Kabel für die Anzeige kannst Du Dir sparen, wenn du statt des Votronic-BCs einen BlueBattery verbaust, der liefert die Daten per Bluetooth aufs Handy und funktioniert mit allen üblichen Solarcontrollern und allen Stromquellen und Batterien.

bis denn,

Uwe

hmarburg am 26 Feb 2019 10:18:33

mv4 hat geschrieben:ich persönlich würde mir das ganze gedöns mit der AMG sparen und gleich auf Li umbauen...in meinen ganzen Leben werde ich mit Sicherheit keine Blei Versorgungsbatterien mehr neu wo einbauen. Dazu überwiegen einfach die Vorteile von Li zu sehr. Mit einen 160Ah Li accu und 3x 100W Solar wirst du bei normaler Nutzung nie Landstrom brauchen.


Aktuell ist eine AGM verbaut, die ich nicht raus schmeißen will. Troztdem möchte ich die Kapazität erhöhen. Wenn mal die beiden AGMs das zeitliche segnen, switche ich auf LI um.
Ich muss mir dann zwar was wegen dem EBL von Schaudt einfallen lassen, denn die kann kein LI. Aver ich habe ja dann noch den Votronic Tripple und der kann LI.

Danke für den Tip mit dem Temperatursensor.

hmarburg am 26 Feb 2019 10:25:47

Tinduck hat geschrieben:Das mit dem Votronic Triple würd ich mir gut überlegen. 2 Nachteile: ...
Zum Kabelverlegen, ja nun... entweder mutig selber schrauben oder ein wenig Geld beim Händler lassen...
Das Kabel für die Anzeige kannst Du Dir sparen...


Hallo Uwe,

vielen Dank für deine Antwort. Bezüglich der Nachteile hast du mich ins Grübeln gebracht. Ich glaube ich muss da noch mal in mich gehen.
Das mit dem Einbau muss ich noch prüfen. Vielleicht lasse ich das als Einsteiger erstmal vom Händler machen. Auch wegen der Garantie.
Bezüglich deines Vorschlages mit der Batterie muss ich sagen, dass die AGM von Banner aktuell eingebaut ist und ich diese nicht wegwerfen werde. Als zweite Batterie ist geplant eine baugleiche zu verwenden.

mv4 am 26 Feb 2019 10:49:12

das der schaudt keine eigene Li Ladekurve hat/kann ist kein Nachteil...erstens brauchst du eigentlich nie Landstrom...zweitens solange du nicht über 14,4 V lädst stört das den Li gar nicht. Das du die jetzt neu eingebaute AMG nicht wegwerfen willst ist mir schon klar...aber manchmal kann mit mit dem Händler einen Deal machen das er sie übernimmt und dafür dir das Geld gutschreibt...Garantie ist natürlich auch ein Argument.

hmarburg am 26 Feb 2019 23:19:29

mv4 hat geschrieben:...aber manchmal kann mit mit dem Händler einen Deal machen das er sie übernimmt und dafür dir das Geld gutschreibt...Garantie ist natürlich auch ein Argument.


Da der Händler mit Sitz in der Nähe von Karlsruhe - ich komme aus Kitzingen in der Nähe von Würzburg - nicht gleichzeitig meine betreuende Werkstatt sein wird, muss ich mal sehen, was machbar ist.

Pitweirich am 10 Mär 2019 14:52:05

Hallo Zusammen,

ein wichtiger Hinweis aus dem VAN I Thread. Auf die Ladeeinstellung des Ladegeräts achten. Die Händler (habe ich bestätigt bekommen) wissen teilweise nicht, dass es wichtig ist die Ladegeräte richtig einzustellen. Diese müssen auf AGM an dem kleinen roten Schalter links eingestellt sein. Bei mir war das bei Auslieferung falsch (trotz gegenteiliger Auskunft) Dazu muss man unbedingt mal hin und herschalten, sonst sieht man das nicht. Die ´Säure Blei Einstellung zerstört eine AGM Batterie wegen des hohen Ladestroms ziemlich schnell. Die AGM Einstellung ist für eine Säure Blei Batterie OK.

andwein am 10 Mär 2019 15:18:35

Pitweirich hat geschrieben:Die ´Säure Blei Einstellung zerstört eine AGM Batterie wegen des hohen Ladestroms ziemlich schnell. Die AGM Einstellung ist für eine Säure Blei Batterie OK.

Der Hinweis, die Ladeeinstellung am Ladegerät zu überprüfen ist wichtig und richtig!
Die Begründung und der Schluß daraus ist aber leider falsch. Der Lader liefert nur den Strom, den die Batterie will! Der Lader begrenzt ihn höchsten.
Die Ladespannung ist es, die, wenn zu hoch, die Batterie gasen lässt. Dabei verliert die Batterie Wasser, das bei AGM nicht nachgefüllt werden kann.
Eine Blei/Säure Einstellung entspricht 14,1V, das ist für eine AGM nicht schädlich, aber auch nicht optimal
Eine AGM-Einstellung entspricht meist 14,7V, das ist für eine Blei/Säure Batterie langfristig der Tot, denn sie gast ab 14,2V.
Gruß Andreas

hmarburg am 10 Mär 2019 15:26:29

Hallo Andreas und Pitweirich,

vielen Dank für eure Hinweise und Informationen.

Ich habe noch eine andere offene Frage, vielleicht könnt ihr mir da weiter helfen.

Was für eine Lichtmaschine ist im Peugeot Boxer 160 PS verbaut? Ist es schon eine "smarte" Variante?

proff56 am 10 Mär 2019 16:06:38

andwein hat geschrieben:Eine Blei/Säure Einstellung entspricht 14,1V, das ist für eine AGM nicht schädlich, aber auch nicht optimal
Eine AGM-Einstellung entspricht meist 14,7V, das ist für eine Blei/Säure Batterie langfristig der Tot, denn sie gast ab 14,2V.

Meine Erfahrung mit Schaudt EBL251: Es gibt zwar den Schalter zur Unterscheidung Gel/AGM oder Säure, aber laut Bed.Anleitung wird damit nicht die Spannungskennlinie geändert, sondern nur die Zeit für Voll-Laden (4 oder 16Std).

Zur Votronic Triple VBCS 45/30/350:
M.E. würde bei 160Ah Gesamtkapazität auch das kleinere ausreichen - und bei Verwendung des Triple unbedingt das Netzteil von Schaudt "entfernen/ausschalten", ebenso die KFZ-ladung abklemmen (und an Triple)

Bei der Verdrahtung des Triple unbedingt die Verdrahtung der Masse-Punkte gemäß Anleitung einhalten. Ich spreche aus eigener Erfahrung (und monatelanger Fehlersuche - leider ist die bisherige Bed.Anleitung nicht ganz eindeutig): den Minus-WoMo-Batterie möglichst nicht mit eigenem Masse-Punkt an der KFZ-Karosserie verbinden sondern "nur" eine einzige Verbindung zur Starterbatterie(-KFZ-Massepunkt). Die Elektronik ist sehr empfindlich und arbeitet nur korrekt, wenn der "Massepunkt" von allen "Geräten", d.h. vom Schaudt-Verteiler, Triple etc dicht an der Aufbaubatterie verdrahtet ist und der Minus der Solaranlage direkt (!!) an der Minus-Klemme des Triple angeschlossen ist. Dann aber funktioniert die Anlage super! Will man nicht vom Handy allein abhängig sein, lohnt sich das LCD-ChargeControl gewiss, ein Blick, und man weiß um Zustände Bescheid. Blue-Batterie zeigt m.W. nicht an, welche Ladung gerade aktiv ist.

Das Argument "ein Gerät defekt, alles defekt" ist zwar plausibel, aber andererseits laden drei eigene Geräte eher "gegeneinander" und mit "eigener Willkür" - das Triple kann da viel mehr und somit die Batterie eindeutig korrekt behandeln. Zudem bedenke, für welche "lebenswichtigen" Geräte will ich Ersatz mitnehmen? Die Gefahr einer Reifenpanne ist größer .... aber Ersatzreifen werden eingespart. :mrgreen:

"Verschenkst Du Ladestrom der Solarpanels" ist relative Meinung .... zum Einen gibt es diesbezüglich bei Verwendung von "Landstrom" einstellbare Parameter am Triple und zum Anderen, während der Fahrt wird die Aufbau-Batterie vom Booster geladen .... soll die Solaranlage den Mehrverbrauch an Sprit einsparen?

Ein letzter Punkt (nicht seltener Fehler): Achte darauf, welche Max-Spannung die Solarzellen haben, Triple kann nur bis 28V(?), siehe Anleitung.

hmarburg am 10 Mär 2019 16:49:55

proff56 hat geschrieben:Meine Erfahrung mit Schaudt EBL251...

Ich werde einen Schaudt EBL252 haben und der kann laut Bedienungsanleitung AGM mit 14,7V laden.

Zur Votronic Triple VBCS 45/30/350:
M.E. würde bei 160Ah Gesamtkapazität auch das kleinere ausreichen - und bei Verwendung des Triple unbedingt das Netzteil von Schaudt "entfernen/ausschalten", ebenso die KFZ-ladung abklemmen (und an Triple)

Den VBCS 45/30/350 habe ich deswegen gewählt, weil ich da mehr Solar (350 Wp) anschließen kann.
Wenn ich die Infos über die Ladetechnik richtig interpretiere kann der VBCS zusammen mit dem Schaudt am Landstrom arbeiten. Warum soll ich dann das Netzteil vom Schaudt deaktivieren. Und wenn, wie soll das gehen, Netzstecker vom Schaudt ziehen?

Bei der Verdrahtung des Triple ...

Danke für die Tipps. Das mit der Masseproblematik war mir bewusst.

Das Argument "ein Gerät defekt, alles defekt" ist zwar plausibel...

Das sehe ich auch so!

Ein letzter Punkt (nicht seltener Fehler): Achte darauf, welche Max-Spannung die Solarzellen haben, Triple kann nur bis 28V(?), siehe Anleitung.


Danke für die Infos, das werde ich noch checken müssen.

proff56 am 10 Mär 2019 18:22:19

hmarburg hat geschrieben:Den VBCS 45/30/350 habe ich deswegen gewählt, weil ich da mehr Solar (350 Wp) anschließen kann.
Wenn ich die Infos über die Ladetechnik richtig interpretiere kann der VBCS zusammen mit dem Schaudt am Landstrom arbeiten. Warum soll ich dann das Netzteil vom Schaudt deaktivieren. Und wenn, wie soll das gehen, Netzstecker vom Schaudt ziehen?

Ja, stimmt, an Deine 300W habe ich nicht gedacht :oops:

Das Ladegerät im Schaudt (so zumindest bei mir) ist ein eigenes Modul. Dies darf keinesfalls in Betrieb bleiben, es würde contraproduktiv gegen den Triple arbeiten. Es sollte genügen, die 230V-Netzzuleitung wegzulassen (ich habe es komplett ausgebaut); beim EBL251 gibt es eine Sicherung für "internes Lademodul", die würde ich vorsichtshalber auch entfernen und dies auch am EBL kennzeichnen, damit "Fremde" nichts falsch machen können.

Info: Den Block (3?) für "Zusatzladegerät", sowie Anschluss von Starterbatterie (zum Laden) nicht verwenden, lediglich Block (1?) für Kühlschrank bleibt. Ebenso wird - logischerweise wegen Triple - der Solaranschluss nicht verwendet. Die Blocknummern könnten bei Dir andere sein, deshalb das Fragezeichen. Schaltplan des EBL252 habe ich nicht vorliegen.

Vom Prinzip übernimmt das Triple die komplette Lade- und Stromtechnik, dies kann es besser als das Schaudt. Das EBL bleibt lediglich als Verteiler und als "Hauptschalter" bestehen. Damit am Schaudtpanel auch die Anzeige von Nutzung des Landstroms (230V) angezeigt wird, habe ich die Klemme "+86" vom Triple auf die interne Ader des Schaudt EBL (A10) geklemmt. Dies ist (beim EBL251) die Verbindung A7 (Lademodul) auf A10 an der EBL-Platine, anders ausgedrückt, von Klemme A7 des internen Lademoduls wird die (bei mir graue) Ader abgeklemmt und mit der Klemme "+86" des Triples verbunden.
Natürlich ist das ein Eingriff in das Schaudtgerät - eventuelle Konsequenzen muss man bedenken. :roll: Ich (als Fachkraft Elektriker) habe damit keine Probleme, zumal die Garantiezeit mittlerweile abgelaufen ist. :oops:

hmarburg am 10 Mär 2019 23:29:46

Vielen Dank für die detaillierte Ausführung.

Ich habe zwar mal gelesen, dass es kein Problem ist zwei Ladegeräte auf die Batterien los zu lassen, war da aber schon skeptisch. Es stellte sich mir die Frage was passiert, wenn die jeweiligen Ladeprogramme nicht im Gleichtritt sind.

Was ich raus gefunden habe ist, das der Unterschied zwischen EBL 251 und EBL 252 nur die eingeprägten Ladekurven für die verschiedenen Batterietypen sind. In der Bedienungsanleitungen vom EBL 252 ist das gleiche Schaltbild wie beim EBL 251. Ansonsten sind die Geräte baugleich.

Da ich auch vom Fach bin - okay, nicht Fahrzeugelektrik - werde ich das mit dem Ausbau der Ladeeinheit sowie das mit der Klemme +86 hin bekommen.
Du hast noch geschrieben, dass der Anschluss von der Starterbatterie (zum Laden) nicht zu verwenden ist. Heißt das, dass ich die Verbindung von der Starterbatterie (abgesichert mit 50 A) beidseitg abklemmen soll?


Danke nochmals für deine Beiträge!

Gruß, Holger

proff56 am 11 Mär 2019 12:24:09

hmarburg hat geschrieben:Du hast noch geschrieben, dass der Anschluss von der Starterbatterie (zum Laden) nicht zu verwenden ist. Heißt das, dass ich die Verbindung von der Starterbatterie (abgesichert mit 50 A) beidseitg abklemmen soll?

Ich habe diese Leitung incl. Sicherung wiederverwendet. Am EBL habe ich diese abgeklemmt und direkt auf Klemme "Start" des Triple angeschlossen. Mein Triple sitzt allerdings in Nähe des EBL-Verteilerblocks, da war das Umklemmen problemlos möglich - bei Dir könnte die Neuverlegung zur Starterbatterie vielleicht sinnvoller sein, und die vorhandene Absicherung(50A) kann man ja wiederverwenden. Wie schon erwähnt, die Kühlschrankversorgungsleitungen (Block1) bleiben.


So nebenbei erwähnt: Ich gehe bei meiner Anlage noch einen Schritt weiter. :mrgreen:
Ich bin soeben dabei, auch das Bedienpanel LT315 rauszuschmeissen, wegen mehreren Gründen: Die Spannungsanzeige ist weniger Wert als ein Schätzeisen, das LCD-Panel des Triple liefert bessere Werte. Das Einschalten der Wasserpumpe ist sehr umständlich, dass kann man auch mit simplen Taster bequemer machen. Mit dem Batteriecomputer SmartShunt kann man mittels des Kontakts am Shunt die 12V-Zentralschaltung relativ einfach realisieren. Dazu lege ich die negativen Schaltinmpulse für die beiden Bistabilen Relais HS1 und HS2 (auf Steckverbinder Block7) auf zwei monostabile FF-Schaltungen, welche den Kontaktzustand des SmartShunts abfragen. Die Wasserstände frage ich mit eigener Elektronikschaltung ab - die beiden Fühlerleitungen liegen ja hinter dem Schaudtkontollpanel. Des weiteren plane ich im nachfolgenden Schritt, meine beiden Aufbaubatterien (2x 75Ah) gegen eine LiYFePO4-Batterie (100Ah) auszutauschen, was bei meinem augenblicklichen Umbau bereits berücksichtigt wird. Leider kannte ich mich bei Bestellung meines WoMos vor zwei Jahren mit dieser Technik noch nicht aus und wußte nichts von den Vorzügen - da hätte ich mir Gewicht und Kosten der zweiten Aufbaubatterie (bei Nachrüsten der Solarzelle) sparen können. Was soll's, ist ja auch ein schönes Hobby :lol:

spider53 am 11 Mär 2019 13:32:55

proff56 hat geschrieben:Ein letzter Punkt (nicht seltener Fehler): Achte darauf, welche Max-Spannung die Solarzellen haben, Triple kann nur bis 28V(?), siehe Anleitung.


Es gibt wohl eine aktuelle Version, die bis zu 36 V verträgt siehe Website von Votronic. Ich habe auch noch die alte Version.

Das mit "3 in 1" und der Ausfallproblematik sehe ich recht entspannt. Wie oft fällt ein Netzteil aus? Sehr selten. Aber die ganze Verdrahtung von Netzteil/Solarregler/Booster ist nicht zu verachten. 35mm² oder 50mm² Kabel sind ganz schön störrisch, besonders, wenn man nur sehr kurze Stücke hat. Ich habe den Umbau bisher nicht bereut. Und eine zusätzliches Ladegerät habe ich sowieso immer dabei.

Gruß spider53

andwein am 11 Mär 2019 17:12:39

proff56 hat geschrieben:....Meine Erfahrung mit Schaudt EBL251: Es gibt zwar den Schalter zur Unterscheidung Gel/AGM oder Säure, aber laut Bed.Anleitung wird damit nicht die Spannungskennlinie geändert, sondern nur die Zeit für Voll-Laden (4 oder 16Std)..

Nein, definitiv nicht. Es wird die Zeit und die Ladeschlussspannung geändert! Einfach einmal messen! Die höhere Spannung ist ausschlaggebend, es fließt mehr Strom, deshalb muss die Zeit kürzer/länger werden
Gruß Andreas

proff56 am 11 Mär 2019 18:55:09

andwein hat geschrieben:Nein, definitiv nicht. Es wird die Zeit und die Ladeschlussspannung geändert! Einfach einmal messen!

Mag sein, aber dann ist meine (und die einzig erhältliche zugehörige) Bedienungsanleitung falsch!
Laut in Bed.Anleitung dargestellter Ladekurve und zugehörigem Text
"UoAutomatische Umschaltung auf Voll-Laden mit konstant 14,3 V. Die Dauer der Voll-Lade-Phase richtet sich nach der Batterieart und wird am Gerät eingestellt"
steht dort das von mir Gesagte. Und gleiches gilt auch für die separate Anleitung des LAS1218A, welches/dessen Modul auch im EBL eingebaut ist. :roll:

Nachmessen ist für mich irrelevant, da ich es ja nicht benutze :mrgreen:

andwein am 12 Mär 2019 10:35:09

proff56 hat geschrieben:...Mag sein, aber dann ist meine (und die einzig erhältliche zugehörige) Bedienungsanleitung falsch!
Laut in Bed.Anleitung dargestellter Ladekurve und zugehörigem Text

Sorry, da steht genau das was ich gesagt habe, nur mit anderen Worten:
Es wird auf 14,3V umgeschaltet und die Ladezeit richtet sich nach der eingestellten Batterieart, also Spannung und Zeit!
Freundliche Grüße, Andreas

proff56 am 12 Mär 2019 11:20:10

andwein hat geschrieben:Sorry, da steht genau das was ich gesagt habe, nur mit anderen Worten:
Es wird auf 14,3V umgeschaltet und die Ladezeit richtet sich nach der eingestellten Batterieart, also Spannung und Zeit!

Deine Interpretation kann ich leider nicht nachvollziehen - woraus ziehst Du den Schluss, dass die Spannung in der Phase" Voll-Laden" sich nach Batterieart ändert, bzw. das Ladegerät verschiedene Konstantspannungen liefert? In der Anleitung werden nur zwei verschiedene genannt. :roll:

Nochmals erläutert:
Im Bild5 auf S10 sind zwei Spannungen angegeben: obere Linie Uo=14,3V für Voll-Laden , untere Linie für Erhaltungsladung U=13,8V. Auch im Text darunter wird keine weitere oder andere Spannung genannt.

Die Voll-Laden-Phase dauert bei Blei-Säure 4h, bei Gel 16h (siehe Ladekurve). Auch dazu wird im Text darunter keine andere Aussage gemacht, es heißt " ...Dauer richtet sich nach der Batterieart...", also auch keine Rede von einer Unterscheidung der Batterieart in Bezug auf die verwendete Lade-Spannung. Ist diese feste Zeit abgelaufen (also 4h oder 16h), geht das Ladegerät auf 13,8V Konstantspannung, die Erhaltungsladung.

Im Text heißt es lediglich, dass das Hauptladen auf einen maximalen Strom begrenzt ist und danach das Voll-Laden mit Konstantspannung erfolgt. Logischerweise unterscheidet sich beim Hauptladen der Spannungsverlauf nach Batterieart bzw. auch nach Batteriekapazität, aber immer bei Erreichen von 14,3V geht das Ladegerät in Konstantspannungs-Modus von 14,3V und es beginnt das Voll-Laden.

andwein am 12 Mär 2019 17:02:21

proff56 hat geschrieben:...Deine Interpretation kann ich leider nicht nachvollziehen - woraus ziehst Du den Schluss, dass die Spannung in der Phase" Voll-Laden" sich nach Batterieart ändert, bzw. das Ladegerät verschiedene Konstantspannungen liefert? In der Anleitung werden nur zwei verschiedene genannt.

Weil es nicht nur Nass und Gelbatterien gibt, deren Ladeschlussspannung nahe beieinander (14,2 und 14,3V) liegen, sondern auch AGM-Batterien. Und da liefert der Lader dann zumindest 14,3V und 14,7V. Und diese Lader haben drei Schalterstellungen, z.B.
Nass, Nachladephase 14,2V über 4h
Gel, Nachladephase 14,3V über 16h
AGM, Nachladephase 14,7V über 6-8h
Die Erhaltungsladung als vierte Spannung ist auch eine Konstantspannung und liegt bei 13,6-13,8V!!!!
Achtung: Das ist ein Beispiel, die verschiedenen Hersteller haben unterschiedliche Ladedauer.
Achtung: Die von den verschiedenen Herstellern programmierten Ladezeiten gelten für 80-100Ah Batterien. Erweitert jemand auf 2x100Ah stimmt keine der Ladedauerzeiten, die verdoppeln sich nämlich. Einer der Gründe warum viele nur mit halbgeladenen Batterien durch die Gegend fahren, 120Ah entnehmen (die haben sie ja angeblich netto) und sich dann wundern warum die beiden Teile nach 3 Jahren defekt sind. Kommt dann noch eine reduzierte Ladespannung dazu, 14,3V anstatt 14,7V für AGM, verstärkt sich der Effekt.
Jetzt habe ich für viele eine Menge zum Nachdenken geschrieben, Sorry, Gruß Andreas

proff56 am 12 Mär 2019 17:27:49

andwein hat geschrieben:Weil es nicht nur Nass und Gelbatterien gibt, deren Ladeschlussspannung nahe beieinander (14,2 und 14,3V) liegen, sondern auch AGM-Batterien. Und da liefert der Lader dann zumindest 14,3V und 14,7V. Und diese Lader haben drei Schalterstellungen, z.B. ....
...Jetzt habe ich für viele eine Menge zum Nachdenken geschrieben, Sorry, Gruß Andreas

Ok, da stimme ich Dir zu. Aber leider, auch "heute" noch nicht, werden vom einfachen Schaudt-Ladegerät mit seinen minimalistischen zwei Schalterstellungen diese "grundsätzlichen Sachverhalte" berücksichtigt - dass war auch bei meinem ersten Gerät von 2005 der Fall :evil: Diese Erfahrung war auch ein Grund, warum ich auf das Ladegrät von Votronik gewechselt habe und den vorhandenen Schaudt-Verteilerblock als" Beigabe" ohne Lademodul benutze.

hmarburg am 19 Mär 2019 21:13:30

Ich habe nun mal meine Planungen verfeinert und für die 3 Phasen Verdrahtungspläne gezeichnet.

Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere einen prüfenden Blick darauf werfen und mich auf Fehler bzw. Unvollständigkeiten hinweisen könnte.

Ist-Zustand
26370

Phase 1.1: 2. Bordbatterie
26371

Phase 1.2: Ladebooster
26372

Phase 2: Wechselrichter
26373

Phase 3: Solaranlage
26374

Auf dem Plänen sind folgende Sicherungswerte nicht zu sehen:
Sicherungen für Sense-Leitungen 5A
Sicherung zwischen Bordbatterien und Sicherungshalter 100A
Sicherung zwischen Bordbatterien 80A
Sicherung zwischen Bordbatterien und Ladebooster 60A
Sicherung zwischen Bordbatterien und EBL 50A
Sicherung zwischen Bordbatterien und Wechselrichter 80A

Als Solaranlage plane ich 300Wp zu installieren, 2x 100WP hinten, rechts und links vom Schlafraum-Heki, 2x 50 Wp im Bereich Küchenblock. Details kann ich aber erst planen, wenn ich das WoMo abgeholt habe.

Acki am 17 Apr 2019 07:18:55

hmarburg hat geschrieben:...
Bezüglich deines Vorschlages mit der Batterie muss ich sagen, dass die AGM von Banner aktuell eingebaut ist und ich diese nicht wegwerfen werde. Als zweite Batterie ist geplant eine baugleiche zu verwenden.

Wenn Du die neue AGM - verständlicherweise - behalten willst, gegebenenfalls aber schon in Richtung Zukunft schauen/planen/bauen willst, dann schau Dir doch einmal die Threads hier über Hybrid-Systeme an ...
--> Link
--> Link

hmarburg am 17 Apr 2019 10:25:06

Acki hat geschrieben:Wenn Du die neue AGM - verständlicherweise - behalten willst, gegebenenfalls aber schon in Richtung Zukunft schauen/planen/bauen willst, dann schau Dir doch einmal die Threads hier über Hybrid-Systeme an ...
--> Link
--> Link


Hallo Acki,

vielen Dank für den Hinweis und die Links. Werde mich in den nächsten Tagen damit beschäftigen.

Gruß, Holger

hmarburg am 12 Aug 2019 19:27:24

Hallo Zusammen,

ich wollte kurz mal meine aktuelle Planung vorstellen. Wichtige Änderung zu meiner ersten Planung ist, dass ich mir eine 150Ah LiFePO4 von Liontron im Austausch zur 80Ah AGM unter den Fahrersitz bauen werden. Der Wechselrichter, ein 600W-Gerät mit NVS von Votronic wandert unter den Tisch an die Wand, Dort passt er für uns besser hin. Der Platz unter dem Beifahrersitz wird nicht mehr für die Elektrik benötigt und ist jetzt Lagerort für diverse Bordwerkzeuge.

Hier meine überarbeiteten Verdrahtungspläne, auch wenn sie für einzelne eventuell wieder zu kompliziert sind.

Ist-Zustand:

26988

Austausch Akku und Einbau Ladebooster:

26989

Einbau Wechselrichter:

26990

Einbau Solar:

26991

Montage Solarmodule (vorläufig)

26992

Nachdem ich mir mal den Platz auf dem Dach und die Problematik der Abschattung angesehen habe bin ich noch am Überlegen ob ich die großen Module mit 100Wp in je zwei Module mit 50Wp tausche.

Bin sehr interessiert, was ihr davon haltet aber auch ob ihre Fehler bzw. Unstimmigkeiten entdeckt.

Gruß, Holger

aussenduscher am 31 Aug 2019 11:41:02

Hallo,
ist "off topic" :roll:
Bin leider noch nicht so lange aktiv im forum um pn zu verschicken :wink:
Intressiere mich auch für den Knaus Van Ti 650 Meg platinum, meine Frage wie bist du zufrieden mit dem peugeot Motor und mit der Heckkamera ?
Und was macht deine Elektroplanung ?
Währe schön eine pn zu bekommen was vieleicht auch zu beachten wäre bei dem Modell.
Grüsse aus Frankfurt Jürgen

hmarburg am 31 Aug 2019 12:28:40

Hallo Jürgen,

wir sind mit dem Van TI sehr zufrieden und bereuen unser Wahl nicht. Für uns hat das Fahrzeug alles was unser Herz begehrt.

Der Peugeot Motor mit 160PS auf 2 Liter Hubraum ist für die Fahrzeuggröße eine brauchbare Maschine. Gefühlt könnte sie etwas mehr Hubraum und Drehmoment haben, damit sie von unten raus mehr Leistung hat, so darf man halt nicht ganz so schaltfaul sein.

Die Rückfahrkamera war für mich etwas gewöhnungsbedürftig da sie, im Gegensatz zum PKW, sehr weit oben sitzt und somit der Blickwinkel ungewohnt war. Davon ab macht sie ein gutes Bild auf dem Pioneer Multimediagerät. Die auf dem Bild sichtbaren Begrenzungslinien mussten wir aber erst noch gemäß Bedienungsanleitung anpassen, und das ist schon eine Fummelei auf dem Touch-Bildschirm. Außerdem kann man die Kamera am Multimediagerät auch manuell zuschalten um sie als Rückspiegel zu benutzten.
Das integrierte Navigationsgerät ist speziell für Wohnmobile konfigurierbar. So kann man die Außenmaße des Fahrzeugs und das zGG eintragen. Das wird dann bei der Routenberechnung berücksichtigt.

Worauf du achten solltest:
- Leichtgängigkeit des Schließmechanismus der Türen zur Heckgarage
- Saubere Verarbeitung der Folierung
- Funktion der Gasdruckfedern an den aufklappbaren Fußteilen am Bett. Diese müssen mit dem Matratzenteil beim aufklappen oben bleiben.
- Dichtungsgummi an den Dachluckenfenstern, diese sind in einer Rille eingeklebt, fallen aber ab und zu raus

Wie wir das Fahrzeug im Juni diesen Jahres übernommen haben, habe wir uns vorab eine Checkliste gemacht, nach der wir das Fahrzeug durchgegangen sind.
Was auch sehr wichtig ist, ist die Qualität des Händlers und seiner Werkstatt. Da solltest du ein Augenmerk darauf haben. Wir waren nicht so glücklich über unsere Wahl.

Falls es dich interessiert, was wir so am Fahrzeug nachgerüstet haben findest du hier --> Link noch paar Informationen.

Bei der Erweiterung der Elektrokapazität sind wir gerade dabei das Elektromaterial und die Geräte zu beschaffen. Hierfür fahren wir nächstes Wochenende auf die Caravan nach Düsseldorf um vielleicht das ein oder andere Schnäppchen zu machen. Ende September erfolgt dann der Umbau.

Gruß, Holger

aussenduscher am 31 Aug 2019 13:18:44

Hallo,
vielen dank für die Mitteilung.
Bin auch nächste Woche auf der Messe, ja mit dem Händler fällt und steht alles lege da auch nen Augenmerk drauf.
Wünsche gutes gelingen für die Elektroplanung, werde alles verfolgen und eine Wasserstandsmeldung abgeben.
Schöne Wochenende
Gruß Jürgen 8)

hmarburg am 10 Okt 2019 18:24:00

Hallo Zusammen,

ich möchte euch mit den folgenden Beiträgen von meiner Erweiterung der Elektrokapazität berichten.

Nach ausführlichen Recherchen und reiflichen Abwägungen habe ich mich dazu entschieden die Kapazitätserhöhung der vorhanden 80Ah AGM Batterie mit dem Austausch durch eine 150Ah LiFePO4 Batterie zu realisieren.
Die Vorteile dieses Batterietyps sind seine hohe Lebensdauer (Ladezyklenzahl) und die hohe Kapazitätsausbeute. Als Nachteil ist zu nennen, dass ein Laden unterhalb 0 °C der Batterie schadet, außerdem ist der Anschaffungspreis nicht ohne.
Gegenüber meinen anfänglichen Planungen wurde zum Freischalten der zukünftigen LiFePO4 Batterie ein Batteriehauptschalter in die Plusleitung zum Verteiler mit aufgenommen. Außerdem wurde zur Überwachung des Akkus ein Batteriecomputer integriert.
Mit dem folgenden Schaltplan habe ich meine Ideen dokumentiert. Der Schaltplan wird Bestandteil der Fahrzeugdokumentation. Somit ist es mir noch nach Jahren möglich mich zurecht zu finden und sollte ich das Fahrzeug mal veräußern wird auch der Nachbesitzer froh sein, wenn er nachsehen kann was, wie wo verkabelt ist.

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hmarburg am 10 Okt 2019 18:38:35

Hier nochmal mein Plan:

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hmarburg am 10 Okt 2019 18:45:57

2. Materialbeschaffung
Aus dem Schaltplan heraus habe ich mir dann eine Stückliste erzeugt und das benötigte Material beschafft:
• LIONTRON Lithium LiFePO4 LX Smart BMS 12,8V 150Ah
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• VOTRONIC VBCS 45/30/350 Triple VCC-Wandler 12V-12V/45A, AC-Netz 12V/30A, MPP-Solar 350Wp
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• VOTRONIC MobilPOWER Inverter SMI 600 Sinus-NVS
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• BlueBattery D1 - Black Edition Batteriecomputer (200A)
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• HELLA Hauptschalter, Batterie, 250A
• Marine Einfachsicherungshalter für MRBF-Sicherung 150A
• Hartpapierplatte (Pertinax) 3mm stark für die Sicherungs- und Masseverteilung sowie den Batteriecomputer
• KFZ-Sicherungshalter 4-fach für Midi-Sicherungen + 1 Mega-Sicherung (Vorsicherung)
• KFZ-Sicherungshalter 1-fach für Midi-Sicherungen
• KFZ-Sicherungshalter 4-fach für Flach-Sicherungen
• KFZ-Sicherungen (midi und flach)
• Potenzialausgleichsschiene (Gebäudetechnik) als Minussammelschiene
• Fahrzeugleitungen 50, 16, 10 qmm in rot und schwarz für die Leistungsverdrahtung, 1 qmm in diversen Farben für die Signalverdrahtung und 4qmm grün/gelb für Schutzbeschaltung Wechselrichter.
• Mehraderleitung PVC 3x 1,5 qmm für 230V
• Vorgedruckte Leitungsbezeichnungsschilder
• 3-fach Tischsteckdose Schuko
• KFZ Gewebeisolierband selbstklebend
• Batteriemasseband
• Rohrkabelschuhe, diverse Quetschkabelanschlüsse und Aderendhülsen.
• Diverse Schrumpfschläuche
• Diverse WAGO-Verbindungsklemmen
• Diverse Kabelbinder
• Diverse Schrauben, Unterlegscheiben, Sprengringe und Muttern (Edelstahl)
• Batterie Terminal Abdeckungen, weicher Kunststoff Rot und Schwarz
• PVC Kunststoffkabelkanal grau
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hmarburg am 10 Okt 2019 19:46:21

3. Werkzeuge
Für den Umbau wurden folgende Werkzeuge benötigt:
• Multifunktionswerkzeug (Multitool)
• Stichsäge
• Akkubohrschrauber
• Metallfeilen
• Schraubendrehersatz (kreuz und flach)
• Steckschlüssel- und Bitsatz mit Umschaltratsche
• Saitenschneider
• Aderendhülsenzange
• Crimpzange
• Rohrkabelschuhzange (Druckkraft 8 Tonnen)
• Taschenmesser

hmarburg am 10 Okt 2019 19:46:47

4. Umbau
Als aller erstes habe ich das Wohnmobil durch den Hauptschalter am Bedienpaneel über der Tür entsprechend der Bedienungsanleitung ab geschalten und die Landstromversorgung entfernt sowie der Zündschlüssel ab gezogen. Weiterhin wurde das Fahrzeug gegen wegrollen gesichert – man weiß ja nie ;-).
Um Platz zu schaffen empfiehlt es dich die Sitzpolster der Sitzbank und den Tisch zu entfernen. Um den Tisch auszuhaken sind die Betätigungsflächen an den beiden Klemmbefestigungen runter zu drücken und der Tisch mit einer leichten Aufwärtsbewegung aus der Halteschiene zu lösen.

hmarburg am 10 Okt 2019 19:49:00

4.1. Ausbau Fahrersitz und alte Wohnraumbatterie
Zuerst habe ich die Front- und die Rückverkleidung der Sitzkonsole ausgebaut. Beide sind nur eingeclipt, wobei bei der hinteren mit zwei dünnen Flachschraubendrehern und viel Gefühl zu Werke zu gehen ist um die Haltenasen auf beiden Seiten auszuhaken.
Die Seitenverkleidungen der Konsole sind mit je drei Schrauben befestigt, die zum Entfernen zu lösen sind. Der erstmalige Ausbau der Abdeckung auf der Handbremsseite gestaltete sich etwas schwierig. Erst nachdem die Handbremse um ein paar Raster, also nicht voll, angezogen war, konnte diese leicht über den Handbremsgriff abgezogen werden.
Wichtig: Als erstes ist nun bei ausgeschalteter Zündung der gelbe Verbindungsstecker für die Ansteuerung des Gurtstraffers zu lösen. Hierfür ist der lilafarbene Schieber an der Außenseite des Verbindungssteckers einzudrücken und der Stecker aus der Buchse zu ziehen. Der Stecker ist danach entlang des Kabels durch den Drehteller hoch zuführen und kann auf der Sitzfläche abgelegt werden.
Um den Fahrersitz ausbauen zu können müssen laut den Beschreibungen, die man im Internet findet fünf Schrauben, drei auf der linken (Handbremse) und zwei auf der rechten Seite, die die Drehkonsole auf dem Konsolenrahmen fixieren entfernt werden. Weiterhin gibt es je Seite noch einen Gewindebolzen unter der Drehkonsole der von unten an den Konsolenrahmen mit Muttern verschraubt ist. Diese sind ebenfalls zu lösen. Zum Schluss ist noch der Drehstoppbolzen, der auf der rechten Seite durch die Drehkonsole auf dem Konsolenrahmen verschraubt ist zu entfernen. Bei sämtlichen Tätigkeiten muss man den Sitz auf der Konsole durch Drehen und Verschieben in eine geeignete Position bringen.
Da der Schraubenkopf auf der rechten Seite hinten beim Sitzeinbau vom Hersteller ziemlich ramponiert war, konnte ich die Schraube nicht auf drehen. Ich habe sie schlussendlich heraus gebohrt und beim Einbau durch eine Schrauben-Sperrmutter Kombination ersetzt.

Nachdem der Sitz aus dem Fahrerhaus gehoben war – Vorsicht, das Teil ist schwer - konnte ich die alte Wohnraumbatterie abgeklemmt und durch lösen der Halteklammern heraus nehmen. Die nicht mehr benötigten Leitungen zum Sicherungshalter werden samt diesen entfernt, die Kabelenden isoliert.

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Stocki333 am 10 Okt 2019 19:49:37

Hallo Holger
du hast einen Punkt in deiner Aufstellung vergessen.
Arbeitseifer.
Den hast du wirklich, Und eine super Dokumentation.
Das ist mir einen Punkt Wert. Den hast du dir wirklich verdient.
Franz

hmarburg am 10 Okt 2019 19:50:14

4.2. Anpassung Batteriehalteblech
Das auf dem Fahrzeugboden innerhalb der Sitzkonsole aufliegende Batteriehalteblech besitzt für den Einbau der neuen, größeren Batterie eine nicht ausreichend durchgängig gerade Fläche. Die störenden Kanten müssen entfernt werden. Hierzu habe ich die vorderen Halteschrauben, die die Sitzkonsole mit der Fahrzeugkarosserie verbinden mit einer Sechskantsteckschlüssel und einer großen Ratsche gelöst. Danach konnte ich das Batteriehalteblech nach vorne heraus ziehen.
Mit dem Multitool und einer Metallsägescheibe habe ich die störenden Kanten abgeschnitten und die Grate mit der Metallfeile entfernt. Danach kam das Blech wieder zurück an seinen Ort.

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hmarburg am 10 Okt 2019 19:52:00

4.3. Verteilerplatte
Die Verteilerplatte kommt unter die Frontabdeckung der Sitzkonsole und dient zur Befestigung der beiden KFZ Sicherungshalter auf der Vorderseite und der Minussammelschiene sowie dem Batteriecomputer auf der Rückseite. Durch die zentrale Anordnung der Sicherungen auf der Vorderseite der Verteilerplatte, die nach Einbau hinter der Frontabdeckung der Sitzkonsole zu finden sind ist es möglich schnell und unkompliziert diese zu prüfen und gegebenenfalls auszutauschen.
Für die Verteilerplatte wird die Hartpapierplatte mit der Stichsäge passend zugeschnitten. Im unteren Bereich wird eine Aussparung für die abgehenden Leitungen geschaffen. Für die Durchführung des Hauptanschlusses habe ich mit einer Lochsäge eine Öffnung eingebracht. Zwei Löcher für die Befestigung mit Kabelbindern wurden rechts und links oben an der Platte gebohrt.
Nachdem ich die Bauteile auf die Vorder- und Rückseite positioniert habe wurden diese passenden Schrauben und Muttern durch die eingebrachten Befestigungsbohrungen fixiert.
Nun da die mechanischen Arbeiten abgeschlossen sind, kommen die elektrischen Verbindungen zwischen den beiden Sicherungshaltern sowie die Sinusverbindung von der Minussammelschiene zum Batteriecomputer dran. Außerdem wurden der Flanschanschluss zum Batteriehauptschalter sowie der Sinusanschluss zur Batterie vorbereitet.

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hmarburg am 10 Okt 2019 19:53:31

4.4. Batteriehauptschalter
Für die Position des Batteriehauptschalters, der als Hinterbauschalter ausgelegt ist, wurde die linke Außenabdeckung der Sitzkonsole (Handbremsseite) ausgewählt. In dieser Lage ist der Schalter schnell zugänglich ohne störend zu sein.
Bei der Festlegung der genauen Position des Batteriehauptschalters ist die Lage der Stahlverstrebungen der Sitzkonsole zu berücksichtigen. Diese habe ich vor der Demontage von innerhalb der Sitzkonsole auf die Innenseite der Abdeckung mit einem Bleistift übertragen.
Für die Montage benötigte ich drei Löcher, ein großes für die Schalterwelle und 2 kleine für die Befestigungsschrauben. Die Löcher wurden mit einer Lochsäge bzw. einem Bohrer erzeugt. Mit zwei passenden Schrauben und Muttern erfolgte die Befestigung des Schalters.

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hmarburg am 10 Okt 2019 19:54:11

4.5. Kabelbaum
Für die Anbindung des Schaudt EBLs und der 12V-Verteilung im Sitzbankkasten zum Fahrersitz wird ein Kabelbaum benötigt. Die entsprechenden Leistungs- und Signalleitungen habe ich entsprechend dem Leitungsweg ab gelängt und mit KFZ Gewebeisolierband spiralförmig zu einem Kabelbaum gewickelt.

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hmarburg am 10 Okt 2019 19:54:52

4.6. Leitungsverlegung Fahrersitz zur Sitzbank
Als Leitungsweg war geplant vom Fahrersitz unterhalb des erhöhten Dinettenbodens zur Sitzbank zu gehen. Bei der Begutachtung des Bereichs mit einer Endoskop Kamera stellte sich heraus, dass auf Grund von Heizungsrohren und Kabelkanälen hier kein Durchkommen war.
Das führte zu der Entscheidung die Leitungen entlang des Sockels an der Außenwand unterhalb vom Tisch in einem Kunststoffkabelkanal zu führen. Der Durchbruch in den Sitzbankkasten erfolgte auf Höhe des 12V-Verteilers und wurde mit Holzbohrer und Multitool ausgeschnitten. Von dort führt der Kabelkanal runter bis kurz vor den Dinettenboden und dann oberhalb der Lüftungsöffnungen des Sockels bis zum Abschlussbrett an der B-Säule und dann noch auf selber Ebene ein Stückchen in Richtung Fahrersitz.
Um mit den Leitungen unter den Fahrersitz zu kommen habe ich die linke Außenabdeckung der Sitzkonsole (Handbremsseite) im hinteren Bereich und im mittleren Bereich jeweils unten mit Öffnungen versehen. Als Werkzeug diente dabei die Stichsäge. Das Entfernen der Schnittgrate erfolgte mit dem Taschenmesser.
Die Kabelkanäle habe ich mit der Stichsäge auf Stoß passend zurecht gesägt und mit kurzen Holzschrauben fixiert. Danach wurden noch die Deckel passend zurecht gesägt. Bei den Kanal- und Deckelschnitten wurden die Grate entfernt.
Der oben beschriebene Kabelbaum sowie die Mehraderleitung für die 230V-Schukosteckdosenleiste konnten so ordentlich verlegt werden. Im sichtbaren Verlegungsbereich wurden die Leitungen zusätzlich noch mit einem Kunststoffwickelband geschützt.

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hmarburg am 10 Okt 2019 19:57:27

4.7. Leitungsverlegung Fahrersitz zur Starterbatterie
Die Verlegung der 12V-Leitungen und des Batteriemassebands erfolgt unter dem Fahrerhausbelags hindurch. Hierfür habe ich mit einen scharfen Messer den Dämmschaumstoff unter dem Belag auf Höhe der rechten Sitzkonsolenbefestigung entfernt und die ab gelängten Leitungen und das Masseband durchgeführt.

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hmarburg am 10 Okt 2019 19:58:24

4.8. Leitungsverlegung Sitzkonsole
Innerhalb der Sitzkonsole habe ich die 12V-Leitungen entlang der linken oberen Sitzkonsolenstrebe gebündelt geführt. Die 230V-Leitungen liegen hingegen auf dem Batteriehalteblech. Die Datenleitung vom Tripple-Netzteil zum Batteriecomputer wurde entlang der rechten oberen Sitzkonsolenstrebe fixiert.

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hmarburg am 10 Okt 2019 19:58:51

4.9. Wechselrichter
Der Wechselrichter findet seinen Platz unter dem Tisch am Sockel an der Außenwand oberhalb des neu montierten Kabelkanals. Die fest angeschlossenen 12V Plus- und Minusleitung sowie die 230V Kaltgeräteanschlussleitung für die Netzvorrangschaltung habe ich durch den Kabelkanal in Richtung Fahrersitz mit verlegt. Die grün/gelbe Leitung für den Potentialausgleich des Wechselrichters hingegen wurde in den Sitzbankkasten geführt.

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