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Von Wohnmobil zu Wohnwagen, wer hats gemacht?


Sebastiane am 24 Feb 2019 22:01:36

Hallo Forum,

nach ausführlicher Recherche bin ich zwar schlauer, möchte aber trotzdem nicht auf die hoch geschätzte individuelle Beratung verzichten.

Aus verschiedenen Gründen, vorallem aber aus finanziellen Gründen überlegen wir unser Wohnmobil zu verkaufen und auf einen Wohnwagen umzusteigen. Die Idee ist ein "Offroad" Wohnwagen welcher aus einem Gitterrohrrahmen mit Achsen besteht auf welchem die Kabine aus Sandwich Platten aufgebaut ist, somit kann die Kabine ohne weiteres mit geringem Aufwand auf ein Fahrzeug montiert werden sofern wir das mal möchten. Der Wohnwagen soll gleichwertig autark werden wie es unser momentanes Wohnmobil ist, auch die gewünschte Offroadfähigkeit wird in Kombination mit dem bereits vorhandenen Zugfahrzeug erreicht.

Aber nun zur eigentlichen Fragestellung, wir Reisen meist bis zu 35% unserer Zeit und verbringen die restliche Zeit auf "freien" Stellplätzen, meist etwas abseits. Auch Wintercamping wird exzesiv betrieben. Wir verbringen also viel Zeit mit Fahren als auch im Wohnbereich. Städte sind so gar nicht unser Ding. Wie ist das so auf Reisen zu sein mit Wohnwagen? Wer hat den Umstieg gemacht und es bereut oder auch nicht aus welchen Gründen?

Vielen Dank schonmal für die Antworten und gerne gebe ich weitere Auskunft falls gewünscht um Antworten zu erleichtern.

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launcher20 am 24 Feb 2019 22:10:17

Ich glaube, den meisten hier ging es genau andersrum. Wir hatten mit dem Wowa zu viele Einschränkungen, die wir jetzt nicht mehr haben.

Gast am 24 Feb 2019 22:11:36

Hallo Sebastian,

so ganz passe ich nicht in Dein Suchschema. Wir sind nämlich gerade umgekehrt umgestiegen, von Wohnwagen auf Wohnmobil. Wir waren aber mit genau so einem Teil, wie Du es beschreibst, über 20 Jahre auf Reisen. Also ein Wohnwagen, der so autark und stabil war, wie ein Expeditionsmobil. Und bei dem man die Kabine auch abmontieren und auf nen Truck montieren konnte. Das haben wir jetzt gemacht.

Unser Wohnwagen hatte 240 l Frischwasserkapazität, 150 l Abwasser, 84 l Schwarzwasser, 220 Ah Batterie, fast 1 Kilowatt Solarleistung, 80 mm Wände, 2-Flaschen-Gasanlage und jede Menge Ausstattung an Bord. Damit waren wir viele Jahre in ganz Europa unterwegs, hauptsächlich freistehend. Also dass, was Ihr jetzt vorhabt, oder?

Kann ich Dir Fragen beantworten? Oder passt´s nicht so ganz?

Nette Grüße
Gode

DieselMitch am 24 Feb 2019 22:15:03

Ich habe beide Wege ausprobiert,
WoMo -> WoWa -> WoMo.

Viel Freistehen ist nicht mit einem WoWa, da werden argwöhnische Augen auf Dich schauen, auch welche in Blau :roll:

Es ist eben ein Unterschied, ob man mit einem selbstmotorisierten Gefährt irgendwo steht, oder "illegales Camping" mit einem abgestellten WoWa zu machen.

Nur so ... :roll:

Sebastiane am 24 Feb 2019 22:15:39

Gode hat geschrieben:Kann ich Dir Fragen beantworten? Oder passt´s nicht so ganz?

Nette Grüße
Gode


Na das passt doch optimal! So ziemlich das haben wir vor.

Wie bist du damit Offroad zurecht gekommen? (Bitte mit Definition was für dich Offroad ist, wie schwer der Anhänger war und welches Zugfahrzeug)
Hattet ihr das Gefühl weniger "frei" zu sein?
Hat euch der Anhänger eingeschränkt was die Mobilität betrifft?

Gast am 24 Feb 2019 22:26:35

Hallo Sebastian,

der Anhänger war 3,5 to schwer, die haben wir auch erreicht. In der ersten Generation (1992 - 2013) stand der auf 14 Zoll Rädern, damit sind wir Waldwege gefahren und hatten auch auf Wiesen oder unbefestigtem Gelände kein Problem. Der Neubau 2014 - 2017 wurde bescheuerterweise auf die kleinen 13 Zoll Räder gebaut - damit ging nix mehr. Nicht einmal mehr auf Straßen. Wir hatten 6 (!) Reifenpannen in der Zeit, mit dem alten nicht eine einzige. Letztlich war das auch der Grund für die Entscheidung, jetzt auf nen Truck umzusatteln.

Zugfahrzeug war anfangs ein Nissan Terrano I, der aber nur 2,6 to Anhängelast durfte. Daher sind wir 1994 auf nen Iveco Turbodaily umgestiegen, und 2005 auf dessen Nachfolger Iveco Daily 35C17V HPT mit 3 Liter Maschine. Die kam mit dem Anhänger super zurecht, aufgrund der langen Deichsel waren wir damit wendiger und beweglicher, als jetzt mit dem Truck.

Was wir damals sehr geschätzt hatten, war die Möglichkeit, abzukuppeln und nur mit dem Zugfahrzeug in Innenstädte oder zum Einkaufen fahren zu können. Nun war der Iveco aber auch nicht gerade ein Kleinwagen, so dass wir jetzt mit dem Umstieg auf den Truck keine sonderliche Umgewöhnung haben. Eigentlich fanden wir unsere Lösung sehr mobil und beweglich. Auch Fähren waren kein Problem. Nur öfter mal mit der Anhängerkupplung aufsetzen, vor allem wegen der langen Deichsel. Das hat uns sogar mal Rahmenrisse am Zugfahrzeug beschert.

Auf Stellplätzen haben wir ab und zu mal Probleme gekriegt, bis wir die Autarkie vorgezeigt hatten, dann ging´s meistens. Da unser Wohnwagen nicht nach Wohnwagen aussah, sondern nach Expeditionsmobil, hatten wir beim Freistehen nie Besuch von der Polizei oder vom Förster. Mit ner Weißware wäre das vielleicht anders gewesen.

LG Gode

Tinduck am 25 Feb 2019 09:42:05

Echte Offroad-Fähigkeit mit nem schweren Anhänger halte ich für ein Gerücht, sorry.

Feldwege, Schotterpisten, leicht nasse Wiesen, vielleicht sogar Sandpisten, wenn das Allrad-Zugfahrzeug richtig Power hat, OK. Aber im Gelände, also wirklich abseits der Strasse? Da schränkt ein Anhänger mangels angetriebener Achsen die Geländegängigkeit des Zugfahrzeugs extrem ein. Sind halt (ohne Luftdruck-Bremsanlage) 3,5 Tonnen Ballast, der bewegt werden muss und nur einen Krafteinlenkpunkt an ungünstiger Stelle hat.

Wenn die o. g. Einsatzgebiete ausreichen, kann es je nach persönlichen Gewohnheiten natürlich Sinn machen. Wir sind allerdings vom Wowa (T5 mit 560er Fendt) aufs Womo umgestiegen, weil man damit unterm Strich einfach mehr Flexibilität hat. Ein Wohnwagen wäre für uns nur von Vorteil, wenn man mehrere Wochen auf einem CP steht, weil man dann das Zugfahrzeug zur freien Verfügung hat.

Das Leben ist ein Kompromiss, aber ich denke, mit dem Womo muss man weniger Kompromisse machen als mit dem Wowa.

bis denn,

Uwe

thomas56 am 25 Feb 2019 09:58:13

für mich sind das Welten und von daher ein Umtausch undenkbar.
Kaum auf der Autobahn, macht meine Frau den ersten Espresso, spätestens nach 1h kommt der erste Toilettengang und danach der Mittagsschlaf......wie sollte das mit Wohnwagen funktionieren ohne dauernd anzuhalten und einen Rastplatz zu suchen?

Sebastiane am 25 Feb 2019 10:03:38

thomas56 hat geschrieben:wie sollte das mit Wohnwagen funktionieren ohne dauernd anzuhalten und einen Rastplatz zu suchen?


Espresso und Toilettengang IM STAU sind natürlich mega...aber während der Fahrt hinter zum schlafen gehen kommt für uns nicht infrage

Bezüglich Offroad, der Hänger wird wohl 2,5-3t maximal haben, das Zugfahrzeug hat eine Winde und der Hänger bekommt am Heck auch eine Winde, aber trotzdem wird das Gespann im Gelände nie so weit kommen wie der Ducato 4x4...das ist uns bewusst.

babenhausen am 25 Feb 2019 10:34:07

Sebastiane hat geschrieben:Bezüglich Offroad, der Hänger wird wohl 2,5-3t maximal haben, das Zugfahrzeug hat eine Winde und der Hänger bekommt am Heck auch eine Winde, aber trotzdem wird das Gespann im Gelände nie so weit kommen wie der Ducato 4x4...das ist uns bewusst.


Winde am Anhänger.... im Gelände... mit welcher Energie wird die betrieben? und wie geht das bei einem Zentralachser wenn das Stützrad im Dreck versinkt? Oder wird das ein Drehschemel?

Kleiner Tipp : Bei 3 000 Kg Anhänger wird die Winde sehr schwer wenn du was vernünftiges willst,meine Rotzler hatte etwa 400 Kg mit Seil und Umlenkrolle

Sebastiane am 25 Feb 2019 10:47:30

babenhausen hat geschrieben:Winde am Anhänger.... im Gelände... mit welcher Energie wird die betrieben? und wie geht das bei einem Zentralachser


Die Winde kommt ans Heck um das Gespann notfalls nach hinten herauszuziehen falls es nach vorne nicht geht. Nichts mit abhängen o.ä.

Die Winde zieht 4,6t und wiegt 40kg. Wenn ich mit VW Bus und Hänger so tief im Matsch stecke, dass 4,6t Zugkraft nicht reichen dann habe ich irgendetwas falsch gemacht.
Und ja mir ist bewusst, das man zum "bergen" eines Fahrzeuges mindestens die doppelte Windenleistung des Fahrzeuggewichtes benötigt, aber es gibt schließlich Umlenkrollen und ich habe nicht vor in solches Gelände zu fahren.
Mehr sorgen mach mir Steile Anstiege oder Abfahrten, da wirds mit Hänger ungemütlich wenn man rückwärts wieder wo runter muss.

Da der Hänger autark wird ist der Strom für die Winde vorhanden. Entsprechendes Relais welches alle anderen Verbraucher trennt vorausgesetzt um Schäden an der Bordelektronik zu vermeiden.

babenhausen am 25 Feb 2019 12:44:32

Bitte mach dich kundig wie die Zugkraft einer 40kg schweren E- Winde definiert ist.Viele Chinakracher geben ihre Zugkraft in ungebremst auf festem Grund horizontal wie z.B. Asphalt an.Ein guter Hersteller kann aber mit seiner angegebenen Zugkraft das Gewicht senkrecht heben!
Besonders wenn du dich mit dem kompletten Zug festgefahren hast wird das wichtig.

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