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Hilfe für Anfänger mit Wasserschaden am Weinsberg Meteor 650


Mobpe am 01 Mär 2019 16:20:47

Hallo liebe Womo-Forianer!
Bin der Fritz, 42, aktuell in Niederbayern lebend.

Wir haben uns im November vergangenen Jahres einen 1992er Ducato mit Weinsberg Meteor 650 Aufbau gekauft. Das Mobil ist 99.150km gelaufen und hat 4800€ gekostet. Eine Reparatur des Daches wurde vorher erwähnt und die Dichtigkeit dessen bestätigt.
Leider sind bei mir zu dem Zeitpunkt noch keine Alarmglocken angegangen, da die Freude über dieses Angebot, wie auch meine Blauäugigkeit überwogen..

Eine wohl bekannte Undichtigkeit des hinteren linken Fensters entpuppte sich als kapitaler Wasserschaden..ob es lediglich an dem Fenster lag bezweifle ich stark.
Alle Eckbalken bzw -leisten waren nass und zerbröseln. Die Hölzer dazwischen sind zu 75% vergammelt.

Wir stehen jetzt sprichwörtlich vor einem gekauften Haufen Elend, mit dem wir noch nicht mal unterwegs waren.

Das nasse oder morsche Holz muss raus..klar.
Nur wie vorgehen? Wie das Dach erneuern??
Bin nach „einer Woche Bestandsaufnahme“ und Überlegen wirklich am Ende...

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

tiefschneewikes am 01 Mär 2019 16:35:24

Hi Mobpe,

tröste dich, dass du nur 4800,-- bezahlt hast. Bei meinem handwerklichen Geschick würde ich die Möhre als Bastlerfahrzeug wieder verkaufen. Bei einer Laufleistung von unter 100 tsd KM solltest du da ja noch was bekommen.

Ansonsten, viel Spass beim trocknen.

wolfherm am 01 Mär 2019 16:45:56

Hallo,

hast du bei einem Händler mit Gewährleistung gekauft? Dann würde ich mir eine Rückgabe überlegen. Oder hast du den schon auseinander genommen?

Taunuscamper am 01 Mär 2019 17:02:00

Zum einen halte ich diese Kilometer bei einem 27 Jahre alten Womo für "Verar...e". Da fehlt mindestens eine eins, aber nicht hinten. Zum anderen würde ich, wenn der Aufbau wirklich so marode ist, erstmal Punkt 1 überprüfen lassen (von einem Fachmann). Und letztendlich ist ein so alter Weinsberg für das Geld nicht wirklich ein Superschnäppchen, selbst wenn er noch halbwegs in Ordnung ist!

ralle1967 am 01 Mär 2019 17:35:23

Hallo Fritz,

das ist nicht schön zu lesen. Und hinterher ist es immer leicht, gute Ratschläge zu geben. Aber das ist alles hinfällig, da der Wagen schon bei Dir ist.

Die erste wichtige Frage , die zu klären wäre ist die von wolfherm, ob Du bei einem Händler gekauft hast. Ich lese, daß auf den reparierten Schaden am Dach hingewiesen wurde, die Dichtigkeit bestätigt wurde. Wenn das bis dahin so im Vertrag festgehalten wurde und nun der Aufbau nass ist, würde ich beim Verkäufer vorstellig und auf Wandlung oder fachgerechte Instandsetzung drängen, notfalls mit anwaltlicher Unterstützung.

Wenn das allerdings im Vertrag so nicht festgehalten wurde, bleibt Dir wohl nur die "Ochsentour", die aber viel handwerkliches Geschick und vorzugsweise eine Halle erfordert, wo Du den Aufbau Stück für Stück zerlegen und neu aufbauen kannst.

Es gibt hier im Forum einige Kollegen, die eine vergleichbare Situation vorgefunden haben und sich durch die aufwendige Sanierung gekämpft haben.Bemühe mal die "interne Suche" und gib "Neuaufbau ein, da kommen schon einige Threads hoch. Ich habe auch mal Links eingefügt.

--> Link

--> Link

--> Link

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Diese Berichte sollten Dir einen Eindruck vermitteln können, ob die Reparatur machbar erscheint, oder aber der Verkauf in Teilen oder als Bastlerfahrzeug leider unter "Lehrgeld" abzuschreiben ist.

Bei der Laufleistung hätte ich auch meine Zweifel, aber wenn der Motor gut anspringt, nicht bläut, oder das Öl versumpft aussieht, sollten auch 100 TKM mehr nicht das ganz große Problem sein. Vielleicht hat das Womo auch lange abgemeldet gestanden. Ich habe auch schon einige als "Festinstallation" auf Campingplätzen gesehen.

Drücke die Daumen, das es in irgendeiner Form gut ausgeht.

Grüße,

Ralf

Mobpe am 01 Mär 2019 17:38:11

..war ein Privatkauf, die Entkernung hat zudem schon ‚begonnen'.

gespeert am 01 Mär 2019 18:01:49

Na, dann weisst Du ja wie es laeuft!
Die Arbeiten gut dokumentieren, ist ja nicht zur Belustigung sondern hilft auch in weiteren Schadensfaellen.

rkopka am 01 Mär 2019 19:17:14

Taunuscamper hat geschrieben:Zum einen halte ich diese Kilometer bei einem 27 Jahre alten Womo für "Verar...e". Da fehlt mindestens eine eins, aber nicht hinten.

Das muß nicht sein. Nicht jeder fährt jedes Jahr große Touren. Ich kenne einige, die selten mehr als 1000km/Jahr machen. Mein altes hatte mit 10Jahren 88TKM mit 20Jahren 130TKM. Ich hatte Jahre unter 2000km, einmal unter 1000km. Es kommt also ganz auf die Vornutzer an. Und wie wir schon andernorts gesehen haben, entspricht der typische (aktive) Forumsnutzer bei weitem nicht dem durchschnittlichen Womobesitzer. Es gibt genug, die gerade mal 400km ans Meer fahren, dort 2 Wochen stehen, und das wars fürs Jahr.

RK

Ganzalleinunterhalter am 01 Mär 2019 19:58:40

Hallo Mobpe, wie schon geschrieben - stell mal einige aussagekräftige Bilder der Schadenslage ein dann können Dir auch die Spezialisten hier entsprechend sagen ob und wie sich eine Reperatur noch lohnt.
Mein Voerschlag wäre auch, dass Du das Basisfahrzeug abchecken lässt ob dieses für die kommenden Jahre noch seinen Dienst tut - wäre ja schade dass der Wasserschaden aufwändig repariert würde und danach ginge Dir der Ducato hinüber.
Drücke Dir die Daumen, dass du bei den entsprechenden Entscheidungen eine glückliche hand hast.



Hier noch einige Links bezüglich Weinsberg
--> Link
--> Link
--> Link
--> Link
--> Link

wolfherm am 01 Mär 2019 20:16:50

Auch wenn man privat kauft, müssen die Angaben stimmen. Wenn Dichtigkeit im Vertrag bestätigt wurde, haftet er auch. Würde zumindest einen Nachlaß einfordern, wenn der Vertrag entsprechend konkret ist.

Taunuscamper am 01 Mär 2019 20:18:50

Der TE hat in seinem ersten Beitrag hier im Forum schon über Probleme mit dem Basisfahrzeug geklagt, so ganz weit hergeholt war meine Vermutung von oben also nicht!

Mobpe am 01 Mär 2019 21:09:53

Das mag sein, nur ist dies behoben (neues Abstellventil).

In den ganzen Unterlagen war der Kaufvertrag des Vorbesitzers (der damalige Verkäufer war ein bekannter Womo-Händler) gefunden: das steht bei km-Laufleistung: „nicht nachvollziehbar“. In meinem Kaufvertrag dagegen „100.000km“....

gespeert am 02 Mär 2019 00:22:38

Also ist die Kiste mind. 100 000 km mehr gelaufen!!
Wechsle zur Sicherheit den Zahnriemen oder lass die Steuerkette und die Spanner prüfen (Paps hatte das nach einem Kauf von privat immer so gehalten, grundsaetzlich wurde der Dieselmotor immer zerlegt und begutachtet. Verarsxxen war da zwecklos)!!! Und wir hatten nie Probleme!!

Mach mal Fotos vom Lenkrad, den Pedalen und Gummis, sowie diversen Blickwinkeln aufs Armaturenbrett.

PittiC am 02 Mär 2019 00:38:18

Mobpe hat geschrieben:(der damalige Verkäufer war ein bekannter Womo-Händler)

Nenn doch mal den ungefähren Standort des Händlers :roll:

lachshuhn am 02 Mär 2019 03:08:25

Hallo,
Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung raten das Wohnmobil wieder zu verkaufen.
So etwas ist nicht mal eben in 3 bis 4 Wochen gemacht.
Du machst natürlich Verlust aber gemessen an dem Ärger Aufwand und Zeit die Du investieren mußt, ist der Verlust zu verschmerzen.
Es sei den du bist einer von der Sorte die Lust und vorallem Zeit das nötige Equipment und auch Handwerkliches geschick haben.
Ich hatte vor Jahren, war auch mein erstes Womo das gleiche Problem.
Hab es dann angefasst und würde so etwas nie wieder machen. Den ganzen Frühling bis Ende des Sommers war ich in jeder freien Minute an dem Ding in Gange
Resultat davon war mindestens 3 Jahre weniger Lebenszeit mit Frau Kind und Kegel Ärger ( da ich für nichts anderes mehr Zeit hatte) und zu letzt ein altes Wohnmobil was zwar funktionierte,aber alt und gemessen an der Energie die da rein geflossen ist auch nicht ewig funktioniert. Es ist die Sache einfach nicht wert .
Es muss jeder selber wissen.
Verkauf es, Buche es unter Erfahrung ab und schau nach was anderem.
Du wirst sicherlich mit der Erfahrung die Du jetzt schon Mal gesammelt hast diesen Fehler nicht mehr machen und findest auch noch ein anderes funktionierendes Womo.
Mechanik wie Motor Getriebe usw kann man leicht schnell und auch einigermaßen wenn man es nicht selber macht mehr oder weniger kostengünstig reparieren, aber der Aufbau, der braucht viel Zeit ( da das nur die Sperspitze des Eisberges ist was du gerade siehst), den kannst du nur in Eigenregie mit viel Zeit und auch Erfahrung vernünftig und dauerhaft Reparieren.
Da eine Firma dafür so viel Geld haben möchte,dass es den Wert um ein Vielfaches übersteigt.

Und wegen der Kilometer, selbst wenn der 200Tkm oder mehr runter hat.
Das ist der 2.5 Sofim Motor der ist extrem robust und läuft locker das doppelte.
Die km Angaben können schon stimmen .
Es ist nicht selten das man Wohnmobile mit Verhältnis wenig Kilometer findet.
Mein 2005 Ford hat auch erst nachweislich 38 Tkm bei Kauf runter gehabt.
Ich fahre damit 4 Mal in den Urlaub im Jahr ca. 10Tkm..
Das heißt das er In einem Alter von 24 Jahren auch erst 138 Tkm gelaufen ist.
Viele Grüße und ein schönes Wochenend,
Frank

Mobpe am 03 Mär 2019 00:02:24

Zunächst Danke Euch allen für die Gedanken und Meinungen!!

Ist jetzt etwas off topic geworden...der Verkäufer zeigt Einsicht und wird vorerst ein gutes Viertel des Kaufpreises beisteuern.

Nun würde ich dennoch zumindest darüber nachdenken, die Kiste zu reparieren.
Da stellst sich mir initial die Fragen: Wie das Dach bis wohin entfernen, wie und welches Material ansetzen?

lachshuhn am 03 Mär 2019 09:31:24

Hallo noch mal,
Ich möchte Dir das nicht Madig reden. Aber bedenke bitte das du nicht so einfach das Dach runter nehmen kannst.
Erstens werden auch die Seitenstützleisten betroffen sein zweitens ist das Dach im Verbund so das Du seitlich auch teilweise lösen müsst.
Und glaube mir das was Du momentan siehst ist nur die Spitze des Eisberges!!! und das ist das Problem.Da kommt noch viel viel viel mehr.
Wann wolltest Du damit los?
Wie viel Zeit hast Du ?
Hast Du die Möglichkeit das in einer Halle zu machen.
Als normaler Berufstätiger Mensch mit Familie und auch noch mal die eine oder andere Tätigkeit im Leben benötigst du für so etwas wenn man es einigermaßen vernünftig macht zwischen drei und sechs Monate.
Gruß Frank

gespeert am 03 Mär 2019 11:07:24

Gut, wenn Du das selbst machen willst, musst Du abstuetzen!
Vorher alles vermessen, da sich garantiert was bewegen wird, im Aufbau. Je nachdem solltest Du den Aufbau unterbauen.
Nehme alle Innenverkleidungen runter!

Halle solltest Du schon haben!

rolf51 am 03 Mär 2019 20:03:57

Hallo,
ich würde den einen oder anderen User, der schon einen solch Wasserschaden repariert hat per PM anschreiben. Wenn Du dann den Stundenaufwand, Handwerklich das leisten kannst und einen Raum hast warum nicht.

Stocki333 am 04 Mär 2019 20:26:57

Hallo Fritz
Hast du wenigsten ein Feuchtemessgerät.
Wo bist du eigentlich in Niederbayern zu Hause.Denke mir wir sind nicht so weit auseinander.
Franz

Mobpe am 08 Mär 2019 20:47:48

Hallo Franz! Könntest Du mir damit dienen?? Ich habe keins..
Bin im Raum Deggendorf zu Hause.

Mobpe am 08 Mär 2019 22:53:29

Ich überlege hin und her...
Sollten wir es angehen, ich weiß nicht so recht wo beginnen.

Nehmen wir an es geht (erstmal) nur um den Hinterwagen:
Alles Morsche raus, Fussboden raus.
Zuerst die untersten Latten (längs) bis Radkasten neu und dann nach oben arbeiten, zuletzt die Dach-Ecklatten?
Muss das Dachhaut zwingend runter (es soll eine komplette Kunsstoffbeschichtung, ca 10cm überlappend auf die Seitenwände drauf)?




Gast am 09 Mär 2019 01:34:02

Mobpe hat geschrieben:Ich überlege hin und her...
Sollten wir es angehen, ich weiß nicht so recht wo beginnen.

Hallo Fritz,

nicht aufgeben - das geht! Wenn Du schon so weit bist, wie die Bilder zeigen, ist es kein unlösbares Problem mehr. Du kannst die Außenhaut als "Formgebung" behalten, und von innen eine stabile Sandwich-Innenkabine einkleben. Und danach hast Du ein neues Auto! Und nicht ein abgewohntes und nach Rauch und Muff stinkendes Etwas mit dem Hauch von Vorbesitzern.

Melde Dich mal bei mir per KN oder Email, dann schicke ich Dir nen Link mit Fotos, wo Du sehen kannst, wir ich das in einem anderen "Sanierungsfall" gemacht habe.

Nette Grüße
Gode

lachshuhn am 09 Mär 2019 03:18:13

Moin,
Jetzt gibt es ja nichts mehr zu überlegen.
Hast damit angefangen nun zieh es auch durch.
Hier im Forum wirst Du viele nützliche Tips bekommen.
Kontrolliere auch mal andere Bereiche.
Man kann das ziemlich einfach feststellen , indem man die Verschraubung von den Ausenleisten unter dem Keder einfach mal raus schraubt.
Sind diese total verrostet und fassen nicht mehr richtig ist dort auch Wasser eingedrungen.
so kannst Du vom Alkhofen bis zur Heckunterkante alles leicht kontrollieren wo ein Wasserschaden vor liegt.
Etwas Rost ist normal an der Schraube .Schraube in Dichtmittel tunken und wieder einschrauben.

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