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Ladetechnik und Lagerung für LiFePo4


Matia am 04 Mär 2019 11:19:39

Hallo zusammen

Ich bin gerade am planen, wie wir unser Wohnmobil ausstatten möchten, welches im Juli geliefert werden soll (Malibu Van 640).
Klar ist bis jetzt einzig, dass wir die 2. Aufbaubatterie wieder abstellt haben und auf Lithium setzen werden.
Dazu kommt sicher ein B2B Laderegler und ein Wechselrichter dazu. Eingebaut werden soll das Ganze vom Händler.

Unsicher bin ich mir bezüglich der Bezüglich der Ladung und Lagerung der Batterie. Man liest ja immer wieder, dass Lithium Batterie es nicht so mögen, längere Zeit auf 100% gehalten zu werden. Genau das würde aber das verbaute Schaudt Ladegerät/EBL aber wohl tun. Lohnt sich ein Ladegerät, welches Lithiumbatterien nicht volllädt? Gibt es Kombigeräte Ladegerät/Wechselrichter, welche so etwas können? Sollten irgendwelche Schalter eingebaut werden, um die Batterie zu trennen?

Nach dem Nachhause fahren sind die Akkus ja auch voll. Wie handelt ihr das?

Stocki333 am 04 Mär 2019 11:54:12

hallo Matia
Wenn wir nach Hause kommen , Trinken wir immer noch einen Kaffee im Womo. So steht der Accu nicht auf 100 %. Wenn das Mobil länger steht wird das so gehandhabt. Die LI. wird abgeschaltet. Und Landstrom wird Zuhause aber auch nicht angeschlossen. Auch nicht Unterwegs. Fahren manchmal einen Stellplatz oder Campingplatz an stehen wir immer ohne Landstrom. Sonst frei.
Die Frage wie du das Handhaben sollst mit Ladegerät, Wechselrichter sollte eigendlich der Händler beantworten. Wir wissen ja nicht was verbaut wird. Einige Lithium Typen kommen sehr gut klar mit normaler alter Bleitechnik.
Beim einem Fertigaccu musst du aufpassen, das die Kombination, max. Stromentnahme, benötigte WR-Leistung zusammenpassen.
Zum Schalter. Was sagt der Händler dazu.
Franz

Matia am 04 Mär 2019 12:09:19

Ich sag mal so: Mein Händler ist der bessere KFZ Meister als Verkäufer. und Kommunikator. Was mir eigentlich sympatisch ist (er versucht auch nie, etwas aufzuschwatzen) macht aber das diskutieren solcher Themen nicht immer ganz einfach... Deswegen möchte ich mich auch selber etwas informieren.

Als Batterien kommen prinzipiell mal Victron, Büttner und Super B Epsilon in Frage, da die über die normalen Kanäle meines Händlers beziehbar sind. Wenn aber eine andere Batterie grosse Vorteile hat, werde ich das sicher zur Debatte bringen.
Maximale Stromentnahme und WR-Leistung habe ich im Auge.

Wie schaltet ihr eure Lithiumbatterie ab?
Der Händler hat noch gar nichts zum Schalter gesagt, da ich mich wie gesagt zuerst selber informieren möchte.

Rockerbox am 04 Mär 2019 12:31:49

Moin zusammen,

ich schalte gar nix ab über den Winter, weil auch Radiospeicher, Truma-Uhr und die Alarmanlage über den Li-Akku versorgt werden. Im Allgemeinen komme ich ohne Nachladen über die tote Saison.

Und auch das „Nicht auf 100%-Laden“ sehe ich entspannt. Wenn ich unterwegs bin ist der Akku über die LiMa und/oder meine 400 Wp Solar meistens gegen Mittag wieder voll. Das wäre mir zu viel Aufwand, hier manuell einzugreifen. Das muss der Akku m.M. abkönnen, sonst hätte er kein Akku werden dürfen :lach:

Sollte das einige Zyklen der Lebensdauer kosten dann ist das eben so. Langzeiterfahrungen oder belastbare Vergleiche liegen heute noch nicht vor. Ich halte das Risiko für vertretbar.

Rockerbox am 04 Mär 2019 16:06:25

Nachtrag:

Ein Abschalten wäre durch Umlegen eines Schalters dank meines BMS von REC problemlos möglich, damit würde das Hauptrelais abfallen und der Akku wäre getrennt. Habe ich wie gesagt bis heute noch nie getan.

uwet am 04 Mär 2019 16:12:11

Rockerbox hat geschrieben:Moin zusammen,
ich schalte gar nix ab über den Winter, weil auch Radiospeicher, Truma-Uhr und die Alarmanlage über den Li-Akku versorgt werden. Im Allgemeinen komme ich ohne Nachladen über die tote Saison.


Hi, ich schalte auch nichts ab. Trotz eines extern angeschlossenen Solarmoduls auf dem Carport, sinkt der Ladezustand meiner 100Ah LiFeYPO4 Dezember/Januar auf unter 80%. Es kommt einfach nichts rein. Man sollte nicht dem VictronBC glauben, der zeigt bei den geringen Entladeströmen Mist an.

Gruß Uwe

Rockerbox am 04 Mär 2019 16:19:05

Ich hab meinen Victron BC auch ausgebaut, weil im BMS sowieso einer integriert ist. Was ich bis dato beobachtet habe scheint dieser mit niedrigen Strömen besser zurecht zu kommen.

Bodimobil am 04 Mär 2019 16:19:59

Ich schalte auch nichts aus: Allerdings habe ich Winston und lade auch unter 0°C und das Fahrzeug steht im Freien mit 200Wp Solar auf dem Dach.
Ohne Solar würde der Strom bei ca. 0,2A = 5Ah Stromverbrauch/Tag nach gut einem Monat auch zu Ende gehen.
Frage: Ist Solar geplant und wird das Fahrzeug mit am Standplatz mit Tageslicht versorgt?
Alternativ: besteht die Möglichkeit zum nachladen? Ich würde lieber einmal im Monat nachladen und alles anlassen.
Wenn allerdings 3 Monate ohne Licht und Landstrom überbrückt werden müssen, dann bleibt nur ausschalten.

Gruß Andreas

Bodimobil am 04 Mär 2019 16:22:41

Rockerbox hat geschrieben:Ich hab meinen Victron BC auch ausgebaut, weil im BMS sowieso einer integriert ist. Was ich bis dato beobachtet habe scheint dieser mit niedrigen Strömen besser zurecht zu kommen.

Das Problem ist, dass es den Victron BC nur mit 500A Shunt oder größer gibt. Der 100A Shunt meines Votronic ist da bei kleinen Strömen genauer.

Andreas

Matia am 04 Mär 2019 16:35:44

Strom ist vorhanden, der Standplatz in gut 5min mit dem Auto erreichbar, insofern kein Problem. Wenn es wirklich mal unter 0 Grad ist, müsste der Wagen halt zuerst etwas aufgeheizt werden.
Tageslicht hätte es auch, für den Anfang planen wir aber mit einem mobilen 120Wh Solarpanel. Nachrüstung natürlich nicht ausgeschlossen.

Bodimobil am 04 Mär 2019 16:49:29

Das mobile Panel hinter die Windschutzscheibe sollte für die Ladungserhaltung reichen.

Andreas

egocogito am 04 Mär 2019 17:17:46

Ich schalte mein System auch nie ab, was aber damit zusammenhängt, dass wir des Öfteren spontan für einige Tage verreisen und ich außerdem mit Solar die Erhaltungsladung mache. Wenn dein Akku kein Yttrium beinhaltet und du auch länger im Winter stehst, würde ich an deiner Stelle abschalten, aber auch überprüfen, wie hoch der Verbrauch des BMS ist und danach in gewissen Zeitabständen an Landstrom gehen, wobei du - wie du schon erwähntest - den Akku aus den Minustemperaturen holen solltest. Erhaltungsladung mit Solar im Winter ohne Yttrium würde ich so jetzt nicht machen.

Matia am 04 Mär 2019 17:44:16

egocogito hat geschrieben:Erhaltungsladung mit Solar im Winter ohne Yttrium würde ich so jetzt nicht machen.


Wieso nicht? Sollte es so kalt sein, sollte das BMS doch einfach das Laden verhindern?

Was meint ihr eigentlich mit Abschalten? Die Batterie mechanisch trennen? Die Epsilon hat ja bspw auch einen Schlafmodus, aber das Manual sagt nichts genauers, was das bedeutet.

egocogito am 04 Mär 2019 18:04:56

Wenn das BMS tatsächlich zurück regelt, dann ja. Du hast ja bis jetzt noch nicht verraten, welchen Akku du verbaut bekommst, oder ich habe es überlesen. Ah, jetzt hast du's geschrieben, ein Epsilon....

Mit abschalten ist das tatsächliche Trennen vom Bordsystem gemeint, um Ströme, die in einem Wohnmobil immer irgendwo fließen, zu vermeiden. Überhaupt dann, wenn nichts hereinkommt.

Stocki333 am 04 Mär 2019 19:06:41

Hallo
Leider ungenau ausgedrückt. Abschalten muß aus Versicherungstechnischen Gründen erfolgen. Ich stehe in einer Maschinenhalle eines Bauernhofs.
Steht der bei mir am Haus, wird nichts abgeschaltet. Die Solaranlage hält in dann auf Voll. Ist der Accu voll schaltet der irgendwo bei 97 %
Ladung wieder ein. Bei Erreichen von 14,3 Volt schaltet er wieder ab. So ist sichergestellt, das der Accu nicht sinnlos auf Volle Ladung gepuffert wird. Der BC syncronisiert sich bei 14,2 Volt. Es sind Accus mit Y. somit stellt sich die Problematik mit der Temperatur nicht.
Liebe Grüsse Franz

andwein am 05 Mär 2019 13:25:48

Stocki333 hat geschrieben:Hallo
Leider ungenau ausgedrückt. Abschalten muß aus Versicherungstechnischen Gründen erfolgen. Ich stehe in einer Maschinenhalle eines Bauernhofs. Liebe Grüsse Franz

Das ist ein gewichtiges Argument, es ist halt versicherungstechnisch.
Strom/Spannungstechnisch muss man die Batterieanlage, egal welche, nicht abschalten wenn man die Ladung (Solar) und die Entladung (stille Verbraucher) kennt und im Griff hat. Die Wintertemperaturen tun weder Blei noch Lithium was wenn sie nicht aktiv sind.
Meine Meinung, aber vielleicht gibt es ja noch andere Günde außer der Versicherung, Gruß Andreas

egocogito am 05 Mär 2019 17:42:14

andwein hat geschrieben:Meine Meinung, aber vielleicht gibt es ja noch andere Günde außer der Versicherung, Gruß Andreas


Ja, darüber wurde schon in einem anderen Faden heftig diskutiert, nämlich über die Mitbetreuung des Starterakkus durch den Solarregler, dass hier bei zu geringem Solarertrag der Aufbauakku mit herangezogen wird. Bei höheren Kapazitäten jetzt nicht so ein Thema und vielleicht sogar gut, weil der SOC zumeist zwischen 90 und 70% gehalten wird (zumindest bei mir), was dem Akku nicht so abträglich ist. Ein Problem könnte es aber bei geringeren Kapazitäten und/oder schwächelndem Starterakku geben.

gordan am 05 Mär 2019 21:19:24

Vor fünfeinhalb Jahren 400Ah eingebaut und eingeschaltet. Seit dem nicht außer Betrieb genommen. Geladen
wird nach Bedarf, egal wie warm oder kalt ist. Es funktioniert tadellos. Ladung erfolgt mit zweite Lichtmaschine
und 240W Solar. Die Zellen sind meistens voll oder fast voll, grade wenn Fahrzeug nicht gebraucht wird.
Bis Heute sehe ich kein Unterschied. Zellen sind ausgeglichen und haben immer noch vollen Kapazität.
Wartung zwischenzeitlich, gleich null! Ich habe den Eindruck, dass sich einige viel zu viel Sorgen machen!?
Natürlich, spreche ich nur von Winston LiFeYPO4 Industrie-Zellen. :)

Gruß Gordan

gordan am 05 Mär 2019 21:44:40

Da unten ein par Bilder zu meinem Beitrag oben.

Spannung Zellen einzeln.
urlr=https://www.wohnmobilforum.de]Bild[/url]

Spannung gesamt.
url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild[/url]

Z.Zeit verbraucht Ah.
url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild[/url]

Gruß Gordan :)

lowbattery am 05 Mär 2019 22:51:33

Matia hat geschrieben: Lohnt sich ein Ladegerät, welches Lithiumbatterien nicht volllädt? Gibt es Kombigeräte Ladegerät/Wechselrichter, welche so etwas können?


Hallo Matia,
um nochmal auf deine Ausgangsfrage zurückzukommen, ob sich so ein Ladegerät lohnt: nach Erfahrungen vieler in diesem Forum nicht unbedingt, allerdings gibt es auch andere Meinungen:

--> Link (Langzeiterfahrung LiFePO4 im WoMo, 25% Kapazitätsverlust nach 3,5 Jahren)
--> Link (sehr umfangreiche Übersicht zu LiFePO4, z.T. etwas verwirrend gegliedert aber sehr informativ)
--> Link (Thread mit über 6000 Posts zu LiFePO4 auf Booten)

Wenn du es so machst wie von Franz geschrieben (zu Hause angekommen Kaffee kochen um von den 100% herunterzukommen, Landstrom nur wenn nötig und bis Batterie geladen ist) dann würde es wohl ohne Umbau gutgehen, einen Solarregler mit entsprechend niedriger Float-Spannung vorausgesetzt.

Ansonsten gibt es z.B. von Victron viele Ladegeräte, bei denen man nach Bedarf per App die Spannungen einstellen kann, und z.B. von Votronic einige, bei denen man per Knopfdruck auf Lager-Ladeerhaltung stellen kann. Amumot beschreibt in seinem Blog, wie er das bei Victron nach Bedarf umstellt. Ich weiß nicht, an was du bei "Kombigeräten Ladegerät/Wechselrichter" denkst, wenn es die Multiplus von Victron sind dann lässt es sich da auch irgendwo einstellen, zumindest über PC-Interface.

Gruß, Stefan

Matia am 06 Mär 2019 10:09:28

egocogito hat geschrieben:Wenn das BMS tatsächlich zurück regelt, dann ja. Du hast ja bis jetzt noch nicht verraten, welchen Akku du verbaut bekommst, oder ich habe es überlesen.

Ich habe noch gar keine Akkus. Das Mobil sollte im Frühsommer kommen.
Auf der Shortlist sind aber im Moment in erster Linie die Epsilon und die Büttner.

Die Meinungen scheinen ja echt auseinander zu gehen.

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