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LiFeYPO4 700Ah vs 1000Ah


stoppie am 05 Mär 2019 10:58:03

Hallo liebe LiFe(Y)Po4-Gemeinde,

nach vielem Lesen in diesem Forum über die Umrüstung und Ausrüstung von Wohnmobilen mit LiFeYPO4-Batterien habe ich mich vor kurzem auch dazu entschlossen, selbiges in meinem Fahrzeug durchzuführen.

Ich schwankte bisher zwischen den Winston 400Ah- und den 700Ah-Akkus, die ich über meinen Arbeitgeber beziehen kann, hatte mich tendenziell aber schon für die 700Ah-Variante entschieden.
Jetzt hat mein Chef ein Projekt abgebrochen, in dem LiFeYPO4-Batterien mit 1.000Ah verbaut sind. Diese stehen seit geraumer Zeit bei uns rum und ich habe mal zart angefragt, ob er ggf. einen Teil der Batterien an mich zu einem Restwert ;) verkaufen möchte. Die Batterien sind ca. 1 Jahr alt und nur ein paar Mal bei Versuchen gelaufen. Kurzum, ich könnte 8 dieser Batterien (24V-Bordspannung) zu einem Kurs bekommen, den man nicht absagen kann, inclusive eine paar Samstagsschichten von mir in seiner Firma. Die Kosten wären für mich mehr als interessant und wären geringer als der Kauf der o.g. 400Ah-Variante. Diese Chance gibt es nur einmal im Leben.

Was ich nicht abschätzen und beurteilen kann weil mir schlichtweg die Erfahrung fehlt ist, ob ich mir bei der 1.000Ah-Variante irgendwelche Nachteile gegenüber der 700Ah-Variante einhandel, von den Kosten für den ganzen Zubehörkram wie Balancer etc. mal abgesehen. Der Platz für die Batterien ist vorhanden.

Deshalb meine Bitte an die erfahrenen LiFeYPO4-Aktivisten hier, über eventuell bestehende Nachteile der 1.000er zu der 700er-Ah-Variante zu berichten, wenn es denn überhaupt welche gibt.

Zu den Informationen, technischen Daten und den bereits vorhandenen Elektrokomponenten:

Euro6 Fahrzeug mit Bordspannung 24 V-DC

Stromerzeugung:
- Lichtmaschine 120A
- Wechselrichter/Ladegerät Victron MultiPlus 3.000 VA/24V-DC
- DC-DC-Konverter, Victron Buck-Boost 24V/50A, 2 Stck. parallel = 100A
- 2kW 230V-Generator (Benzin)
- PV-Anlage erst in 1-2 Jahren, je nachdem, ob die vorgenannte Stromerzeugung ausreicht

Maßgebliche Elektroverbraucher:
- 24V-Kompressorkühlschrank
- 24V-Kompressor Gefrierbox
- Induktionskochfeld
- Warmwasserbereitung über Gas-Heizung und/oder elektrisch möglich
- Spülmaschine

Ich danke Euch schon mal vorab über eure Informationen und Statements.

joekel am 05 Mär 2019 11:13:35

Glückspilz ! 1000er sind einfach Gigantisch.Das Ladegerät braucht allenfalls ein bisserl länger....

thomas56 am 05 Mär 2019 11:19:52

Hallo,

interessante Geschichte.
Die Hauptfrage ist ja, wie wird der Akku in einer annehmbaren Zeit nachgeladen wenn er mal komplett leer ist.
Mein Honda 20i hat gerade mal eben den 100A-Lader (12V) geschafft und das unter höchster Drehzahl.
Bei 1000Ah müsste dann ja mit 300A geladen werden und dafür wäre der 2000W-Generator zu klein.

mv4 am 05 Mär 2019 11:43:52

du kannst die Accus auch mit weniger A laden...dauert halt nur länger bis sie voll sind Thomas.

ich würde dir raten setzte dich mit Lars (Sonntenau) in verbindung...der kann dir bestimmt bei allen helfen.

heiinjoy am 05 Mär 2019 12:44:48

Hallo Stoppi,

ich würde die PV Anlage vorziehen (zeitlich). Je nach Verbrauch und vorhandenem Platz so groß wie möglich. Dann dürften die Batts. kaum leer werden.
Im Winter wird es ohne Fremdstrom nicht gehen. Wir haben jetzt im Januar/Februar mit 440 WP auf dem Dach täglich etwa 40 - 50 ah geerntet (Standort CP Toblacher See). Hat natürlich nicht gereicht.
Ab April könnten wir dagegen Strom verkaufen.
Ich würde zu den 1000ah Zellen tendieren, wenn alles andere stimmt. Frag mal Lars, ob bei Deiner Konfiguration alles stimmig ist oder von ihm stimmig konfiguriert werden kann.

VG

Heiinjoy

stoppie am 05 Mär 2019 14:12:49

joekel hat geschrieben:Glückspilz ! 1000er sind einfach Gigantisch.Das Ladegerät braucht allenfalls ein bisserl länger....


Wenn es dabei bliebe, wären die Würfel gefallen.

Gast am 05 Mär 2019 14:14:58

stoppie hat geschrieben:Grüße aus dem Münsterland

Hallo Stoppie - so trifft man sich auch in diesem Forum wieder ... *lach* Die Welt ist ein Dorf - im Münsterland. :D

stoppie am 05 Mär 2019 14:15:46

thomas56 hat geschrieben: .....Mein Honda 20i hat gerade mal eben den 100A-Lader (12V) geschafft und das unter höchster Drehzahl.
Bei 1000Ah müsste dann ja mit 300A geladen werden und dafür wäre der 2000W-Generator zu klein.


Hallo Thomas, der Generator ist ja nicht die einzige Stromquelle. Ich habe ja noch die Lichtmaschine, die beim Fahren läd und den Landstromanschluss zur Not. Später soll ja auch eine PV-Anlage dazu kommen.

stoppie am 05 Mär 2019 14:20:07

heiinjoy hat geschrieben: .....ich würde die PV Anlage vorziehen (zeitlich).....

Hallo heiinjoy,
das geht leider nicht. Ich kann mir beides zur selben Zeit nicht leisten, deshalb möchte ich die PV-Anlage später montieren. In einem oder zwei Jahren sind die Akkus dann allerdings weg.
Deshalb bin ich an die Reihenfolge gebunden.

mv4 am 05 Mär 2019 14:23:11

wie schon geschrieben...PV so bald als ob wäre schon fast ein muss...soviel wie geht. du hast ja doch einige dicke Verbraucher am laufen. Der Moppel sollte eigentlich nur als Notreserveladequelle dienen...

so teuer ist eine PV anlage doch gar nicht....du kannst ja mit 2 panelen anfangen und dich hocharbeiten...allerdings gleich den richtigen Regler kaufen, und die Panele so auf das Dach bauen das du später erweitern kannst.

stoppie am 05 Mär 2019 14:23:52

Gode hat geschrieben:..... - so trifft man sich auch in diesem Forum wieder ... *lach* Die Welt ist ein Dorf - im Münsterland. :D


Hallo Gode,

ich bin gerade mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Süddeutschland. Hin und zurück gehen diese ca. 1000 km tatsächlich nicht an einem Tag. :lol: (Insider !! :wink: )

heiinjoy am 05 Mär 2019 14:27:14

Hallo Stoppi,

auch kein Beinbruch. Wenn Strom fehlt geht`s Du halt ans Netz. Dann ist es auch egal wie lange das Aufladen dauert. Stromsäulen gibt es fast auf jedem Stellplatz. Und die Zeit, in der der Du auf Fremdstrom eventuell angewiesen bist, ist ja überschaubar.

VG

Heiinjoy

stoppie am 07 Mär 2019 15:19:07

Hallo zusammen,

da bisher nichts Negatives zum upgrade von 700Ah auf 1.000Ah geschrieben wurde, gehe ich jetzt mal davon aus, dass das ohne Komplikationen in Ordnung geht. Ich selbst kann mir auch keine Nachteile vorstellen, jedoch habe ich fast keine Erfahrung mit den LiFeYPO4-Batterie-Anwendungen. Deshalb meine Anfrage an die Fachleute hier im Forum. Ich werde dann auch mal lisunenergy kontaktieren, ich habe ja bis auf die Batterien in spe nichts, was die Batterien zum Leben erwecken könnte.
Dann werde ich mich mal um die Anschaffung der Batterien kümmern und dem Chef auf den Keks gehen :razz:

WomoToureu am 07 Mär 2019 16:33:53

Ich sehe ebenfalls keine Nachteile, wie Du richtig schreibst kannst Du immer noch überlegen ob Solar Sinn macht und es später machen.

Wenn Du ab und zu mal an einer Netzsteckdose vorbeikommst sollte das reichen. Wir haben ein 12 V, 190 Ah AGM Akkusatz und kommen nur mit der Lichtmaschine auch hin. Zwar kein Elektrokühlgeräte, aber Pedelecs und LapTops die gern und rechlich Strom saugen --> Link

Kurz: Wenn Du die Akkus bekommen kanns, nimm Sie damit machst Du nichts falsch !

Andernfalls könnte ich mir vorstellen "mich zu opfern" und sie zu nehmen ....... :D :D :D

egocogito am 07 Mär 2019 18:55:15

Acht Zellen mit 1000Ah, wow...…..wenn der Preis heiß ist, und du kein Platz oder Gewichtsproblem hast, kannst du gar nicht nein sagen. Mit dem Kraftwerk kannst du den ganzen Stellplatz mitversorgen :-).

piep am 09 Mär 2019 19:57:14

Klingt traumhaft!
Frag doch gern nach 16 Zellen...wir überlegen auch einen Akku zu bauen, anstatt die Batterien von Victron zu nehmen.
Kann Dir leider eine KN senden..

stoppie am 10 Mär 2019 03:00:59

Das geht leider nicht. Das ist ein Sonderdeal zwischen Cheffe und mir, inclusive ein paar Samstagsschichten. Arbeitskraft gegen LiFePO4 sozusagen, deshalb der günstige Kurs.

Variophoenix am 10 Mär 2019 09:01:57

Die habe ich auch in erwägung gezogen, sind aber fast doppelt so schwer wie die 700Ah. Bezogen auf Ah pro Kg. Aber wenn das gewicht keine Rolle spielt. Ich kaufe mir die 8x 700AH und bin dann bei ca. 170Kg

stoppie am 12 Mär 2019 14:16:46

Variophoenix hat geschrieben:..... sind aber fast doppelt so schwer wie die 700Ah. Bezogen auf Ah pro Kg....


Hallo Rene,

DAS verstehe ich in der Tat auch nicht. 42% Mehrenergie und 100% mehr Masse. Dieser Zusammenhang ist mir schleierhaft. :?
Zum Glück brauche ich nicht wirklich auf das Gewicht zu achten, aber ca.165 kg Mehrmasse gegenüber der 700Ah-Variante ist trotzdem üppig. :eek:

lisunenergy am 13 Mär 2019 06:56:06

Das hat einen ganz einfachen Grund. Bei diesen extrem großen Zellen wird sehr viel Kupfer innen verbaut. Der Druck der innen entsteht muss abgefangen werden. Winston ist der einzigste mir bekannte Hersteller, der so große Zellen überhaupt fertigen kann. Ich würde mich auch nicht wundern, das diese in U-Boote eingesetzt werden.

xbmcg am 21 Mär 2019 13:20:44

Winston baut Zellen für U-Boote mit über 10.000Ah. --> Link

Ich hab die 1000Ah Zellen bereits ein Jahr im Einsatz, genial mit Victron Quattro 5000,
normalem 4-Brenner Induktionskochfeld, normalem Neff Backofen und 1600Wp Solar.

Meine Anlage ist 12V, mit einer höheren Spannung kannst Du ein Haushalt versorgen.

Octopussy am 22 Mär 2019 09:56:04

Ich habe auch 800Ah verbaut, dass einzige Problem ist die Dinger wieder voll zu bekommen. Lasse machmal während der Fahrt den Gas-Generator laufen um die Ladegeräte mit 230V zu versorgen ;D

Gruß Rene

skysegel am 22 Mär 2019 11:38:34

Ich versteh irgendwie die Logik dieser Debatte nicht so richtig. Man muss doch eigentlich in der Lage sein, die Batterie genau so schnell voll zu machen, wie man sie leer macht. Die Batterie dient doch im engeren Sinne nur der zeitlichen Entkoppelung von Erzeugung und Verbrauch von Strom. Batteriekapazität, die man nie leer macht, braucht man auch nicht und muss dann auch seine Ladetechnik nicht anpassen.

Ulli

stoppie am 23 Mär 2019 12:28:25

skysegel hat geschrieben:....Man muss doch eigentlich in der Lage sein, die Batterie genau so schnell voll zu machen, wie man sie leer macht.....


Hallo Ulli,
ganz so einfach ist es nicht, LiFeYPO4-Batterien im WoMo schnell wieder voll zu bekommen. Das ist von mehreren Faktoren abhängig wie Entladetiefe der Batterien, zur Verfügung stehende Ladekomponenten (230V Landstrom mit Ladegerät, PV-Anlage und deren Leistung, Lichtmaschine des Fahrzeugs und ggf. mobiles Spannungsaggregat mit einer bestimmten Leistung) und der zur Verfügung stehenden Ladezeit.

Der worst-case ist, mit dem WoMo lange autark irgendwo zu stehen, die Batterie dabei weitgehend zu entladen und nur die Lichtmaschine des Fahrzeugs als Ladekomponente zu haben. Dann benötigt man bei ca. 50 - 60 A Ladestrom schon ca. 10-12 Stunden Fahrt, um eine 700Ah-Batterie wieder weitgehend voll zu bekommen, wenn keine weiteren Verbraucher an der Batterie nagen.

Bei einem 230V-Landanschluss und einem 30A-Ladegerät dauert es dann schon fast einen gesamten Tag. Entsprechendes gilt auch für eine PV-Anlage auf dem Dach, wobei das wegen der Sonnenscheindauer weit mehr als doppelt so lange dauern würde. Bei einem 2-kW-Spannungsaggregat sind auch ca. 24 Stunden fällig.

Das sind jetzt nur ungefähre Werte, ohne die Wandlungsverluste zu berücksichtigen. Werden während der Ladungszeit elektrische Verbraucher im WoMo betrieben, verlängern sich diese Zeiten noch teilweise deutlich.

Wenn man viel unterwegs ist und fährt und nur kurze Zeit irgendwo steht, eventuell häufiger Landstrom zur Verfügung hat oder wenig Strom im WoMo benötigt, entspannt sich die Ladezeit natürlich.

Vielleicht kann xbmcg ja aus seinem Erfahrungsschatz etwas zu seinen Lade-Entlade-Zyklen sagen. Aber bei einer PV-Anlage von 1.600 Wp dürfte er da keine Probleme geben. :)

stoppie am 23 Mär 2019 12:30:38

xbmcg,
gibt es Dein WoMo-Dach irgendwo im WWW zu sehen. Ich bin sowas von neugierig! :D

thomker am 23 Mär 2019 14:46:56

skysegel hat geschrieben:Ich versteh irgendwie die Logik dieser Debatte nicht so richtig. Man muss doch eigentlich in der Lage sein, die Batterie genau so schnell voll zu machen, wie man sie leer macht.


Klar, wenn ich 10 Tage gestanden habe, und die Batterien leer sind, kann man die sicher immer auch in 10 Tagen wieder voll bekommen. Aber will ich dafür so lange brauchen?

Gruß
Thomas

Variophoenix am 23 Mär 2019 15:41:39

Ich stehe nur Autark. Mit 1750W Solar aufgeteilt auf 4 Laderegler und 1400Ah Lifeypo4 betreibe sogar Klima- Heizung, verbrauche Momentan 5-6Kw. Kein Gas mehr, alles auf Elektrisch umgestellt. 2 Wechselrichter von Victron 3000W. Zwei deshalb, falls mal einer aussteigen sollte habe ich noch einen der läuft. Den ohne wäre Feierabend.

Wer mehr wissen will, darf gerne hier reinschauen: --> Link

thomker am 23 Mär 2019 16:37:20

Variophoenix hat geschrieben:Wer mehr wissen will, darf gerne hier reinschauen: --> Link


Hab ich grad mal gemacht... 18 KWh Li, das ist mal ne Hausnummer. Sehr geil. Und erst die "Unterflurklima".

Gruß
Thomas

stoppie am 24 Mär 2019 13:06:55

thomker hat geschrieben:....Sehr geil. Und erst die "Unterflurklima"....


Jou, die hat mich auch beeindruckt! :)

fotoLux am 24 Mär 2019 13:56:23

heiinjoy hat geschrieben:....Stromsäulen gibt es fast auf jedem Stellplatz.

Echt?

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