Caravan
luftfederung

Ducato Multijet2 - Chiptuning TecPower 1, 2


bigben24 am 19 Mär 2019 21:45:09

Moin Zusammen,

frei nach dem Motto: " Was ist besser als Drehmoment? - Mehr Drehmoment!" denke darüber nach, meinem Duc 250 mit Multijet2 150PS zu etwas mehr Drehmoment zu verhelfen. Im PKW fahre ich Automatik und möchte den "Großen" eben auch etwas schaltfauler fahren. Nun habe ich mal "gekugelt" und bin auf TecPower gestoßen, die für den Multijet2 ein Chiptuning anbietet. Mir gefällt daran, das es wohl manuell angepaßt scheint über OBD eingespielt wird und keine "Zwischenbox ist"
Die Erfahrungen mit TecPower scheinen ja durchweg gut zu sein. Nur zum Multijet2 Chiptuning konnte ich keine Erfahrungsberichte finden. Gibt es zum Chiptuning mit Ducato 250 generell Erfahrungen, oder mußte schon mal jemand sein Kolbentriebwerk zur Reparatur geben? Ich hatte in meinem SAAB mal ein Chiptuning drin, mit sehr guten Erfahrungen, allerdings war bei 190.000 der Turbo kaputt, was aber mehr an meiner Fahrweise gelegen haben könnte , 200km/h -> P mit WC Schild -> Anhalten -> Motor aus. Das mag kein Lader leiden ;-)

Also her mit Euren Tips und Erfahrungen

Bedankt!

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andwein am 20 Mär 2019 13:54:08

Auf jeden Fall solltest du abklären was mit dem Tuning passiert wenn dir Fiat im Rahmen einer Serviceaktion eine neue Softwareversion aufspielt. Sind die Tuning-Parameter dann weg? spielt die TECPower dann wieder kostenlos neu auf?
Fragen über Fragen, Gruß Andreas

Tinduck am 20 Mär 2019 18:51:41

bigben24 hat geschrieben:, allerdings war bei 190.000 der Turbo kaputt, was aber mehr an meiner Fahrweise gelegen haben könnte , !


Genau, hat sicher nix mit den erhöhten Abgastemperaturen durchs Tuning zu tun. Immer feste druff auf den Turbo.

Ich werde nie kapieren, warum man für 10-20% bessere Fahrleistungen seinen Motor riskiert. Für mich wäre ein installiertes Motortuning ein K.O.-Kriterium beim Gebrauchtkauf.

TEC-Power ist sicher eine der seriöseren Tuningfirmen, die immerhin keine Deppen-Zauberboxen verkaufen. Aber Haftung für Schäden am getunten Motor übernehmen sie auch nicht. Warum wohl?

bis denn,

Uwe

MountainBiker am 20 Mär 2019 20:54:47

Hallo,

10-20% bessere Fahrleistungen seinen Motor riskiert.


Ich wage zu bezweifeln, dass eine solch deutliche Leistungssteigerung überhaupt möglich ist ohne den Verbrauch des 150PS Multijet 2 (variable Ladergeometrie) entsprechend zu erhöhen. Außerdem werden Kolben und Pleuel auch den erhöhten Druck nicht lange standhalten. Ob das der TÜV überhaupt noch genehmigt (ansonsten Verlust der Zulassung/Versicherungsschutz) steht hinsichtlich der Schadstoff/Dieseldiskussion auf einen ganz anderen Blatt (höherer Druck mehr Stickoxyde...).

Keine gute Idee!

krozinger am 24 Mär 2019 13:34:21

Würde Mal sagen,daß da jemand von Technik und Chip-Tuning keine Ahnung hat.

MountainBiker am 24 Mär 2019 13:42:18

Hallo,

willst Du bezweifeln,

(1) dass jeder Eingriff in die Motorsteuerung (ob mit SW oder CAN-Bus Emulator...) über den TÜV auf Basis eines Einzelgutachen oder Typgenehmigung eingetragen werden muß?
(2) jeder Veränderung dieser Art der Versicherung gemeldet werden muß;
(3) die Herstellergarantie damit verlustig geht;

Dann frag mal bei FCA, ... an, dann sehen wir weiter...

krozinger am 24 Mär 2019 16:08:07

Nur Mal so am Rande............
Ich bin Kfz- Meister.......


Von TÜV und Versicherung redet doch kein Mensch.

Von jedem guten Tuner gibt's ne Bescheinigung zur TÜV Eintragung.
Die Versicherung interessiert das nicht.,da die Fahrzeugleistung bei der Berechnung und Einteilung der Versicherungsklasse keine große Rolle mehr spielt.

Von der Technischen Seite geht viel sehr gut.
Zudem die Mehrleistung bei den wenigsten Fahrzeugen eingetragen ist.Die Mehrleistung ist normalerweise auch nicht ursächlich für einen vom Fahrer verursachten Unfall,da sich im allgemeinen die Fahrweise durch das Chiptuning nicht ändert und somit auch kein größeres Unfallrisiko besteht.Erst Recht mit einem Wohnmobil.
Da muß schon sehr Ungewöhnliches passieren,als daß das mehr an Leistung der Verursacher war und die Polizei oder Gutachter das Geschöpfe Motor Steuergerät ins Auge fassen.


Auch mein gesamter Fahrzeugbestand ist gechipt.Bei jedem Fahrzeug ca.30 PS mehr als Serie.Ich brauche bei gleicher Fahrweise weniger Kraftstoff.
Man gewöhnt sich allerdings schnell an die Mehrleistung und nutzt die dann auch- macht ja auch Spaß.
Ergo..........
Etwas Mehrverbrauch. Na und ?
Es ist auf jeden Fall ein entspanntes Fahren. :D

thomas56 am 24 Mär 2019 16:24:47

krozinger hat geschrieben:Etwas Mehrverbrauch. Na und ?
Es ist auf jeden Fall ein entspanntes Fahren. :D


und warum kauft man sich mit dem Wissen dann vorsätzlich ein Fahrzeug mit zuwenig Leistung?

Warum kitzelt der Hersteller nicht selber mehr Leistung aus seinen Komponenten? Das wäre für ihn ein leichtes und er hätte einen riesen Wettbewerbsvorteil.

MountainBiker am 24 Mär 2019 16:35:59

Hallo,

Würde Mal sagen,daß da jemand von Technik und Chip-Tuning keine Ahnung hat.


Würde Mal sagen,daß da jemand für zweifelhafte Veränderungen an einem Fahrzeug für eine Firma Werbung machen möchte!

Von jedem guten Tuner gibt's ne Bescheinigung zur TÜV Eintragung.

Das erspart nicht die Fahrt zum TÜV und die mit der Eintragung verbundenen nicht unerheblichen Kosten!
Zudem die Mehrleistung bei den wenigsten Fahrzeugen eingetragen ist.

Rechtswidriges Verhalten sollte man nicht unterstützen!
Zum einen
Ich brauche bei gleicher Fahrweise weniger Kraftstoff.

zum anderen schreibst Du
Etwas Mehrverbrauch. Na und ?

Da kann sich jeder selber ein Bild davon machen!

Auf die Zulassung/Empfehlung der FCA bzw. Verlust der Herstellergarantie gehst Du gar nicht ein...

Ich würde auf jeden Fall kein "gechiptes" Fahrzeug erwerben wollen (Wiederverkaufswert)!

duca250 am 24 Mär 2019 17:09:33

krozinger hat geschrieben:Die Versicherung interessiert das nicht.,da die Fahrzeugleistung bei der Berechnung und Einteilung der Versicherungsklasse keine große Rolle mehr spielt.


...wenn Du Dir breitere Reifen ran schraubst oder Dir einen Fuchsschwanz an die Antenne nagelst, stimmt Deine Aussage bedingt. Aber mit Sicherheit nicht bei einer Leistungssteigerung. Das will jeder Versicherer wissen, und zwar ohne Ausnahme und völlig egal, um was für einen Fahrzeugtyp es sich handelt :!:

babenhausen am 24 Mär 2019 17:22:04

Mal was zu lesen:

--> Link

Daraus ein Zitat:
Erlöschen der Betriebserlaubnis
Zulassung und Betriebserlaubnis sind in Bezug auf das Tuning sehr wichtig. Wer die genehmigte Fahrzeugart ändert, oder das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert, verliert gemäß § 19 Abs. 2 der Straßenverkehrszulassungsverordnung (StVZO) grundsätzlich die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug. Das gleiche gilt, wenn wegen des Tunings eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist. Das Fahrzeug ist dann praktisch „stillgelegt“. Es gibt aber auch Ausnahmen von diesem Grundsatz. Wer die Betriebserlaubnis nicht verlieren möchte, sollte sich also vor dem Tuning umfassend dazu informieren. Denn das Tuning beeinflusst in aller Regel mindestens das Abgas- und Geräuschverhalten, wenn nicht sogar die Verkehrssicherheit.

Tuning und die Versicherung
Wer sein Auto verändern will, sollte außerdem seinen Haftpflichtversicherer, und, sofern vorhanden, seinen Kaskoversicherer informieren. Wer das nicht tut, riskiert den Wegfall des Versicherungsschutzes. Das belegt ein Urteil des OLG Koblenz vom 14. Juli 2006. Aus folgendem Grund:
Der Versicherungsnehmer (regelmäßig Halter des Fahrzeugs) darf gemäß § 23 Abs. 1 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) nicht ohne Einwilligung des Versicherers eine Gefahrerhöhung vornehmen. Das Tuning eines Fahrzeugs sorgt nicht nur regelmäßig für eine schnellere Beschleunigung, höhere Geschwindigkeit und somit für schlechtere Kontrolle. Laut Urteil schafft es gerade für junge Leute einen besonderen Anreiz, die neu geschaffenen Möglichkeiten komplett auszureizen (dort Rn. 37). Es liegt also oft mit dem Tuning eine Gefahrerhöhung vor, die den Versicherer gemäß § 26 Abs. 1 VVG von der Leistung befreien können. Das heißt im Endeffekt: Der Versicherer muss unter Umständen gar nichts zahlen. Darüber hinaus kann er gemäß § 25 Abs. 2 kündigen.

Viel Spaß
wenn dann ein Personenschaden entsteht...

Gliderman am 24 Mär 2019 17:44:57

Hallo zusammen, speziell bei den Dieseln beim Chip Tuning an das Getriebe denken. Das größere Drehmoment muss über die Zahnflanken übertragen werden. Bei einigen Motor-/Getriebekombinationen sind die Laufverzahnungen am Limit. Ich habe viele Zahnräder mit Pittingbildung gesehen. Gruß Gliderman

Hymer B 614 SL, Ducato X250 3,0l

babenhausen am 24 Mär 2019 17:52:21

Gliderman hat geschrieben:Hallo zusammen, speziell bei den Dieseln beim Chip Tuning an das Getriebe denken. Durch. Das größere Drehmoment muss über die Zahnflanken übertragen werden. Ich habe viele Zahnräder mit Pittingbildung gesehen. Gruß Gliderman


Ob sich einer mit Eingriffen sein Auto zertrümmert in Form von Schäden im Antriebsstrang; das heißt von ersten Kolben bis zur Radnabe und alles was dazwischen ist
hat jeder selbst zu verantworten.
Wird aber mit einem solchen Fahrzeug dessen Betriebserlaubnis erloschen ist ein Personenschaden verursacht ist dies besonders verwerflich nicht nur aus Sicht der der Finanzen sondern besonders auch aus der Moral .

redrider am 25 Mär 2019 09:04:15

Hallo zusammen,

ich habe letztes Jahr bei TecPower meinen Multjet tunen lassen. Es ist aber der mit 130 PS.
Da ich meistens mit einem Anhänger und einem schweren Motorrad darauf unterwegs bin, ging häufig die Leistung
an Steigungen " in die Knie ". Und genau dafür habe ich meinem WOMO ein paar nM einhauchen lassen, damit mehr Drehmoment zur Verfügung steht. Durch den Zuwachs des Drehmoments um ca. 70 nM ist ein erheblich schaltfauleres Fahren möglich. Und genau DAS wollte ich erreichen. Den Tempomaten habe ich meist auf Tacho 105 - 110 eingestellt und auch an Steigungen kann ich jetzt ohne runter zu schalten, die Geschwindigkeit weitestgehend halten.
Vorher war es so, dass ich an den gleichen Steigungen in den fünften oder sogar in den vierten Gang runter schalten mußte.

Gruß aus Köln
Gernot

Tinduck am 25 Mär 2019 09:07:48

Vorher war es auch so, dass Dein Turbo an der Steigung ca. 300-400 Grad weniger Abgastemperatur ertragen musste. Schaun mer mal, ob und wie lange er das mitmacht. Manche haben Reserven, manche nicht... nennt sich Serienstreuung.

bis denn,

Uwe

Goldwingmanny am 25 Mär 2019 09:52:15

Ich habe es aus dem gleichen Grund bei Tec Power machen lassen wie Gernot und bin sehr zufrieden. Und die ganzen Oberlehrer hier brauchen es ja nicht machen lassen. In meinem Beruf hatten viele Kunden oft mehr Ahnung als ich, meistens waren das Lehrer oder Rechtsanwälte. Und Pech haben kann man mit jedem Fahrzeug.
Gruss Klaus

Tinduck am 25 Mär 2019 10:55:04

Lies Dir Deinen Post nochmal ganz genau durch... dann merkst Du, wer hier auf ‚Oberlehrer‘-Niveau postet. Ist oft so, wenn einem die Argumente ausgehen, gell?

Ausser ‚fährt sich besser‘ kommt von den Tuning-Kunden ja nicht viel.

Uwe

(kein Lehrer, kein Rechtsanwalt)

MountainBiker am 25 Mär 2019 11:21:12

Hallo Uwe,

bin bei Dir, würde aber noch weiter gehen:

Ausser ‚
einem gefühlten
fährt sich besser‘ kommt von den Tuning-Kunden ja nicht viel.

Airemperor am 30 Mär 2019 11:03:10

immer das gleiche. Sobald einer "Chip Tuning" in einen Beitrag schreibt geht es los....

Und jedesmal lese ich mit weil es immer wieder geil ist.....

Spitzenreiter war bisher einer der bei gleichen Bedingungen auf der exakt gleichen, 300 km langen Strecke seinen Verbrauch von 18Litern auf 12 Liter pro 100 km reduziert hat und seine Geschwindigkeit von 110 auf 130 gesteigert.
Leider Antwortet der nicht mehr. (ich nehme mal an dass er nicht antworten darf, weil er einen seht hoch dotierten Job bei einem Premium Autohersteller angenommen hat. Die haben den unbedingt gebraucht zwecks seines Know Hows)

Ich persönlich finde ja die Chiptuning Szene besteht zu 99% aus traurigen Gestalten. Ich kenne nur zwei die Ahnung haben und das anständig machen.
Anständig heisst in dem Fall, dass die Anpassungen im Steuergerät ca. 1 Prozent der Tuningarbeiten ausmachen. Der Rest ist Hardware-Angelegenheit.
Das ist nun mal leider Fakt.
Und anständig heisst auch dass man dem Kunden sagt was er zu erwarten hat in Bezug auf die Standfestigkeit.

Vielleicht mal ein kleines Beispiel:

Nimm einen Stinknormalen Kerl (vielleicht ja dich) und lass ihn im Stadion drei Runden laufen. Nimm die Zeit, seinen Puls, und was weiss ich noch für Blutwerte.
Und dann gib ihm ne ordentliche Ladung Amphetamine (Chiptuning) und lass ihn wieder drei Runden laufen. Der ist bestimmt ein bisschen schneller als vorher...... Aber ganz sicher hat er sich damit körperlich keinen gefallen getan.

Mir egal wer das so macht. Aber die bessere Lösung ist dauerhaftes anständiges Training.

Verglichen mit nem Motor: Chiptuning = Amphetamin

Anständiges Hardware Tuning = Ordentliches Training.


Und weil immer alle rumlabern von wegen mehr Drehmoment und schaltfaul etc. etc. Schon mal zwei Radfahrer gesehen die die selbe Strecke nebeneinander her fahren? Der eine im 10. Gang der andere im 28. ?
Der eine strampelt dann fröhlich pfeifend vor sich hin. Der andere bewegt die Pedale in Zeitlupe und es drückt ihm schon das Wasser aus der Schuhsohle weil soviel Druck drauf ist.

Aber wie gesagt: jeder darf sein Eigentum behandeln wie er will.

Inselmann am 30 Mär 2019 11:48:33

Airemperor hat geschrieben:Ich persönlich finde ja die Chiptuning Szene besteht zu 99% aus traurigen Gestalten. Ich kenne nur zwei die Ahnung haben und das anständig machen.

99% finde ich ein wenig hoch gegriffen, aber gebe dir trotzdem Recht
Airemperor hat geschrieben:Anständig heisst in dem Fall, dass die Anpassungen im Steuergerät ca. 1 Prozent der Tuningarbeiten ausmachen. Der Rest ist Hardware-Angelegenheit.
Das ist nun mal leider Fakt.

da muss ich dir stark wiedersprechen. Es gibt genug Fahrzeuge wo NUR mit dem Steuergeraet genug Moeglichkeiten vorhanden sind, "sicher" etwas Mehrleistung zu erzielen.
Gefaehrlich wirds wenn die weniger guten "Tuner" mit der grossen Keule kommen und ohne Detailwissen der Hardware grosse Nummern produzieren weil es sich eben gut verkauft. Und auch gut faehrt :lol:
Airemperor hat geschrieben:Und anständig heisst auch dass man dem Kunden sagt was er zu erwarten hat in Bezug auf die Standfestigkeit.

Das ist ja oft nicht erforscht. Und muss sicher sehr individuell gesehen werden. Wenn ein Fahrzeug auf der Hardware Seite schon gut ausgereizt ist, dann wird die Standfestigkeit sicher leiden. Wenn aber von der Hardware her noch genug Spielraum ist (z.B. "kleinere" Modellvarianten wurden per Software erzeugt fuer Marketing oder Versicherung) und der Tuner sich nicht hinreissen laesst, dann wird das alles gut funktionieren.
Oder wenn der Anwender weiss was unter seiner Motorhaube passiert und im Extremfall sich "richtig" verhaelt. Z.B. runterschalten. Oder eine Oeltemperatur Anzeige einbauen um zu sehen wenns in die falsche Richting geht.
Airemperor hat geschrieben:Nimm einen Stinknormalen Kerl (vielleicht ja dich) und lass ihn im Stadion drei Runden laufen. Nimm die Zeit, seinen Puls, und was weiss ich noch für Blutwerte.
Und dann gib ihm ne ordentliche Ladung Amphetamine (Chiptuning) und lass ihn wieder drei Runden laufen.

Dein Vergleich hinkt stark.
Eine Maschine ist kein Mensch. Eine Maschine kann man nicht verbessern durch Training.

Das Problem beim Chip Tuning ist ja das man nicht alles ueber einen Kamm scheren kann. z.B. der oft angepriesene Minderverbrauch. Den gibts wirklich. Weil manche Motoren BEWUSST zu fett laufen in einigen Bereichen um ABGASWERTE zu erreichen. Wenn dann ein Tuner mit ausreichend Kenntnis ein solches Kennfeld "optimiert" um den Motor bei besten Bedingungen zu betreiben, dann braucht er wirklich weniger Sprit.
Oftmals ist die "Mehrleistung" nicht extra dazugetunt, die war schon vorher da.
Wenn natuerlich ohne Skrupel der Ladedruck, Einspritzdruck oder andere Sicherheitsparameter ueberreizt werden, dann knallts

Airemperor hat geschrieben:Mir egal wer das so macht. Aber die bessere Lösung ist dauerhaftes anständiges Training.

Verglichen mit nem Motor: Chiptuning = Amphetamin

Anständiges Hardware Tuning = Ordentliches Training.

Und auch dieser Vergleich hinkt. Kommt immer auf die individuelle Situation an. Wenn nur EINE Komponente in der Kette unterdimenioniert ist, dann hilft dir auch dein Hardware Tuning nicht und die Lebensdauer des Gesamtpackets leidet.
Ja du kannst einen groesseren Turbo draufschrauben fuer mehr Leistung. Ladeluftkuehler noch gross genug? Nein, machen wir den auch nich drauf. Klasse, RICHTIGES Plus an Leistung! Halten die Pleuel das noch aus?
Siehst du worauf ich hinaus will? Auch beim Hardware Tuning muss man den EINZELFALL sehen und entscheiden was machbar ist.

Und so ist es beim Chiptuning. Aber leider ist es so einfach eine Software zu kopieren und mal schnell Kohle zu machen.
Grosser Turbo kostet halt gleich richtig Geld.
Airemperor hat geschrieben:Und weil immer alle rumlabern von wegen mehr Drehmoment und schaltfaul etc. etc. Schon mal zwei Radfahrer gesehen die die selbe Strecke nebeneinander her fahren? Der eine im 10. Gang der andere im 28. ?
Der andere bewegt die Pedale in Zeitlupe und es drückt ihm schon das Wasser aus der Schuhsohle weil soviel Druck drauf ist.

Nach deiner Denkweise haette der andere mehr trainieren muessen :mrgreen:
Aber mal im Ernst, der Vergleich ist schon richtig. Es beschreibt genau was beim Chiptuning oft uebersehen wird. Die oft grosse mechanische MEHRBELASTUNG der Hardware durch unbedachte Handhabung.

Ich bin nicht gegen Chiptuning, aber man muss sich schon genau informieren auf was man sich einlaesst.

Sieht man ja an den vielen Transit Motoren, wo eine Komponente (Kolben) nicht zum Rest des Packets passt. Was haben die gemacht? Software Update mit reduziertem Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen. Das wuerde so ein Paradebeispiel abgeben wenn jemand sich so ein Fahrzeug kauft, dann sich aergert das er an Steigungen runterschalten muss und dann zum Chiptuner geht.........

MountainBiker am 30 Mär 2019 11:55:54

Hallo,

Weil manche Motoren BEWUSST zu fett laufen in einigen Bereichen um ABGASWERTE zu erreichen.


Dann hast Du aber ein Problem mit der Zulassung, die Einhaltung der Abgaswerte muß nachgewiesen werden, entweder durch Einzelgutachten oder Typmustergenehmigung des Herstellers/Tuners!
Es ist jetzt schon schwierig/unmöglich für die Hersteller die Zulassungsvorraussetzungen zu erfüllen, was die Abgaswerte(Feinstaub, NOx, CO2...)/Flottenverbrauch angeht. Das wird durch "Tuning" nicht besser.

geralds am 30 Mär 2019 12:34:27

Hallo,

"Chiptuning" wird teilweise bereits beim Hersteller gemacht. Ich war vor einiger Zeit im Motorenwerk von MAN.

Da wurde jeder Motor (einer Baureihe?) in einem Teststand automatisch geprüft und die Steuerparameter an den Motor angepasst.
So wurden die geringen Serienstreuungen ausgeglichen. Ob die das bei jedem Motormodell machen oder nur bei bestimmten Baureihen, kann ich allerdings nicht sagen.

Gruß Gerald

Airemperor am 30 Mär 2019 13:50:47

"ÄTT" Inselmann:

vielleicht nicht so geschickt gewählt mein Beispiel. Dass man eine Maschine nicht wie einen Muskel trainieren kann ist klar.
Aber es ging ja um Tuning. Und ich bleibe dabei. Steuergerätefummeln = Amphetamin.

Und natürlich hast du völlig recht. Nur den Lader tauschen bringt nix. Das muss man dann schon durch ziehen von A-Z.
Aber so hatte ich das auch gemeint.
Ich hab mit dem Mofa frisieren angefangen seinerzeit (das mach ich noch immer) und bin immer irgendwie am Ball geblieben. Bei den Autos ging es dann los mit Optimierungen an Originalteilen, weil kein Geld da war für Neuteile. Aber schon auf einem gewissen Level. Also auch Gewichtseinsparungen im Kurbeltrieb. (Standgas und Laufruhe sieht man in jungen Jahren ja als untergeordnetes Interesse...)

Und so ging es eben immer weiter. Zum Glück waren es dann irgendwann nicht mehr meine Motoren und nicht mein Geld das in Regelmässigen abständen in Rauch aufging (im wahrsten Sinne des Wortes)

Wir haben schon aus normalen Motoren closed deck Versionen gemacht, Turbolader gestückelt, ganze Ansaugtrakte gebaut, Auspuffanlagen gefertigt...
Alles immer auf der Suche nach PS.
Die ganzen Tricks mit Wastegate unterlegen und das typische Hinterhof Gefummel, alles gesehen, alles gemacht, alles erlebt.

Und ja, Kolben-Brüche, Pleuelrisse, Antriebsströnge die aufgegeben haben, Tonnenförmige Brennräume, Kupplungen die abgetaucht sind..... Immer ganz vorne mit dabei.

Aber dafür war ich auch schon dabei wenn dann ein Profi so nen Motor bewegt hat. Dann grinst man die nächsten paar Motorschäden ne Weile lang weg.

Aber so ist das eben. Ich bin eben der Meinung man sollte es anständig machen (bzw. machen lassen) oder eben bleiben lassen. Auch wenn meine Quote von 99% vielleicht etwas hoch gegriffen ist. Der normale Kunde hat ja gar nicht die Ahnung oder den Überblick um zu entscheiden ob da gepfuscht wird an seiner Karre oder nicht. Und dann kann man auch bei einer 80% Quote keinem empfehlen sich auch ein Chiptuning einzulassen.

Du schreibst, dass manche Hersteller anreichern wegen der Abgaswerte. Hast du ein Beispiel? Diesel oder Benziner? Welche Marke? Welcher Motor?
Anreicherung in welchem Bereich?

Gruß,

Markus

Tinduck am 30 Mär 2019 14:10:11

Die gleichen aber bestimmt keine Leistungs-und Drehmomentunterschiede von 10-15% aus... und geben immer noch Gewährleistung!

bis denn,

Uwe

geralds am 30 Mär 2019 14:32:38

Tinduck hat geschrieben:Die gleichen aber bestimmt keine Leistungs-und Drehmomentunterschiede von 10-15% aus... und geben immer noch Gewährleistung!

bis denn,

Uwe


Nein, dabei geht es um einen niedrigen einstelligen %Bereich.
Hat mich aber überrascht, dass jeder Motor einzeln durchgemessen und angepasst wird.
Lohnt sich aber scheinbar bei leistungsstarken LKW-Motoren.

Gruß Gerald

peter1130 am 30 Mär 2019 16:34:44

Einen gtuten Tuner kann man an seinen Garantiebedingungen erkennen. Denn nur dann ist er auch von seiner Arbeit überzeugt.


Es gibt Motoren die wurden so konstruiert das die die doppelte Leistung und mehr ohne große Hardwareänderungen aushalten. Ich behaupte aber das solche Motoren heute nicht mehr gebaut werden weil die Hersteller durch Simulationen heute genau festlegen können was der aushalten können muss.

Deshalb werden Motoren die fast baugleich mit unterschiedlichen Leistungen angeboten werden auch in vielen Fällen nicht nur über die Software kleingehalten sondern auch preiswertere Materialien verbaut. ( Kolben, Ventilfedern usw.) So einen Motor dann ohne Hardwareänderungen aufzublasen geht sehr leicht in die Hose.

Vom restlichen Antriebsstrang reden wir dabei noch garnicht.

duca250 am 30 Mär 2019 17:57:14

peter1130 hat geschrieben:Deshalb werden Motoren die fast baugleich mit unterschiedlichen Leistungen angeboten werden auch in vielen Fällen nicht nur über die Software kleingehalten sondern auch preiswertere Materialien verbaut. ( Kolben, Ventilfedern usw.) So einen Motor dann ohne Hardwareänderungen aufzublasen geht sehr leicht in die Hose.


Servus,
eine extrem wichtige Aussage! Danke dafür! Um beim TE und seinem Ducato zu bleiben unterstelle ich, dass auch Fiat mehr hochwertigere Teile verbaut, je mehr Leistung der Motor hat. Hochwertigere bzw. belastbarere Kolben kosten halt wesentlich mehr als wie die Kolben in den schwächeren Motoren. Auch der Ölkühler wird ein paar Reihen mehr haben und das Getriebe den Drehmoment aushalten. Insofern kann es nur aufs Material gehen... Auch der Wertverlust bei Verkauf ist enorm.

Und abschließend noch ein Info für den TE. Ich hatte schon bei Erwerb unseres Knaus mit 148 PS-Motor überlegt die Leistung anzupassen, um besser mit dem mit dem Smart beladenen Anhänger vorwärts zu kommen. Nach mehreren Urlaubsfahrten mit dem Smart im Gepäck braucht dieser Motor kein Tuning! Die Leistung reicht völlig aus, auch an Steigungen!

Es grüßt
der Duc

Grandeur am 30 Mär 2019 21:05:23

Hallo zusammen,

die Chiptuning Fans sollten sich einfach mal folgende Gedanken machen:

1) Wieso verschenkt der Original-Hersteller unnötig Leistung, wenn diese so leicht über Chiptuning zu holen ist?

2) Sind die Ingenieure/innen der Hersteller einfach inkompetent im Vergleich zu den Chiptunern?

3) Wieviel Berechnungen über finite Elemente macht der Chiptuner von den Einzelkomponenten und wieviel testet er real am Produkt, bevor er an seine Kunden verkauft?

4) Kann der Chiptuner garantieren, das das Fahrzeug eine Standfestigkeit von 150t hat?

5) Wie erbringt man den Nachweis gegenüber einem Chiptuner, wenn es zu einem Schaden im Triebstang kommt und wieviel % übernimmt dessen Garantieversicherung an welchen Teilen?

Heute haben die Hardware keinerlei Toleranz und Luft für solche Tuning-Maßnahmen, da wirklich jedes Bauteil im Motor am Limit ist, um Gewicht, Reibung und damit Verbrauch und natürlich Teilekosten auf ein Minimum zu reduzieren.

Tuning finde ich in Ordnung für jemanden, der für das Mehr an Fahrspass die geringere Standfestigleit in Kauf nimmt und auch mit den dadurch entstandenen Mehrkosten kein Problem hat.
Oder man nimmt doch einfach gleich die Leistung ab Werk, die man braucht.

Gruß Grandeur

geralds am 31 Mär 2019 00:03:10

Hallo,

leider muss ich Grandeur prinzipiell recht geben. Die Kostenoptimierung der Hersteller bringt für Ottonormalverbraucher seltsame Blüten hervor.
Vor ca. 20 Jahren "durfte" ich eine Galvanikanlage bei Mahle (Kolbenhersteller) sanieren.
Billige Kolben kosteten damals ca. 9,-DM, hochwertige Kolben für Porsche und einige BMW-Modelle ca. 26,-DM, die Mittelklasse für z.B. VW Passat ca. 16,-DM.
Wenn man bedenkt, dass zwischen den Extremen gerade mal 17,-DM gelegen haben (mal z.B. 4 Kolben) fragt man sich ob sich das lohnt daran zu sparen. Aber multipliziert mit der Stückzahl lohnt sich das wohl.
Mal abgesehen von der Grundkonstruktion des Kolbens, bei dem natürlich auch Unterschiede bestehen, die jedoch kaum in den Preis eingehen, unterscheiden sich die Kolben hauptsächlich durch die aufgebrachten Schichten auf den rohen Kolben.
Billige haben nur 2 Schichten, teure bis zu 4 Schichten.
Die äußerte Schicht besteht fast immer aus Blei. Dies ist die "Verschleißschicht". Dadurch passt sich der Kolben dem Zylinder an. Daher braucht man fast keine Einlaufzeiten mehr. Andere Schichten bestehen z.B. aus Kupfer und Eisen. Eisen dient der Verschleißfestigkeit.
Vielleicht auch noch eine Info. Kolben sind nicht rund sondern oval. Der Kolben dehnt sich bei Erwärmung aus. Quer zur Pleuellagerung stärker als parallel zu zur Lagerung. Daher "passt" der Kolben besser bei Betriebstemperatur als bei einem kalten Motor. Geht in den Verschleiß ein.

Wenn also bei dem Tuning die Temperaturen im Motor nicht mehr der Spezifikation entsprechen (z.B. höher werden), erhöht das den Verschleiß.

Mahle hat regelmäßig Verschleißtests ihrer Kolben durchgeführt.

Über andere, eventuelle Nachteile, den Motor bzw. seine Teile oder den Antriebsstrang betreffend, kann ich keine Aussagen machen. Aber eins ist sicher, die Berechnungsverfahren werden immer besser und feiner.
D.h. Reserven werden immer kleiner. Ob und welche Reserven die Grundkonstruktion eines Motors bereithält ist wohl nur dem Hersteller bekannt (oder vielleicht noch speziellen Firmen wie z.B. AMG). D.h. eventuell auf den ersten Eindruck "gleiche" Motoren sind intern nicht gleich.

Gruß Gerald

richi1230 am 31 Mär 2019 12:23:38

Danke Gerald, sehr informativer Bericht!
Wenn ich schon könnte, würde ich dafür ein "+" geben

Airemperor am 02 Apr 2019 22:21:02

geralds hat geschrieben:Hallo,


Mal abgesehen von der Grundkonstruktion des Kolbens, bei dem natürlich auch Unterschiede bestehen, die jedoch kaum in den Preis eingehen, unterscheiden sich die Kolben hauptsächlich durch die aufgebrachten Schichten auf den rohen Kolben.






gerade die Grundkonstruktion ist es was den Preis ausmacht. Gegossene Kolben sind billiger als geschmiedete und dann kommt die Bearbeitung dazu.
Da gibt es gewaltige Unterschiede.
Nicht nur in der Oberflächenbearbeitung, sondern auch in der Bauart an sich. Da gibt es reine Stahl oder Alu Kolben oder mittlerweile auch Kombinationen aus Stahl und Alu.
Auf den Bildern siehst man ein bisschen was von nicht so ganz günstigen Kolben. Die haben keinen Millimeter Oberfläche an der sie nicht maschinell bearbeitet sind. Weder innen noch aussen. Da läuft die CNC Maschine schon ein Weilchen bis einer Fertig ist. Da kann man dann schon erahnen was sowas Kosten könnte.
Wir zahlen für einen eigens für uns hergestellten Kolben roh ca. 300 Euro. Ohne Kolbenringe. Beschichten tun wir teilweise selber. Das ist ein absolutes Schnäppchen und nur möglich weil sich über die Jahre eine Freundschaft zum Hersteller entstanden ist.

Was Beschichtungen angeht sieht es genau anders herum aus. Das ist heutzutage preislich eher Peanuts. Weil das keiner mehr galvanisch macht. Vereinfacht ausgedrückt werden die Beschichtungen aufgedruckt oder drauf gesprüht. Und dann meistens Graphal.
Beschichtungen aus Blei, Chrom oder sonst was sind schon so lange out, dass ich mich gar nicht mehr so richtig erinnern kann..... (ich glaube ich hatte mal einen Zweitaktzylinder in der Hand bei dem die Zylinderwände verchromt waren)







geralds am 02 Apr 2019 23:31:15

Nun, in den Fertigungsverfahren hat sich sicher viel verändert.
Vielleicht wird der Kolben heute anders beschichtet.
Ich bin jedoch sicher, es wird auch heute noch Unterschiede in der Qualität geben.

Was Du beschreibst sind jedoch besondere Kolben für entsprechende Belastungen und kein Massenprodukt. Die werden, soweit ich informiert bin, immer noch gegossen und nicht geschmiedet. (Hoffentlich ist die Info nicht auch schon wieder überholt.)

Ich bin ziemlich sicher der Ducato hat keinen geschmiedeten Kolben für €300,- drin. :D

Gruß Gerald

Variophoenix am 04 Apr 2019 10:12:18

Da fragt einer ob jemand Erfahrung hat mit Chiptuning von seinem Motor. Und fast alles was von euch kommt sind Gesetzte und Angstmachereien. Das war aber nicht sein Anliegen. Also hört doch auf in gleich mit eueren Gesetztestexten zu ersticken.

Ich habe es auch bei dieser Firma vor vier Jahren bei meinem Vario gemacht und würde es sofort wieder machen. Gefahren bin ich nun schon 70000km damit ohne welche Probleme.

Und man bedenke: Die Leistung braucht man ja nicht im Dauerzustand sondern nur bei Bedarf. Also beim Überholen oder wenn es mal Steil hoch geht. Danach kann sich alles wieder abkühlen. Logisch geht ein Motor drauf wenn er immer 100% Leistung abgeben muss. Muss er aber nicht, weil er nicht auf einer Rennstrecke ist, sondern vermutlich die hälfte der Zeit im dicken Verkehr steckt.

Dann verkaufen ja die Hersteller FAhrzeuge mit exakt gleichen Motoren. Nur einer hat weniger Leistung und der andere kostet dann eben gleich ab 3000€ mehr. Also die Tunen auch einfach für viel mehr Geld.

Inselmann am 04 Apr 2019 10:28:34

Variophoenix hat geschrieben:Und man bedenke: Die Leistung braucht man ja nicht im Dauerzustand sondern nur bei Bedarf. Also beim Überholen oder wenn es mal Steil hoch geht. Danach kann sich alles wieder abkühlen. Logisch geht ein Motor drauf wenn er immer 100% Leistung abgeben muss.


Das ist ja der Unterschied. Wenn man damit bewusst umgeht so wie du, oder man hat eine Motorversion die per Software (vom Hersteller) "kleiner" getunt wurde hat, dann gibts da kaum oder keine Probleme.

Aber manche verstehen das nicht, kaufen ein Wohnmobil mit (ihrer Meinung nach) zuwenig Leistung und blasen das dann auf mit unrealistischen Werten. Oder haben es vollgeladen und schwerem Anhaenger und denken es muss ohne Geschwindigkeitsverlust und runterschalten jeden Berg hoch so wie es viele moderne (meiner Meinung nach voellig uebermotorisierte) PKW's oder SUV's machen, DANN gibt's mit Sicherheit Probleme.

Variophoenix am 04 Apr 2019 10:34:56

Ja da stimme ich dir voll zu. Leider kommen immer mehr Fahrzeuge auf den Markt mit zu wenig Hubraum. Da wird dann bereits vom Hersteller an den Anschlag getunt.
Bei Wohnmobilen auch. Zb. Mein Motor hat 4,3L Hubraum bei 7.5T. Da gibt es auch solche die haben nur 2.5L bei gleichem Gewicht. Der Motor ist bereits schon an der Leistungsgrenze und sollte nicht noch zusätzlich getunt werden.

MountainBiker am 04 Apr 2019 10:36:15

Hallo,

der TE fährt einen:

Modell 2018. Ducato MAXI Multijet 2 -150PS Kilometer 03.19 - 9.600


das ist schon mal eine ganz andere Ausgangssituation wie bei Dir. Der hat Euro 6 ohne SCR-Kat. Jeder Eingriff muß mit einer TÜV-Anbnahme abgesegnet werden ansonsten erlischt die Betriebserlaubnis. Das hat nichts mit erschlagen zu tun sondern mit sich an die Regeln halten!

Variophoenix am 04 Apr 2019 11:01:50

DAnn halte du dich an die bescheuerten Regeln, die meistens nur unsere Kohle aus dem SAck ziehen wollen. Für mehr sind die meisten Gestzte nicht. Werden unter dem Vorwand der Sicherheit angeprissen. Man darf hier seinen gesunden Menschenverstand kaum mehr brauchen. So das war es von mir hier.

Inselmann am 04 Apr 2019 11:03:25

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,

der TE fährt einen:

Modell 2018. Ducato MAXI Multijet 2 -150PS Kilometer 03.19 - 9.600

das ist schon mal eine ganz andere Ausgangssituation wie bei Dir. Der hat Euro 6 ohne SCR-Kat. Jeder Eingriff muß mit einer TÜV-Anbnahme abgesegnet werden ansonsten erlischt die Betriebserlaubnis. Das hat nichts mit erschlagen zu tun sondern mit sich an die Regeln halten!


Jetzt lass es doch mal gut sein mit den Vorschriften. Muss jeder selbst entscheiden ob und wie illegal er rumfahren will. Es ging ums technische.
PS und es ist gar keine andere Ausgangssituation. Leitungssteigerung ist Leistungssteigerung, egal was fuer Euro Norm anliegt. Selbst wenn die Abgaswerte eingehalten werden, ist das ein Eingriff der eingetragen werden muss. Und bevor ich mir Sorgen wegen den Abgaswerten mache, wuerde ich erst mal and die Sicherheit denken, z.B. ist die Bremsanlage ausreichend......

Tinduck am 04 Apr 2019 11:05:50

Variophoenix hat geschrieben:Dann verkaufen ja die Hersteller FAhrzeuge mit exakt gleichen Motoren. Nur einer hat weniger Leistung und der andere kostet dann eben gleich ab 3000€ mehr. Also die Tunen auch einfach für viel mehr Geld.


Und genau diese Annahme ist eben falsch. In den Motoren mit weniger Leistung stecken billigere Kolben und Turbolader, die die Mehrbelastung unter Umständen nicht so einfach wegstecken. Das geht nur aus den Ersatzteillisten nicht hervor, da stehen nur die hochwertigen Komponenten drin, weil die natürlich auch in die billigen Motoren passen und man so weniger Teile auf Lager halten muss.
Mal ganz davon abgesehen kenne ich auch keinen Fall, wo an der Topversion des Motors das gleiche Getriebe dranhängt wie an der Basisversion. Der Antriebsstrang sollte mit der Mehrleistung nämlich auch umgehen können.
Es gibt sogar Autos, bei denen die Leistung des Motors nicht ausgeschöpft wird, weil es einfach keinen Antriebsstrang im Werksregal gibt, der das aushalten würde (Beispiel VW Touareg V10 TDI).

Ausserdem ist es auch ein gewaltiger Unterschied, ob man so ein Eisenschwein wie deinen OM 904 LA ein wenig in der Leistung fördert (der hat mit Sicherheit Reserven) oder ein ausgeknautschtes Fiat-Motörchen mit dem halben Hubraum.

bis denn,

Uwe

P. S.: Wenn Du den Serienmotor hast, hat der aber 4,3 und nicht 4,7 Liter Hubraum 8)

Rockerbox am 04 Apr 2019 11:14:26

Moin zusammen,

ich hatte den Link schon mal in einem anderen "Tuning-Fred" gepostet, er ist und bleibt aber sehr interessant:

--> Link

Das sollte sich der geneigte Tuning-Aspirant mal durchlesen und danach nochmal über das Chiptuning entscheiden .....

Ruedi1952 am 04 Apr 2019 11:19:21

Uns hat der Fahrzeughersteller genau die Toleranzen von der Haltbarkeit vorgegeben. Inn der Regel waren es 10% die aber auch nicht groß überschritten werden durften.

Airemperor am 04 Apr 2019 15:53:34

Ruedi1952 hat geschrieben:Uns hat der Fahrzeughersteller genau die Toleranzen von der Haltbarkeit vorgegeben. Inn der Regel waren es 10% die aber auch nicht groß überschritten werden durften.



kannst du das mal genauer erklären? Ich nehme an du arbeitest/hast einen Zulieferbetrieb oder?

Ruedi1952 am 04 Apr 2019 19:23:10

Die haben Stichproben gemacht das wir uns auch in dem +- Toleranzbereich aufgehalten haben. Mit laufender Fertigung wurden die Teile immer mehr vereinfacht. Der Preis gedrückt und die Qualität nicht besser.

peter1130 am 10 Apr 2019 15:25:51

Wie schon weiter oben geschrieben können die Hersteller heute durch bessere Simulationssoftware einen Motor genauso konstruieren das der meinetwegen ca. 200000km hält. Die Laufleistung ist nur ein Beispiel. Da geben die noch 5-10% Sicherheit zu und das wars dann. Früher gings das nicht da war die Sicherheit wesentlich größer damit die Motoren nicht massenweise eingingen.

Ich würde ohne an der Hardware was zu ändern keinen aktuellen Motor aufblasen.

ecki1962 am 10 Apr 2019 18:33:28

krozinger hat geschrieben:Würde Mal sagen,daß da jemand von Technik und Chip-Tuning keine Ahnung hat.


Das war wohl eine Eigeneinschätzung.

Selbstverständlich erzeugt CHiptuning DRehmomentschäden an Getriebe und Antriebswellen und die Betriebserlaubnis ist beim Basteltuning a la TEC (ohne Gutachten und Eintragung) erloschen.

Hier noch ein interessanter Beitrag zu dem Tuningunsinn:
--> Link

Es ist prinzipiell null Problem wenn einer mit Chiptuning sein Wohnmobil kaputt macht. Das Problem beginnt da wo ein Ex-getuntes und damit vorgeschädigtes Fahrzeug einem arglosen Gebrauchtkäufer angedreht wird.

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