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LiFe und Ladebooster Absolute Pflicht ? 1, 2, 3


MountainBiker am 24 Apr 2019 21:52:50

Das kann viele Ursachen haben, Kontaktprobleme, Sense-leitungen...

towi am 24 Apr 2019 22:05:25


Hallo Towi,
...

Die Phase I (Laden mit konstantem Strom, hier 18A) ist bei Gel und AGM gleich, endet nur einmal bei 14,4V und einmal bei 14,7V. Ein umstellen auf AGM bringt also nichts und kann je nach Akku sogar gefährlich sein!

Wenn ein Ladegerät 18A liefern kann, aber nicht liefert ist der Akkutyp und dessen Ladezustand die Bremse, in Ausnahmefällen vielleicht auch mal die Verkabelung. (Gerätedefekt mal ausgenommen.)

Gruß Gerald


Mein Gedanke war :

Dondero hat, wenn ich nicht irre, den 125Ah Fertigakku von Lars, der verträgt 14,4 - 16,6 V
Wenn man den Akku mal auf SOC 50% entlädt, ist da Platz für ca. 60 Ah. Lädt man jetzt über den EBL mit 18A und beobachtet die Ladung mal 30 - 60 min sollte der Akku keine 14,6V überschreiten können, aber man sieht evtl. Ein anderes Ladeverhalten des EBL als bei der Gel-einstellung

War aber nur so eine Idee

Gruß
towi

geralds am 25 Apr 2019 01:01:54

Hallo,

zum besseren Verständnis habe ich mal aus diesem Dokument die Ladekurve der Winston-Zelle kopiert.
--> Link



Man kann deutlich erkennen, dass die Spannung erst am Ende des Ladevorgangs über 14V steigt (3,5V Zellenspannung).
(Blaue Linie für Ladeströme von 0,5CA, die wohl für die meisten Ladegeräte am ehesten zutrifft.)

Das hat aber nichts mit der Ladedauer für eine Gel-Batterie (einige schreiben 12h, Schaudt schreibt 16h) zu tun.
D.h. Ladegeräte, die Li-Akku´s laden, bleiben sehr lange in der CC-Phase (Konstantstromphase).
Mein Akku reduziert den Strom ab ca. 90% SOC. Die Spannung steigt aber erst später.
Habe ich auch hier --> Link dokumentiert.

Nachdem mein Ladegerät unabhängig von der Zeit bei einem Ladestrom <3A und erreichen der Ladeendspannung auf Ladeerhaltung umschaltet, habe ich mit einem Laborladegerät noch nachgeladen. Es gingen gerade mal ca. 1,5Ah noch in den Akku (220Ah), das sind weniger als 1%.
D.h. im Umkehrschluss, der Akku ist schon vor erreichen der Ladeendspannung nahezu voll.

Deshalb ist es wichtig, will ich den max. Ladestrom ermitteln, den Akku zu entladen (bei meinem wären mehr als 10% zu entladen). Deshalb würde ich den Akku sicherheitshalber um ca. 20% entladen für die Messung. Man lädt ja bei der Messung auch schon wieder.

Ich unterstelle mal, dass sich alle LiFePO4 Akkus nahezu gleich verhalten. (Nicht zu verwechseln mit den Akku´s die allgemein als Li-Ionen-Akku´s wie sie z.B. in Handy´s eingebaut werden, bezeichnet werden.)

Dass trotzdem meist empfohlen wird, bis über 14V Ladeendspannung zu laden, ist eher den Balancern geschuldet. Diese balancieren oft erst bei diesen Spannungen. (Mein BMS balanciert bereits bei 13,6V)

Man muss sich bei LI-Akku´s gedanklich von den Ladekurven, die für Blei-Akku´s gelten frei machen. Wobei diese meist in den Doku´s für die Ladegeräte abgebildet sind, aber oft sehr idealisiert.

Gruß Gerald

Stocki333 am 25 Apr 2019 07:32:32

Man muss sich bei LI-Akku´s gedanklich von den Ladekurven, die für Blei-Akku´s gelten frei machen. Wobei diese meist in den Doku´s für die Ladegeräte abgebildet sind, aber oft sehr idealisiert.

Gruß Gerald

Eins darf man nicht vergessen. Von wieviel Ampere Ladestrom reden wir überhaupt. Nimmt man die Graphik sind 0,5 C die kleinste Einheit.
Wer ladete aber mit 0,5 C. bei geringeren Ladeströmen sieht der Spgverlauf leicht verändert aus. ich lade mit Dauerstrom der LM von 60 A. Scheint viel zu sein. Bei 300Ah schaut die Rechnung jedoch anders aus. :x
Und eines darf man nicht übersehen. Zellen die sehr hohe Entladeströme zulassen, sind in der Regel sehr Spgstabil. Beim Laden aber auch.bin vor kurzem über eine A123 Zelle gestolpert.2500Ma. Hier gibt der Hersteller max Entladen 35 C an. Leider keinen max. Ladefaktor. Die Ladekennlinie wäre mal interessant.
Darum ist sehr wichtig, den accu mal zu fordern und dann sein Ladeequipment zu überprüfen. Befindet man sich in der Kurve wo der Spganstieg begonnen hat sind Aussagen über Ladeströme mit Vorsicht zu geniessen. Den auch Ladegeräte die für Blei ausgelegt sind können den Ladestrom zu reduzieren..
Genauso sollten andere Ladequellen abgeschaltet sein. Den wenn die Solar auch mit 15 A reinkommt, das Ladegerät nur 18 A liefert, passieren manchmal Überschneidungen die sehr schwer zu verstehen sind. Befinde ich mich schon im Bereich von über 90% Ladezustand wird die Sache nicht mehr ausagekräftig.
Deshalb ist es wichtig, will ich den max. Ladestrom ermitteln, den Akku zu entladen (bei meinem wären mehr als 10% zu entladen). Deshalb würde ich den Akku sicherheitshalber um ca. 20% entladen für die Messung. Man lädt ja bei der Messung auch schon wieder.

Diese Aussage von Gerald ist hochinteressant. Hier sieht man den Unterschied von "normalen" Zellen zu den Winston in der Endladephase. Bei meinen Zellen geht das fast bis 98 % bevor die Ladung zurückgeht. Bei 60A von der LM. und bei einer Spannung von 13,7 Volt kennt der LM-Regler nur eins: Vollstrom. Den BMV syncronisiere ich bei 14,2 Volt. Damit sind die Messungen auch vergleichbarer.
Gruß Franz

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