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Booster oder schaltbares Kabel parallel 1, 2


rolfblock am 02 Jul 2019 20:44:19

Nach nun 4 Wochen in Skandinavien und Bootstour zum Trollfjord mit Elektromotor, sowie ausgedehnter Fahrradtour nach Digermulen waren alle Boots und Fahrradakkus leer oder bei nur noch 25 % Ladung. Wir standen 3 Tage a 24 Stunden (Nacht gibt es hier nicht) im Halbschatten. Die Wohnraumbatterie 110 Ah Li war mit 12,5 V ebenfalls nur noch rudimentär geladen.
Nun der spannende Moment. Alle Fahrrad und Bootsbatterien zum Laden vorbereitet.

Fahhrad 1 120 W
Fahrrad 2 60 W
Boot 1 50 W
Boot 2 60 W
Laptop 50 W
Smartphones, Navis 4 A

Also alle Lader zunächst mal aus.
Motor gestartet => Einschaltverzögerung abwarten => 40 A Ladestrom
Kurz warten => 35 A.
Jetzt alle Ladeeinrichtungen eingeschaltet => 45 A.
Warten bis der Strom wieder auf 35 A sinkt. Ca 15 Min.

Knöpfchen drücken => paff! Wieder 45 A.

Erkenntnis: Mit einer alten Lichtmaschientechnik kann man auf den Booster auch bei Li Batterien problemlos verzichten.
Zwei geschickt gewählte parallele Kabel und alles funktioniert; OHNE Elektronik! Da kann nichts kaput gehen.

Ich hab mich lange mit dem Einbau eines Boosters eingelesen und hab mir deshalb nicht zugetraut den Booster so zu integrieren, dass danach wieder alles funktioniert (Spannungs- und Stromanzeigen, Trennrelaissteuerung .... ). Dazu reicht meine Vorbildung als Dipl. Ing. Elektrotechnik einfach nicht aus.
Die Lösung, die ich nun gefunden habe, löst alle Probleme OHNE neue zu schaffen, sie ist vom Verkabelungsaufwand eher einfacher, ändert nichts an der vorhandenen Mess- und Anzeigetechnik. Sie ist sicher, und sie schafft höhere Ströme als ein 25 A Booster und sogar mehr als ein 40 A Booster.
Und kostet nicht mal 40 Euro.

Manchmal sollte man die ausgetretenen Pfade verlassen und mal ganz anders zu Denken anfangen.

Übrigens, Norwegen ist ein sehr angenehmes Reiseland.

thomker am 03 Jul 2019 09:12:34

...Wasser auf meine Mühlen...

Stocki333 am 03 Jul 2019 23:20:22

Hallo Ralf
Falls es dich intressiert. Meine Leitung von LM zur Lithium 300Ah ist insgesamt 12,4 m Lang mit 54 mm2. Dort gehen mit der alten LM 90 A bei kalter LM darüber. Mit neuer LM sind es nur mehr 80 A. Dafür aber 6 A mehr Dauerstrom.
darum mein Interrese welche Kabelquerschnitte und Länge du hast.
Aber deine Lösung... :kette:
Gruß Franz

George67 am 04 Jul 2019 09:01:13

Ein interessantes Thema - bezüglich meiner Ansicht, wie feinsinnig - wackelig die "alten" Stromversorgurgungskonzeptionen mit Lima und Bleiakku(s) aufeinander abgestimmt sind. Da spielen selbst die Kabelquerschnitte eine Rolle zur "Begrenzung" der Ströme, genauso wie dies auch bei der Kopplung von StarterB und AufbauB passiert.

Rolf, du könntest noch einen spannungsabhängigen Schalter einbauen, der deinen Schalter "!automatisch bedient", es gibt nämlich eine einfache Vorschrift, wie dein Schalter zu stehen hat: Niedrige Spannung - Schalter offen, hohe Spannung - Schalter zu. Dann hast du es sogar automatisch.

andwein am 04 Jul 2019 10:14:20

George67 hat geschrieben:Ein interessantes Thema - bezüglich meiner Ansicht, wie feinsinnig - wackelig die "alten" Stromversorgurgungskonzeptionen mit Lima und Bleiakku(s) aufeinander abgestimmt sind. Da spielen selbst die Kabelquerschnitte eine Rolle .

Das ist richtig, aber das ist ein grundsätzliches Problem der niedrigen 12V. EMobile, Rasenmäher und andere batteriebetriebene Motoren sind schon lange bei 36 bzw. 48V. Aber die 12V sind halt "Bestandschutz" älterer Technologie.
Da hilft auch der moderne LiFePO4 im Womo nichts, es bleiben 12V und deshalb bleibt auch der Leitungsverlust! Nur merkt man ihn beim 300Ah Akku nicht so.
Gruß Andreas

George67 am 04 Jul 2019 13:08:56

Andreas, deswegen baue ich ja mit 36 V. Das löst nebenbei alle diese 12 V Probleme. Hab ich aber erst hinterher gemerkt.

andwein am 05 Jul 2019 16:26:09

George67 hat geschrieben:Andreas, deswegen baue ich ja mit 36 V. Das löst nebenbei alle diese 12 V Probleme. Hab ich aber erst hinterher gemerkt.

Aber dazu ist halt nicht jeder in der Lage. Mit schnell mal einen 230V Lader oder ein Solarregler kaufen ist da nix. Man muss sich halt immer eines vor Augen halten: die Ansprüche an Komfortgeräte ist gestiegen, da kommen mal schnell 100A Stromstärke zusammen und das ist definitiv kein Gebiet der 12V Gleichstromtechnik. Klar es lässt sich realisieren, aber das grenz halt schnell an konstruktiven und handwerklichen Pfusch (Schalter, Verbinder, Anschlüsse, Leitungen).
Deshalb ist deine 36V Lösung hervorragend, da werden halt aus den 100A erst mal nur 30A zum verschalten.
Gruß Andreas

George67 am 05 Jul 2019 19:19:12

andwein hat geschrieben:Aber dazu ist halt nicht jeder in der Lage. Mit schnell mal einen 230V Lader oder ein Solarregler kaufen ist da nix.

Faktisch braucht man nur einen bidirektionalen Wandler, erstaunlich, dass es nix passendes gibt
andwein hat geschrieben:
Deshalb ist deine 36V Lösung hervorragend, da werden halt aus den 100A erst mal nur 30A zum verschalten.

Warten wir es ab, bis es im Auto läuft.

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