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anhaengerkupplung

Wohnmobiltour an die mittlere Weser und darum herum 1, 2


frankjasper8 am 11 Apr 2019 21:01:44

Meine erste Ausfahrt im Jahr 2019 steht unmittelbar bevor; das Ziel soll diesmal „nur“ die Weser sein. Unter dem Motto „Warum in die Ferne reisen, sieh´, das Gute liegt sooo nahe. Eine Woche an der Weser und im Umland. Und daß es auch im Nahbereich immer noch neue Eindrücke zu sehen gibt, bewahrheitete sich für mich mal wieder. Nun aber zu meiner Schilderung diese Frühjahrstour mit meinem Wohnmobil.

Der Winter geht so langsam zu Ende, die Wettervorhersage für die nächsten Tage sah vielversprechend aus und das Wichtigste war: Ich hatte Urlaub; eine Woche konnte ich nun sagen: Arbeitsstress adios. Liebe Kollegen, ihr müsst nun mal ein Woche ohne mich auskommen.
Mein Gasfuß juckt und das Wohnmobil steht abfahrbereit vor der Haustür. Mal schauen, ob ich das Wohnmobilfahren noch kann.

Am Sonntag, dem 31. März, ging es in der Frühe um 9 Uhr von Zuhause los. Der Fahrersitz meines Bürstner „Solano T650G“ passte noch, der Ducato-Motor mit seinen 128 Pferdchen unter der Haube sprang auch willig an, als ich den Zündschlüssel umdrehte. Erster Gang rein, Kupplung kommen lassen und das Gaspedal vorsichtig nach vorn drücken. Es geht looos!
Von meiner Heimat im Niedersachsenland zwischen Harz und Weserbergland fuhr ich in östlicher Richtung über die Bundesstraße 64, Kurs Holzminden.
Der Ducato lief wie ein junges Pferdchen, man merkt ihm seine mittlerweile fast 13 Lebensjahre nicht an. Die TÜV-Prüfung im November hatte ja auch nur eine Kleinigkeit bemängelt; die Blinkerbirnchen waren dem Prüfer nicht mehr orange genug und wurden von der Werkstatt gewechselt.
Nun, die Straße lief unter dem Fahrzeug dahin und nach nur etwa einer Stunde Fahrzeit erreichte ich Holzminden, überquerte die Weserbrücke und blickte aus dem rechten Seitenfenster auf den Weserfluss.



Links hinter der Brücke liegt der Stellplatz von Holzminden, der war an diesem Sonntag gut gefüllt. Aber hier wollte ich nun
noch nicht stoppen und fuhr - übrigens von meinem neuen Navigationsgerät geführt -



weiter Richtung Höxter. Nach ein paar Kilometern fuhr ich von der Bundesstraße ab und gelangte auf Landesstraßen zur B 239 Richtung Detmold. Im kleinen Ort Marienmünster schaute ich mir von Außen das ehemalige Kloster an. --> Link



Dann ging es weiter nach Horn-Bad Meinberg zu den Extersteinen. Das Wohnmobil wurde auf dem Parkplatz geparkt, etwa 800 m Fußmarsch zur Abwechselung waren auch mal ganz gut. Bald erhoben sich die bizarren Felsen der Externsteine vor meinen Augen. Ein kleiner See am Fuß der Felsen.







Ich umrundete diesen kleinen See, schaute mir die Felsen auch „von Hinten“ an.





Hier kreuzen sich übrigens zwei wichtige Wanderwege

Die Externsteine kann man gegen Eintrittsgebühr auch näher z.T. von innen betrachten, eine Treppenanlage wurde im 19. Jahrhundert erschaffen, die Sandsteinfelsformation wurde aber schon vor rund 70 Millionen Jahren aufgeschichtet. --> Link


Ich verließ dann diese Kulturstätte und fuhr wenige Kilometer weiter zu einem von Menschenhand geschaffenen Monument: das Hermannsdenkmal. --> Link



Im südlichen Teutoburger Wald in der Nähe von Detmold wurde auf einem Höhenzug dieses über 53 Meter hohe Denkmal in den Jahren zwischen 1838 und 1875 nach Plänen von Ernst von Bändel errichtet. Allein die Figur hat eine Höhe von über 26 Metern. Sie soll an den Cheruskerfürsten Arminius erinnern, der Anführer der Schlacht im Teutoburger Wald.



Weiter ging es nach kurzer Besichtigung dann zur ersten Übernachtungsstätte über Blomberg und Barntrup zurück an die Weser in die Rattenfängerstadt Hameln. Mein Navi fand den Stellplatz in der Ruthenstraße problemlos, ich hätte den aber natürlich auch ohne das Hilfsmittel gefunden, weil Hameln ja noch zu meinem erweiterten Bewegungsrevier zählt. Dennoch war ich noch nie im Ort, bin immer nur die Durchfahrtsstraßen gefahren.
Okay, es war noch früher Nachmittag, so etwa 15 Uhr, noch Zeit für ein erstes Schnuppertourchen in den Ort. Das Womo war schnell abgestellt, der Parkschein ( 8,- € Parkgebühr/24 Std. ) am Automaten gezahlt und das Stromkabel am Stromautomaten angeschlossen ( 1,- €/6Std Stromabnahme ). Zur weiteren Ausstattung gibt es am Platz eine Ver- und Entsorgungsanlage und ein paar Mülltonnen. Der Platz liegt in einem Industriegebiet, ein Postlager, sowie die Feuerwehr-Leitstelle und ein Mühlenbetrieb grenzen an die Parkfläche an. Der gepflasterte Platz hat leichtes Gefälle, Keile zum Höhenausgleich sind angeraten. Und obwohl der Platz den Namen „Weserblick“ trägt, ist die Sicht auf den Fluss leider durch Eisenbahnwaggons versperrt, welche hier auf dem Abstellgleis wohl schon längere Zeit auf ihren nächsten Einsatz warten.



Ich machte mich dann auf den Weg in die Innenstadt, kam dabei an der Uferpromenade an der Weser entlang. In wenigen Metern Entfernung ist der Schiffsanleger; hier kann man kleine Weserrundfahrten machen oder in der Saison ( beginnt am 21. April d.J. ) auch Linienschiffe Richtung Hann.Münden nutzen.



Auf der Uferpromenade war ein Flohmarkt aufgebaut,



... aber ich wollte ja keine Flöhe kaufen. Unter der Weserbrücke hindurch ist man ganz schnell in den Einkaufsstraßen mit vielen schönen Fachwerkhäusern, mit Läden und Gastro-Betrieben.








Ja und ich entdeckte sogar noch eine Ratte, die wohl ihrem Rattenfänger entwischt war; Mann war das ein fettes Viech.



So, das sollte aber als Apetitanreger reichen, am nächsten Tag wollte ich dann noch eine Runde durch Hameln drehen. Damit ging der erste Tag der Frühlingstour zuende.

Und als kleiner Frühlingsgruß an die hoffentlich wieder zahlreichen "Mitfahrer", welche mich auf dieser Tour wieder begleiten werden, hier noch ein paar "Farbklechse" vom ersten Reisetag:




Gefahrene Kilometer: ca 150 Km

... und wer wissen will, was es sonst noch so auf der Frühlingstour zu sehen gab, sollte in den nächsten Tagen einfach hier dranbleiben. Stückchen für Stückchen werde ich hier weiter berichten. :)

Fortsetzung folgt!

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TheWall am 11 Apr 2019 21:41:02

Sehr schön, ich reise unauffällig mit :-)

Aretousa am 11 Apr 2019 21:45:59

Ich bin dabei, freu mich schon auf die Weiterfahrt.

iwoi am 11 Apr 2019 22:12:58

klasse, ich hab es mir als "Mitfahrer" bequem gemacht und freu mich auf die Weiterfahrt in mir noch fast unbekannte Gebiete.

frankjasper8 am 11 Apr 2019 22:13:32

Oh, schön, dann muß ich nicht so allein reisen! :D
Kommt rein, sucht euch ein gutes Plätzchen, morgen geht es dann hier weiter! :)

Lancelot am 11 Apr 2019 22:25:33

Rückt doch ein bissi … will auch noch mit … :ja:
Bitte :!:
:)

Julia10 am 11 Apr 2019 22:27:42

Ist noch Platz? Möchte auch mit.

zeus am 11 Apr 2019 22:56:24

Total schön, da Du durch meinen Heimatort gefahren bist (Horn-Bad Meinberg) ist mein Interesse geweckt, Dir zu folgen. Hameln ist für mich auch ein gut bekannter Ort, dort wohnt meine Schwester.
Bin gespannt, wie es weitergeht

nuvamic am 11 Apr 2019 23:07:21

*ruckel, ruckel - möcht auch noch an Bord :)

PittiC am 11 Apr 2019 23:13:01

Macht Platz, der Dicke Pitti will auch noch mit. 8)

Lancelot am 11 Apr 2019 23:23:44

Die "Dicken" sollen nicht sooo viel Platz … :schlaumeier:

:D

Thoddie am 12 Apr 2019 06:59:45

Das kommt mir alles ein wenig bekannt vor.
Ich habe acht Jahre in Detmold gewohnt, die letzten drei Wochenenden meine Freundin in Horn-Bad Meinberg besucht (sie ist dort zur Kur) und ich will unbedingt in absehbarer Zeit mal wenigstens ein Wochenende in Hameln verbringen. Bei den Externsteinen waren wir gerade erst.
Auch ich bin der Meinung, dass man nicht immer weit weg fahren muss: Wenn wir gar nichts vorhaben, fahren wir zu unserem Wochenend-Domizil. Der SP auf einem Bauernhof ist gerade mal sechs Kilometer von zu Hause entfernt.

Danke Frank.

pipo am 12 Apr 2019 08:27:08

Tolle Gegend. Auch für uns das Ziel für einen Kurztripp :ja:
Ich steige dann auch flott dazu :mrgreen:

19grisu63 am 12 Apr 2019 09:26:43

Rückt noch etwas zusammen, ich will auch noch mit :mrgreen:

nuvamic am 12 Apr 2019 09:45:55

Dat wird gemütlich hier drin :)))

volkermuenster am 12 Apr 2019 11:54:39

Moinsen in die nette Runde.

Ich bin auch mit dabei. :-)

Gruß
Volker

Jagstcamp-Widdern am 12 Apr 2019 12:16:19

bin ich zu spät :?:

allesbleibtgut
hartmut

kleibeeke am 12 Apr 2019 12:29:55

Hallo Frank, ich fahre auch noch gerne mit. Ist auch mein Lebensraum.
Gruß Walter

PittiC am 12 Apr 2019 12:35:15

Ich glaube Frank hat Angst bekommen bei sovielen Mitfahrern. :razz:

19grisu63 am 12 Apr 2019 12:52:47

PittiC hat geschrieben:Ich glaube Frank hat Angst bekommen bei sovielen Mitfahrern. :razz:

Nö, der baut an :mrgreen:

Julia10 am 12 Apr 2019 12:54:17

PittiC hat geschrieben:Ich glaube Frank hat Angst bekommen bei sovielen Mitfahrern. :razz:


Glaube ich auch :wink: :) ;D

Frank gehört ja noch einige Zeit :) zum Teil der arbeitenden Bevölkerung und muss erst das Bruttosozialprodukt steigern, bevor der Bericht......

bonjourelfie am 12 Apr 2019 18:05:30

Bin auch dabei, kann dabei gleich Erinnerungen an meine Studentenzeit in Detmold auffrischen.

LGElfie

frankjasper8 am 12 Apr 2019 18:08:51

Hoppla, sooo viele Mitreisende?
Da muss der Ducato ja ganz schön ackern! ;)
Hat aber auch Vorteile: wenn wir mal unterwegs 'ne Panne haben, könnt Ihr alle schiiieben... :)

Ich muss Euch noch ein Wenig auf die Folter spannen, es dauert noch ein paar Stündchen, aber bald geht es hier weiter...

Guenni3967 am 12 Apr 2019 20:30:24

Ich will auch mit, rückt bitte zusammen

Canadier am 12 Apr 2019 21:38:41

Na dann steigt ich auch noch zu!

frankjasper8 am 12 Apr 2019 22:08:37

Na, jedenfalls freue ich mich, daß mein Reisebericht wieder so große Lesefreude unter Euch auslöst. Da ist der "harte Kern" des Forums ja wieder auf "Gruppenreise" :D
Gern können noch Mitfahrer sich zu uns gesellen, notfalls mieten wir uns noch ´nen Reisebus dazu! :)
An dieser Stelle auch ein herzliches "Dankeschön!" dafür, daß die ersten positiven Bewertungen bereits abgegeben wurden, das spornt an für die Zukunft. :)

So, nun wenden wir uns aber wieder unserer Reise zu, es geht weiter.

Tag 2 begann morgens erst recht frisch; ich hatte in der Nacht die Gasheizung an, im Wohnmobil war es gemütlich... bis, ja bis die Gasflasche leer war. Das war aber wohl erst am Morgen gekommen. Ich hatte noch eine volle Flasche mit dabei; kein Problem also.
Ich ging noch einmal durch Hamelns Einkaufszone, das Wetter war noch kühl, die Sonne würde aber bald die Herrschaft übernehmen und die Stadt aufheizen.
Nochmals eine Foto-Safari entlang der Altstadt und an der Weser.
Blauer Himmel, Sonnenschein - kann denn Urlaub schöner sein?











Das sind Fotos aus nicht so bevölkerten Straßen der Altstadt, kommen wir nun in etwas belebtere Straßenzüge. Hier, das Gebäude mit dem Stufengiebel, ist das Stadtmuseum - links daneben das Museumscafe...



... und etwas nach links gedreht fällt dann der Blick dann auf dieses Motiv...



... und rechts entlang schaut es so aus...



Wir gelangen zur Marktkirche "St. Nicolai"...



Habt Ihr, liebe Mitreisenden, auch so einen Hunger`So ein Stadtbummel durch Hameln ist anstrengend und macht hungrig. Lasst uns in die Stadtgalerie gehen,



das größte Kaufhaus der Stadt. Hier gibt es diverse Geschäfte für alles was man so braucht - oder nicht braucht :D - und es gibt auch einige Betriebe, die das leibliche Wohl vermitteln. Lasst uns essen, es gibt gebratene Nudeln mit knuspriger Hähnchenbrust.



Lasst es Euch schmecken, ist genug für Alle da! :D

Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt, war es schwierig, in der Innenstadt geeignete Standorte für die Fotos zu finden. Da ist doch alles ziemlich dicht bebaut. Aber ich denke, das Flair der schönen Fachwerkstadt Hameln ist zumindest ansatzweise zu erkennen.

Langsam wenden wir uns nun wieder dem Weserfluss zu, eine Fußgängerbrücke über den Fluss...







Schön ist es hier an der Weser, ist das nicht ein Traumwetter? :) Ja, wenn Engel reisen, dann ist das Wetter schön. :)
Ein kleiner Wasserfall ist hier in Hameln auch...



... die Schiffe und Boote überwinden den Höhenunterschied mittels dieser Schleuse...




Allmählich ging ich dann zum Wohnmobil-Stellplatz zurück und machte das Mobil wieder fahrtüchtig. Abfahrt aus Hameln, noch schnell im nahen „Hagebau“ eine neue Gasflasche geholt für 19 Euro und ein paar zerquetschte. Dann gab ich dem Mobil die Sporen, das Navi mit „Bückeburg, Reitweg“ gefüttert.



Schnell waren die rund 40 Kilometerchen abgespult, unterwegs noch ein Blick auf die „Schaumburg“ am Hang erhascht. --> Link)





Dann war ich auch schon am Tagesziel in Bückeburg angekommen.


Der Stellplatz liegt in unmittelbarer Nähe zum Schloss, ein abgeteilter Bereich des Parkplatzes. Pkw, Busse und eben unsere rollenden „Landyachten“ finden hier ein z.T. schattiges Plätzchen.
Etwa 29 Mobile würden hier stehen können, derer 5 standen aber jetzt nur dort. Wieder aufgestellt, das Stromkabel machte ich auch wieder dran. Gebühr kostet der Platz 7,- €/24 Std, Strom ist für 1,- € für 12 Std. freigeschaltet, eine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit ist auch vorhanden.
Ich ging dann in den Ort, wo an diesem Wochenende Frühlingsmarkt war, ein paar Schnäppchen konnte ich da auch noch erstehen und ein lecker Eis und ein paar Fischbrötchen für´s Abendessen. Die Buden und Fahrgeschäfte verstellten allerdings auch leider die Sicht auf einige Gebäude. Nun gut, Morgen war ja auch noch ein Tag und Bückeburg läuft wohl über Nacht nicht weg!
Ich schaute mir noch das Schloss und den Schlosspark an und das Mausoleum.

Hier ein paar Eindrücke aus Bückeburg in Bildform...


^das Schloss mit seinen prunkvollen Nebengebäuden --> Link


^oben sehen wir das Schloss von der Rückseite aus dem Schlosspark fotografiert, unten das Mausoläum.


^das prunkvolle Rathaus, das entgegen seinem Aussehen erst in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts erbaut wurde, 1905 und 1906.

Eine Attraktion und Besuchermagnet ist bestimmt das Hubschraubermuseum...



... etwa 50 Ausstellungsstücke sind hier zu bestaunen. Ich war nicht dort im Museum und kann leider keine Beurteilung darüber abgeben.

Weiter ging´s zur prunkvollen Frontfassade der Stadtkirche



,die in den Jahren 1611 bis 1815 erbaut wurde.

Zurück zum Stellplatz kam ich noch an der Hofreitschule vorbei, vor der ein prachtvoller Magnolienbaum kräftig rosa blühte:



Dann fiel Nacht über Bückeburg und ich fiel ins Bett.

Tagesstrecke: rund 40 Kilometer
Gesamtstrecke: rund 190 Kilometer

So, liebe Mitfahrer, das war der 2. Tag der Reise. Wie es danach weiter ging, das erfahrt Ihr dann Morgen; also dran bleiben! :)

haroba am 13 Apr 2019 08:59:47

Moin miteinander!

Ich sitze irgendwo auch im "FranksReisemobil" - macht einfach Laune.

Munterholln!
Hartmut

19grisu63 am 13 Apr 2019 12:03:22

Hach ist das schön. Was freue ich mich, dass wir morgen auch unsere Sachen packen und für ein paar Tage wieder on Tour sein werden :D Das Wetter verspricht ja ähnlich schön zu werden, wie bei Deiner Reise :top:

Grillolli am 13 Apr 2019 12:09:57

Tolle Tour! Ich steig auch noch mit zu ... :wink:
Bin ja in Hameln geboren und wohne in der Nähe der Tour. Allerdings kennt man ja meist die nähere Umgebung nicht sooo gut wie entfernte Ziele.

Gruß Olli

reisemobil.online.cx am 13 Apr 2019 12:20:35

Vielen Dank für den schönen, bebilderten Reisebericht!
In Bückeburg waren wir auch noch nie und es ist sicher eine gute Alternative zu Rinteln an der Weser, wo wir das letzte Mal Zwischenstation gemacht hatten? Der Platz war dort ziemlich überfüllt, weil kostenfrei. Rinteln hatte uns sehr gut gefallen, aber sicher ist Bückeburg vergleichbar?

Danke und Gruß von Michael

frankjasper8 am 13 Apr 2019 19:17:46

Das ist ja inzwischen doch eine große Runde geworden; sagt bitte bescheid, wenn es Euch zu eng wird! :)
Nicht, daß noch jemand tot getreten wird :D . Ich glaube, ich muß doch bald anbauen! :eek:

So, dann will ich mal das nächste Stückchen hier erzählen, ihr wartet sicher schon ganz ungeduldig. Und diejenigen, die in der Nähe meiner Reiseorte zu Hause sind, dürfen gern auch Kritik loswerden, wenn ich mal etwas falsch darlege. Oder vielleicht gibt es auch ergänzende Tipps für alle, die sich meine Route für eigene Ausfahrten später mal als Richtschnur nehmen. Also, haltet nicht mit Lob und Tadel hinterm Berg! :)

Jetzt aber zurück in den Reisebericht, wir sind beim dritten Reisetag, wir sind noch in Bückeburg.

Dieser dritte Reisetag begann in Bückeburg mit einem nochmaligen Erkundungsgang durch den Altstadtbereich. Die Buden und Fahrgeschäfte waren über Nacht abgebaut worden und nun war die Sicht auf die Gebäude fast ungehindert möglich. Fast deshalb, weil ein paar Verkaufsstände des Wochenmarktes vor dem historischen Rathaus Aufstellung genommen hatten. Es war auch an diesem Morgen wieder kühl, aber die Sonne war auch da und drehte die Heizung auf, schnell wurde es wärmer. Das fürstliche Schloss strahlte im Sonnenlicht. Ihr glaubt das nicht? Dann seht bitte selbst! :ja:



Das Schloss ist vom Stellplatz ja nur wenige Meter entfernt, umgeben übrigens von einem Wassergraben. Zum Schloss gelangt man nur über eine Zufahrt über eine Brücke.

Wenige Meter vom Schloss entfernt bewegen wir uns dann schon in der Altstadt. Diesmal war der Blick auf das schöne Rathaus unverbaut...





Dieser Gebäudekomplex gehört zum Hubschraubermuseum. Ja, 50 Ausstellungsstücke brauchen halt auch einigen Platz.
Platz haben in Bückeburg ja auch die Vierbeiner, die Pferde. Es gibt hier eine Hofreitschule, auch direkt am Wohnmobilstellplatz. Die Pferde allerdings waren während meines Aufenthalts wohl alle außer Haus. Nur ganz wenige Tiere habe ich zu Gesicht bekommen. Hier ist eines davon...



und hier ein zweites...



Man kann die Hofreitschule gegen Eintrittsgeld auch besichtigen.
Ich schlenderte aber langsam zum Wohnmobill zurück und erledigte die Umbauarbeiten zur Weiterreise. Aus dem Wohnmobil wurde wieder ein "Fahrmobil" und gegen 10:30 Uhr verließ ich den SP in Bückeburg.



Wiederum war die Fahrstrecke nur kurz, bereits nach wenigen Kilometern war mein nächstes Ziel erreicht



Ich war am Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta Westfalica angekommen. --> Link

Die letzten Kilometer verliefen hier in einer Steigungsstrecke durch einen Wald mit einigen Serpentinen. Für mein Wohnmobil war auch diese Strecke nicht das geringste Problem. Der Parkplatz war zur Mittagszeit noch recht leer. Es gab sogar zwei markierte Parkflächen für Wohnmobile. Die letzten paar hundert Meter musste ich jetzt laufen. Hoch über der Weser war dieses Denkmal errichtet worden und der „olle“ Wilhelm hat eine tolle Aussicht in das Weserland. Gut gewählt war dieser Standort. Auch ich genoss die Aussicht an der Stelle des Kaisers. Nun, das Wetter hätte etwas besser sein können, es war ziemlich frisch hier.


^das Denkmal


^die Aussicht vom Plateau des Denkmals


^weiter Blick ins Wesertal

Zurück am WoMo fuhr ich weiter nach Minden und schaute mir kurz die Schachtschleuse an, die Verbindung zwischen Mittellandkanal und Weser. Umbauarbeiten an der Schleusenanlage und deren Umfeld machten die Parkplatzsituation leider etwas schwierig. Mein Aufenthalt dauerte daher nicht so lange, wie eigentlich vorgesehen.


^hier das Bauwerk des Schleusenportals, unterhalb am linken Bildrand geht die Fahrt der geschleusten Schiffe dann in die Weser weiter.


^und hier die Einfahrt in die Schleusenkammer vom Mittellandkanal her.
Der Mittellandkanal überquert hier die Weser. Da es noch immer große Baustellen hier im Zuge des Umbaus des Wasserstraßenkreuzes und der Schleusenanlage gibt, findet man kaum geeigneten Parkraum für größere Fahrzeuge. Einen PKW kann man mal schnell in eine Lücke quetschen, das Womo braucht doch schon etwas mehr Platz. :D Hoffen wir mal, daß sich noch in geraumer Zeit etwas an der Parksituation tut, oder habe ich nur nicht den richtigen Platz gefunden? :D
Weiter ging es zurück an die Weser zum Stellplatz „Kanzlers Weide“. Einige wenige Wohnmobile standen hier bereits. Allerdings war ein grosser Teil der für Mobile gekennzeichneten Parkfläche durch PkW´s belegt. Ein Zirkus hatte sein Areal hier errichtet; mehrere Zelte und die Transportlogistik nahmen einen beträchtlichen Teil des Parkplatzes ein.
Ich richtete mich „häuslich ein“, ergatterte noch eine Steckdose an der einzigen erreichbaren Stromsäule. Vom Platz hatte ich einen guten Blick auf die nahe Weser.
Ein älteres Bürstner-Mobil mit „Finnland-Nummernschild“ fuhr gerade auf den Stellplatz. Das Ehepaar war auf der Rückreise von der Überwinterung in Spanien zurück nach Finnland. Der Fahrer und ich kamen ins Gespräch, in Englisch. Mein Schulenglisch hatte natürlich im Lauf der letzten knapp 30 Jährchen an Qualität verloren, aber mit Händen und Füßen konnten wir zwei uns ganz gut unterhalten. Ich half ihm mit der Bezahlung am Parkschein-Automaten (keine englischsprachige Bedienerführung!) und beim Stromanschluss.
Ich machte mich dann auf den Weg über die Fußgängerbrücke über die Weser in die Innenstadt. Im Fluss dümpelte die historische Schiffsmühle im Takt der Wellen,



Der schöne Marktplatz mit historischen Gebäuden, der Dom zu Minden oder die schönen Fachwerkgebäude in Altstadtbereich. Hier übrigens sind die Straßen mit groben Kopfsteinen gepflastert. Ein Rundgang lohnt sich, wenn man mal in Minden ist und der Rundgang machte mir noch mehr Spaß, da es inzwischen temperaturmäßig auch wärmer und sonniger geworden war.







Natürlich gab es nicht nur „Altes“ in Minden zu sehen, auch moderne Gebäude und die Kaufhäuser, welche man auch andernorts finden kann, hatten in Minden ihre Filialhäuser.
Mein Spaziergang durch Minden führte nach rund 2 Stunden zurück an die Weser



... und zurück an den Stellplatz,





...gerade rechtzeitig vor einem kurzen, wenig ergiebigen Regenschauer. Bald schon war es wieder trocken. Am Abend noch eine Runde um den Großparkplatz und um die „Zirkus-Stadt“. Etliche Sattelauflieger, Wohnwagen, diverse Zelte und sogar (wahrscheinlich) Sanitär-Container bildeten eine eigene „Stadt“.
Dann war ein TV-Abend mit den „Rosenheim-Cops und einer „Traumschiff-Folge“.

Tagesetappe: ca. 70 Kilometer
Bisher gefahrene Strecke: 260 Kilometer

Stellplatz „Kanzlers Weide“ in Minden/Weser

Gebühr 5,- €/24 Std (Kartenzahlung oder Münzen am Automaten
Strom: 0,50 €/kwh am Automaten
V+E-Anlage war während meines Aufenthaltes nicht zugänglich (mit Bauzaun und Hinweiszettel abgeriegelt)



Fortsetzung folgt! :)

uschi-s am 13 Apr 2019 20:03:12

Wie schön, überall bekannte Motive. Die Weser wurde von uns auch schon mehrfach angesteuert, immer wieder schön.

frankjasper8 am 13 Apr 2019 21:31:05

Der nächste Tag, es war schon der 4. Reisetag, begann in Minden an der Weser trüb aber (noch) trocken. Ein morgendliches Gespräch mit meinen "neuen Bekannten" aus dem fernen Finnland; er freute sich über "the nice place", was man sicherlich mit geteilten Meinungen sehen kann. Obwohl, es war einiges verändert worden hier in Minden auf "Kanzlers Weide". An der Weser ein Sandstrand, ein paar Ruhebänke und Tische im "Euro-Paletten-Style" und es gab einen "Disc-Golf-Platz im hinteren Bereich des großen Parkplatzes. Wenn der Zirkus seine Zelte wieder abgebrochen hat, wird es wohl auch um ein paar Tonlagen leiser. Die Weserwiesen waren allerdings auch noch nicht vom Hochwassermüll entrümpelt. Na, die Reisesaison fängt ja auch erst an. :)
Der "Finne" wünschte noch "have a good trip" and "thanks for the help" und ich erwiederte die "Gute-Reise-Wünsche", dann trennten sich unsere Wege auch schon wieder. Meine "Finnen" machten sich auf nach Travemünde und dann mit dem Fährschiff über den Teich zurück nach Finnland. Warscheinlich waren sie glücklich, nach der Überwinterung in Spanien jetzt endlich nach Hause ( etwa 50 Kilometer von Helsinki ) zu kommen.

Für mich aber ging meine Reise an diesem Mittwochmorgen weiter. Noch einmal der Versuch, ein Plätzchen am Wasserstraßenkreuz für das Womo zu finden. Nee, keine Chance. Ich fütterte das Navi mit dem nächsten Ziel. In westlicher bis nordwestlicher Richtung ging es über Rahden ( hier ein kurzer Einkaufsstop ) nach Lemförde und Lembruch...





... an den Dümmer --> Link

--> Link

Der Dümmer ( oder Dümmer See ) ist ein Flachwassersee von etwa 1,40 m durchschnittlicher Tiefe. Er liegt im Landkreis Diepholz inder Nähe der Stadt Damme. Man kann den See etwa mit dem Steinhuder Meer in der Region Hannover vergleichen oder dem Zwischenahner Meer westlich von Bremen.

Für uns Wohnmobilreisenden gibt es neben einigen Campingplätzen am östlichen Ufer in Hüde und Lembruch auch drei Wohnmobil-Stellplätze in Hüde, in Lembruch und in Dümmerlohausen. Ich wählte für meinen Aufenthalt den letzteren aus. In Hüde war der Platz noch gänzlich "unbewohnt", Lembruch bietet den reinen Stellplatz ohne Strom oder Versorgung. In Dümmerlohausen am nordwestlichen Rand des Sees gibt es etwas außerhalb des Ortes, aber (fast direkt) am See einen Stellplatz im "Olga-Hafen" nahe bei einer Fischräucherei mit Restaurant. --> Link
Außerdem noch ein Imbiss und ein weiteres Restaurant in Reichweite. Ein Jugendfreizeitheim vervollständigt die Gebäudeliste hier am Hafen. Man kann hier u,a. auch Tretboote mieten und wohl auch ein Fahrradverleih bietet Räder an.
Kurz nachdem ich in Dümmerlohausen angekommen war, setzte Regen ein. Ruhepause und ein Mittagssnack im Wohnmobil.
Erst gegen 16:30 Uhr klrte es wieder etwas auf, Zeit für eine kurze Radtour. Leider war der Radweg, der links vom Olga-Hafen um den Dümmer führt sehr aufgeweicht. Ich konnte also "nur" auf der Zufahrtsstraße nach Dümmerlohausen radeln und ein paar Kilometerchen "abstrampeln". Immerhin 2 Std war ich denn doch unterwegs und kehrte gegen 19 Uhr zum Stellplatz zurück. Der Abend verlief mit Radiomusik, Fernsehen war hier nicht möglich, denn die doch sehr hohen Bäume versperrten den Weg zum Satelliten.


^der aufgeweichte Radweg beim "Olga-Hafen"


^ein Reetdach-Haus am Radweg


^Blick auf den See


^ein reetgedecktes Anwesen, ein Bauernhof in Dümmerlohausen


^der Olga-Hafen, hier kann an sich auch als "Tretboot-Kapitän" versuchen


^Blick über die Hafen-Steege auf den Dümmer See


^der Stellplatz in Dümmerlohausen

und der Farbklechs des Tages:




Tagesetappe: rund 120 Kilometer
Gesamtstrecke der Reise: rund 380 Kilometer

Stellplatz am Olga-Hafen in Dümmerlohausen:

Gebühr: Der Stellplatz ist kostenlos
Strom: 1,- € pro 1,5 kwh (Münzautomat mit Wertmarken, 2 Automaten mit je 7 Steckdosen)
V+E-Anlage am Einfahrtsbereich, je 1,- € sowohl für Casetten-Leerung, für Wasserentnahme oder für Abwasser-Entsorgung, Entsorgungsschacht wird erst nach Münzeinwurf geöffnet.

Wertmünzen für die Stromautomaten und für die Sani-Station erhält man in den Gaststätten ( je 1,- € )
Die Gaststätten bieten umfangreiche Speisenkarten, auch Eis und z.B. Fischbrötchen.
Vielleich als Gegenleistung für den kostenlosen Stellplatz mal eine Einkehr in die Gastro-Betriebe einplanen. :)

So, das war der 4 Tag meiner Reise... Morgen berichte ich dann weiter.
Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 14 Apr 2019 12:17:15

Leider hatte das anfänglich gute Reisewetter sich jetzt kurzfristig verabschiedet. :roll: Und das war auch am 5 Urlaubstag nicht anders geworden, in der Nacht bin ich mal von prasselnden Regentropfen auf dem Womo-Dach geweckt worden. Mit weiteren drei Wohnmobilen hatte ich hier in Dümmerlohausen übernachtet, die jetzt aber beizeiten nacheinander den Platz verließen. Ich blieb allein zurück. Es war ein diesiger Morgen, kalt aber wenigstens von oben her trocken.
Ja, was macht man denn nun an so einem Tag? Zum Baden im Dümmer See ist´s noch zu kalt! :D
Okay, dann eben radeln!
Liebe Mitreisenden, Ihr kommt doch sicherlich mit auf Radeltour, oder? Es ist so ruhig geworden bei Euch, Ihr seid doch hoffentlich noch alle da? :)
Ich habe ja mein Rad dabei und Ihr könnt Euch hier am Platz gern eines ausleihen. Habt Ihr Lust? Okay, dann alle raus, warm anziehen und ab geht die Post!
Ja, mir san mit´m Radl da!
Es geht einmal um den Dümmer See herum, vom Olga-Hafen rechts herum, also entgegen dem Uhrzeigersinn. Wir radeln zunächst auf der Westuferseite des Sees auf dem Deichwanderweg.



Einige dieser Holztürme stehen rund um den See, unten kann man Rast machen und oben kann man zum See oder in die umliegenden Wiesen schauen.
Die ersten Radumdrehungen sind geschafft...



... schon 800 Meter stecken uns in den Waden!
Aber es geht ja einmal um den See und das sind immer noch rund 17 Kilometer.



Hier am Westufer ist noch unverbaute Natur. Viele Feuchtwiesen und zum See, der links von uns liegt, geht der Blick über weite Schilfzonen, Natur pur eben.



Der hier noch nur geschotterte Radweg verläuft auf dem Schutzdeich. Der Dümmer See wurde in den 1950er Jahren eingedeicht, inzwischen wird jedoch versucht, die umliegenden Wiesen wieder zu naturieren.
Wir kommen an einem Moorwäldchen vorbei, die Bäume stehen teilweise im Wasser.





Dann erreichen wir einen kleinen Fluss...



Es ist die Hunte, ein Nebenfluss der Weser. Die Hunte entspringt im Wiehengebirge im Osnabrücker Land und mündet nach rund 190 Kilometern bei Elsfleth in die Weser. Die Hunte ist der Hauptzufluss des Dümmer Sees.





Ein paar Erklärungstafeln standen bei der Huntebrücke und der Radwegweiser machte es deutlich: fast 5 Kilometer hatte ich bis hierher bereits "abgestrampelt"...



... und bis zur nächsten besiedelten Fläche, nach Hüde waren es noch einmal 4 Kilometer., Na, denn mal weiter! :)
Ab der Huntebrücke änderte sich das Bild der Landschaft. Links lag zwar noch immer der Dümmer See mit seinem umgebenden Schilfgürtel, aber rchtsseitig machten sich weite Wiesenflächen mit breiten wasserführenden Gräben breit.





Gewechselt hatte jetzt auch der Untergrund des Radwanderweges; das geschotterte Wegstück lag hinter mir, jetzt war der Wirtschaftsweg breiter und asphaltiert. Ich wurde bei meiner Tour auch beobachtet...





.. menschliche Beobachter hingegen waren an diesem Tag nur seeehr selten. Bisher nur 2 Wanderer, ein Radfahrer und hier auf dem Wirtschaftsweg ein Auto eines Jägers oder ansässigen Landwirts. Dabei war ich doch schon 6 Kilometer geradelt...



Links erstreckte sich noch immer der See hinter seinem Schilfgürtel...



... aber langsam kam ich dann wohl näher an belebtes Gebiet, jedenfalls kündigte sich das so an...



Diese Rinder grasten auf einer Weid nahe dem Ort Hüde. Erst ein paar Tiere kamen heran und bestaunten den unerschrockenen Radfahrer...

... dann kamen weitere Tiere heran...



... und bald war die gesamte Herde vorn am Zaun.



Nicht drängeln, Herrschaften, ich hab nix zum fressen dabei! :D
Vielleicht wunderten sich die Tiere ja auch, daß bei so einem wetter überhaubt ein "Schwein" unterwegs ist.

So, der erste Teil des Weges ist geschafft, wir sind in



Mal wieder Häuser, ja sogar ein paar Menschen hatte ich am Straßenrand gesehen.
Da brat mir doch einer ´nen Storch! :)



Ääh, nee, nicht doch! So war das doch jetzt nicht gemeint! :lol:

Dieses "Klappertier" stand auch hier in Hude in seinem Horst und schaute in die Landschaft. Als ich weiter geadelt war, fing er auch mit seinem "Klapperkonzert" an. Im Ort auch einige schöne alte Bauernhöfe...





Hüde liegt an der südwestlichen Ecke des Sees und ich kam hier auch endlich mal wieder direkt ans Wasser heran...





Auch hier lagen Tretboote, ein paar Segelboote und Ruderboote. Menschenleer war noch der Hafen, es war noch keine Saison hier am Dümmer; Alles noch im Winterschlaf.
Radeln macht hungrig und ich hielt Ausschau nach Nahrung. In einer Fischimbiss im Ort hielt ich an...



Sieht wenig aus, war aber genug... und war ganz lecker: Backfisch mit Fritten. Der Fisch warscheinlich aus der Nordsee und die Fritten aus Holland. Die Bedienung übrigens aus Japan ( oder China oder Korea ) und der Koch wohl auch.
Trotzdem, geschmeckt hat es und das ist doch die Hauptsache.

Nach einer Ortsrundfahrt per Drahtesel ging es zur nächsten Teilstrecke meiner Seeumrundung.




^eine Wildente war einziger Gast am Strand

Wieder verschwand der See in den Hintergrund, der Radweg wurde zur Promenade, war nun schön gepflastert...



In Hüde befinden sich auch einige Campingplätze und auch ein Stellplatz, der aber auch noch unbewohnt war. Ich kam dann nach Lembruch im Nordosten des Sees und solche Bebauung...



hätte ich hier nunnicht vermutet. Diese "Wohnklötze" passten meiner Meinung nach hier nicht hin.


^So etwas schon besser, nicht wahr?!

Langsam kam das Ziel meiner Radtour näher...





Eine letzte Rast am Aussichtstürmchen



und dann "Auf zum Endspurt!", die letzten 2 Kilometerchen.







Dann war es geschafft, ich war wieder beim Olga-Hafen angekommen...







Ich war wieder "zuhause" am Wohnmobil, es war 15:30 Uhr und ich genehmigte mir eine große Waffel mit Softeis, einen "Eismohr" hat man das ja früher genannt. :)
Mein rollendes Heim stand noch allein auf dem Parkplatz, erst nach 17 Uhr gesellte sich noch ein Mobil dazu. Dann war ich die Nacht wenigstens nicht allein.

Wie es dann weiter ging, davon erzähle ich in der Nächsten Fortsetzung; bitte drannbleiben! :)

nuvamic am 14 Apr 2019 13:22:56

Oh Waffel - gut für Leib und Seele nach der Wadenanstrengung rund um den See - gute Idee für so nen Tag :)

frankjasper8 am 14 Apr 2019 13:24:19

Auch der sechste - und leider auch schon vorletzte Reisetag begann wieder sehr neblig und dazu noch kam ein tröpfelndes Geräusch auf dem Dach des Wohnmobils; es regnete am Dümmer-See. Ich machte das Fahrzeug wieder fahrtüchtig, drehte Fahrer- und Beifahrersitz wieder in "Fahrposition" und löste die Verbindung zum Landstrom. Die Zähluhr war gerade auf "Null" gesprungen, der Strom zur Gänze verbraucht. :)
Gegen 9:30 Uhr fuhr ich vom Stellplatz in Dümmerlohausen.



Wegen des Regens konnte ich fahren und ich fuhr erst einmal in Richtung Damme und Diepholz. Ich kam durch die "Dammer Berge", die ich bisher immer nur aus dem Radio kannte. Da kam das immer in den Verkehrsnachrichten, wenn vom Stau auf der A 1 in Höhe der Rastanlage "Dammer Berge" die Rede war :D
Von Diepholz ging es dann in östlicher Richtung weiter, kam durch ein großes Moorgebiet bei Ströhen und Wagenfeld und fuhr dann über Uchte nach Stolzenau an die Weser...



Warum Stolzenau? Nun, ich wollte zurück an die Weser und hier lag ein Stellplatz direkt am Fluss...



... und es war noch reichlich Platz, als ich am Mittag ankam. Ich stellte mich in die "erste Reihe".



Der Blick aus dem Fahrerhaus des Ducato:



So ein Ausblick durch die Frontscheibe des Ducato. Passt!

Zuerst machte ich dann mal den Küchenchef...



und es gab an diesem Freitag ein echtes niedersächsisches Gericht: Leberkäs mit Spiegelei an Kartoffelpüree. Guten Appetit!

Ganz schön viel Verkehr hier auf der Weser. Schiffe auf ihrem Weg von den Hafenstädten die Weser aufwärts und dann warscheinlich in den Mittellandkanal bei Minden. Oder eben vom Kanal flussabwärts Richtung Bremen, Bremerhaven. Hier in Stolzenau wurden die Frachtschiffe mit Kies, Sand und Steinen beladen. Direkt gegenüber dem Stellplatz war so eine Verladestation bei einem Kieswerk. Über laaange Förderanlagen kam die Fracht vom Kiessee auf die Schiffe.



Allein hier konnte man schon einige Zeit mit zuschauen verbringen. Ein Rundgang durch den Ort Stolzenau.
Viel zu sehen gibt es da nicht. Ein paar Geschäfte, ein paar Gastro-Betriebe, aber es gibt einen Bäcker, eine Eisdiele undman kann da auf dem weser-Radweg gut radfahren.




^das war wohl mal eine Burganlage, heute Sitz der Stadtverwaltung


^das Rathaus der Stadt Stolzenau


^in Stolzenau weiß man, was die Stunde geschlagen hat.



Zum Ende dieses Tages gönnte ich mir nach dem Ortsbummel noch ein Eis "auf die Hand" ...



dann bereitete ich mich mental auf den nächsten Teilabschnitt meiner Tour vor.

Tagesetappe: rund 100 Kilometer
Bisher gefahrene Strecke der Reise: rund 480 Kilometer

Stellplatz Stolzenau/Weserstraße
Gebühr 4,- €/24 Std. (wird vom Platzwächter kassiert... in der Saison )
Strom: 1,- € pro 6 Std.
V+E-Anlage vorhanden, jeweils 1,- € (auch für Spülen der WC-Casette.)

Im nächsten Teil geht es dann (leider) schon zurück in die Heimat.

Fortsetzung folgt! :)

PittiC am 14 Apr 2019 15:18:04

Zum Glück waren wir nicht im Harz unterwegs, da hätte ich ein E-Bike benötigt, aber so konnte ich mithalten. :D

frankjasper8 am 14 Apr 2019 15:34:15

Naja, der Anstieg bei der Hunte-Brücke war schon brutal... ;)

zeus am 14 Apr 2019 16:04:10

Ich habe die Fahrradtour sehr genossen, und einiges dazu gelernt. Tolle Fahrt.

Julia10 am 14 Apr 2019 16:35:18

Ja Frank, so schnell gehen ein paar Urlaubstage vorüber. Danke das Du uns mitgenommen hast :wink: wenns auch zeitweise sehr eng war wars schön.

Danke für den Reisebericht und die Arbeit, welche damit verbunden ist.

nuvamic am 14 Apr 2019 18:16:06

frankjasper8 hat geschrieben:...und es gab an diesem Freitag ein echtes niedersächsisches Gericht: Leberkäs mit Spiegelei an Kartoffelpüree. Guten Appetit!

(..)

Zum Ende dieses Tages gönnte ich mir nach dem Ortsbummel noch ein Eis "auf die Hand" ...

*hust

Ehrlich gesagt hab ich spontan schon das erste abgebildete Essen für ein "Eis" gehalten - so Richtung Spaghetti-Variante ;)

pipo am 14 Apr 2019 18:35:54

Wie jetzt? Schon vorbei? Kein gemeinsames Abschiedsessen? :lach:

Danke fürs mitnehmen!! :lach:

frankjasper8 am 14 Apr 2019 19:02:33

Hey, nun hüpft nicht gleich alle raus, wir sind doch noch nicht am Ende. Es geht gleich weiter! :)

PittiC am 14 Apr 2019 19:30:43

Beeil dich, Wochenende geht zuende :D

pipo am 14 Apr 2019 20:01:18

frankjasper8 hat geschrieben:Es geht gleich weiter! :)

Essen gehen? :ja: :wink:

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