aqua
luftfederung

Was für ein Kabelquerschnitt für Ladegerät 230V ?


pitson am 17 Apr 2019 05:23:08

Was für ein Kabelquerschnitt benötige ich um unsere Bordbatterien über Landstrom zu laden?
Die Kabellänge ist etwa 120m über das Grundstück.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

rolfblock am 17 Apr 2019 07:22:12

Dein Ladegerät hat wohl kaum mehr Leistung als ein Rasenmäher. Also reicht prinzipiell ein Rasenmäherkabel.
Mit 2 A hast du schon 450 W. Das wäre ein Ladegrät jenseits von 35 A.

MountainBiker am 17 Apr 2019 07:30:11

Hallo,

Mit 2 A hast du schon 450 W.


Kleiner Denkfehler - er benutzt den Landstromanschluß, denke ich. Damit ist der Kühlschrank mit weiteren 400-500W dabei, und wir wissen nicht welche anderen Geräte eingeschaltet werden (Föhn, Wasserkocher, ...). Wenn der TE das sauber beschreibt, kann man eine Empfehlung aussprechen, wobei aus mechanischen Gründen mindestens 2,5mm2 Gummischlauchleitung notwendig sind. Eventuell ist der Leitungsschutzschalter noch anzupassen an den max. Strom - Standard ist 16-25A (das wäre zu hoch).

basste315 am 17 Apr 2019 07:40:35

pitson hat geschrieben:Was für ein Kabelquerschnitt benötige ich um unsere Bordbatterien über Landstrom zu laden?


Technisch gesehen hat "Rolfblock" recht, das Ladegerät alleine braucht keinen großen Kabelquerschnitt.

Für den Stromanschluss auf Campingplätzen benötigst Du allerdings ein CEE Kabel mit 3x2,5mm Querschnitt, da weitere Verbraucher angeschlossen werden könnten (wie Klimaanlage usw.). Leider sind die Kabel von vielen Campingfreunden viel zu schwach dimensioniert bzw. sehen oft schon abenteuerlich aus :evil:

Vorschlag aus Kostengründen:
Nimm (aber nur zum Laden der Batterie mit dem Ladegerät auf Deinem Grundstück) ruhig zum 20-25m CEE-Kabel mit 3x2,5mm2 Querschnitt zur weiteren Verlängerung ein übliches Kabel mit 1,5mm2, auch wenn das im Aussenbereich eigentlich nicht genommen werden sollte. Technisch funktioniert es problemlos, wenn Du sonst nichts anschließt. Ob es offiziell erlaubt ist, weiß ich nicht, Hauptsache es funktioniert :roll: .
Helmut

mafrige am 17 Apr 2019 08:23:40

Also für ein 120 m langes 230 V Verlängerungskabel, ist ein CEE-Verlängerungsleitung 5 x 10mm² mit CEE-Steckverbinder und einer Absicherung von 3 x 16A zugelassen!
Natürlich geht es auch, wie zuvor erwähnt ... :lol:

thomas56 am 17 Apr 2019 08:54:15

meine Erdkabel haben 5x 2,5mm². Ich denke wenn da ein 250A-Lader dran hängt, passiert auch nichts

Sparks am 17 Apr 2019 09:17:00

Je größer der Kabelquerschnitt ist, um so geringer ist der Spannungsabfall.
Bei 120m und 2,5² wird man so ungefähr 8% Spannungsabfall haben, bei 1,5² sind es schon so um die 14%. Wenn das Ladegerät dies verkraftet gehts, sollte es Probleme geben kann man noch eine automatische Spannungsregulierung dazwischen schalten.
Gruß Sparks

geralds am 17 Apr 2019 09:31:04

Hallo,

von welcher Leistung gehst Du denn aus um auf 14% Spannungsabfall zu kommen?

Bei 230V geht man von einer Toleranz von 5% aus. Das sollten alle Geräte verkraften.
Bei 1,5mm² bedeutet das die Belastung sollte nicht mehr als 4A (ca. 900W) betragen.
Bei 2,5mm² bedeutet das die Belastung sollte nicht mehr als 6A (ca. 1300W) betragen.

Ein 25A Ladegerät hat ca. 400W.
Mein Kühlschrank z.B. ca. 200W.
Die könnte man also noch an einem Kabel mit 1,5mm² betreiben.

Wenn das Kabel verbuttelt werden soll - Erdkabel 3x2,5mm²
Wenn es ein 1,5mm² (oder 2,5mm²) Kabel frei verlegt werden soll, auf eine UV-feste Isolierung achten.

Gruß Gerald

rkopka am 17 Apr 2019 09:49:32

MountainBiker hat geschrieben:er benutzt den Landstromanschluß, denke ich. Damit ist der Kühlschrank mit weiteren 400-500W dabei, und wir wissen nicht welche anderen Geräte eingeschaltet werden (Föhn, Wasserkocher, ...).

Die anderen Geräte sind unklar, aber der KS hat selten mehr als 200W im Womo.

basste315 hat geschrieben:Für den Stromanschluss auf Campingplätzen benötigst Du allerdings ein CEE Kabel mit 3x2,5mm Querschnitt, da weitere Verbraucher angeschlossen werden könnten (wie Klimaanlage usw.).

Die dürfen aber nicht mehr als 25m haben, also ist man mit 120m sowieso aus der Norm raus.

thomas56 hat geschrieben:meine Erdkabel haben 5x 2,5mm². Ich denke wenn da ein 250A-Lader dran hängt, passiert auch nichts

Schreibfehler ? Sonst etwas brutal. Immerhin 3600W. Wobei die Länge der Kabel natürlich wichtig ist.

Sparks hat geschrieben:Bei 120m und 2,5² wird man so ungefähr 8% Spannungsabfall haben, bei 1,5² sind es schon so um die 14%. Wenn das Ladegerät dies verkraftet gehts, sollte es Probleme geben kann man noch eine automatische Spannungsregulierung dazwischen schalten.

Bei welchem Strom ? So sagt das nichts aus. Viele moderne Geräte haben schon einen Weitbereichseingang 100-240V. Die sollten damit besser zurechtkommen. Das EBL99 z.B. aber nur +-10%.

RK

gespeert am 17 Apr 2019 10:14:38

Die Laenge von 120m ist ein Fall fuer den Fachmann!

Es muss der Schleifen- und Ableitwiderstand ueberprueft werden.
Moeglw. benoetigst Du einen oertlichen Verteiler da ansonsten die Schutzorgane gar nicht ausloesen koennen!!

dieter2 am 17 Apr 2019 10:24:26

Bei den Aufwand lieber Batterie ausbauen und zur Stromquelle bringen und da laden.

geralds am 17 Apr 2019 11:06:38

gespeert hat geschrieben:Die Laenge von 120m ist ein Fall fuer den Fachmann!

Es muss der Schleifen- und Ableitwiderstand ueberprueft werden.
Moeglw. benoetigst Du einen oertlichen Verteiler da ansonsten die Schutzorgane gar nicht ausloesen koennen!!


Der Ableitwiderstand dürfte bei der Versorgung des Womo´s keine Rolle spielen.
Der Schleifenwiderstand schon. (Daher ist der Hinweis schon richtig.)

Eine solche Leitung sollte separat abgesichert sein.
FI immer, bei 1,5mm² einen Leitungsschutzschalter mit max. 10A (besser 6A) und die übliche B-Charakteristik; bei 2,5mm² einen Leitungsschutzschalter mit max. 16A (besser 10A) und die übliche B-Charakteristik.

So würde ich es zumindest bei mir zu Hause machen.

Gruß Gerald

Sparks am 17 Apr 2019 16:16:35

Hallo Gerhard
ich war von ungefähr 2800W ausgegangen (250A bei 12V). Es gibt natürlich viele Geräte mit einem breiten Voltbereich, aber gerade viele Ladegeräte in Wohnmobilen reagieren sehr empfindlich auf Unterspannung. Das ganze war auch nur eine grobe Berechnung über den dicken Daumen. Wie war das noch, schätzen schützt vor groben Fehlern.
Man sieht ja oft genug Wohnmobilisten, da graut es sogar einem Metzger vor deren Umgang mit der Elektrik.
Beste Grüße
Sparks

basste315 am 17 Apr 2019 19:32:26

rkopka hat geschrieben:
Zu "basste315": [i]Für den Stromanschluss auf Campingplätzen benötigst Du allerdings ein CEE Kabel mit 3x2,5mm Querschnitt, da weitere Verbraucher angeschlossen werden könnten (wie Klimaanlage usw.).

/i]Die dürfen aber nicht mehr als 25m haben, also ist man mit 120m sowieso aus der Norm raus.
RK


Hallo RK

Du kritisierst meinen und auch viele weitere Beiträge. Ich schätze Deine fachmännischen Kommentare zu verschiedenen Vorschlägen.
Im Sinne der Anfrage des TE "Pitson" würde ich mich über einen fachmännischen Lösungsvorschlag von Dir freuen.

Dies war meiner, ich hätte niemanden gefragt und es so probiert (siehe oben):
Vorschlag aus Kostengründen:
Nimm (aber nur zum Laden der Batterie mit dem Ladegerät auf Deinem Grundstück) ruhig zum 20-25m CEE-Kabel mit 3x2,5mm2 Querschnitt zur weiteren Verlängerung ein übliches Kabel mit 1,5mm2, auch wenn das im Aussenbereich eigentlich nicht genommen werden sollte. Technisch funktioniert es problemlos, wenn Du sonst nichts anschließt. Ob es offiziell erlaubt ist, weiß ich nicht, Hauptsache es funktioniert - das sagt unfachmännisch
Helmut

basste315 am 17 Apr 2019 19:52:27

Ich habe dabei auch kein schlechtes Gewissen, da die Stromaufnahme des Ladegerätes relativ gering ist:

Laut Bedienungsanleitung
Schaudt EBL 101
Netzanschluss : Der Netzanschluss muss an einer Schutzkontakt-Steckdose erfolgen.
Die Netzanschlussleitung muss als H05VV-F 3x1,5 ausgeführt sein.
Netzanschluss: 230 V Wechselspannung ± 10 %, 47 bis 63 Hz sinusförmig, Schutzklasse I
Stromaufnahme 1,9 A


CTEC MXS 10: Netzstrom 1,0A effektiv (bei vollem Ladestrom)

Da brauche ich kein Kraftwerk neben dem Wohnmobil aufstellen. Wenn es aufgrund der langen Leitung nicht funktioniert, dann erst brauche ich einen Fachmann, aber große Gefahren kann ich hier nicht erkennen.
Helmut

MountainBiker am 17 Apr 2019 20:01:04

Hallo Baste315,

es geht nicht um die Stromaufnahme des Ladegerätes, das wäre in der Tat kein Problem. Es geht vielmehr darum, dass die Absicherungsmaßnahmen nicht mit der Leitung/Kabel zusammenpassen. In diesem Fall müßte der LS bei max. 4A auslösen! Man kann ein Einzelgerät (3x2,5mm Gummischlauchleitung aus mechanischen Gründen) so anschließen, niemals aber ein "Subnetz" mit 16/25A Absicherung über einen Schleifenwiderstand von 2x120m. Da wäre es Glückssache wenn die Sicherung auslöst! Auch das haben noch andere Kollegen hier bereits erwähnt!

Deine Kritik an rkopka ist also nicht gerechtfertigt!

rkopka am 17 Apr 2019 21:08:31

rkopka hat geschrieben:Zu "basste315": [i]Für den Stromanschluss auf Campingplätzen benötigst Du allerdings ein CEE Kabel mit 3x2,5mm Querschnitt, da weitere Verbraucher angeschlossen werden könnten (wie Klimaanlage usw.).
/i]Die dürfen aber nicht mehr als 25m haben, also ist man mit 120m sowieso aus der Norm raus.
basste315 hat geschrieben:Du kritisierst meinen und auch viele weitere Beiträge. Ich schätze Deine fachmännischen Kommentare zu verschiedenen Vorschlägen.
Im Sinne der Anfrage des TE "Pitson" würde ich mich über einen fachmännischen Lösungsvorschlag von Dir freuen.

Mein Einwand ging eher dahin, daß ich bei 120m weit entfernt bin von den Vorschriften für ein CP Kabel. Daher brauche ich über diese Regeln nicht weiter nachdenken, da ich sie sowieso nicht einhalten kann, sondern muß andere Kriterien heranziehen.

Ich persönlich (nicht fachgerecht) würde auch einfach ein 1,5mm2 Kabel hinlegen und etwas aufpassen. Wie in einem vorigen Beitrag zu lesen, ist das aber nicht in jedem Fall sicher. Für sichere Verhältnisse müßte man entweder eine andere schwächere Absicherung einsetzen oder richtig dickes Kabel legen. Hier kommt sicher auch der vorgesehene Einsatz ins Spiel. Einfach mal (selten) die Batterien laden - da würde ich die "Pfusch"lösung wählen (keine Empfehlung). Richtig drin leben, bzw. den KS auf Dauer betreiben - da muß was anderes her (dickeres Kabel, andere Absicherung/FI).
Oder man setzt einfach auf Solar - fix am Womo oder portabel. Damit wäre man einige Probleme los. Ist aber zum Betreiben eines KS im Winter oder bei schlechtem Wetter auch nicht genug. Fürs Batterienladen reicht es. Besonders, wenn man keinen ständigen Verbrauch hat.

RK

basste315 am 18 Apr 2019 10:35:04

rkopka hat geschrieben:
Ich persönlich (nicht fachgerecht) würde auch einfach ein 1,5mm2 Kabel hinlegen und etwas aufpassen. ...……..Einfach mal (selten) die Batterien laden - da würde ich die "Pfusch"lösung wählen (keine Empfehlung). Richtig drin leben, bzw. den KS auf Dauer betreiben - da muß was anderes her (dickeres Kabel, andere Absicherung/FI).

RK


:daumen2:

Danke RK für Deinen konstruktiven Beitrag, den ich zu 100% teile.

Selbstverständlich haben die Fachleute und Sicherheitsbeauftragten recht, dass dies als Dauerlösung nicht zu empfehlen ist. Damit ist die Frage des TE "pitson" wohl ausreichend beantwortet.

Helmut

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Dethleffs Globetrotter XXL - 4 LEDs im Wohnbereich glimmen
Bezugsquelle Clip für Scheinwerfer Hymer B544 Bj 2004
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt