aqua
luftfederung

Bescheidenes Fahrwerk oder bin ich einfach nur empfindlich 1, 2


VolkerT am 22 Apr 2019 19:51:36

Hallo,

meine Frau und ich planen uns mittelfristig unser erstes Wohnmobil zuzulegen, bisher haben wir noch keine Erfahrung damit.
Wir haben auch schon ein paar Favoriten (z.b. Malibu T 440 LE, Malibu I 440 LE oder vergleichbare von EuraMobil), die wir jetzt nach und nach mieten und testen wollen.

Seid gestern fahren wir das erste Womo für eine Woche zur Probe.
Es handelt sich um ein absolut neues Mietmobil (wir sind erster Nutzer) eines Eura Mobil mit 6,99 m Länge, 3,5t, normaler Aufbau (kein Alkoven) und Standardfahrwerk…

… und genau da scheint mein Problem zu sein, beim Fahrwerk.

Aus meiner Sicht ein absolutes Fiasko.
Es ist mir schon klar, dass ich die Fahreigenschaften des Womo nicht mit meinem Mercedes GLC vergleichen kann, aber auf der Autobahn nimmt das Fahrwerk jede Spurrille mit, bei Tempo 90 – 100 km/h sorgt jedes mich überholenden Fahrzeug dazu, dass das Womo anfängt leicht zu schlingern. Seitenwind tut sein Übriges. In engen Kurven die ich mit sehr geringer Geschwindigkeit fahre habe ich das Gefühl ich würde über die Vorderräder „hinausrutschen“. Eigentlich macht das Fahren so absolut keinen Spaß und ist mehr „Arbeit“ als das man es Vorfreude auf den Urlaub nennen kann.

Meine Hoffnung ist, dass das eine Sache des „Standard“ Fahrwerks ist und ich diese Probleme mit einem besseren Fahrwerk, vielleicht Alko Tiefrahmen oder einer anderen Option wie z.b. Luftfederung deutlich verbessern bzw. vielleicht sogar ganz eliminieren kann.

Da wir planen ein neues Womo zu kaufen könnte man es dementsprechend konfigurieren. Wir würden auf jeden Fall eh zu einer Auflastung >3,5t tendieren.
Wenn nicht, würde das in letzter Konsequenz für mich heißen nicht in ein Womo zu investieren. Das wäre Schade, aber diesen für mich „Fahrstress“ möchte ich mir nicht dauerhaft antun.

Freue mich auf eure Meinungen und Tipps.

Gruß Volker

Trashy am 22 Apr 2019 19:54:38

Warum Auflastung, wenn die Tendenz eh zu mehr als 3,49t geht??
Vielleicht wäre der Bereich um 6t dann eh besser geeignet wie z.B. Phoenix.
Bedenke es sind Nutzfahrzeuge als Unterbau.

19grisu63 am 22 Apr 2019 20:02:28

Das Phänomen mit Schlingen beim Überholen oder in Spurrillen kennen wir auch. Nachdem wir unser neues Womo mit breiteren Reifen, längerem Radstand und größeren Felgen gekauft hatten, war es etwas besser. Den richtigen Durchbruch brachte dann die Zusatzluftfederung. Das Fahrzeug liegt stabil ob der Spur, kein Wanken mehr in Kurvenfahrten oder beim Überholvorgang. Durch den angepassten Reifendruck fährt sich die Fuhre deutlich angenehmer :top:

garagenspanner am 22 Apr 2019 20:08:05

sucht euch doch besser einen schönen (gebrauchten) Vollintegrierten mit Iveco oder MB Fahrgestell,
mit einer zGm von 5-6 Tonnen.

Gruss
Jan

WomoToureu am 22 Apr 2019 20:28:22

VolkerT hat geschrieben:... aber auf der Autobahn nimmt das Fahrwerk jede Spurrille mit, bei Tempo 90 – 100 km/h sorgt jedes mich überholenden Fahrzeug dazu, dass das Womo anfängt leicht zu schlingern.


Haben genau die gleichen Erfahrungen gemacht, mit dem "Fiat Ducato Flachrahmen 35 light" kamen wir absolut nicht zurecht, geworden ist es ein "Maxi" Fahrgestell mit 3 l Motor, GG von 4,25 t ist es leider geworden. Dafür müssen wir aber auch nicht auf das Gewicht achten und haben noch einige hundert Kilo Luft. Der läuft wie auf Schienen und kennt insbesondere das Spurrillenproblem nicht.

joekel am 22 Apr 2019 20:47:10

Hallo, vielleicht ist der Hinweis hilfreich....
Wir hatten zuerst ähnliche Sorgen.....der Luftdruck war zu hoch, anstatt 4 bar für entsprechende Achslasten für unsere Reifen waren 5,5 bar drauf. Und bei
Alkofahrwerk mit Drehstabfedern tut ein gewisse Last gut..sonst reagieren diese auch recht bockig.

Gruss Ekel

VolkerT am 22 Apr 2019 20:55:22

Danke für eure Antworten.
- größer als 4,25 t haben wir nicht geplant
- wir wollen einen neues Womo wegen der Dieselthematik (6d temp). Bitte keine Diskussion dazu anfangen
- Budget ca. 80k€, damit fallen viele eurer Vorschläge bzgl. Phönix, ... raus - leider.

hampshire am 22 Apr 2019 21:24:55

Wir fahren einen 5,99m La Strada L Kasten EZ 2016 auf Ducato Basis mit Light Fahrwerk, von 3,3 auf 3,5to aufgelastet. Haben den Wagen neu gekauft und wünschtuen uns mehr Komfort und weniger Spurrillenanfälligkeit. Ich war den Empfehlungen im Forum gegenüber skeptisch da ich breitere Reifen und größere Felgen aus dem PKW Bereich mit mehr Härte und höherer Nervosität verband, daher war ich skeptisch. Nach dem Wechsel von den 15" auf 18" ORC Felgen mit 235er Conti Reifen und Reduzierung des Luftdrucks auf 2,8-3 Bar fährt das Fahrzeug ordentlich. Wir sind knapp 40 TKM glücklich gereist. Es wird dennoch kein PKW-artiger Reisewagen werden.

HerrVorragend am 22 Apr 2019 21:33:45

Hallo Volker,
welches Fahrverhalten erwartest Du denn von einem <3T schweren LKW?
Ich stimme zu, dass so ein Wohnmobil eine bescheidene Straßenlage hat.
Allerdings ist das alles irgendwie auch eine Gewöhnungssache. Unseren Alkoven fahre ich ehrlich gesagt ungerne über 120km/h, da mir das ganze dann auch zu schwammig und indirekt wird. Bei geringerer Geschwindigkeit wird er zwar auch nicht gerade zum PKW, fährt sich aber entspannt und problemlos.
Wir sind mit 215ern auf 15 Zoll unterwegs...schlimmer gehts eigentlich kaum.
Mit breiteren Rädern und Luftfahrwerk ließe sich bestimmt noch einiges rausholen.

Gruß
Timo

bischof70 am 22 Apr 2019 21:36:23

Ich sag nur Tandemachse da schlingert Mix mehr, aber leider keine Chance mit 80k€... Aber auch 80k€ir den Fahrwerkswünschen und 6d temp wird.eine Herausforderung
...

Hoschilein am 22 Apr 2019 22:02:23

Moin, unser Wohnmobil ist jetzt gerade 4 Wochen alt und wir hatten genau das gleiche Problem.
Ab Werk waren auf allen Reifen 5,5bar Druck drauf - viel zu viel wie mir dann die Firma Carsten Stäbler mitteilte. Die Monteure haben dann den Druck vorne auf 3,8 und hinten auf 4,5 bar gesenkt und das ganze auch per Laptop wegen der Reifendruckkontrolle eingestellt.
Seitdem ist alles in Ordnung.
Super Lob an die Firma - hätten mir auch ein Luftfederung usw. andrehen können.

WomoToureu am 22 Apr 2019 22:15:14

Hoschilein hat geschrieben:... Die Monteure haben dann den Druck vorne auf 3,8 und hinten auf 4,5 bar gesenkt und das ganze auch per Laptop wegen der Reifendruckkontrolle eingestellt.....


Das stimmt, dass war auch bei uns nach Auslieferung des neuen WOMO`s wurde bei uns ebenfalls der Luftdruck nach tatsächlichem Gewicht angepasst. Ebenfalls so kanpp 3,5 - 4 bar, das macht sehr viel aus. Der max. Luftdruck ist nicht der richtige Luftdruck.

rolf51 am 23 Apr 2019 07:53:05

Hallo,
wie schon oben beschrieben, Luftdruck runter und hinten eine Luftunterstützung einbauen. Bei mir hat es sehr gut geholfen.

Tinduck am 23 Apr 2019 09:03:17

Mit dem Luftdruck würde ich nur spielen, wenn eine Reifendrucktabelle für die aufgezogenen Reifen und eine zumindest achsweise Wägung im fahrbereiten Zustand vorliegt, sonst spielt man da schnell mit seiner Rente, wenn der Luftdruck zu niedrig eingestellt wird.

Mein Tip: runterkommen, gemütlich fahren. Mit dem Womo nimmt man die Kurve vor der Autobahnauffahrt halt nicht mit 60, sondern mit 40!

Es sind halt LLKW, die warnen per Popometer früher, wenns eng wird. Rüstet man mit allem Pipapo auf, fühlt sich die Kurve zwar besser an, aber der Warnbereich vor dem Abflug schrumpft. Die Seitenführungskraft wird nämlich durch LuFe und co. nicht höher!

Ist ähnlich wie mit Allrad, gibt zwar ein besseres Gefühl, hilft aber beim Bremsen kein bisschen :D

bis denn,

Uwe

Roman am 23 Apr 2019 10:23:34

Man kann schon relativ viel nachträglich machen:

Zusatzluftfedern, ein Quersatabilisator hinten, der den Namen auch verdient, besser Soßdämpfer hinten, ALKO Komfort Feder/Dämfer vorn (Ducato) und 18" Räder.

Dann macht das Fahren sogar Spass. Ärgerlich ist nur, dass man das alles nachrüsten muss.....egal ob Sprinter oder Duc. Hymer ist m.E. einer der wenigen Hersteller, die zumindest dem Sprinter schon ab Werk ein paar Fahrwerksoptimierungen mit auf den Weg geben.

Gruß
Roman

Bergbewohner1 am 24 Apr 2019 17:52:54

In einem neuen 80 T€ Mobil kann man bezüglich Fahrkomfort nicht allzuviel erwarten, auch wenns viel Geld ist.
Ich hatte mal ein VI Eura Neufahrzeug auf Ducato für eine Woche als Ersatzfahrzeug, ehrlich- da merkt man sofort, dass Welten vom Fahrkomfort zwischen VW und MB liegen.

thomas56 am 24 Apr 2019 18:13:43

vielleicht ist auch alles nur Einbildung?

Fahre nun seit etlichen Jahren die gleiche Fahrzeugkategorie. Da war alles dabei, von Vollluftfederung hinten/vorn zu hinten Vollluftfederung mit vorne Zusatzluftfederung, nur hinten Vollluftfederung, bis zu ohne Luftfederung.
Wirklich wie auf einer Sänfte hat mich nur der Wagen ohne Luftfederung mit alten ausgeleierten Stossdämpfern über die Bahn getragen.
Den optimalsten Fahrkomfort hole ich über den exakten Reifendruck nach Achslasttabelle!

Roman am 24 Apr 2019 19:11:26

thomas56 hat geschrieben:Wirklich wie auf einer Sänfte hat mich nur der Wagen ohne Luftfederung mit alten ausgeleierten Stossdämpfern über die Bahn getragen....


Das ist natürlich eine fragwürde Lösung, da alte, ausgeleierte Stoßdämpfer bei entsprechender Fahrbahn schon ein Sicherheitsrisiko darstellen. Sie dämpfen Stöße nicht mehr so, wie sie das sollen. Der Stoßdämpfer soll ja bei Bodenwellen das Fahrzeug möglichst schnell wieder in eine ruhige Lage bringen. Passiert das nicht, schaukelt es sich im schlimmsten Fall derart auf, dass es nicht mehr berrschbar ist.....

Ein gutes Fahrwerk, ist einerseits komfortabel abgestimmt, liegt aber andererseits wie ein Brett auf der Straße. Erreichbar ist das z.B. einem Sprinterfahrwerk und den Fahrwerksergänzungen, die ich oben bereits erwähnt habe.

Die Stoßdämper ab Werk sind so abgestimmt, dass man auch mit einem leeren (Baustellen-) Sprinter gut und komfortabel unterwegs ist. Diese Dämpfer kommen bei einem Womo Aus-/Aufbau jedoch schnell an ihre Grenzen, da das Womo praktisch immer unter Volllast unterwegs ist. Da helfen Spezial Dämpfer wie sie z.B. von Marquardt angeboten werden, extrem weiter. Kommt dann noch ein solider Querstabilisator dazu (z.B. Goldschmitt) , liegt selbst ein Womo, wie ein Brett auf der Straße und ist trotzdem nicht unkomfortabel.

Gruß
Roman

rudi-m am 24 Apr 2019 20:00:52

Hallo Volker,

hinsichtlich der Fahreigenschaften ist der Alko -Tiefrahmen im Gegensatz zum Ducato - Tiefrahmen um vieles besser. Ich hatte
beide Aufbauarten als Maxi ohne Modifizierungen gefahren. Gerade wenn Spurrillen vorhanden sind fährt sich das Alko- Fahrgestell
einfach entspannter.

Sehr wichtig ist der richtige Reifendruck, dies konnte ich erneut feststellen. Mein Mobil wurde heute aus dem Winterlager geholt
und den Druck von 5,5 Bar auf 3,8 bzw. 4,5 Bar gesenkt, was für ein Unterschied.

Freundliche Grüße

DonCarlos1962 am 24 Apr 2019 22:54:21

Wenn gleich unser 7,45m Ford Transit von 2018 Grundkonzept nicht anders ist als der FIAT, helfen die etwas breiteren Reifen (235er) und die 16" Räder vielleicht etwas die Spur zu halten.
Der serienmäßige Seitenwindassistent tut ein weiteres.

Vergleichbar mit einem PKW wird er dennoch nicht! Aber selbst bei Tempo 130 (Tacho) habe ich keine feuchten Hände.
Allerdings habe ich den Eindruck, dass im Vergleich zum FIAT der Transit etwas PKW-Ähnlicher ist.

In einer bekannten Zeitschrift steht da über einen Chausson u.a.: Fahrwerk und Lenkung laden zu schnellerer Kurvenfahrt ein, denn der Ford liegt satt auf der Straße und lässt vergessen, wie groß er eigentlich ist. Tempomat, Airbags und elektronische Helfer sind serienmäßig an Bord.
Außerdem gibt es ein gutes Wandler-Automatikgetriebe.

LG Carsten

dieter2 am 24 Apr 2019 23:59:09

Ich finde das der Ducato X250 ein super Fahrverhalten hat.
In allen Lagen einsicheres Fahren,auch bei 120 kmh.

Das es kein PKW ist weis man aber schon vor den Kauf :mrgreen:

babenhausen am 25 Apr 2019 06:27:58

DonCarlos1962 hat geschrieben:Wenn gleich unser 7,45m Ford Transit von 2018 Grundkonzept nicht anders ist als der FIAT, helfen die etwas breiteren Reifen (235er) und die 16" Räder vielleicht etwas die Spur zu halten.
Der serienmäßige Seitenwindassistent tut ein weiteres.

Vergleichbar mit einem PKW wird er dennoch nicht!
In einer bekannten Zeitschrift steht da über einen Chausson u.a.: Fahrwerk und Lenkung laden zu schnellerer Kurvenfahrt ein, denn der Ford liegt satt auf der Straße und lässt vergessen, wie groß er eigentlich ist. Tempomat, Airbags und elektronische Helfer sind serienmäßig an Bord.
Außerdem gibt es ein gutes Wandler-Automatikgetriebe.

LG Carsten


Jede Verbesserung an einem Fahrwerk kostet Geld,nicht ohne Grund sind Fahrzeuge mit MB oder VW Fahrgestell nicht ganz so Preiswert .Fiat hat sich als Preiswert eingebürgert wer besseres will muss Euros nachlegen,das ist aber auch eine Entscheidung der Aufbauer denn die entscheiden über das Grundfahrgestell und die Länge der Aufpreislisten in ihrem Verkaufsprospekt.
Wer ein Wohnmobil bei der Straßenlage mit einem PKW vergleicht übersieht wohl einige wichtige Gegebenheiten wie Höhe des Schwerpunkts, Fläche bei Seitenwind,Gewicht des Fahrzeugs oder auch die (nicht)Steifigkeit der Konstruktion im Vergleich zu einem PKW.

Trashy am 25 Apr 2019 07:03:49

dieter2 hat geschrieben:Ich finde das der Ducato X250 ein super Fahrverhalten hat.
In allen Lagen einsicheres Fahren,auch bei 120 kmh.

Das es kein PKW ist weis man aber schon vor den Kauf :mrgreen:


Das sehe ich auch so. Wundere mich öfter wie klein der Unterschied zum PKW ist wenn man gemütlich fährt.
Weiterhin muss ich sagen das der Duc ein deutlich besseres Fahrverhalten hat als manche schwammigen MB Chassis.

Grandeur am 25 Apr 2019 07:47:23

Hallo Trashy,
so gehen die Geschmäcker auseinander. Ich bin froh, daß das Sprinter-Fahrwerk komfortabel über unsere Schlaglochpisten in Süddeutschland rollt und nicht so schlecht anfedert wie die Duc-Fahrgestelle der in den letzten Jahren gemieteten Wohnmobile. Wenn’s etwas schwankt, fahre ich einfach langsamer. Bei der Fahrt in den Urlaub bestimmt meist nicht das Fahrzeug die Geschwindigkeit, sondern die meist überfüllten Straßen.
Ist halt auch wie beim Pkw: manche mögen ein pseudo-sportliches S-Line Fahrwerk und manche genießen den Komfort einer Airmatic.

Gruß Grandeur

abnachlapalma am 25 Apr 2019 09:22:55

VolkerT hat geschrieben:Seid gestern fahren wir das erste Womo für eine Woche zur Probe.
Es handelt sich um ein absolut neues Mietmobil (wir sind erster Nutzer) eines Eura Mobil mit 6,99 m Länge, 3,5t, normaler Aufbau (kein Alkoven) und Standardfahrwerk…

… und genau da scheint mein Problem zu sein, beim Fahrwerk.


Freue mich auf eure Meinungen und Tipps.

Gruß Volker


Vorgestern haben wir unser gemietetes Eura Mobil PT695EB, 6,99m Länge, 3,5t, zurückgegeben. Zum ersten mal waren wir mit einem Maxi Fahrwerk unterwegs. Gefühlsmässig war das eine deutliche Verbesserung zu den Mobilen mit Standardfahrwerk, die wir zuvor immer hatten.

Vielleicht hilft dir dies. Und vielleicht haben andere Foristen auch diese Erfahrung gemacht. Wir würden uns bei Neukauf jedenfalls für das Maxi Fahrwerk entscheiden.

TomCamp am 25 Apr 2019 09:27:36

Hallo Grandeur

Genauso sehen wir das auch, vor allem meine Frau nach der ausgiebigen Probefahrt mit dem neuen Sprinter, anscheinend hat sich da auch etwas verändert da es uns kaum aufgefallen ist. :)

Auf den schlechteren Straßen spürt man kaum etwas im Gegensatz zu unserem Alten und letzten Mobil.

Ich hatte nur erwähnt das es ja auch Möglichkeiten einer härteren Dämpfung gibt, dies wurde jedoch umgehend geblockt. :roll:

Na mal sehen wie es auf ausgiebigen Fahrten wird, in diesem Sinne „sanftes Reisen“

pwglobe am 25 Apr 2019 15:59:28

Hallo
Wir hatten ein Womo mit Maxi Fahrwerk, 16“ Reifen und Luftfederung hinten, wir waren mit dem Fahrverhalten zufrieden.
Vielleicht auch aus dem Grund, dass ich bei einem Nutzfahrzeug keine großen Erwartungen hatte und eher eine moderate Geschwindigkeit mit dem Womo bevorzuge.
Ein Nutzfahrzeug egal ob von MB, Fiat, IVECO, VW/MAN oder Ford ist kein Sportwagen.
Von der Wankneigung ist der FIAT Fahrwerkbedingt noch besser als die Fahrzeuge mit Zwillingsreifen.

bigben24 am 25 Apr 2019 16:50:44

Ein Ducato mit Standardfahrwerk ist halt bescheiden, "idealerweise" noch bestückt mit 15" Rädern. Deshalb haben wir gleich ein Ducato Maxi Fahrwerk mit 16" Rädern und größeren Bremsen genommen, dazu hat unserer noch einen AL-KO Tiefrahmen mit Einzelradaufhängungen. Luftfederung brauchts da gar nicht. Das funktioniert und hat man hat noch die Möglichkeit locker Aufzulasten, falls gewünscht, anders als das Standardfahrwerk noch bis zu 3.85t hochzulügen. Normalfahrwerk käme für mich nie mehr in Frage, egal wie der Aufbauhersteller heissen sollte

Gruß

Sebastiane am 25 Apr 2019 18:42:39

Ich sehe das Problem nicht nur am Transporterfahrwerk sondern ganz einfach an der Tatsache, dass ein Fahrwerk welches von Werk an sowohl im leeren Zustand als auch im meist "normal" beladenen Zustand funktionieren soll dann auch bei einem Wohnmobil welches sich nicht nur an der Beladungsgrenze befindet sondern auch einen erheblich anderen Hebel auf das Fahrwerk hat nun einfach über fordert ist.

Nimm eine S-Klasse, lade 400kg in den Kofferraum und staune wie bescheiden sich das Fahrzeug fährt.

Aufbauhersteller haben leider auch meist wenig Ahnung von Fahrzeugtechnik.

Wir haben einen Ducato BJ 2005, original mit max 3,85t, aufgelastet auf 4t und das ganze mit 3,2m Höhe und Alkoven, das Fahrverhalten ist super, aber Serie ist am Fahrwerk nichts mehr, alles angepasst auf das höhere Gewicht. Bis 130km/h geht es entspannt voran egal ob Wind oder Spurrillen.

taps am 26 Apr 2019 13:27:28

rudi-m hat geschrieben:Sehr wichtig ist der richtige Reifendruck, dies konnte ich erneut feststellen. Mein Mobil wurde heute aus dem Winterlager geholt
und den Druck von 5,5 Bar auf 3,8 bzw. 4,5 Bar gesenkt, was für ein Unterschied.

Hallo,
bevor ich gestern zu ORC zum Umrüsten gefahren bin, habe ich mal meine Originalbereifung am FIAT X290 Bj 2017 gemessen.
Die haben mir doch bei der Inspektion tatsächlich vorn und hinten jeweils 5,7 bar draufgeknallt!
Habe dann vorn auf 3,8 und hinten auf 4,2 "abgelastet".
Einen großen Unterschied konnte ich nicht feststellen.
Ob ich das Maxi-Fahrwerk habe kann ich leider nicht sagen, ich hatte mal in einem anderen Tread gefragt, wie man den Unterschied erkennt, aber keine Antwort erhalten.
Gruß
Andreas

andwein am 26 Apr 2019 13:32:43

Alter Hans hat geschrieben:....Da möchte ich mich anschliessen: Bremsen von Wohnmobilen sind erheblich schlechter als Bremsen von PKW!
Bremswege aus P/Mtests von ca 44 bis 48m aus 100km/h bei trockener Fahrbahn gegenüber 34 bis 36 m bei PKW. Also gut 10 m mehr. Hochgerechnet auf 120 km/h ergibt die Differenz ca 16 m, also gut zweimal die Länge eines 7,5m Mobils.

Allerdings sollte man dazu sagen, dass die Pkws im Bremsentest nur mit Fahrer/Beifahrer beladen sind. Ein Transporter/Womo Kombination schleppt noch den ganzen Aufbau als "Ladung" mit. Ein Vergleich Pkw zu 100% zGM und Womo zu 100% zGM würde die Testwerte anders aussehen lassen. Deshalb in meinen Augen ein schiefer Vergleich
Gruß Andreas

tommes am 26 Apr 2019 13:59:56

taps hat geschrieben:Ob ich das Maxi-Fahrwerk habe kann ich leider nicht sagen, ich hatte mal in einem anderen Tread gefragt, wie man den Unterschied erkennt,

An den Felgen kann man es recht gut sehen, am Sichersten in der Zulassung:
max. Hinterachlast: 2000kg => Light, 2400 kg => Heavy
max. Vorderachlast: 1850kg => Light, 2100 kg => Heavy

Alter Hans am 26 Apr 2019 14:32:10

andwein hat geschrieben:Allerdings sollte man dazu sagen, dass die Pkws im Bremsentest nur mit Fahrer/Beifahrer beladen sind. Ein Transporter/Womo Kombination schleppt noch den ganzen Aufbau als "Ladung" mit. Ein Vergleich Pkw zu 100% zGM und Womo zu 100% zGM würde die Testwerte anders aussehen lassen. Deshalb in meinen Augen ein schiefer Vergleich
Gruß Andreas


Hallo Andreas,
finde ich gar nicht.
Genauso wie Du schreibst sieht es doch in der Praxis überwiegend aus:
PKW fast leer, Womo fast voll bis überladen. So begegnet man sich auf der Strasse überwiegend.

Bei LKW hatte ich öfters Berichte über Vergleichsbremsungen leer - voll gelesen.
Da wurden keine wesentlichen Unterschiede gemessen.
Voraussetzung ist allerdings dass die Bremsanlagen ausreichend groß bemessen sind.

Alter Hans am 26 Apr 2019 14:38:47

DonCarlos1962 hat geschrieben:Da schreibt man in der großen WoMo-Zeitung:
Für eine große Überraschung sorgt der Chausson Titanium 767 GA / Ford Transit. Mit 41,3 Metern von Tempo 100 auf 0 legt er einen ausgezeichneten Verzögerungswert auf den Asphalt. Keine der zehn Bremsungen liegt über 42 Meter.[/i]
Manch einfacher PKW bremst kaum besser! (z.B. der aktuelle Renault Twingo: 39,1m / Mazda CX-5: 39,2m)
Abstand halten ist trotzdem die bessere Entscheidung!


Das ist der beste Wohnmobilbremswert von dem ich je gelesen habe. So wirds im Zeitungsbericht auch angedeutet.
Beste Strassensportwagen bremsen auch auf 32 m. Deine zwei Beispiele gehören zu den schlechtesten Bremsern.

Der Unterschied der Bremse zwischen Wohnmobilen und PKW ist ganz sicher immer noch erheblich und sollte jedem Womofahrer bewusst sein.

babenhausen am 26 Apr 2019 15:17:11

Wie sehr man sich mit der Schätzung bei Bremswegen irren kann sieht man in diesem Video :Bremsweg beladen /unbeladen , PKW gegen Lkw
Iveco Fahrversuch Ulm

--> Link

WomoToureu am 26 Apr 2019 15:22:26

Wenn ich die Bremswege z.b. von zwei meiner Fahrzeuge vergleiche, Prius 37 m zu Fiat Ducato 49 m ist der PKW unangefochten schneller zum Stillstand gekommen ( beide aus 100 km/h natürlich )

LKW haben eine andere Technik als unsere Wohnmobile und waren bisher noch nicht hier Thema.

babenhausen am 26 Apr 2019 15:37:02

WomoToureu hat geschrieben:Wenn ich die Bremswege z.b. von zwei meiner Fahrzeuge vergleiche, Prius 37 m zu Fiat Ducato 49 m ist der PKW unangefochten schneller zum Stillstand gekommen ( beide aus 100 km/h natürlich )

LKW haben eine andere Technik als unsere Wohnmobile und waren bisher noch nicht hier Thema.


Was zählt beim Bremsen ist zuletzt die Übertragung der Kraft vom Rad auf die Strasse. Ist übrigens im Video erklärt auch wenn man nachdenkt versteht man warum es verschieden lange Bremswege gibt,unabhängig vom Fahrzeuggewicht.auch das wurde erklärt.
Lkw haben auch Scheibenbremsen wie dein PKW und keine andere Bremstechnik ,nur grösser.

WomoToureu am 26 Apr 2019 17:01:49

Ja, relevant für mich sind die tatsächlichen Anhaltewege bzw. Bremswege der Fahrzeuge die auf der Autobahn unterwegs sind. Ich bestreite ja keineswegs das LKW`s einen ähnlichen Bremsweg wie PKW`s haben. Mir ging es darum zu zeigen, dass die üblichen PKW`s dazu gehört sicherlich der Prius der auf der Autobahn "zu Hause ist" ( so wie LKW`s wie Du schreibst ) einen wesentlich kürzeren Bremsweg haben als Wohnmobile.

Die Einwände das die Wohnmobile üblicherweise voll beladen sind, sind ebenfalls zutreffend ändern aber letztlich am Sachverhalt nichts. Fakt ist das ein Wohnmobil einen entsprechenden Sicherheitsabstand einhalten sollte, auch das er aus 100 km/h ca. 18 m mehr Bremsweg benötigt als ein vor ihm fahren PKW oder LKW.

Wenn ich an den Unfall Wohnmobil fährt auf der A7 nördlich Hamburg auf LKW auf erinenrn dürfte, auch dort kann es durchaus so gewesen sein, das der z.B. leere LKW vor ihm einen Superkurzen Bremsweg hatte und er mit seinem Wohnmobil dann aufgefahren ist. Auch die Reaktionszeit werden bei einem ich glaube 68 jährigen Mann sicherlich nicht so gut gewesen sein, wie bei einem erfahrenen jungen Kraftfahrer im LKW.

pwglobe am 26 Apr 2019 17:29:14

Hallo
hier mal zwei Grafiken zu den Bremswegen bzw. Anhaltewegen.




andwein am 27 Apr 2019 12:37:14

Dumm natürlich, dass die meisten Bremstest mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h durchgeführt werden. Das ADAC Beispiel geht mit 80 km/h in die Eisen. Deshalb die guten Werte. So ist das halt mit der Vergleichbarkeit!
Gruß Andreas

rkopka am 27 Apr 2019 13:15:18

andwein hat geschrieben:Dumm natürlich, dass die meisten Bremstest mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h durchgeführt werden. Das ADAC Beispiel geht mit 80 km/h in die Eisen. Deshalb die guten Werte. So ist das halt mit der Vergleichbarkeit!

Wie willst du sonst sinnvoll(?) mit einem LKW vergleichen ?

Diese Argumente rund um ein paar Meter auf oder ab scheinen mir aber nur sehr begrenzt praxisnah. Natürlich ist ein kürzerer Bremsweg wichtig. Nur fahren die Autos eben nicht alle immer exakt beladen mit neuen guten Sommerreifen. Viele schreiben, sie wechseln z.B. erst nach 7 Jahren. Luftdruck. Der Fahrer ist durch alles möglich abgelenkt. Die Reifentemperatur unterschiedlich. Das Bremssystem nach 2 Jahren (vor dem TÜV) asymmetrisch. Die Straße hat unterschiedliche Oberflächen. Die Abstände zum Vordermann sind so kurz, daß man schon nach der Reaktionszeit dem im Heck klebt. Es gibt soviele Einflußgrößen, daß diese reine Bremswegzahl bei einem realen Unfall praktisch nie richtig ins Spiel kommt. D.h. daß die z.B. 10m Unterschied (wer stellt die im Nachhinein fest ?) nachweislich einen anderen Ausgang des Unfalls verursachen.

RK

Alter Hans am 27 Apr 2019 18:37:31

rkopka hat geschrieben: Es gibt soviele Einflußgrößen, daß diese reine Bremswegzahl bei einem realen Unfall praktisch nie richtig ins Spiel kommt. D.h. daß die z.B. 10m Unterschied (wer stellt die im Nachhinein fest ?) nachweislich einen anderen Ausgang des Unfalls verursachen.
RK


Dann könnte es doch eigentlich egal sein ob man bessere oder schlechtere Bremsen baut. Oder ob ein Fahrwerk unerschiedlich gut ist. :mrgreen:

Im Ernst:
Für mich geben die beiden Tabellen von Peter (pwglobe) eine sehr vernünftige Beurteilungsgrundlage.

Andreas: Die Umrechnung von Bremswegen aus 80 nach 100 km/h ist recht einfach (ohne Reaktionsweg) und dürfte plus/minus ca 3% zutreffen:
Der Bremsweg wächst im Quadrat der Geschwindigkeit:
Ein Bremsweg von 30 m aus 80 km/h vergrößert sich auf 30x100x100 geteilt durch 80x80 = ca 47 m.

Wichtig sind doch vor allem die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen.
Weitere Einflußfaktoren auf Bremswege wurden von rkopka genannt. Sie verfälschen die Relationen aber nicht wesentlich.

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