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Chausson Welcome 25, Kaufberatung


indiewelthinaus am 22 Apr 2019 21:22:27

Hallo zusammen,

in der Betreffzeile erwähne ich den Chausson Welcome 25, da dies das Womo ist, das ich vorgestern besichtigt habe und das mir sehr interessant erscheint. Vermutlich sollte ich mich möglichst bald entscheiden. Für oder gegen einen Kauf. Wären da nicht sooo viele Fragen.
Kurz zu mir. Ich träume seit Jahren von einem Womo, bin auch schon seit drei Jahren immer wieder auf Suche. Letztes Jahr habe ich beschlossen, dass es vorbei ist mit der bloßen Träumerei und ich die Suche gezielt angehe und letztlich dann auch umsetze.
Allerdings tuen sich immer mehr Fragen auf.... und als jemand, der noch nie im Besitz eines Womos war, erscheint die Recherche wie ein Faß ohne Boden.
Mein Plan:
Eine Art Weltreise, Destinationen noch nicht klar abgesteckt. Südeuropa eher als Skandinavien. Nicht ein Urlaub soll das Ganze werden, sondern eine andere Art zu Leben. Vielleicht für immer. Kein Reisen, wo man alle drei Tage den Standort wechselt. Sondern gemütlich und sich eher treiben lassen soll im Vordergrund stehen. Landstraße lieber als Autobahn. Gerne auch mal 5 Tage autark stehen!
Dauer: Minimum 2 Jahre. Eher länger.
Wer?
Ich, Frau Mitte 40, ohne Mann und Kinder, aber mit einem mittelgroßen Hund im Schlepptau
Was soll mit?
Einige Bücher, Klamotten für alle Jahreszeiten, Laptop, Krempel zum Zeitvertreib.... unter anderem ein Keyboard, ca 120 breit, ca. 25 Kilo, (Zweiter Aspekt, der die Womo Suche schwieriger macht. Erster Aspekt ist mein Hund.)
Klar ist, dass es ein Alkoven werden soll. Mit Hund in einem TI oder I stelle ich mir zu beengt vor, es sei denn das Teil ist 8 Meter lang. Möchte nicht ständig über den Hund drüber klettern müssen. Und das Bett wäre mein Reich;)
Gerne hätte ich zwei Sitzgruppen. Eine für mich. Eine kleine für Hund und obendrüber Keyboard. Alternativ ein Etagenbett statt 2er Dinette.
An "Technik" auf jeden Fall eine Solar und einen Träger mit kleinem 50er Roller drauf.
Unter 6 Meter kommt im Grunde nichts in Frage. Und über 6 Metern muss man wieder schauen, dass das Leergewicht nicht zu hoch ist.... Der Chausson hat 6,30 Meter und ein Leergewicht von knapp 2750.
Kurz ein paar Daten zum Womo.
Ford Transit, 2,5 Liter, 101 PS, Zwillingsbereifung, Heckantrieb, 3,5 Tonner
BJ 1999
91.000 km (Zahnriemen bereits 2 mal gewechselt)
2 Vorbesitzer (vom letzten zehn Jahre sehr gepflegt. Alle Dichtungen erneuert. Alle Dachfenster isoliert. Jedes Jahr Ölwechsel und Ölfilter neu. Garagen- und Sommerfahrzeug)
Vorrichtung für Rollerträger bis 200 Kilo vorhanden
AK mit bis zu 2000 Kilo.
Nachdem mein Augenmerk zuvor eher auf äußerlichen Merkmalen war, habe ich mich die letzten Tage viel mit ZGG, Leergewicht, Achslast, Hecklastigkeit und pipapo beschäftigt... schließlich will ich nicht drei Wochen Badeurlaub machen, sondern ein paar Jahre unterwegs sein. Der Verkäufer konnte mir leider nicht sagen, ob das Leergewicht tatsächlich leer bedeutet. Markise, Dachreling, Heckleiter sind schon zusätzlich drauf. Fehlt noch Solar, Rollerträger plus Roller.

Im Grunde sind über 700 kg Zuladung ja nicht wenig... aber einiges ginge noch von ab. Ich weiß einfach nicht, ob es eine Schnapsidee ist, mit einem 3,5 Tonner eine so lange Reise zu machen?!?! Einen Doppelboden hat das gute Stück auch nicht. Also nicht viel Stauraum und schlechtere Isolierung... und 101 PS erscheinen auch nicht gerade sportlich.

Tut mir leid, dass mein Roman so lang wurde... aber das war sogar nur ein Bruchteil meiner Fragen;)
Würde mich über ganz viel gute Tips freuen!!
Schöne Grüße
Birke

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Tinduck am 22 Apr 2019 22:02:13

Bezüglich des Gewichtes.... Probefahrt zur Waage, alles andere ist nur Spekulation.

Ob ein 3,5-Tonner zum drin Leben reicht... oft ist der Leichtbau auch ein Feind der Haltbarkeit, insofern hätte ich sorgen, dass mir nach einem Jahr Dauernutzung die Möbel auseinanderfallen. Man schaue sich mal solch ein Fahrzeug nach 2 Wochen auf einer Messe an.

bis denn,

Uwe

indiewelthinaus am 22 Apr 2019 22:27:12

Hallo Uwe,
danke für Deine Antwort. Ans Wiegen habe ich auch schon gedacht... aber der gute Vorbesitzer hat das ganze Womo noch komplett eingeräumt. So, als wolle er gleich in den Urlaub. Da ist eine Besichtigung natürlich auch schwierig. Eine gründliche! Eine Frage hätte ich noch. Insgesamt machte das Womo einen sehr gepflegten Eindruck. Als ich die Bank der 4er Dinette öffnete (Darunter verlief der Heizungsschlauch und es lagen an die acht paar Badelatschen drunter...) kam mir ein unangenehmer Geruch entgegen. Wie Brackwasser. Oder wie es manchmal aus einem Syphon stinkt, wenn eine Wohnung länger leer stand. Das Womo wurde zuletzt letzten Sommer gefahren. Seitdem in trockener Halle. Der Boden unter der Bank war auch nicht matschig. Woher kann dieser Modergeruch denn kommen? aus dem Heizschlauch? Der Besitzer meinte, das seien wohl die Badelatschen... allesamt aus Gummi. kann ich mir nicht so recht vorstellen.

indiewelthinaus am 22 Apr 2019 22:33:16

Eine Frage noch. Was wiegt denn eine vernünftige Solaranlage, mit der man auch 5 Tage hinkommt. (Laptop, Handy, TV selten, kleine Musikanlage dann und wann...) Wieviel Watt müsste man da haben? 200? Oder wäre das zu mager? Ich habs so gar nicht mit Technik...:(

Elgeba am 22 Apr 2019 22:42:32

Das meiste Gewicht einer solchen Anlage sind die dafür erforderlichen Batterien,nicht die Paneele.Dann noch Regler und Kabel,da sind schnell um die 30 kg zusammen.


Gruß Bernd

indiewelthinaus am 22 Apr 2019 22:49:22

Danke Bernd, das geht ja noch. Im Gegensatz zum geplanten Roller. Ist es völlig absurd, sich ca. 170 Kilo auf einen 3,5 Tonner zu packen? Ich spreche nicht davon, was theoretisch erlaubt ist. Das Fahren soll ja auch noch Spaß machen und das Fahrverhalten vor allem sicher sein. Der Chausson hat hinten eine Achslast von 2600. Was glaube ich recht viel ist. Vorne sind es 1600. Aber das alles mit 101 PS durch die Gegend karren... macht das Spaß?

Elgeba am 22 Apr 2019 23:15:15

Der Weg ist das Ziel.Mein alter Dampfer hat 95 PS für über 3 to,ich war damit unter anderem drei mal am Nordkap,konnte immer im Verkehr mitschwimmen,mehr braucht es nicht.Du fährst einen Transporter mit Wohnmobilaufbau,das darfst Du nicht vergessen.Wie schnell willst Du denn fahren?


Gruß Bernd

indiewelthinaus am 22 Apr 2019 23:23:45

ich möchte es gerne etwas gemütlich, möchte aber auch nicht zum Verkehrshindernis werden. Auch fände ich es ganz schön, am Hang nicht in den 3. Gang schalten zu müssen oder bergab heiße Bremsen zu bekommen;)
Das Problem ist auch, dass selbst 4 Tonner oft "nur" 700 zuladung haben... und über 3,5 Tonnen gibt es scheinbar kaum Womos...

Gruß
Birke

Elgeba am 22 Apr 2019 23:39:34

Berg ab bremst man mit den Gängen und benutzt die Betriebsbremse nur kurz und hart,dann Fuß runter vom Pedal.Wenn Du ständig auf der Bremse stehst wird die irgend wann glühend (Fading) und dann trittst Du ins leere,kann den ganzen Tag versauen und Dich Dein Auto im schlimmsten Falle Dein Leben kosten.Tip von mir: Lass nach der Übernahme die Bremsflüssigkeit wechseln,die ist hygroskopisch,d.h.sie speichert Wasser das bei starker Belastung der Bremsen zu Blasen führen kann was die Bremswirkung stark beeinträchtigt.Bergauf wirst Du schalten müssen,daran geht kein Weg vorbei.Wohnmobilfahren hat mit PKW fahren nur wenig gemein.

Gruß Bernd

indiewelthinaus am 23 Apr 2019 00:53:52

Danke schön für die Erläuterung! Ich wollte nochmal fragen, wie Ihr so den Preis einschätzt. Das gute Stück soll knapp 14.000 vb kosten. Nach all meiner Suche erscheint mir das sehr fair. Oder liege ich völlig daneben?

Elgeba am 23 Apr 2019 08:41:25

Fahr vor dem Kauf zu einem Sachverständigen oder Händler mit Werkstatt und laß das Fahrzeug überprüfen,vor allem was Feuchtigkeit im Aufbau betrifft,das Fahrzeug selbst sollte ebenfalls überprüft werden,vor allem wann wurde der ZR zuletzt gewechselt,Kontrolle am Ölpeilstab ob Schaum dran ist(ZKD),Lenkungsspiel etc.

Gruß Bernd

tommes am 23 Apr 2019 09:03:01

Hallo Birke,

indiewelthinaus hat geschrieben:... Bank der 4er Dinette öffnete (Darunter verlief der Heizungsschlauch und es lagen an die acht paar Badelatschen drunter...) kam mir ein unangenehmer Geruch entgegen. Wie Brackwasser. ... Der Boden unter der Bank war auch nicht matschig. Woher kann dieser Modergeruch denn kommen? ... Der Besitzer meinte, das seien wohl die Badelatschen...

Modergeruch hat im Womo nichts zu suchen. Klar könnten auch Badelatschen ihre Weichmacher ausdünsten, aber Modergeruch hatte ich da noch nicht. Augen auf!

Gruß Thomas

indiewelthinaus am 23 Apr 2019 14:56:26

Hallo Bernd,
was ist ZKD? Vorhin habe ich mit dem Besitzer nochmal telefoniert. Er will heute Öl wechseln, den Filter und einen Dieselfilter (?) bei Bedarf. Dann hat sich die Ölkontrolle wohl erledigt. Er wechselt jedes Jahr das Öl. Auch wenn er nur 1000 km gefahren ist. Hat alles akribisch in einem Ordner dokumentiert. Ich sagte ihm, dass ich gerne in leerem Zustand wiegen würde, aber davon schien er nicht begeistert....mit einer Prüfstelle war er sofort einverstanden. Das ganze Womo ist komplett (!) eingerichtet. So als wolle er gleich los. Habe langsam den Eindruck, er hat es mit dem Verkauf nicht eilig. Sinngemäß meinte er, dass es ja ein ziemlicher Aufwand sei, alles leer zu räumen und später fände sich dann womöglich kein Käufer... dann würde er ihn ja behalten und müsse alles wieder einräumen.

Jetzt stelle ich mal eine blöde Frage. Es wäre doch völlig hirnverbrannt, ein total eingeräumtes Womo auf Herz und Nieren prüfen zu wollen. Wühle auch nicht gerne in fremder Leute Klamotten rum... mal abgesehen davon, dass ich so das Leergewicht nicht erfahre, sieht man doch gar nicht etwaige Macken. Sehe ich das falsch?

Noch eine Frage hätte ich zum Alkoven. Kennt jemand den Chausson? Der Alkoven sieht untypisch aus. das vordere Drittel kann man wie bei einem Hubbett hochklappen. Der Rest ist fest. Und die Matratze scheint regelrecht festgetackert zu sein. Die war nicht anzuheben (um nach Feuchtigkeit zu suchen) und ein Lattenrost habe ich auch nicht gesehen?! Gibt es Alkoven, wo man die Matratze nicht austauschen kann??

Freue mich auf Hilfe;)

kapewo am 23 Apr 2019 15:21:21

Allein der Modergeruch würde mich stutzig machen.
Die Chausson hatten und haben teilweise noch massiv Holz in Wand und Boden verbaut. Der Unterboden besteht auch nur aus einer imprägnierten Sperrholzplatte als letzte Schicht. Wenn das durchfeuchtet ist erklärt sich auch der Modergeruch.
Eine festgetackerte Matratze? Naja, da sollte man unterschauen können.
Wenn der VK nicht in der Lage ist oder in der Lage sein will das Ding leerzuräumen soll er es behalten. Jedenfalls meine Meinung dazu.
Ich denke mal Du tust Dir mit dem Fahrzeug so keinen Gefallen.

indiewelthinaus am 23 Apr 2019 15:44:47

Hallo Peter und danke für Deine Antwort. Ja, Du hast wohl recht. Wenn der VK das gute Stück verkaufen will, dann bitte vorher Leerzustand. Alles andere ist Murks.

Eine Frage habe ich zur Feuchtigkeit. Das Womo soll angeblich drei Jahre kein Wasser gesehen habe. Ein reines Sommerfahrzeug, das in einer Halle steht. Angenommen dem ist tatsächlich so, kann ein Womo dennoch feuchte Stellen haben oder müsste das nicht mal alles "verdampft" sein nach drei Jahren?
Zweite Frage. Angenommen mögliche Feuchtigkeit ist verdampft, aber dennoch gibt es (trockene)modrige Stellen im Boden oder sonstwo... hilft mir da überhaupt ein Feuchtigkeitsmessgerät?

Grüße
Birke

kapewo am 23 Apr 2019 15:54:56

Das Problem ist, wenn Feuchtigkeit in Wand oder Boden eingeschlossen ist und nicht durch Öffnen der Schadstelle austrocknen kann, entsteht mit der Zeit "Torf". Das Holz im Inneren modert vor sich hin, da keine Luft ran kommt, auch wenn es von außen trocken zu sein scheint bzw. oberflächlich abgetrocknet ist.

indiewelthinaus am 23 Apr 2019 16:02:49

Torf... klingt nicht gut... aber lässt sich das dann mit einem Messgerät feststellen? Oder ist der Torf dafür nicht mehr "nass genug"? Und würde man nicht von außen spüren können, durch Abtasten, Drücken... dass die Stelle nachgibt oder sich matschig anfühlt? Habe den Boden unter der Bank abgeklopft und rumgedrückt, aber es schien fest und "hörte" sich überall gleich an.

kapewo am 23 Apr 2019 16:46:49

Entscheidend ist auch die Unterseite des Bodens sowie die am Rand umlaufende Holzleiste. Den, sowie die anderen Bereiche des Bodens muss man sich zwingend von unten anschauen. Oben ist ja PVC ganzflächig verklebt. Feuchtigkeitsmessgeräte mit den Einsteckspitzen messen nur so tief wie die Spitzen lang sind. Kapazitive Messgeräte die in die Tiefe messen können aber auch nur indirekt Feuchtigkeit detektieren. Man muß immer an identischen Stellen vergleichend messen. Sowie eine Holzleiste (oder auch Metall, Kabel, etc.) im Weg ist erhöht sich der Wert, was nicht zwangläufig Feuchtigkeit bedeutet. Auch in Winkeln und Ecken erhöhen sich die Werte. Da braucht es schon Erfahrung um versteckte (Rest-)Feuchtigkeit aufzuspüren.

indiewelthinaus am 23 Apr 2019 17:01:20

Hallo Peter, und Dankeschön für Deine ernüchternde Antwort... Erfahrung ist leider das letzte was ich bezüglich Womos bieten kann. Was muss das denn alles so kompliziert sein? Die Messgeräte mit den Spitzen kann man ja auch schlecht auf ein fremdes Womo loslassen... ich dachte, man würde Torf spüren können durch abtasten. Und das modernere Messgerät dürfte einem Neuling auch nicht viel bringen, wenn er es nicht zu benutzen weiß... gibt es hier eigentlich eine Art "Börse", Vermittlung von Profis, die man mal eben (natürlich nicht umsonst) "ausleihen" kann oder reicht da tatsächlich einer von der DEKRA oder ähnliches?

Grüße
Birke

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