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Regenwasseraufbereitung vom Wohnmobildach


Azzerisch am 29 Apr 2019 18:10:18

Hallo alle zusammen, ich habe da seit Tagen so eine Idee im Kopf. Aber bevor ich diese hier vorstelle, will ich nur kurz erläutern warum mich dieses Thema so interessiert. Ich war jetzt im Frühjahr in Österreich mehrere Tage in den Bergen. Leider gibt es da kaum offizielle Stellplätze mit Wasserversorgung und schon gar nicht in der Natur. Eine Solaranlage habe ich mir schon gegönnt, aber leider geht mir regelmäßig das Wasser aus.An den Tankstellen muß man oft betteln und einem wird öfter nur widerwillig etwas Wasser spendiert. Diese Abhängigkeit nervt mich extrem.Nun zu meiner Idee / Projekt. Ich möchte meine Dachfläche nutzen um Regenwasser zu sammeln. Die Aluprofile seitlich stehen ca. 2 cm über der Dachfläche sodass seitlich und nach vorn (Alkoven)kein Wasser weglaufen kann. Hinten möchte ich den Ablauf auch mit einem Profil über die gesamte Breite verhindern. Ich habe mir eine kleine Pumpe mit Wassersensor gebaut.Diese pumpt ab einem Wasserstand von ca.0,4 mm Wasser in einen 50 Litertank, auf dem Dach. Die Pumpe schaltet unter 0,4 mm wieder automatisch aus.In einem kleinen Praxistest schaltete sie immer wieder kurz ein und saugte sobald Wasser zur Verfügung stand alles vom Dach. Es ist also nicht so, das mir das Wasser regelmäßig 2 cm auf dem Dach steht. Aus dem 50 Liter Dachtank läuft das Wasser über einen schön verlegten Schlauch über einen Wasserfilter (Porengröße 0,2 mm) in einen kleinen Wasserverteiler, von den drei parallel angeschlossene Sawyer Wasserfilter( Porengröße 0,1 Micron ) das Wasser in meinen Frischwasser Tank befördern. Weiterhin möchte ich einen Zweiten Schlauch vom Dachtank ziehen, dieser soll oberhalb der Markise bis an deren Ende verlaufen und als Überlauf dienen.Bei Regenmangel soll auch die Möglichkeit bestehen über diesen Schlauch mittels einer kleinen Tauchpumpe den Dachtank mit Wasser z.B.aus einem Bach oder See zu füllen. Aus dem Dachtank kann dann das Wasser durch die Filter in den Frischwassertank laufen. Ursprünglich wollte ich direkt mit einer Tauchpumpe über einen Sawyer Wasserfilter den Frischwassertank zum Beispiel an einem Bach füllen, aber der Durchsatz des Filters ist dafür zu gering und das Füllen würde ewig dauern.Mit dem Dachtank kann man relativ schnell weiterfahren und das Wasser kann mit Hilfe der Schwerkraft in den Frischwassertank laufen. Die Anlage ist noch nicht mobtiert, daher kann ich noch nicht mit Fotos dienen. Bitte schreibt mir Eure Meinungen oder Bedenken bezüglich dieser Art der Wassergewinnung. Noch ein Hinweis, ich nutze das Wasser im Womo nur als Brauchwasser daher habe ich eine Aktivkohle Filterstufe nicht berücksichtigt.Die Sawyer Wasserfilter liefern aber Bakterien freies Wasser.Noch eine Info zum Abwasser: Abwasser mit Spülmittel oder sonstigen Verunreinigungen landet bei mir in zwei 20 Litern Kanistern.In den eingebauten Abwassertank landet nur Wasser vom Duschen und Händewaschen und das ohne jegliche Zusätze.Das mache ich sehr konsequent, da ich so das Wasser einfach in die Natur entlassen kann.(Bitte keinen Aufschrei deswegen, das ist das selbe als wenn ich in einem See bade um mich zu reinigen, was ich übrigens auch gern mal mache. Seife brauch ich nicht jeden Tag.)

So jetzt bin ich gespannt auf Eure Antworten.

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volker030 am 29 Apr 2019 18:41:50

Ich werfe mal ein, was willst du machen, wenn es, wie letztes Jahr, über Wochen keinen Regen gibt? Dann nützt die Regenwassersammlung auch nix. Persönlich nehme ich von dieser Idee doch Abstand.

Ich lebe seit 7 Jahren durchgehend im Wohnmobil, aber das Problem "kein Wasser" zu haben, oder die Beschaffung ist schwierig, hatte ich noch nie. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur "Glück". ;-)

fotoLux am 29 Apr 2019 18:42:53

Grauwasser in der Natur ablassen - ob „sauber“ oder nicht - geht gar nicht. Es geht dabei vor allem um die negative Wirkung auf Dritte, welche ja nicht wissen können, was Du da ablässt. Wenn Du dazu beitragen willst, den zunehmend negativen Ruf von uns freistehenden Wohnmobilisten nicht weiter zu verschlechtern, dann lass das. Sauberes Wasser kann man zum Beispiel bei Waschanlagen ablassen. Und sonst halt eine V/E anfahren. Oder sich einen grösseren Grauwassertank besorgen.

Rockerbox am 29 Apr 2019 20:05:30

at Azzerisch,

ich finde deine Idee grundsätzlich gut, wenngleich ich sie für mich nicht nachvollziehen könnte. Mein Problem in etwa 30 Jahren WoMo-Fahrerei war noch nie die Beschaffung von Frischwassertank.

Ein 20-Liter-Kanister ist oft sehr hilfreich ......

topolino666 am 29 Apr 2019 20:09:00

Rene ("Variophoenix") berichtet aktuell von einer ähnlicher Idee in seinem Blog: --> Link

Azzerisch am 29 Apr 2019 21:17:40

Danke vorerst für die Antworten. Auf den Guten Ruf der Wohnmobilfahrer achte ich sehr, leider sind mir auch schon negative Beispiele begegnet.Auf die Umweltverträglichkeit meines Handelns gebe ich sehr viel, aber wie schon geschrieben können andere nicht wissen was ich mache und daher passe ich natürlich auf wie wo und wann ich was mache.Aber das soll jetzt nicht Gegenstand dieses Beitrags sein. Also ich hatte das Problem das ich mich 4-5 Tage mit meiner Frau in Österreich in der wilden Berglandschaft aufhalten wollte. Und wenn man viel Wandert geht's ohne Duschen schlecht.Also mussten wir entweder einen Campingplatz ansteuern oder an Tankstellen nach Wasser betteln.Bei zwei von 5 Tankstellen ging das problemlos.Aber sonst eine Katastrophe, entweder ist der Chef nicht da und der Angestellte weiß nicht ob er mir 80 Liter Wasser geben darf oder es wird gesagt das 10 Liter Öl wären , aber 80 Liter ist zuviel. Oder eben andere dämliche Aussagen.Ich würde mich eben gern etwas autarker machen.

Ernstll am 29 Apr 2019 22:13:22

Servus,

kann nichts dazu beitragen finde aber die Idee interessant.

Gruß aus den Alpen
Ernstl

Bodimobil am 29 Apr 2019 22:20:35

Da würde ich eher Wasser aus einem Gebirgsbach nehmen.
Gruß Andreas

Tinduck am 29 Apr 2019 22:35:09

Das Ganze funktioniert aber nur, wenn Du exakt gerade oder zur Aufsaugöffnung geneigt stehst. Bei 2 cm Dachkante reicht auf über 2 Meter Breite ein Schiefstand von 1-2 Grad, und die Suppe läuft über den Rand statt in den Tank.

Weiterhin werden Dir zu bestimmten Jahreszeiten (Pollenflug z. B.) die Grobfilter innerhalb kürzester Zeit verstopfen.

Und wenns nicht regnet, was ja im Sommer öfter mal vorkommt, bettelst Du doch wieder bei der Tankstelle.

Meine Wahl wäre ein grösserer Wassertank oder die Versorgung aus sauberen, fliessenden Gewässern, aka Gebirgsbach.

bis denn,

Uwe

babl am 29 Apr 2019 23:08:53

Die idee ist grundsätzlich gut.

Ich schreibe einfach mal was mir durch den Kopf geht.

Täglich 2 Pesronen Duschen ca 30L weitere 10L für Kaffee Tee, Klospülung Abwasch, Kochen Salat putzen .......

Wenn ich von mir ausgehe 120L Wassertank wäre der in 3 Tagen leer.

Du brauchst also 40L am Tag. Wenn es jeden 3. Tag 0,5 cm regnet (das ist viel) wären es bei 4 Std Regen und ca.14 qm Dachfläche rund 28L Wasser, das reicht einfach nicht für den 4. Tag

Ich bin auch gerne Autark, habe eine Osmose Handpumpe zur Notwasserversorgung. Mit dieser mache ich gut 50L in 10 min absolut keimfrei mit 0,01mu Membrandichte.
Mit Vorfilter, hier kann ich überall Wasser holen. See, Fluß, Wasserfass, sogar aus Schmimmbecken.... Somit kann ich lange freistehen.

Als nächstes kommt noch eine Trockentoilette, aber das ist ein anderes Thema.

Ich hoffen dir mit meinen Gedanken geholfen zu haben.

LG
Thomas

Azzerisch am 30 Apr 2019 06:29:24

Danke Euch für die Tips. Die Möglichkeit Flusswasser zu nutzen habe ich ja schon einkalkuliert, indem ich auf die schnelle bei passende Gelegenheit meinen Dachtank mittels elek.Tauchpumpe schnell fülle.Bis es dann gefiltert im Frischwassertank ankommt dauert zwar, aber da bin ich ja schon wieder unterwegs.Das ganze soll eine Kombination werden aus Regenwassernutzung und Nutzung sonstigen Naturwassers.Das Regenwasser allein nicht auf Dauer reicht ist schon klar. aber es hilft,das der Tank sich immer etwas füllt.Wegen der Schieflage: Es wird nicht dazu kommen, das das Wasser über den Rand suppt,da die Pumpe schon bei 0,4 mm alles schnell wegsaugt.Das habe ich schon getestet.Ein nennenswerter Wasserstand auf dem Dach kommt praktisch nicht vor. Ich habe gerade etwas recherchiert.Von Dauerregen spricht man,wenn 30 Liter oder mehr pro 24 Stunden/Quadratmeter fallen.Das ist doch schon ganz gut. Bei Dauerregen hält sich die Lust draußen Wasser auffüllen zu müssen doch recht stark in Grenzen.Dann gibt's ja auch noch kürzere Regengüsse ,die auch ordentlich Regenmenge transportieren.Naja,ich werde etwas damit testen und mal sehen ob es sich lohnt.Die Investition ist nicht groß und Basteln/Erfinden gehört zu meinen Grundbedürfnissen.Zum Glück!!!

babl am 30 Apr 2019 07:07:50

Azzerisch,

wäre toll wenn du mal paar Bilder reinstellst und uns abundzu auf dem laufenden hälst.

LG
Thomas

LongJohn am 30 Apr 2019 07:16:14

Hallo
Ich finde die Idee auch erstmal nicht schlecht. Aber ich würde zwei Tanks installieren. Das Wasser für den Kaffee und Kochen käme aus Tank1. Und die Toilette könnte man aus Tank2 (Regenwasser) entnehmen. Wird doch teilweise Zuhause auch schon praktiziert.

LongJohn

Trashy am 30 Apr 2019 07:18:37

Rockerbox hat geschrieben:at Azzerisch,
ich finde deine Idee grundsätzlich gut, wenngleich ich sie für mich nicht nachvollziehen könnte. Mein Problem in etwa 30 Jahren WoMo-Fahrerei war noch nie die Beschaffung von Frischwassertank.
Ein 20-Liter-Kanister ist oft sehr hilfreich ......


Ich finde die Idee auch gut. Wenn dieser Sommer allerdings wie der letzte wird......

Der Kanister ist oft hilfreich, denn wenn man bekannt gibt was in den Wassertank reingeht bleibt man leider immer öfter trocken. Auch wenn man das Wasser gerne bezahlen will bleibt der Hahn oft mit fadenscheinigen Begründungen zu.

Leider stelle ich fest, dass es im Ausland oft viel einfacher ist.

fotoLux am 30 Apr 2019 07:52:15

An genügend Wasser herankommen, war für uns fast nie ein Problem. Auch nicht in Afrika. Die Herausforderung bestand vielmehr darin, über ausreichend sauberes Trinkwasser verfügen zu können. Vor einem halben Jahr habe ich auf ein preiswertes Filtersystem umgestellt, inspiriert von Amumot: --> Link.

Keramik- und Aktivkohlefilter - und bei sehr kalkhaltigem Wasser zusätzlich ein Resinfilter - ermöglichen es uns seitdem, ausreichend sauberes Wasser in den Tank zu pumpen. Aus Seen, Bächen, aber auch aus zweifelhaften Stellplatz-Wasserquellen. Wir haben übrigens die „kleine“ Kärcherpume (Kärcher BP4) in Betrieb, welche absolut ausreichend ist.

Azzerisch am 30 Apr 2019 07:59:34

Was ich noch vergessen hatte zu erwähnen.Ich halte mich gern in den Bergen und an nördlichen Gewässern auf.Die Niederschlagsmengen sind dort,mal vom letzten Sommer abgesehen,recht ordentlich.Ich habe mal recherchiert.Man spricht von Dauerregen,wenn 30 Liter oder mehr pro Quadratmeter und 24 Stunden fallen.Da könnte sich auf meinen nutzbaren 7 Quadratmetern schon recht schnell einiges ansammeln,was meine Pumpe aufsaugen kann.Dann gibt's ja auch noch kurze intensive Schauern, die einiges an Wasser transportieren. Ich werde es auf jeden Fall austesten. Für Leute die sich überwiegend im Süden aufhalten , ist diese Lösung natürlich uninteressant. Das mit den Pollen könnte tatsächlich ein Problem werden. Aber die fliegen ja nicht das ganze Jahr über so extrem. Wenn der Pollenteppich einmal auf dem Womodach klebt, ist er eigentlich gebunden und meine Pumpe saugt vielleicht keine Pollen mehr an oder zumindest wenig. Letztendlich kann man das nur in einem Langzeittest prüfen. Fotos folgen sobald welche verfügbar sind. Zurzeit habe ich nur die Pumpe mit Wasserstandssensor fertig und kurz getestet. Der Rest ist noch im Kopf.Sollte ich das Projekt wirklich umsetzen wird dies zeitnah geschehen. Dann gibt's auch Fotos. Auf jeden Fall kribbelt es schon mächtig in den Fingern.

ToniPETER am 30 Apr 2019 08:14:13

Servus!

Bliss Mobil verwendet dieses Art von Wasser sammeln.

andwein am 02 Mai 2019 17:22:12

Azzerisch hat geschrieben:..Ich möchte meine Dachfläche nutzen um Regenwasser zu sammeln. Die Aluprofile seitlich stehen ca. 2 cm über der Dachfläche Hinten möchte ich den Ablauf auch mit einem Profil über die gesamte Breite verhindern.

Sorry, ich persönlich finde die Idee überhaupt nicht prickeln. Meine Begründung:
Das Wasser steht auf dem Dach auch wenn du nicht in Urlaub bist. Egal wie schräg du das Auto abstellst, an einer Leiste steht Wasser und nach ein paar Wochen ist es Schmutzwasser mit Algen.
Bei mir steht das Fahrzeug in der Winterpause schräg, kein Wasser sammlet sich und trotzdem ist die Dachhaut voll mit Dreck und Laub.
Aber jeder wie er möchte, Gruß Andreas

Elgeba am 02 Mai 2019 18:00:22

Für mich käme das auch nicht in frage.Obwohl ich das Dach meines Wohnmobils sauber halte ist es auf Tour mit Staub,Pollen usw.bedeckt.Wasser das damit vermischt ist käme für mich als Trinkwasser nicht in frage.Ich würde einen weiteren Tank einbauen und dort das Regenwasser als Brauchwasser sammeln mit dem Dusche und Toilette versorgt werden.Ich sammele zu hause Regenwasser vom Dach meiner Wohnmobilgarage,was da runter kommt würde ich nicht mal ansatzweise im Wohnmobil verwenden trotz Sieb das ständig gereinigt wird.


Gruß Bernd

Azzerisch am 02 Mai 2019 21:06:31

Danke für Eure Meinungen und Bedenken. Wenn ich nicht im Urlaub bin oder der Tank voll ist und ich kein Wasser benötige, kann ich auf Knopfdruck die Wassersperre hinten öffnen und damit das Abfließen des Wassers gewährleisten. Ich möchte auch nicht ständig Wasser auf dem Dach stehen haben.Aber wie ich schon mal geschrieben habe, wird kein Wasser auf dem Dach stehen.Entweder die Pumpe saugt das Wasser in den Tank oder ich schalte die Pumpe aus und öffne die Wassersperre am Heck.Kann sich vielleicht jetzt niemand vorstellen wie das funktionieren soll, aber ich habe einen Plan und werde es auf jeden Fall erstmal umsetzten. Dann gibt's auch echte Erfahrungswerte hinsichtlich Dreck, Algen und verstopfte Filter.

Noch kurz ein Wort zu den Filtern.Die Sawyer Wasserfilter lassen nur Wasser in Trinkwasserqualität in meinen Tank. Ich habe mit diesen Filtern schon aus der Donau und Donaunebenbecken richtig dreckige Suppe zu Trinkwasser gefiltert.Proben habe ich ins Labor geschickt und das Ergebnis war reine Trinkwasserqualität.Ich würde niemals Regenwasser vom Dach einfach in den Tank leiten.

PittiC am 02 Mai 2019 23:05:23

Was ist das für eine Pumpe Azzerisch?

Azzerisch am 03 Mai 2019 03:47:43

Bei der Pumpe handelt es sich um eine 12 Volt Pumpe , die ursprünglich an einer Scheibenwaschanlage eines VW Golf ihre Arbeit vollbracht hat. Kombiniert habe ich sie mit einem Wasserfühler der über eine Transistorschaltung ein Relais, über das die Pumpe läuft, ansteuert. Eine baugleiche Pumpe habe ich früher mal für eine automatische Balkonpflanzen Bewässerung benutzt. Macht einen sehr robusten Eindruck und hat auch schon im Dauerbetrieb gearbeitet. Da sie wirklich gut Wasser fördert, wird sie garnicht in einen Dauerbetrieb kommen.Ich denke eher wenn sie auf meinem Dach montiert ist, wird es ein immer mal ein Einschalten für ein paar Sekunden geben.Aber das muß dann der Praxistest zeigen.

Aktueller Stand: Kabel am WOMO gelegt und Dachbox in der alles ordentlich verstaut werden soll, montiert.
Also es gibt noch nichts, was ich bildertechnisch dokumentieren könnte.

Azzerisch am 23 Mai 2019 23:09:22

Hallo, so nun habe ich endlich die Regenwasseraufbereitung einigermaßen fertig gestellt und möchte mal für alle die es interessiert ein paar Fotos posten. Die ersten Tests könnte ich bei den regnerischen Tagen bereits durchführen und zu meinen Überraschung, läuft das Wasser aus meinem zur Zeit noch nicht ganz optimalen Dachtanks doch recht zügig durch die Filter. Für einen Liter Regenwasser braucht die Filteranlage etwas mehr als eine Minute um daraus Trinkwasser zu machen. Die Pumpen auf dem Dach sind zwar deutlich hörbar,was aber bei intensiven Regen nicht weiter stört,da die Regentropfen doch etwas lauter sind.Bei leichtem Dauerregen kann man die Pumpen bei Bedarf ausschalten, da bei Dauerregen der Frischwassertank recht schnell gefüllt ist. Nachts würde ich generell ausschalten, es sei den es herrscht große Wasserknappheit und ein Gewässer welches ich mit einer Tauchpumpe anzapfen könnte, liegt in weiter Ferne, dann könnte man notfalls auch mal nachts einen Regenguss mitnehmen. Die Pumpen möchte ich aber nicht drosseln, auch wenn das den Geräuschpegel senken würde, da diese bei einem anständigen Gewitterguss gut zu tun haben das Wasser in die Tanks zwischen zu lagern.
Die Wassersperre am Heck benötige ich eigentlich nur während der Fahrt um zu verhindern, das beim anfahren das Wasser hinten runterläuft, bevor es die Pumpen aufsaugen konnten. Meinen bisherigen Beobachtungen zufolge, kommt es eigentlich nicht vor,das das Wasser permanent auf dem Dach steht.Die Pumpen saugen alles gut auf. So nun die Fotos.

Azzerisch am 23 Mai 2019 23:21:43











andwein am 24 Mai 2019 10:28:01

Also handwerklich ist es eine gute Umsetzung, gefällt mir und die Doku hier ist genugt um verstehen zu können. Die Sinnhaftigkeit kann man so oder so sehen. Ich gebe dafür einen Punkt für unkonventionelle Ideen!
Gruß Andreas

Azzerisch am 24 Mai 2019 12:01:21

Danke für den Punkt :lol: Die Sinnhaftigkeit ist im Prinzip für diejenigen gegeben, die fast nie in den Bereich eines Campingplatzes oder Stellplatzes kommen.Um autark zu sein ist es schon sinnvoll, denn man kann wie gesagt auch einfach die Tauchpumpe in den Bach hängen und direkt durch die Filter drücken,dann dauert der Filtervorgang auch nicht so lang wie mit Hilfe der Schwerkraft über den Dachtank. Wenn ich zuhause mit 80 Litern Frischwasser starte und ab und an mal ein Regenguss meinen Weg streift, wird es sehr lang dauern, bis der Tank leer wird(Sparsamkeit vorausgesetzt).Selbst über einen Tag Dauerregen kann ich mich dann freuen :mrgreen: . Für alle Stellplatzfahrer und Campingplatzbenutzer ist das natürlich nichts. Aber ich bastel eben gern und wenns für mich einen Sinn ergibt ist alles im grünen Bereich. :ja:

Elgeba am 24 Mai 2019 21:44:19

Wie hat Karl Valentin mal gesagt:Ich freue mich wenn es regnet,denn wenn ich mich nicht freue regnet es auch.Da hast Du einen besseren Grund.


Gruß Bernd

biauwe am 24 Mai 2019 22:37:23

Azzerisch hat geschrieben:Wenn ich zuhause mit 80 Litern Frischwasser starte und ab und an mal ein Regenguss meinen Weg streift, ...

Wieviel Liter kommen da zusammen?
Bei welcher Fläche des Daches?

Wir verbrauchen ca. 30 Liter täglich.
Und dann gibt es noch:
Bild

Azzerisch am 25 Mai 2019 03:37:02

Ich werde mal notieren wieviel bei einem kurzen 10 minütigen Gewitterguss, bei Dauerregen oder auch bei langanhaltenden Nieselregen reinkommt und dann werde ich es hier reinstellen. Bis jetzt konnte ich nur mal bissl testen mit den Pumpen und ein wenig Problembeseitigung was die Entlüftung betrifft.

Viele Grüße

Tinduck am 26 Mai 2019 09:42:03

biauwe hat geschrieben:.
Und dann gibt es noch:
Bild


Ja, das gibt es. Aber das taut ja auch, zumindest wenn keine tiefen Minusgrade sind, immer langsam ab. Und das Schmelzwasser kann die Pumpe ja auch absaugen.

bis denn,

Uwe

Gast am 26 Mai 2019 10:50:11

Ich schätze mal Du hast das erste WoMo mit Zisterne, hat kein Morelo und Co zu bieten 8)

Auf die Idee muss man erstmal kommen. :D

Und zur Sinnhaftigkeit, Du hast es ja für dich und nicht für andere gemacht und somit ergibt es ja einen Sinn :wink:

skysegel am 26 Mai 2019 11:03:43

Azzerisch hat geschrieben:Um autark zu sein ist es schon sinnvoll, ...

Und das nächste Projekt, Onboard Kläranlage für Grauwasser?

Ulli

Azzerisch am 26 Mai 2019 12:31:42

Eine Kläranlage wäre natürlich nicht schlecht. :-)

Gast am 26 Mai 2019 12:39:17

In Sachen Kläranlage kommt Ihr zu spät, gibt es teilweise bereits :D

--> Link

Azzerisch am 15 Jul 2019 19:27:04

Hallo an alle Womolisten,

hier ein Nachtrag zur Regenwasseraufbereitung.
Ich habe nun nochmal Ordnung in den Gaskasten
gebracht und meine Filter neu angeordnet und einige Verbesserungen gemacht.
Die Verbesserungen beziehen sich auf das komfortablere
Rückspülen der Filter.Zusätzlich habe ich in den Dachtank eine weitere Pumpe installiert und diese mit einem Wasserstandssensor ausgerüstet.Dadurch kommt das Wasser schneller unten an als mit Schwerkraft.
Meine Erfahrungen sind folgende.
Bei Dauerregen wie schon erwartet, spült es jede Menge
Frischwasser in den Tank.Bei einer ordentlichen Schauer ist der Ertrag ebenfalls gut, Vorausgesetzt das WOMO steht relativ gerade so das beide Pumpen links und rechts Wasser bekommen.Eine allein kann bei einem starken Schauer recht schnell überfordert sein und das Wasser nicht schnell genug in den Zwischentank in der Dachbox pumpen.
Sollte der Regen ausbleiben, kann ich mit einer kleinen 12Volt Tauchpumpe aus einem See oder Fluss Wasser direkt durch die Filter schicken. Leider ist bei stehenden Gewässern auch wenn das Wasser klar aussieht, sehr viel
Plankton(so nenne ich das mal) drin was die Filter schnell zusetzt.
In Flüssen die nicht so klar aussehen, setzen sich die Filter nicht so schnell zu. Trotzdem spüle ich die Filter nach solch einem Einsatz durch, damit sie beim nächsten Einsatz wieder voll einsatzfähig sind. Dauer für das Rückspülen ca. 5 Min. Ich benutze dafür Frischwasser mit Silberionen.Man weiß ja nie wie lange die Filter ohne Benutzung stehen. Wenn möglich tanke ich ja auch normal Wasser auf Stellplätzen oder Campingplätzen.
Das sauberste Wasser kommt vom Dach, dieses bringt lediglich größere Partikel mit, welche aber schon im Vorfilter hängen bleiben.Das könnte allerdings zur Pollenflugzeit etwas anders aussehen. Mein Frischwasser benutzen wir als Brauchwasser.Ich koche aber damit auch mal Kaffee oder benutze es allgemein zum Kochen. Einen Labortest vom gefilteren Wasser habe ich auch gemacht. Dafür habe ich extra einen besonders vollgeschissenen Entenweiher ausgesucht. Ergebnis beste Trinkwasserqualität. Ich habe aber nur auf Bakterien und andere Keime untersuchen lassen, da die Filter chemische Belastungen sowieso nicht filtern können. Die Gesamtkeimzahl war ebenfalls Null.
So das waren jetzt mal meine aktuellen Erfahrungen.

Azzerisch am 15 Jul 2019 19:32:52


Azzerisch am 15 Jul 2019 19:33:47


Beduin am 16 Jul 2019 06:28:18

Saubere Arbeit und interessante Infos :)

Tinduck am 16 Jul 2019 07:15:28

Danke für das Review, scheint ja gut zu funktionieren.

Das mit dem vollgeschissenen Entenweiher finde ich interessant. Wobei die Nitratbelastung dann wahrscheinlich enorm war :D aber das hast Du ja nicht untersucht. Gibts aber günstige Teststäbchen für.

bis denn,

Uwe

andwein am 16 Jul 2019 10:49:02

Azzerisch hat geschrieben:...hier ein Nachtrag zur Regenwasseraufbereitung. .......So das waren jetzt mal meine aktuellen Erfahrungen.

Guter Bericht, vor allem mit Keimtest, damit kann jeder was anfangen
Gruß Andreas

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