Zusatzluftfeder
anhaengerkupplung

Teilintegriertes Womo Neufahrzeug mit Rahmenschaden 1, 2


mnk1200 am 12 Jun 2019 08:09:34

Vermutlich muss der Aufbau von dem Grundrahmen abgenommen werden, um die Konsolen und dann den eigentlich verformten Querträger an den Punktschweißpunkten ausbohren zu können. Selbst aufgrund der Brandgefahr bei Wiedereinbau der Bauteile und der nötigen Schweißarbeiten würde ich zur Abnahme des Aufbau raten. Gutes Gelingen.


Tinduck am 12 Jun 2019 08:58:36

Bei einem solchen Mangel an einem Neufahrzeug muss glaub ich niemand eine Reparatur hinnehmen. Das wird auf eine Ersatzlieferung hinauslaufen, das Risiko weiterer Beschädigungen bei der Reparatur ist für den Käufer nicht hinnehmbar. Wenn der Aufbau nicht sauber abgehoben und dabei gestützt wird, kann sich in der Kabine alles mögliche ereignen, normale Womo-Aufbauten sind nicht selbsttragend!

Das würde ICH mir nicht antun, und lt. Rechtsanwalt Dähn muss das der TE auch nicht.

bis denn,

Uwe

Gast am 12 Jun 2019 11:58:45

Bastelwastel68 hat geschrieben:Dieses kurz zusammengefasst: Diese Deformation schwächt den Rahmen* und stellt eine, ich zitiere, "Sollknickstelle" dar. Gemäß HU-Mangelrichtlinie ergibt das eine Einstufung als "erheblicher Mangel" und es würde keine Plakette zugeteilt werden.

Was lernt man daraus?
Nur ein echter Fachmann hilft bei sowas weiter.

Du bist nun in guten Händen und das Warten auf einen Neuen ist besser als ein „Schrecken ohne Ende“.

Ich drücke Dir die Daumen !

Anzeige vom Forum


Bodimobil am 12 Jun 2019 12:21:53

Recht haben - ok du scheinst auf der richtigen Seite zu sein und auch den richtigen Anwalt zu haben.
Recht bekommen - das könnte noch ein langer Weg sein. Bei der Höhe des Schadens wird keiner der Beteiligten so einfach beigeben. Problematisch sehe ich vor allem, dass nicht 100%ig klar ist wer den Schaden verursacht hat. Und so lange die sich streiten stehst du als der dumme dritte da.
Ich hoffe für dich, dass es nicht so kommt wie von mir befürchtet.

Insgesamt ein Alptraum für jeden Wohnmobilkäufer. Nicht auszumalen was gewesen wäre wenn das erst bei dem ersten oder gar 2. TÜV Termin aufgefallen wäre. So ist es wahrscheinlich noch Glück im Unglück.

Gruß Andreas

dieter2 am 12 Jun 2019 12:53:11

Bodimobil hat geschrieben:Problematisch sehe ich vor allem, dass nicht 100%ig klar ist wer den Schaden verursacht hat. Und so lange die sich streiten stehst du als der dumme dritte da.



Eigentlich nicht,der Händler muß gewährleisten.
Wie der Händler mit Anderen klar kommt ist nicht Sache des Kunden.

pipo am 12 Jun 2019 12:59:04

dieter2 hat geschrieben:Eigentlich nicht,der Händler muß gewährleisten.

Oder der Händler kann beweisen, dass der Kunde den Schaden verursacht hat.

Tinduck am 12 Jun 2019 13:06:36

pipo hat geschrieben:]
Oder der Händler kann beweisen, dass der Kunde den Schaden verursacht hat.


Dass der Kunde das Fahrzeug mit dem Schaden übernommen hat, ist doch unstrittig, wenn ich den Rest des Threads korrekt gelesen habe.

Und wer es vor der Auslieferung war, braucht den Kunden nicht zu interessieren, er hat es vom Händler bekommen. Der Händler kann sich dann wiederum beim Verursacher schadlos halten, aber eben nicht deshalb die Entschädigung des Kunden verzögern.

bis denn,

Uwe

pipo am 12 Jun 2019 13:10:15

Tinduck hat geschrieben:Dass der Kunde das Fahrzeug mit dem Schaden übernommen hat, ist doch unstrittig, wenn ich den Rest des Threads korrekt gelesen habe.

Richtig, in diesem Fall ist die Schuldfrage wohl geklärt, da der Händler ja bereits reparieren wollte.
Mein Kommentar war nicht auf dieses Beispiel bezogen..

WomoToureu am 12 Jun 2019 13:32:40

Bastelwastel68 hat geschrieben:Das ist unstrittig. Ich war es nicht und der Händler war es auch nicht.
Der Händler ist im Kontakt mit dem hierfür geeigneten Fachbetrieb.


Es ging hier um die Frage von "Jagstcamp-Widdern" .... das es wird schwerfallen nachzuweisen, das der Schaden bei der Auslieferung bereits vorhanden war...

Ich wünsche Dir selbstverständlich eine reibungslose Abwicklung, frage aber mal, was ist wenn vor Gericht der Beklagte ( Händler ) sagt, bei der Auslieferung war es noch nicht ich Bestreite das der Schaden vorhanden war, es wurde alles sorgfältig durchgesehen, das wäre uns aufgefallen .... usw.

Hat der Händler den Schaden eingeräumt oder wieso ist es "unstreitig" das der Schaden nicht nach Auslieferung entstanden ist.

Denn dann würdest Du möglicherweise ein Problem haben, oder habe ich etwas überlesen ?

deacheapa am 12 Jun 2019 15:57:45

WomoToureu hat geschrieben:Ich wünsche Dir selbstverständlich eine reibungslose Abwicklung, frage aber mal, was ist wenn vor Gericht der Beklagte ( Händler ) sagt, bei der Auslieferung war es noch nicht ich Bestreite das der Schaden vorhanden war, es wurde alles sorgfältig durchgesehen, das wäre uns aufgefallen .... usw.


Dito,
so läuft das im Zweifelsfall wohl ab,
und er hat da auch bestimmt 2 Mitarbeiter die dieses nötigenfalls bestätigen können.


Gruß Mario

Bergbewohner1 am 12 Jun 2019 17:07:14

Es ist doch ganz einfach, im Rahmen der Gewährleistung muß der Händler den Nachweis bringen, das es der Käüfer war.
Für mich sieht es so aus, dass zum Räderwechsel das Fahrzeug nur einseitig gehoben wurde, habe ich schon bei einem Händler gesehen. Dann passiert so was, eine normale Hebebühne bei ordnungsgemäßen Aufbocken würde keinen solchen Schaden hinterlassen.

dieter2 am 12 Jun 2019 17:18:22

deacheapa hat geschrieben:und er hat da auch bestimmt 2 Mitarbeiter die dieses nötigenfalls bestätigen können.




Spätestens vor einen Richter überlegen die sich das mit einer Falschaussage :ja:

Beduin am 12 Jun 2019 17:52:28

Nene, ich war mal vor Gericht. Da sagte die Mutter des Händlers aus. Der Richter sagte in der Urteilsbegründung das er auch der Meinung sei das Sie lügt :eek: und ich habe verloren. In der ersten und zweiten Instanz. Ging um Erstzulassung, ums Gewicht und noch was. Da hatten die Richter auch keine Ahnung von. War damals schlimm

WomoToureu am 12 Jun 2019 18:30:01

Bergbewohner1 hat geschrieben:Es ist doch ganz einfach, im Rahmen der Gewährleistung muß der Händler den Nachweis bringen, das es der Käüfer war..
In solch einem Fall meines Erachtens nicht. Dein Händler kann keineswegs gewährleisten, dass nach der Auslieferung Dein Fahrzeug von wem auch immer falsch angehoben wird.

Gewährleistung bedeutet, dass das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Übergabe Mangelfrei war, d.h. ohne diesen Schaden. Ich gehe mal davon aus, dass Du so ein Blatt unterschrieben hast, dass Du das Fahrzeug so weit Du das kontrollieren konntest Mangelfrei übernommen hast. Versteckte oder verdeckte Mängel kannst Du nicht sehen, inwieweit das Gericht hier entscheiden wird weiß ich absolut nicht.

Ich gehe auch schon davon aus, dass jemand das Fahrzeug genau inspiziert hat als es vom Werk kam, ob auch da unten das ist eine andere Frage. So oder so weiß ich das es üblich ist das der Händler gegenüber dem Hersteller "das Fahrzeug abnimmt" d.h. alles kontrollieren muss.

Also ich sehe da ein großes Rechtsrisiko zu Deinen Lasten, auch das der Händler Reparaturvorschläge gemacht hat, sehe ich keineswegs als Schuldanerkenntnis zu seinen Lasten. Er wollte nur einen Weg aufzeigen den Mangel zu beseitigen, zu wessen Lasten hat er sicherlich nicht gesagt. So jedenfalls habe ich deine Beiträge verstanden.

So oder so ich drücke Dir die Daumen, weil ist schon Hammerhart so etwas mitzumachen, dass wünscht man wirklich keinem. Den Schaden beurteile ich auch als sehr schlimm und würde ebenfalls versuchen mich vom Wohnmobil zu trennen.Wir haben extra das Ducato Max Fahrgestell genommen, weil wir wissen wie sich als windet und biegt und das über 20 - 30 Jahre.

WomoToureu am 12 Jun 2019 18:32:13

dieter2 hat geschrieben:Spätestens vor einen Richter überlegen die sich das mit einer Falschaussage :ja:


Ich finde Deine Aussgae schon heftig, wie kannst Du behaupten das es eine Falschaussage ist, wenn zwei MA von ihm bezeugen das Fahrzeug vollständig auch von unten kontrolliert zu haben und es Mangelfrei war, als es dem Endkunden übergeben wurde.

Warst Du dabei ?

Tinduck am 12 Jun 2019 19:10:58

Ist doch ganz einfach. Wenn er selber den Schaden nicht verursacht hat, war er schon bei der Übergabe da. Es sei denn, jemand fremdes hat nach der Übergabe nachts heimlich das Womo unfachmännisch angehoben...

Daraus folgt messerscharf, dass die Zeugen lügen würden, wenn sie etwas anderes behaupten. Oder der Kläger.

Im übrigen solltest Du mal vor Gericht ein paar Verhandlungen verfolgen. Da liegt der Gedanke an fingierte Aussagen plötzlich gar nicht mehr so fern. Insofern wirkt Deine Empörung leicht naiv bis gekünstelt.

bis denn,

Uwe

wolfherm am 12 Jun 2019 19:20:28

Hier werden wieder massenhaft Haare gespalten. Wusste gar nicht, wie man so ein Thema endlos weiten kann.

Warten wir doch mal den weiteren Verlauf ab und geben bis dahin Ruhe.......

WomoToureu am 12 Jun 2019 20:46:56

Tinduck hat geschrieben:Daraus folgt messerscharf, dass die Zeugen lügen würden, wenn sie etwas anderes behaupten. Oder der Kläger.
Rein Spekulativ sage ich mal, dass ICH es für unwahrscheinlich halte, dass es im Werk passiert ist. Die wissen wie man ein Wohnmobil anhebt, ich habe bei meinem 4,25 t gesehen das die in der Werkstatt so schwarze Hartgummiklötze zwischen Hubplatte und Wohnmobilträger legen ( um den Druck besser zu verteilen und Kratzer zu vermeiden )

Ebenfalls neige ich dazu der Werkstatt zu unterstellen, dass auch diese es so machen und schon wissen wie schwer ein WOMO ist und wie man es hebt.

So könnte ein objektiver Mensch denken, wie z.B. das Gericht das sicherlich auch darüber diskutieren wird. So ist es durchaus vorstellbar, dass seinens des Gerichtes denjenigen die bezeugen das Wohnmobil war bei der Übergabe heil glauben. Das der Händler Zeugen bennenen wird, die bezeugen das sie das WOMO überprüft haben und keine Schäden vorhanden waren ist doch wohl klar.

Denn der Händler wird einem oder zwei Mitarbeitern schon gesagt haben, das Wohnmobil bitte prüfen ( ich glaube muss auch entwachst werden ? ) reinigen und zur Übergabe fertigmachen. Die werden sicherlich auch unter das Wohnmobil geschaut haben, bei unserem jedenfalls wurde das bei der Übergabe gemacht und mir ein Rollbrett zur Verfügung gestellt. ( Bei dem Preis wollte ich auch gucken ob Schalldämpfer usw. alles ok ist, kann ja eine Beschädigung vorhanden sein und abgenommen ist abgenommen )

Ich will mich keineswegs davon freisprechen eine solche Beschädigung trotzdem zu übersehen, aber geschaut habe ich schon überall, nach Lackschäden und Schäden.

Es ist also für mich durchaus denkbar, dass ein Richter sagt, die Händlerzeugen sagen Schaden war nicht und das Fahrzeug wurde anstandslos abgenommen, Klage abgewiesen.
Aber ich drücke dem TE die Daumen das er Glück hat !

WomoToureu am 12 Jun 2019 20:49:26

wolfherm hat geschrieben:Warten wir doch mal den weiteren Verlauf ab und geben bis dahin Ruhe.......

Sorry habe ich übersehen ! :?

wolfherm am 12 Jun 2019 21:11:35

Aber du hast gemerkt, dass du ziemlich viel spekulierst? Was soll das? Hinterher ist es eh ganz anders.

WomoToureu am 12 Jun 2019 21:32:41

Ich will dem TE helfen und ihn auf den Sachverhalt aus meiner Sicht hinweisen, außerdem beantworte ich Beiträge von Kollegen, die es teilweise auch so, teilweise anders sehen. Aber das ist normal wir diskutieren ja ganz lieb und friedlich.

Was letztlich bei rauskommen wird ?

Ich bin fest davon überzeugt das der Anwalt versucht außergerichtlich eine Lösung zu finden, wenn dies nicht geht bzw. keine Zustimmung des TE findet, wird man überlegen müssen was zu tun ist. Sicherlich wird das Verhalten des Händlers und mögliche Kontrollbescheide, sogar mögliche Fotos ( von der Kontrolle beim Händler ) eine Rolle spielen. Üblich ist das zumindest von den vier Seiten hochauflösende Fotos gemacht werden. Von unten glaube ich eigendlich nicht, aber wer weiß.

So oder so der Anwalt macht seine Arbeit erhält sein Geld, von wem auch immer. Ansonsten ist meines Erachtens die Sachlage nicht so, dass der TE schon "gewonnen" hat. Mal hören was die Kollegen meinen und was ihnen noch einfällt oder sollen Beiträge vermieden werden ( das wäre neu ) Meine Chipstüte ist jedenfalls noch nicht leer. :D

wolfherm am 12 Jun 2019 21:38:15

Das Geschreibe hilft nur keinem. Du hast ja selbst erwähnt, dass der TE durch einen guten Anwalt vertreten wird. Der braucht weder deine noch die Spekulationen der anderen User hier.

WomoToureu am 12 Jun 2019 21:41:44

Wenn es so ist, sage ich Entschuldigung.

Ich bin davon ausgegangen das meine Gedanken und Ansichten sowohl dem TE helfen wie auch z.B. Käufern von Wohnmobilen bei der Übergabe wirklich sorgfältig zu kontrollieren. Wollte nur helfen, beraten und meinen Senf dazugeben :D

wolfherm am 12 Jun 2019 21:47:01

Dann mach doch dazu ein neues Thema auf. Hier geht es um einen konkreten Einzelfall. Du schredderst damit das Thema hier. Aber das kennen wir ja......

dieter2 am 13 Jun 2019 13:09:48

Ich könnte mit auch vorstellen das es eine "verträgliche" Reparatur ohne Schweißen geben kann wenn es einen Vergleich gibt.

Zum Beispiel ein passendes gebogenes U-Blech was drüber geschraubt wird.
Es müssen nur die richtigen Leute gefragt werden die das machen dürfen.
Ganze LKW Rahmen werden wieder gerade gezogen und gerichtet nach einen Unfall.
Vorausgesetzt der Käufer ist damit einverstanden,bei entsprechenden Nachlass.

babenhausen am 13 Jun 2019 13:39:54

dieter2 hat geschrieben:Zum Beispiel ein passendes gebogenes U-Blech was drüber geschraubt wird.

Vorausgesetzt der Käufer ist damit einverstanden,bei entsprechenden Nachlass.


Hallo, hast du gesehen dass der Untergurt geknickt ist?
Bohren oder Schweißen in Unter oder Obergurt ist tabu,lese mal in den Aufbaurichtlinien der Hersteller.
Der Vergleich mit einem LKW Rahmen ist unzulässig der Ducato hat ein geschlossenes Kastenprofil ein LKW ein offenes C Profil. Die statischen Unterschiede sind Welten.
In einen derart "reparierten Seelenverkäufer" würde ich nicht einsteigen !

dieter2 am 14 Jun 2019 00:38:46

babenhausen hat geschrieben:
Hallo, hast du gesehen dass der Untergurt geknickt ist?


Hast Du gesehen das es nur eine Quertraverse ist, und nur Blech ist ?

Das zieht der richtige Fachmann wieder raus.
Die seitlichen Beulen werden reingedrückt der Rest nach unten wieder rausgezogen.

RolWi am 14 Jun 2019 06:43:48

Was für eine Scheixxxx ....., das braucht kein Mensch.

Ich wünsche dem Betroffenen eine möglichst reibungslose Abwicklung, wobei mir fehlt der Glaube. Solche Verfahren sind immer schwierig und auch langwierig. Prima wäre es, wenn es hier anders wäre.

Was ich aber wirklich "beeindruckend" finde, ist die Tatsache, dass der "Schaden" so früh aufgefallen ist. Was wäre gewesen, wenn bei der nächsten HU in 3 Jahren der Mangel gesehen und durch Nichtzuteilung der Plakette zu einem Problem geworden wäre. Nicht auszudenken. :-( Wenn ich jetzt an mich selbst denke, so als Technik-Laie, ich weiß nicht, ob mir das aufgefallen wäre. Sowieso war ich noch nie unter meinem Fahrzeug. :eek: Und bei Übernahme eines Neufahrzeuges wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, genau das zu tun.

Ich drücke alle zur Verfügung stehenden Daumen, dass der TE eine für ihn gute Lösung findet.

Viel Glück und viel Kraft wünscht
Roland

Bastelwastel68 am 14 Jun 2019 07:06:33

Hallo nochmals! 

An dieter2: Es ist keine Quertraverse. Siehe Beitrag #1 „Der linke Rahmen ist im Bereich vor der Hinterachse eingedrückt/gestaucht.“ und die Bilder.

An alle:
Vielen Dank für die Beileidsbekundungen und fürs Daumendrücken! :)
Die eingangs gestellte Frage ist inzwischen beantwortet.
Die vom Händler vorgeschlagene, risikobehaftete Reparatur (Aufbau abnehmen, Rahmen reparieren, Aufbau aufsetzen) muss ich nicht hinnehmen, ich habe das Recht auf ein Neufahrzeug/Ersatzlieferung. Hierbei habe ich kompetente Unterstützung durch den Herrn Dähn dieses Recht durchzusetzen.

Wie bereits geschrieben werde ich mich wieder melden sobald es Neuigkeiten hierzu gibt.
Bis dahin bitte keine weiteren Thema-verwässernden Kommentare mehr und drückt mir bitte alle weiter fleißig die Daumen. :)

Ich wünsche allen allzeit gute und knitterfreie Fahrt! :)

LG
Bäda

markus64 am 14 Jun 2019 08:21:35

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt.




Hallo WomoToureu,
wenn man weiß wie ein Fzg. im Werk aufgebaut wird kann man sich schon sehr gut vorstellen das es dort passiert ist.
Der Rahmen wird auf Skid's (Transportgestell) durch die Schweissanlagen transportiert. In jeder Schweissstation wird der "Rahmen" vom Skid abgehoben und in der Anlage fixiert. Wenn nun der Rahmen wieder auf dem Skid abgesetzt wird kann es sein das es nicht 100 Prozent wieder aufgesetzt wird. Durch diesen Fehler könnte es passieren das ein solcher Schaden passiert. Habe ich schon einige Male in den letzten 25 Jahren gesehen.

Gruss Markus

WomoToureu am 14 Jun 2019 08:43:41

Der TE bat darum das Thema nicht weiter zu verwässern, trotzdem will ich Dir antworten. Im Rahmen der Qualitätssicherung wird dannach im Werk geschaut, passieren kann viel. Geschweißt wird wenn noch kein Aufbau drauf ist d.h. der Rahmen ist sehr leicht, da wird nix eingedrückt.

Und nun folgt bitte der Bitte des TE und verwässert seinen Beitrag nicht noch mehr.

dieter2 am 14 Jun 2019 09:45:59

Bastelwastel68 hat geschrieben:Hallo nochmals! 

An dieter2: Es ist keine Quertraverse. Siehe Beitrag #1 „Der linke Rahmen ist im Bereich vor der Hinterachse eingedrückt/gestaucht.“ und die Bilder.



OK,hab es jetzt auch gesehen 8) Das sieht böse auch.

Wünsche eine gute gerechte Regulierung :ja:

teuchmc am 14 Jun 2019 10:53:27

Moin Loide! Wie alle hier, hoffe auch ich auf ein umfassend positives Ende für den TE.
Bei der ganzen Misere, ist für mich das Gutachten des Sachverständigen die eigentliche "Überraschung".
Hätte nicht gedacht, daß diese "Beule"(salopp ausgedrückt) als schwerer Mangel angesehen wird mit dann
bekannten Folgen.Mal wieder was dazu gelernt.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Tinduck am 14 Jun 2019 12:40:13

Das liegt halt an der ‚soliden‘ Konstruktion, wenn man Rahmenteile aus dünnen Blechen herstellt. Das hält ja auch, solange nix dran passiert.
Hat schon seinen Grund, dass man Fahrzeuge mit hohen Belastungen auf Leiterrahmen aus C-Profilen aufbaut. Ist halt schwerer, aber auch stabiler. Und man kann auch mal ein Loch (natürlich nach Vorschrift/Aufbaurichtlinien) reinbohren, ohne dass Holland in Not gerät. Oder eben richten, wenn was verzogen ist.

bis denn,

Uwe

babenhausen am 14 Jun 2019 13:19:20

Tinduck hat geschrieben:Hat schon seinen Grund, dass man Fahrzeuge mit hohen Belastungen auf Leiterrahmen aus C-Profilen aufbaut. Ist halt schwerer, aber auch stabiler. Und man kann auch mal ein Loch (natürlich nach Vorschrift/Aufbaurichtlinien) reinbohren, ohne dass Holland in Not gerät. Oder eben richten, wenn was verzogen ist.
bis denn,
Uwe


Es gibt auch im LKW Bau mit solchen Kastenrahmen wie beim Ducato verwendet sogar sehr hoch belastete Fahrzeuge. Vorteil solcher Rahmengestaltung ist die hohe Verwindungssteifigkeit gegenüber der Leiterrahmen mit C-Profil.Gerade diese Verwindungsfestigkeit ist in Wohnmobilbau von Vorteil .An beiden Konstruktionsprinzipien ist bohren und schweißen in der sogenannten neutralen Zone erlaubt.Unter und Obergurte dürfen aber nicht durchlöchert oder geschweißt werden. Es gibt aber Ausnahmen für Rahmenverlängerungen etc es muss aber dann nach ARL Vorschrift gearbeitet werden das heißt verstärkt werden Schweißzeugnisse etc.

pipo am 14 Jun 2019 13:36:23

Der TE hat sich extra gewünscht, dass dieses Thema nicht zerredet wird. Er meldet sich regelmässig und hat auch für alle Verständlich erklärt, wo auch der Gutachter das Problem sieht. Belasst es dabei :!:

Ich würde gerne erfahren, wie die Sache ausgeht. Also macht bitte wo anderes einen Tröd auf :ja:

RETourer am 14 Jun 2019 13:40:02

Geschlossen bis es neue Erkenntnisse gibt.

Bastelwastel68 am 28 Jul 2020 07:01:15

Hallo zusammen! :)

Dieses Thema ist durch - endlich - aber etwas anders wie zuletzt gedacht war, aber der Reihe nach:

Wie bereits geschrieben, der Herr Dähn hat im Juni 19 den Händler angeschrieben, der sich über Wochen hinweg nicht mehr geäußert hatte. Es wurde auf Ersatzlieferung geklagt, da zu diesem Zeitpunkt galt, dass eine Reparatur des Schadens durch den Tausch des betroffenen Rahmenteils zu erfolgen hat. Eine Reparatur, die in diesem Umfang nicht hinnehmbar ist.
Die Reaktion vom Verkäufer auf das Schreiben des Herrn Dähn war unerwartet. Sein Anwalt ließ nun plötzlich verlauten, dass das Fahrzeug ohne diese Beschädigung ausgeliefert wurde. Das Fahrzeug sei vor der Auslieferung gründlichst überprüft worden. (Wurde es nicht, da am Tag der Auslieferung schon ein Dutzend Mängel offensichtlich waren.) Der Verkäufer behauptete zudem, dass er im Zuge von mehreren bei ihm durchgeführten Gewährleistungsreparaturen festgestellt hat, dass ich zahlreiche Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen hätte und diesen Schaden hätte somit ich verursacht!
Wow! Da wurde nun gelogen dass sich die Balken bogen, denn seit der Auslieferung war bis dato das Fahrzeug nicht wieder beim Händler! (Danach auch nicht.)
Ob diese Art der „Argumentation“ nun auf dem Mist vom Händler gewachsen ist, oder ob ihm jener Anwalt dazu geraten hat, das werde ich wohl nie erfahren.

Zwischenzeitlich hatte sich der DEKRA-Gutachter bei mir gemeldet. In den über 20 Jahren Berufserfahrung gab es bei ihm vorher noch nie einen derartigen Fall. Er hatte diesen in seinem Kollegenkreis diskutiert und einer seiner Kollegen fand heraus, dass diese Beschädigung am Rahmen auch instandgesetzt werden kann, ohne den Tausch des betroffenen Abschnitts. Fachgerecht durchgeführt ergeben sich keine Nachteile bezüglich Stabilität und Haltbarkeit und das Fahrzeug gilt dann in dieser Hinsicht bei der HU als mängelfrei.
Es hat etwas gedauert bis sich ein Fachbetrieb gefunden hat, der die Fähigkeiten und auch die Möglichkeiten hat diese minimalinvasive Instandsetzung durchzuführen. Kostenvoranschlag ca. 2200 € (Wird im Herbst erledigt.)

Im Februar 20 vor Gericht behauptete der Händler nach wie vor, er hätte das Fahrzeug absolut mängelfrei ausgeliefert und erzählte auch das Märchen von den Garantie-Reparaturen, die bei ihm mit größter Sorgfalt durchgeführt wurden, etc., Blabla!
Der Richter hatte ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben, bei dem der Händler in Vorleistung hätte gehen müssen. Möglicherweise hat der Händler dann doch etwas kalte Füße bekommen, denn nun kam ein Vorschlag für eine außergerichtliche Einigung. Man bot an das Fahrzeug für 50.000 € zurück zu kaufen.
Ähm, bezahlt haben wir rund 60.000 €, in weitere Ausstattung wurden meinerseits noch rund 4.500 € an Material reingesteckt - ohne Arbeitszeit. Dieses Angebot habe ich abgelehnt.
Man einigte sich schließlich auf die Begleichung des Schadens in der Höhe des Kostenvoranschlags, zuzüglich 10 % der Kaufsumme als Minderung, 500 € zusätzlich um noch vorhandene Mängel abzugelten und der Händler ist aus allem raus.
Ende, aus, vorbei!

Auch an dieser Stelle nochmals besten Dank an den Herrn Dähn, denn ohne seine kompetente Unterstützung wäre es womöglich nicht so ausgegangen.
Absolut enttäuscht bin ich vom Händler! Nicht nur wegen des 180 Grad Meinungsschwenks zu dem Schaden, sondern auch wegen der Lügerei, auch vor Gericht!
Ihm hab ich es zudem zu verdanken, über ein Jahr lang die zum Teil quälende Ungewissheit ertragen zu müssen, wie diese Angelegenheit schließlich enden wird. Über ein Jahr lang stockte zudem auch die Beseitigung von Mängeln (dringend notwendiges wurde in Eigenleistung behoben) und weitere Ergänzungen der Ausstattung waren in dieser Zeit ja auch nicht sinnvoll durchführbar.
Enttäuschend finde ich auch das Verhalten des Herstellers Pilote.
Über einen privat befreundeten Pilote Händler wurde hierzu eine Anfrage gestellt und man behauptete, es gibt im Werk keine Hebevorrichtung welche diese Beschädigung hätte verursachen können. Zu den im Werk verwendeten 4-Säulen Hebebühnen wurde mir dieses Bild übermittelt:


Hebebühnen wie diese haben einen Achsfreiheber. Bei unsachgemäßer Anwendung des Achsfreihebers wird genau jener Schaden verursacht. :(

Dann hoffe ich, dass sich keine weiteren unangenehmen Überraschungen mehr auftun und ich möchte mich abschließend bei allen bedanken für die Anteilnahme, fürs Daumen drücken und die hilfreichen Tipps und Anregungen! :)

Allzeit gute Fahrt zu schönen Zielen mit netten Menschen! :)

LG
Bäda

HaMo19 am 28 Jul 2020 07:15:14

Danke für die ausführliche Rückmeldung.

WomoToureu am 28 Jul 2020 08:17:50

Von mir ebenfalls eine Gratulation zur Lösung und Danke für die Info.

DieselMitch am 28 Jul 2020 09:02:55

Erstmal herzlichen Glückwunsch dafür, dass Du das Thema vollständig durchgezogen hast - es geht nichts über wirklich kompetente Anwälte.

Zu der "minimal invasiven" Reparaturmethode meldete sich bei mir die kreatürliche Neugierde:

Haben die DEKRA Gutachter irgendwie angedeutet, wie diese Reparatur vonstatten gehen soll?

Längsträger erhitzen geht nicht, da die Materialstruktur dadurch weich wird, es bliebe also nur noch ziehen, oder :?:

Wenn's nicht zu aufwendig ist, würde ich mich über eine Antwort freuen.

Pechvogel am 28 Jul 2020 09:07:48

Super dass Du dazu noch eine Rückmeldung gemacht hast!

Bastelwastel68 hat geschrieben:...
Man einigte sich schließlich auf die Begleichung des Schadens in der Höhe des Kostenvoranschlags, zuzüglich 10 % der Kaufsumme als Minderung, 500 € zusätzlich um noch vorhandene Mängel abzugelten und der Händler ist aus allem raus.
...



Heißt dass der Händler ist aus seiner Gewährleistung entlassen?
D.h. falls, was wir natürlich nicht hoffen, in vier Wochen der Motor oder die Truma ihren Geist auf geben, hat der Händler damit nix mehr zu tun?



Grüße
Dirk

Bastelwastel68 am 28 Jul 2020 09:14:54

an DieselMitch - "kreatürliche Neugierde" - ein hübsches Wort! :)

Ich hoffe dann im Herbst die Reparatur persönlich mit dem Fotoapparat begleiten zu können und werde berichten.


an Pechvogel - mit der Firma Truma z. B. hatte ich unabhängig vom Händler bereits Kontakt, um die fehlerhafte Steuerplatine auf Garantie zu ersetzen.
Auch wenn der Händler nun raus ist, die vom Hersteller gewährte 5-jährige Dichtigkeitsgarantie bleibt davon unberührt. Da muss ich ja nicht zwingend zu dem ausliefernden Händler fahren, die Dichtigkeitsprüfung macht jeder andere Pilote Händler ja auch.


LG

Bäda

pipo am 28 Jul 2020 09:19:29

Glückwunsch, auch wenn es sich um einen klasssichen Kompromiss handelt. Erstaunt über die Geschwindigkeit des Verfahrens :ja:
Dann noch Allzeit knitterfreie Fahrt :!: :ja:


  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

H-Zulassung für Peugeot J5
Wohnmobil auf Pkw Parkplatz - OLG Urteil
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2020 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt