Caravan
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Roadcar 640, Tipps für Anfänger gesucht


Burki2019 am 09 Mai 2019 10:22:04

Hallo in die Runde,

nachdem ich meinen geliebten Segelsport aufgeben musste, habe ich kurzentschlossen einen Roadcar 640 gekauft, um mobil zu bleiben.
Das erste kalte Wochenende haben ich in Waren gut überstanden und ich fühlte mich komfortmäßig ausreichend wohl.
Auch das Fahren mit dem (Halb-) Automatikgetriebe empfand ich als okay.
Interessant war nur der Wasserablasseffekt vor der Haustür. Auf Grund der nächtlichen Kälte öffnete das Boilerschutzventil. Aber nicht nur der Boiler wurde geleert, sondern auch der 120l- Wassertank bis auf einen kleinen Rest. Da leider das Strompanel eingeschaltet war, weiss ich jetzt nicht, ob die Pumpe dabei mitgeholfen hat.

Kann mir jemand noch ein paar generelle Erfahrungswerte und gute Tipps geben, auf was zu achten ist oder wie man sich das Leben mit diesem Fahrzeug einfacher machen kann?
Z.B. Auffahren auf Keile mit Automatikgetriebe, WC- Service (Thetford 260) u.v.a.m.

Danke im voraus und allen eine tolle saison.

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smoothhand am 11 Mai 2019 14:39:43

--> Boilerschutzventil:

Du musst ja eisenhart im Nehmen sein. Das Ventil öffnet bei ca. <3° Umgebungstemperatur. Bei unserem KaWa ist der Boiler im Innenraum unter dem Heckbett eingebaut. Wenn die Heizung läuft passiert auch dem Boiler nichts. In den letzten kalten Nächten habe ich die Heizung auf 12° mitlaufen lassen. Stromverbrauch minimal, Gasverbrauch konnte ich nicht messen, scheint aber auch nicht die Welt gewesen zu sein.

--> Wassertank:

Bei uns könnte der Wassertank nicht von selbst leer laufen. Die Pumpe registriert aber den Druckabfall im Boiler und pumpt fleißig nach, so wie das für den Warmwasserverbrauch ja auch sinnvoll ist. Auf diesem Weg wird auch der Wassertank komplett geleert wenn das Sicherheitsventil offen ist und wenn der Stromkreis für die Pumpe Spannung hat. Auch nicht so schlecht, bevor Tank und Pumpe einfrieren. Wasser ersetzen ist billiger...

--> Sonstige Erfahrung: Wir sind auch ganz neu in der KaWa - Erlebniswelt. Vom Boot umgestiegen und alles irgendwie doch sehr ähnlich, die ganze Technik könnte genau so aus einer Segelyacht stammen, er schwimmt sogar bei Fahren ein bisschen... ;-)

Ich kämpfe aktuell mit der Solaranlage. Gelegentlich zeigt ein Lämpchen an, dass der Solarregler Strom zur Batterie schickt. Allerdings wirklich sehr selten. Bei voller Batterie sollte die Anzeige blinken - das macht sie allerdings überhaupt nicht, auch dann nicht, wenn die Batterie nach 8 Stunden am 230V Netz bis oben voll ist. Vielleicht sollte ich den Regler (Alden Standard) gegen einen besseren austauschen, vielleicht sind auch die 100Wp Solarmodul lächerlich - wer weiß... Dabei wäre ein gutes Batterienmanagement wirklich sinnvoll, weil man uns nen 12V Kompressorkühli statt des bestellten 3-Wege Modells eingebaut hat. Wir sind eher der Freisteher-Kastenwagler, ankern aus alter Gewohnheit sozusagen gerne in einsamen Buchten und da wäre eine effiziente Solaranlage schon wichtig.

smoothhand am 11 Mai 2019 14:59:29

Burki2019 hat geschrieben:Hallo in die Runde,

..., WC- Service (Thetford 260) u.v.a.m.

....

Das WC funktioniert als Chemieklo natürlich anders als die guten alten Pumpklos auf Booten.

Ich habe das Thema wegen seiner doch grundlegenden Bedeutung eingehend studiert und vielerlei Literatur gewälzt und 1001 Meinungen zur Kenntnis genommen. Für mich habe ich daraus und aufgrund eigener (weniger) Erfahrung folgende Erkenntnisse gewonnen:

Zusätze im Spülwasser sind absolut nicht notwendig. Bei uns kommt dazu auch das Spülwasser aus dem Haupttank, da verbieten sich Zusätze von selbst.

Die Chemie, die Gestank verhindert und die Fäkalien schneller zersetzt ist mal so richtig heftig (=giftig). Es wird oft empfohlen, darauf zu verzichten. Ich nehm sie trotzdem. Verzichtet man darauf darf man den Inhalt der Bordtoilette z.B. auf AB-Parkplätzen in die Toilette kippen. Ist ja dann nichts anderes als das was sonst reinkommt... Weder Straßengullies noch natürlich die freie Natur kommen zur Entsorgung in Frage.

Ist Chemie drin darf die Toilette nur in dafür vorgesehene Toilettenentsorgungsanlagen (z.B. auf damit ausgerüsteten Campingplätzen) entleert werden. So sind die Regeln und eine Zuwiderhandlung könnte richtig Probleme bereiten.

Als Toilettenpapier nehme ich das leider teuere aber wirklich hoch effektive Spezialpapier für Chemieklos (wird praktisch überall im einschlägigen Fachhandel angeboten). Das zerfällt prima zu winzigen Schnitzeln und kann absolut nichts verstopfen. Im Gebrauch unterscheidet es sich dabei nicht wesentlich von normalen Sorten.

Aus einem schlauen Camperprofi-Video habe ich den Tipp, die Chemie schon vordosiert in kleinen runden 250ml Plastikcontainerchen mitzuführen anstatt in der großen 1,5L Flasche. Spart Gewicht und Gefummle, wenn man unterwegs ist. So spätestens alle 5 Tage sollte die Toilette geleert und gespült werden, wenn es richtig heiß ist würde ich höchstens drei Tage warten.

Insgesamt ist das Bordklo schon eine feine Einrichtung, wenn man ab einem gewissen Alter nachts immer mal raus muss. Dennoch nützen wir wirklich jede Gelegenheit, normale Toiletten zu benützen und sehen unsere Toilette als Backup an.

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